Beiträge von FBPapa07

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    Hallo,


    Ich würde hier gerne mal Ideen sammeln, wie man das eigene Kind fussballerisch fördern/motivieren kann kann, ohne es unter Druck zu setzen oder ihm den Spaß zu nehmen. Perspektive ist hier ein 7jähriger, eventuell auch für Eltern die wenig mit Fussball am Hut haben.


    Ausrüstung
    -Leichtball (290 Gramm)
    -Noppenschuhe für draußen
    -Schienbeinschützer
    -Stutzen
    -Hallenschuhe
    -Hallenball
    -Tore für den Garten (gerne selbstgebaut)
    (Trikot vom Lieblingsverein)


    Verein
    -Kind muss mit Trainer klarkommen
    -Kindgerechte Trainingsphilosophie
    -möglichst nah und gut erreichbar
    -Freunde des Kindes in der Mannschaft
    -gutes Verhältnis zu Trainer und anderen Elten aufbauen, (beim Trainer nicht zu privat)


    Aktivitäten
    -Zusammen zum Bolzplatz gehen, am besten mit Mannschafts/Klassenkameraden
    -Im Garten mit Plastikblumentöpfen Dribblingparcours bauen? (ich glaub das findet meiner langweilig)
    -Feriencamp
    -Zusammen Fussball gucken (Sportschau, Stadion? 90 min hält meiner nicht so gut durch, andere hingegen schon)


    besonders würd mich noch interessieren, welche Übungen man gut zu zweit machen kann, und was den Kindern auch Spaß macht. Meiner mag zum Beispiel 1gg1 mit zwei Minitoren auf EINER Seite (geht nur auf dem Platz vom Verein, privat haben wir keine guten Minitore), da schießt er natürlich viele Tore und lernt Richtungswechsel.

    Also ich hab heute mit einer Mutter eines Klassenkameraden meines Sohnes gesprochen. Der Junge spielt in einem anderen Verein. Sie meinte, sie und die anderen Eltern beschweren sich, dass der Trainer immer die Positionen wechselt und kein Stellungsspiel trainiert (jg 2007). Als ich zu ihr meinte, das würde in dem Alter laut DFB und anerkannter Kifu-Grundsätze nicht zu den Trainingsschwerpunkten gehören, und der Trainer mache dass genau richtig, war sie einsichtig, meinte aber, der Trainer hätte das nie so kommuniziert. Ich glaube, viele Eltern wissen es einfach nicht besser und würden auf eine gute Erklärung einsichtig reagieren.

    Mal aus der Elternperspektive:
    Also mir ist auch schon mal am Spielfeldrand gegenüber den anderen Eltern ein "wenn wir das so machen würden (stärkere Kinder aufstellen, Positionen trainieren etc), würden wir besser abschneiden" herausgerutscht. Aber ich bin damit nicht direkt zum Trainer gegangen. Warum? Weil ich eigentlich der Meinung bin, dass der Trainer pädagogisch alles richtig macht und ich es nicht besser machen könnte als er. Die wenigen kleinen Schwächen im Trainingsablauf, die man vielleicht objektiv bemängeln könnte (dabei geht es nicht um Aufstellung und Positionen), sind es nicht Wert, deswegen dem Trainer mehr Arbeit oder Stress zu machen.


    Wenn die Sachen so indirekt kommen, sind die Väter vielleicht in den meisten Fällen eher vom schlechten Abschneiden ihrer Kinder enttäuscht als vom Trainer, und das auch eher auf emotionaler Ebene, und haben an Person und Methodik des Trainers prinzipiell nichts auszusetzen. Vielleicht sollte man sich als Trainer einfach nicht so viel Gedanken darüber machen, was die Eltern so am Spielfeldrand quatschen, solange es nicht zu laut oder gar feindselig wird und die Atmosphäre in der Mannschaft nicht negativ beeinflusst. Ein Informationsabend ist aber sicher nicht falsch, als mein Sohn mit Fussball angefangen hat, kannte ich eigentlich nur die Nationalmannschaft und hatte vom Kinderfußball keine Ahnung. Je mehr ich über das Thema gelesen habe, desto zufriedener bin ich mit unserem Trainer und unserem Verein.

