Thommy:
Ist schon länger her, dass ich es gelesen habe. Es hat nicht wirklich einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Was ich mich erinnern kann, war da (zumindest für mich) nichts neues dabei. Werde es aber nochmal überfliegen und kann dann eine kurze Rezension schreiben.
Beiträge von Strznievski
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Ich würde (vor allem bei einer schwächeren F) die Vorgabe (und zwar pro Halbzeit genau EINE) als Aufgabe formulieren. Außerdem würde ich den Kids nie eine Aufgabe stellen, die im Training schon geübt wurde.
In der Praxis würde das bei mir so aussehen:
Wenn ich das "Problem" erkannt habe, dass die Spieler keine Pässe spielen, würde ich mindestens eine Woche lang das Thema Passspiel gemeinsam mit den Kids "erspielen". Ich würde verschiedenste Spielformen zum Thema 2v1 durchführen (diverse Endlosschleifen und natürlich möchte ich an dieser Stellen wieder einmal Horst Wein erwähnen.) und den Spielern immer wieder vor Auge führen, das es leichter ist zu zweit einen Gegenspieler zu überwinden als alleine. In diesem Alter sollten die Kinder innerhalb kürzester Zeit in der Lage sein sowohl die Idee zu verstehen, als auch die technischen Fähigkeiten zu erwerben um in bestimmten Situationen auch das Passpiel im Wettkampf anzuwenden.
Beim Spiel am WE würde ich die Aufgabe folgendermaßen formulieren:"Heute hat jeder von euch die Aufgabe mindestens einen Pass zu spielen. Genauso wie wir es beim Training geübt haben."
Während des Spiels würde ich es tunlichst vermeiden die Spieler zu instruieren. Also kein "Maxi! Pass endlich zu Franzi! Ich würde das Spiel beobachten, die Spieler die die Aufgabe erfüllt haben sofort dafür loben, die Spieler die es versucht haben, aber gescheitert sind, ermutigen weiter zu machen und die Spieler die in der Hektik des Wettbewerbs nicht an ihre Aufgabe denken würde ich immer wieder daran erinnern, dass sie noch eine Aufgabe zu erfüllen haben. Es bleibt aber den Kindern überlassen wann sie die Aufgabe umsetzen und natürlich werden die Kinder weiterhin ermutigt 1v1 Situationen zu suchen. Zu Dribbeln ist keinesfalls verboten.Dieses Thema würde ich solange behandeln, bis das gewünschte Ergebnis erzielt wurde. Nicht gut wäre es einmal so, und die Woche darauf wieder komplett anders zu verfahren. Der Idealfall wäre natürlich das man als Trainer schon vorher zumindest einen ungefähren langfristigen Plan hat.
In Ausnahmefällen, bleibt noch die Möglichkeit individuell eine Aufgabe an einen bestimmten Spieler zu stellen.
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Habe ich es richtig verstanden, dass du bei gegnerischen Ballbesitz sehrwohl mit 4er Kette (bzw. 5er Kette) spielen willst?
Ich habe jetzt nochmal deinen Anfangspost gelesen. Grundsätzlich ging es dir ja um den Spielaufbau. Da wäre dann 3-2-3-2 (wie du es spielen lässt, wenn ich das richtig verstanden habe) grundsätzlich Ideal. Da ergeben sich die notwendigen Dreiecke eigentlich von selbst. Allerdings ist ein kontrollierter Spielaufbau auf dem Niveau, auf dem wir uns bewegen in erster Linie eine Frage der individuellen Klasse und nicht unbedingt der Formation. Ein 6er, oder zentraler Mittelfeldspieler, der durch kluge Bewegungen Räume öffnet und sich auch im 1v1 durchsetzen kann ist dabei Goldwert.
