Beiträge von Strznievski

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    @Zodiak


    Das Video verdient wieder mal das Prädikat besonders wertvoll (ab damit in den Angeber-Thread). Schön zu sehen, wie die Jungs den Ball beinahe jedes Mal schon in die richtige Richtung mitnehmen und sich allein dadurch einen immensen Vorteil "erspielen". Sehr gut gefällt mir auch das der Blick immer wieder vom Ball gelöst wird um sich einen Überblick zu verschaffen. Anschließend sind deine Spieler dann TOP in der Entscheidungsfindung. Jedes mal wenn ich gedanklich ein Kommando wie Pass, Schieß, geh vorbei, usw. gegeben habe hat der jeweilige Spieler genau das getan. Wahnsinn!


    Der Passschleife mit Spiel über den Dritten, muss ich aber ehrlich gestehen, stehe ich mit sehr gemischten Gefühlen gegenüber. Einerseits toll wie deine Jungs das technisch hinbekommen. Glaube nicht, dass das bei unseren Senioren so funktionieren würde. Allerdings bin ich mir nicht ganz sicher ob das in diesem Alter das richtige ist, weil es m.E.n. praktisch unmöglich ist das auch als taktisches Mittel im Spiel anzuwenden. Ich glaube das es in praktisch keinem Breitensportverein vorkommt, dass so einen Spielzug (beabsichtigt) einmal gesehen wird. Aber vielleicht unterschätze ich Kinder wieder einmal. Habe mir auch nicht gedacht, dass meine Kids mittlerweile Zidanes im Training und Christianos im Spiel anwenden.


    Was mich auch noch brennend interessiert: Mir ist jetzt schon in mehreren deiner Videos aufgefallen, wie furchtlos sich deine Kids zum Kopfball hochschrauben. Das würde bei mir nur einer machen. Der würde aber allerdings auch vom Torpfosten abbeißen, wenn es dafür einen Punkt gäbe. Alle anderen würden keinesfalls bei einer so scharf getretenen Flanke (abgesehen davon, dass das auch nur wenige schaffen würden) aktiv zum Ball gehen. Trainierst du dieses Verhalten auch?


    @alle


    Ich glaube auch nicht, das es unbedingt Pädagogen am Sportplatz braucht. Es ist natürlich kein Fehler wenn vor allem Kindertrainer ein wenig pädagogisches Gespür haben. Aber ich glaube auch, dass Trainer Fehler machen dürfen und auch sollen. Ich habe sehr viele Fehler gemacht, die mir im Grunde alle verziehen wurden. Ich hoffe dass, das jetzt nicht falsch ankommt, aber ich bin felsenfest der Überzeugung, dass es für ein Kind nichts schlechteres gibt, als "PERFEKT" nach Lehrbuch erzogen zu werden. Ich glaube, dass auch Kinder aus den Fehlern der Eltern, Lehrer und Trainer einiges lernen.

    Weitere "Raufspiele" die ich immer wieder mal einstreue:


    1. Zwei Spieler befinden sich Kopf an Kopf in Liegestützstellung. Jeder versucht den anderen durch drücken oder ziehen aus dem Gleichgewicht zu bringen. Wer zuerst am Bauch landet hat verloren.


    2. Zwei Spieler drücken sich an den Schultern über ein vorher definiertes Ziel.


    3. Zwei Spieler treten mit verschränkten Armen gegeneinander an. Jeder muss auf einem Bein springen und versuchen durch Anrempeln den anderen aus dem Gleichgewicht zu bringen. Wer zuerst den zweiten Fuß absetzt verliert.

    So, oder ähnlich habe ich das auch schon öfter beobachtet. Das kann mehrere Gründe habe.


    1. Wenn der "Stürmer" einen der geschickteren Spieler darstellt, ist er es auch im Tor.


    2. Wenn der Spieler ohne Erwartungen (von sich selbst, Trainer, Eltern) in dieses Spiel geht, wird er bildlich gesprochen mit jedem gehaltenen Ball und jedem damit einhergehenden, ehrlichen Lob (Wow, das hätte ich nie von dir gedacht!) einen cm wachsen.


    3. Ich unterstelle dem Trainer dieser Mannschaft auf Grund deiner Formulierung, dass er wenig bis gar nicht rotieren lässt. Da kann sich selbst bei Kindern eine gewisse Routine einstellen. Vor allem bei schwächeren/jüngeren Teams steht der Stürmer vorn und wartet auf den Ball, ohne dabei eigentlich viel zu tun. Vielleicht war die Action im Tor einfach mal nur eine willkommene Abwechslung. Dies ist einer der vielen Gründe warum unbedingt rotiert werden sollte.

