Beiträge von Skriwer

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    Goodie Ja, aber das kann man direkt nutzen um die Aufmerksamkeit zu schulen. Einfach etwas Coachen und du wirst sehen das die Kinder irgendwann den Kopf heben, klappen wird das aber trotzdem nicht.

    Es ist auch einfach weniger das Sehen sondern dass Kinder in einem gewissen Alter Probleme haben eine Station weiter zu denken. Einen Pass auf einen mitspieler zu spielen, damit der direkt ein Tor machen kann kriegen E-Jugendliche hin. Einen Pass auf einen mitspieler zu spielen, damit dieser den Ball zu einem Dritten (Vierten) weiterleitet (der dann in aussichtsreicher Position ist) ist halt sehr schwer und bei weiten Toren muss man so denken.

    Das kann umgangen werden indem man den Kindern beibringt, dass es wichtig ist den Ball zu halten wenn keine direkte Torgefahr entsteht oder Pässe und Laufwege vorgeben. (Das wird sehr oft auch so gemacht, bis in die Spitze)

    Dann bildet man aber nicht unbedingt die kreativsten Offensivspieler aus.


    Die größten kreativen Spieler (z.B. Özil) zeichnet aus, das sie diese Pässe unter höchstem Zeit- und Gegnerdruck spontan finden und so torgefährliche Aktionen erzeugen.

    Ist schon blöd, aber den Jungs hat es doch bestimmt Spaß gemacht, schließlich sind sie Zweiter geworden!

    Da wird sich keiner gedacht haben: "Och ne wir spielen nicht mit dem Futsalball." ;)

    Also nimms nicht zu schwer. Meine Devise ist immer: "Besser ein blödes Turnier gespielt, als gar kein Turnier gespielt!" (solange die Kinder Spaß hatten.)

    Talker1980 Das hängt davon ab, was du genau trainieren willst.

    Am einfachsten ist es immer erstmal den Spielern Extraaufgaben gibt die sie entweder technisch nochmals fordern oder große kognitive Leistung verlangen.


    Kontaktbegrenzungen sind da ein gutes Beispiel. Geringe Kantaktzahlen fördern die Vororientierung und Übersicht und hohe Kontaktzahlen mehr ein Dribbling und die Ballmitnahme. Du kannst natürlich immer alles Kombinieren um es komplizierter zu machen. Ein Beispiel für die Kombination wäre z.B. Man muss immer direkt spielen nachdem ein Spieler nicht direkt gespielt hat. Und dann: Nachdem direkt gespielt wurde muss man min. 3 Kontakte nehmen.


    Eine weitere Kombination die ziemlich Anspruchsvoll ist wäre z.B. das in einem 4 gegen 2 die 4 Spieler jeweils einen Ball haben und nachdem sie ihn verloren haben zum Anspieler werden für die die noch einen Ball haben.Bis kein Ball mehr im Spiel ist. Das kannst du dann noch mit Toren für die Innen kombinieren.


    Die erste Regel die ich immer einführe ist: "Wenn ein Spieler den Ball verliert müssen immer 2 in die Mitte. Der der den Ball verloren hat und der der den letzten Pass gespielt hat" Das verbessert langfristig die Passqualität, da man nun nicht mehr einfach einen Notpass in die Bedrängnis spielen kann um nicht mehr in die Mitte zu müssen.


    Einen sehr heraussvordernden Charakter bekommt man, wenn man Teams gegeneinander antreten lässt. z.B. 2 6e-Teams bilden und jeweils 2 müssen beim anderen Team in die Mitte. Wer länger den Ball halten kann erziehlt einen Punkt und es wird so lange gespielt bis jeder mal in der Mitte war.


    Also im Prinzip kann man alles Mögliche machen und kombinieren, hier ist mal eine Liste für Variationen die mir gerade so einfallen:


    - Kontaktbegrenzung / Mindestkontaktzahlen

    - Teams mit zusatzregeln (z.B. Blau darf nicht zu Gelb passen, Gelb nicht zu Rot und Rot nicht zu Blau im 6 gegen 2)

    - Punkterzielung für die Spieler die Außen sind (durch x Pässe , Pässe durch die Schnittstelle, Zielspieler anspielen, Passtore im Feld etc)

    - Punkterzielung für die Spieler in der Mitte (Rausdribbeln aus dem Feld, Dribbeltore, Anspieler außerhalb des Rondos, Minitor außerhalb des Rondos etc.)