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Um ehrlich zu sein haben wir nie wirklich eine 4er Kette gespielt, weil ich der Meinung bin das eine 4-Kette nur Sinn
mach wenn sich die beiden AV über die Seiten häufig in die Offensive einbinden und auch dementsprechend Flanken
in den gegnerischen Strafraum bringen können bzw. ev. sogar die technischen Voraussetzungen haben mit dem Ball in den Strafraum einzudringen.Da möchte ich dir (zumindest teilsweise) widersprechen. Natürlich wäre es der Idealfall, wenn sich alternierend immer wieder einer der zwei AV am Offensivspiel beteiligt. Allerdings gibt es genügend Teams in denen die AV fast nur Defensivaufgaben haben. Wenn die Viererkette gut steht, könnten dadurch auch die Mittelfeldspieler mehr Freiheiten im Spiel nach vorne haben.
Außerdem wird sich bei deinen Jungs glaube ich jemand finden lassen, der die Rolle halbwegs angemessen ausfüllt. Was ich so beobachtet habe ist da ja kein einziger dabei, der mit der Kugel gar nichts anzufangen weiß.Du meinst auch das eine 3er Kette schwieriger zu spielen ist al eine 4er-Kette?
Ich bin mir ziemlich sicher, dass eine 3er Kette wesentlich schwieriger zu spielen ist. Bei einer reinen 3er Kette ist es fast unmöglich die gesamte Breite des Spielfelds "abzusichern". Außerdem sind dann entweder die horizontalen Laufwege für die Verteidiger und/oder die vertikalen Laufwege für die Flügelspieler extrem lang. Ein weiterer Nachteil mEn sind die einfach besetzten Flügel.
Ich bin felsenfest der Überzeugung, das eine mittelmäßige Viererkette (bzw. Balloriontiertes Verteidigen) immer noch stärker ist als eine gut funktionierende Manndeckung. Vor ein paar Jahren haben wir mit meinen Team die "Meisterschaft" trotz schwächerer Einzelakteure gewonnen weil wir die einzigen waren, die (halbwegs) ballorientiert verteidigt haben. (Und weil wir einen überragenden Stürmer gehabt haben, der es geschafft hat die gegnerischen Verteidiger fast im Alleingang zu bespielen).
Trainiert habe ich besagtes Halbjahr fast ausschließlich nach Martin Hasenpflugs "Spielend zu Viererkette", welches sehr gut die prinzipielle Idee auf den Trainingsplatz bringt. -
Natürlich ist ein mehrtägiges Trainingscamp, irgendwo anders etwas Besonderes. Das möchte ich früher oder später mit meinen Kids auch machen. Als nahezu kostenfreihe Alternative (besonders für die Kleineren) haben wir ein zweitägiges Trainingscamp am eigenen Sportplatz veranstaltet. Mit Training, Mittagessen von dem Mamis in der Vereinskantine gekocht, mehreren Spielfeldern anderer Sportarten (z.B. Boccia, Badminton) die die Kinder frei nutzen konnten, gemeinsames Grillen mit den Eltern am Abend, gemeinsames Wilde Kerle schauen, zelten am Sportplatz, Freundschaftsspiel war es nie langweilig und man kann gezielt Nähe auch zu den Eltern aufbauen. Kinder die nicht Auswärts schlafen wollen, können zu Hause schlafen und am nächsten Tag in der Früh wieder kommen.
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Auch ich bin ein großer Befürworter der Herangehensweise von Hr. Wein. Würde mich jemand fragen - der Budget für genau ein Buch hat - welches Buch ich ihm empfehlen würde, wäre es "Spielintelligenz" von H. Wein.
Aber es lohnt sich immer ein wenig über den Tellerrand hinaus zu schauen. Wie vorhin schon geschrieben wurde sind die Übungen teilweise ein wenig "angestaubt". Ich nehme liebend gerne die verschiedensten Spielformen, aber nur sehr wenige der Korrekturübungen. Außerdem finde ich die 1v1 Spielformen von Coerver viel zu gut, um links liegen zu lassen.