    Ihn technisch zu trainieren ist gemeint....das WIE passe ich, aber nicht...miteinander in Kombination zu passen. Passen die Kombi....auch prima und lobenswert...aber als Trainingsthema in sich nicht für diese Altersgruppe.

    Und gerade in dieser Übung/ diesem Spiel, kann ich die Passtechnik mit verschieden Vorgaben und Variationen toll trainieren und habe nebenbei soetwas ähnliches wie eine Freilaufbewegung, die ich kurz erwähnen würde, die aber keinesfalls den Fokus meines Coachings darstellen würde.

    Die Ziele der F Jugend sollten einem Trainer bekannt sein.

    Ja richtig. Dazu gehört das spielerische Erlernen der Grundtechniken. Dribbeln! Schießen! Passen! Wenn du selbst deinen Links mal folgst, kommst du zu folgender Trainingseinheit:


    http://www.dfb.de/trainer/f-ju…ten-detail/22032016-1187/


    Alle wollen wir Tore schießen und verhindern, ...so meine Mannschaftstaktik die ich empfehle.

    Auch ein Teil der der Ausbildungsziele des Dfb lautet da sinngemäß (ich bin zu faul das entsprechende Dokument wörtlich zu zitieren): Den Spieler einfache technisch / taktische Prinzipien die beim Tore schießen und verhindern vermitteln.


    Ein Pass ist ein legitimes technisch-taktisches Mittel um den Ball näher Richtung gegnerisches Tor zu bringen. Viele Kinder sind dazu in der Lage die Spielsituation richtig einzuschätzen, ob jetzt ein Pass (trotz verstolpern und allem was in diesem Alter sonst noch dazu gehört), oder ein Dribbling mehr Erfolg bringt.

    Passdreieck ist zur Schulung von Passkombinationsspiel nicht Thema der F.

    Aber Passdreieck zum Erlernen der technischen Voraussetzungen für ein Passkombinationsspiel, wie das Training oben, dass ich deinen Links entnommen habe, beweist.

    Schulst du Passtraining weil du sie miteinander im Spiel passen lassen willst...vergeudest du wichtige Zeit für machbares.

    Hier gebe ich dir zum Teil recht. Man darf sich auch, wenn die Kids mehre Einheiten zum Thema Passspiel hinter sich haben, keinesfalls erwarten, dass sie das beim Spiel in Form von Kombinationsspiel anwenden. Ich empfinde es aber als großen Erfolg, wenn die Kids sich in Bedrängnis befinden und die Situation mit einem kontrollierten Pass lösen, anstatt den Ball stur im Dribbling vs. 3 Gegenspieler zu verlieren. Siehe mein Video, dass ich im "Angeber-Thread" gepostet habe. Da war nichts instruiert, vorgegeben oder ähnliches. Alle beteiligten Spieler haben das so selbst entschieden. Natürlich klappt das nicht jedes Mal so, ist aber genauso wenig ein Problem, als es ein misslungenes Dribbling gewesen wäre.

    Dazu wird Spielintelligenz verhindert und das zu lasten der machbaren Themen wie torschuss, Dribbling und Zweikampf....wie Techniktraining.

    Das stimmt so nicht. Spielintelligenz bedeutet die richtige Entscheidung zu treffen. Wenn die Spieler die MÖGLICHKEIT haben, zu entscheiden ob sie passen, oder dribbeln, ohne dabei fremdgesteuert zu werden, fördert dies die Spielintelligenz wesentlich mehr, als wenn sie nur die Möglichkeit des Dribbelns haben.

    Generell finde ich die Übung Passdreieck oder Viereck als typisches Beispiel von Erwachsenem Fußball für Kinder.

    Finde ich jetzt gar nicht so. Mit einem Verteidiger (der dem Können der Kids angepasst vl. ein paar Einschränkungen hat), oder mit zwei Teams die im Wettbewerb gegeneinander antreten (wer schafft es zuerst 20 "saubere" Passes zu spielen?) kann man daraus eine einfach zu organisierende Spielform machen, die meinen Spielern bestimmt Spaß machen würde.

    Ich halte das für ein ganz gutes Spiel, welches ganz gut in diesem Alter funktionieren wird (vielleicht nicht auf Anhieb). Ich kann mir das ganz gut als Aufwärmspiel zu einem Training mit Schwerpunkt Passspiel vorstellen. Man kann da auch schön je nach Entwicklungsstand ein paar Variationen einstreuen wie z.B. verschiedene Ballannahmen um das Hütchen herum. Ob du dann tatsächlich "Freilaufbewegungen" im Spiel fordern kannst bezweifle ich stark, aber es bereitet die Kinder schon mal darauf vor, ein wenig auf die Mitspieler und den Ball zu achten und die eigene Position entsprechend anzupassen.

