Beiträge von Grätsche

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    Spielt über die Aussen. Leider steht das Tor aber in der Mitte.

    5 € ins Phrasenschwein.

    Spiel breit machen klingt gut, aber sagt ansonsten nicht viel aus. Führt wegen fehlerhaftem Spielverständnis jedoch offensiv zu fehlenden Anspielstation. Da beide Aussen an der Linie kleben.

    Diese Aussage verstehe ich nicht. Gerade wenn die Außen breit stehen, eröffnen sich dadurch Räume. Entweder für ein Anspiel oder aber für ein Dribbling. Will ich das mutige Dribbling fördern, verschafft es den Dribblern mehr Platz, will ich das Passspiel fördern, verzeien die größeren Räume auch schwächere Pässe, weil der Angespielte sich den Ball vielleicht noch holen, was bei einer geballten Mitte viel schwieriger wäre.


    Die Frage ist doch eher, wissen die Spieler warum es Vorteile bringt, bei Ballbesitz breit aufzubauen oder bekommen sie einfach ne Ansage ohne Erklärung?

    Ich fand es erstaunlich, dass die Verteidiger fast nie ins 1 vs.1 gegangen sind, um die Situationen zu lösen, sondern ausschließlich einen (ungenauen) Pass als Option wählten....

    Das genaue Gegenteil von meiner Truppe. Die versuchen prinzipiell alles alleine zu lösen, manchmal sogar gegen 2 Gegner, da wünsche ich mir oft, dass sie einfach den Ball zum Keeper passen. Der ist fast immer anspielbar, bekommt aber nur selten den Ball.

    Ich hänge schon seit geraumer Zeit an dem Punkt, dass die Spieler nicht erkennen, wann sich ein Dribbling lohnt und wann eher nicht.

    Trainer E Vielen Dank.

    Interessant fand ich den Hinweis auf das Selbstvertrauen des Kindes. Für Kinder mit wenig Selbstvertrauen kann es ein Vorteil sein, in einer Gruppe mit schwächeren Spielern zu trainieren, statt sich im Umfeld von starken Kindern immer wieder beweisen zu müssen. Das klingt für mich plausibel. Was ich aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen hingegen nicht bestätigen kann, ist das Lob für gute Leistungen im schwächeren Umfeld. Gerade bei heterogenen Gruppe werden doch häufiger die Schwächeren bei Verbesserungen gelobt, als die Stärkeren bei konstant guten Leistungen. Dies ist im Übrigen auch bei der Einschätzung von Erwachsenen ein gern gemachter Beurteilungsfehler.

    Ich kenne das noch aus dem Sportunterricht: gelobt wurde der dicke Paule, der an der Kletterstange bis zur ersten Markierung kam und so ein 5 "geschafft" hat, aber nicht derjenige, der bis oben hin kam, allerdings wegen der Zeit nur eine 2 bekam.

    Fehlt ehrgeizigen Kindern in so einem Umfeld von Schwächeren das Lob, strengen sie sich entweder noch mehr an oder resignieren. Denke hier kommt es auch wieder auf den jeweiligen Charakter des Kindes an.

    Die Autoren kamen zu dem Fazit, das Kinder die anderen voraus sind (also in heterogenen Mannschaften), genauso anstrengen diesen Vorsprung zu halten, es also quasi keinen Unterschied macht.

    Das ist interessant. Worauf haben die Autoren ihre Erkenntnisse gestützt? Gab es dazu einen wissenschaftlichen Ansatz? Wenn es nämlich tatsächlich so ist, dass bedarf es zumindest in jungen Jahren gar keinen Wechsel zu einem stärken Team, damit sich ein Kind "entwickeln" kann.

    Bislang stand /stehe ich auf dem Standpunkt, dass sich Kinder in einem homogenen Umfeld (Schule, Sport) besser entwickeln können.

    Was mich als Trainer echt beschäftigt, dass ich es nicht schaffe die Kluft zwischen "Stark" und "Schwach" kleiner zu machen.

    Im Gegenteil, diese wird gefühlt immer größer.

    Ich denke, es ist das typische Los eines Trainers im Breitensportbereich. Für mich habe ich mit dem "Idealbild" abgeschlossen, die Lücke zu schließen. Vielmehr versuche ich, die Schwachen stärker zu machen und die Starken noch stärker. ;)

    Es gibt immer wieder Spieler, die stagnieren. Eine Entwicklung verläuft auch fast nie linear, sondern wellenförmig. Einer meiner schwächsten Spieler hat z.B. in der Hallensaison einen riesen Sprung gemacht, während mein bester Spieler seit 3 Monaten eher stehen geblieben ist. Ein Spieler, der vor 2 Jahren eher noch zu den Leistungsträgern gezählt hat, ist mittlerweile nur noch im unteren Drittel. Vielleicht liegt es auch an mir und er kam mit früheren Trainern besser klar. Keine Ahnung. Ich werde es wahrscheinlich nicht schaffen, alle Kinder zu verbessern. Mittlerweile bin ich lang genug im Geschäft, um dies auch zu akzeptieren.

