Beiträge von Skriwer

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Ich mache keine "Blockperiodisierung" mehr, ich habe eine weitestgehend globale Trainingsmethode adaptiert.

    Wir trainieren immer alles. Lediglich ab der D-Jugend setzte ich individualtaktische Akzente.

    Ich finde es auch ehrlich gesagt etwas sinnlos zwischen Dingen wie Technik (spezifische Koordination) und Zusammenspiel im Training zu unterscheiden.

    Sie bedingen sich gegenseitig und können weitestgehend

    gleichzeitig Trainiert werden.

    Nehmen wir z.B. mal an du lässt ein freies Eck (Rondo, Schweinchen in der Mitte) im Training spielen.

    Was Trainierst du? Einerseits das Zusammenspiel, andererseits hat jeder Spieler am Ende 100 Pässe gespielt und an seiner Technik gefeilt.

    Koordinativ wird besonders Orientierungsfähigkeit, Reaktionsfähigkeit und Umstellungsfähigkeit Trainiert. Das ein oder andere Dribbling ist auch dabei. Die Spieler in der Mitte trainieren das ballorientierte Spiel im Raum und besonders gegenseitiges Absichern.

    Wenn ich z.B. einen Akzent im 1 gegen 1 setzten möchte, spielen wir z.B Funino (wieder alles dabei)mit der Aufgabe, dass man in die Torschusszone dribbeln muss. Nach einer Weile machen wir dann 1-gegen-1-Spiele/Übungen in dem ich das Verhalten coache um danach wieder ins Spiel mit Provokationsregeln zu gehen.

    Nur Koordination und Schnelligkeit mach ich teilweise noch "isoliert", aber besonders Koordination gehört für mich im Kinderfußball und Breitensport in jedes Training um eine gesunde und ausgeglichene körperliche Entwicklung zu gewährleisten. Gleichzeitig kann man diese koordinativen Elemente nutzen um sie mit klassischem isolierten Techniktraining zu koppeln. z.B. mit 2 Bällen Passen, „Schwänzchenfangen“ mit Ball am Fuß, Coever-Erwärmungen bei denen sich andere Bälle zugeworfen werden, Torschusstraining mit verschiedenen Bällen und zusatzaufgaben wie ein zweibeiniger Absprung vor dem Schuss, man muss beim Anlaufen schnell Blinzeln, der Ball wird von hinten über den Kopf geworfen, wer im Fangspiel jemanden gefangen hat darf aufs Tor schießen der gefangene muss einmal durch die Koordinationsleiter oder 5 mal Jonglieren, Völkerball mit abschießen(nur mit Schaumbällen) etc. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

    Dazu kommen dann immer wieder Koordinative Spiele wie Handball-Fußball, Handball-Kopfball, Flag Rugby, Basketball und generell Umschaltspiele.

    Cooler Einblick und viel Erfolg für euch!

    Nicht zu schnell reagieren falls am Anfang das Heimweh zu groß ist ;)


    Was mich denn noch interessieren würde sind die Argumente die der Verein für sich gebracht hat, kannst du da auch Einblicke liefern?

    Danke schon mal.

    Ich denke mal das diese Summen als "Entschädigung" an die Eltern gezahlt wurden/werden, bzw. man hat einfach den Eltern einen Job mit dem Gehalt angeboten/ vermittelt.

    Ich glaube nicht unbedingt das so ein Junge deswegen den "Hunger" verliert, aber was ist, wenn es bei Bayern nicht klappen sollte?

    Wird der Junge nochmal das NLZ wechseln und den langen Weg gehen? Wie z.B. die Karriere von Maximilian Phillip: Hertha (bis 16)-> TeBe (Oberligist mit ziemlich guter Jugendarbeit) -> Cottbus -> Freiburg -> Dortmund + U20 und U21 Nationalmannschaft.

    Eventuell meint Elgert das, wenn er sagt sie würden den Hunger verlieren, denn ich glaube nicht das so ein Junge nochmal die Kraft findet sich durchzubeißen wie Phillip es getan hat. Auch wenn so eine Karriere ja heute eher die Ausnahme ist.

    Bis D müssen bei mir alle ins Tor und alle bekommen das gleiche "Torwarttraining" (Koordination am Ball), ab D Jugend Schicke ich die die wollen zum Torwarttraining, aber wenn Andere immer noch ins Tor wollen dürfen sie auch. Sofern sie keine Vollausfälle sind.

