Beiträge von Skriwer

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    Es sind bei ihm fast ausschließlich Wettkämpfe und Übungsformen und ich würde das meiste nicht machen. Viele der Übungsformen oder Korrekturspiele sind auch das was ich an dem Buch nicht so mag, teilweise erinnern sie an die Coever Methode z.B. 1.3 Richtungs- und Tempowechsel mit dem Ball oder 1.4. Zickzack . als Zitat sticht hier sofort ins Auge: "Nachdem alle Fehler ausgemerzt wurden, findet ein Wettkampf [...] statt"
    Das Ausbildungskonzept von Horst Wein ist ein Schritt in die richtige Richtung enthält jedoch auch noch Reliquien seiner Zeit. Zu diesen Reliquien zähle ich auch viele der Übungsformen.
    Man darf nicht vergessen: das Buch ist erstmals 1995 in Spanien als Text/Konzept des Fußballverbandes [1] erchienen.
    Damals war es sicher ein Bahnbrechendes Werk über Kinderfußball und ist auch heute noch ein Werk, das jeder Trainer gelesen haben sollte (wenn nicht sogar das beste zusammenhängende Buch über Kinderfußball). Es wurde bestimmt gut Überarbeitet, ist jedoch 22 Jahre alt und man sollte es eben insbesondere deswegen kritisch hinterfragen.
    Eine rein globale Methode, wie sie hier besprochen wird, wird in dem Buch ja auch nicht vermittelt. Es ist vielmehr die mittlerweile auch vom DFB vorgeschlagene Spielen - Üben - Spielen Methode.


    Edit: Der Link sollte als Quelle dienen. Die Seite der Spanischen Nationalbibliothek will aber anscheinend nicht, dass man sie verlinken kann ... man muss zweimal Enter drücken um zum Buch zu kommen.

    @tobn Nein bei einem 11 gegen 11 würde ich auch nicht nachgeben, das ist viel zu groß. Das 7 gegen 7 sehe ich aus den gleichen Gründen die @totog genannt hat auch nicht als so problematisch an, wenn es nicht zu häufig ist. Wenn man auf Jugendtore spielt finde ich ein 4+1 gegen 4+1 jedoch erst ab der D-Jugend optimal. Zumindest bei nicht so starken Teams.


    @Ersatzbank Ich weiß nicht genau was du meinst. Ich nehme mal an du Teilst die Gruppe komplett, sodass 2 starke Teams gegeneinander und 2 schwache Teams gegeneinander spielen. Ich finde das ok, aber ich mache das halt seltener, so wichtig ist es bei mir auch nicht, denn ich habe eine relativ homogene Truppe, bei der selbst der schwächste Spieler zumindest noch halbwegs gegen die stärksten verteidigen kann und manchmal auch ein Dribbling gewinnt. (Solange nicht alle "guten" zusammenspielen, dann werden aber auch kaum Zweikämpfe geführt, da sie einfach die schwächeren umspielen)
    Das wichtigste ist halt das auch die schwächsten Spieler Selbstvertrauen tanken, damit sie sich eben nicht verstecken und sich auch gegen stärkere Spieler versuchen durchzusetzen.
    Wäre meine Truppe nicht halbwegs homogen, oder hätte ich Anfänger dabei die sich noch nicht richtig in Zweikämpfe trauen würde ich vermutlich auch mehr in Stärkere und Schwächere einteilen.

    @Goncare Berichte dann mal ob sich deine Erwartungen erfüllt haben oder ob es Überraschungen gab.


    @tobn Ich kenne das auch mit den "großen" Abschlussspielen. Zu meinem Leid, wollen das viele Kinder bei mir immer.
    Aushilfe schaffen da kleine Turniere , diese werden von vielen als Ersatz akzeptiert, aber auch nicht immer und leider auch nicht in Funino Varianten (es soll immer ein Tor sein). Als ich die Mannschaft übernommen habe ging es gar nicht.Nun habe ich meine Jungs so weit, dass sie ohne zu meckern als großes Abschlussspiel akzeptieren wenn wir 5 gegen 5 spielen (4 Feldspieler ein Torhüter), und die anderen Kinder (bei mir max 5, meist aber 2-4) auf einem kleinen Feld gegeneinander Spielen oder einen Toschusswettbewerb oder Ähnliches machen (gerne mit dem Trainer im Tor). Es wird dann regelmäßig rotiert. Es ist ihnen aber unglaublich wichtig das die Ergebnisse zusammengezählt werden, es gibt also z.B. 2 siebener Teams, die aber unterschiedliche Spiele machen.
    Manchmal gebe ich nach und wir spielen die letzten 15 Minuten 7 gegen 7, wenn sie es denn unbedingt wollen, ich will ihnen den Spaß ja auch mal lassen.

