Beiträge von Strznievski

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    @Strznievski
    Wäre dir diese Antwort lieber gewesen auf deine Frage, was du falsch gemacht hast?

    Nein! Mit einer Antwort die keinen Sinn ergibt, bzw keine Antwort auf meine Frage(n) gibt, habe ich genauso wenig etwas, wie von einer Antwort die ich nicht verstehe.

    Jein, es gibt Unterschiede, aber ob sie genau in deinem Fall den großen Unterschied ausgemacht haben, kann man "von außen" gar nicht beurteilen, weil ja auch die Stärken des Gegners zum Ergebnis beigetragen haben. Du schreibst ja selbst, dass ihr sonst andere Ergebnisse erzielt. Und vermutlich wärst du gar nicht auf die Idee gekommen, deine bisherige Arbeit zu hinterfragen, wenn es nicht diese hohe Niederlage gegeben hätte?

    Ich mag ja auch nicht zu sagen, ob es in diesem speziellen Fall, ganz einfach so war, dass bei (z.B.) zwei Gegenspieler ein Entwicklungssprung stattgefunden hat, oder ob dort ganz einfach so gut trainiert wurde, dass sie uns komplett einteilt sind. Mich hat lediglich interessiert, ob jemand (vielleicht mit wissenschaftlichem Background) bestätigen kann, ob es solche Entwicklungssprünge in diesem Alter gibt.

    Aus der eigenen Schwäche seine Stärken zu ziehen, hieße für mich zu schauen, was der Gegner besser macht und was davon sinnvolle Ziele für das eigene Team sein könnten. Sicher ist, dass Kinder sehr gut von anderen Kindern lernen können. Bei uns Erwachsenen ist diese Fähigkeit leider teilweise verloren gegangen. Dabei geht es gar nicht darum etwas zu kopieren, sondern zu kapieren.

    Das mache ich doch hier in diesem Thread. Das ich gewisse Fehler gemacht habe, ist mir durchaus bewusst. Darum gilt es ja jetzt aus dieser Situation zu lernen. Ob ich mir von den Kollegen, bei denen wir verloren haben etwas lernen kann, weiß ich nicht so genau. Wenn ich mir das Aufwärmprogramm von denen ansehe und mit meinem vergleiche, würde ich sagen das meines um Längen besser ist. Allerdings ist mir nicht bekannt wie dort das Training aussieht. Wenn ich mir die "Leistung" der Jungs ansehe müssen sie so einiges richtig machen. Vielleicht hospitiere ich dort mal eine Woche...

    Für eine tiefere Analyse deiner Situation werden weitere Informationen, insbesondere über Trainingsinhalte sowie die Trainingssteuerung benötigt.

    Das Grundgerüst meines Trainings, sind momentan die Kleinfeldspiele von Horst Wein, die von Koordinations- und Technikübungen wie auch @Zodiak sie praktiziert ergänzt werden. Bin gerade dabei, meine heutige Trainingseinheit aufzubereiten und hier reinzustellen.

    Darüberhinaus wollte ich dir den Rat geben, dich zunächst einmal ein stückweit von diesem einen Spiel zu entfernen, um zu einer besseren perspektivischen Sicht zu gelangen. Sonst besteht die Gefahr mich für einen falschen Weg und falsche Ziele zu entscheiden.

    Zu dieser Erkenntnis bin ich mittlerweile auch gelangt. Ich habe mein Handeln nochmal überdacht. Wenn ich mit meinen 2009ern gegen Gleichaltrige antrete, gewinnen wir so gut wie alle Spiele. Bei unserem Jugendtag (alle Mannschaften des Bezirks, treten in einem Turnier gegeneinander an) haben wir souverän (ohne Punkteverlust) gewonnen. So verkehrt kann also meine Herangehensweise auch nicht sein. Was ich in Zukunft auf jeden Fall wieder ändern will, ist das ich wieder mit mehr "Feuer" an die Sache herangehen will. Die Routine wieder durchbrechen um den Kindern wieder etwas Besonderes zu bieten.

    Worin liegt deiner Meinung nach der Unterschied, ob meine Mannschaft das Spiel gewinnt und/oder ob sie den "schöneren Fussball" spielt, wenn beides das gleiche Ziel verfolgt, denn Gegner zu dominieren?

    Der "schönere Fußball", wie du so schön schreibst, verfolgt (zumindest bei mir) nicht das Ziel den Gegner zu dominieren. Das ist eine Unterstellung, die ich so weder behauptet, noch angedeutet habe. Mein Ziel ist es, den Kindern Fußballspielen beizubringen. Und zwar über lange Sicht. Ich will, dass meine Kinder angreifen UND verteidigen. Ganz allgemein gesagt. Im Detail will ich, dass sie den Ball so vom Gegner erobern können, dass sie ihn im Anschluss verwerten können. Verwerten bedeutet für mich, dass sie sowohl technisch, als auch taktisch in der Lage sind selbst zu entscheiden, ob es jetzt besser ist den Ball zu passen, oder ins 1v1 zu gehen. Ich will, dass sie sich nach Ballabgabe wieder aktiv ins Spielgeschehen einschalten. Das ist nur mit "schönem Spiel" möglich.