    - Ballanzahl erhöhen

    - andere Bälle benutzen

    - Dribblerondos auf Ballhalten

    - Dribbelrondos mit Zielzonen/Hütchentoren zur Punkterzielung

    - variable Felder und "komische" Feldformen

    - Hindernisse im Feld die z.B. als Banden benutzt werden können

    - mit Felderwechsel

    - neutrale Spieler

    etc.


    Irgendwann wird der Übergang zum Positionsspiel (wenn du noch explizite taktische Aspekte mit rein nimmst ) etwas schwammig, aber das ist zur Vorbereitung auf solche ja eigentlich eher gut.

    Das ist doch eigentlich kein Problem. Du musst halt die Rasselbande immer beschäftigt halten. Wenn du immer z.B. die Hälfte auf Minitore Spielen lässt und mit dem rest kleine Übungen und Spiele machst hast du plötzlich nur noch 6-7 Kinder. Auf die anderen musst du nur ein Auge haben.

    1. Es ist nun mal irgendwie intuitiv den Ausputzer in der Mitte zu spielen und ja auch oft. Man kann immer nur in spezifischen Situationen sagen (die ich nicht kenne) ob das Verhalten nun "richtig" und "zeitgemäß" war. Mannorientiertes Spiel ist sehr zeitgemäß. Ob der Zentrale Spieler, der sich wie ein Ausputzer verhält das situativ gut macht, kann man von der Ferne nicht sagen. Allgemein kannst du mal hier auf Fußballtraining.de über die Defensivarbeit zur 3er/5er-Kette grundlegend informieren. Dort gibt es auch schon ein paar Übungen, die man machen kann um das Verhalten zu coachen. Wenn du am Wochenende Bundesliga guckst, wird garantiert eine Mannschaft in einem 5-2 / 3-4 System auflaufen. Beobachte einfach mal wie sich die Verteidiger dort verhalten und wo der Unterschied zu deiner Mannschaft ist. Daraus kannst du dann evtl. schon sehr viel für dein Coaching ableiten. Viel wichtiger als spezifische Übungen ist es, dass du gut coachst.

    Auch wenn du nicht gerne Umstellen willst, würde ich dir doch zu einer variablen taktischen Schulung raten und auch die 4er-Kette Trainieren.


    2. Immer, wenn du deine Entscheidung als Fußballer unabhängig von Mitspielern triffst befinden wir uns zu 100% in der Individualtaktik.

    Der Begriff ist aber eigentlich etwas schwammig. Man kann nicht mehr wirklich zwischen Individual- und Gruppentaktik unterscheiden, weil man eine Entscheidung nicht gänzlich unabhängig von seinen Mitspielern treffen kann.

    Der DFB definiert deswegen streng nach den Verhaltensweisen in den verschiedenen 1 gegen 1(2) - Situationen:


    - Frontales 1 gegen 1 Am Flügel: kurze/lange Distanz

    - Frontales 1 gegen 1 Am Flügel: kurze Distanz

    - 1 gegen 1 Verteidiger im Rücken des Angreifers im Zentrum: Angreifer am Ball/ nicht am Ball

    - 1 gegen 1 Verteidiger im Rücken des Angreifers am Flügel: Angreifer am Ball

    - 1 gegen 2 Verteidigen

    - Seitliches 1 gegen 1

    - (Stellungsspiel des Torwarts)


    Ich nehme aber z.B. noch Dinge hinzu wie: wohin der Ball mitgenommen wird, wo und wie ich mich Freilaufe, In welchen Fuß ich einen Pass spiele, wie ich mich zu einem Passgeber anbiete etc.

    Das sind also Aktionen bei denen mehrere Spieler beteiligt sind, aber nur einer wirklich denken muss, bzw. andere Mitspieler keinen großen Einfluss auf meine Entscheidung haben.