    Hmm, das größte Problem für mich ist dabei das Gerechtigkeitsempfinden der Kleinen. Die haben ganz eigene Vorstellungen davon was faire Teams sind. :)
    Teil ich die Teams ein, heißt es immer: "Boar sind das unfaire Teams" (Sind es nicht.). Teilen sie die Teams selber ein gewinnt eine Mannschaft ziemlich deutlich.
    Man sollte mMn nicht nur aus Teambuildinggründen gemischt Spielen lassen, sondern auch aus Ausbildungsgründen. Hier werden die Starken gefordert und die schwachen gefördert.
    Dazu muss man halt die Regeln entsprechend anpassen, z.B. wie @totog es beschreibt, dass jeder mal an den Ball muss. Meist sind die schwachen auch nicht so schwach und insbesondere die Starken nicht so stark wie man denkt.
    Ich kann jedem mal empfehlen ein Paar mal ein Changing-Teams-Turnier z.B: als Trainingsabschluss zu machen, ich wurde ganz schön Überrascht wer da so alles ganz Oben stand und wer weiter Unten war, nachdem ich die Ergebnisse von 3 Turnieren zusammengerechnet habe. Einen interaktiven Turnierplan findet man hier hier.

    Wieviel du von deinen Eltern erwarten kannst, kannst nur du wissen.
    Meine Meinung ist, das 2 Spiele/Turniere an einem Wochenende zu viel sind. Diese Doppelbelastung würde ich nicht machen und wenn ich der Vater eines Kindes wäre, würde ich dir generell für einen Tag zusagen und für den anderen nicht egal wie viele ihr seid. Vielleicht bekommen die anderen Teams immer genug Spieler zusammen, weil sie nur 1 Turnier am Wochenende haben?
    Das mit den kurzfristigen Absagen würde ich jedoch ansprechen, man kann von einem Erwachsenen erwarten das er mehr als 2 Wochen Planen kann, wobei ich eine Absage eine Woche vorher in Ordnung finde. Hast du einen Saisonplan für die Eltern auf dem jedes Spiel, Turnier und Event steht? Oder stehen die nur per Watsapp-Nachricht fest? Wenn nicht würde ich dir dazu raten.

    Die Antwort darauf findest du in den Wettkampfbestimmungen des Verbands.
    Das mit den E2 Spielern ist in der Regel kein Problem (es müssen aber fast überall 24 Stunden zwischen den Spielen liegen). Bei dem E1 Spieler kann es ein Problem sein, das hängt aber wie gesagt von den speziellen bestimmungen deines Verbands ab. Schau da mal nach.

    Ja da hast du recht, so einfach ist es nicht, aber es soll ja auch nur ein erstes Indiz sein. Man sollte immer kritisch sein, aber halt nicht Ergebnisse mit einer Begründung wie:"Traue keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast" ablehnen. Wie gesagt, was Besseres gibt es nicht.

    Man muss halt auf das Vertrauen was man hat, ein generelles Misstrauen ist gut, aber unseriöse Studien erkennt man oft schon an der Form. Wenn ein Paper in einer vernünftigen Zeitung veröffentlicht wurde und die Autoren angegeben sind (und diese an vernünftigen Institutionen Forschen und ihre Geldgeber angeben, z.B. bei diesem Artikel ) sollte man den Ergebnissen schon vertrauen, was Besseres gibt es nicht.


    Festzustellen woher Schäden kommen ist nicht so einfach, besonders bei Langzeitschäden. Ich kenne auch keine Beispiele aus dem Fußball. Es gibt jedoch viele Beispiele aus z.B. Boxen und American Football, die durch diese Sportart verursachten Kopfstöße sind jedoch nicht mit denen beim Fußball zu vergleichen. Generell sind die Forschungsergebnisse für Fußballstudien durchwachsen: ältere Studien haben Beeinträchtigungen durch Fußball gefunden, neuere eher nicht: Hier auf Seite 204 ff. ist eine (mutmaßliche) Erklärung die Verwendung von schwereren Bällen (Bälle die mehr Wasser aufsaugen) in den 1980ern bis 1990ern.
    Ich finde nicht das die Forschung direkt vom DFB ausgehen sollte, denn gerade dieser steht doch im Interessenkonflikt mit dem Thema. Naja, noch eher als die Vereine, aber die interessieren sich eh nur dafür wie man Knie möglichst schnell wieder ganz bekommt.

