Man kann das schon spielen lassen zum Erlernen der Basistechniken: Dribbling, Passen und Ballmitnahme. Ich sehe darin kein Problem, es ist halt ein kleines Spiel und je schwächer die Spieler, desto größer macht man das Feld. Man darf sich halt nicht dazu verleiten lassen das Verhalten der Kinder in diesem Spiel, wie das von Älteren zu bewerten. Statisches spielen ist erstmal nicht schlimm, ich würde einen F-ling dann erst dazu ermutigen, mit dem Ball kurz zu Dribbeln, anstatt ein aktives Freilaufen ohne Ball zu fordern. Schon ist Bewegung drin, wenn man sich nicht auf den Füßen stehen will. In anderen Varianten z.B. alle Angreifer haben einen Ball kann man die Kinder mit Ball an kleine Feldmaße gewöhnen und das Erkennen von Räumen trainieren. Ist einem das zu eintönig, kommen halt noch Dribbelzonen oder Hütchentore hinzu in denen man Punkte erzielen kann.
Die oben beschriebene Übung finde ich aber dennoch nicht wirklich gut. Auch nicht für ältere (Ich halte den Wechselpass für eine F-Jugend eh für zu kompliziert). Sie nimmt durch den Sprint vom Hütchen den Spielformcharakter und wird zur Übungsform. Der Angreifer verliert den Ball und dann darf er erstmal abschalten. Der Verteidiger gewinnt den Ball und kann sich ausruhen? Was ist das Ziel der Vorgabe das jeder den Ball berührt haben muss? Spielt man im Spiel einen Pass aus einer überladenen Zone in eine überladene Zone? Eher nicht, man versucht eigentlich immer einen freien Mann zu finden, der bei einer schlechten Verlagerung eher in Gleichzahl oder sogar Unterzahl ist.Dazu kommen noch längere Wartezeiten, in denen die Spieler keine Aktionen haben.
Ich trainiere sowas eher im klassischen Zonenrondo bei dem das Spiel nicht unterbrochen wird:

Verteidiger A geht rauf, Verteidiger B verteidigt den Pass in die Tiefe. Bei gelungenem Wechselpass geht B ins Feld und A verteidigt die Tiefe in der Mittelzone. Keine Pass- oder Kontaktvorgaben. Der Wechselpass soll dann gespielt werden wenn er gut möglich ist. Haben die Spieler das verinnerlicht benutzen sie sowieso alle Spieler.
Sowas dann aber auch erst ab der D-Jugend oder mit einer guten E, wobei man das coaching auf Individualtaktik beschränken sollte. Implizit wird hier aber schon Gruppentaktik gelehrt.