"Torschussübungen" klingt für mich jetzt nach "Alle stellen sich in einer Reihe auf und auf Kommando läuft der jeweils erste Spieler los, spielt Doppelpass mit mir und schießt aufs Tor!" Das muss bei dir nicht zutreffen, aber damit für "Mitleser" kein falscher Eindruck entsteht, möchte ich klarstellen: Von Funino haben die Kinder wesentlich mehr als von eintönigen Torschussübungen, wo man sowieso die meiste Zeit nur steht.
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Mit allen deinen Beiträgen wirkst du eigentlich immer sehr souverän und sattelfest @Ersatzbank. Darum wundert (und beruhigt) mich dein Eingangspost ein wenig.
Ich persönlich habe nur ganz wenig "disziplinäre" Probleme mit meinen Spielern. Das hat mehrere Gründe:
x Ich widme meine Aufmerksamkeit in erster Linie den Kindern die "mitziehen". Kinder in diesem Alter gieren nach Aufmerksamkeit. Wenn sie links liegen gelassen werden, wenn sie Blödsinn machen, hören sie ziemlich schnell damit auf.
x Lange Erklärungen fallen bei mir fast völlig weg. Ich habe noch nie "stellt euch mal im Kreis auf" gesagt. Wenn ich etwas erkläre, müssen die Kinder zuhören. Wer nicht zuhört, steht nachher blöd da.
x Ich lasse fast alles als Wettbewerb spielen. Dadurch haben die Spieler schon eine große Motivation alles richtig zu machen. Dazu gehört auch zu wissen, was jetzt überhaupt abgeht.
x Wenn ich etwas erklären will, nehme ich mir den betroffenen Spieler zur Seite. Alle anderen spielen/üben weiter. Das vermeidet Langeweile bei denen, die es nicht interessiert.
x Viele Übungen und Spielformen sind gleich, oder lediglich eine Variation des letzten Trainings. Dadurch fallen Erklärungen praktisch weg.
x Im Training treten meistens zwei Teams im Wettbewerb gegeneinander an. Bei jeder Übung/Spiel gibt es Punkte zu erobern. Braucht ein Team zu lange, sich entsprechend aufzustellen, gibts nach einer Warnung ganz einfach einen Punkt für die andere Mannschaft.
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Bis auf die vielen guten Beiträge kann ich noch mit einem weiteren Tipp, welcher bei meinen Kids Wunder gewirkt hat, dienen:
Am Anfang des Trainings zwei Teams mit jeweils einem Kaptitän einteilen, welchere für sein Team verantwortlich ist. Ganz wichtig dabei ist den gegründeten Teams auch Namen zu geben (bzw. von den Kindern geben lassen).
Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Ein paar Beispiele die ich schon benutzt habe:
FC Ninjago vs. Borussia Nexo Knights
SV Schnuckiputz vs. Team Bussibärli
1. FC Latoni (Lara, Tobias, Nici) vs. SC Anluja (Andi, Luca, Jana)Abgesehen davon, dass es für großes Gelächter bei den Kindern sorgt, werdet ihr überrascht sein wie sich das auf den Einsatz der Kinder auswirkt. Kaum zu glauben, wie sich 6,7,8 Jahre alte Kids sich da hineinsteigern können. Stellt euch vor, wie bei einem Staffellauf Gas gegeben wird, während sich die wartenden Spieler mit ihren Schlachtrufen übertönen (Schnuckiputz!Schnuckiputz!Schnuckiputz! vs. Bussibärli!Bussibärli!). Und das mit einem lachenden (nicht verbissenen) Gesicht.
Nach Einteilung der Teams wird das ganze Training als Wettbewerb durchgeführt. Ich trickse dann immer ein wenig, dass es spannend bleibt. Wichtig finde ich immer dabei zwar die Punkte an den Sieger zu vergeben, Lob erhalten aber alle die sich bemüht haben. Ich versuche immer Einsatz/Wille und nicht das Ergebnis zu belohnen.
