Beiträge von Constantin

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    Moin,


    Pressing ist die hohe Kunst des Fußballs. Kann viel schiefgehen. Da muss der ganze Mannschaftsverbund mitarbeiten, es sind Abstände einzuhalten etc., komplexer Vorgang, ein hohes Maß an Abstimmung erforderlich.

    also mit einer relativen Anfängertruppe würde ich erst mal bei gegnerischem Ballbesitz gucken dass die Mannschaft immer wieder in eine stabile Grundformation 'gegen den Ball' kommt und nicht die Offensiven einfach da stehen bleiben wo sie gerade sind bzw. langsam zurück trotten. Dann ist schon viel gewonnen an Stabilität.

    Sehe ich komplett anders. Pressing im Fußball ist das einfachste in der Welt. Du hast immer die selben Abläufe, wenn Du ins Pressing gehst, du musst nur begrenzt auf das Verhalten der anderen Mannschaft reagieren und eigene Entscheidungen musst Du sowieso nicht treffen.


    feu92 Du musst, damit Deine Spieler mit System pressen, halt auch von Deiner Seite ein System definieren. Wollt Ihr den Gegner vorne unter Druck setzen oder stabil stehen? Meine persönliche Meinung: Ich würde auch und gerade bei Anfängern vorne voll drauf gehen. Du hast ja geschrieben, dass Ihr im 2-1-2 auf Kleinfeld spielt. Hier (bei so kleinen Feldern) finde ich es sinnvoll, wenn man gegen den Ball aus einer Mannorientierung heraus spielt. D.h. Bei Ballbesitz Gegner ordnet sich jeder Spieler einem Gegenspieler zu oder läuft den ballführenden Spieler an. Sobald ich überspielt wurde muss ich versuchen von vorne Druck auf den Ballführenden zu bekommen.

    Man kann dann nochmal einen Schritt weitergehen und sobald der Torwart den Ball am Fuß hat (und nicht in die Hand nehmen darf) diesen mit einem(!) Offensiven über den Deckungsschatten anzulaufen. Also in einem solchen Winkel, dass der Spieler gleichzeitig Druck auf den Ball machen kann und gleichzeitig der Gegenspieler in seinem Rücken nicht anspielbar ist.

    Auch wenns jetzt etwas anektotisch rüberkommt:

    Vor ein paar Jahren hab ich das mal bei einem Junioren-Hallenturnier so gemacht. Das war ein U13-Breitensport Turnier, bei dem eine Mannschaft nicht angetreten ist. Um das kurzfristig zu kompensieren haben wir entschieden eine Torwart-Mannschaft zu bilden, welche ich als Turnierleitung an diesem Tag betreut habe.

    Das was ich oben geschrieben habe, war das einzige was ich den Kindern in den fünf Minuten vorm ersten Spiel mit an die Hand gegeben habe. Am Ende sind die Kinder bei einem 10er Turnier bis ins Halbfinale gekommen.

    Ein anderer Ansatz wäre das sich die Mannschaft selber zügelt.

    Über Kollektivstrafen: Wenn gequatscht wird, alle runter 10 Liegestütze, das wird nicht lange dauern bis die Mannschaft das unter sich regelt.

    Habe ich gestern, nach Ankündigung, eingeführt. Hat schnell geklappt.

    Mit Kollektivstrafen wäre ich als Trainer eher zurückhaltend, insbesondere wenn es um ältere Kinder/Jugendliche geht. Bei Dingen, die nicht eindeutig einer Person zugeordnet werden können (z.B. Material nicht aus dem Materialraum geholt, zu wenig Intensität bei Übungen) mache ich das auch ab und zu. Die ganze Gruppe aber für offensichtlich individuelle Vergehen zu bestrafen kann Dich auf kurz oder lang als Trainer die Akzeptanz kosten.

    Heute Spiel gehabt gegen eine der vier stärksten U14 Mannschaften (außerhalb der Profi-NLZ) in Bayern. Komplett zusammengescoutete Mannschaft, Körpergröße im Schnitt locker 1,70.