    Heute erster Tag, danach die Ankündigung, dass das neue Trainingstrikot jetzt das Lieblingstrikot sei (sieht auch besser aus als letztes Jahr, schwarz mit orangenen Flock und weissen Adidasstreifen) und dass er jedes Jahr zum Camp will. Also so falsch kann es da nicht laufen.


    Es waren auch ein paar Kinder da, die bei einer Mannschaftsimplosion (Trainerwechsel) den Verein verlassen haben, und haben ihre alten Mannschaftskameraden wieder getroffen.

    Im Camp (bei uns, hab die Anmeldeliste) sind die meisten Kinder 6-9 Jahre alt, also in einem Alter, in dem das Scouting wenig Sinn macht. Es kann wahrscheinlich schon mal sein, dass ein guter 12-Jähriger in eine Jugendmannschaft zum Probetraining eingeladen wird, aber die Trainingscamps sind hauptsächlich für Breitensport und Marketing gedacht. Die Vereine (besonders Real mit möglichen Einladungen zum Kindertraining nach Madrid) werben zwar mit Scoutingmöglichkeiten, aber das sollte man als Eltern lieber nicht zu ernst nehmen. Eine besondere Talentförderung ist jedenfalls in einem normalen Camp eher nicht möglich, weil die einzige Teilnahmebedingung die Zahlung der Campgebühr ist.


    Was die Fussballerischen Fortschritte angeht, die Kinder trainieren in einer Woche so viel wie in drei Monaten regulärem Training und vielleicht auch nen Tick intensiver. Ich hatte bei meinem Jungen letztes Jahr schon das Gefühl, dass er besser geworden war, aber vielleicht hatte ich nach dem Camp auch einfach mehr drauf geachtet und Sachen gesehen, die er schon vorher auf dem Schulhof und im Training gelernt hatte. Beim Trainingscamp waren auch einige unserer schwächeren Spieler (in unserem Fall eher wachstumsmäßig Benachteiligte als Übergewichtige), und bei denen habe ich keine Leistungsexplosion bemerkt. Spass hatten sie aber alle, und das ist ja die Hauptsache.


    Edit: Der Junge will jedenfalls eher zum HSV-Camp, das kennt er schon und da gehen auch seine Freunde und Mannschaftskameraden hin.

    Hallo,


    mein Sohn nimmt jetzt in den Ferien zum 2. Mal beim Fussballferiencamp des HSV teil. Die Veranstaltung läuft bei uns auf dem Kunstrasenplatz des Stadtteilvereins, das Training ist abgesehen von ein paar netten Trainingsutensilien auch nicht viel besser als im Verein, aber ist vom Zeitumfang halt einfach mehr und außerdem hat man eine Ferienbetreuung. Es gibt einen Trikotsatz und ein paar Kleinigkeiten dazu, die Kinder haben ihren Spaß und können auch mal mit anderen als den üblichen Vereinskameraden zusammen trainieren.


    Jetzt habe ich gelesen, das Real Madrid auch Trainingscamps anbietet (scheinen vom Konzept her ähnlich zu sein, Leiter war auch mal bei den HSV-Trainingscamps) und da wollte ich mal Fragen, wie die Meinungen und Erfahrungen der Trainer zu diesen Camps und den verschiedenen Anbietern sind, es gibt da ja ziemlich viele auf dem Markt.


    Ich würde tendenziell eher den lokalen Anbieter (HSV oder St. Pauli) unterstützen, beim HSV ist der Anfahrtsweg am günstigsten für uns. Aber vielleicht hat ja jemand seine Erfahrungen gemacht und kann ein paar Tipps (oder Warnungen) geben.