    Zur Zeit ist mein bester "Stürmer" auch mein bester Torhüter, obwohl 2 andere Kinder schon ein halbes Jahr Torwarttraining haben. Das wird aber daran liegen, dass er sowieso der koordinativ (und technisch) stärkste Spieler ist.

    Nein, man braucht kein spezifisches Athletiktraining in der E. Seilspringen und rhythmisches Laufen kann man machen, kann man ja in Spiele und Wettkämpfe einbinden.

    Aber, Koordinationstraining nur "oft auf dem Programm" zu haben, ist zu wenig. Jedes Training muss man das machen, immer und immer wieder in vielen Spielen mit und ohne Ball. Ich plane 20-30 min dafür ein (max. 10 ohne Ball). Nicht nur jedes Training, sondern auch vor jedem Spiel muss man das machen, immer!

    Nur dann kann man die Probleme ausmerzen.


    PS. Immer und möglichst vielfältig!

    Naja, Einkick würde vielen, besonders schwächeren Mannschaften einen Vorteil verschaffen.

    Man könnte durch noch weniger Spielanteile erfolgreicher sein.

    Im schlimmsten Fall wird der Matchplan so:

    1. Irgendwo in der gegnerischen Hälfte einen Einkick gewinnen

    2. eintrainierten Standard abfahren

    3. Tor/Ecke/Abstoß oder wieder defensiv zerstören bis wir einen Einkick bekommen

    Man Trainiert nur noch: Standards und das unterbinden von Konternnach diesen Standards

    Ich gehe bei fast allem mit 16er, aber finde eben nicht, dass der Erfolg recht gibt.

    Der Erfolg gibt nur recht, wenn der Erfolg das ausgegebene Ziel ist. Im Kinder und Jugendfußball steht jedoch die Entwicklung von möglichst guten Spielern im Vordergrund. Am Ende behält der recht, der im Schnitt bessere Spieler entwickelt hat. Das kann man jedoch nur sehr schlecht messen.

    Davon ausgehend sind auch insbesondere Aktionen zu fördern die vom Ansatz her gut sind (z.B. ein versuchter Schnittstellenpass der Abgefangen wurde), aber noch nicht funktionieren. Man will die Kinder Ermutigen es weiter zu versuchen bis sie die für sich optimale Lösung gefunden haben, bzw. bis es endlich Klappt.

    Dann ist der nächste Entwicklungsschritt getan.

    Also ich habe bei mir auch mehrere solcher Teams in der Nähe und weiß da ganz gut Bescheid.

    Also Sportanlagen sind immer so 3-4 Plätze. Mannschafften werden nach Leistung eingeteilt.

    Für die oberen Mannschaften(1 bis 4) werden jedes Jahr neue Spieler eingesammelt. Dazu werden dann alle eigenen Teams nochmals intern "gescoutet" und Probetrainings für auswärtige abgehalten. Wenn ein Spieler bei einem kleineren Klub heraus sticht wird der auch mal angesprochen ob er nicht wechseln möchte. Ab der E und D müssen diese Teams aber auch oft ihre Besten an die NLZs abgeben.

    Es gibt tatsächlich Eltern die rumzanken, aber nicht, wegen F1 zu F7 sondern weil das Kind nicht im Leistungskader (immer 1 und 2 Mannschatf) war sondern z.B. in der E3.

    Neulich musste hier ein Vater (und sein Sohn) den Verein verlassen, weil es großen Streit zwischen ihm und den Verein gab. Der Sohn sollte erstmal in die D2 .

    Das ist so eskaliert, dass es sogar bis in die regionale Zeitung kam.

    Von außen und was man so hört herrscht besonders in den Leistungsmannschaften ein sehr hohes Konkurrenzdenken.

    Die Trainer sind sehr ruhig , es werden doch immer wieder sehr viele laute Eltern angeschleppt die auch gerne mal gegen den Schiri wettern. Selbst beim Training einder D-Jugend sind immer viele Eltern anwesend.

    Von außen kommt natürlich auch viel Missgunst und Neid. Besonders das einsammeln aller Mittelguten Spieler steht oft in der Kritik.

    PS. Bei mir wurden Spieler in einem Fußball-Feriencamp angesprochen ob sie nicht wechseln möchten.