    Ok, aber schwierige Spielformen sind doch wesentlich schwerer Umzusetzen als ein Pass von A nach B oder als an einem Hütchen vorbei zu dribbeln und zu schießen, oder nicht?
    Ich denke es liegt eher nicht an dem Verständnis, sondern an der Konzentrationsfähigkeit. Besonders in Bezug auf wenig motivierende Aufgaben. Hier haben erfahrungsgemäß Ältere einen Vorteil gegenüber Jüngeren.


    Ich Trainiere fast ausschließlich in Spielform. Ausnahmen ist das Erlernen völlig neuer Bewegungen, da bekommen die Kinder Zeit sich das erstmal kurz anzuschauen und auszuprobieren z.B. eine Finte oder wenn es Vorübungen gibt, da die Regeln verstanden werden müssen.
    Später in älteren Jugenden kommen dann aber Übungsformen in den Erwärmungsteil (wenn eine Erwärmung wirklich notwendig wird) auch bei mir hinzu. Da ich es ab der älteren D-Jugend für zu riskant halte direkt in eine Spielform einzusteigen. Ich habe nicht wirklich das angesprochenen Problem die Technik etc. zu coachen sondern die Belastungssteuerung macht mir gerade Schwierigkeiten. In meiner E-Jugend ist es gerade so, dass einige Kinder noch diese unendliche Energie haben, andere aber in der Entwicklung schon weiter sind und mehr Pausen brauchen.


    Ich bin ein absoluter Verfechter von sehr wenig Übungen, besonders bei max. 3-mal Training die Woche. Wenn ich natürlich am NLZ bin und meine Spieler 5mal die Woche Trainieren (+ Training in den Eliteschulen) würde ich sie auch mal an die Prellwand stellen und im strengen Wechsel Jonglieren lassen, ganz Oldschool . Vllt würde ich ihnen dabei noch Matheaufgaben stellen oder so und es als Life-Kinetik verkaufen ;)
    Aber, wenn ich nur max. 3 mal die Woche Trainiere, bleibt mir meiner Meinung nach nichts anderes übrig als fast ausschließlich in Spielformen zu trainieren, da ich nur so neben der technischen Verbesserung auch eine taktische Schulung erzielen kann.

    @bob-rooney Führe wie im richtigen Spiel einen Strafraum ein, den der Ball erst verlassen muss bevor er im Spiel ist. Dann hast du für den Wandspieler auch eine spielnahe Torhütersituation und die Feldspieler müssen sich beim Abstoß ordentlich freilaufen.
    Ob 4 gegen 4 oder 3 gegen 3 ist eigentlich egal. Wenn es im 3 gegen 3 gut läuft, also beide Wandspieler vernünftig eingesetzt werden und sie wirklich ein 5 gegen 3 ausspielen, würde ich die Spielerzahl erhöhen, das Feld kleiner machen oder die Regeln verschärfen. z.B. Wandspieler tauschen Positionen nachdem sie angespielt wurden.

    Ich weiß nicht, ich wäre vorsichtig. Ich hab mal gehört das ein Stoß im Kopfbereich für Kinder nur schlimmere folgen haben kann weil die Nackenmuskullatur noch nicht so weit ist diese Stöße abzufangen und eine Durchschütteln zu verhindern, stimmt das?


    Naja, man kann und sollte auch schon den Kopfball im G Trainieren. Ich würde aber auf schwere Bälle und zuspiele/zuwürfe verzichten.
    Ich würde lediglich den Kopfball mit Leichtbällen aus den eigenen Händen Trainieren. Es hat den Vorteil das Sie gleich die richtige Technik (Armbewegung, Bogenspannung, Ball mit der Stirn treffen) ausführen müssen.
    Ein Beispiel für eine solche Übung ist ein Fangspiel, bei dem mehrere Fänger die Gejagten in einem Bereich abköpfen müssen. Ist dies gelungen werden die Gejagten zu Fängern.
    Das reicht dann meiner Meinung aber schon für den gesammten F-Jugendbereich aus, bevor ich in der E das Thema vertiefe.

    Ja es macht auch Sinn bei 7-8 Jährigen. Den macht das richtig bock, weil es schöne und schwere Herrausforderungen sind bei denen man aber schon innerhalb einer sehr kurzen Zeit Erfolge feiern kann.
    Also auch gut für die kurze Aufmerksamkeitsspanne von den ganz kleinen.


    PS. Wenn man einfach mal google benutzt findet man schon sehr viel zu dem Thema, dann einfach mal ausprobieren wie es bei deiner Truppe ankommt.

