Beiträge von FBPapa07

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    Also Sichtungstraining wirkt für Kinder-Breitensport etwas abgehoben, Schnuppertraining oder Fussballfest oder so was sollte man es nennen... Schienbeinschoner muss auch keiner mitbringen, man will ja Neulinge anlocken, und die haben so was noch nicht. Man soll schon klar machen, dass jeder willkommen ist, und dass wer Interesse hat auch bleiben kann, unabhängig von der gesichteten Qualität... solange das Sozialverhalten stimmt, und selbst daran kann man arbeiten. Anmeldung ist im Dorf auch nicht nötig, jeder, der vorbeikommt, ist willkommen. Fussball-Ort-Datum, komm einfach mal vorbei!


    Ok, hier die Idee: Vereinslogo, 3 Fotos von spielenden und jubelnden Kindern, Fussball-Schnuppertraining Jahrgänge 2010-2007 FC Xdorf, kommt einfach vorbei, (vielleicht Torwandschießen mit 3 Preisen, z.B. Vereinstrikot, Trinkflasche)

    Hallo,


    Ich hatte bei uns im Verein mal nach einem schriftlich niedergelegten Kinder- und Jugendkonzept gefragt, aber bisher noch nichts bekommen (trotz guter Trainer und eines guten Jugendleiters, die Leute haben aber sicher genug zu tun, so dass sie nicht jeder unwichtigen Anfrage hinterherlaufen müssen).


    Deshalb würde ich gerne mal wissen, wie so ein Kinder- und Jugendkonzept aussieht und ausformuliert werden kann. Ich würde mich gerne selber daran versuchen, und vielleicht wird das ganze ja in modifizierter Form irgendwann mal bei uns durchgewunken. Ich behaupte nicht, dass irgendetwas davon auf meinem eigenen Mist gewachsen ist, die meisten Ideen habe ich hier aus dem Forum oder aus dem DFB-Kifu-Buch. Das ganze ist nicht als Endversion gedacht und wird ständig erweitert/verändert, ich bin also dankbar für Verbesserungsvorschläge und links zu bestehenden Kinderfußballkonzepten.


    1. Zielsetzung


    Das Ziel ist eine nachhaltige Entwicklung des KInder- und Jugendfußballs im Breitensport. Die Kinder und Jugendlichen sollen ihre Liebe zum Fussball entdecken und ausleben, Fußballerisch weiterentwickelt werden und dem Fußball langfristig erhalten bleiben.


    2. Grundprinzipien


    2.1 Spaß am Fußball
    Spaß ist die beste Form der Motivation, nur wer Spaß hat, wird langfristig bei einer Freizeitbeschäftigung bleiben und immer weiter versuchen, sich selbst zu verbessern. Alle dürfen Spaß haben, auch die Gegner.


    2.2 Fairplay
    Fairplay heißt, dass die Einhaltung der Regeln und die Rücksicht auf die Gesundheit der Gegner wichtiger sind als ein Sieg. Aber Fairness ist nicht nur auf dem Platz wichtig: auch der Umgang innerhalb der Mannschaft und der zwischen Trainern, Eltern, Schiedsrichtern, dem Verein sowie der Umgang mit den Gegnern vor und nach dem Spiel sollte von Freundschaftlichkeit und Fairness geprägt sein. Wer Unfair ist, nimmt anderen den Spaß, und dass verstößt gegen Prinzip Nr. 1.


    2.3 Fußballerische Ausbildung
    Spaß in einem Mannschaftssport heißt auch, das Selbstvertrauen zu haben, sich in die Mannschaft einbringen zu können, und zusammen mit den anderen sportliche Erfolge zu feiern. Auch das Gefühl, besser zu werden, ist eine große Motivation. Aus diesem Grund ist ein altersgerechtes Training der Techniken und Taktiken des Fußballs sowie der grundlegenden Koordination und Körperbeherrschung unerlässlich.