    Am Ende verlierst Du 4:0 und kannst den Jungs nicht einmal nen echten Vorwurf machen. Das 1:0 z.B. ganz exemplarisch, fällt nach einem Eckball. Der gegnerische Stürmer nimmt das Ding runter und dreht sich um unseren Verteidiger als wäre da nichts. Wie soll man das denn verteidigen, wenn der einfach mal 2 Köpfe größer ist?


    Und trotzdem ist es so ein frustrierendes Gefühl gegen die zu verlieren... Ich bin einfach ein unfassbar schlechter Verlierer und insbesondere wenn das Ergebnis dann mutmaßlich ein oder zwei Tore zu hoch ausfällt ist das restliche Wochenende für mich gelaufen.


    Mann ey...manchmal macht Fußball einfach keinen Spaß.

    Den fvm Artikel habe ich auch schon gefunden, aber um ehrlich zu sein, überzeugt er mich nicht besonders. Der Verband widerspricht hier, was die Anforderungen betrifft, geltender Rechtsprechung. Fußballspieler sind, soweit meine Laienrecherche, Personen der Zeitgeschichte und somit haben sie (zumindest in meinem Fall) kein besonderes Recht am eigenen Bild. Das gilt auch für Minderjährige.


    Ich kann Euren Appell an eine kooperative Lösung gut nachvollziehen, in den meisten Fällen ist das auch problemlos möglich. Mir geht es um die Fälle in denen Einwände gegen die Aufzeichnung des Spiels, so ehrlich muss man sein, aus rein sportlichen Motiven geltend gemacht werden. In Spielen zwischen Mannschaften, die tabellarisch sehr nah beieinander sind, kommt es auch vor, dass das einfach nur gemacht wird, um der anderen Mannschaft die Arbeit zu erschweren. Und in dem konkreten Fall bin ich durchaus bereit gewisse Konflikte in Kauf zu nehmen.


    Mir geht es auch primär um das Hausrecht: Kann mich ein Verein vom Gelände verweisen, obwohl ich Trainer bin? Rein rechtlich müsste das gehen, allerdings dürfte das Verbandsrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. So wie man den Schiedsrichter ja auch nicht des Geländes verweisen kann, weil er essenzieller Teilnehmer des Spiels ist.


    Larius Weil Du BFV (Bayern?) schreibst. Weißt Du zufällig noch, wo Du das gelesen/gefunden hast, worauf Du Dich beziehst?

    Die Diskussion um Bildrechte von Spielern in Bezug auf die Veröffentlichung gab es hier schonmal, ich habe aber eine etwas weitergehende Frage.


    Ich filme alle Spiele meiner Mannschaft mit einer statischen GoPro auf einem Hochstativ um sie privat zu speichern und bspw. für Videobesprechungen zu nutzen. Was die Rechte am Bild angeht sollte das also ziemlich unkritisch sein, immerhin liegt weder eine Veröffentlichung vor, noch wird ein Spieler besonders hervorgehoben (da es ja keinen Kameramann gibt wäre das auch gar nicht möglich).


    Wie sieht die Situation aus, wenn ich auswärts bei einem Spiel bin, der gastgebende Verein mit den Aufzeichnungen aber nicht einverstanden ist. Die Videos spielen eine wichtige Rolle bei meiner Spiel-Nachbereitung, deswegen wäre ich bereit gewisse Konflikte einzugehen um die Möglichkeit durchzusetzen. Als einzige Möglichkeit die der Heimverein hat, fällt mir hier das Hausrecht ein: Man könnte sagen, dass der Trainer wegen des unerlaubten Filmens vom Platz gestellt wird. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass der Heimverein derart gegenüber dem Trainer vom Hausrecht Gebrauch machen kann. Neben der Problematik der Aufsichtspflicht würde das ja bedeuten, dass ich nach Gutdünken den gegnerischen Trainer wegschicken kann, ohne dass er gegen öffentliches Recht verstößt. Ich kann ja auch nicht den Schiedsrichter wegschicken, wenn mir eine Entscheidung nicht gefällt.


