@"Constantin" Ist es nicht genau anders herum? Technik setzt Taktik vorraus.
Jeder Vorteil durch Technik wird wertlos, wenn du in die falsche Richtung Dribbelst.
@"Constantin" Ist es nicht genau anders herum? Technik setzt Taktik vorraus.
Jeder Vorteil durch Technik wird wertlos, wenn du in die falsche Richtung Dribbelst.
Um welche Lizenz handelt es sich und wie alt wird die Mannschaft sein mit der die Lehrprobe gemacht wird (bzw. für welches Alter ist die Lehrprobe bestimmt)?
Schau doch einfach nochmal in deinen Unterlagen vom Lehrgang nach, dort findest du die Antwort evtl. schon.
Danke für die Lorbeeren. ![]()
Ich habe
httpss://board.soccerdrills.de benutzt.
Ich finde es immer ein Problem, wenn die Spieler im NLZ aussortiert werden und dann gar kein Fußball mehr spielen. Nicht jeder kann Vertragsliga spielen, aber Verbands- und Oberligisten suchen eigentlich immer nach gut ausgebildetem Nachwuchs und die Zahlen ja meist auch nicht schlecht (so als Verdienst neben Ausbildung/Studium/Beruf).
Ich denke das es ein strukturelles Problem des NLZ-Systems ist. Es wird ein riesen Tohuwabohu darum gemacht und von vorn herein der Elitegedanke gepflegt. Frei nach dem Motto: "Seht uns an, wir sind der tolle Profiverein und besser als der Rest". Gehörte man einmal zu dieser "Elite" ist es schwer sich noch wieder mit "weniger" zu frieden zu geben.
PS Das gilt natürlich besonders für noch nicht in ihrer Persönlichkeit gefestigte Jugendliche
Also bei uns muss ein ärztlicher Schein abgegeben werden. Dennoch waren in meinem Kurs viele die ich als untauglich bezeichnet hätte. Es war ein (Halb-)Profi (Glaube Ober- oder Regionalliger) dabei der gerade einen Kreuzbandriss hatte und sich die Zeit vertreiben wollte. Dann waren mehrere ältere Herren dabei die aufgrund ihrer Knie und oder Bauchumfang nur bedingt an den Trainingseinheiten teilnehmen konnten. Das ist aber nicht weiter schlimm gewesen und die haben alle ihren C-Schein gemacht.
Sprich mit den Verantwortlichen, es wird sich sicher eine Möglichkeit finden.
Nehme das Angebot als Co-Trainer, aber auf jeden Fall wahr. Auch bevor du die Lizenz hast. Selbst wenn du nur Hütchen aufstellst und sonnst zuguckst ist jede Minute Erfahrung extrem viel Wert! Jeden Tag lernt man was Neues und lernt vor allem die Mannschaft kennen. Im Endeffekt ist ja nicht die Methodik wichtig, sondern ob man seine Spieler erreicht und dass sie deine Ideen umsetzen. Das kann man aber nur auf dem Platz lernen und nicht im Lehrgang.
PS
Zum Vormachen: Ja es ist im Kinder- und Jugendbereich wichtig, aber man muss ja nicht alles im Volltempo vormachen. Man Kann ja altersbedingt irgendwann eh nicht mehr mit den Jugentlichen mithalten. Langsam und behutsam reicht vollkommen aus.
Ja, aber da müssen dann mMn noch andere "Provokationsregeln" rein die das Ergebnis im Rahmen halten. Sobald es in der ersten Hälfte mehr als 5:0 steht musst du als Trainer reagieren, sonnst lernt niemand was. Der Gegner ist überfordert und deine Jungs sind unterfordert. In der F ist das sicherlich etwas schwieriger, aber die Ausreden die ich schon gehört habe finde ich lächerlich. Wer Kinder so nach Leistung sortiert, muss auch erwarten das eben jene Kinder z.B. die Anweisung: "Keine Pässe nach hinten." oder "Der Ball darf nur nach Hinten gepasst werden." umsetzen. Da wäre mir auch egal wie sich der gegnerische Trainer dabei fühlt, wenn meine Jungs mehr machen müssen, die Kinder beim Gegner merken das eh nicht und freuen sich vielleicht, dass sie nur 10 zu 3 Verloren haben.
Wenn ich Koordinator in dem NLZ wäre, wäre ein 34:0 Sieg (egal welcher Mannschaft) Grund genugmal ein ernstes Wort mit dem Trainer zu reden, da läuft irgendwas falsch.