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Da bekommt man ja schon beim Lesen Gänsehaut... find ich toll, dass solch ein prima Feedback noch während des Turniers kommt. Echt spitze! Glückwunsch! Und ich garantiere dir, du hast im nächsten Jahr wenig Probleme Dein Turnier voll zu bekommen
Danke! Wir haben dieses Jahr nun zum insgesamt dritten mal ein Event dieser Art veranstaltet. Von mal zu mal lernen wir als Veranstalter etwas dazu und jedes Jahr wir es ein bisschen besser. In selben Maße wird es auch immer leichter Mannschaften zu finden. Aus diesem Grund und weil unsere Jugendabteilung langsam aber stetig wächst, haben wir fast doppelt so viele genannte Mannschaften als im Vorjahr gehabt.
Glückwunsch zum positiven Event. Ich denke das der Wohltätige Charakter zwar sicherlich geholfen hat aber die Ausrichtung und der Veranstalter hierzu den Hauptteil trägt. Du darfst also zu recht ein wenig stolz sein.
Danke! Bin ich auch. Vor allem auf die Jungs die ihre Sache toll gemacht haben. Es gibt glaube ich nicht viele, die in diesem Alter ein ganzes Wochenende unentgeltlich dafür opfern ihrem Ex-Coach zu helfen.
Wir selbst Veranstalten als Verein nun seit fünf Jahren ein Ähnliches Event, allerdings mit der klaren Ausrichtung für die Jugendkasse. Das wird aber auch entsprechend kommuniziert.
Ich kann jedem Verein nur ans Herzen legen, einen Teil der Einnahmen zu spenden. Das hat gleich mehrere Vorteile. Erstens bekommt die ganze Veranstaltung einen freundlicheren Character. Zweitens bekommt man dadurch viele "Boni". Ein Verbandsschiri der sich bereit erklärt unentgeltlich zu pfeifen, der Fleischer verkauft die Schnitzl für die Kantine zum Freundschaftsspreis usw. Drittens der eigentliche Zweck, irgendeine Einrichtung zu unterstützen die auf Spenden angewiesen ist. Ich habe in der Ausschreibung klar kommuniziert, das freie Spende und Nenngeld gespendet werden. Die anderen Einnahmequellen, also Kantine und Tombola kommen der Jugendabteilung zu gute.
Allerdings legen wir Wert darauf möglichst ausgeglichen Gruppen zu gestalten und "Verkaufen" das ganze Turnier als fünf Freundschaftsspiele in der größten Halle im Umkreis.
Zieht ihr das dann auch, ohne Wertung durch? Also keine Platzierungen, oder ähnliches.
Wenn jeder das selbe bekommt (funktioniert bis in die D hinein) bleibt übertriebener Ehrgeiz auch meistens aus.
Finde ich ganz wichtig. Obwohl es bei uns Platzierungen gibt, bekommt jedes teilnehmende Kind eine Medaille.
Da wir nun einige Jahre Vorlauf haben spricht sich die entspannte Atmosphäre bereits herum und dieses Jahr hörte ich erstmals von anderen Vereinen in denen die Eltern einer E-Jugend den Trainer gefragt haben warum sie denn bei einem parallel stattfindenden Turnier starten und nicht bei uns?
So etwas ähnliches habe ich auch schon gehört. Eine befreundetet Familie, dessen Sohn in einer anderen Mannschaft spielt, hat auch schon mit ihrem Trainer geredet, nächstes Jahr an unserem Turnier wegen der tollen Atmosphäre teilzunehmen.
Zusätzlich finde ich es Klasse wenn du schreibst das C bis A Junioren das Wettkampfbüro mit Musik und Scoreboard übernehmen. Das ist bei uns auch der Fall. Funktioniert aber auch nur in der angesprochenen Atmosphäre da bei "Erfolgsevents" jeder kleine Fehler sofort mit Rufen und Pfiffen der Zuschauer geahndet wird. Bei uns ist es sogar so das bis zum C-Turnier Jugendspieler als Schiedsrichter fungieren.
