Beiträge von Skriwer

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Wenn sie selber an ihrer Konzentrationsfähigkeit arbeiten will (und das beim Fußball) muss sie nur Jonglieren. Sobald man 50 schafft ist es nur noch eine Frage der Konzentration (und etwas Ausdauer) ob man 100, 200, 300 etc. schafft.

    Sobald man sich nämlich ablenken lässt, fällt der Ball runter und man muss von vorne beginnen. Die einfachen stupiden Dinge sind nach meiner Erfahrung das beste um "Konzentrationsausdauer" zu schulen, man muss es aber selber wollen.

    Unabhängig vom Fußball kann man Dinge wie Mandalas malen (ohne Musik oder ähnliches im Hintergrund etc.), oder andere "meditative" Dinge versuchen. Ich hatte damals als Kind Harry Potter und der Stein der Weisen abgeschrieben, da ich Probleme mit Rechtschreibung und Konzentration hatte/habe. Das ging aber nur weil ich es selber wollte und ich glaube es hat schon etwas gebracht

    Ok, ich finde es halt komisch, dass ständig irgendwer behauptet Kinderfußball sei in diesem oder jenem alter vorbei und wenn es der DFB ist. Viel schlimmer finde ich dann aber, dass daraus nun sofort geschlossen wird, dass ein "gesunder" Kampf um Plätze im Kader, erhöhtes Gewinndenken etc. mit dem Voranschreiten in den Jugendfußball nötig oder unausweichlich ist.

    D Jugend ist halt kein Kinderfußball mehr laut DFB. Da finde ich es richtig das die Plätze für das Spiel am Wochenende umkämpft sind. Mit jeder Altersklasse steigt der Druck, am Wochenende ein Stammplatz zu haben.

    Hast du schon mal eine D-Jugend im Breitensport trainiert? Wenn ja wüsstest du, dass es für fast alle Spieler noch Kindefußball ist.

    Das was AKjfv sagt ist schon richtig. Um eine Balleroberung konsequent zu gestalten braucht es neben Körperlichkeit (auf die du wenig Einfluss hast) auch viel Selbstvertrauen und Risikofreude (auf das du viel Einfluss hast).

    Selbstvertrauen kannst du kurzfristig mit klaren Handlungsanweisungen stärken. D.h. du musst das defensive 1 gegen 1 Trainieren.

    Mittel und langfristig wird Selbstvertrauen über Erfolgserlebnisse ausgebaut. Du solltest jeden Ballgewinn und jeden Versuch, egal wie zufällig er dir erscheint loben. Fordere im Training ruhig mehr Risiko und auch überhastetes anlaufen etc., damit die Mädels es selber einschätzen lernen. Danach kannst du immer noch zeigen wie es richtig geht.

    Ich würde erstmal davon Abstand nehmen, dieses "in Ballnähe Überzahl erzeugen" einzubläuen. Das ist ja eigentlich die Krux beim Verteidigen, doch es scheint mir für deine Mädels der falsche Schritt. Es ist vom Weiten schwer zu sagen, aber es hört sich so an als würden sich einige Spielerinnen darauf ausruhen und die Verantwortung des Ballgwinns abgeben.

    Der kreative Prozess

    [...]

    Ein wichtiger Prozess ist dabei die konzeptuelle Neukombination, d. h. die Erschaffung neuer Wissensstrukturen durch das Verknüpfen von zuvor unterschiedlichen Konzepten oder, alternativ, die Neuordnung von Elementen innerhalb eines Konzepts.[59] Entsprechend ist das Vorhandensein sowohl von allgemeinem Wissen als auch fachspezisch vertieftem Wissen für Kreativität von Bedeutung , wobei letzteres vor allem bei Experten wichtig ist. [60] Daraus ergeben sich praktische Konsequenzen: Um Informationen neu kombinieren und verarbeiten zu können, müssen sie durch Lernen im Gedächtnis vorhanden sein.

    [...]

    Man sieht aber eigentlich schon im Kindesalter wer ein guter koordinativer Lerner und von der Veranlagung her schnell ist. Überraschungen gibt eigentlich nie in dem Sinne, dass Plötzlich einer durchstartet den man gar nicht auf dem Schirm hatte. Was halt sein kann ist, dass Spieler in der C/B Jugend körperlich unterlegen sind, aber ob sie vielleicht mal sehr gute Fußballer werden können (wenn sie sich reinhängen und andere Faktoren stimmen) sieht man eigentlich immer vorher schon. Ich habe noch nie einen Spieler gesehen der vor der Pubertät unkoordiniert und langsam war und das dann aufholen konnte. Ich habe aber Spieler erlebt bei denen es dann irgendwann erst später "klick" gemacht hat und die dann enorme Sprünge in der „kognitiven“ Entwicklung machten. (Übersicht, Spielverständnis, Aufnahmefähigkeit, Motivation, allg. Trainierbarkeit etc.)