Ich finde eine Entschuldigung ist Pflicht. Bei Kindern haben dann die Eltern dafür zu sorgen rechtzeitig eine Nachricht zu schicken. Die Gründe sind mir dann Egal und Konsequenzen fürs nicht kommen hab ich auch nicht, aber eine kurze Nachricht, dass man nicht kommt wird doch nicht zu viel verlangt sein.
Ich finde es gehört einfach zu einem gesunden miteinander Leben dazu, seinen Mitmenschen Bescheid zu sagen. Nicht nur bei Pflichtterminen. Man sagt ja auch seinem Freund ab, wenn man nicht zur Geburtstagsfeier kommt oder seiner Mutter wenn man etwas später von der Schule nach Hause kommt. Ich kann es überhaupt nicht verstehen, wenn einer einfach so nicht kommt und ich würde das auch nicht lange dulden
Forchecking ist Angriffspressing. Genauer wird dabei Aktiv der Ballführende gepresst. Das ganze soll dann gegen eine 3er- Kette in Spielform trainiert werden.
Aber warum? Du schränkst automatisch die Kreativität der Kinder ein. Manchmal ist auch ein Dribbling vor dem eigenen Tor die absolut richtige und beste Entscheidung. Spieler deiner Mannschaft werden diese Option aber niemals in Betracht ziehen, da von vornherein ein Verbot ausgesprochen wurde.
totog Was für Equipment benutzt du zum Filmen der Spiele?
Ich hatte schon mal überlegt, ob ich in einem Hallenstationstraining eine Station als Videoanalysestation machen soll.
Dazu können die Kinder sich an einem Ipad (unter meiner Aufsicht) gegenseitig in Pärchen beim z.B. Torschuss filmen.
Das Ipad (oder nur IPhone?)eignet sich da besodners gut, da es eine 240fps Funktion hat, mit der man schon ordentlich im Zeitraffer aufnehmen kann.
Nachdem sie sich gegenseitig gefilmt haben sollen sie sich die Videos gemeinsam angucken und Vergleichen. Dann gibts Übestationen wo die Kinder den Torschuss weiter üben können. Am Ende der Stunde oder nach mehreren Einheiten wird ein zweites mal gefilmt und die Kinder sollen vergleichen: wie unterscheidet sich das erste Video von dem nach dem Training.
Ich denke den Kindern würde es ziemlich viel Spaß machen und ich als Trainer erhoffe mir dadurch eine verbesserte Visualisierung des eigenen Körpers um so Trainingseffekte nachhaltig zu steigern.
Bei den großen Vereinen gebe ich dir teilweise recht, aber bitte nenne mir mal einen Profiverein der so in der F-Jugend oder generell so arbeitet. Ich kenne keinen.
@'Counterpressing91' : Naja wenn das bei dir am Platz geschieht musst du dich vielleicht fragen was du für eine Außenwirkung auf Eltern und andere Trainer hast. Wirkst du wirklich so wie du denkst? Es könnte aber auch einfach sein das dein Verein keinen guten ruf genießt, weil er z.B. die ganze Gegend nach jedem halbwegs talentierten Spieler abgrast.
Hier im Internet können wir nur spekulieren und gar nicht wissen wie es so bei dir aussieht und wenn es so ist wie du sagst ist doch alles gut! Daumen hoch
. Die Regel ist jedoch das, dass was du beschreibst einfach nicht zutreffend ist. Selbst ruhige, freundliche Trainer mit starken Mannschaften entpuppen sich oft als Kreativitätseinschränker.
Man sieht es einfach daran wie die Mannschaft spielt, was die Jungs für Ideen haben, wie risikobereit sie sind. Man erkennt mit ein bisschen Erfahrung sogar meistens was der Trainer in bestimmtet Situationen von den Jungs sehen will. Es wird dann immer genau so gespielt wie der Trainer es gerne möchte.
Counterpressing91 Grundsätzlich ja, da die meisten Teams ja wirklich Passgedrillt sind. Man erkennt schon den Unterschied zwischen einem Team was einfach nur Spielfreudig ist und einem Team was "Passgedrillt" ist. Naja und spielstarke F-Mannschaften gibt es halt nicht, wer das von seiner Mannschaft behauptet sieht da irgendwas falsch.
Die Dribbler, Passspieler und Torschützen fördert man im F-Bereich gleich. Durch einen globalen Trainingsansatz. Wir bringen alles bei!
Der Spieler der in der F schon eine klasse Übersicht hat wird darin nicht eingeschränkt, sondern es werden alternative Lösungsmöglichkeiten angeboten. Genauso geht es dem überragenden Dribbler oder dem Spieler der sich nur vor dem gegnerischen Tor verschanzt und einnetzen will.