    3. Das hängt vom Leistungsstand der Spieler ab und ob sie noch grobe Defizite in der Individualtaktik haben und ob sie Gruppentaktische Basics verinnerlicht haben. Jeder Spieler, egal auf welcher Position, sollte kompetent 1-gegen-1-Situationen verteidigen können und zumindest verstanden haben wie man offensiv Zweikämpfe löst. Des weiteren müssen halt Freilaufverhalten, Dreiecks- / Rautenbildung, Doppelpässe, Spiel über den Dritten etc. unabhängig von der Position beherrscht werden. Das Verteidigen zu zweit in Gleich-, Unter- und Überzahl muss verstanden sein.

    Positionsspezifische Dinge können und sollten im Kontext der Gruppentaktik fokussiert werden. Du könntest z.B. beim "Verteidigen zu zweit", deine zukünftigen "Innenverteidiger" nur 1/3 (anstatt 1/2) der Zeit Angreifen lassen (damit sie die Basics in der offensive lernen) und den Rest verteidigen lassen(um die Defensive zu forcieren und zu spezialisieren). Dabei passt du dann dein Coaching jeweils auf den Spieler an. Du wirst also deinem Verteidiger in der Defensive andere (spezifischere) Hinweise geben, als deinem flinken Flügeldribbler. Umgekehrt muss deine Erwartung an den Dribbler in der Offensive höher sein als an deinen Innenverteidiger.
    Deutsche Topspieler aus den NLZs sind meist sehr gute Spezialisten auf 1 bis 2 Positionen, würden aber auf anderen Positionen nicht wirklich negativ (aber auch nicht positiv) auffallen.



    4. Wiederholungen und zwar Tausende.

    Erklären ist zwar schön und gut, aber machen ist besser. Ich empfehle dir das Eckspiel/Rondo um die Basics (alle technischen Aspekte außer Schießen) in dem Alter zu verbessern. Jedes Training 20 Minuten ein Rondo in verschiedenen Varianten kann viel helfen. Anders als bei isolierten Passübungen haben die Mädels hier auch Gegnerdruck und lernen ihre Technik trotzdem durchzubringen und richtige Entscheidungen zu treffen. Außerdem musst du gar nicht viel korrigieren, denn wer schlecht passt muss in die Mitte und laufen. Du kannst dich dafür mehr auf das Loben von gelungenen Aktionen konzentrieren.

    Gebe hierbei aber nur in Ausnahmefällen Kontaktbegrenzungen und mache für den Anfang kein größeres Eck als 5 gegen
    2 . Ich würde z.B. für eine sehr schwache C-Jugend mein Aufwärmprogramm fast immer so machen: 10 min Lauf-ABC/Koordination im Parkour mit Passen/Dribbling, 20-30 Minuten verschiedene technisch-taktische Rondos.


    5. Da kann ich dir von der Ferne keine Hilfe geben. Mädchen sind da auch noch mal anders als Jungs und mit Mädchen habe ich keine Erfahrung.


    6. Als Co-Trainer mitmachen kann ja nicht schaden. Du kannst dann alles vom jeweiligen Cheftrainer aufsaugen und evtl. viel lernen. Auch wenn du nur lernst das es alles Mist ist was er macht ;) . Ob du das zeitlich stemmen kannst/willst musst du selber wissen. Evtl. lässt sich ja ein Kompromiss finden, z.B. dass du ihm nur jedes zweite Training hilfst.









    Ich rate dir den Schuss mit ruhendem Ball nur im Kontext von Standards zu üben. Aus dem Spiel kommt der nicht vor.

    Übe lieber stattdessen nach Dribblings und Pässen. Der Ball sollte sich mindestens einmal selbst vorgelegt werden und hier ist leicht schräg einfacher. Dann erübrigt sich auch die Frage mit dem Anlauf, denn es gibt gar keinen.


    PS Versteh ich deine Frage evtl. falsch?

    Anlauf gibts ja nur beim Freistoß oder Strafstoß, da hat jeder so seine eigenen Vorlieben und man sollte alles ausprobieren.

    Aus dem Spiel sieht es so aus: mit dem ersten (bzw. vorletzten) Kontakt den Ball so vorlegen, dass mit dem nächsten Kontakt direkt geschossen werden kann. Dafür ist es förderlich, wenn man sich den Ball leicht schräg vorlegt (ohne Bedrängnis). Im realen Spiel ist die optimale Technik aber immer die, die klappt. Deswegen schon früh mit (leichtem) Gegnerdruck und variantenreich üben.

