Beiträge von Strznievski

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    „Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft.“


    (Jean-Paul Sartre)




    Es ist ja auch ein sehr komplexer Ablauf, der sicher nicht von heute auf morgen funktionieren wird. Mir fällt noch ein, dass du gegen ein bewusst schwächeres/jüngeres Team Freundschaftsspiele absolvieren könntest, um diese Abläufe unter geringerem Druck nochmal auszuprobieren.

    Ich glaube auch, dass ein kurz zusammengeschnittenes Video, welches sich auf die Schwerpunkte der letzten Woche bezieht etwas bei den Kindern bewirken kann. Grundsätzlich gefällt mir auch der Gedanke positive, als auch negative Aspekte anzusprechen.


    Einziges Problem bei der Sache könnte sein, dass bei Mannschaften mit großem Leistungsgefälle Spieler A regelmäßig als positives Beispiel genannt wird, während Spieler Z immer wieder an den Pranger gestellt wird.

    Aber hat trotzdem jemand Tipps wie man die Aufmerksamkeit, höheren Einsatz, Kopf nicht hängen lassen, etc. üben kann...

    Tritt dieses lethargische Verhalten allgemein oder nur nach Rückstand oder Ähnlichem auf?


    Die Probleme die du benennst muss man meines Erachtens differentiell betrachten:


    1. Aufmerksamkeit:


    Ich halte mich mit meinem Coaching extrem zurück und lasse die Kids für Aufmerksamkeitsfehler ins kalte Wasser fallen. Sie können das dann normalerweise relativ schnell einordnen. Kinder die es gewohnt sind jeden Schritt vom Trainer diktiert zu bekommen haben da erhebliche Nachteile.


    Außerdem würde ich SSGs anbieten, wo Ersatzbälle gleich bereit liegen und die Mannschaft die "schneller schaltet" dadurch einen riesen Vorteil erlangt.

    Es gibt noch viele andere Spielformen, wo sich die Kinder möglichst schnell an neue Bedingen anpassen müssen (Chaos-Spielformen). Diese sind Gold für die Aufmerksamkeit.



    2.Höheren Einsatz


    Das ist ein ganz schweres Thema, da das "Kämpfer-Gen" großteils Charaktersache ist. Es gibt einfach Kindern, denen i es in die Wiege gelegt ist bis zum Umfallen zu fighten, während anderen Kids der Wettkampf an sich eher wenig bedeutet. Wenn überhaupt ist es ein sehr langsamer Prozess.


    Man kann höheren Einsatz aber trotzdem fördern, in dem man sämtliche Übungen und Spielformen als Wettkampf zwischen zwei (oder mehreren) Mannschaften organisiert. Punkte/Tore werden mitgezählt und die Sieger werden mit einem Trainer-High-Five belohnt.


    Außerdem ist es mir besonders wichtig Einsatz und Mut - auch wenn nichts dabei herausgekommen ist - zu loben. "Spieler XY, das hast du ganz toll gemacht, dass du nochmal zurückgelaufen bist. Vielleicht bist du das nächste mal zwei Schritte schneller, dann holst du dir den Ball!"


    Besonder lethargische Spieler (oder Neulinge) versehe ich mit folgender Zusatzregel bei Spielformen: Wenn Spieler X in Team A, oder Spieler Y in Team B einen Ball vom anderen Team erobern, gilt das wie ein Tor. Dadurch werden besagte Spieler schon von ihren Mitspielern gecoacht und zur Aufmerksamkeit ermahnt, ohne dass ich noch viel dazutun muss.



    3. Kopf hängen lassen


    Steht jetzt ein wenig in Widerspruch zu Pkt 2. Ich versuche bei meiner Mannschaft so wenig wie möglich auf das Ergebnis einzugehen und so objektiv wie möglich die "Leistung" der Spieler unter Berücksichtigung des jeweiligen "Könnens" zu beurteilen. Reißt sich mein Neuling den Hintern auf, in dem er von vorne nach hinten, von links nach rechts läuft, dabei aber keinen einzigen Ball sieht, wird er gelobt. Er hat somit keinen Grund den Kopf hängen zu lassen, denn er hat ja im Rahmen seiner Möglichkeiten alles richtig gemacht. Außerdem werden Spieler von mir nur ganz selten, und wenn dann nur konstruktiv kritisiert. Kritik gehört in einer Trainer-Spieler Beziehung dazu, allerdings sollte man als Trainer feine Fühler entwickeln wie man jeden einzelnen Spieler erreicht.