Wir spielen mit unserer F dann Spielformen wie Funino oder ähnliches. Der Teufel steckt hier wieder im Detail!
Wie coache ich?! Wir müssen den Kindern zeigen wie Fußball funktioniert ohne sie in ihrer Kreativität einzuschränken.
Du musst dein Coaching auf den einzelnen Spieler individuell anpassen!
Der eine muss gesagt bekommen das er mehr dribbeln soll, der andere brauch mal eine "Schelle" , weil er zu wenig abspielt.
Dabei musst du natürlich immer positiv bleiben.
Meine Devise ist es, dass in jungen Jahrgängen nicht genug gedribbelt werden kann.
Meine Dribbler kriegen nur zu hörten: "Wer wäre denn anspielbar gewesen?" oder "Wer stand denn noch frei?"
Können sie diese Frage beantworten, bin ich voll und ganz zufrieden da sie Mitspieler zwar wahrgenommen haben, sich aber für ein Dribbling entschieden haben. Das ist wichtig.
Die Spieler die zu viel Passen müssen sich von mir anhören: "Versuch es doch mal alleine!" oder "Wenn du 10m vor dem gegnerischen Tor bist haust du das Ding gefälligst ein!"
Spieler müssen sich im richtigen Moment für die richtige Lösung entscheiden. Ein Pass ist dabei immer einfacher als ein 1 gegen 1 aber manchmal eben nicht die richtige Entscheidung. Das Wichtigste ist aber, dass die Kinder Entscheidungen treffen können und da muss man erst einmal hinkommen.
Ja ich denke schon das aus jedem Ballgewinn ein Konter entstehen kann. Ein Schnellangriff nach dem Ballgewinn der die Unordnung des Gegners ausnutzt ist für mich ein Konter. Das "auf Konter spielen" ist dagegen schon so konnotiert wie Ersatzbank meint: Bus parken und lauern. Man kann aber auch "auf Konter spielen" wenn man nicht die unterlegende Mannschaft ist wie es z.B. Atletico Madrid gerne tut und auch Manchester City sieht man oft nach einem Ballgewinn in der eigenen Hälfte einen Schnellangriff fahren anstatt wieder ruhig ihr so starkes Positionsspiel aufzuziehen.
Mit dem Aufkommen und der Verbreitung des Pressings und Gegenpressings ist der Begriff "Konter" sehr schwammig geworden.
Deswegen muss man im Fußball immer sehr genau sagen was man meint, denn jede Mannschaft hat praktisch ihre eigene Sprache.
Gruppentaktisches Angriffsverhalten in Kontersituationen kann jetzt so ziemlich alles heißen. Wir sind uns ja nicht mal einig was Konter überhaupt heißt, wie sollen wir dann vernünftig Trainingsformen vorschlagen? Man braucht einfach mehr Infos.
Wie Grätsche meint wollte ich auf die unterschiedlichen Pressingarten hinaus (Oder spielen wir doch eher abwartend?). Denn ich denke zu wissen wo und wie man den Ball erobern will, ist das absolute Minimum um spezifische Übungen fürs Umschaltspiel vorzuschlagen. Unspezifische Übungen zum Umschaltspiel findet man ja eh in jeder Übungssammlung.
Bei einer U15 sollten schon wesentliche mannschaftstaktische Aspekte mit einfließen, der Hauptfokus sollte aber nach wie vor im gruppentaktischem Bereich liegen.
Die erste Frage die sich ergibt für ein Training des Konterspiels ist: "Wo wollen wir den Ball gewinnen?"
Denn nur daraus lässt sich dann schließen wie es mit dem Ball weitergeht. Es macht einfach einen zu großen Unterschied ob ich den Ball vor dem Eigenen oder vor dem gegnerischen 16er gewinne. Es ergeben sich ganz unterschiedliche Kontersituationen und auch deshalb finde ich deine Frage etwas zu allgemein gestellt.
Der Standard den man am häufigsten im Jugendbereich sieht (wenn man denn überhaupt einen Plan erkennen kann) ist ein nach außen lenkendes Mittelfeld-Pressing. Dies liegt vor allem daran, dass viele Mannschaften über außen aufbauen und den jugendlichen im individualtaktischen Training oft das nach Außen lenken bis zum geht nicht mehr eingehämmert wird.
Davon gehe ich mal mit meinen Spielformempfehlungen aus.
