Ich stelle oft ein Mini-Tor in die Ecke des großen Tors. Je nach Vorgabe, zählt dann z.B. das große Tor 1Pkt, das kleine Tor 2 Pkte und die Fläche über dem kleinen Tor 3.
Beiträge von Strznievski
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Wenn ich etwas erkläre, dann bestimmt nicht hundert mal. Es gibt auch genau eine Ermahnung jetzt zuzuhören. Passen die Kinder weiter nicht auf, ist mir das egal und ich starte das Spiel/die Übung trotzdem. Meistens schauen sie dann mit großen Augen und fühlen sich bloßgestellt. Diejenigen, die sich nicht auskennen, werden dann oft von den anderen gemaßregelt.
Funktioniert bis zu einem gewissen Alter blendend. Habe diesbezüglich selten bis nie Probleme.
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Jeder Spieler muss ein Tor erzielen, bevor ein Spieler ein zweites Tor schießen darf.
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Bin überhaupt ein Freund davon altbekannte Kinderspiele wie "Wer hat Angst vorm schwarzen Mann" (ich weiß nicht wie das politisch korrekt heißt), Feuer-Wasser-Sturm, Komm mit - Lauf weg usw. mit Ball und fußballspezifischen Aufgaben zu versehen.
Toll ist auch einfach nur fangen zu spielen mit Ball. Funktioniert super.
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Ich glaube in den ersten Wochen und Monaten bin ich ein grauenhafter Trainer gewesen
Dann dürftest du die Ausnahme der Ausnahme sein. Hut ab! Dieser Lernprozess dauert üblicherweise wesentlich länger (wenn er denn überhaupt einsetzt.)
Ohne diese ersten Augenöffner nachdem ich ins kalte Wasser geworfen wurde, wäre es mir vielleicht genauso ergangen - wenn ich mir vorstelle: hätten wir von September an ein konstantes Team gehabt, wir hätten am ende mit unserer Doofheit auch noch vieles gewonnen und die Kinder hätten am Ende trotz uns Volldeppen als Trainer auch noch das kicken gelernt, dann wäre ich eventuell noch heute so!
Im Prinzip muss ich sehr dankbar sein, für diese unruhige erste Phase mit meiner Mannschaft!Das Problem an der Sache ist, dass eigentlich das unmittelbare Feedback (das Ergebnis) für falsches Verhalten durchaus positiv sein kann.
Während das richtige Verhalten es den Kindern ja anfänglich etwas schwerer macht gute Ergebnisse zu erzielen. Ab einem gewissen Punkt profitiert man aber enorm davon.
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@Strznievski
Deine Aufstellung gefällt mir sehr gut, die ist sicher sehr hilfreich. Aber ein was musst du mir bitte einmal erklären: Was ist denn versteinerte Hexe?
Das habe ich noch nie gehört, ist das so etwas wie Steh-Geh?Dürfte dann in Deutschland unter einem anderen Namen bekannt sein...
Ein Kind ist die Hexe. Ihre Aufgabe ist es die anderen Kinder zu fangen. Gelingt dies ist das gefangene Kind "versteinert" und muss so lange bewegungslos im Grätschstand verharren, bis es durch ein anderes Kind wieder befreit wurde, in dem auf allen vieren unter der Grätsche durchgerobbt wird.
Kann natürlich auch mit Brücke, oder Bockspringen variiert werden.
Mit Ball funktioniert das ganze so, dass jedes Kind bis auf die Hexe einen Ball hat. Gelingt es der Hexe den Ball aus dem Spielfeld zu befördern, ist betroffener Spieler versteinert und kann mit einem durch die Beine gespielten Ball wieder befreit werden.
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1.) Wie gestaltet ihr das Training im Verlauf einer Saison? Zu Beginn lege ich – vor allem jetzt in den Schnupperstunden – verstärkt Wert auf Übungen mit spielerischem Ansatz zum Teambuilding und der allgemeinen Bewegungsschule – meist in interessante Geschichten verpackt. Also Kettenfangen, Staffelspiele etc. Natürlich kommt auch immer wieder der Ball mit hinzu, das kann man meistens prima kombinieren. Doch gibt es dann einen Zeitpunkt, an dem ihr das Training auch bei einer G2 schon deutlich zielgerichteter konzipiert – und falls ja: wie?
Ich würde bei Bambinis nochmals unterscheiden. Es ist ein riesen Unterschied, ob man 4-5jährige, oder schon 6-jährige trainiert.