    Ich lasse öfter mal ein "Stilles-Spiel" spielen.

    Such dir irgendeine Spielform aus und führe als Zusatzregel "Jeder Laut bedeutet Ballverlust" ein.


    Die Kinder werden sich ziemlich schwer tun sich zu organisieren.

    Dann kann man die Regel abwechselnd für eine Mannschaft aufheben um den Kindern zu zeigen wie wichtig Kommunikation sein kann.

    Eine weitere Variation könnte sein pro Team einen Mannschaftskapitän zu bestimmen, der der einzige ist, der verbal mit seiner Mannschaft kommunizieren darf und für die Organisation zuständig ist.

    Von einem echten Dribbling bei G- F Jugend zu sprechen finde ich mutig und ziemlich verfrüht.
    Es ist wohl eher ein mehr oder weniger gutes Ballführen.

    Ich fand diese Aussage zunächst mal sehr interessant (mir gefällt ja grundsätzlich alles was neue Perspektiven liefert). Nach längerem Überlegen bin ich aber der Meinung, dass es sehrwohl "echtes" Dribbling in G und F-Jugend gibt. Ich weiß jetzt nicht mehr die genauen Termini, aber so weit ich mich erinnern kann, gibt es doch Tempodribbling (ohne direkten Gegenspieler Raum zum gegnerischen Tor verringern), Gegner überwindendes Dribbling (typisches, offensives 1v1), und ballhaltendes Dribbling (Ball festmachen, um Mitspielern Zeit geben nachzurücken).


    Zumindest das Tempodribbling und das Gegner überwindende Dribbling finden in diesem Alter bewusst statt, sofern auch der Trainer darauf achtet, dass der Ball nicht nur nach vorne gedroschen wird.

    Coerver oder Nowak finde ich gut.
    Nur wie verpackst Du das interessant?

    Natürlich sollte das Training so interessant und kurzweilig wie möglich sein. Allerdings kann man auch mal von Kindern "verlangen" sich jetzt ein paar Minuten auf eine vielleicht weniger lustige Sache zu konzentrieren. Außerdem finde ich dass bei den Coerver-Ballgewöhnungsübungen (ich gehe mal davon aus, dass diese gemeint waren - denn es gibt noch viel mehr von Coerver, dass alles andere als langweilig ist), als auch bei den Nowak Sachen, die Aufgabe an sich schon fordernd und interessant ist.

    Außerdem ist gerade bei den Nowak Videos der Esprit des Trainers gerade zu ansteckend. Das färbt natürlich auch auf die Kids ab.

    Isoliert langweilen sich meine Kinder nach 3 Minuten 20 Sekunden (spätestens)

    Was spricht dagegen, das immer wieder nur kurz zwischendurch anzubieten?

    Das von dir beschriebene Training ist vom Aufbau her den Bambini Spielstunden der DFB Hompage zumindest sehr ähnlich. Wenn du dir nicht sicher bist, ob dein Training altersgerecht ist, bist du immer gut beraten dich nach dem DFB Training zu orientieren.


    Mir persönlich kommt aber der Fußball dabei ein bisschen zu kurz. Die Kinder bei uns im Ort gehen sowieso Kinderturnen, Reiten,... und sind regelmäßig am Spielplatz. Ich glaube man kann auch im Bambini-Alter durchaus ohne schlechtes Gewissen mehr (kindgerechten) Fußball anbieten.


    ... aber um auf deine eigentliche Frage Antwort zu geben: Ja! Koordinationstraining wie oben beschrieben macht durchaus Sinn.

    Und auch wie du sagst sind das Problem nicht die Kinder sondern eigentlich die Eltern. Die immer wieder meinen irgendwas rein zu gackern. Das musst du so machen. Und das wäre so besser.
    Ich lass mir da nichts sagen, aber es nervt!

    Ganz wichtiger Hinweis: Die Eltern haben nichts reinzurufen. Wenn überhaupt ist das Aufgabe des Traininers. Aufgabe der Eltern ist Aufbauen, Loben, Anfeuern.


    Es ist gar nicht so schwer, dass auch tatsächlich durchzusetzen. Es gehört nur klipp und klar mit den Eltern kommuniziert.