    Ernährung bedeutet für mich in diesem Kontext z.B. in den 90 Minuten vor Spielbeginn wird nichts mehr gegessen.

    So ganz pauschal möchte ich das nicht stehen lassen. Ich z.B. esse ca. 30 Min. vor einem Spiel meistens noch eine Banane oder einen Apfel. Mir bekommt das gut und auch bei manchen Kindern ist es förderlich.

    Von Ausdauersportarten kenne ich auch die Empfehlung, max. 2 Stunden vor dem Wettkampf die letzte Nahrung zu sich zu nehmen (Erwachsene). Ich habe das mal probiert und nach 30 Min. Belastung einen Hungerast bekommen.

    Was ich damit sagen will, jeder muss für sich ausprobieren, wie es am besten geht. Hierfür muss sich natürlich mit dem Thema auseinander gesetzt werden. Ein Punkt, der sich für einen Elternabend eignet. In meinen Mannschaften gebe ich immer die Devise aus, dass kein Kind ohne Frühstück zum Spiel kommen soll (spielen meist Vormittags). Im Training hatte ich auch schon mehrfach die Sitaution, dass es Kindern schlecht wurde, weil sie seit dem Mittag nichts mehr gegessen hatten.

    Zustimmung meinerseits was Süßigkeiten oder Cola vor dem Sport betrifft. Gerade bei den letzten Hallenturnieren ist mir aufgefallen, wie viele Kids, teilweise animiert von den Eltern, sich Unmengen von Gummibärchen und Cola/Fanta in den Pausen einverleiben.

    Zusätzlich spielt hierbei auch der Kopf eine enorme Rolle. Manche (Typ Dahlmeier) können Laufen bis der Arzt kommen muss. Andere hingegen erfahren Erschöpfung schlicht anders und sind dann einfach nicht mehr in der Lage 100% zu gehen.

    Ergänzend dazu: Kinder haben i.d.R. eine gute Eigenwahrnehmung, wann sie kaputt sind. Bei Erwachsenen ist das auch anders, mitunter aus medizinischen Gründen (Triathlet aus meinem Freundeskreis als Bsp.)

    Allerdings beobachte ich, dass insbesondere Kinder mit wenig Ehrgeiz relativ schnell erschöpft sind ober behaupten erschöpft zu sein. ;)

    Im von DenSen beschriebenen Fall würde ich diese Ursache aber ausschließen.

    Der Spieler, der schneller kaputt ist, ist definitiv der schnellere Spieler.

    Schneller Antritt und höhere Endgeschwindigkeit.

    Dann liegt es möglicherweise an der Genetik. Mehr FT-Fasern und weniger ST-Fasern in der Muskulatur.

    Die Informationen sind doch sehr allgemein gehalten. Deshalb eine recht allgemeine Antwort.

    Es kommt auf den jeweiligen Typen an. Auch bei gleicher Trainingsbeteiligung kommt es vor, dass Kinder unterschiedliche Ausdauerleistungen haben. Rein von der muskulären Veranlagung gibt es die Typen Sprinter und Ausdauersportler, sowie die entsprechende Mischform.

    Dies mag im Alter Jungjahrgang E noch nicht so ausgeprägt sein, bemerkbar ist es dennoch.

    Neben der genetischen Veranlagung würde ich auf die sonstige sportliche Betätigung achten. Bsp. aus meinem aktuellen Team: ein Kind macht jeden Tag Sport, ernährt sich nicht übermäßig ungesund und sitzt recht selten vor der Konsole, das andere Kind: höchste Trainingsbeteiligung, aber sonst kein Sport, viel Cola und Süßigkeiten, jeden Tag vor der Konsole. Er ist zwar nicht dick, aber verfügt über kaum Körperspannung. Koordinativ ganz schwach. Der Junge ist nach spätestens 10 Minuten auf dem Feld platt. Mittlerweile ist es auch seinen Eltern aufgefallen, dass er konditionell deutlich gegenüber den anderen Spielern abfällt.

    Die schlechte Koordination führt aus meiner Sicht auch dazu, dass das Laufen mehr Kraft kostet. Hingegen läuft der konditionsstarke Spieler sehr sauber und damit auch effizienter. Er läuft darüber hinaus auch schneller als Kind 2 und auch länger schnell (Kraftausdauer).

    Überdies kommt noch die alltägliche Bewegung dazu. Wird das Kind zur Schule gefahren, oder läuft es. Wird es prinzipiell vom Taxi Mama zu den Freunden chauffiert oder benutzt es auch mal das Fahrrad.

    Es wirken zwei Spieler abhängig von einander. Aber wie oben geschrieben sehe ich hier eher einzelne Aufgaben im Vordergrund als eine "Gruppe". Eine Gruppe wäre in meinen Augen dann z.B. wenn ich noch einen oder mehr Abwehrspieler hinzu nehmen würde (z.B. in der Abwehrkette).

