Beiträge von Constantin

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    Die Trainer-C Lizenz ist schon als klassische Breitensport-Qualifikation gedacht. Es werden inhaltlich Grundlagen der Trainingsgestaltung und Steuerung gelegt.


    Ich denke, dass, bei deinem Anforderungsprofil, das sicherlich eine geeignete Weiterbildung ist. Die Anforderungen in puncto Eigenkönnen sind schon sehr moderat. Wenn du in deiner Freizeit hin und wieder Fußball spielst (und ehrlich gesagt, selbst wenn das nicht der Fall wäre), solltest du da in jedem Fall durchkommen.

    Wie wird das genau gehandhabt? Gibt es dann jahrgangsreine Ligen (U11, U12, U13 etc.) oder weiter C-, B-, A-Jugend?

    Bei letzterem nehme ich ja dem Jungjahrgang der dann zum Altjahrgang wird die Möglichkeit in der Liga zu spielen in die sie aufgestiegen sind. Und der Altjahrgang der aufgestiegen ist, muss dann in der höheren Altersklasse als Jungjahrgang gegen überwiegend ein Jahr ältere in einer höheren Liga antreten?

    In München gibt es mittlerweile von U12 bis zur U15 (auf Kreisebene) Jahrgangsligen. Hier wird in jahrgangsreinen Spielklassen gespielt. Das ist aufgrund der hohen Mannschaftsdichte in München leistungshomogen möglich, dürfte in anderen Regionen aber Probleme bereiten.

    Nein, diese Spiele gehen dann oft in den Seniorenbereich oder hören ganz auf mit dem Fußballspielen. Viele U19-Teams bestehen heute in Wirklichkeit überwiegend aus dem U18-Jahrgang. Klar gibt es da auch Ausnahmen, aber das scheint schon häufig so zu sein.

    Ich habe da halt einfach komplett andere Erfahrungen gemacht. Und das nicht nur bei höherklassigen Teams. Auch in der Kreisklasse spielen bei uns die meisten Mannschaften mit zur Hälfte U19/U18.


    Es gehen ja nicht ansatzweise alle Spieler studieren, im Gegenteil.

    Wenn man sich mal die entsprechender Beiträge auf der Facebook Seite, wird aber auch deutlich, dass eine Mehrheit der Vereine diese Idee nicht gutheißt.


    Im ersten Kreis, der dazu Workshops durchegführt hatte, wurde der Vorschlag (bis auf eine Veranstaltung bei der es etwa 50:50 war) mit deutlicher Mehrheit abgelehnt.

    Naja, ganz Unrecht hat er in dem Video nicht. Eine der wichtigsten Fragestellungen beim Entwerfen einer Technikübung ist der Bezug zum Spiel. Dabei geht es nicht nur darum, ob man einen Trick oder eine Technik auch im Spiel anwenden kann, sondern noch einiges mehr (z.B.: Spielnaher Raum). Ob allerdings Slalomdribbling unter i.g. Gesichtspunkten sonderlich spielnah ist wage ich zu bezweifeln.


    Man sollte sich bewusst machen, welches Trainingsziel die unterschiedlichen Varianten an Techniktraining haben. Ab einem gewissen Alter geht es weniger darum neue Techniken zu erlernen (ein U15 Spieler sollte mMn schon alles können, was er in einem Spiel anwenden wird), sondern primär darum, diese zu festigen. Jetzt spielt auch die "Spielnähe" eine größer werdende Rolle, insbesondere was die Anwendung im spielnahen Raum und die Positions- /Spielsystemspezifität anbelangt. Große Entwicklungssprünge werde ich nun eher in taktischen Bereichen (-> Entscheidungsfindung) sehen. Dementsprechend muss ich versuchen, die erlernten Bewegungsmuster in einen taktischen Rahmen zu bringen und muss die Anwendung von falschen Bewegungsmustern verhindern.