    Wenn es darum geht den ersten Schritt Richtung Passspiel zu gehen (darf man durchaus in der F) ist folgendes Spiel aus dem Ausbildungskonzept von Horst Wein sehr empfehlenswert.


    Für je vier Spieler ein abgegrenztes Feld (ca. 10x6m). Team A greift abwechselnd auf die zwei Grundlinien (6m) an. Je ein Spieler von Team B verteidigt jeweils eine Grundlinie. Somit habe ich ständig ein 2v1 Situation. Innerhalb kürzester Zeit kommen die Kinder darauf, dass sie einen immensen Vorteil haben, wenn sie den zweiten Spieler mit einbeziehen.


    Je nach Ausbildungsstand der Kinder kann ich das Coaching variieren (vom freien Spiel, bis zum Detailcoaching). Innerhalb kürzester Zeit haben alle Kinder hunderte Pässe, Ballmitnahmen, Zweikämpfe, Dribblings, Finten, Sprints gemacht (und das auch noch spielnah).


    Weiter oben fiel die Frage ob dass dann etwa heißt, mehr spielen zu lassen. Die Antwort ist ein eindeutiges JA! Mittlerweile mache ich nur noch "Übungen" zur aktiven Erholung. Der Rest wird gespielt. Mindestens 3/4 der Trainingszeit sind Spielformen. Mal frei und mal mit diversen Schwerpunkten. Natürlich immer in Kleingruppen. Vom 1v1 bis max 4v4.


    Natürlich ist da Geduld und Fingerspitzengefühl gefragt. Aber eine einfache Frage wie z.B.: "Wie könntet ihr euch aufteilen, dass der Verteidiger es so schwer wie möglich hat?", wirkt Wunder. Die Entscheidung ob- und wann die Kinder den Ball abgeben ist aber ihnen überlassen und nicht Aufgabe des Traininers.

    Ich weiß ja nicht, wie das bei euch in Deutschland so ist, aber bei uns in der österreichischen Provinz ist es gerade ziemlich angesagt, dass jeder zweite Dorfverein eine eigene Hompage betreibt, wo dann unreflektierte, subjektive, teils grob unsportliche "Spielberichte" veröffentlicht werden. In einem "rechtschreibfehlerverseuchten Artikel" wird da in erster Linie versucht die Leistung des eigenen Teams wahlweise zu glorifizieren oder rechtzufertigen. Bevorzugtes Opfer ist dabei der Schiedsrichter.


    Finde diesen Trend arg bedenklich...

    Mir ist dein Post irgendwie nicht ganz klar. War das auf mein Team bezogen. Ich gehe mal davon aus...

    in welcher Spielklasse oder welche Stärke hat denn diese F2?

    Ich würde sagen dass wir die "etwas andere Dorfmannschaft" sind. Also vom Leistungsstand her habe ich von ein paar sehr guten- bis zu kompletten Neulingen alles dabei. Insgesamt würde ich uns als guten Durchschnitt bezeichnen.


    In den F2 Mannschaften die ich kenne, wäre das nicht umsetzbar....

    Warum?


    Im Grunde ist das lediglich Tore schießen / Tore verhindern ein wenig detailierter. Nur das hier kein Missverständnis entsteht. Denn Kids vermittle ich das natürlich nicht so trocken. Wie eine Trainingseinheit zum Thema Defensivverhalten aussieht, habe ich im Funino Thread beschrieben. Das ist für jeden F-ling (egal welcher Leistungsstärke) machbar.

    Mir ist die Saison auch immer zu kurz.
    Sollte ein Schwerpunkt 3 Wochen dauern, dann würde ich in der Vorrunde max. 3 Punkte schaffen.
    Die Vorrunde geht ja leider nur von September - Ende Oktober, also nicht zuviel vornehmen

    Das ist der große Vorteil an SSGs. Während ich den Fokus zwar auf z.B. defensives 1v1 lege, dribbeln, passen, schießen, und laufen die Kids sowieso.

    Ich denke sogar in Richtung "Wäre es in dieser Altersklasse u.U. sogar Sinnvoll dies Leer zu lassen?"

    Habe ich bei Punkt 3 selbst auch überlegt. Bin dann aber zu dem Entschluss gekommen Pkt 3 lediglich als Ziel (in unbestimmter Zeit) zu definieren weil ich bei meinem die Schwäche eher in der Defensive ausmache und ausschließlich die Sub-Sub-Prinzipien zu trainieren. In meinem Fall wäre es Defensivverhalten im 1v1.