    Um welches Alter geht's denn?

    Das korrektes Krafttraining für gesunde Kinder schädlich ist, ist quatsch. Bei der Kräftigung muss aber das gleiche Prinzip wie beim Fußballtraining gelten: Kindertraining ist kein reduziertes Erwachsenentraining!

    Es kommt noch dazu, dass gerade die dicken Kinder viel Selbstbewusstsein tanken können, da diese oft schon kräftiger sind und dadurch die Besten.


    Wer sich etwas dazu belesen will schaut mal hier:

    - https://www.sportunterricht.ch…e/kraft_kinder_jugend.php

    - krafttraining_mit_kindern_und_jugendlichen.pdf

    - https://www.dr-gumpert.de/html…ining_im_kindesalter.html

    Zweistellige negative Ergebnisse stellen alles in Frage und können nur schwer den Eltern/Kindern als der richtige Weg vermittelt werden.

    Für viele schwächere Teams in städtischen Gebieten sind solche Ergebnisse an der Tagesordnung. Wenn du da gegensteuern willst funktioniert das nur mit hinten reinstellen, hoch und weit spielen und die richtig Schwachen zu Hause lassen. Dann verlierst du die Spiele vielleicht nur 0:4 oder so. Ich hätte darauf aber keine Lust. Man kann ja seine Mannschaft auch nicht einfach vom Spielbetrieb abmelden, naja könnte man schon und es wäre für manche Teams mMn die beste Lösung, aber mein Verein würde das nicht zulassen.

    Wie sollen die Jungs das verstehen?

    Dass sie nicht Foulen sollen, auf ihren Trainer hören und nicht einfach aufs Spielfeld rennen?

    Ich kann die Schiedsrichterleistung (besonders das Erklären der Entscheidungen) vom weiten nicht wirklich beurteilen, es hört sich zwar hart aber alles korrekt an. Du musst bedenken das die Schiedsrichter die solche Turniere Pfeifen meist junge Talente sind die da auch noch beobachtet werden. Das macht es nicht gerade einfach eine ruhige lässige Linie zu pfeifen, da es evtl. direkt um Auf- und Abstieg oder sogar aufnahmen in Fördergruppen geht, was langfristig eine "Profikarriere" bedeuten kann.


    Genauso mit den Pässen..werden in der Meisterschaft NIE verlangt..und hier dann plötzlich strikte Regelungen und ausführlicher Mannschaftsbogen.

    In der Fairplayliga kannst du (zumindest in unserem Verband) trotzdem eine Passkontrolle machen und die Pässe mit dem DFBnet und den Gesichtern der kleinen abgleichen. Ich habe das immer gemacht, wenn mir die Kinder ein wenig zu alt erschienen. Du bist für deine Pässe verantwortlich. Müsst ihr nicht die Spieler eintragen? Bei uns geht das ab der G los auch ohne Schiris.

    Sonnst halte ich aber auch nicht wirklich was von solchen Turnieren.

    Er ist ein guter Trainer in einem gut arbeitenden Verein. Es wird sich zeigen, ob er weiterhin konstant mit Schalke arbeiten kann, falls weitere Leistungsträger die Mannschaft verlassen oder ob es einen ähnlichen Bruch wie bei Hoffenheim geben wird und er von Vorne anfangen muss. Das hängt aber eigentlich nicht wirklich an ihm, sondern ob zur neuen Saison wieder ein guter Kader vom Verein zusammengestellt werden kann. Mit einem erreichen eines Championsleague-Platzes sollte das aber möglich sein.

    Bei eurer jetzigen Situation würde ich euch zu einer Blockperiodisierung a la DFB raten. Hier werden Schwerpunkte immer im 2-3 Wochentakt gewechselt. Dazu rate ich erstmal zum groben Prinzip Spielen-Üben-Spielen. Ein Trainer Betreut und leitet die Spielform und der andere das Üben. So könnt ihr in 2 homogeneren Gruppen gleichzeitig trainieren und die Übungen steuern. Wie alt sind die Mädels denn? Eventuell kannst du dir ein Buch aus der Reihe "Ausbilden mit Konzept" zu legen. Die sind zwar nicht ganz billig und auch nicht allumfassend, aber für den Einstieg in die Trainingsplanung sehr gut.