    Das sehe ich etwas anders. Letztlich wird man alle gruppen- oder mannschaftstaktischen Aufgabenstellungen durch Zergliederung in individualtaktische Elemente zerlegen können. So könnte man etwa den Abstand des 6ers zur Abwehrkette auch rein individualtaktisch betrachten, hilft aber nur bedingt, weil etwa die Verschiebebewegung aufeinander abgestimmt sein muss. Das Verteidigen zu weit ist deshalb für mich ein gruppentaktisches Element, ein Spieler übt Druck auf den Ballführenden aus, der andere sichert ab. Hierzu bedarf es der Kommunikation, wer macht was. Wie läuft der Druck gebende Verteidiger an, daraus resultiert, wie der absichernde Verteidiger sich positioniert. Gerade weil das inidividuelle Verhalten eben nicht nur vom direkten Gegenspieler anhängig ist, sondern auch vom Mitspieler ist es für mich Gruppentaktik.

    Folgen wir doch der Ausbildungspyramide. Macht es Sinn mit einer F das Doppeln zu trainieren? Sicher nicht. Warum? Weil sie zunächst erst das Verhalten im 1 gegen 1 erlernen müssen. Wenn das individualtaktische Verhalten sitzt, gehe ich zur Vermittlung des Doppelns. Und das ist Ende E, Anfang D.

    Bei uns gibt es dieses Jahr z.B. eine Fortbildung: „Differenzielles Techniklernen" (20 LE) und diese ist nur für Inhaber der B-Lizenz oder höher vorgesehen.

    Hast du dich schon einmal in anderen Landesverbänden umgeschaut? Dort gibt es mglw. abweichende Angebote.

    Meiner Erfahrung nach hängt viel von den Referenten ab. Sie haben häufig Lieblingsthemen, die sie in die Schulungen einbringen. Je nach Thema, kann sich so eine tolle Veranstaltung entwickeln. Wenn dann auch noch ein paar interessierte Trainer zusammen kommen, steigt das Niveau über das eigentlich beabsichtigte Level.

    Bsp. Thema war aktives Verteidigen (Schwerpunkt weil C-Lizenz 1 gegen 1), Referent stellte seine Mannschaft von 4er auf 3er-Kette um, ein paar Trainer haben ähnliches vor und schwups befasst sich die Fortbildung mit einem gruppen- oder gar mannschaftstaktischen Schwerpunkt.

    Auch die Teilnaahme an einen Hallenmeisterschaft ist nicht verpflichtend.

    Läuft bei euch die Meisterschaft über eine Ausschreibung? Wie kann denn der Verband im Vorfeld die Hallen, Termine etc. planen?

    Meisterschaften sind in meinem Kreis verbindlich vorgeschrieben, bei Nichtantritt Strafzahlung.

    Ich habe Auswahlspieler, trainiere die Jungs mittlerweile seit 3 Jahren, und frage mich immer mal wieder ob Sie wegen oder trotz meines Trainings Auswahlspieler sind. Wahrscheinlich habe ich nur das Glück das Sie von Natur aus Talent mitbringen und

    Ihnen das Training Spaß macht und Sie auch in der Freizeit ständig kicken.

    Genauso geht es mir auch gegenwärtig. :thumbup:

    "Kinder testen ihre Grenzen aus"...genau das ist das Problem...

    Das ist kein Problem, sondern der natürlich Gang der Dinge. Als Trainer auf dem Feld bzw. als Eltern zu Hause muss man dann halt Grenzen setzen (oder auch nicht, je nach Weltanschauung) bzw. die Einhaltung überwachen.

    Hier muss m. E. aber auch der Trainer des Spielers eingreifen, den Spieler vom Platz nehmen und ihm in aller Deutlichkeit sagen, dass so kein Fußball gespielt wird.

    Meistens ist es doch so, dass der Trainer des grätschenden Spielers auf ein derartiges Verhalten nicht reagiert und es einfach laufen lässt mit der Folge, dass der Spieler den Eindruck gewinnt, sich korrekt verhalten zu haben.

    Da haben wir einen klaren Ausbildungs- wenn nicht sogar Erziehungsauftrag in diesen Momenten und müssen dem auch nachkommen!!!

    Da bin ich bei dir. Im konkreten Fall war es wieder einmal so, dass der Spieler nicht vom Trainer eingefangen wurde, sondern sogar durch dessen Verhalten noch animiert wurde. Der diskutierte nämlich in einem anderen Spiel des Turniers, als ein anderer Schiri so eine Situation abpfiff, dass es doch schließlich erlaubt sei.

    Solche Trainer nehmen den von dir angesprochenen Auftrag nicht wahr, sondern denken ausschließlich an Punkte und Pokale.

    Schmabel

    Ein Co-Trainer ist zu empfehlen, wenn ihr auf einer Wellenlänge liegt. Je kleiner die Gruppengröße, um so besser kannst du auf die Kinder eingehen. Gerade im F-Alter ist es ein sehr großer Vorteil in kleinen Gruppen arbeiten zu können. Bei 13 Kindern übernimmt jeder 6/7, ggfs. nach Entwicklungsstand getrennt. Kann also sehr von Vorteil sein, einen Co. zu haben. Jedoch nicht immer.

    Mit meinem vorletzten Co. stimmte die Chemie nicht, weil wir unterschiedliche Vorstellungen vom Kinderfußball hatten. Da war es dann besser allein weiterzumachen.