    Mit dieser Herangehensweise habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. In irgendeinem Thread habe ich sogar genau beschrieben wie. Ich verlinke das mal wenn ich mehr Zeit habe.


    Mit dieser Herangehensweise habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. In irgendeinem Thread habe ich sogar genau beschrieben wie. Ich verlinke das mal wenn ich mehr Zeit habe.

    Trainingsschwerpunkte

    @Strznievski Wie sieht denn dein Spielmodell für eine u9/u10 aus?

    Bei mir ist es aus mehreren Gründen (noch) sehr allgemein gehalten. Vor allem aber weil ich die Kids nicht in ein allzu enges taktisches Korsett stecken will.


    1. Eigenes Team in Ballbesitz bei organisiertem Gegner (Offensive)


    Die Mannschaft soll über Dribblings bzw. Kurzpassspiel den Ball vor das gegnerische Tor kombinieren. Flacher Spielaufbau (Ballbesitzfußball)


    2. Eigenes Team unorganisiert bei Ballbesitz Gegner (Umschaltmoment von Off auf Def)


    Ballnächster Spieler attackiert, ALLE anderen sollen so schnell wie möglich hinter den Ball.



    3. Eigenes Team organisiert bei Ballbesitz Gegner (Defensive)


    Mittels Mittelfeldpressing soll der Gegner auf die Seite gelenkt werden und in der Nähe der Seitenoutlinie aktiv attackiert werden.


    4. Eigenes Team in Ballbesitz bei unorganisiertem Gegner (Umschaltmoment von Def auf Off)


    Wir nutzen die Unorganisiertheit des Gegners aus und spielen (Tempodribbling oder Pass) schnell und zielstrebig Richtung gegnerisches Tor.


    Das ist das Spielmodell wo ich irgendwann mal in ferner Zukunft hin will (bzw. will ich dass das Spielmodell mit den Spielern mitwächst und umgekehrt). Das bedeutet natürlich nicht, dass ich meine U10 ein keilförmiges Mittelfeldpressing spielen lasse (wäre natürlich Blödsinn). Vielmehr versuche ich z.B. das richtige Verhalten im seitlichen 1v1 in verschiedensten Spielformen zu provozieren und zu coachen. Heißt also das ich die Sub- bzw. Sub-Sub-Prinzipien altersgerecht Aussuche und das große Ganze teilweise noch auslasse.

    Das hier diskutierte Thema ist eines, dass meiner Meinung nach dem Jugendfußball auf eh und je erhalten bleiben wird.. leider..
    Wie ihr alle habe auch ich schon Bambinis trainiert und ähnliche Erfahrungen gemacht. Leider hat man immer diese Mannschaften und vor allem Trainer dabei, denen der Erfolg in den jungen Jahren bereits sehr wichtig ist.

    Ich habe aber den Eindruck, dass diese Mannschaften immer weniger werden und es mit immer mehr Teams ein freundschaftliches Kräftemessen ohne Druck ist.


    Umso mehr Aufklärungsarbeit (vor allem durch Mundpropaganda) stattfindet, desto schneller findet dieser Prozess statt. Obwohl ich dir recht geben möchte, dass diese Diskussion wahrscheinlich nie ganz zum erliegen kommen wird.

    Den Schwerpunkt erst alle 2-3 Wochen zu wechseln finde ich gut.Ich teile die Schwerpunkte in Teilaspekte auf,
    und kombiniere es regelmäßig mit Torschuss

    Mit dieser Herangehensweise habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. In irgendeinem Thread habe ich sogar genau beschrieben wie. Ich verlinke das mal wenn ich mehr Zeit habe.


    Momentan versuche ich einen ganz anderen Zugang. Ich habe versucht die Herangehensweise der taktischen Periodieserung auf den Kinderfußball herunterzubrechen.


    Ein Beispiel:


    Thema diese Woche war der Umschaltmoment von Defensive auf Offensive nach Ballgewinn. Ich will, dass meine Spieler irgendwann mal nach Ballgewinn blitzartig in die Offensive umschalten.
    Dazu sind 8-9jährige, die schon mehrere Jahre miteinander kicken durchaus in der Lage.