Darum versuche ich den Jungs den Schiedsrichterposten so gut wie möglich zu ersparen. Dort kommen in erster Linie Spieler der Kampfmannschaft zum Einsatz. Wobei sich da die meisten ein wenig mehr zieren als meine Jungs.
Auf Freundschaftsevents bin ich auch gerne bereit z.B. Fehler im Kampfgericht oder Mängel in der Organisation freundschaftlich anzusprechen und selbst auch mitzuhelfen.
Mich haben auch einige der anderen Trainer für nächstes Jahr ihre Hilfe angeboten. Der eine übernimmt nächstes Jahr den Druck, der andere möchte ein entgeltliches Werbetransparent aufhängen, usw. Ich wir im Allgemeinen von so viel positiver Resonanz beeindruckt.
Gute Idee, aber ich denke mal das man es auch hier fortsetzen kann, denn da hätte ich auch einen für mich tollen Moment obwohl die Mannschaft nicht Turniersieger wurde
Mir ist an diesem Wochenende so viel positives widerfahren, das über das Gefühl gewonnen zu haben weit hinausgeht, dass unser Turniersieg lediglich eine angenehme Begleiterscheinung war.
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Ok. Dann sind wir uns diesbezüglich doch nicht einig. Mir ist zwar schleierhaft (und auch komplett neu) warum man Freistöße grundsätzlich indirekt ausführen lässt, aber würde den Kopf schütteln und akzeptieren, wenn ich das erst bei Spielbeginn erfahren würde.
Bezüglich der Anzahl der Spieler die gleichzeitig auf dem Platz stehen, habe ich gesagt, dass ich das vorher wissen will. Aus den selben Gründen die du oben genannt hast @Ersatzbank. Wenn 5+1 ausgeschrieben ist, wird 5+1 gespielt. Einzige Ausnahme die ich machen würde, ist wenn ein Team nur 4Feldspieler zur Verfügung hätte, würde ich aus Fairnessgründen gegen dieses eine Team auch mit 4Mann spielen.
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Strznievski: beim letzten Turnier mit Schiedsrichter gab es 2 Handspiele (Ball in die Hand genommen und einen Abstoß gemacht) im Torraum und keinen Siebenmeter - und ich war selbst überrascht, dass es für mich OK war (von meinen Kindern hat das wohl keiner mitbekommen oder niemand etwas gesagt) - die Kinder des Gegners realisierten nämlich gar nicht, was sie machten.
Da habe ich mich vielleicht ein wenig missverständlich ausgedrückt. Bei Bamibinis finde ich es auch in den meisten Fällen richtig einfach weiter spielen zu lassen. Bei einer F-Jugend würde ich die meisten Handvergehen pfeifen.
Vorher habe ich diese Regel als Beispiel genommen weil es daran regeltechnisch nichts zu rütteln gibt. Niemand käme auf die Idee in eine Turnieraussendung zu schreiben, dass die Handspielregel aufgehoben sei.
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Das könnte ein und das selbe Turnier gewesen sein
Nur aus verschiedenen Perspektiven berichtet. Aus meiner Sicht ist - so es möglich ist - ein frühzeitiger Hinweis in der Einladung deshalb am besten.Da bin ich anderer Meinung. Das ist für mich eine Regel, an der es nichts zu rütteln gibt. Befördert Team A den Ball ins Aus, bekommt Team B den Ball.
Ich kann doch nicht dem Team, dass den Ball ins Aus spielt einen Vorteil verschaffen. Das ist doch widersprüchlich! Das ist nicht nur entgegen allen gültigen Regeln, sondern auch entgegen jeden vernünftigen Verstands. -
Bitte sag: Warum hast du die Sonderregelungen, die Du bestimmt nicht ohne Grund spielen wolltest, erst vor Ort und nicht schon bei der Einladung verkündet?