    Ich will nicht, dass hinten ein Ausputzer steht, der darauf spezialisiert ist die Bälle lediglich wegzudreschen. Bei Bedarf auch ins Out. Ich will nicht, dass mein Wunderwuzzi immer Freigeist ist, der sich dort aufzuhalten hat, wo der Ball ist. Ich will nicht, dass mein schnellster Spieler vorne herumsteht und lediglich auf die weiten Bälle des Ausputzers wartet. Das alles hätte kurzfristig gesehen bestimmt einen positiven Effekt auf das Ergebnis.

    Kommt nicht zu allererst der Respekt vor dem Gegner, durch den man sich auf Augenhöhe partnerschaftlich und ohne Hintergedanken trifft?

    Das ist wieder so ein Satz den ich nicht verstehe. Welchen Hintergedanken meinst du?

    Die Neugier als Triebfeder besteht ja nicht nur beim Trainer, sondern auch bei den Spielern. Man kann sie nutzen oder mißbrauchen. Weil ja auch viele Eltern entweder Laien sind oder ihre Weisheiten aus dem Erwachsenen-Fussball haben, lassen sie sich z.T. sogar als nützliche Handlanger der eigenen Erfolgstheorien verwenden. Irgendwann werden die Kinder jedoch so selbständig, als das sie mit den Füßen entscheiden, ob sie dem Fussball weiterhin treu bleiben wollen oder sie für etwas anderes entscheiden.

    Auch mit diesem Absatz tue ich mir schwer. Willst du damit behaupten, dass ich Eltern und Spieler manipuliere, weil ich von Anfang an klipp und klar kommuniziert habe, was ich im Kinderfußball als Erfolg betrachte?

    @Powerzwergenpapa


    Ich bin eigentlich der Meinung bin mehr Ahnung vom Thema "Kinderfußball" zu haben, als andere 0815-Dorftrainer. Nicht weil ich ein Trainer-Wunderkind bin und einfach alles besser kann, sondern weil es glaube ich kein Buch zu besagtem Thema gibt, dass ich nicht gelesen habe. Einfach weil ich mehr Zeit, Geld und Energie für mein Hobby aufbringe als andere. Einfach weil ich es liebe auf dem Platz zu stehen um mit den Kindern gemeinsam etwas zu "erspielen" (erarbeiten wäre ein wenig zu streng). Weil das mein Kampf gegen die Windmühlen der heutigen Zeit (Handy, Internet, Playstation und Co) ist. Natürlich ist mir durchaus bewusst, dass zwischen Wissen und Umsetzung ein großer Unterschied besteht, aber ich glaube es ist klar was ich damit sagen will.


    Bis zu diesem Spiel konnte ich mir Niederlagen auch immer erklären. Dies hatte viele Gründe. Einige davon (manche gleichzeitig) waren:


    - Ich habe einen gemischten Jahrgang andere Mannschaften ein reines 2008er Team
    - Bei mir ist jedes Kind (egal wie klein, groß, dick, tollpatschig, ...) willkommen, bei anderen Mannschaften wird "gecastet"
    - Bei mir kommt jedes Kind zum Einsatz, bei manch anderen Mannschaften nicht
    - Bei uns spielt jedes Kind auf jeder Position, bei manch anderen Mannschaften nicht
    - Bei mir ist es halt so, dass die "talentierten" die 2009er sind - bei anderen Mannschaften stechen die 2008er heraus


    .... und trotzdem konnten wir bisher mit (fast) allen Gegner "mithalten" (Im Sinne von Kinderfußball. Wir hatten auch schon 9:2 Niederlagen wo wir auf ein Team mit einem körperlich und technisch starken Spieler trafen, der uns dann halt 7 Tore schoss). Bei diesem Spiel war das aber dann nicht so.


    UND DAS KONNTE ICH MIR NICHT (SOFORT) ERKLÄREN!


    Ich bin allgemein ein Mensch, dass sein Handeln regelmäßig hinterfragt. Nicht weil mir die Selbstsicherheit fehlt, sondern weil das eine Eigenschaft ist die mEn sehr wichtig ist um sich weiter zu entwickeln. Ich habe das Spiel hergenommen um mein Training zu hinterfragen. Das Gefühl alles falsch gemacht zu haben ist mittlerweile wieder verflogen und ich kann auch das Spiel mittlerweile ein wenig besser Einschätzen. Mit Hilfe eines anderen Benutzers der mir eine PN zukommen ließ, bin ich zu folgendem (vorläufigem) Schluss gekommen:


    Meine Mannschaft ist es gewohnt viele Ballaktionen zu haben und "scheitert" in der Regel daran ausgekontert zu werden. In diesem Fall war uns die andere Mannschaft aber derart überlegen, dass meine Kids gar nicht dazu kamen etwas mit dem Ball zu machen. Das Verteidigen an sich ist dann sowieso unsere "Schwäche" die dann gegen diesen Gegner noch schwerer zu tragen kam.

