Beiträge von Strznievski

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Bei uns gibt es einen Verein in der Umgebung der Prahlt damit das sie von der U7-zur U10 in allen Bewerben Meister werden obwohl sie keine Ahnung haben wie die andern Spiel ausgegangen sind.

    Welcher Top-Verein könnte das wohl sein? :/;)

    Ich stelle mich wenn ich nicht direkt aufgefordert werde (und da auch nur widerwillig) auch nicht zu den Siegerfotos dazu weil es nicht mein Erfolg war sondern der der Kinder!

    Bin auch immer peinlich berührt wenn mir eine Medaille um den Hals gehängt wird

    Denn es gibt viele andere Trainer die meinen sie sollen viele Spielchen machen etc. Ich mache lieber intensives Training und weiß das die Jungs Spaß haben.

    Ich weiß ja nicht, was du unter "Spielchen" verstehst, aber Spiele (richtige Spieleranzahl, passende Feldgröße, entsprechende Provokationsregeln und gutes coaching vorausgesetzt) und intensives Training schließen sich keinesfalls aus.

    Endlich fliegen mal wieder die Fetzen (tatsächlich positiv gemeint;)). Seit TW-Trainer und Andre nicht mehr aktiv sind ist es ja relativ ruhig geworden. Auf jeden Fall ist das ein hochinteressantes Thema, dass seit langem wieder mal richtigen Mehrwert für mich hat. Meine Bitte an alle Beteiligten: Feuert auf der fachlichen Seite eine Salve nach der anderen ab und stellt dafür das persönliche ein wenig hinten an.


    fussballschule_tirol Ich kenne von Verheijen "Conditioning for Soccer". Liefern die Bücher die du gepostet hast neue Erkenntnisse?

    Du wirst es nicht schaffen, alle Baustellen auf einmal zu beheben. Suche dir zunächst den Punkt raus, der dich am meisten stört. Dieser wird beim Training angesprochen und jedes mal ohne Außnahmen sanktioniert (z.B. raussetzen und zuschauen). Währenddessen werden die, die sich "richtig" verhalten überschwänglich gelobt (vor allem die "schlimmen Kinder" schreien nach Aufmerksamkeit). Schenke denen die sich an die Regeln halten die Aufmerksamkeit und nicht denen die aus der Reihe tanzen.


    Funktioniert Punkt 1 auf deiner Liste kannst du dich dem nächsten widmen.

    Richtig gute Einheit, die man (leicht abgeändert) in beinahe jedem Alter anbieten kann. Wenn ich die Zeit habe zu skizzieren, kann ich dir noch ein paar Übungs/Spielformen zeigen. Kleiner Tipp vor ab: Chaosspiele, wo sich auf Kommando die Tore und/oder Spielrichtung ändern (der Fantasie des Trainers sind keine Grenzen gesetzt) bieten sich da an.

    Wir spielen im 7vs7. Das kann ich auch nicht ändern. Ohne jegliche Struktur ist das 7vs7 für die Schwächeren keine Förderung und kein Spaß.

    Absolut richtig. Für einen schwächeren Spieler kann die konkrete Aufgabe einen Zweikampf zu gewinnen, eine lösbare Herausforderung darstellen, während er sich unter "du musst immer angreifen und verteidigen" nichts vorstellen kann und überfordert ist.


    Man darf dabei nur nicht vergessen, den schwachen Spieler auf diese eine Aufgabe zu reduzieren. Im nächsten Spiel muss er schon wieder andere bzw. zusätzliche Aufgaben haben. Der Ausputzer der hinten wartet ist im Kifu absolut fehl am Platz und stellt nebenbei für schlaue Mannschaften auch kein Hindernis dar.

    Ich kann den Mädels 100x sagen, dass ich mehr Bewegung sehen will, aber dass hält dann eine Minute an, dann ist geht es wieder lahm weiter.

    Um mehr Bewegung ins Rondo zu bringen, kann man ein Viereck markieren. Der Verteidiger bewegt sich ausschließlich im Viereck, die drei Passgeber ausschließlich außerhalb des Vierecks. Die Passgeber dürfen sich nur entlang der Linie bewegen. Verbunden mit der Aufgabe, dass sie immer anspielbar sein müssen, kommt da sogar sehr viel Bewegung rein, da sich sonst eine Anspielstation immer im Deckungsschatten befindet.

