Beiträge von Libra

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    Man könnte schon viel Druck aus den Vereinen nehmen, wenn man klare Regeln für den Wettbewerb im Kinderfussball/Jugendfussball vorgibt.


    Muss es in der U8 schon einen Kreispokal und eine Kreismeisterschaft geben?

    In unserem Landkreis ist das so!


    Man kann den Eltern und Kindern 100 Mal sagen, dass der Spaß im Vordergrund steht und man ja nicht jedes Spiel gewinnen muss. Das bringt aber alles nichts, wenn dann am Ende ein Mannschaftsfoto von 7 Jährigen in der Zeitung erscheint, die jetzt neuer Kreismeister geworden sind.

    Wie entspannt könnten solche Spieltage sein, an denen es um nichts aber auch gar nichts geht, außer um Spaß.

    Um nochmal das Thema "Ergänzungsspieler" und "Stammspieler" aufzugreifen.

    Selbstverständlich sollte es sowas nicht im Kinder - und Jugendfussball geben. Wenn es bei einem bevorstehenden Wechsel aber vom Trainer nochmal explizit angesprochen wird, dann wird das seine Gründe haben. In diesem Fall kann ich mir den Grund dafür sehr gut denken, denn ich kenne den Trainer seit der F-Jugend.

    Schon in der U8 ging es diesem Trainer nur um den Sieg. Die Lautstärke von der Seitenlinie war hoch und es blieben auch mal 1-2 Spieler die komplette Spielzeit auf der Bank.

    Natürlich wusste ich was ich bekomme. Aber warum soll ich nicht versuchen den Jungen zu integrieren? Ich habe versucht ehrlich zu dem Vater zu sein und ihn davon zu überzeugen, dass sein Sohn zwar kein Überflieger ist, aber ein guter Junge, der sich bei uns gut einfügt.

    Es hat mich so gefreut, dass er anscheinend seinen Platz bei uns gefunden hatte und dieses Hin und Her nun ein Ende hat.

    Nachdem der Vater mir immer wieder erzählte, wie wohl sein Sohn sich bei uns fühlt und wieviel Spaß er wieder am Fussball hätte, hatte ich die Hoffnung das er es verstanden hat. Doch nun wirft der Vater wieder alles über den Haufen, nimmt seinen Sohn aus einer ordentlichen Mannschaft raus und steckt ihn in eine Mannschaft mit Spielern, die 2 - 3 Klassen stärker sind. Dieser Verein nimmt ihn als Ergänzungsspieler auf, lässt den Vater sogar die lächerliche Ausbildungsentschädigung selbst zahlen, weil man genau weiß, wie sehr er seinen Jungen in diesem Team sehen würde. Das ist alles so unfassbar traurig und der Junge tut mir leid.

    keine Einsatz-oder Startelf Garantie

    Just my two Cents: Die wird er niemals in einem ambitionierten Verein bekommen. Selbst wenn er (aus Sicht des Trainers) der mit Abstand beste Spieler wäre. Wenn ein Trainer das zu mir sagen würde, dann fände ich ihn sofort unglaubwürdig, weil das das Leistungsprinzip ausser Kraft setzen würde.

    Da hast du recht.

    Wenn der Trainer es allerdings explizit nach dem Probetraining erwähnt, dann weiß ich bei diesem Vater aber schon wieso.

    Das ist hier ja zu einer interessanten Diskussion über Vereinstreue geworden. Ich möchte dazu mal sagen, dass es in meiner Jugend überhaupt nicht zur Debatte stand zu einem anderen Verein zu wechseln. Man hat mit seinen Freunden zusammen gespielt und das wars. Sicher waren da auch mal Spieler zwischen, die in der Kreisauswahl gespielt haben und besser waren als alle anderen im Team, aber niemand ist damals so schnell gewechselt. Ich finde diese Entwicklung furchtbar!


    Der Spieler um den es hier in meinem Thread geht ist 11 Jahre alt und wechselt nun zum vierten!!! Verein. Ich wusste von Anfang an, dass es dem Vater nur darum geht seinen Sohn in eine Mannschaft zu bringen, die Erfolg hat. Er sieht seinen Sohn zu höherem berufen und schleppt ihn so von Verein zu Verein. Er stellt es selbstverständlich so dar, dass dies alles von seinem Sohn ausgeht und er ihm diesen Wunsch (Vereinswechsel) nur erfüllen würde.

    Nun ist es ab nächste Saison der Verein geworden, der fast alle Spieler unseres Stützpunkts in einen Verein zusammengezogen hat. Er bekommt dort keine Einsatz-oder Startelf Garantie. Bei uns wäre er Stammspieler. Also lieber beim ambitionierten Verein auf die Bank, als beim alten Verein Stamm.