    TW-Trainer schrieb:


    Zwar wird der Fussball als Ergebnissportart bezeichnet. Dennoch muß die Frage erlaubt sein, ob dies auch für den gesamten Ausbildungszeitraum zu gelten hat? Wenn ja, dann wäre die Frage danach, was ein Trainer, dessen Mannschaft mit 0 : 26 verloren hat, berechtigt? Ist das nicht der Fall, so spielt letzendlich das Ergebnis gar keine große Rolle, weil es in der Prioritätenliste ziemlich weit unten steht.

    [/quote]
    Das Ergebnis an sich, spielt keine große Rolle. Ich bin es nur gewohnt, dass meine Mannschaft den "schöneren" Kinderfußball spielt. Wir sind die einzigen, wo alle angreifen und alle verteidigen. Wir sind die einzigen, wo Finten wie Übersteiger, Rivelinos und Zidanes gemacht werden (wie im "Angeber-Thread" ersichtlich). Ich habe dann überhaupt kein Problem damit, 3:6 zu verlieren, in dem Wissen besser "Fußball-GESPIELT" zu haben und nicht besser "Ball-nach-vorne-gedroschen" zu haben. Bei 0:26 kann ich das aber nicht behaupten.


    TW-Trainer schrieb:


    Doch unabhängig, wie wir es sehen, kann ich den Verfasser dieses Threads sehr gut verstehen. Denn der Fussball ist eine "Drei-Generationen-Sportart", bei der die Tradition eine große Bedeutung hat und so selbst uralte Werte aus dem früheren Seniorenbereichen noch über Jahrzehnte bis in den modernen Kinderfussball hinaus strahlen. Deshalb liegt es an uns den Beweis anzutreten, dass unsere Vorstellungen vom Kinderfussball nach und nach die Oberhand in den Vereinen gewinnt. Weil wir jedoch primär an unseren Taten und nicht an unseren Worten gemessen werden, würde ich gern mehr über eure Trainingsmethoden erfahren, um unterstützend wirken zu können. Einstweilen möchte ich auf die Videoclips und Beschreibungen des Kollegen Zoldiak hinweisen. Mag vieles sicher für euer Team noch einen Nummer zu hoch sein, so findet ihr doch eine Menge an Anregungen für euer Training.
    [/quote]Bin gerne bereit, mal eine "Trainingseinheit" von mir hochzuladen. Vielleicht stelle ich auch ein Video rein. Gebt mir ein paar Tage Zeit.


    Goodie schrieb:


    Häufiger kommt dann der Vorschlag, zwei Kinder vom Platz zu nehmen. Aber ganz ehrlich? Warum dürfen die guten nicht mehr mitspielen? Unseren Kindern wäre das nicht zu vermitteln. Unsere F-Jugend hat auch schon Spiele mit 26:0 gewonnen. Da waren am Ende auch nur noch 3 Feldspieler aufm Platz. Aber die anderen waren so hoffnungslos unterlegen, dass sie dennoch ein Tor nach dem nächsten kassiert hatten.
    Ja, solche Spiele sind richtig doof. Denn auch den Verantwortlichen des Gewinnerteams geht ja nicht das Herz auf. Im Gegenteil zu den Kindern, die dann häufig Blut lecken und sich in einen Rausch spielen. Bei unserem 26:0 konnte man die Kinder nicht mehr sinnvoll erreichen.
    Die einzig sinnvolle Anweisung wäre wohl "nur noch mit dem schwachen Fuß" gewesen. Da man sich jedoch für Kinder vom Platz entschieden hatte...
    Aber ich bin gespannt auf weitere Ideen, was man machen kann wenn man haushoch überlegen ist. Wohlgemerkt bei den Kleinen!

    [/quote]Da bin ich grundsätzlich deiner Meinung. Ich würde auch keine wertvolle Spielzeit opfern.


    Powerzwergenpapa schrieb:


    "Wie konnte das passieren?" Kann ich bei euch natürlich nicht beurteilen. Es ist aber so, dass die physische Konstitution in dem Alter deiner Jungs eine extreme Rolle spielt. Fast immer sind es die großen, kräftigen, durchsetzungsstarken Kinder, die ein Spiel dominieren; und das müssen meiner Erfahrung nach nicht unbedingt die besten Fußballer sein. In dem Alter reicht es halt noch, allgemein kräftig und sportlich zu sein, mit einem guten Torschuss; mehr braucht der "Star" einer Kinderfußballmannschaft eigtl. nicht.
    [/quote]Wir sind fast allen Mannschaften körperlich unterlegen, konnten dies aber bis jetzt spielerisch halbwegs kompensieren. Daher kam auch meine Frage nach einem Entwicklungssprung in diesem Alter.
    Powerzwergenpapa schrieb:


    Also, es muss nicht so sein, dass ein 2008er-Team ein jüngeres Team so derartig extrem dominiert. Woran liegt das aber? M.Mn.n ganz einfach, denn in unserem Team sind einige Kinder (unter anderem der 5jährige!), die kennen nichts, wenn sie in die Zweikämpfe gehen; die "Beißen" und "Treten", und flitzen über den Platz, als ob es kein Morgen gibt. Das ist ja manchmal ganz erstaunlich, beim letzten Mal Bambini-Training hat einer der kleineren Jungs von einem der größeren mit voller Wucht den Ball ins Gesicht bekommen. Wir Betreuer sprinten sofort hin zum Trösten, aber der kleine Fratz stand da und lachte fröhlich und hat sich einfach gefreut, dass der Ball von seinem Kopf ins Tor abgeprallt ist.

    [/quote]Ich habe auch ein paar dieser "Giftzwerge" in meinem Team. Es macht normalerweise echt Spaß ihnen zuzuschauen, wie sie mit Herz in der Hand und vollem Einsatz den "Großen" den Schneid abkaufen. In diesem Spiel, hatten wir aber überhaupt nichts zu melden.

    Hinterfragen...ja, ...solltest du jedoch nach den Kifu-Regeln trainieren...lass dich dann bitte nicht davon erdrücken.

    Ich glaube das Thema "Kifu-Regeln", brauchen wir nicht nochmal diskutieren und mittlerweile glaube ich, dass du ein ganz gutes Bild davon hast, wie ich trainiere. Unabhängig davon, wie das Spiel am WE lief, hinterfrage und reflektiere ich mein Training ständig. In diesem speziellen Fall hatte ich aber das Gefühl, dass die jahrelange "Arbeit" umsonst war, bzw. in eine falsche Richtung lief.

    Schrecklich das der andere Trainer das so zuließ...Daumen nach unten für ihn!

    Ich möchte jetzt den anderen Trainer eigentlich keinen Vorwurf machen. So weit ich Einblick in sein "Schaffen" habe, hat er einen riesigen Kader von ca. 30 Kindern, die er in zwei Mannschaften (eine gute und eine weniger gute) eingeteilt hat. Mit den stärkeren tritt er in den Verbandsspielen an (Meisterschaft möchte ich nicht sagen, da es keine Tabelle gibt und die Ergebnisse nicht veröffentlicht werden), mit den schwächeren spielt er regelmäßig Freundschaftsspiele (Auch gegen uns. Diese Spiele gewinnen wir in der Regel). Das 0:26 Spiel, war halt mit seinen stärkeren, wo alle Spieler zum Einsatz kamen.

    Vielmehr frage ich mich - als Fan der Leistungseinteilung - was vielleicht da in Eurem Verein zu verbessern wäre.


    Andere Einteilung...oder eine andere ...tiefere...Staffel und damit Liga wählen zu Saisonbeginn?

    Ich glaube das das "Ligasystem" im Kinder- bzw. Jugendfußball bei uns in Österreich ein wenig anders ist, als bei euch. Bei uns gibt es ab der U11 eine Einteilung in sogenannte Playoffs. Oberes-, Mittleres- und Unteres-Playoff. Je nach Stärke. Wird eine Mannschaft im Herbst, im Unteren-Playoff Erster, spielt sie im nächsten Frühjahr Mittleres-Playoff. Der Letzte des Mittleren-Playoff spielt dann im Unteren-Playoff usw.
    Bis zur U11 gibt es (zum Glück) keine Play-Offs und keine Tabelle. Wie genau eingeteilt wird weiß ich nicht genau. Auf jeden Fall wird auf die Entfernungen geachtet. Wobei mit eine längere Wegstrecke wesentlich lieber wäre, wenn ich dadurch gegen ähnlich starke Mannschaften spielen kann.

    Ich finde das unsere Situationen kaum mit einander vergleichbar sind. Du hast es anscheinend geschafft, bei einer Erwachsenen-Mannschaft innerhalb kürzester Zeit ein Feuer zu entfachen. Großen Respekt dafür. Nur bin ich überzeugt davon, dass man in ein paar Wochen kaum einen besseren Fußballer "machen" kann. Wenn dann kann man in so kurzer Zeit nur Nuancen verbessern.


    Ich trainiere meine Mannschaft nun seit über drei Jahre und versuche bewusst einen (kleinen) Schritt nach dem anderen zu machen. Eben damit, wie du so schön sagtest, die Mannschaft DAUERHAFT etwas von meinem Engagement hat.

    Gerade im Grundlagenbereich des Kinderfussballs muß man keine Ergebnisse gutreden oder schlechtreden, weil sie gar nicht als Maßstab zur Beurteilung momentaner Trainerarbeit taugen. Denn es geht hier ganz einfach erst einmal darum den Kindern den Spaß an der Sportart Fussball zu vermitteln. Deshalb spielt das Leistungsvermögen auf einer Position gar keine Rolle, weil jeder Spieler zunächst einmal Erfahrungen auf allen Positionen machen sollte.