    Wir hatten nur gestern grad nen Forentroll, eigentlich ist die hier beschriebene Situation (leider) schon realistisch. Unser Trainer ist halt kein Vatertrainer, sondern ein Erwachsenenspieler, der das zusammen mit seiner Frau als Hobby macht. Wobei, nichts gegen Vatertrainer, wir haben da auch den einen oder anderen guten im Verein.


    Ich hab jetzt einiges über Kifu gelesen (bin eher ein Kopfmensch), und hier im Forum auch über die bittere Realität gelesen, und habe mir vorgenommen, bei uns im Verein mal Cotrainer zu werden, wenn meine Kinder etwas selbstständiger sind. Zum Haupttrainer fehlt mir die Fussballerfahrung und vielleicht auch das Charisma, aber mithelfen, Ideen geben und motivieren wirds wohl noch reichen. Und der Verein liegt mir als Stadtteilverein und alter Jugendverein (Tischtennis) schon am Herzen, und man kennt halt inzwischen viele Leute da (Kind vom Jugendleiter Fussball ist im gleichen Kindergarten, Cotrainer vom eigenen Kind sind in der A-Jugend, etc...)

    Bei uns haben auch schon mal Kinder Samstag und Sonntag gespielt, aber erst drei Kinder einmal in der gesamten Saison. Wir haben bei den 2007ern (keine Jahrgangsübergreifenden Mannschaften, da Großstadt) eine normale Mannschaft und eine Fairplayligamannschaft für eine gemeinsame Trainingsgruppe von etwas über 20 Kindern gemeldet (21 in der Datenbank mit Pass und ein paar Probekinder), und die Aufstellung erfolgt nach 1. Verfügbarkeit 2. Jeder soll möglichst gleich oft zum Einsatz kommen und 3. die Neulinge spielen möglichst in der Fairplayliga. Dadurch hatten wir z.B. in der letzten FPL-Partie zwei Ersteinsätze von Spielern, die erst nach der Hallensaison in die Mannschaft gekommen sind.


    Leider haben an den Sonntagen (FPL-Spieltage) weniger Kinder Zeit, so dass dann auch Kinder mitspielen, die von der Spielerfahrung her eher in der normalen Liga spielen sollten, die werden dann aber nur im Notfall auch am gleichen Samstag eingesetzt. Das ist bisher an zwei Wochenenden passiert, wobei am zweiten Wochenende dann das FPL-Spiel leider ausgefallen ist (Gegner im Heimspiel hatte nicht genug Kinder). Dafür wurde dann eine Runde Papas-Kinder-Fussball gespielt, in Punktspieltrikots (bei den Kindern).


    Dieses Modell erlaubt es, auch die Schwächeren oft einzusetzen, so hat ein 7jähriger, der aussieht wie 5, im letzten FPL-Spiel sein erstes Tor geschossen und war superstolz (trotz 2-6 Endergebnis, das andere Tor kam übrigens von einem Debütanten, allerdings ein technisch starker Zweitklässler, bei dem das keine Überraschung war). Die Schwächeren werden aber auch in der normalen Liga eingesetzt, wenn es zeitlich nicht anders passt.


    Auf der anderen Seite kann der etwas dünne Kader für zwei Mannschaften durch die Austauschmöglichkeiten aufgefüllt werden. Im Prinzip gibt es keine Stammspieler, die Eltern sollen sagen, wann die Kinder Zeit haben, und der Trainer teilt dann ein. Taktisch gibt es keine Probleme, da noch keine Taktik trainiert wird.


    Dazu muss man natürlich sagen, dass hier ein Trainer mit der richtigen KiFu-Philosophie dahintersteht, der auch von einem entsprechend denkenden Jugendleiter unterstützt wird, und auch die Eltern ziehen da mit.



    mal off-topic: Wir haben relativ viele körperlich kleine, aber technisch schon relativ gute Kinder, ab welchem Alter kann man da erwarten, dass die zu den körperlich weit entwickelten Spielern aufschließen? Irgendwie hab ich das Gefühl, dass wir relativ viele Spätentwickler bekommen, da viele (mindestens 2) Nachbarvereine schon Aufnahmestopp in diesem Jahrgang haben. Die Kinder sind motiviert und technisch nicht schlecht, aber wenn wir sie als 2008er statt als 2007er aufstellen würden, würde niemand die Pässe kontrollieren.


    edit: ist das wieder der Troll? Der Beitrag kommt mir irgendwie extrem vor und wieder ne Neuanmeldung...