    Wo ist denn in dem Alter der Unterschied zwischen einem Schuss und einem Pass?

    Ich sehe immer nur Beides als blindes geschlage des Balles und mit glück geht er dann rein oder landet nicht beim Gegenspieler. Meine Erfahrung mit so ganz jungen Spielern ist aber auf zuschauen begrenzt.

    Du musst das halt coachen und das dauert ein bisschen, aber dann haben die Spieler es Verstanden. An Hütchen lernt man vielleicht zu Laufen, aber nicht warum und wohin. Du kannst den Spielern vielleicht sagen: "Das Hütchen repräsentiert einen Gegenspieler." aber aufs Spiel übertragen werden sie es nicht können, da sie die Situation nicht wiedererkennen. Da kann man meiner Meinung nach auch Runden laufen lassen.

    Hast du dagegen in Rondos und in Positionsspielen schon 100 mal eine Lücke zwischen Spielern gesehen (und der Trainer hat dich ein paar mal darauf hingewiesen), erkennst du diese Lücke auch im Spiel und läufst dann da hin.

    Wenn es gut läuft und man gut steht muss man im Rondo wenig laufen, da gebe ich euch recht, aber das Training hört da ja nicht auf.

    In den folgenden Spielformen musst du immer wieder das Anbieten und Freilaufen fordern. Das ist ja auch kein Schwerpunkt, Aktivität und Intensität musst du in jedem Training immer fordern um sie langfristig zu entwickeln.

    Larius Das alles lernen sie viel schneller im Rondo selbst. Der Gegnerdruck ist das Entscheidende. Wenn dieser noch zu hoch ist in einem normalen Rondo würde ich ihn nicht komplett weglassen, sondern nur verringern (5gegen 2, 4 gegen 1 oder ein größeres Feld).

    Dazu musst du das dann natürlich noch coachen. Eine Übung selbst macht noch keinen guten Lerneffekt.

    Die Begrenzung durch die Eignungsprüfung geht schon in Ordnung. Nicht jeder ist für höhere Aufgaben bestimmt und gerade im Jugendbereich sollte doch ein gewissen Eigenkönnen vorhanden sein (Sag ich als eher limitierter Kicker, wenn man es nett ausdrücken will). Außerdem muss man als Trainer ja schon noch etwas Bewegung in den Knochen haben. Man läuft ja schließlich den ganzen Tag über den Platz.

    Was ich halt schade finde ist, dass die Fortbildungsveranstaltungen limitiert sind. Das mag verschiedene Gründe (Plätze) haben, doch auch C-Lizenz Inhaber interessieren sich für die Inhalte werden aber leider von der Fortbildung ausgeschlossen.

    Bei uns gibt es dieses Jahr z.B. eine Fortbildung: „Differenzielles Techniklernen" (20 LE) und diese ist nur für Inhaber der B-Lizenz oder höher vorgesehen.

    Ich finde jedoch gerade an der Basis ist solch ein Wissen von enormem Vorteil, denn gerade da geht es ums erlernen der Technik. Die Basis (die nun mal zum größten Teil aus C-Lizenz Inhabern besteht) wird aber ausgeschlossen. Das ist für mich unverständlich.

    Bei einer F Jugend mag das Egal sein, aber bei älteren Jahrgängen verschwimmt dann die Trennung zwischen Spieler/Kumpel und Trainer/Chef.

    Im Breitensport spielt das nicht so eine große Rolle, aber sobald es in den Leistungssport geht kann das zu erheblichen Problemen führen, wie du dir ja sicherlich vorstellen kannst. Selbst wenn du Ronaldinho bist und alles mit dem Ball kannst, während du das Spiel beobachtest und coacht, ist das nicht so eine gute Idee.

    In welchem Verband machst du die Lizenz? Du wirst alle benötigten Unterlagen dort bekommen und es ist auch wirklich nicht so viel. Worauf du achten musst ist, wenn die Lehrgangsleiter anmerkungen machen wo sie sachen anders sehen als beim DFB, das könnte dir einen kleinen Bonus in der Prüfung geben wenn du darauf achtest.