    Bei deinen Anworten bzw. Stellungnahmen bin ich mir oft nicht sicher, ob ich mich verständlich ausgedrückt habe, oder ich einfach nicht verstehe was du mir eigentlich sagen willst. Ich will das Ergebnis weder gut-, noch schlechtreden. Das Ergebnis an sich ist mir Schei.. egal. Mir geht es in diesem Thread auch nicht darum, wie ich den Kindern Spaß am Fußbal vermittle. Das ist für mich Grundvoraussetzung für alles andere, aber nicht das einzige und auch nicht das Thema. Und schon gar nicht ging es mir um das Leistungsvermögen auf einzelnen Positionen. Irgendwie werde ich müde ständig zu erwähnen, dass bei mir alle Kids, auf allen Positionen zum Einsatz kommen.

    Für all jene, denen meine Arbeit noch nicht geläufig ist, eine kurze Zusammenfassung:


    Ich trainiere eine U9 Mannschaft (Jahrgang 2008 und 2009) eines österreichischen Dorfvereins. Ergebnistechnisch betrachtet ist mein "Problem", dass ich relativ viele 2009er bzw. 2008er Mädls in meiner Mannschaft habe, die alle noch U8 spielen dürften. Es sind aber gerade die 2009er die herausstechen und wirklich gut sind. Ich glaube das wir vielen Mannschaften spielerisch überlegen sind, körperlich aber nicht mithalten können. Soweit kein Problem. Bisher haben wir 1+4 gespielt und spielen nun 1+6. Wir verlieren zwar relativ viele Spiele, aber das sind dann Ergebnise wie 5:8 wo wir einen Großteil des Spiels "kontrollieren" und viele Tore durch Konter bekommen. Mit dem kann ich Leben, das kann ich mir erklären und ist überhaupt kein Problem.


    Allerdings haben wir letzte Woche 26:0 verloren.


    Das war zwar gegen eine Mannschaft gegen die wir noch nie gewinnen konnten und die uns in allen Belangen überlegen ist, aber mit einer Niederlage in dieser Höhe habe ich nicht gerechnet. Mir geht es jetzt auch nicht an das Ergebnis an sich, aber wir waren so offensichtlich unterlegen, dass ich dann doch an meiner Arbeit (von der ich eigentlich Überzeugt bin) gezweifelt habe.


    Ich habe mir dann folgende Fragen gestellt?


    - Was habe ich falsch gemacht?
    - Kann es sein, dass es jetzt gerade einen Enticklungssprung für 2008er aber noch nicht für 2009er gibt?
    - Haben fixe Positionen so einen großen Vorteil gegenüber Rotation?

    Das was folgt, ist meine persönliche Meinung und fußt auf zehnjährige Erfahrung im unteren Breitensportbereich und unzähligen Büchern, Internetrecherchen und DVD's.


    Das Grundgerüst guten Kindertrainings sind verschiedenste Kleinfeldspiele (Horst Wein!) wo die Kids vor lösbare Probleme gestellt werden. Es werden aber zwangsläufig technische Fehler passieren, an denen man dann arbeiten kann. Wenn z.B. die Ballannahme bei der Hälfte aller Pässe nicht funktioniert, kann man selbige dann mit den Kindern üben. Sofern man ihnen das kurz erklärt hat, werden sie das auch im Normalfall mit großem Eifer machen.
    Dieses "Üben" muss dann nicht zwingend "spielnah" sein. Hier ist es wichtig für so viele Wiederholungen wie möglich zu sorgen. Jetzt könnten auch Rundläufe ala MFS zum Einsatz kommen, wo man zwei Teams im Wettbewerb gegeneinander antreten lassen kann, um die Intensität zu steigern. Wenn ich mich als Trainer auch nur halbwegs geschickt anstelle, kann ich innerhalb kürzester Zeit für hundert Ballannahmen sorgen, die in einer Spielform so sicher nicht möglich gewesen wären.
    Hat man dann etwas bestimmtes geübt, gilt es das im Anschluss wieder in eine Spielform zu integrieren.

    Klar umrissene Aufgaben, eine klare Ordnung und feste Positionen mit eindeutig festgelegten Zuständigkeitsbereichen sind auch ein Instrument für den Trainer, um möglichst viele Spieler in das Spiel miteinzubeziehen.

    Prinzipiell ein sehr interessanter Blickwinkel der m.E.n. klar für mehr Struktur und Ordnung spricht. Allerdings ist es eine Gratwanderung zwischen einer klar definierten Aufgabe (dem körperlichen und intellektuellen Stand eines Kindes angepasst) und Überforderung.



    - ein Spieler, sei es weil er besonders begabt ist oder besonders dominant, reißt das Spiel an sich, dann haben andere natürlich weniger den Ball.

    Dies ist/war bei meinem Wunderwuzzi der Fall. Und jetzt kommt die Gretchenfrage: Will ich einen Spieler, der tatsächlich das ganze Feld beackert (defensiv und offensiv) wirklich in seinem Engagement bremsen?