    Habe dann mehrere Spielformen 1v1, 2v1, 3v3 mit passenden Provokationsregeln angeboten und die Kids mit Suggestivfragen zum gewünschten Verhalten gelenkt. Hat toll funktioniert. Gecoacht habe ich dabei lediglich die für den Schwerpunkt maßgeblichen Dinge (Ballmitnahme in den Lauf, Pass in den Lauf, Tempodribbling)


    Diesen "taktischen Schwerpunkt" ändere ich jede Woche. Wiederhole in aber wieder nach vier Wochen.

    Aber da hilft nur eines: den Eltern ein klares Konzept vorstellen und durchziehen! Wir haben unseren Eltern eine knackige mail verschickt, wo wir die "Erfolgstrainer" und "Superteams" angekündigt haben. Und dass wir das genauso handhaben könnten, indem wir immer die Besten spielen lassen, diese auf feste Vorgaben trimmen usw. usw.., wir das aber eben nicht wollen!! Man muss dabei höllisch aufpassen, dass es glaubwürdig bleibt.

    AMEN!


    Leider ist es wirklich so, dass die Eltern auch immer wieder mal erinnert werden müssen.


    Ich weiß nicht, ob Eltern grenzenlos weiter Vertrauen haben, wenn sich gar nichts an hohen Niederlagen ändert. Da müsste dann schon sehr viel Vertrauen da sein. Aber irgendeine Entwicklung findet doch bei gutem Training immer statt, oder? Bin ich eigentlich sehr sicher, aber so schnell wie gedrillten Teams geht es wohl nicht.

    Es ist halt immer schwer objektiv zu beurteilen, wenn es sich um die eigene Mannschaft, bzw. sogar das eigene Kind handelt. Es gibt Faktoren, auf die wir als Trainer keinen Einfluss haben (Körpergröße z.B.)
    Das Problem ist das sich die Entwicklung des körperlich unterlegenen Driblanskis nicht "messen" lässt. Ich versuche mir selbst und den Eltern immer wieder die Entwicklung der Kinder vor Augen zu halten. Dinge die vor einem halben Jahr noch in die Hose gingen funktionieren jetzt Problemlos, haben aber nach wie vor sehr wenig Einfluss auf das Ergebnis.


    Ich bin auch fest davon überzeugt, dass das Ergebnis am Spieltag nur bedingt die Entwicklung der Kinder wiederspiegelt. Außerdem ist es ja auch so, dass sich die Kinder anderer Mannschaften auch weiterentwickeln (sogar trotz des besch*ssensten Trainer den man haben kann).


    Natürlich will man irgendwann auch mal "ernten" was man gesäht hat. Allerdings muss man sich im klaren sein, dass das ein sehr langwieriger Prozess sein kann (muss?). Bei meiner Truppe hat es ca. 2,5 bis 3 Jahre gedauert, bis die Ergebnisse so waren, dass auch Außenstehende von einer "guten Mannschaft" und "gutem Fußball", also "guten Ergebnissen", gesprochen haben.


    Außerdem möchte ich jedem ans Herz legen, ein Ergebnis im Kinderfußball nicht mit Erwachsenenfußball zu vergleichen. Ein Spiel zweier Teams auf Augenhöhe kann 5:1 enden und sollte nicht als klare Niederlage gewertet werden.

    Ich glaube, dass sich diese Maßnahme nicht unbedingt negativ auf die "spielenden Mannschaften" auswirken wird. Die Mannschaft in der Defensive wird sich in Zukunft weiter zurückziehen um dem weiten Abschlag entgegenzuwirken wodurch sich mehr Räume zum flachen Spielaufbau auftun.

    Gerne auch @Strznievski der ja glaube ich auch auf Funino zurückgreift.

    Gestriges Training:


    Ausgangssituation: Nachdem wir bis jetzt ausschließlich offensives 1v1, bzw. 2v1, eingebettet in verschiedenste Spielformen im Programm hatten, wollte ich mich in den nächsten Wochen mit dem Defensivverhalten beschäftigen. Erster Schwerpunkt: 1v1 am Flügel.


    Urlaubsbedingt 8 Kinder


    Dazu habe ich mir folgendes überlegt:


    Aufbau:


    Ein Feld ca. 25x25m (bewusst quadratisch gewählt um dem Spiel extra viel Breite zu geben). Die Mini-Tore, stehen auch enger beisammen als beim ursprünglichen Funino, um die Bewegung ins Zentrum zu simulieren.


    (siehe Datei TR1)