    Kennt sich zufällig jemand mit dieser Thematik aus und kann fundiert dazu Auskunft geben. Oben genannte Situation ist nämlich einem Trainerkollegen vor einiger Zeit passiert, der dann seine Kamera abgebaut hat. Ich wäre in der entsprechenden Situation gerne nmit Argumenten ausgestattet.

    Dauerhaft sicher nur über die intrinsische Motivation der Spieler. Von außerhalb kannst Du zwar gewisse Regeln etablieren, aber was die Einstellung zum Sport selber betrifft muss das von Innen kommen.


    Wenn Du genug Zeit hast, führe doch Einzelgespräche mit den Jungs und versuche mal zu erfahren, welche vorrangige Motivation sie beim Fußball spielen haben. Geht es Ihnen nur um den Spaß mit Freunden oder haben Sie ernsthaftere sportliche Ziele. Mit letzteren kannst Du vernünftig reden, 2007er sind in einem Alter in dem Sie durchaus schon mit vernünftigen Argumenten erreichbar sind. So kannst Du als Trainer auch deutlich machen, dass Du Dich für die Spieler auch als Mensch interessierst.


    Und bei den Anderen solltest Du versuchen herauszubekommen wie Du sie in die Bahnen lenken kannst, die Du haben möchtest. Höre Dir vielleicht mal an, wie sie sich ein Training vorstellen. Die nicht ganz unvernünftig Ideen kannst Du ja (in angemessenem Umfang) in Deine Trainingsplanung integrieren. Denn letzten Endes kommt ein intensives Trainkng (besonders im Breitensport) dann auf, wenn die Aufgaben motivierend sind.


    Ich weiß nicht wie Du als Trainer drauf bist, aber bei solchen Jungs ist es auch wichtig, dass Du auch zu einem gewissen Grad auf Augenhöhe kommunizierst und den Kindern Deine Wertschätzung zeigst. Denn das wirkt bei C-Jugendlichen, bei allen Schwierigkeiten, schon ziemlich gut


    Zu Deinen Beispielen:

    Ich kann mir die Situation bei Dir schon ganz gut vorstellen, insbesondere was die mangelnde Konzentration in den Übungen betrifft. Aber da sind auch Sachen dabei, die selbst bei meinen (leistungsorientierten) 2007ern vorkommen. So verplant zu sein, dass man das mit den Mini-Toren nicht hinbekommt ist schon ziemlich C-Jugend-like.
    Versuch Dich da vielleicht nicht so sehr auf Kleinigkeiten zu fixieren. Eine gewisse Toleranz gegenüber bestimmten Dingen ist wichtig, damit Du nicht die Akzeptanz verlierst. Denn sonst wirst Du irgendwann Spieler haben, die das einfach nur machen um Deine Grenzen auszutesten.


    Zu der Wartezeit am Platz:


    Trefft Ihr Euch direkt am Platz oder vorher in der Kabine? Meine Erfahrung ist die, dass man einige soziale Aspekte auf das Umziehen vor, bzw. Duschen nach dem Training verlagern kann. Das ist sicher kein Allheilmittel, aber insgesamt habe ich damit positive Erfahrungen gemacht. Denn letzten Endes ist es ja kein Wunder, dass die Jungs sich was zu erzählen haben, wenn sie sich nur beim Fußball sehen.


    Ich handhaben es so: Wenn ich bei der Erklärung einer Übung nicht die komplette Aufmerksamkeit habe, dann halte ich einfach meinen Mund und warte. Die Spieler haben ja auch Bock zu kicken. In den meisten Fällen klappt das dann auch.

    Forming-Storming-Norming-Performing haben sicher die meisten schonmal gehört. Du bist momentan in der "Storming" Phase. Alte Hierarchien werden aufgelöst und es kommt zu Konflikten. Meiner Meinung nach solltest Du primär moderieren, d.h. Regeln kommunizieren, wie Du Dir das Verhalten in Bezug auf Beschimpfung vorstellst und Verstöße auch entsprechend sanktionieren. Sonst solltest Du die Konflikte in einem gewissen Rahmen aber zulassen und der Mannschaft die Chance geben neue Hierarchien zu etablieren.