    Bei einem Hallenturnier trägst du die Vereinsfarben und bist über den Verein versichert, das kann aus meiner Sicht irgendwie nicht Privat sein.

    Oder ist das anders?


    PS. Ok du musst es trotzdem beim Verband anmelden. Dein Verein sollte (aus Versicherungsgründen) eigentlich nicht zulassen, dass du ein Freundschaftsspiel/Turnier veranstaltest was nicht angemeldet ist, bei dem du als Verein auftrittst.

    Ich kann da Ersatzbank nur zustimmen, schau es dir an und nehme dir das raus was du gebrauchen kannst. Das gilt für alles im alltäglichen Trainingsgeschäft. Ob es nun Coever, MFS, Horst Wein, DFB, differenzielles Lernen oder andere Ansätze sind, musst du dir immer das raus suchen was für deine Mannschaft gerade passt. Experimentiere ruhig rum und frag deine Kinder was ihnen Spaß gemacht hat. (Offen fragen also nicht "Hat euch diese Übung Spaß gemacht", sondern: "Was hat euch heute am meisten Spaß gemacht?")

    Du hast nicht die Verantwortung die maximale Leistungssteigerung zu erreichen, sondern Spaß und Freude am Bewegen und Fußballspielen zu geben. Wenn du es schaffst das die Kinder gerne ins Training kommen hast du schon viel erreicht. Wenn sie dabei noch etwas lernen und intrinsische Motivation entwickeln bist du ein sehr guter Trainer.

    So ist das mit weniger talentierten und motivierten Spielern. Man muss durch motivieren, loben und langfristig gedachtes Training die Intensität langsam steigern. Die Fertigkeit kontinuierlich in hoher Intensität und hoher Konzentration Fußball zu spielen muss man erstmal lernen, denn Fußball spielen ist sau anstrengend. Vor ein paar Jahren habe ich ein Schlüsselerlebnis gehabt, bei dem mir die Augen geöffnet wurden.

    Ich habe als Kind nicht im Verein gespielt und bin erst als Erwachsener wirklich zum Fußball gekommen und bin selber noch ein Passabler Kreisliga Spieler geworden (mittlerweile halte ich ganz gut mit in der Kreisliga A, auch durch dieses Erlebnis). Ich dachte immer ich würde in einer angemessenen Intensität spielen und war recht zufrieden mit meinen fußballerischen Fortschritten. Eines Tages wurde ich dann von einem Trainerkollegen eingeladen mit ihm und ein Paar freunden einmal die Woche in einer Halle zu kicken. Da waren nun Jungs dabei die in ihrer Jugend in NLZs waren und nur mit 17/18/19 den Sprung in die Vertragsligen knapp nicht geschafft haben. Einer Hatte Oberliga Erfahrung. Bis auf das die alle eine super Technik haben ist mir eins enorm aufgefallen. Die gehen jedem Ball ohne Kompromisse nach, im höchsten Tempo, wirklich jedem Ball, da konnte ich nicht mithalten. Ich war aber auch nicht untrainiert, sondern Mitte 20 und super fit. Ich hatte zu der Zeit Fußballtraining und Kampfsport gemacht und war an freien tagen Joggen.

    Der Unterschied ist die Psyche, ich habe einfach die Intensität nicht ausgehalten. Die Jungs haben seit sie 12 sind von ihren Trainern gesagt bekommen sie müssten immer höchste Intensität halten, es wurde ihnen immer wieder eingetrichtert. Nachdem ich dann ein Jahr aktiv daran gearbeitet hatte auch noch nachzusetzten wenn ich eigentlich schon k*tzen wollte, hab ich es langsam geschafft mitzuhalten (technisch nicht ;) ). Was ich damit sagen will ist: es braucht Zeit. Du musst immer wieder durch dein Coaching die Intensität hochhalten und Dynamik fordern. Wenn im Training dann nach 2 Minuten die Konzentration flöten geht Motivierst du und lobst dann kräftig wenn es wieder klappt. Wenn du das lange genug machst musst du irgendwann nur noch alle 3 Minuten anfeuern und dann alle 4 und wenn die Mädels dann 18/19 sind können sie vielleicht schon 20 Minuten die Konzentration hochhalten und die geforderten Dinge so lange umsetzten.