    Also bei uns in der F hatten wir schon mehrmals Spiele Kinder gegen Eltern (Sommerfest, Ligagegner beim Heimspiel kurzfristig nicht angetreten). Hab noch nie erlebt, dass die Kinder da abgeschossen werden, die Papas versuchen auch eigentlich (von sich aus) nur Kopfballtore und auch nur, wenn sie nicht grad vorne liegen. Wenn nötig, kann man ja vorher mit den Elternteams sprechen, aber eigentlich sollte das nicht nötig sein.

    Also bei uns in der F kleben die Spieler an der Seitenlinie neben dem Trainer und schauen sich dass Spiel an. Warum sollten die sich das nicht ansehen wollen? Die werden ja auch eingewechselt und müssen sehen, wie es grad läuft...

    A+C: auf jedem Fall rotieren lassen (jedes mal 10 Spieler mitnehmen und während des Spiels ordentlich wechseln, den Rest zu Hause lassen und zum nächsten Spiel mitnehmen), damit sich keine "Stammelf" herausbildet und sich alle so früh wie möglich an die Rotation gewöhnen (sonst gibts irgendwann Platzhirschgebahren oder Spieler fühlen sich zurückgesetzt), und dann zusätzlich Spiele gegen die Bambinis organisieren, bei denen diejenigen, die in dieser oder der letzten Woche rausrotiert waren, bevorzugt werden. Es kann dann ja auch zweimal 4 gegen 4 oder so gespielt werden, eine Art internes Miniturnier. Oder mal durchmischen, Testspiele mit gemischten Mannschaften. Also alle 2-3 Wochen mit den Bambinis einen "Spieltag" oder ein Miniturnier organisieren, davon profitieren dann alle, wenn das zeitlich machbar ist. Ich weiss nicht, wie Euer Spielplan aussieht, aber wir haben immer wieder freie Wochenenden.


    Wie geht das mit der Kadergröße? Ich bin bisher immer davon ausgegangen, dass die maximale Kadergröße 10 (Halle) oder 11 (Liga) ist. Vielleicht hängt das ja auch vom Bundesland ab.


    Unsere F hat genug Spieler für 2 Mannschaften (23 oder so), aber ist einmal in der Kreisklasse und einmal in der Fairplayliga gemeldet. Dadurch haben wir mehr Flexibilität wenn mal jemand keine Zeit hat, weil die Ligen sich nicht gegenseitig ausschließen. Die Kinder spielen nur einmal pro Wochenende, aber wer wo spielt, hängt meistens davon ab, wer gerade wann Zeit hat. Ansonsten spielen die erfahreneren Spieler eher in der Kreisklasse und die Neulinge eher in der FPL. Da alle gemeinsam trainieren (2 Trainer und 2 Cos) kennen sich die Spieler untereinander gut, und bisher hab ich noch keine Beschwerden über Einsätze gehört.

    Ich denke auch, dass die "fehlende Aggressivität" (im Sinne von "zum Ball gehen") eine Frage von Erfahrung und Selbstvertrauen ist. In der G ist das völlig normal, und in der F bei neueren Spielern auch. Diejenigen, die bei uns (F-Jugend U8 ) schon länger dabei sind, gehen meist schnell aktiv zum Ball, mit wenigen charakterlich bedingten Ausnahmen (kleine und schüchterne Jungs tun sich da manchmal schwer, aber bei weitem nicht alle). Die beiden Jungs, die am längsten dabei sind, sind auch am besten in der Balleroberung und im Anlaufen des ballführenden Gegners. Die ganz Neuen tendieren dann eher mal zum zugucken bei gegnerischem Ballbesitz. In einer Zweikampfübung war so etwas dann auch ziemlich deutlich zu sehen.