    Spielverlagerung in der F und E Jugend ist teil des DFB Ausbildunskonzept für die Altersklasse? Ist mir neu. Was die Kommandos angeht, ist damit allerdings nicht gemeint das man die Kinder "Fernsteuert".

    Aber kann ja jder machen wie er das möchte. finde ich trotzdem nicht gut, da die Kinder selbst Lösungen finden müssen.

    Hast Du mal Funino gespielt? Was denkst Du denn, warum jede Mannschaft auf zwei Tore spielt?


    Das erkennen von Raum ist eine der kognitiven Basisfähigkeiten um erfolgreich Fußball spielen zu können, dementsprechend ist es natürlich logisch, dass es abseits von mannschaftstaktischen Zusammenhängen schon ein Schwerpunkt sein sollte. Der DFB sieht in der F-Jugend "Einfache taktische Tipps mit dem Ziel der Torerzielung und -verhinderung" vor. Da ist zugegebenermaßen das explizite verlagern des Spiels noch nicht sinnvoll. Einem (weit entwickelten) Spieler zu vermitteln, dass sich ballfern mehr Platz befinden könnte als ballnah finde ich als ersten Schritt aber sehrwohl angemessen. Bei der E-Jugend geht es um "Taktische Regeln für eine Raumorientierung und -aufteilung." Da sind dann schon sehr eindeutig auch die Grundprinzipien der Spielverlagerung mit dabei. Ein Schwerpunkt wie die Spielverlagerung besteht in all seiner Komplexität sowieso aus etlichen mannschaftstaktischen (z.B.:"Welche Struktur schaffe ich auf dem Platz um eine Anbindung der ballfernen Seite sicherzustellen?"), gruppentaktischen ("Wie löse ich ballnah enge SItuationen auf?") und individualtaktischen Schwerpunkten ("Wie orientiere ICH mich um auch ballferne Spieler finden zu können").


    Zu sagen, dass ein solcher Grundatz des Spiels nicht kindgerecht wäre halte ich für sehr fragwürdig.

    Habe jetzt den Passus den Du ansprichst im Regelheft nicht finden können. Weißt Du zufällig eine Seite oder ein Kapitel?


    Zum Sperren ohne Ball steht:


    "Jeder Spieler darf seine Position auf dem Feld selbst bestimmen. Er darf dem

    Gegner zwar im Weg stehen, sich ihm jedoch nicht in den Weg stellen."


    Ein passives vor den Torwart stellen fällt meiner Meinung nach aber klar in erste Kategorie. Der Ball ist nicht gespielt, einen Laufweg den man blockieren könnte gibt es somit im Grunde auch noch nicht. Natürlich darf man es nicht übertreiben, sobald der Keeper losläuft, darf ich nicht einfach den Körper reinstellen. Ein einfaches stellen an die Stelle an der der Torwart gerne wäre, bzw. auf die Route die er nehmen müsste um einen Ball abzufangen ist meinem Regelverständnis nach erlaubt.

    Natürlich nicht!


    Der Torwart ist genauso zu behandeln wie ein Feldspieler, die Regel "Der 5er gehört dem Torwart" existiert nicht. So lange der Angreifer im Rahmen dessen bleibt, was er auch mit einem beliebigen Verteidiger machen darf, ist das Regelkonform.

    Larius : der Unterschied ist die Anzahl der Spiele am Wochenende und oftmals auch die Distanz.

    Ich fahre zu meinen Testspielen weiter als zu meinen Pflichtspielen. Und von der Anzahl hab ich auch mittlerweile mehr Testspiele gemacht als Pflichtspiele für die Hinrunde geplant sind.

    Ich verstehe ehrlich gesagt gar nicht, wozu es eine Mannschaftskasse überhaupt braucht. Das macht doch alles einfach nur komplizierter.