Bei 4-5jährigen würde ich Anfangs nicht mehr als 45min trainieren und dies den Kindern entsprechend behutsam steigern. Trainingsinhalt wäre bei mir: *) Eine kurze Rahmengeschichte
*) Fang- und Laufspiele in allen Variationen (Versteinerte Hexe, Feuer- Wasser- Sturm, usw.)
*) Geschicklichkeitsspiele mit und ohne Ball (Balancieren, Spinnengang, Ball mit unterschiedlichsten Körperteilen rollen, schießen, fangen)
*) Rundläufe (MFS) mit anschließendem Torschuss (auch aus der Hand)
*) viele kleine Fußballspiele 1v1 und 2v2Bei 6-jährigen wäre dann schon zwei mal die Woche Training.
Trainingsinhalt wäre bei mir: *) Ggf Rahmengeschichte
*) Fang- und Laufspiele ohne- und mit Ball (versteienerte Hexe mit Ball ist mein absoluter Favorit)
*) Viele verschieden Ballspiele (Jägerball, Völkerball, Hockey, usw...)
*) Torschussrundläufe mit Koordinativem Teil
*) Viele kleine Fußballspiele 1v1 bis 4v4 (Funino)2.) Auswechslungen: Ich weiß nicht, wie groß der Kader eurer aktuellen Mannschaft ist. Im Idealfall will ich immer das Maximum an Kindern mitnehmen (15 pro Spiel) und habe früher stets die Rotation im 3er-Block praktiziert. Sprich: Immer im 3er-Pack wechseln. Diejenigen, die vorher in der “Abwehr” gestanden haben, rücken vor, die neu eingewechselte Gruppe geht nach hinten. Durch das Blockwechseln in möglichst gleichbleibenden zeitlichen Abständen erhalten alle Kinder im Idealfall ähnlich große Spielanteile. Dass es beim Bambini-Fußball keine echten Positionen gibt, dürfte klar sein. Es geht da eher um die grobe Einteilung. Wie macht ihr das? Was hat sich bewährt/ist durchgefallen?
Ich habe damals auch alle Kinder mitgenommen weil es mir widerstrebt, jemanden zu Hause zu lassen. Heute würde ich entsprechende Freundschaftsspiele ausmachen. Ggf auch auf zwei Feldern parallel spielen. Dann können sich alle leistungsgerecht matchen. Bei enstprechendem Ruf kann man auch die schwächeren gegen jüngere spielen lassen usw. Da wir 1+4 spielen, würde ich maximal 4 Wechselspieler mitnehmen.
3.) Der Torwart: Im Idealfall soll jedes Kind auch mal im Tor spielen. So sieht es ja auch der DFB. Allerdings hat mir die Praxis oftmals gezeigt, dass viele Kinder eine gewisse Scheu oder sogar Angst davor haben, sich ins Tor zu stellen – was auch verständlich ist. Wie handhabt ihr diese Position?
Ich habe es so gehandhabt und werde es auch weiterhin so tun. Wie im Swingerclub: Alles kann nichts muss! Jeder der will kann ins Tor, es wird aber niemand gezwungen (aber natürlich ermutigt).
4.) Die Eltern/Erfolgsdruck: Wie läuft das bei eurer aktuellen Mannschaft? Schauen da die Eltern trotz vorheriger Erklärungen (Ergebnisse sind Nebensache, die Entwicklung ist wichtig) allzu sehr auf die Ergebnisse? Kommt da schon Unmut bei schlechten Spielen auf? Falls ja, wie handhabt ihr das?
Die Eltern gehören immer wieder unterrichtet und verständigt. Info-Abende, Newsletter und persönliche Gespräche. Unmut kam natürlich auch mal auf, sollte aber schnell wieder eingedämmt werden. Ich habe mein Wissen immer mit Zitaten aus Büchern und diversen DFB-Foldern "bewiesen". Natürlich waren manche Eltern skeptisch (weil die Ergebnisse ja teilweise unterirdisch waren), aber die Skeptiker werden immer weniger, da im Laufe der Zeit die Ergebnisse besser werden und die Art und Weise wie die Kinder Fußball spielen, wenn sie entsprechend ausgebildet wurden, einfach viel spektakulärer als "angeleiteter" Fußball ist.
5.) Wie ist denn ganz allgemein die Entwicklung eurer aktuellen Manschaft zu bezeichnen? Sind Fortschritte zu erkennen und wie wurden sie erzielt?
Die meisten meiner Mannschaft entwickeln sich prächtig. Bis auf ein paar wenige Ausnahmen (spielen weil ihre Freunde spielen) sind alle mit Feuer und Flamme bei der Sache. Langsam aber doch lassen wir immer mehr Teams hinter uns, gegen die wir anfänglich (hoch) verloren haben. Das Team gegen das wir mal 26:0 verloren haben, wurde beim letzten Turnier 7ter und wir belegten nach verlorenem Elfmeterschießen den zweiten Platz.