    Auch wenn Coerver jetzt hier als Beispiel für Koordinationstraining mit Ball verwendet wird, sollte man sich klarmachen, dass auch hinter den Bewegung bei dieser Coaching-Methode ein Konzept ist. Die Coerver-Trainer mit denen ich bis jetzt zu tun hatte, haben verdeutlichen können, dass hinter jeder Aktion ein konkreter Bezug zum Spiel steht. Der ist nicht immer zu 100% sauber und teilw. gibt es Bewegungen, die einfach nur dazu dienen, gewünschte Aktionen miteinander zu verknüpfen, aber im großen und ganzen ist schon ein gewisser Spielbezug vorhanden. Ob es jetzt aus fussballerischer Sicht sinnvoll ist, derart komplexe Abläufe einzuüben, wie sie im Video dargestellt werden sei mal dahingestellt. Immerhin sind wir Fußballer und keine Tänzer.


    Unabhängig davon: "Koordinationstraining mit Ball" hat insbesondere im Grundlagenbereich (und teilw. Aufbaubereich) seine Berechtigung. Immerhin geht es bei den Jüngeren weniger um das erlernen konkreter Handlungsoptionen, sondern um das Schaffen einer sportlichen und fußballerischen Basis.

    Die Angst im Zweikampf tritt nur im Spiel auf. Er hat keine schlaflosen Nächte und spielt im Training sowie täglich in seiner Freizeit mit voller Begeisterung Fußball. Es vergeht kein Tag ohne Fußball.

    Begrenztes Talent, vielleicht....., genau deswegen zögern wir auch noch mit der Fußballschule .

    Das wäre für mich gar nicht das Kriterium. Wenn der Junge das (von sich aus) gerne machen möchte, dann spricht das sicherlich dafür. Alles andere würde ich erst einmal aussen vor lassen. Auch die Frage, ob es dem Jungen hilft, sich in Zweikämpfen mutiger zu verhalten. Denn das ist in aller erster Linie vom verantwortlichen Trainer abhängig.

    Ich finde es immer wieder überraschend, dass oft die Ergebnisse in einer anderen Altersstufe als Kriterium für eine negative Entwicklung in einer älteren Jahrgangsstufe herangezogen werden. Kann es vllt sein, dass die Mannschaft jetzt weniger erfolgreich ist, weil die aktuelle Spielgruppe einfach stärker ist. Wenn der Trainer im Nachbarverein sagt, dass der junge leistungstechnisch nicht mithalten kann, dann spricht das ja doch dafür, dass die aktuelle Mannschaft, in der er spielt, nicht besonders stark ist.


    Sir Alex hat natürlich Recht. Ich würde mir als Trainer auch nicht von Eltern erklären lassen, wie ich mit meiner Mannschaft umzugehen habe.

    In dem Zusammenhang wäre es evtl interessant zu wissen, was denn eure taktischen und organisatorischen Vorschläge waren, bzw. wo ihr die Probleme bei der aktuellen Mannschaft seht. Dass das Tempo in einer leistungsstärkeren Mannschaft höher ist, ist natürlich naheliegend. Dass es aber auch gravierende Probleme geben kann, die mit dem Trainer zusammenhängen ist natürlich richtig. Das sind aber weniger Dinge, die sich auf konkrete Details beziehen ("Der schon wieder mit seiner Dreierkette, der hat doch keine Ahnung"), sondern eher solche die im Zusammenhang mit der Ausgestaltung des Trainings und dem Umgang mit den Spielern stehen.

    Ich finde die Situation irgendwie komisch. Zuerst einmal ist es natürlich die Entscheidung des Trainers, welche 9+Ersatzspieler er am Wochenende mitnimmt. Da spielt es auch keine große Rolle wie ein anderer Trainer den Leistungsstand des Jungen sieht. Dass man zu Beginn der Saison einen Spieler anders einschätzt als er sich im Verlauf der Spielzeit (in Trainings und Testspielen) präsentiert ist auch keine Seltenheit. Es ist auch legitim primär Leistungskriterien bei der Aufstellung heranzuziehen.