    Hier noch ein Thema was mich derzeit wieder vermehrt beschäftigt und wo ich mich sehr kritisch hinterfrage.

    Man hört immer wieder man soll Kinder (G und F, vielleicht noch E) nicht in Positionen stecken und sie frei spielen lassen,

    wie toll ballorientiert Kinder dann verschieben.

    Spätestens ab 1+6 kommt man um Positionen nicht herum. Alles andere macht meines Erachtens nach keinen Sinn. Die entscheidende Frage ist eigentlich nur welche Aufgaben z.B. der Verteidiger in deinem "System" hat. Wenn er am eigenen Strafraum warten soll um alle Bälle zu klären ist das natürlich vollkommen sinnfrei. Wird er allerdings Schritt für Schritt an seine Aufgaben (Spieleröffnung, Unterstützung der Stürmer, Balleroberung, Absicherung...) herangeführt sehe ich kein Problem, sofern er natürlich auch auf anderen Postitionen zum Einsatz kommt.

    Aus den gleichen Quellen sprudeln dann aber Vorschläge für kindgerechte Spielsysteme wie 3-3 oder 3-2-1.

    Da frag ich mich wie das funktionieren soll? Meiner Meinung nach beißt sich das.

    Ich versuche immer den Spielern konkrete Aufgaben für das Spiel zu geben. Z.B. Versuche heute, immer wenn unser TW den Ball hat, dorthin zu laufen, wo er dir den Ball problemlos zurollen kann. Das wird am Anfang natürlich nicht funktionieren (der Spieler wird sich einen halben Meter neben dem TW anbieten), aber durch geschicktes Fragen kann man den Spieler relativ schnell zu einem vernünftigen Verhalten motivieren.

    Nehmen wir nur mal den Torabstoss. Den darf der Keeper aus der Hand machen. Mache ich den Kindern keine Vorgaben,

    steht jeder Gottweisswo und der Torwart kloppt aller Wahrscheinlichkeit nach den Ball einfach blind vor. Das mag eine erfolgversprechende

    Möglichkeit sein Tore zu machen wenn man "Erfolg" über Ausbildung stellt.

    Ich bin auch ein Freund von flachem Spielaufbau, allerdings hat auch der Auswurf/Ausschuss auf jeden Fall seine Daseinsberichtigung. Ich habe dieses Problem auch wieder mit Aufgaben in den Griff bekommen. Erste Option ist immer der kurze Pass zum Verteidiger. Wobei ich den Verteidigern nicht sage wo sie sich positionieren sollen. Sie entwickeln da mit der Zeit eigentlich sehr gute Varianten selber. Sind alle zugestellt ist es natürlich schlau, den Ball weit zu spielen.

    Schöner wäre es doch wenn die Spieler sich breit stellen, ein flaches Zuspiel vom Torwart kriegen und versuchen (je nach Alter und Fähigkeit)

    durch ein Dribbling oder einen Pass die Situation zu lösen. Das mag oft in die Hose gehen, bringt aber letzten Endes mehr als langer Hafer vor.

    Schöner in dem Sinn sie versuchen es spielerisch zu lösen, machen Erfahrungen im Zweikampf, Dribbling und Spielaufbau.

    Richtig. Sehe ich auch so.

    Um das zu erreichen müsste ich aber sagen: Fips du bist links hinten, Fino, du bist rechts hinten. Seppel, Kasper und Hotzenplotz ihr seid links vorne, mitte, rechts vorne (wir spielen 5+1). Sinnvoll erachte ich hier alle Positionen zu rotieren, damit jeder mal überall war.

    Nein, muss man nicht. Mit diversen Spielformen kann man die Spieleröffnung toll "proben" ohne den Kindern sagen zu müssen wer wann, wo zu STEHEN hat. Das Zauberwort heißt abermals: Fragen! Z.B.: "Seppel, glaubst du wirklich, dass du deinem TW helfen kannst, indem du hier stehst und wartest?" Was könntest du machen um ihn den Abstoß zu erleichtern?"