    Ich hätte mir im Sinne des Spielers einfach gewünscht, dass er nun einfach mal in der Mannschaft weiter spielt, in der er sehr gut aufgenommen und angekommen war.


    Kleine Nebenstory zum Thema: Der Vater soll nun die Ausbildungsentschädigung, welche unser Verein zu bekommen hat, aus eigener Tasche zahlen! So sehr möchte man also diesen neuen Spieler bei sich haben...

    Die Entscheidung ist nun gefallen.

    Der Vater sagt, sein Sohn wolle sich gerne weiterentwickeln und es beim anderen Verein probieren.

    Ich frage mich nur, wie das mit der Wechselfrist läuft. Bis zum 30.06. hätte er seinen Jungen abmelden müssen...

    Constantin


    Grundsätzlich gebe ich Dir recht. Und ich möchte auch nicht alles auf meine spezielle Situation runterbrechen.

    Wenn ein Vater zu mir kommt und sagt, er würde es mit seinem Sohn gerne mal bei einem ambitionierteren Verein probieren, hat er bei mir keine Nachteile zu befürchten. Höchstens, wie in dieser beschriebenen Situation, weniger Spielzeit, weil kein Training.

    In diesem Fall fühlt es sich aber an, als würde man mich hintergehen (im Unklaren lassen) wollen, um mich am Ende vor vollendete Tatsachen zu stellen. Ich finde das nicht fair. Ich investiere viel Zeit und Freizeit in diese Mannschaft und am Ende auch in die Kinder anderer Eltern. Mit offenen Karten zu spielen ist alles was ich verlange, damit ich planen kann.


    Das Verhalten eines Trainers hängt ganz sicher auch mit Erfahrungen aus der Vergangenheit zusammen. Aus meinen Erfahrungen sage ich heute, dass ich keinen einzelnen Spieler mehr über das große Ganze stelle.

    Ich versuche als Trainer immer im Sinne der Mannschaft zu handeln. Wenn ich nun 20 Spieler habe und einer dabei ist, der mal eben eineinhalb Wochen aus dem Training aussteigt, um sich woanders anzubieten, muss ich ihn am Wochenende auch nicht aufstellen.

    Ein Kind auszugrenzen kommt überhaupt nicht in Frage. Ein Spieler in diesem Alter traue ich auch nicht zu diese ganze Situation richtig einzuschätzen. Der Vater sollte sich allerdings bewusst sein, dass wenn er seinen Sohn zu höherem berufen sieht und entsprechend auf einen Absprung vorbereitet, der Trainer dann auf andere Spieler setzt. Das sind doch auch irgendwie die Gesetze einer Mannschaft oder sehe ich das falsch?

    Das der Spieler nach dem Spiel traurig ist, weil er nur 10 von 60 Minuten gespielt hat, kann doch nicht die Schuld vom Trainer sein. Den Schuh wollte mir der Vater anziehen, nach dem Motto: "Wie soll ich das meinem Sohn jetzt erklären?"

    Na am besten so, dass sein Papa ihn in einer anderen Mannschaft unterbringen möchte, ohne es vorher dem aktuellen Trainer anzukündigen.

    Frage dich selbst: Ist der Junge Leistungsträger bei dir und du würdest diese sportliche Qualität ungern verlieren?

    Ist das dein Hauptgedanke, wenn du ehrlich zu dir bist?

    Der Spieler ist, was die Leistung angeht, im Mittelfeld anzusiedeln. Er gehört nicht zu den besten, aber auch nicht zu den schlechtesten. Was das Gesamtgefüge angeht, würde ich ihn selbstverständlich gerne weiter in der Mannschaft haben. Das habe ich auch dem Vater so gesagt. Der Vater stellt es allerdings immer so dar, als würde all das vom Spieler ausgehen. Ich bin mir aber sehr sicher, dass er der Initiator für dieses ganze hin und her ist.

    Dieser Spieler kam von einem kleinen Dorfverein und wechselte schon einmal zu einem anderen ambitionierten Verein. Dort hat er nicht die Leistung gebracht, die man wohl erwartet hatte. Der Vater machte es am Trainer fest, der seinen Sohn angeblich nicht leiden konnte... Also ging es zu uns. Hier hat er sich wunderbar integriert und ist zu einem festen Bestandteil der Mannschaft geworden. Jetzt, wo es so gut für seinen Jungen läuft, bekommt der Vater es wieder in den Kopf und will seinen Sohn in eine Mannschaft bringen, die ausschließlich aus Kreisauswahl und DFB Stützpunkt Spielern besteht. Ich weiß, dass dieser Junge das zur Zeit nicht leisten kann in so einer Mannschaft zu bestehen. Ich schätze den Vater so ein, dass er seinen Sohn lieber dort auf die Bank setzt, als ihn weiter bei uns als quasi Stammspieler zu belassen. Das macht mich wütend und traurig zugleich.