    Wenn der Trainer (in einem echten Gespräch, also nicht nur zwischen Tür und Angel) als einziges Argument angeführt hat, dass es "noch nicht reicht", dann ist das tatsächlich inhaltlich ziemlich dünn. Ich würde mir von einem Landesliga-Trainer schon erwarten, dass er seine Sichtweise auf die Leistungsfähigkeit des Spielers etwas differenzierter darlegen kann. Denn dann hätte der Junge auch die Möglichkeit individuell den Abstand zu verkürzen.


    Aber ehrlich gesagt finde ich die aktuelle Situation bei euch ziemlich dumm, denn es gibt ja eine offensichtliche Lösung. Der Junge trainiert in der D1 (da der Trainer ihn perspektivisch ja anscheinend haben will) und spielt in der D2 (in die er leistungsmäßig hin gehört). Das würde ich an deiner Stelle auch so vorschlagen, denn einen Spieler in eine Mannschaft zu stecken in der er restlos unterfordert ist, ist definitiv nicht im Sinne des Spielers.

    EnterTrainer


    Wie genau stellst du dir das vor, das zu unterbinden? Mit einem Megaphon über 80m?


    Ohne jetzt all zu detailliert zu werden, glaube ich kaum, dass jemand "im Affekt" zum Rassisten wird. Es geht ja nicht um die Beleidigung an sich, sondern die genaue Art der Beleidigung.

    Ich weiß nicht, welches Wertesystem du hast, aber bei mir ist eine emotionale Reaktion auf eine solche Reaktion eher nachvollziehbar als die Aussage selber.



    Übrigens ist der Verband unserer Sichtweise weitesgehend gefolgt, was zu einer Sperre für den minimalen Zeitraum an Spielen geführt hat. Leider kann ohne einen Bericht des Schiedsrichters der gegnerische Spieler wohl nicht bestraft werden, der wohl mit einer deutlich längeren Sperre zu rechnen hätte

    Ich denke, dass ein Finale schon ein Grund sein könnte um sich Gedanken zu machen.

    Ist Nachwuchsförderung im deutschen Fußball sportlich und finanziell rentabel?

    Ich finde das Argument schwach. Das ist keine Kausalität, sondern nur Korelation. Ich könnte sagen, dass Salzburg im Finale stand, weil sie mit Marco Rose einen guten Trainer hatten.


    Ich habe ja oben schon geschrieben, dass Österreich auf internationaler Ebene Erfolge verzeichnen konnte. Aber das ist letzten Endes ein Fass ohne Boden, wenn man einfach gute und schlechte Ergebnisse einzelner Verbände anführt.

    Ergiebig wird diese Diskussion erst, wenn wir uns inhaltlich mit den Vpr- und Nachteilen beider Konzepte auseinandersetzen.


    Wann war Österreich das letzte Mal bei einer WM dabei? Vielleicht nicht unbedingt das ideale Vorbild. In Frankreich bspw. wird in einer U19 gespielt. Warum genau man jetzt mit Vergleichen zu anderen Sportarten oder Ländern arbeiten muss ist mir noch nicht ganz klar. An den Sachargumenten ändert das ja nicht wirklich was. (Es sei denn jemand kommt aus diesem Land und kann mit entsprechenden Erfahrungen aufwarten.)


    Die selbe Argumentation kann ich aber so auch bringen. Wenn viele Jugendliche in der U13 den Sprung zum Jugendlichen machen, dann spielen die, die noch nicht so weit sind ja trotzdem gegen Erwachsene in der U14. Wo genau die Spieler ihre großen Entwicklungsschübe machen, spielt insofern nur dann eine Rolle, wenn sie diese genau in den Sommerferien zwischen U8 und U9 bzw. zwischen U14 und U15 machen. Die Erfahrung, dass Spieler von der U12 zur U13 in die Pubertät kommen, dann zwei Jahre Pause machen, nur um dann zwischen U14 und U15 nochmal kräftig zu wachsen, kann ich dementsprechend nicht bestätigen.