    Wie gehts jetzt weiter? Lässt man sie frei übers Feld wetzen und bei eigenem Abstoss oder Anstoss, bzw. bei gegnerischem Anstoss oder Abstoss sollen sie wieder "ihre" Positionen einnehmen, oder gibts einen anderen Ansatz?

    Meine Verteidiger haben als oberste Aufgabe natürlich Tore zu verhindern. Allerdings sollen sie sich auch ins Offensivspiel einschalten. Dribbeln, oder kombinieren sie sich in der Aktion nach vorne ist das Prima und wird natürlich gelobt. Allerdings soll er sich sofort nach Ballverlust, sofort wieder seiner ursprünglichen Aufgabe widmen. Durch entsprechende Fragen (Was passiert, wenn du als Verteidiger vor dem gegnerischen Tor stehen bleibst?, Was könntest du machen damit das nicht passiert?) werden sie dass auch machen. Ist es dem Verteidiger zu viel Risiko mit nach vorne zu gehen, weil z.B. der beste Spieler des Gegners auf den langen Ball wartet, ist es natürlich auch in Ordnung.



    Ganz wichtig ist mir, dass die Kinder wissen, warum bestimmte Sachen zu machen sind. Wenn ich den Verteidger frage, warum er sich hinten, seitlich anbietet, will ich keinesfalls hören: "Weil mirdas der Trainer so gesagt hat."

    Wie geht man mit Spielern/Eltern um die sich zwar immer ordnungsgemäß abmelden, jedoch sehr unregelmäßig oder sporadisch zum Training kommen?

    Ich würde es Situationsabhängig machen.


    Ist das jemand, der mit Feuer und Flamme bei der Sache ist, aber aus familiären (Scheidungskind?), beruflichen (schwer für Eltern das Kind zum Training zu bringen), oder privaten (Trachtenkapelle hat am selben Tag Probe?) würde ich erstens versuchen gemeinsam an einer Lösung zu arbeiten und zweitens im Ausnahmefall auch mal zwei Augen zudrücken.


    Betrifft das jemanden (Kind und Eltern), wo merkbar kein Elan vorhanden ist und z.B. das Kind nur bei Bedarf am Sportplatz geparkt wird, würde ich - insofern niemand Engagiertem der Platz weggenommen wird - das Kind am Trainingsbetrieb teilnehmen lassen und beim Spielbetrieb eben auch nur bei Bedarf auf das Kind zurückgreifen.

    Mit meinen Eltern ist es so kommuniziert, dass es mich grundsätzlich nichts angeht, warum jemand fehlt. Allerdings hat es für Kind und Trainer viele Vorteile zu erfahren warum jemand fehlt.


    Ein paar Beispiele:


    > Ein Kind hat das Recht auch einmal "nicht zu wollen". Wenn ich das ehrlich erfahre, ist das auch überhaupt kein Problem. Ist das immer wieder Thema, muss ich mir Gedanken machen (Scheitert es am angebotenen Training? Gibt es zwischenmenschliche Probleme? Wäre es für das Kind nicht besser einen anderen Sport zu betreiben?)


    > Erfahre ich rechtzeitig, dass nächste Woche Donnerstag der einzige freie Termin für die Geburtstagsparty in der Bowlinghalle ist, an der 7 meiner Kids eingeladen sind, kann ich entsprechend reagieren.


    > Bzgl Krankheit wurde schon einiges gesagt.


    Es ist einfach viel transparenter auch den Grund der Abwesenheit zu erfahren.

    Ja, da sind wir in Österreich aus meiner Sicht dem DFB einen Schritt voraus!

    Leider ist dies vermutlich der einzige Punkt...

    Gespannt bin ich auch schon auf die Dribbelspiele für die Jüngsten. Das klingt für mich wie das Innovativste was seit langem beim ÖFB geleistet wurde. Obwohl ich Funino auch gerne gesehen hätte und mich der TW ein wenig stört.

    Das stimmt schon. Ich habe dabei aber an meine Kids gedacht, wo es einige gibt, bei denen der trainierte Schwerpunkt sicher nicht positiv im Video erwähnt werden kann. Allerdings finde ich immer irgend etwas anderes das ein Lob rechtfertigt.