Erzielt wurde das, indem
+ die hier im Forum aufgestellten "KIFU-Regeln" größtenteils eingehalten wurden
+ größtenteils entsprechend DFB Ausbildungsphilosophie trainert und gecoacht wurde
+ niemals das Ergebnis die oberste Priorität hatte
+ die Kirche im Dorf gelassen wurde (wenn ein Kind mal nicht will, dann will es nicht, bei 30° wurde das Training zugunsten Freibad abgesagt, usw)
+ die Kinder Fehler machen dürfen ohne dafür getadelt zu werden
+ Mut und Einsatzfreude gelobt werden (auch wenns mal schief geht)
+ 1v1 und SSGs Hauptbestandteil des Trainings war
+ ich verschiedenste Philosophien (Horst Wein, Dfb, MFS, Coerver) studiert und an die Gegebenheiten meines Vereins/Teams angepasst habe -
Machst du das nur am Ergebnis fest? Beziehungsweise wie hat sich die besagte Unterlegenheit bemerkbar gemacht? Was war bei den Gegnern (gleichaltrig?) so viel besser?
Nicht nur. Wir wurden regelrecht überrannt. Die besseren Spieler meines Kaders (Jg 2008/09 gemischt) sind eigentlich die 2009er. Also die Jüngeren.
Größtenteils lag es glaube ich daran, dass meine Spieler mit der gesamten Situation (Zuschauer, Schiedsrichter, fremde Kinder, laut, usw...) überfordert waren. Anscheinend hatten die anderen Teams schon ein paar Spiele.Fairerweise muss ich aber sagen, dass es bei uns ziemlich lange gedauert hat, bis auch die Ergebnisse zufriedenstellend waren. Das trat eigentlich erst dieses Frühjahr, also fast drei Jahre später ein.
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Was ich irgendwie spannend finde, in den letzten Spielen vor dem Turnier gestern war irgednwie die Luft raus, ich hatte häufig das Gefühl, dass die Jungs keine Lust mehr haben alles zu geben. Und gestern in einer quasi "Aussichtlosen" Situation haben die stärker gekämpft als in der gesamten Rückrunde.
Darum finde ich es wichtig den Kindern möglichst viele "Schwierigkeitsgrade" zu ermöglichen. Mal gegen schwächere Gegner wo sie "gefahrlos" Finten und Tricks ausprobieren können, mal gegen stärkere wo jeder alles geben muss und größtenteils gegen Mannschaften die sich auf ähnlichem Niveau befinden.
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Was waren eure Erfahrungen, beim allerersten Spiel der von euch trainierten Bambinis?
Mein erstes Spiel gegen eine andere Mannschaft bestritten meine Kids im Alter von 5 Jahren. Es war ein Turnier mit glaube ich 4 gegnerischen Teams. Wir gingen mit Pauken und Trompeten unter (wenn man das Ergebnis berücksichtigt). Heute würde ich solche Turniere nicht mehr spielen, sondern nur mehr Freundschaftsspiele mit vernünftigen Trainern die ich kenne, mit denen ich die "Regeln" so drehen und wenden kann, dass alle Kinder profitieren.
War es das oftmals zitierte "Gewusel" - also alle Mann hinter dem Ball her?
Im besten Fall ja. Manche kamen aus dem Schauen gar nicht heraus und waren mit der Situation überfordert.
Was hat euch überrascht?
Das wir trotz regelmäßigem "Training" derart unterlegen waren.
Was hat euch geärgert?
"Taktische Anweisungen" der Eltern trotz vorhergehender Besprechung.
Was ist euch besonders in Erinnerung geblieben?
Das Kindern in diesem Alter das Ergebnis tatsächlich komplett egal ist.
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Ich würde die Jungs die Regeln selbst bestimmen lassen (von dir moderiert).
Hat mehrere Vorteile:
x Teambuilding
x Spieler setzen sich selbst mit dem Thema Verantwortung auseinander
x Spieler werden sich eher an die Regeln halten, die sie selbst aufgestellt haben.
x Du kannst die Karte "Eure Regeln, haltet euch daran!" ausspielen. -
Womit man aber die Wertigkeit des "großen" Spiels über das "kleine Spiel" stellt.
Denn das große Spiel ist dann die Belohnung dafür, dass sie das Kleine "ertragen"
Stimmt. War auch nicht als "Dauerlösung" gemeint, sondern eher als Initialzündung.