    Wenn ich einen Ausflug plane oder bestimmtes Trainingsmaterial anschaffen will, welches der Verein nicht bezahlt (insbesondere Sachen, die die Kinder behalten können wie z.B. Blackroll) und bitte die Eltern einen Teil zu zahlen. Wer nicht zahlen möchte bekommt nichts/nimmt nicht teil, was aber bis jetzt noch nie vorgekommen ist.


    Zugegeben mag es bei einem Strafenkatalog (welchen ich nicht führe) sinnvoll sein. Turnier- oder Verkaufserlös sind aber bei allen Vereinen bei denen ich bis jetzt war direkt an den Verein gegangen.

    Aus Hanau. Bei uns werden für die nächsten vier Wochen alle Wettbewerbe ausgesetzt. Lediglich kontaktfreies Training mit 10 Kindern ist erlaubt.


    Noch dümmer:

    Wir gehören ortsmäßig zu Hanau, spielen aber im Kreis Offenbach da die Mannschaften dort regional gesehen näher sind.

    Im Kreis Offenbach ist aber Wettkampf erlaubt. Bedeutet: Wir sind die einzige Mannschaft im Kreis Offenbach die nicht an Wettbewerben teilnehmen darf...

    Oh Mann, is ja richtig madig.

    Ja super. Unsere Stadt hat gestern wieder entschieden alles dicht zu machen.

    Kein Wettkampfsport mehr die nächsten 4 Wochen und das paar Tage vor dem Saisonstart.


    Könnte kotzen.

    Aus welcher Stadt bist Du denn? Rosenheim hat ja gestern neue Beschränkungen erlassen, aber da ging für mich nicht hervor, dass Kontaktsport verboten worden wäre...

    Liegt auch in der Verantwortung von jedem einzelnen Trainer. Der DFB warnt vor den medizinischen Gefahren für Spieler und Zuschauer bei extremer Hitze gewarnt (Kreislaufkollaps, Hitzeschlag, Sonnenstich). Bei mehr als 35 Grad wird eine Spiel oder Trainingsverlegung empfohlen.

    Wir erwarten bis Ende nächster Woche in Deutschland Temperaturen von über 38 Grad im Schatten . Auf dem Kunstrasen dürfte es noch heisser sein wegen der Erhitzung auf weit über 40 Grad liegen und Schattenplätze sind rar. Zum Wohle der Gesundheit der Jungkicker verzichte ich lieber auf 2-3 Einheiten in der Saisonvorbereitung. Die Kinder oder Jugendliche können noch genug und intensiv trainieren im Herbst.

    Ich versteh schon was Du meinst. Bei uns hatte es heute knapp über 30Grad und wir hatten auch einen Jungen, der (wegen Übelkeit) zwischenzeitlich Pause machen musste, weil er nicht genug getrunken hatte. Aber das ist mMn noch nicht gesundheitsgefährdend, sondern halt einfach mal unangenehm für den Spieler. Gesunder Menschenverstand vorrausgesetzt kann ich schon Regeln etablieren, die sicherstellen, dass es nicht bspw. zu einem Sonnenstich kommt. Dann lass ich die U9 bspw. im Training Cappies tragen und bei der Großfeldmannschaft baue ich bewusst mehr Pausenzeiten (->Schatten?) ein.


    Dass man bei 38 Grad vielleicht nicht gerade mittags spielen sollte ist ja klar. Aber das hindert mich ja nicht daran, dass Spiel bspw. auf 9:30 oder 19:00 zu verlegen, wo die Temperaturen etwas humaner sind. Wo ein Wille ist, ist oftmals auch ein Weg um das möglich zu machen. Das selbe gilt auch für Trainingseinheiten. Man muss halt entsprechende Rahmenbedingungen schaffen und zeitlich evtl. mal etwas flexibler sein, aber ein Spiel unilateral einfach kurzfristig abzusagen, davon halte ich weiterhin gar nichts. Wenn ich zu einem Spiel zusage, dann verlässt sich die andere Mannschaft ja auf mich.