Die zweite Frage ist natürlich: "Wie spielen wir?" Denn die Grundordnung wird darüber entscheiden wie viele Spieler wir, in der Regel, bei Ballgewinn vor, neben und hinter dem Ball haben. Außerdem entscheidet unsere allgemeine offensive Ausrichtung was wir versuchen zu machen. Wenn wir z.B. der alleinige Spitzenreiter und jeder Mannschaft in der Liga spielerisch überlegen sind, werden wir nicht Harakiri nach vorne Spielen. Ist unsere einzige Qualität ein sehr schneller Stürmer sieht die Sache schon anders aus. In der Regel will man ja ein Mittelding finden. Ist der Weg zum Tor frei ab nach vorne, hat man sich fest gespielt lieber nochmal aufbauen.
z.B. Wir spielen 4-4-2 mit einem typischen Mittelfeld-Pressing. Eine Typische Situation könnte also wie folgt aussehen.
Wir haben also den Flügelspieler isoliert und gewinnen nun im Optimalfall den Ball.
Wie kommen wir jetzt zur Spielform? Klar, wir schneiden diese Szene aus und gucken was bei rauskommt.
Ich finde da haben wir schon eine ziemlich gute Spielform. Was mir aber noch nicht gefällt sind der Blaue Innenverteidiger und der dazugehörige Stürmer (die machen nicht wirklich mit), also kommen die weg. Was bleibt ist eine 5 gegen 4 Situation. Machen wir daraus eine 5 gegen 3 Situation mit nachstartendem Verteidiger, da im Spiel der Außenspieler von Rot vermutlich schon überspielt wurde:
Regeln:
Der blaue Spieler startet mit einem kurzen andribbeln über die Mittellinie das Spiel. Sobald der Ball die Mittellinie überquert darf der Außenspieler nachrücken. Ziel für Blau ist es durch schnelles Spielen die gestrichelten Linien zu überspielen (Durch einen Steilpass oder ein Dribbling). Um ein vertikales Spiel zu provozieren darf nach hinten nur per Direktablage gespielt werden. Muss ein Dribbler abdrehen ist der Angriff vorbei. Es gilt die Abseitsregel!
Coaching-Punkte für Blau wären besonders der Doppelpass und das Spiel über den Dritten. Des Weiteren sollte darauf geachtet werden, dass Steilpässe parallel zur Seitenlinie gespielt werden.
Eine Variation könnte sein aus einem Einwurf heraus das Spiel zu starten um diesen Standard auch noch zu trainieren.
Das klingt schon mal gut finde ich. Aber was machen die Roten, wenn sie den Ball erobert haben? Die sollen dann ja auch umschalten ohne den Ball einfach wegzuprügeln. Hierfür nehmen wir Minitore, Hütchentore, Stangentore oder Dummys um bestimmte Positionen zu simulieren die im Falle einer Balleroberung angespielt werden sollen.
Ich habe hier noch die Spielfelder etwas verkleinert um die Schwierigkeit zu erhöhen(schmaler für mehr Vertikalität) und gelbe Stangentore hinzugefügt, um die Positionen TW, IV, ZM und ST zu Simulieren. Es wird auf beiden Seiten gleichzeitig gespielt um mit der ganzen Mannschaft zu arbeiten. Bälle aus dem anderen Spielfeld sollen ignoriert werden bis die Aktion vorbei ist.
Weiter erschweren würde ich diese Spielform mit mehr nachstartenden Verteidigern, bis hin zur Unterzahl für die Angreifende Mannschaft.
Natürlich ist das nicht perfekt, es kommt zu keinem Torabschluss und Blau agiert praktisch aus einem ruhenden Ball, hat also eigentlich keine Umschaltsituation. Es gibt noch viele weitere Mängel, die mir wahrscheinlich nicht bewusst sind, da ich die Spielform nicht erprobt habe.
Der Sinn meinest Posts ist es darzulegen wie man von einer Spielsituation zu einer Übungsform kommen kann.
Ich denke das kommt auf den Verband und eventuelle Ausnahmen an. Einfach mal in die Jugendordnung deines Verbandes schauen. Das steht da drin.
Naja, der Unterschied ist ja auch, das proffessionelle Fußballschulen nicht nur Feriencamps anbieten sollten, sondern eben auch wöchentliches kleingruppen Training (in homogenen Gruppen) oder Einzeltraining. Alles andere ist ja keine seriöse Fußballschule. Hier werden die Feriencamps dann als Schnupperkurse genutzt um neue Kunden zu gewinnen. Das man weniger gern hinterfragt wofür man viel bezahlt ist klar.