    Es geht hier um den älteren D-Jugend Jahrgang.


    Es gibt in diesem Fall auch eine lange Vorgeschichte, die mich natürlich auch etwas beeinflusst.

    Der Vater ist sehr darauf bedacht seinen Sohn regelmäßig in den Himmel zu loben. Er fährt nach hier und da, zu irgendwelchen Talentcamps durch die halbe Republik. Er schreibt Zeitungen an, Artikel über seinen Sohn zu verfassen, der es im letzten Sichtungscamp von Bundesligist XY "fast in die Talentauswahl geschafft hätte". Regelmäßig muss ich Diskussionen darüber führen, dass sein Sohn bei uns unterfordert wäre usw. Davon bin ich sehr genervt. Der Junge ist ein ordentlicher Fussballer, mehr nicht. Er hat es weder in die Kreisauswahl noch in den Stützpunkt geschafft. Das er nicht gesichtet wurde, liegt nach der Auffassung des Vaters daran, dass wir ihn beim Sichtungsturnier auf der falschen Position haben spielen lassen

    Irgendwann reicht es einem dann auch. Deswegen tendiere ich dazu ihn nicht mehr aufzustellen, bis da eine Entscheidung getroffen wurde, ob er nun bleibt oder nicht.

    Ein Ausschluß vom Training steht für mich nicht zur Debatte. Es geht mir bei einem Kader von annähernd 20 Kindern nur darum, am Wochenende die Spieler einzusetzen, die auch unter der Woche beim Training waren und auf die ich zählen kann. Auf einen Spieler, der eineinhalb Wochen Probetraining (3 Trainingseinheiten) bei einem anderen Verein absolviert, um dort aufgenommen zu werden, kann ich mich wohl kaum noch verlassen.

    Hallo in die Runde,

    ich habe einen wechselwilligen Spieler im Team.

    Ich möchte nicht zu weit ausholen. Die Situation ist die, dass ich mich durch die Zusammenführung einer 1. und 2. Mannschaft quasi schon in der Vorbereitung zur neuen Saison befinde. Ich muss aus beiden Teams eine eingespielte Einheit zur neuen Saison machen. Die Leistungsschere geht weit auseinander, trotzdem sollen alle auf ihre Spielzeit kommen. Nun gibt es einen Spieler, der von seinem Vater zu einem ambitionierten Verein zum Probetraining geschleppt wurde, weil er ihn auf einem Niveau, welches er leider nicht hat. Der Vater hat das nicht mit mir besprochen, was ich allerdings erwartet hätte. Unser Training wurde unter einem Vorwand abgesagt, um beim besagten Verein das Probetraining zu absolvieren. Ich habe daraufhin im letzten Testspiel auf die Spieler gesetzt, die nächste Saison noch sicher bei mir sind. Der wechselwillige Spieler bekam 10 Minuten Spielzeit. Nach dem Spiel folgte eine Diskussion mir dem Vater, dem ich meine Sichtweise und meine Enttäuschung über sein Verhalten mitteilte. Es sollen nun nächste Woche zwei weitere Probe-Trainingseinheiten beim "neuen" Verein erfolgen, welche genau auf unsere Trainingstage fallen. Ich plane nun den Spieler für das Spiel am kommenden Wochenende überhaupt nicht mehr zu berücksichtigen.

    Hält hier jemand diese Vorgehensweise für unangebracht?

    MfG!

    Wir hatten diese Woche unser letztes Training. Ich habe alle Kinder gebeten, Runtastic zu installieren. Erstaunlicherweise hat das sehr gut funktioniert und es sind bis jetzt schon fast alle angemeldet. Nun können wir uns die nächsten Wochen gegenseitig motivieren und pushen. Bei meinem Sohn hat es direkt funktioniert, als er sah, wie viel Kilometer der ein oder andere schon gelaufen ist. In unserer privaten Gruppe wird von der App selber direkt für jeden Monat eine Rangliste gemacht. Ich bin hoffnungsvoll.

    Es ist richtig, daß der Torwart im 5m Raum keine besonderen Rechte mehr besitzt. Aber im DFB Regelheft steht:


    "Ein Verstoß gegen die Spielregel liegt ebenfalls vor, wenn sich ein Spieler

    beim Eckstoß vor den Torhüter stellt, um diesen dadurch zu behindern, be-

    vor der Eckstoß ausgeführt und der Ball im Spiel ist."