    Für uns hat der Gegner heute leider abgesagt, wir hätten gerne gespielt (in vier Vierteln und mit 11+4 Ersatzspielern).


    Aber man kann niemanden zwingen. Zum Glück haben wir uns sofort auf einen Nachholtermin abends in der Woche einigen können.

    Ich finde sowas trotzdem wirklich nicht in Ordnung. Wenn ich zu einem Spiel zusage, dann sollte ich schon versuche anzutreten oder zumindest eine Uhrzeit vorschlagen zu der es angenehmer ist zu spielen.


    Ich versuche gegen solche Mannschaften, auf die man sich nicht verlassen kann, in Zukunft nicht mehr zu spielen.

    Bei der Sommerhitze +35 grad es doch wirklich Teams die Freundschaftsspiel durchziehen. Was für ein Nutzen hat das für die Jungs?

    Technik, Taktik, Spielverständnis, Kondition (mit allen Teilaspekten). Genauso wie jedes andere Spiel halt auch. Man muss auf bestimmte Rahmenbedingungen achten, aber ich denke nicht, dass alleine hohe Temperaturen ein gravierender Grund wären, nicht zu spielen.

    Also drei Trainingseinheiten und ein Spiel nach sechs Monaten Corona-Pause (bzw. eingeschränktes Training) sind tatsächlich extrem sparsam. Ich würde mir erstmal überlegen, ob es nicht doch irgendwie möglich ist früher ins Training einzusteigen. Wenn das nicht möglich ist, würde ich erstmal zwei zusätzliche Trainingseinheiten, am Freitag vor dem Punktspiel und eventuell am Freitag vor dem Testspiel ansetzen. Das sollte von der Belastungssteuerung her keine großen Probleme machen.


    Du solltest Deine Jungs anhalten, sich während der Ferien bewusst auf den Saisonstart vorbereiten (wenn Ihr entsprechend ambitioniert seid). Da können dann gewisse athletische Komponenten schonmal angegangen werden.


    Ich finde deine Zielsetzung ehrlicherweise etwas komisch. Mit 3 Trainings vor den Punktspielen eine vordere Platzierung anstreben? Finde ich sehr mutig. Würde am ersten Trainingstermin ein Testspiel machen um eine Basis zu ermitteln auf der ich dann aufbauen kann.

    Davon würde ich Dir abraten. Nach 6 Monaten ohne Zweikampf und 5(?) Wochen ohne Training direkt in den Wettkampf zu gehen ist mMn keine gute Idee. Neben der schlechten Steuerbarkeit, schießt Du Dir ja außerdem noch eine zusätzliche Einheit in den Wind.


    Wichtig sind denke ich im Training besonders kleine Spielformen (2gg2/3gg3) damit die Jungs viele Ballkontakte und Zweikämpfe sammeln und Ihr so einigermaßen wettkampffähig werdet. Ich würde Dir abraten auf "Lauftraining" wie man es gerne in der Vorbereitung sieht zu setzen. Neben dem zweifelhaften Nutzen ist die Zeit hier in deinem Fall zu schade.

    Off Topic: Dass eine Mannschaft in der höchsten U13-Spielklasse nur zweimal wöchentlich trainiert finde ich etwas ungewöhnlich. Wie sieht es denn bei Euren Konkurrenten aus? Trainieren die auch nur zweimal?

    Finde es immer erstaunlich, wenn Ausrechenbarkeit als negativ angesehen wird. Wird es nicht als Merkmal einer guten Mannschaft angesehen, wenn sie einen klaren Spielstil hat. Es wusste bspw. jeder, was Barca unter Guardiola spielt. Trotzdem kaum zu stoppen. Man weiß auch immer, was Rangnickteams für einen Fußball spielen werden. Und was hat es Weltklasseverteidigern genützt, zu wissen, dass Arjen Robben nach innen zieht?