    Die Unterschiede in der Entwicklung einzelner Spieler kann ich nicht dadurch bändigen, dass ich die Jahrgänge verschiebe. Dafür ist die individuelle Entwicklung zu unterschiedlich und nicht auf einzelnen Lebensjahre festlegbar. Die großen Unterschiede entstehen in dieser Altersklasse nicht durch unpassende Jahrgangseinteilung, sondern dadurch, dass Kinder in diesem Alter nunmal in der Pubertät sind.


    Die Aussage, A-Jugend Mannschaften würden mehrheitlich aus U18 Spielern bestehen ist faktisch unwahr. Aufgrund mangelnder Motivation mehr zu recherchieren, mal ein paar Zahlen aus meiner Umgebung (Oberbayern):


    FC Bayern U19: 12x2001 7x2002 4x2003

    FC Ingolstadt U19: 14x2001 14x2002

    FC Augsburg U19: 14x2001 16x2002


    In Anbetracht dessen, dass ale drei Teams keine u18 haben, halte ich diese Zahlen für nicht sonderlich überraschend. Auch bei uns in der Liga hat die Mehrheit der Mannschaft zumindest ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen 2001 und 2002.


    Insofern reden wir beim Hochziehen von Spielern in den Herrenbereich von Einzelfällen. Und auch wenn es für zwei bis drei Spieler pro Mannschaft sicher sinnvoll sein kann, oben zu spielen, so verbleiben doch 80% der Spieler bis zum Ende in der A-Jugend.


    Das "zusammen" spielen als solches war für mich eher ein Argument im Breitensport. Im Leistungsfußball finde ich es gewichtiger noch ein Jahr gegen Gleichaltrige zu spielen.

    Ich glaube kaum, dass es aus ausbildungssicht sinnvoll ist, statt in der U19, in der Herren Kreisklass /-liga gegen Holzhackerbuan zu spielen. Ich glaube kaum, dass eine zweite Mannschft realistisch eine Perspektive sein kann, um Spieler an den hochklassigen Herrenfußball heranzuführen. Viele Vereine melden mittlerweile ihre U21/U23 vom Spielbetrieb ab (Oberbayern-> Wacker Burghausen), da es sich weder finanziell noch aus ausbildungssicht lohnt. Ich finde das sehr schade, aber man muss da auch realistisch sein, welcher Spieler spielt denn für Lau in einer zweiten Mannschaft, wenn er wo anders Geld bekommen würde (Man könnte jetzt einwenden, dass das auch alte A-Jugendspieler machen können. Aber meiner Erfahrung nach ist da die Perspektive erste Mannschaft doch noch etwas näher dran).


    Man darf im Herrenbereich erst ab 18 spielen. Ein Forist meinte im alten Thread, dass das "leidige" Hochziehen dadurch wegfallen würde. Ich sehe das genau andersrum. Gerade das Hochziehen in die Herrenmannschaft kann ein sehr sinnvolles Steuerungsinstrument sein, um in der individuellen Talentförderung mit Spielern zu arbeiten. Das dann aber auf einen ganzen Jahrgang anzuwenden halte ich für wenig sinnvoll.

    Sir Alex


    Ich gehe davon aus, dass du diesen Beitrag meinst.


    Grundsätzlich bin ich ein Freund von Jahrgangsmannschaften, daher wäre es für mich persönlich unerheblich ob eine U9 mehr mit der U10 oder mit der U8 gemein hat. Da es aber doch bei einigen Vereinen die Regel zu sein scheint, dass Jahrgänge gemischt werden, möchte ich kurz darauf eingehen: Die größte Lücke die wir momentan haben ist mMn zwischen U14 und U15, was das Wachstum und die Entwicklung angeht. Ich bezweifle allerdings, dass diese Problematik durch eine Verlagerung der Jahrgänge behoben werden kann. Immerhin sind die Unterschiede auch innerhalb einer einzelnen Altersstufe teilweise gewaltig. Bei uns in München spielen auch in der reinen(!) u14-JGL oftmals Erwachsene gegen Kinder. Das selbe Argument ist mMn auch für die vermischung anderer Altersgruppen gültig, nicht nur hier. Das Zusammmenlegen zweier JHG ist nunmal eher ein Notnagel.