    Die enge Ballführung ist tatsächlich gut auch wenn es in der Situation evtl angebracht wäre etwas weiter zu Dribbeln.

    Er dribbelt jedoch mit der Innenseite und kann deswegen nicht das Tempo aufnehmen. Würde er den Spann oder Außenrist verwenden hätte er mehr Kontrolle und könnte schneller dribbeln. Ich weiß jetzt nicht inwieweit man sowas aber schon gezielt Trainieren sollte.

    Nicht wegen dem Gebrülle, mir ist das Spiel zu passiv. Ich hab’s lieber wenn die Kids richtig Rambazamba machen, anstatt so zögerlich zu spielen. Dabei können sie dann auch gerne mal den Ball verlieren. Ich will das der erste Spieler in hohen Tempo den Raum andribbelt, dann kann er immer noch Passen. Wenn der Mitspieler den Ball haben will muss er sich anbieten, und zwar nicht hinten, sondern in Richtung Tor. Ich glaube einfach, dass man den Kindern von klein auf eine hohe Intensität antrainieren sollte. Aber das ist dann ein anderes Thema.

    Wir haben nun das große Glück nicht in der Bundesliga zu spielen und können uns an dem richten was in der Kreisliga so gekickt wird. Und da ist das immer noch normal. Ich kenne nur wenige Trainer die explizit in die Mitte spielen wollen, ganz im Gegenteil, oft wird das Spiel über Außen zum Hauptspielzug gemacht und zwar auch oft mit der Begründung, dass bei Ballverlust zumindest noch ein weiter Weg zum Tor zu überbrücken ist

    Der Angriff über Außen ist ja auch erstmal nicht schlecht, aber man sollte doch schon lieber die Außen diagonal einsetzen anstatt "longline" zu spielen (Mit Ausnahme des (vor)letzten Pass in die Spitze ). Man kann ja auch am Flügel Kombinieren. Ich wollte damit aber eigentlich nur ausdrücken, das jeder gut geschulte Verteidiger weiß wie er die Linie als unterstützung einsetzt. Auf hohem Niveau sogar so gut, dass man explizit versucht von der Linie weg zu kommen, selbst wenn man über die Flügel spielt.

    Wenn ich die Markierungen am Rand richtig deute, ist er noch nicht in der Abschlusszone. Genau dieser Pass in den Raum ist es, den Du beim Funino immer wieder siehst. Denn dadurch, dass nur aus dieser Zone Tore geschossen werden dürfen, entwickelt sich das Verständnis für den Pass in den Raum.

    Der Spieler hat Probleme im Dribbling und kommt deswegen nicht schnell genug richtung Tor.

    Ich finde die Frage ob und wie es geht eigentlich sehr uninteressant.

    Warum sollte ich den Passspiel spielen lassen? Was ist der Vorteil den ich dadurch in der fußballerischen Entwiklung erlange?


    Zum Video:


    Pass 1: Sinnlos

    Pass 2: Sinnlos

    Pass 3: Tolle Ballkontrolle, sehr guter Pass.

    Pass 4: schwer aus der Perspektive zu sehen, aber er müsste eigentlich selber das Tor machen anstatt nochmal abzuspielen. Der Spieler hat Probleme im Dribbling und kommt deswegen nicht schnell genug richtung Tor. (Ich bin es gewöhnt Kinder auf Kunstrasen spielen zu sehen, da ist es evtl auch einfacher).

    Man könnte natürlich den Kindern unterstellen sie wollten den Verteidiger mit Pass 1 und 2 rauslocken, aber so ein kognitive Leistung umöchte ich so kleinen Kindern nicht zuschreiben. Die Kinder probieren sich halt aus und das ist ja grundsätzlich gut.

    Es sieht in der tat nicht Passgedrillt aus und ich finde es ok, aber man sieht schon das du viel Wert auf das Passspiel legst oder liege ich da falsch? Die einzig wirkliche Kritik die ich an dem Video habe ist, dass es nicht meiner Optimalvorstellung von Kinderfußball entspricht.

    Richtig, der Gegner aber auch nicht, und das reicht spielschwächeren Mannschaften oft schon als Erfolg habe schon mehrfach gesehen dass gegnerische Spieler die nichts mit dem Ball anzufangen wussten den Ball ins Aus gekickt haben. Sah sehr antrainiert aus, was ich traurig fand.