Ich glaube wir alle sind uns einig, dass es beim Fußball (egal ob Kinder-, Erwachsenen-, oder Hallenfußball) Regeln gibt die immer und ausnahmslos gelten. So ist zum Bsp Handspiel mit einem direkten Freistoß zu ahnden.
Dann gibt es bestimmte Regeln die eingeführt wurden, um das Spiel z.B. für Kinder attraktiver zu machen. Z.B. wird mit einer U7 nicht 11vs11 gespielt.
Ich war bereits in mehreren Hallen und keine gleicht der anderen. Es gibt leider keine genormte "Fußballhalle". Gebe es diese Normhalle würde es auch diese vielen verschiedenen "Sonderregeln" nicht geben. Diese Sonderregeln sind aber in meinen Augen nie "kriegsentscheidend". Ist es nicht (für den Spielablauf, das Ergebnis, die Entwicklung der Kinder) vollkommen egal ob der Ball eingekickt, oder eingeworfen wird? Ist es nicht vollkommen egal, ob man das 5min, eine halbe Stunde, oder zwei Wochen vor Spielbeginn erfährt? Ich hoffe doch nicht, dass irgendjemand wertvolle Trainingszeit opfert um mit den Kids "taktisch kluges Einkicken" zu trainieren, um beim nächsten Hallenturnier zu glänzen. Ich bin der Meinung dass dem ganzen viel zu viel Aufmerksamkeit zukommt. So lange für alle die selben Regeln gelten ist es meines Erachtens nach in Ordnung.
Aber um auf die eigentliche Frage einzugehen. Weil es in meinem Fall ganz einfach viel unkomplizierter ist. Unsere Halle ist an beiden Stirnseiten, sowie einer Längsseite von der Hallenwand begrenzt. Auf der anderen Längsseite mit einer Bande. Die Hallenwand, welche das Spielfeld an drei Seiten umgibt ist unterteilt in eine etwa 2m hohe, grüne "Filzwand". Diese Filzwand wird während des Spiels als Bande gewertet. Über dieser Filzwand befindet sich nach einem Absatz, eine holzvertäfelte Wand die bis zur Decke reicht. Berührt der Ball diese Wand wird er als "Out" gewertet.
Ich habe mir jetzt echt Mühe gegeben, dass in Worte zu fassen. Bin mir aber nicht sicher ob das verständlich war. Ich bin nach wie vor der Meinung dass es viel einfacher ist, eine kurze "Konferenz" von einer Minute mit allen Trainern abzuhalten, wo das vor Ort gezeigt und geklärt werden kann.
Dahinter steckt keine böse Absicht sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen sondern ein rein praktischer Gedanke. Ich schlechtesten Fall Bequemlichkeit.
Mir persönlich ist nur wichtig, die Anzahl der Spieler im vorhinein zu wissen. Der Rest ist mir egal. Ob jetzt der Eckball geworfen wird, oder nicht, ob der TW ausschießen darf oder nicht, müssten Kinder die sich vielen verschieden Spielformen im Training ausgesetzt sehen, innerhalb kürzester Zeit umsetzen können.
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Hallo,
aus einem anderen Beitrag möchte ich einen Aspekt rauslösen und hier diskutieren.
Bei den Kleineren, also Bambinis bis E-Jugeend:
Nach welchen Kriterien stellt ihr das Team auf? Wie sorgt ihr für Rotation? Welches Prinzip funktioniert gut, welches habt ihr wieder verworfen?
Mit wievielen Kindern zieht ihr los und nach welchen Maßstäben nominiert ihr?
Was macht ihr mit dem dicken Paul und was mit dem Topspieler?