    Der Tenor hier ist eher: ist aktuell unmöglich und in Zukunft fast unmöglich. Wie hat es dann ein Domenico Tedesco beim VfB Stuttgart geschafft (sicher eines der besten 10 NLZ Deutschlands) ohne JEGLICHE Trainervorkenntnisse oder glanzvolle Spielerkarriere.

    Niemand will dir deinen Traum nehmen und du sollst ihn auch verfolgen. Wieso auch nicht, du hast ja immer noch ein Studium als Plan B, aber es ist nahezu unmöglich. Nur weil einer wie Tedesco es trotzdem schafft, ändert sich nichts daran.

    Leute wie Tedesco, Tuchel, Nagelsmann etc. haben ganz andere Qualitäten als nur ihre Lizenz, Fußballerisches können und Fachwissen und diese werden vom DFB sehr großgeschrieben (Wenn im Elfenbeinturm jemand deine Nase nicht mag sieht es erstmal schlecht aus mit Plätzen für A-Lizenz oder Fußballlehrer) und von den Vereinen geschätzt. Zwei davon sind Demut und Selbstreflektion. Wenn du wirklich vorhast im Profibereich Fuß zu fassen musst du dir darüber im Klaren sein, was kurzfristig mit deinen jetzigen Fähigkeiten (Kontakten etc.) und langfristig mit deinen zukünftigen Fähigkeiten möglich ist.

    Als Co einer U9 im NLZ anzufangen ist evtl. möglich, aber deine persönlichen Aufstiegschancen sind wohl eher Gering.

    Wenn du glück hast, gehst du mit dem Cheftrainer mit bis der nicht mehr da ist und dann findest du dich nach ein paar Jahren selber als Chefftrainer (gemachte Lizenzen vorausgesetzt) einer U12 oder so wieder. Generell muss man als Trainer immer auch Glück haben, sonst wirds nichts mit der Karriere.

    Du musst übrigens Mitglied eines Vereins im DFB sein um hier deine Lizenzen zu machen und soweit ich weiß kannst du dich nicht mit einer österreichischen Lizenz auf die nächst höhere Stufe in Deutschland bewerben. <- Ich könnte mich aber auch irren.

    Siso hat schon recht, es ist fast unmöglich.

    Mach erstmal deine Erfahrungen in Altersklassen ab D-Jugend. Es gibt genug gute Vereine die da immer Trainer und Co-Trainer suchen, besonders in den großen Städten. Bei uns werden bei den NLZs mittlerweile auch nur ehemalige Spieler im U8-U11 Bereich (Co-) Trainer. 17-Jährige die aussortiert wurden, aber noch Bock haben und sich eignen. So wissen die NLZs gleich das diese neuen Trainer die Philosophie verinnerlicht haben, die Methoden schon kennen und keinen Mist machen.

    Wenn es da nicht klappen sollte du aber deine Lizenzen gemacht hast, kannst du ja immer noch eine Herrenmannschaft übernehmen und bis in die Bundesliga aufsteigen. Sind ja nicht so viele Liegen ;)

    Funino hin oder her, so soll es nicht laufen. Da solltest du dich hinterfragen und ggf. etwas ändern. In der realen Welt des Kifu muss man manchmal auch Kompromisse eingehen, weil es anders nicht geht.

    Es ist schwer, ich habe z.B. in meinem Kader von 15 Kindern ca. 5 die nichts beim Fußball verloren haben.

    Sie sind im Training immer mit Spaß dabei, machen Fortschritte und als Breitensportteam muss ich auch diese Kinder mitnehmen.

    Aber eigentlich dürfte man die nicht aufstellen, wenn man ein Spiel mal gewinnen wollte.

    Wir müssen leider immer wieder gegen selektierte Truppen, von sehr großen Vereinen ran, die sich teilweise mit E-Jugendteams in der Staffel (D-Jugend) melden, da in deren Jahrgängen die Konkurrenz zu schwach ist. Da fallen schnell mal 15, 16 oder auch 20 Tore. Das gewinnen meine Jungs nicht, egal was ich mache, warum soll ich dann für 2/3 der Hinrunde 5 Spieler nur spärlich einsetzen oder sonst irgendwelche fragwürdigen Aktionen starten?