    Ich denke, dass die üblichen Minispiele (3 gegen 3, 2 gegen 2) da am besten sind, keine Ahnung, ob ein reines Zweikampftraining mit Torabschluss in der G schon was bringt.


    Es gibt doch auch so ein Spiel, wo die Kinder im Hütchenviereck ohne Tor dribbeln müssen und 1-3 Kinder ohne Ball die Bälle wegkicken müssen, das würde sicher auch gehen, man muss dann nur durchwechseln.


    Oder im Viereck dribbeln lassen und einen Ball nach dem anderen rausnehmen wenn sie ins Aus gehen, die Kinder ohne Ball bleiben drin und versuchen nen anderen Ball zu bekommen oder wegzukicken, und der letzte mit Ball hat gewonnen. Da muss man vielleicht aufpassen, dass die unerfahrensten Kinder nicht demotiviert werden weil sie als erster keinen Ball haben.


    Diese Spielformen funktionieren vielleicht gut nach einem Fangenspiel im gleichen Hütchenviereck.


    Aber Dribbeln+Balleroberung ist eigentlich ein Schwerpunkt in der F, ich bin nicht sicher ob das als Trainingsschwerpunkt in der G schon angemessen ist.



    Die häufigsten Einrufe unseres Trainers:


    "zum Ball"


    "zurück, nicht vorne stehenbleiben"

    Nächste Runde Fair-Play-Liga, diesmal Heimspiel:


    Aufbau klappt gut, die Eltern bleiben in ihrem Bereich, das Spiel läuft friedlich und größtenteils fair ab, 2 Fouls werden ohne große Diskussion mit Freistoß geahndet. Beide Male wurde der beste Dribbler (vielleicht etwas subjektiv aus väterlicher Sicht :D ) unserer Mannschaft von hinten gelegt, nachdem er an einem Verteidiger vorbei war. Keine Ahnung ob es da beim Training Ermunterungen zum "taktischen foul" gibt, aber unsere Jungs machen so etwas eher nicht. Den 2. Freistoß hat der Spieler dann direkt verwandelt, so dass die Fouls wenigstens nicht "mit Erfolg belohnt" wurden.


    Ungewöhnliche Zurückhaltung (im Vergleich zum normalen Ligabetrieb) war bei keinem der Trainer zu bemerken, beide riefen öfter ins Spiel und unserer (der immerhin weniger oft und weniger laut reingerufen hat) verließ auch mal seine coachingzone um Anweisungen zu geben.


    Das Schiedsrichtern wurde zu einem Großteil von den Trainern übernommen, wobei einmal ein Trainer bei einer falschen Einwurfentscheidung von den Spielern überstimmt wurde und das auch sofort akzeptiert hat. Es gab kein Gemecker und keine Diskussionen, somit ist ein Teil der Ziele der Fairplayliga erfüllt, aber echte Spielerentscheidungen gab es eigentlich kaum. Meistens kam die Anweisung (Einwurf, Ecke, Abstoss) gleich von den Trainern. Vielleicht ist das aber nur mein persönlicher Eindruck und die Spieler haben doch die meisten Einwürfe selbstständig gemacht.

    Na ja, vor 2 Jahren hatte ich keine Ahnung vom Kinderfussball und hatte ihm gesagt, dass er im "richtigen" Training und Spiel nicht ins Tor gehen sollte, sondern lieber beim Bolzen, und ich denke immer noch, dass er (klein und gute Kondition) als Feldspieler einfach mehr Einsatzmöglichkeiten hat. Ich kenn vom Bolzplatz nen Torwart, der nach nem Umzug unheimliche Probleme hatte, nen neuen Verein zu finden.