Wie steuert ihr die Spielzeiten?Möchte mal kurz auf die Frage der Thread-Erstellerin eingehen, wie ich das so mache. Bis vor Kurzem habe ich mir selbst auferlegt, dass alle Kinder mindestens die Hälfte der Zeit spielen.,
Ich habe ein riesengroßes Leistungsgefälle in der Mannschaft (keine Angst, ich arbeite daran und versuche allen gerecht zu werden). Das ist ein Grund, warum ich das nicht mehr so mache. Es gibt einfach Spiele, in denen meine schwachen Spieler derart überfordert sind, dass sie nicht einen Ball sehen. Somit ist auch der Lerneffekt nicht gegeben. Mir geht es dabei nicht um das Ergebnis. Findet so ein Spiel statt, kläre ich das vorher mit den Eltern ab, ob das in Ordnung ist, wenn er/sie weniger spielt. Jeder mit Trikot spielt! Das ist nach wie vor wichtig. Es ist aber kein Problem wenn der Spieler dann nicht mitfährt.
Im Gegenzug organisiere ich entweder ein Parallespiel (vielleicht hat die gegnerische Mannschaft auch ein paar Spieler die nicht zum Zug kommen), auf einem zweiten Spielfeld, oder ein eigenes Spiel für die Zweitbesten (auch mal gegen einen Jahrgang jünger) im Laufe der nächsten Zeit. Dabei ist es mir wichtig, dass die selben Regeln auch für die Besseren gelten. Sie können also gerne mitspielen, müssen aber damit rechnen nur zweite Geige zu spielen.Diese Vorgehensweise hat für mich gleich mehrere Vorteile:
-Alle spielen Daumen mal Pi die selbe Zeit
-Alle haben auch persönliche Erfolgserlebnisse
-Alle spielen in einem "leistungsgerechten Umfeld". Können also beim Spiel tatsächlich etwas lernen.
-Alle müssen Verantwortung übernehmen.
-Ballkontakte sind auch für schwächere Spieler garantiert -
Letzte Woche fand ein zum Großteil von mir organisiertes Kinder- und Jugendhallenturnier statt. Auf zwei Tage verteilt trafen insgesamt 29Teams in den Altersklassen U7 bis U15 aufeinander. Ich habe mich riesig gefreut, den U9 Bewerb völlig überraschend gewonnen zu haben.
Aber viel mehr gefreut habe ich mich über
-die Hilfsbereitschaft meines ehemaligen Teams. Sechzehn und Siebzehnjährige Jungs die sofort von sich aus Hilfe angeboten haben und sämtliche Arbeiten übernommen haben (Tombola, Kantine, Tor-Jingles, Scoreboard)
-das wir 800€ für einen guten Zweck spenden können. Ein Team war sogar bereit, das Nenngeld zu verdoppeln.
-die tolle, freundschaftliche Atmosphäre, obwohl es bei uns keinen eigenen Zuschauerbereich gibt. Die Zuschauer stehen direkt an der Bande!!!(Vielleicht durch den karitativen Character des Events)
-den Erfahrungsaustausch mit mehreren Trainern nach der Veranstaltung (bei dem einem- oder anderen Bier). Ein Trainer schließt sich höchstwahrscheinlich unserem jährlichen "Traingscamp mit zelten am Sportplatz" an. Ich bin echt guter Dinge, dass die aggressiven, lauten, drohenden, sich mit Turnierleitung, Schiedsrichtern und Trainerkollegen anlegenden Idioten, im Kinderfußball bald der Vergangenheit angehören.
-der tolle Fußball der gespielt wurde. Bei den älteren Teilnehmern, habe ich Tricks gesehen, die ich nicht mal benennen kann.Aber ewig in Erinnerung wird mir folgender Moment bleiben:
Es findet gerade die Siegerehrung der U7 Mannschaften statt. Alle Kids haben sich schon ihre Medaillen abgeholt und der Trainer der Siegermannschaft bittet kurz um das Mikrofon. Obwohl das ein Trainerkollege ist zu dem ich auf Grund seines Verhaltens sofort meinen Sohn in die Mannschaft stecken würde, habe ich so meine Bedenken. Ich befürchte so einen Siegesschrei ala "Hier regiert...". Es kommt aber ganz anders. Besagter Kollege will sich gemeinsam mit seiner Mannschaft für die Einladung und bei den anderen Teams mit einem dreifachen "Zicke-Zacke" bedanken. Soweit so cool. Plötzlich ruft aber ein anderer Trainer, dass er doch kurz warten möge, sein Team schließt sich an. Bis schließlich alle 6 Teams -ich schätze mal ca 60 Kinder- gemeinsam mit einem "Zicke-Zacke" sich selbst und die anderen Teams feiern.