    Für mich extrem problematisch ist das Wegfallen des U19 Jahres (Und das ist nunmal der signifikanteste Einschnitt). Ich weiß ja nicht, wie die 18-Jährigen, die ihr so kennt, aussehen, aber ich kenne genügend Spieler (auch in höheren Spielklassen), die von der Saison als alter A-Jgd Jahrgang auf jeden Fall noch profitieren. Wir reden ja immer vom RAE und ärgern uns darüber, dass körperlich akzelerierte Spieler im höherklassigen Fußball deutlich bessere Chancen haben sich durchzusetzen. Dass es signifikante Unterschiede auch zwischen jungen Erwachsenen in der körperlichen Entwicklung gibt, wird hier ganz gerne mal unterschlagen.

    Es besteht ja immmer die Möglichkeit Spieler aus der U19 im Herrenbereich einzusetzen, aber warum man wegen den Jungs, die bereits etwas weiter sind, den anderen die Möglichkeit nehmen soll sich noch ein weiteres Jahr zu entwickeln ist mir schleierhaft. Es kommt sicher oft vor, dass einzelne Spieler aufrücken, aber die Mehrheit der Spieler spielt noch in der A-Jgd.


    Das Argument, dass man dadurch dem A-Jugendsterben entgegentreten möchte ist ja wohl (sorry!) der größte Witz. Mal davon ab, das A-alt ja nicht plötzlich ein Jahr jünger wird, unterstützt man dadurch ja gerade eventuelle Drop-Out Ursachen (Jetzt natürlich eher im Breitensport). Der Übergang in den Herrenbereich ist für die meisten jungen Spieler nicht einfach. Auch die sozialen Kontakte, die man vielleicht in den Jugendmannschaften hatte brechen weg (immerhin wechseln viele Jungs beim Übergang in den herrenbereich den Verein).


    Die Umsetzung im Speziellen wäre wohl eine mittlere Katastrophe, ich denke da sind wir uns einig. Zusätzlich zu dem was du geschrieben hast ein Szenario. Eine Mannschaft steigt als U17 aus der Verbandsebene in die Bezirksebene ab, und muss jetzt also U16 spielen. Die Mannschaft selber betrifft das nicht, sie wird nächste Saison als A-alt U18 spielen. Der Jahrgang der aus der U16 aufrückt hat ein Problem. A-jung gab es in dem Verein zuvor nicht, immerhin hat die U17 ja als B-Jugend gespielt. Wie soll man das jetzt lösen? Eine Mannschaft die davor evtl. selber auf Verbandsebene gespielt hat, soll jetzt in die unterste Spielklasse?

    Constantin : der Bezirk Oberbayern bekommt viel Gutes hin - z.B. FUNino oder Mitnahme des Aufstieges im jeweiligen Jahrgang genauso wie Jahrgangsligen.

    Dann hoffe ich wirklich, dass du recht hast. Denn dann sollte diese Idee sehr schnell wieder begraben sein.


    Es gibt mMn nach sehr viele gute Gründe die gegen diese Idee sprechen, im Allgemeinen und spezifisch gegen die isolierte Umsetzung auf Kreis/Bezirksebene.


    Und ich weiß echt nicht, was denn dafür sprechen sollte. Oder kann mir das mal jemand sinnig erklären?

    Unabhängig davon halte ich das für eine Ente. Wie will denn der Verband Oberbayern sowas im Alleingabg durchbringen? Immerhin würden ja davon auch Spielklassen oberhalb des Bezirks betroffen sein.


    Oder steige ich dann mit der U18 auf und muss dann im nächsten Jahr U19 spielen?

    Ich glaube, dass dieses Thema normlerweise in den Frustabbau-Thread gehört, aber das heutige Ereignis hat mich derart angewiedert, dass ich es sinnvoll finde dazu einen eigenen Thread zu eröffnen.