    Ich stehe/stand ebenfalls vor der großen Aufgabe von 1+4 auf 1+6 umzustellen. Wer meine Threads ein wenig verfolgt, weiß dass ich am Schluss mit 2 Verteidigern und zwei Stürmern gespielt habe. Wobei mir immer wichtig war, das alle Positionen sowohl offensive, als auch defensive "Arbeit" verrichten.


    Nun habe ich mir den Kopf zermartert wie wir wohl das nächste Halbjahr spielen werden. Klar war für mich vorn vornherein, dass alle Spieler auf allen Positionen spielen. Außer beim TW. Da machen wir es wie im Swingerclub: Alles kann, nichts muss! Viel schwerer war dann schon für mich die Frage: Wie eng wird das taktische Korsett, in das ich meine Kids stecke. Nach langem überlegen, habe ich mich entschlossen meinen Spielern doch mit auf den weg zu geben, wie wichtig es ist zu verteidigen und das nicht alle gleichzeitig "nach vorne" können. Die Abwehrarbeit wurde bei uns bis jetzt eigentlich ziemlich vernachlässigt (in Training und Spiel) und ich möchte Kids vermitteln, dass verteidigen genauso wichtig ist wie angreifen.


    Wie jeden Sommer, haben wir ein Trainingscamp samt Übernachten am Sportplatz abgehalten. Da wir ja nicht zwölf Stunden trainieren können, war einer der vielen Punkte auf unserem Programm eine Art "Theorie-Einheit", wo ich gemeinsam mit meinen Schützlingen die Aufgaben, zergliedert in offensiv und defensiv, für jede Position aufgeschlüsselt habe. Keine Angst, das wurde ganz allgemein, für Kinder verständlich, nicht als monolog abgehalten und machte den Kindern mehr Spaß als ich mir ursprünglich erfofft habe. Das System, das wir in naher Zukunft spielen werden wird 1-3-3 sein. Aus einem ganz einfachen Grund: Ich will, dass die Kids zumindest für den Anfang nicht durch eine zusätzliche "Reihe" überfordert werden.


    Ein weiterer Punkt unseres Camps war natürlich auch ein Freundschaftsspiel in dem gleich die ausgearbeiteten taktischen Maßnahmen zumindest mal ausprobiert werden sollten. Das ging natürlich wie erwartet in die Hose. Erstens weil es erst, abgesehen von einem Turnier, unsere zweite Erfahrung mit 1+6 war, zweitens weil die Menge an Informationen die es umzusetzen galt einfach viel zu viel war und drittens weil mein Rotationsplan ala MFS (immer im UZ eine Position weiter zu rotieren) völlig in die Hose ging.


    Für das nächste Spiel kam mir dann eine (so denke/hoffe ich) sehr gute Idee. Ich habe mir vorgenommen für jedes Spiel genau EINEN "taktischen" Schwerpunkt für genau EINE Position vorzugeben. Weiters denke ich das (zumindest meine Kids) überhaupt keinen "Spielrhytmus" finden, wenn während eines Spiels so oft rotiert wird. Deshalb habe ich mir vorgenommen, dass alle Kinder in diesem Spiel auf der "Schwerpunkt-Position" spielen sollen. Mein Coaching sollte sich dann auch eben auf diesen Schwerpunkt beschränken. Somit glaube ich mehrere Fliegen mit einer Klatsche erschlagen zu haben. Die Kinder können sich frei nach ihrem Befinden in das Spiel einbringen. Wenn sie auf der "Schwerpunkt-Position" befinden sollen sie sich aber auch auf eine "Aufgabe" konzentrieren.


    Konkret hieß das beim gestrigen Spiel:
    Formation 1-3-3
    Schwerpunktposition LV/RV (Außenverteidiger)
    Aufgabe: Ist der Gegner in Ballbesitz müsst ihr in eurem Bereich dafür sorgen, sollte sich dort ein Gegenspieler befinden, dieser nicht anspielbar ist.


    Ich habe offen gelassen, ob der gegnerische Stürmer manngedeckt, oder der Raum abgedeckt wird.


    Was war das Ergebnis: Wie erwartet, haben sich meine AV, auch weiterhin ins Offensivspiel mit eingeschaltet. Allerdings hat es nur ein- zwei kurze "Hinweise" meinerseits gebraucht und meine Spieler haben selbst, nach Ballverlust sofort wieder ihre Positionen eingenommen und umgesetzt.