    Ich habe das Buch nicht, also weiß ich dazu nichts, aber ich habe mal eine Kurzschulung zu Life-Kinetik gemacht. :)
    Diese Art des Trainings macht auch bei wenig Trainingszeit die Woche sinn denke ich. Für ein Fußballtraining sollte es jedoch nur als Ergänzung gesehen werden, eignet sich dafür aber optimal, da ja nach grobem Beherrschen der Übungen fortgefahren wird.
    Ich mache es oft als Teil des Einstimmens, da die Übungen von geringer körperlicher Intensität sind. Fußballunspezifische Übungen würde ich nicht länger als 10 min pro Trainingseinheit machen.
    Ich mache es da auch maßgeblich vom Spaßfaktor abhängig. Wenn ich nach 5 min schon höre: "Wann machen wir endlich was, was mit Fußball zu tun hat?" mach ich das nicht so lange wie wenn die Jungs voll drauf abgehen.
    Fußballspezifisches kann schon länger gehen. Z.B. Wenn du diese Art von Aufgaben mit Spielformen und Übungen kombinierst. Da kannst du als Teil des Techniktrainings auch mal eine ganze Trainingseinheit verplanen. Obwohl ich auch wieder vorsichtig wäre, irgendwann wollen die Jungs einfach nur in ruhe kicken, aber das merkst du dann schon.

    Nein, es ist ein absoluter Missstand und hat nichts mit Fußball zu tun. Soetwas ist eine Schande für jeden Verein und das Schlimmste ist, das nichts dagegen unternommen wird.
    Warum wird ein solches Verhalten der Eltern und Kinder geduldet? Warum duldet der Verein Trainer die sich so verhalten? Da läuft gehörig was schief!
    Vermutlich ist ein solches Verhalten sogar gegen die Vereinssatzung und sollte damit zum rausschmiss führen.
    Aber es wird nichts getan? Warum? Weil sportliche Erfolge erzielt werden, oder?
    Ich würde da richtig stunk beim Vorstand machen, eine Aussprache reicht mir da nicht. Ich würde wollen, das der Trainer entfernt wird.
    Würde das nicht geschehen würde ich mit meinem Kind sofort abziehen.
    Schon allein dass dein Kind Turniere als Motivation braucht um Fußball in diesem Verein zu spielen, sollte dir schwer zu denken geben.

    @Powerzwergenpapa Von der Mittellinie ein Tor zu erzielen will auch erstmal gekonnt sein, aber ich gebe dir recht, auf Dauer wird es höchstens den Spieler weiterbringen der die Tore macht. Frustrierend ist es noch dazu.
    Was da Abhilfe schafft, ist es den Brummer mit dem Pferdefuß in Manndeckung zu nehmen, ob du das willst bleibt dir überlassen. Ich würde meine Kinder aber schon darauf Aufmerksam machen, wenn er es denn öfters versucht.


    Aber! Schlechtes Abschlussverhalten zieht sich (bei uns zumindest) durch alle mittelmäßigen Jugenden und es beginnt damit das in der F Spieler zum Abspielen angehalten werden obwohl sie Zentral 10 m vor dem Tor sind und der Torwart auf der Linie steht.
    Es ist mMn enorm wichtig Torschüsse aus allen Lagen zu fördern, damit man eben Torgefährliche Spieler ausbildet, die solche Dinger dann einfach einhauen.
    Für mich ist ein Schuss von Überall ok, da ich als Trainer sehr gut einschätzen kann ob es ein gezielter Abschluss war oder eben nicht. Dann kommt im Spiel auch direkt die Frage: „Paul, warum hast du Geschossen?" (beim Schuss von der Mittellinie)
    Wenn mein Spieler z.B. antwortet: "Der Torwart war so weit Draußen" bin ich zufrieden (wenn es stimmt), da er eine Situation gut erkannt und entsprechend gehandelt hat.
    Ist es einfach nur Gebolze hat der Spieler meist keine Antwort und muss sich rausreden. Er merkt dann selbst das es vllt. eine bessere Lösung gegeben hätte.
    Bei Abschlüssen bei denen es bessere Lösungen gegeben hätte, z.B. Schuss aus spitzem Winkel, obwohl Zentral einer frei stand, kommt erst ein Lob für den Versuch und dann die Frage: „Was hättest du noch machen können?"
    Meist kommt dann die Antwort: "Abspielen?!". Wenn dann der Spieler auch noch weiß wer freistand, bin ich mehr als zufrieden, da er sich aktiv für den Schuss entschieden hat.
    Gleichzeitig lenke ich jedoch die Aufmerksamkeit des Spielers auf andere Optionen ohne ihn einzuschränken und ihm den Mut zum zielstrebigen Abschluss zu nehmen.