    Aber ich finde "Belohnungen" in Form eines Spiels nicht gut. Das ähnelt einem antiautoritären Erziehungs- und Führungsspiel und passt weder zu mir noch zu meinen Vorstellungen.

    Ich versuche das keinesfalls als "Belohnung" zu präsentieren und ich lasse mir auch nicht von den Kids auf der Nase herumtanzen. Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass bis auf Ausnahmen ich als Trainer, bzw meine Trainingsgestaltung der Grund dafür ist, dass jetzt Unruhe herrscht. Dann bringt es nichts eisern an seinem Trainingsplan festzuhalten und stur gegen den offensichtlichen Willen der Kinder sein Programm runterzuspulen.

    Diese Formulierung gefällt mir. :thumbup:

    Ich persönlich bin kein Freund davon Kinder mit Liegestütz, Rundenlaufen, usw. zu bestrafen. Nicht weil man Kinder nur mit Samthandschuhen angreifen darf, sondern weil Sport (egal welcher Form) immer mit etwas Positivem zu tun haben sollte.


    Sollte wirklich mal gar nichts funktionieren, weil die Gruppe so überdreht ist, funktioniert es meistens, mal alle auf die Seite zu nehmen und ein Konzentrationsspiel ala Naka-Naka zu spielen.

    Es gibt schon einen Thread (Ramadan/Fasten E Jugend) zu diesem Them, in dem ich damals folgendes schrieb.

    Bin alles andere, als ein Experte auf dem Gebiet, glaube aber mich erinnern zu können, dass Sportler im Allgemeinen (zumindest teilweise) Ausnahmen machen dürfen. In einem Interview mit Ribery war da zu lesen, dass er "nicht trinken" als Sportler einfach nicht machen kann. Das könnte man vielleicht als Argument hernehmen um dem Kind/den Eltern klar zu machen, dass er bei einem Wettkampf trinken MUSS.



    tz.de/sport/fc-bayern/ramadan-…ft-sich-frei-2428808.html

    Ich würde auf jeden Fall das Gespräch mit den Eltern und auch dem Spieler suchen. Dies hat mehrere Gründe.


    Immer wenn so etwas passiert (kenne ich selbst nur zu gut) geht man zunächst von einem "böswilligen" Handeln der Beteiligten aus. Mit einem klärendem Gespräch erfährst du warum die Eltern und/oder Spieler wechseln wollen. Vielleicht hast ja du oder seine Teamkollegen etwas gesagt/getan dass den Spieler verletzt hat, ohne dass du es gemerkt hast. Oder es könnte sein, dass sich die Eltern einen "sportlichen Aufstieg" erhoffen. Und und und... Egal was der Grund für dieses Verhalten ist, kannst du im schlechtesten Fall für die Zukunft daraus lernen und im besten Fall vielleicht noch intervenierend eingreifen.
    Außerdem kannst du auch klarmachen, wie unfair und respektlos dieses Verhalten dir gegenüber ist.


    Das weitere Verhalten würde ich abhängig von dem Elterngespräch machen. Allerdings würde ich versuchen so etwas nie persönlich zu nehmen und auf dem Rücken des Kindes auszutragen.

    Das wichtigste ist mEn das alle Kinder beschäftigt sind. Dann hat man sowohl mit der "Schlaftablette" als auch mit dem "Hyperaktiven" keine disziplinären Probleme. Der Idealfall ist, wenn man die Kinder vor eine Aufgabe stellt, die sie "knapp" noch nicht in der Lage sind zu meistern. Also Übungen, die ihrem Entwicklunsstand entsprechen, mit einem Ziel das nur unter entsprechendem Aufwand zu erreichen ist. Dadurch ist die Eigenmotivation dann im Normalfall so hoch, dass alle mitziehen.


    Außerdem finde ich das "militärische Disziplin" im Kinderalter vollkommen überbewertet wird. Wenige Regeln, die aber eingehalten werden sind glaube ich sinnvoller. Was erwarte ich von meinen Kids:


    1. Dass sie zuhören wenn ich rede! (Hier gilt es auch immer wieder sich selbst zu hinterfragen. Präsentiere ich mich und das gesagte kindgerecht? Versuche ich gerade zu viel Information auf einmal zu übertragen? Sind meine Spieler überhaupt in der Lage die Informationen inhaltlich zu verstehen? ...)


    2. Niemand wird verspottet oder ausgelacht! (Alle müssen das Gefühl haben Fehler machen zu dürfen.)


    3. Wenn jemand aufs Klo muss, wird sich bei mir abgemeldet.


    Viel wichtiger als dass alle in Reih und Glied stehen können, ist doch eine angenehme Atmosphäre, in der Kinder lachen, toben und auch mal Unfug machen können.