    Gelten nicht Mannschaften umgekehrt oft als schlecht, die keine Spielphilosophie haben?


    Ausrechenbarkeit ist ein völlig unpassendes Wort, um die Qualität einer Mannschaft zu beschreiben. Es geht nicht darum, ob ich ausrechenbar bin, sondern ob und wie ich meine Idee (situativ) umsetze. Selbst wenn mein Gegner weiß, dass ich nicht flanke, heißt das doch nicht, dass er es leicht gegen mich hat. Die Möglichkeiten, ohne Flanken zum Torerfolg zu kommen, sind recht zahlreich. Genügend Potenziale, den Gegner vor viele Probleme zu stellen.

    Aber zu Peps klarer Spielidee gehörte es ja nicht, dass man gänzlich auf Flanken verzichtete. Bei Barcelona war es einfach nicht besonders sinnvoll oft auf eine Flanke zurückzugreifen, wenn meine offensiven Spieler im Schnitt 1,75 groß sind.

    Was viele anscheinend verdrängen ist, dass Guardiola bei Bayern und jetzt auch bei City deutlich öfter auf das Mittel der Hereingabe zurückgreifen lässt. Wer das nicht glaubt, kann sich gerne mal die erste Halbzeit vom CL-Halbfinal-Rückspiel gegen Atletico Madrid anschauen (bestes Spiel in der Ära Guardiola?). Da flog eine Halbfeldflanke nach der anderen in den Strafraum.


    Je nach Gegner, Spielsituation und eigenen Mitspielern kann eine Flanke nunmal ein sinnvolles Mittel sein um ein Tor zu schießen (oder zumindest einen Konter zu verhindern).


    Ich sehe das bzgl. der Ausrechenbarkeit übrigens anders. Wenn Arjen Robben immer nur ins Zentrum gezogen wäre, dann wäre auch das leichter zu verteidigen gewesen. Klar hat Robben Tempovorteile, aber ohne einen gewissen Philipp Lahm, der fast durchgängig auf rechts hinterlaufen hätte, wäre dieser Move nicht so effektiv gewesen.


    Auf eine komplette Mannschaft bezogen macht es vielleicht mehr Sinn über Flexibilität als über Ausrechenbarkeit zu sprechen. Ich erinnere mich an Arsenal gegen Liverpool dieses Jahr in der Hinrunde. Emery hatte damals seine Mannschaft in einem (wenig intensiven) 4-4-2 Raute verteidigen lassen. Es mag gegen die meisten Mannschaften sinnvoll sein, den Fokus vermehrt auf das Zentrum zu legen, gegen Liverpool hat es aber dazu geführt, dass Arsenal kaum Wege fand sich gegen Arnolds oder Robertsons (Halbfeld-)Flanken zu wehren. Hier wäre eine gewisse Flexibilität in der Spielweise hilfreich gewesen um sich den speziellen Stärken des Gegners anzupassen. So war Arsenal am Ende absolut chancenlos.

    Aktualisierung Bayern: siehe bfv.de

    Trainingsspiele in Bayern erlaubt - inwiefern man allerdings Jugendspiele oder Kinderfußball ohne Zuschauer durchführen kann, bleibt abzuwarten.


    "Daran anknüpfend gehören auch dem Training dienende Spiele grundsätzlich zu den erlaubten Lockerungsmaßnahmen bei Mannschaftssportarten mit Kontakt. Sofern solche Trainingsspiele vereinsübergreifend angesetzt werden, sind diese aufgrund der aktuellen pandemischen Lage auf Partien zwischen Vereinen aus Bayern begrenzt, eine namentliche Erfassung aller am Spielbetrieb Beteiligten ist zu gewährleisten und die Spiele sind ohne Zuschauer abzuhalten."

    Laut Aussage des BLSV sind Eltern am Spielfeldrand erlaubt, solange sie Abstands- und Hygieneregeln einhalten. Es handelt sich hierbei wohl nicht im klassischen Sinne um Zuschauer, sondern um Begleitpersonen, deren Anwesenheit vertretbar ist.