    Und deswegen muss der Schiedsrichter dies auch unterbinden. Es ist ja meist nicht nur so, dass der Feldspieler dem Torwart die Sicht nehmen will, sondern sie sperren ihn auch noch ohne das der Ball überhaupt schon im Spiel wäre.

    Wir haben zur Zeit noch das Glück zwei Mannschaften stellen zu können. Unsere zweite Mannschaft spielt zwei Ligen unter der ersten Mannschaft. So spielen sie gegen Spieler ihrer Stärke.


    Bisher habe ich es in der ersten Mannschaft so gehandhabt, dass jeder zumindest annähernd gleich viel Spielzeit bekommen hat.

    Nun habe ich in der ersten Mannschaft einige gute Spieler, die auch im Training immer alles geben. Die leben für den Fussball und wollen immer gewinnen. Auf der anderen Seite habe ich einige Spieler, die es eben nicht ganz so ernst nehmen. Die Trainingsleistungen sind teilweise unterdurchschnittlich.

    Da stellt man sich irgendwann die Frage, ob es eigentlich fair gegenüber den Spielern ist, die sich im jeden Training den Hintern aufreissen. Aus welchem Grund soll ich den nicht so motivierten Spielern die gleiche Spielzeit geben?

    Ich werde es in der kommenden Saison wohl so handhaben, dass ich nach Trainingsbeteiligung und Leistung aufstelle. Wenn jemand Argumente dagegen hat, immer raus damit.


    Gruß!

    Vielleicht kann ich es mir deshalb nicht vorstellen, weil wir eine relativ starke Mannschaft haben. Da ist niemand über-oder unterfordert.

    Es gibt natürlich mal diesen einen Ausnahme-Kicker, der in seinem Verein alle gleichaltrigen überragt.

    Von daher kann ich mir schon vorstellen was du meinst.

    Mit meiner am Anfang beschriebenen Situation hat das nur nichts zu tun.

    Wir hatten eine relativ ausgeglichene Kreisliga mit Spielen auf Augenhöhe. Dies wird nun kaputt gemacht, weil man meint die Kräfte in einem Verein zu bündeln.

    Don Quijote

    Wenn ich den Satz "Mein Sohn verliert die Lust" höre, werde ich hellhörig. Ich habe diesen Satz schon öfter gehört. Meistens dann, wenn der Spieler aus Sicht der Eltern nicht genug Spielzeit bekommen hat, in der zweiten Mannschaft - oder auf der "falschen" Position eingesetzt wurde.

    Ich will damit nicht sagen, dass dies bei dir auch der Fall ist! Das sind nur meine persönlichen Erfahrungen. Zu oft stehen Väter vor einem und erzählen einem Dies und Das, warum der Junge unzufrieden wäre. Meistens handelt es sich um die Unzufriedenheit der Eltern selber.


    Wenn ein 11 Jähriger in einer Mannschaft mit seinen Freunden und Schulkameraden spielt, ist es für mich schwer vorstellbar, dass er wegen einer besseren sportlichen Perspektive zum anderen Verein wechselt.

    Ein Jugendlicher, der sportlich weiter kommen will, der wird sich irgendwann überlegen, wo er sportlich am besten gefördert wird. Das ist für ambitionierte Spieler doch nicht in allen Fällen der Heimatverein, bei dem sie durch Zufall mal gelandet sind und der die Spieler jetzt quasi als Eigentum reklamiert ("mein Spieler").

    Wir reden hier über 11 Jährige Kinder. Ich habe noch keinen 11 Jährigen gesehen, der von sich aus gesagt hat, er wolle wegen einer besseren sportlichen Perspektive den Verein wechseln. Bei allem was ich bis jetzt erlebt habe, ging die Initiative IMMER von den Eltern aus.


    Ich hatte auch schon einen guten Jungen in der Mannschaft, wo ich von Anfang an wusste, dass wir nur eine Durchgangsstation sind. Der Junge sollte dann, wenn es nach den Eltern geht, am besten immer durchspielen und einem anderen Jungen den Platz weg nehmen, von dem ich weiß, dass dieser bei mir bleiben wird.

    Manche Eltern haben für mein Empfinden, entschuldigt bitte, nicht mehr alle Latten am Zaun. Dieser Egoismus, diese Gier nach Erfolg und dieses ehrenamtliche Trainer für seine Zwecke gebrauchen, geht mir langsam auf die Nerven.