    Ich denke, dass es ein Trugschluss ist, wenn man denkt, dass durch das Playstation-spielen das Spielverständnis gefördert wird. Die Kids, die mit Leib und Seele Fußball spielen, sind meist auch jene, die das größte Spielverständnis aufweisen. Die Kinder die gerne Fußballspielen, werden auch die sein, die dann auf der Konsole eher FIFA als ein anderes Spiel spielen werden.


    Sollte FIFA spielen tatsächlich einen Einfluss auf die Spielintelligenz haben, ist er glaube ich verschwindend gering.

    Wie schon erwähnt, bin ich Befürworter von abwechselndem Üben und Spielen. Ich kenne auch die Bücher Fußball durch Fußball und Spielnahes Fußballtraining, welche ja an die selbe Kerbe schlagen wie @vangaalsnase Ausführungen. Das ist im Großen und Ganzen auch nachvollziehbar und behaupte mal, dass Üben ohne Spielen überhaupt keinen Sinn macht und das der Bezug zum Spiel immer gegeben sein muss. Irgendwie kann ich mich aber mit der "Trainieren NUR in Spielformen" - Methode nicht so recht anfreunden (Spiele aber mit dem Gedanken, dass mal über ein paar Wochen auszuprobieren).


    Mich würde eine Mustereinheit für Kinder nach dieser Methode (egal zu welchem Schwerpunkt) interessieren und wäre dankbar wenn sich jemand dafür die Zeit nehmen würde.

    Ich habe mal eine Frage zum Koordinationstraining. Und zwar plane ich mit meinen U-10 Maedels ein einfaches Koordinationstraining an der Leiter und dabei immer den Ball in der Hand, zum einen damit sie am Ende einen Torschuss ausueben koennen und zum anderen dachte ich, das waere ein zusaetzlicher Konzentrationsfaktor. Nun frage ich ich mich, ob das Sinn macht oder nicht. Hab noch nicht so viel Erfahrung mit Koordinationstraining.

    Ich mache eigentlich immer im Anschluss an die Koordinationsaufgabe eine "fußballerische" Folgeaktion. Am einfachsten geht das natürlich mit Ball in der Hand. Praktiziere ich selbst auch immer wieder so, aber der große Nachteil dieser Methode ist, dass der richtige Einsatz der Arme zum Bewegungsablauf dazu gehört und dieser durch einen getragenen Ball natürlich gehemmt ist.
    Man kann sich aber durch mehrere Maßnahmen helfen. Z.B.:


    * Die Bälle werden in einem Depot bereit gelegt, welches sich nach dem Koordinationsteil befindet und dann dort übernommen.
    * Die Bälle werden zugepasst, bzw. zugeworfen.
    * Der Spieler, welcher den Koordinationsteil absolviert hat, übernimmt den defensiven Part im 1v1 und trifft auf einen Spieler mit Ball, der zuvor einen Technikparcours absolviert hat.


    Große Inspiration waren/sind für mich die Koordinationsübungen der MFS.

    Hallo,


    als Traininer /Trainerin muss man immer ein wenig kreativ sein und muss
    auch abschätzen können, was die Jungs und Mädels bewerkstelligen können.

    Prinzipiell finde ich deine Aussage richtig, aber genauso wichtig ist es auch seine Spieler zu unterschätzen. Mit meiner U8 mache ich koordinative Übungen die ein Teil der Senioren nicht schafft. Auch beim koordinativen Teil des Trainings gilt, dass der Schwierigkeitsgrad im Idealfall so gewählt ist, dass der Spieler am Anfang des Trainings den Bewegungsablauf nicht kann, am Ende aber schon. Das hat in erster Linie den positiven Effekt, dass Kinder wegen ihres "Lerndrangs" selbstständig probieren und üben und somit beschäftigt sind, während sie bei zu einfachen Vorgaben unkonzentriert werden und auf ´"blöde Ideen" kommen können.

    Und die kids bekommen unsichtbare Zauber-Indianer-Kriegsbemalung ins Gesicht diw Extra kraft gibt.

    :thumbup: Find ich cool!

    Ich trainiere kürzer, damit die kids nicht schlapp sind, sondern auf Spannung. Den korperlichen Grundsatz fur die Aktivierung der kraftspeicher bzgl. Trainingsverhalten am Vortag des Wettbewerbs habe ich aus dem Radsport adaptiert.

    Bin jetzt kein Sportwissenschaftler, aber ist das in diesem Alter nicht vollkommen egal? Die haben sich ja sowieso nach 15min wieder regeneriert.