    Wir hatten heute ein U19 Auswärtsspiel gegen einen Gegner der in der "Provinz" (ohne das jetzt werten zu wollen) beheimatet ist. Das Spiel als solches war relativ unspektakulär. Wir waren die klar bessere Mannschaft, hatten es aber nicht geschafft aus unseren Tormöglichkeiten kapital zu schlagen. So stand es kurz vor Schluss 1:1. Wir bekommen einen Freistoß im Halbraum zugesprochen bei dem es kurz vor dem Strafraum zu handelsüblichem Gerangel kommt. Nachdem einer unserer Spieler einem Gegenspieler versehentlich (? Ich hab das nicht beobachtet und möchte das daher auch nicht einordnen) bezeichnet dieser ihn als "s****ß N***r" (ihr könnt es euch glaube ich denken). Der Spieler lässt sich daraufhin zu einer Tätlichkeit hinreißen und wird vom Platz gestellt.


    Ich empfinde aufgrund dieser Ereignisse eine extreme Frustration. Selbstverständlich kann der Schiedsrichter nur die Aktionen beurteilen, die er auch wahrnimmt und ein geflüsterter rassistischer Satz wird wohl von den wenigsten gehört. Trotzdem finde ich es wahnsinnig unfair, dass es hier keine Möglichkeit gibt sich dagegen zu wehren. Denn, so ehrlich bin ich, wird der Junge für eine Aktion vom Platz gestellt, die zwar nicht besonders clever ist, die ich aus einer mennschlichen Perspektive aber für absolut nachvollziehbar halte.


    Letzten Endes ist es natürlich schwierig, jeden einzelnen Täter zu bestrafen. Aber es kann doch nicht sein, dass es so einfach ist mit so etwas ungestraft davon zu kommen? Oder bin ich da zu naiv?

    Direkter Vergleich (den Niederlande mit 5:6 agg. gewonnen hat) zählt bei allen UEFA-Wettbewerben vor der Tordifferenz. Die Europameisterschaft wird rein europäisch ausgetragen, ist also ein Wettbewerb der UEFA.


    Bei der WM-Quali (FIFA Wettbewerb) hättest du Recht, da wäre Deutschland erster.

    Für mich stellt sich die Frage wemgegenüber ich mich als Trainer verantwortlich fühle. Wenn ich mich nur Vereinsinteressen verpflichtet fühle dann ja, macht das auf ersten Blick nicht all zu viel Sinn. Ich bin allerdings kein Freund davon seine Aufgabe als Trainer derart zu reduzieren. Ich möchte auch die Interessen meiner Spieler vertreten. So würde ich einen Jungen, der einen Vereinswechsel angekündigt, auch bis zum Ende der Saison einsetzen. Auch wenn er für die Herrenmannschaft später eher nicht in Frage kommt.

    Ich würde einem Spieler auch zu einem Vereinswechsel raten, wenn das mMn für ihn das beste wäre.


    Anderes Beispiel: Bei uns in der Gegend gibt es einen Regionalligisten, dessen höchste Jugendmannschaft in der Kreisklasse spielt. Die müssten ja eigentlich komplett mit der Jugendarbeit aufhören, kostet ja nur Geld und bringt dabei nichts.


    In gewisser Weise geht es natürlich auch um meine Außenwirkung als Trainer: "Bei mir zählt nur die Leistung, nicht das Aussehen, Hautfarbe, Religion,..., Geschlecht". Klingt im ersten Moment erstmal etwas weit hergeholt, aber überleg mal welche Außenwirkung ein Verein hat, der Spielerinnen nur aufgrund ihres Geschlechts ablehnt (insbesondere im Kleinfledbereich, wo natürlich auch Freundschaften bei der Auswahl der Mannschaft/ des Vereins eine Rolle spielen).


    Dein Argument mit den BFV-NLZs kann ich gar nicht nachvollziehen. Das erklärte Ziel dieser Einrichtungen ist es ja nicht, dass sie Spieler für ihre Herrenmannschaften ausbilden, sondern, dass sie als Schnittstelle in der Talentförderung fungieren. Warum da Mädchen-NLZ nicht auch als Ziel ausgegeben werden können kann ich nicht nachvollziehen. Unsere Damen Nationalmannschaft hat im Moment ja auch Bedarf :huh:.