    Nö mein Verein ist nicht so stark und meine Truppe erst recht nicht. Es ist halt eine Beobachtung und ich bin auch für viel mehr Futsal. Genau aus den Gründen die du schon genannt hast. Ich finde aber auch man sollte weiterhin den klassischen Hallenfußball und Hybritformen (Futsal mit Bande, Hallenfußball mit einseitiger Bande oder ohne etc.) spielen, da es einiges zu lernen gibt. Ich mag das Regelchaos in den Hallen mittlerweile sogar! Ich verstehe immer nicht wie man mehr Ausbildung à la Straßenfußball fordern kann und dann rum heult, wenn die Turniere alle unterschiedlich sind.

    Im Grunde ist es auch nicht so wichtig, Hauptsache die Kinder spielen viel Fußball und haben Spaß.

    In dem Video war erschreckend für mich , wieviele misslunge Ballverarbeitungen/Zufallsbälle auf NLZ-Niveau zu sehen waren - was aber halt am Ball liegt .

    Ja und genau das müssen die Jungs lernen, egal mit welchem Ball und in welcher Umgebung: saubere technik in höchstem Tempo.

    Dazu kommt noch, dass das in dem Video ja eine u14 ist und u14 Spieler sind im allgemeinen nicht mehr so gut wie die Top U12/U13 Spieler.

    Ich spiele selber öfter mit einem normalen Fußball in der Halle und ich finde es nicht schlimm, obwohl es für mich als ziemlich limitierten Spieler technisch manchmal schwierig wird. Ein Futsalball macht den technischen Teil des Fußballspielens einfacher und man kann sich als Spieler besser auf andere Dinge konzentrieren. Entscheidungen und Wahrnehmung treten in den Vordergrund. Flachpassspiel wird nur gefördert weil man es will. Man kann auch in der Halle mit einem normalen Fußball oder einem Hallenball ein Flachpassspiel aufziehen, es ist bloß schwieriger. Es zeigt sich sofort wer den Ball sauber in der Mitte trifft und wer nicht. Bälle springen nur weil sie nicht gut verarbeitet werden, dadurch hat man weniger Zeit und höheren Gegnerdruck. Gepaart mit dem sowieso schon engem Raum entwickelt sich das typische gebolze bei den Kindern.

    Im Sinne der Ausbildung lernt ein Spieler mit einem normalen Fußball denke ich mehr, wenn er schon die technischen und kognitiven Vorraussetzungen mitbringt. Bringt er diese Vorraussetzungen nicht mit lernt er aber fast nichts.

    Trainer E

    Zitat

    Mal kriegt einer mehr Spielzeit, mal ein anderer. In der E, wenn es altjahrgang ist gehts in ein paar monaten in die D Jugend, dann ist es ohnehin vorbei mit gleicher Spielzeit für alle, weil es gar nicht mehr möglich ist.

    Wieso ist das nicht mehr möglich, kannst du mir das Erklären?

    Zu den Einwürfen: Wie wäre es, wenn man sie einfach Trainiert? Baut Einwürfe in eure Spielformen ein und gebt den Kindern dabei die Hilfe die sie ja anscheinend brauchen. Es gibt auch witzige Wettkampfformen die man im Rahmen von Erwärmung und Koordinationstraining machen kann um den Bewegungsablauf zu schulen: Einwurf Zielwerfen auf verschieden weit entfernte Ringe, Lattenwerfen im schnellen Rundlauf, Handball/Brettball/Choke-Ball nur mit Einwurftechnik. Außerdem muss man in den Trainingsspielen auch einfach mal kurz stoppen und nachfragen wo und wie man nun den Ball hinwirft.

    Die Hilfestellungen die die Kinder bekommen sind meist auch echt schlecht: Ich höre immer drei Dinge: "Die Line runter!", "Nach Vorne!" zum Einwerfenden und "Mach die Linie auf!" zum “Zielspieler". Dabei sieht man aber eigentlich immer, dass die Kinder nicht verstehen warum sie so werfen sollen, denn sie werfen sehr oft in einen Gegenspieler. Würde man diese Nur-Nach-Vorne-Mentalität abstellen und vermitteln das es erst das Ziel ist den Ball zu behalten, gäbe es kaum Probleme.