    So spielen zur Zeit gefühlt 13-14 von 18 Bundesligaklubs (wenn nicht mehr). Ist ja Typisch deutsch, erstmal muss immer die Null stehen. :/



    Die Außenlinie hilft mir den Ball zu gewinnen -> und anschließend hilft sie meinem Gegenspieler den Ball wieder zurück zu gewinnen (der braucht mich noch nicht einmal dort hin zu steuern).

    Bei Ballgewinn im Zentrum habe ich sämtliche Optionen 360 Grad. Bei Ballgewinn an der Linie kann ich auf eine Seite nicht spielen (nur 180 Grad)

    Guckt euch mal die europäischen Topklubs an. Niemand von denen spielt wirklich gegen das Seitenaus. Nicht mal die Bayern mit ihrer Flügelzange. (Es spielt schon gar niemand mehr "Longline" die Linie runter) Es werden permanent die Wege nach Innen gesucht und diagonal gespielt. Niemand versucht an der Linie 1 gegen 1 zu gehen, es ist einfach nicht lohnenswert. Nur wenn man in Richtung Tor unterwegs ist wird versucht sich einen Vorteil durch Dribbler zu erspielen. Diese Situationen, dass Außenverteidiger die Linie nutzen können, kommen nur sehr selten vor und wenn, ist es oft sogar die Torauslinie. Wenn sich doch mal Festgedribbelt wird ist es dann auch eigentlich immer eine Spielunterbrechung, da es Einwurf gibt.

    Warum darf man Bundesliga nur mit der Fußball-Lehrer-Lizenz trainieren und bei Kindern wird höchstens nach einem polizeilichen Führungszeugnis gefragt?

    Wenn jeder Papa erstmal einen schein machen müsste hätte man gar keine Trainer mehr


    Es gibt das Kunstwort: Tiquinaccio ( Tiqui Taca

    und Catenaccio) für z.B. das Spiel der spanischen Nationalmanschaft um 2010 herum.

    Anders als z.B. das Barca von Guardiola haben diese nicht mehr wirklich auf Tore gespielt sondern sich ewig den Ball hin und her geschoben bis dann endlich abgepfiffen wurde.

    Wenn die technischen Voraussetzungen da sind wird zwangsläufig irgendwann das Passspiel kommen.

    Ich gebe dir bei allem außer dieser Aussage Recht. Denn es sind nicht die technischen Faktoren die über das Passspiel entscheiden, sondern die Wahrnehmung.

    Beim Passspiel geht es ja am Anfang auch eigentlich gar nicht so viel darum Geschwindigkeiten abzuschätzen und die "richtige" Passtechnik ist auf einem grundlegenden Niveau sehr einfach. Wenn du einen Anfänger fragst, warum er denn nicht abgespielt hat (das trifft ebenso auf Erwachsene zu, woher ich diese Erfahrungen auch habe) ist eigentlich immer die Antwort: "Ich habe meinen Mitspieler nicht gesehen."

    Für einen erfahrenen Fußballer mag das Absurd klingen, aber bei einem Anfänger ist in dem Moment das Gehirn einfach überladen und es stimmt. Er hat eventuell sogar in die richtige Richtung geschaut, doch mit dem trikofarbenden Fleck im Sichtfeld konnte das Gehirn einfach nichts anfangen, da es zu viele "wichtigere" Reize verarbeiten musste.

    An dem Punkt setzten dann auch kleine Spiele wie Funino an. Man hat ähnliche aber reduzierte Reize wie im "richtigen" Spiel und durch die 4 Tore ist es noch mehr auf die Wahrnehmung fokussiert. Hier werden die Voraussetzungen für das Passspiel geschaffen, da irgendwann dann auch bei Kindern der trikotfarbene Fleck zum Mitspieler wird.

    Dann sind ja Tore aus hohen Schüssen in der BuLi auch minderwertig bsw. die Tore sind zu groß?!

    Gerade bei Zwölfjährigen sind die Verhältnisse von Tor und Torhüter den Erwachsenen ähnlich.

    Ich würde mich eher über die Sinnfreiheit des tollsten Tores aufregen, als über die details. Tor ist Tor egal wie der Ball im Netz landet. Ich werde einem guten Distanzschützen nicht verbieten diesen auch zu nutzen, solange es nicht völlig aus dem Ruder läuft.