... und jetzt soll noch einer sagen, es ginge ums Ergebnis!
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Ich habe erst vor kurzem ein Turnier veranstaltet, bei dem aus den örtlichen Gegebenheiten "Sonderregeln" gemacht werden mussten. Vor Ort mit allen Beteiligten besprochen. Kein Einwand, keine Beschwerden, tolle Stimmung, viele Tore.
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Für meine F war die Übung in der Halle völlig ungeeignet. Lag zum einen wohl an der Enge.
Wundert mich. Gehört zu den Lieblingsübungen von meinen Zöglingen. Ganz selten muss mal einer daran erinnert werden, sofort auf "Verteidigen" umzuschalten, aber spätestens wenn man die Tore mitzählt und dadurch einen Mannschaftswettbewerb daraus macht, coachen sich die Spieler dann gegenseitig. Diese Übung funktioniert auch toll mit Dribbellinien (größere Abstände) und mit TW-besetzten Toren.
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Ich habe das genauso gemacht, in dem ich wie bei einer Basketball Shot-Clock runtergezählt habe. Allerdings habe ich es mit dem TW gemacht. "Erfolg" dabei war, dass der TW dann oft den Ball einfach überhastet wieder hergeschenkt hat.
Mittlerweile bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass der TW (ev. mit ein wenig Hilfestellung) über kurz oder lang selbst feststellen soll, wann er das Spiel schnell machen sollte und wann er sich Zeit lassen sollte. Ich achte zwar nach wie vor darauf, dass der TW, sollte er einen Ball fangen, blitzschnell zumindest die Lage checkt, dränge ihn aber nicht dazu eine bestimmte Aktion zu starten. Für meinen Geschmack nimmt er jetzt ein wenig zu oft die Sicherheitsvariante (Ausschuss), anstatt den Ball schnell und flach ins Spiel zu bringen, denke aber, dass sich das mit der Zeit wieder ins Gegenteil kehren wird.
Zum Thema Einwurf fällt mir folgendes ein:
Um das zu beschleunigen, kann man beim Training Bälle rund um das Spielfeld verteilen um nicht immer den Ball holen zu müssen. Im Normalfall dauert es nicht lange bis ein gewiefter draufkommt, dass es einen immensen Vorteil bringt, den Ball wieder ins Spiel zu bringen, bevor der Gegner sich geordnet hat. Es dürfte nicht allzu lange dauern bis sich dies auch beim Wettberwerbsspiel bemerkbar machen.
Beim Wettbewerbsspiel halte ich als Heimmannschaft auch immer einen zweiten Ball bereit, den ich sofort an den Eckball-Schützen und denjenigen der einwirft weitergebe (natürlich auch der Gastmannschaft).
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Ich habe mir schon oft gedacht, dass ein "Time-Out" jetzt toll wäre. Es gibt ja immer wieder Situationen, die man mit der Mannschaft besprechen will. Am meisten würden die Kids dabei lernen, wenn man das direkt im Anschluss ansprechen würde und nicht erst nach dem Spiel (wenn überhaupt möglich) oder erst einige Tage nachher beim nächsten Training.
Natürlich müsste man das dementsprechend limitieren. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass jeder Mannschaft ein "Time-Out" pro Spiel zusteht. -
Super, vielen Dank. Zumindest sind das die Übungen die ich gemeint habe.