Ich muss gestehen, dass ich das anfängliche Problem auch nicht habe. Meine lieben die Kleinfeldspiele (egal welche). Wichtig ist dabei zu variieren und immer für neue Impulse zu sorgen. Ich gehe mal davon aus, dass die Kids von @Premutos auch gefallen daran finden, wenn sie mal Blut geleckt haben.
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Habe ich jetzt erst gelesen. Ich vermute mal, dass es sich dann um ältere Bambini handelt? Da ich davon überzeugt bin, dass kleine Teams überragend wichtig sind, wäre es mir relativ egal, ob da manche Kinder "richtig" Fußball spielen wollen. Große (Kleinfeld)Tore kann man ja verwenden, aber keinesfalls große Temas, finde ich extrem sinnlos...
Gelesen und für gut befunden

Man kann sie ja ein wenig motivieren, nach dem Motto:" Wenn sich da jetzt jeder richtig ins Zeug hängt, spielen wir nachher ein großes Spiel!"
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Nun, ich habe prinzipiell kein Problem mit "richtigen Spielen". Nur sollte das halt nicht IMMER und AUSSCHLIESSLICH Bestandteil des Trainings sein, oder?
Nein, natürlich nicht. Aber im Grunde kann dir nichts besseres passieren, als eine Gruppe die einfach Fußballspielen will. Biete ihnen solange dieses Interesse besteht verschiedenste SSGs (Kleinfeldspiele) an. Mache 1v1 Turniere auf Dribbellinien, spiele 2v2, Funino usw. Dazwischen aufgelockert mit einem Fangspiel (vlt. sogar mit Fußballbezug), ein paar koordinative Elemente (kindgerecht) und gut ist.
Und es spricht nichts dagegen mit einem Spiel einzusteigen. -
Kennt glaube ich jeder. Wenn ein Großteil deiner Mannschaft das will, spricht auch nichts dagegen, solange die Teams nicht zu groß werden. Ich würde max 4 Spieler pro Team spielen lassen.
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Ich sehe viele Parallelen zu mir. Für die Kids ist es wichtiger, dass sie einen entspannten Trainer haben, der Freude an der Sache hat, als einen Trainer der verbissen versucht das "perfekte" Training zu präsentieren. Ich muss mich da selbst auc immer wieder ermahnen.
Ich würde sagen einen Gang runterschalten. Deine Zöglinge und vor allem du werden davon ungemein profitieren.
Ich gebe dir im Grunde genommen recht. Aber ich glaube nicht dass die Eltern, um die es geht mehr machen würden oder sich engagieren würden.
Aber ich werde dennoch neue Wege versuchen.Werden sie nicht. Diese Eltern darf man aber ruhig auch mal "auflaufen" lassen.
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Bis vor Kurzem war ich der Meinung dem Kinder/Jugendfußball ewig erhalten zu bleiben. Weil es mir riesen Spaß macht und ich es als mein Hobby sehe. Weil ich große Freude daran habe Spieler zu entwickeln und Kinder auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden zu begleiten. Ich traue mir zu sagen, dass ich mir im Laufe der Jahre ein ganz ansehnliches Wissen diesbezüglich angeeignet habe und bin stolz darauf, was ich gemeinsam mit anderen bei uns im Verein aufgebaut habe. Insgesamt dachte ich immer, im Kinderfußball mehr bewegen zu können, als im Erwachsenenbereich.
Schon oft wurde ich gefragt, ob ich nicht mal eine Seniorenmannschaft übernehmen will. Eigentlich habe ich das immer verneint. Mit der Begründung, dass ich mich eindeutig als Trainer und weniger als Betreuer sehe. Ich würde sagen dass meine Stärke auf jeden Fall das Entwickeln einzelner Spieler ist. Defizite sehe ich eher im taktischen Bereich sowie der Mannschaftsführung.
Vor einenthalb Wochen wurde der Trainer unserer Seniorenmannschaft ergebnisbedingt "entlassen". Auf Wunsch vieler Spieler habe ich dann, nach intensivem Überlegen, die Betreuung der Mannschaft übernommen. Zuerst wollte ich eigentlich gar nicht, da ich mir "zu Schade" war die restlichen Spiele einfach über die Runden zu bringen. Aber dann habe ich versucht das Ganze wie eine Art Trainingslager zu begreifen, in dem die Spieler und vor allem auch ich einiges lernen können. Von vornherein war klar, dass ich das "Traineramt" nur bis Saisonende (insgesamt 5 Spiele) übernehme, da es mir auf Dauer zu Zeitintensiv wäre und ich erst für adequaten Ersatz im Kinder/Jugendbereich sorgen müsste. Außerdem fühle ich mich im theoretischen Bereich noch nicht sattelfest genug, diese Aufgabe auf Dauer zu übernehmen. Ich möchte vorher noch entsprechenden Trainerkurs machen und mir mehr Wissen (Bücher) aneignen.