    Jetzt habe ich eigentlich viel mehr geschrieben, als ich Anfangs wollte. Es sei mir verziehen. Was ich jetzt schlussendlich eigentlich sagen will:


    - Ich glaube nicht, dass das System als Solches wirklich wichtig ist.
    - Viel wichtiger scheint mir den Kindern konkrete Offensiv- und Defensivaufgaben mit auf den Weg zu geben. Diese Aufgaben können bzw. sollten auch ala Horst Wein von den Kindern selbst herausgefunden und betitelt werden. Solche Aufgaben können dann auch eine auf der anderen aufbauen. Mein nächster Schritt wird sein, das der IV (sollten beide AV) aufgerückt sein, "absichern" soll. Ich weiß auch, das die Kinder da selber draufkommen, wenn ich mit ihnen darüber rede (Sollte mich wieder wer bzgl instruiertem Handeln verteufeln).
    - Die schwierigste Aufgabe ist es eine Mischung aus Ordnung und spielerischer Freiheit herzustellen.

    So! Ein halbes Jahr ist vergangen. Ich habe mich damals aus mehreren Gründen entschieden, meinen Schrieb nicht abzuschicken.
    Das hat sich allerdings als Fehler herausgestellt.
    Mittlerweile wurden zwei meiner Spieler, obwohl die Eltern gesagt haben nicht wechseln zu wollen, wieder angekeilt. 6, bzw. mittlerweile 7-jährige aggressiv abwerben zu wollen, ist eine Sache. Aber, obwohl die Eltern klipp und klar mitgeteilt haben, dass die Kinder nicht wechseln wollen, wieder belästigt zu werden, finde ich derart dreist und respektlos...


    Ich werde mich mal mit der Vereinsleitung kurzschließen um etwaige Maßnahmen (wie auch immer diese auch aussehen mögen ?( ) einzuleiten.

    In Martin Hasenpflugs Buch "In 12 Wochen zum Spitzenteam" ist ein sehr guter Crash-Curs zum Thema 4er Kette/Ballorientiertem verteidigen.


    Ich glaube dass man in diesem Alter, eben einen Crash-Kurs mit den wichtigsten Eckpfeilern anbieten kann, um das grundsätzliche Verständnis dafür zu schärfen. Das ging mit meiner damaligen Mannschaft sogar relativ schnell. Natürlich waren wir meilenweit von Perfektion entfernt, aber es hat zumindest so viel gebracht, dass man deutlich gemerkt hat, wie sich andere Mannschaften schwer taten (ausgenommen bei hohen Bällen über die Abwehr, dass hat bei uns einige Zeit gedauert).

    Ich habe diesen Thread nur überflogen. Ein wichtiger Punkt der mir gefehlt hat (kann auch sein, dass ich das überlesen habe) war, die limitierte Trainingszeit.


    Meiner Meinung nach ist es das wichtigste die kurze Trainingszeit so effektiv wie möglich zu nutzen. Gerade im unteren Amateurbereich kann ich die Ausdauer nebenbei schulen.

    @Talentfreier Vater


    Das war ganz und gar nicht ironisch gemeint. Schau mal unter folgendem Thread vorbei:


    Wunderbarer Flugkopball ins Kreuzeck :)


    Da habe ich mich dann auch wichtig gemacht und ein Video von einem meiner 2009er mit einem wunderbaren Rivelino reingestellt. Ich muss zugeben, dass das Timing selten so perfekt passt, aber ähnliche Situationen kommen bei meinem Team in fast jedem Spiel vor. Beim letzten Turnier hat sogar einer meiner vermeintlich Schwächeren den Ball erhalten, mit einem Christiano rechts einen Gegenspieler stehen gelassen und im Anschluss gleich mit Links aufs Tor geschossen. Mit ein bisschen Mithilfe des gegnerischen Tormanns wurde es sogar ein Tor.


    Das Spiel selbst, haben wir dann wenn ich ich recht erinnere 7:2 verloren. Somit muss ich dir recht geben, dass das schnörkelose Ball-nach-vorne-spielen natürlich effektiver ist. Bleibt nur die Frage, wer dann am Ende der Ausbildung der bessere Fußballer ist? Der, der schon in jungen Jahren dribbeln durfte, Finten und hunderte damit verbundene Fehler gemacht hat? Oder der, der zwar die meisten U8 Spiele gewonnen hat, dafür aber jeden seiner insgesamt 9 Ballkontakte damit verbracht hat, den Ball einfach nach vorne zu spielen?


    ... und meine Kids sind meilenweit vom Niveau @Zodiak s Truppe entfernt.

    Ich finde man sollte es anbieten. Wer es umsetzt und wer nicht kann ja jeder selbst entscheiden.

    Außerdem kann man dann beobachten, dass nicht zwingend die Finte an sich angewendet wird, aber die Kinder viel kreativer im Umgang Fuß/Ball werden. Wenn sie nur Slalomdribblings kennen, werden sie in erster Linie nur die Innenseite des Fußes verwenden. Wenn sie allerdings viele verschiedene Finten und Bewegungen mitbekommen, verwenden sie dann auch Sohle, Außenseite und auch Ferse.

    Komplexe Finten setzen aus meiner Sicht erst einmal einen Trainer voraus, der so eine Finte selbst gut demonstrieren kann. Die Kinder lernen in dem Alter viel mit den Augen. Ob die Kids die Finten dann hinbekommen, hängt auch von ihrer Koordination ab. Als "Bewegungserfahrung" aber sicher keine schlechte Idee.