    Am wichtigsten ist für mich aber das Argument der "Fairness". Wenn ein Mädchen das sportliche Niveau hat um in meiner Mannschaft zu spielen und sie sich aus Mangel an Alternativen dazu entscheidet bei mir spielen zu wollen, dann wird sie selbstverständlich auch die Chance dazu bekommen.

    Jonglieren nimmt mMn im Training eine gewisse Sonderstellung ein. Als Übung ist es nämlich eigentlich ziemlich Fußballunspezifisch (->als konkrete Handlung kommt es im Spiel fast nie vor). Dennoch hat Jonglieren im Training eine Daseinsberechtigung: Im Grundlagenbereich als Schulung der Koordination (Fuß <-> Auge) und des Ballgefühls, bei älteren als Maßnahme zur Erholung zwischen intensiven Übungen oder zur Überbrückung von Pausen. Ich gehe davon aus, dass du dich für den Grundlagenbereich interessierst.


    Das Jonglieren ist eine der wenigen Techniken bei denen ich das Vormachen als solches völlig überflüssig finde, da hier das Erlernen "falscher" Bewegungsabläufe nahezu ausgeschlossen ist (nach differenziellem Lernen gibt es sowas ja eh nicht). Höchstens zu Demonstrationszwecken, damit jedes Kind sieht, was es jetzt tun soll.


    Da Jonglieren nicht gerade einfach ist (besonders für jüngere Kinder) bietet es sich an, das "Dandeln" erstmal vereinfacht einzuführen. Ein Spieler lässt den Ball fallen und versucht, ihn mit dem Fuß wieder in seine Hände zu spielen. Dabei soll der Spieler versuchen sich so wenig wie möglich zu bewegen bzw. dem Ball nicht hinterherlaufen zu müssen. Wenn das gelingt soll das Kind 2,3,4,... Kontakte machen bevor es den Ball wieder fängt. Zur Variation kann auch mit einem Bodenkontakt zwischen jedem Hochhalten gespielt werden. Das Beginnen vom Boden würde ich erst nach einiger Zeit von den Kindern fordern, da es eine hohe Hürde ist, die zu Frustration führen kann.


    Thema Hausaufgaben: Ich finde es grundsätzlich eine gute Idee Kindern "Hausaufgaben" aufzugeben. Da Eigenarbeit nachweislich (auch im schulischen Kontext) aber deutlich weniger effizient ist als Üben unter Anleitung würde ich davon absehen Trainingsinhalte auf Eigentraining zu reduzieren. Gleichzeitig sollte das Jonglieren im Training einen gewissen Rahmen nicht überschreiten. Ich binde es z.B. immer wieder in Abschnitte ein, in denen sowieso jeder Spieler einen Ball am Fuß hat (Klassiker: Dribblingquadrat). Dabei komme ich aber auf kaum mehr als 2-3 Minuten am Stück.

    Ich habe 23 Kinder in meiner U8 und habe die stärkeren zusammen und die wo noch nicht soweit sind zusammen, somit zwei Mannschaften gemeldet. Wenn ich meinem Verein sage das ich unbedingt noch einen oder am besten zwei Trainer brauche, damit das Training Effizienter wird und alle vernünftig trainieren können, wird gesagt: Da unten ist es noch nicht so wichtig, da können auch Mamas trainieren. Nichts gegen Mamas ?


    Und da sehe ich das Problem. Die Verantwortlichen versteifen sich viel zu sehr auf den Herrenbereich und ältere Jahrgänge, so das die Basis unten total vernachlässigt wird. Das sehe ich nicht nur in meinem Verein, sondern sehr oft in den umliegenden Vereinen auch. Nach meiner Meinung sehen zu viele verantwortliche nur den kurzfristigen Erfolg! Wer weiß wie lange sie ja im Amt sind

    Sprich doch mal Jungs aus den älteren Mannschaften an, ob sie nicht Lust hätten dich zu unterstützen. Besonders die "Alteingesessenen" sind oftmals dazu motiviert als (Co-)Trainer anzufangen.