Ich habe mir selbst auferlegt in diesen knapp fünf Wochen alles zu geben und alles mögliche zu tun, so "erfolgreich" wie möglich zu sein. Meine Ziele sind:
> Die Mannschaft aus ihrer "Lethargie" zu befreien und ein Feuer zu entfachen
> Das Publikum "aufzuwecken"
> Den Vorstand mit ein bisschen "positiver Energie" anstecken, damit wir alle mit Elan in die neue Saison starten können.Bis jetzt läuft es eigentlich ganz gut und es macht mir riesen Spaß. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass vor allem die Dinge die im Kinderfußball (zurecht) eher verpönt sind echt Laune machen. Während man im Jugenbereich als Trainer ja eher unterm Radar fliegt genieße ich es so richtig auch mal im Mittelpunkt stehen zu dürfen. Spieler vor dem Spiel mit einer knackigen Ansprache aufzuheizen und am Spielfeldrand auch mal "mitgehen" zu dürfen hatte bei mir eine fast katharsiche Wirkung. Den Gegner von nächster Woche zu beobachten und die entsprechenden taktischen Maßnahmen zu ertüfteln, sich selbst kreativ in das Spielgeschehen einzubringen stellte eine willkommen Abwechslung zum KIFU-Alltag dar.
Die Schulterklopfer und das spendierte Bier der Zuschauer tun der leidgeplagten Jugendtrainer Seele richtig gut.Ich bin zwar richtig gerne Jugendtrainer, aber ich genieße die Abwechslung momentan sehr und bin überzeugt sehr viel lernen zu können von dem die Kids dann vielleicht auch profitieren. Die nächste Stufe der Trainerausbildung wollte ich sowieso schon immer machen und vielleicht sieht mich der Erwachsenenfußball doch noch...
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Klar man möchte gewinnen, und klar man steht auf der Seite seiner Mannschaft, aber wenn ein 7-8 Jähriger was cooles macht, dann kann ich dem doch gratulieren und ihm applaudieren.
Man muss ja nicht bei nem Gegnertor himmelhoch jauchzend durch die Gegend springen....
Man darf dabei die deeskalierende Wirkung auch nicht außer Acht lassen. Dem Schreihalspapa fällt seine Kämpferattitude zunehmend schwerer, wenn sein Sohnemann auch vom gegnerischen Trainer Anerkennung bekommt.
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Fehlt ja nur noch, dass wir uns bei einem Tor vom Gegner mit ihm zusammen freuen sollen.
Habe ich auch schon gemacht. Bei einem KIFU-Spiel wie es im Buche steht, welches 9:9 ausging und echt keinen Verlierer verdient hatte, haben sich beide Teams mit gemeinsamen SCHUSS - TOR! gefeiert.
War schön.
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Was hat sich verändert?
1. Meine Kids haben einen immensen Entwicklungssprung gemacht. Vieles sieht jetzt so einfach und selbstverständlich aus. Ich habe einfach das Gefühl, dass ihnen "der Knopf aufgegangen" ist.
2. Haben wir im Herbst in einer sehr starken Gruppe gespielt, in der wir teilweise nicht mithalten konnten. Wobei jetzt interessant wäre zu sehen, wo wir jetzt im Vergleich zu den "Herbstteams" stehen.Und nachdem das Spiel mit 12:0 gewonnen wurde, muss das dann nochmal demonstriert werden "we are the Champions, those are the losers"?
Dieses Wochenende haben wir mit 10:1 gewonnen. Manche meiner Spieler wurden deshalb "übermütig". Ich habe sie sofort daran erinnert, dass es uns auch schon so gegangen ist und welches Gefühl sie dabei hatten.
Es ist relativ schwer das Gefühl der Freude und Demut vor der Leistung des Gegners unter einen Hut zu bringen. Auf einen Jubel ala "We are the champions" haben wir selbstverständlich verzichtet.Sehr schön zu hören! Aber das heißt, ihr lasst das mit dem Schlachtruf jetzt bleiben? So fände ich es gut.
Ja, eigentlich schon. Die Kids feiern sich selbst (nachdem sie sich per Handschlag vom anderen Team verabschiedet haben), indem sie eine Kette bilden und quer über den Platz zu den applaudierenden Eltern laufen.
Ist denke ich so in Ordnung, stellt keine Provokation dar und wahrt die Würde des anderen Teams.