    Ich bin/war alles andere, als ein Driblanski. Mit dem nötigen Ehrgeiz, kann man sich aber selbst beinahe jede Finte zur langsamen Demonstration selbst aneignen. Die Anwendung unter Wettkampfbedingungen ist wieder ein anderes Kapitel.

    Ich würde es den Kids zunächst mal als "Trick" verkaufen. Somit hat das ganze schon mal einen hinterlistigen Beigeschmack den "nur du und deine Zöglinge" machen. Der erste Trick den wir gelernt haben, habe ich "Zurückziehen-Innenseite" benannt (bei MFS und @Zodiac heißt das glaube ich Ziehen-Vorlegen). Dazu würde ich (bei 10 Spielern) zwei Tore nebeneinander aufstellen. Vor jedem Tor 5 Hütchen (parallel zur Toroutlinie, Abstand so, dass nach dem Trick sofort aufs Tor geschossen werden kann. Jeder legt seien Ball, links von seinem Hütchen hin. Dann wird der Ball mit der rechten Sohle zurückgezogen und mit der rechten Innenseite rechts am Hütchen vorbeigespielt. Als Belohnung für den gelungenen Trick darf dann sofort aufs Tor geschossen werden. Zunächst würde ich die Kinder frei üben lassen (Trick, Schuss, Ball holen). Dann würde ich einen Wettbewerb starten. Alle legen den Ball auf und auf Kommando wird der Trick mit anschließendem Torschuss durchgeführt. Wessen Ball zuerst im Tor landet gewinnt. Dann kann man noch die Gruppe links, gegen die Gruppe rechts antreten lassen. Welche Gruppe schießt zuerst zwanzig Tore. Dann das selbe mit dem linken Fuß. Somit solltest du locker 15min üben können, ohne das einem Kind dabei langweilig wird. Jedes Kind hat dann mindestens 50 mal die Bewegung gemacht. Danach eine Spielform 1v1, 2v2, 3v3 wo es sowohl für jedes Tor als auch für jedes erfolgreiches Zurückziehen-Innenseite einen Punkt gibt.


    Das nächste mal kann man dann auf dem Rückweg vom Tor ein koordinatives Element einbauen bzw. zwei Hütchen nebeneinander, wo der Trick dann zwei mal hintereinander gemacht werden muss. So kann man das dann immer weiter steigern, bis dieser Trick sitzt und man zum nächsten Trick weitergeht. Wichtig dabei ist, dass der "alte" Trick dann immer wieder wiederholt werden muss. Ein Beispiel wäre, dass auf dem Rückweg vom Tor der alte Trick gemacht wird (auf den muss man sich als Trainer dann nicht so konzentrieren) und frontal vor dem Tor der neue Trick geübt (und gecoacht) wird.

    Ich glaube nicht dass Spieler, die gerade aus der Bambini hochkommen schon gleich so komplexe Finten üben müssen.

    Ich war lange Zeit auch dieser Meinung und habe die meisten Finten als "Zirkusnummer" ohne großen Effekt abgetan. Aber du darfst deine Zwerge keineswegs unterschätzen. Ich habe mit meinem Team (Jg 2008/2009) mittlerweile alle Finten die @Zodiak genannt hat im Trainingsrepertoire. Beim Spiel selbst wenden sie alle Standtricks regelmäßig und vereinzelt Rivelinos, Übersteiger, und Christianos an.


    Ich habe für mich selbst folgende Beobachtungen gemacht:


    1. Die Kinder (gerade in diesem Alter) sind ganz scharf drauf neue Bewegungen dieser Art zu lernen und entwickeln einen unglaublichen Ehrgeiz diese auch zu üben.
    2. Es wird natürlich des öfteren passieren, dass sie diese Finten auch in den unmöglichsten Momenten am Spielfeld anwenden. Da ist es wichtig, dass man sie zunächst lobt, dass sie die Finte überhaupt probiert haben. Dann muss man ihnen aber erklären, wie es das nächste Mal besser funktioniert. Ein konkretes Beispiel wäre z.B. dass eine Finte niemals eine Shownummer sein darf, sondern immer den Zweck haben sollte näher zum gegnerischen Tor zu kommen.
    3. Es geht natürlich nicht von heute auf morgen. Eine gute Möglichkeit es den Kindern leichter zu machen, ist es die ganze Bewegung in Teilbewegungen zu unterteilen und zunächst die Teilbewegungen zu üben.
    4. Man trainiert mit diesen Finten gleichzeitig Ballgefühl, Körperbeherrschung, Koordination, sowie das Einschätzen von Geschwindigkeiten (eigene, des Gegners, des Balles). Das alleine dürften schon Gründe genug sein.
    5. Auch für Kinder ist es viel praktikabler auf ein Ziel hinzutrainieren. Eine Finte zu lernen ist ein konkretes Ziel. Wurde dieses Erreicht folgt ein riesiger Erfolgsmoment.