    Ich bin jetzt aber dabei, meine alten Fehler aus der Anfangszeit wieder auszubügeln und ihn zu ermutigen, mehr zum Allrounder zu werden, früher hatte ich ihn sehr auf Defensive+Mittelfeld eingestellt weil ich der Meinung war, dass im G-Jugendalter auch irgendjemand verteidigen müsse. Gerade die Fairplayliga bietet sich zum "ernsthaften" ausprobieren von neuen Positionen an, da eventuelle Fehler auf ungewohnten Positionen weniger ins Gewicht fallen (für die Kinder, den Trainern und Eltern sollten solche Fehler ja nichts ausmachen).


    Wobei: Aufstellung ist ja immer noch Trainersache, aber der fragt natürlich immer erstmal die Kinder selbst, wer ins Tor will, und bietet das erstmal den 3 Stammtorhütern an (von denen die anderen 2 dann im Feld spielen wenn alle dabei sind). Und unsere Positionen sind eh nicht so fest wie bei anderen Mannschaften, da standen in einem Spiel 2 Verteidiger festgenagelt am Strafraumrand und der Stürmer im (nichtexistenten) Dauerabseits, während die restlichen drei die ganze Laufarbeit machen mussten und quasi immer in Unterzahl waren. Bei uns müssen alle laufen, und die Verteidiger gehen auch mit nach vorn.


    Was die Entscheidung angeht, zum Spiel zu fahren: ich hab am Vortag beim Trainer noch mal angefragt, und der meinte, wir sollten fahren, und es hat ja auch geklappt, am Morgen war das Wetter noch einigermaßen gut.

    Hallo,


    Ich hab leider wenig Ahnung von den Details, aber wie wäre es, wenn man 2 Versionen erstellt, einmal kurz und knackig als Info für die Eltern und für die Homepage, und einmal etwas ausführlicher und detaillierter für die Trainer und interessierte?


    Das mit der Umsetzung auf Trainerseite stell ich mir nicht so leicht vor, man muss das ganze natürlich gut kommunizieren (und natürlich die Trainer schon bei der Erstellung des Konzepts mit ins Boot holen, nicht unbedingt, damit sie alles abändern können, aber damit sie von vorneherein wissen, was auf sie zukommt, und damit man bei Einwänden schon vorher Überzeugungsarbeit leisten kann), aber ich bin mir nicht sicher, ob und wie man Trainer sanktionieren sollte, die das nicht alles umsetzen. Wenn das Konzept langfristig angelegt ist, reicht es eventuell, bei den neuen Trainern auf Leute zu setzen, die das Konzept voll oder größtenteils unterstützen, und bei uneinsichtigen Alttrainern (hoffentlich nur eine kleine Minderheit) eher auf sanften Druck zu setzen.


    Ich denke, das wichtige ist nicht so sehr die Erstellung und die Details, sondern vor allem die Kommunikation und Überzeugungsarbeit, die von der Vereinsleitung über die Trainer und die Eltern bis zu den Kindern geht. Und dann braucht man natürlich nen Ansprechpartner (Jugendleiter?) der den Trainern und notfalls auch Eltern (die sich erstmal an den Trainer wenden sollten) in diesen Fragen zur Verfügung steht.


    Kinderfussball


    -Spaß (Kein Druck, keine Leistungsorientierung, spielerische Trainingsformen)


    -Fairplay im Team und gegenüber anderen Teams (schließt Gleichbehandlung von neuen/schwächeren und gleiche Spielzeiten mit ein)


    -Altersgerechtes lernen, nachhaltige Ausbildung (hier Details für die Lernziele in Altersstufen, Idee der Rotation)


    aber da gibts bestimmt vollständige und besser ausformulierte Konzepte, die bestimmt einige Kollegen hier linken werden.