    Ist zwar auch hier ein bisschen weg vom Thema aber egal. Nur weil man viel auf Minitore trainiert, muss das Abschlussverhalten nicht leiden.
    Ich habe nur 1-mal in der Woche Jugendtore zur Verfügung und Trainiere sonst immer mit Minitoren, bei mir wird der Ball aber nicht ins Tor getragen.
    Wichtig ist, dass man konsequentes Abschließen fördert und fordert.
    Ich denke besonders wichtig ist die Körpersprache des Trainers bei gescheiterten Abschlüssen.
    So oft sieht man, dass die Trainer sich eigentlich sehr vorbildlich benehmen ihre Emotionen bei gescheiterten Schüssen nicht im Griff haben.
    Da hört man das "Man, ey!" oder "Mist", im schlimmsten Fall ein "Man warum Spielt er nicht ab?!" Das kriegen die Kinder halt mit und sie trauen sich weniger zu vor dem Tor.
    Lobt der Trainer hingegen auch die Schüsse die daneben gingen steigt der Mut.

    Ich lerne hier sehr viel, auch aus festgefahrenen Diskussionen. Ich ziehe mir das raus was ich brauche.
    Sei es nun wie sich Eltern fühlen oder andere Trainer in bestimmten Situationen reagieren.
    Man kann auch mal wiedersprechen obwohl man eigentlich gleicher Meinung ist um etwas mehr zu erfahren. :D
    Mir ist aber eigentlich zu wenig fachliche Diskussion hier im Forum. Wie z.B. gerade angesprochen im Thread zur Jugend.
    Zum Erwachsenenbereich gibt es praktisch gar nichts und selbst im Kinderbereich ist es wenig was Trainingslehre angeht.
    Es ist eigentlich ein Forum für soziale und organisatorische Probleme in Mannschaftssportarten. Was ja erstmal nicht schlecht ist.
    Vielleicht muss ich auch einfach mehr Fragen stellen...

    Der kräftige Schuss kommt vor allem durch eine saubere Technik. Aber, den wirklichen Unterschied machen normalerweise einfach Kinder die schon weiter sind. Wenn ich mir selektierte Kindermannschaften in der Gegend angucke sind das meistens homogene Truppen aus nicht ganz untalentierten Jungs, aber kaum Überflieger. Der Unterschied ist halt das sie vom Körperlichen 1-2 Jahrgänge höher spielen könnten ohne aufzufallen. Brecher sind es aber nicht.
    Warum sollte ich aber meinem Spieler verbieten zu schießen wenn er es kann? Ich meine damit einen platzierten Schuss, keinen langen Hafer mit Hoffnung auf Abstauber durch einen Stürmer. Man sieht idR viel zu häufig, besonders bei mittelmäßigen Teams, dass der Ball ins Tor getragen wird, obwohl schon mehrmals aus ca. 10-15 m (zentral vor dem Tor) die Möglichkeit für einen Abschluss bestand.

    Das ist auch Verbandssache, da musst du in die Wettkampfregelungen für deinen Verband schauen.
    Aber wie oben schon gesagt, geht das eigentlich ohne Probleme. Ich habe aber auch schonmal was von Begrenzungen gehört, bei denen unser Verband Jahrgangsmannschaften vorgeschrieben hat.
    Ich glaube das war aber in den freiwilligen Leistungsklassen in der E , oder so.

    Nein in meinem Beispiel waren es beide, Trainer und Eltern.
    Da wir uns nicht kennen und ich auch nicht deine Situation kenne kann ich dir nicht wirklich was Unterstellen. Ich habe einen Extremfall geschildert, der auf dich vielleicht wie ein Klichee wirkt, aber leider zu oft der Realität entspricht.
    Eine Anschuldigung sollte es nicht sein, lediglich ein Hinweis wie es läuft wenn man es übertreibt.



    Fakt ist, dass eine vernünftige Leistungsprognose für einen 10 Jährigen nicht möglich ist. Jeder der was anderes behauptet erzählt mist.
    Niemand kann dir sagen, wo und ob überhaupt dein Kind später Fußball spielen wird.
    Vielleicht geht dein Sohn ja mit 17 zu Real, wird der neue Ronaldo und Weltmeister 2024, oder er spielt später neben dem Studium mit seinen Kumpels in der Kreisliga, oder ihm wird das Knie durch getreten und er kann nichtmal mehr richtig laufen, oder er verliert die Lust am Fußball, wer weiß das schon?
    Deswegen sollte man halt lieber schauen wo es hin geht und sich überraschen lassen, anstatt alles akribisch zu Planen.