    Es hat sich herausgestellt, dass das Spiel wegen Sturmwarnung kurzfristig abgesagt worden war, und da wir aber mit 6 Kindern durch die halbe Stadt gefahren waren und die Heimmannschaft auch da war, wurde einfach trotzdem inoffiziell gespielt, von daher kein Bruch der Regeln da es kein offizielles Spiel war. Die Kinder hatten trotzdem ihren Spaß und mein Kleiner durfte eine Halbzeit im Tor stehen (keiner der 3 Teilzeittorwarte war dabei, und die anderen wollten nicht. Bei ihm wusste ich, dass er gerne im Training mal ins Tor will, obwohl er weiss, dass ich das nicht gerne sehe, und da war mal eine gute Gelegenheit da.) Er hat seine Sache ganz gut gemacht, als Feldspieler hatte er keine Hemmungen beim rauslaufen und konnte den Stürmern mehrmals den vorgelegten Ball wegschlagen. Libero-Torwart moderner Prägung ;)

    Wir hatten heute in Hamburg unser erstes FPL-Spiel (in Hamburg ist die Meldung zur FPL freiwillig, unsere Trainingsgruppe hat ca 20 Kinder und ist für Kreisliga und FPL gemeldet, so dass es genug Einsatzzeiten für alle gibt).


    Wir hatten als Auswärtsmanschaft mit Kreisligaspiel am Vortag einen Spieler zu wenig, und dafür durfte dann der große (!) Bruder eines Spielers der Heimmannschaft mitspielen. Vermutlich nicht regelkonform, aber doch sicher im Sinne des Fairplay. In der Kreisliga wäre das nicht möglich gewesen, selbst mit Einverständnis beider Mannschaften. Die Kinder hatten ihren Spaß, die Eltern hielten den Abstand ein, die Atmosphäre war freundschaftlich, und die Trainer gaben wie gewohnt ihre Kommandos, und haben meiner Auffassung nach auch zu viel in "Schiedsrichterentscheidungen" eingegriffen, einer mehr, einer weniger. Endergebnis hatte ein Tor Differenz. Ich denke, beide Trainer haben die FPL eher als Möglichkeit angesehen, eine größere Anzahl Freundschaftsspiele zu bekommen, um ihren Mannschaften Einsatzzeiten zu verschaffen, ohne eine zweite Kreisligamannschaft melden zu müssen (Ich kenne mich mit dem Ligabetrieb nicht so aus, aber da gibts wohl Strafen fürs nichtantreten?).


    Allerdings denke ich, dass die freiwillige FPL nicht viel über den Erfolg einer erzwungenen FPL aussagt, da die Trainer, die ihre Mannschaften da anmelden, sich vorher eh mit der Idee der FPL angefreundet haben müssen.

    Ich würde meinen Sohn (jg 2007) in nächster Zeit nicht in nen Leistungsverein mit längerem Anfahrtsweg stecken.


    Ich geb im Jahr aber gerne einmal 179 Euro für das einwöchige HSV-Ferienfussballcamp aus. Nicht weil ich HSV-Fan bin (bin ich nicht unbedingt), und ich glaube auch nicht, dass das Camp qualitativ viel besser als Vereinstraining ist, oder dass die Scoutchancen da besonders groß sind, sondern weil es ihm Spaß macht, weil er einfach durch die zusätzliche Trainingszeit dazulernt, und nen kompletten Trainingstrikotsatz mit Lang- und Kurzarmshirt bekommt man auch noch dazu. Dazu kommt, dass der HSV ein Camp auf dem lokalen Vereinsplatz anbietet und da dann viele Jungs aus der Umgebung mitkicken, auch Mitschüler aus Nachbarvereinen. Als großer Name würde ich mich beim HSV natürlich auch eher darauf verlassen, dass das ganze gut organisiert und einigermaßen seriös abläuft. Der Eindruck, den ich letztes Jahr vom Training hatte, war jedenfalls recht gut, kleine Gruppen und viel Spaß.


    St Pauli hat auch frei zugängliche kommerzielle Kinderprogramme, aber leider nicht bei uns in der Gegend. Bei kleineren Anbietern müsste man sich vermutlich erstmal genau darüber informieren, wie das da so abläuft.