    3. Trainingsgruppen und Mannschaften


    3.1 Aufteilung nach Jahrgängen
    Die Trainingsgruppen werden grundsätzlich nach Jahrgängen eingeteilt. Ein Jahrgang soll nach Möglichkeit zeitgleich unter der Aufsicht eines Jahrgangsverantwortlichen und einer angemessenen Anzahl von Betreuern in einer oder mehreren Trainingsgruppen trainieren. Jede Trainingsgruppe stellt mindestens eine Wettbewerbsmannschaft. Hat ein Jahrgang nicht genügend Spieler für eine sinnvolle Anmeldung zu Wettbewerben, werden Jahrgänge der gleichen Altersstufe zusammengelegt.


    3.2 Mannschaftsgröße
    Die ideale Größe einer Mannschaft hängt von der Anzahl der Spieler im Wettbewerb ab.
    Bambinis: X Spieler
    Auf dem 7er-Feld: 12 Spieler
    Auf dem 9er-Feld: 15 Spieler
    auf dem 11er-Feld: 17 Spieler


    3.3 Betreuerzahl
    Idealerweise kommen auf einen Betreuer auf 6-8 Spieler (zur Beaufsichtigung einer Trainingsstation oder eines Minispiels). Jeder Jahrgang muss einen erfahrenen hauptamtlichen Trainer als Jahrgangsverantwortlichen haben, jede Trainingsgruppe sollte einen hauptverantwortlichen Trainer und einen oder mehrere Cotrainer haben.



    4. Trainingsinhalte
    4.1 Altersangemessenes Training
    Alle Kinder sollen eine ihrem Alter und ihrem Entwicklungsstand angemessenes Training erhalten. Als Grundlage dient der KiFu-Leitfaden des DFB. Insbesondere im Kinderfußball sollen die Kinder in allen Rollen (Positionen) ausgebildet werden.
    4.2 Training in Spielformen


    5. Teilnahme an Wettbewerben
    5.1 Anmeldung
    Jede Trainingsgruppe sollte eine oder mehrere Mannschaften für Wettbewerbe stellen, um die Kinder Wettbewerbserfahrung sammeln zu lassen. Die Meldung der Mannschaften erfolgt nach Jahrgang und nach Spielstärke, um einen Wettbewerb mit ebenbürtigen Mannschaften zu ermöglichen.
    5.2 Teilnahme
    Alle Kinder einer Trainingsgruppe sollen die gleichen Einsatzzeiten bekommen. Ausnahmen sind nur aufgrund von geringer Trainingsbeteiligung möglich. Jedes Kind, dass im Verein bleiben möchte, muss so früh wie möglich einen Spielerpass erhalten. Mitgenommene Auswechselspieler spielen mindestens eine Halbzeit.
    5.3 Trainerverhalten



    6. Trainer und Trainerausbildung
    6.1 Trainerauswahl
    6.2 Kommunikation und Koordination innerhalb des Vereins
    6.3 Umgang mit den Eltern
    Die Trainer und die Jugendleitung versuchen, die Eltern mit ins Boot zu holen und von unserem Jugendkonzept zu überzeugen. Die Eltern werden bei Vereinseintritt und zu halbjährlichen Mannschaftstreffen über die Trainingsphilosophie und Saisonplanung informiert. Bei Fragen und Problemen stehen Trainer und Jugendleitung ausserhalb der Trainingszeiten als Ansprechpartner zur Verfügung.


    7. Vereinswechsel
    Bei einem angestrebten Vereinswechsel soll der Trainer oder der Jugendleiter ein Gespräch mit dem Spieler und dessen Eltern suchen, um die Gründe zu erfahren. Grundsätzlich wäre es schön, wenn Spieler im Verein verbleiben, aber ein sinnvoller Wechsel zu einem höherklassigen Verein ist als Erfolg unserer Ausbildung zu werten. Eine Sperre erfolgt grundsätzlich nicht. Ein Spieler, der den Verein verlässt, ist jederzeit wieder bei uns willkommen. Bei einem Vereinswechsel aufgrund negativer Erfahrungen in der Mannschaft oder im Verein müssen wir darüber nachdenken, wie wir solche Wechselgründe in Zukunft vermeiden können.


    So, dass ist erstmal ein Skelett... ich hoffe mal, ich schaffe es, dem Ganzen auf Dauer etwas mehr Fleisch zu geben, damit es am Ende nicht zur Forenruine wird.

    Das größte potentielle Problem bei der FPL sind die Trainer... die sollten eigentlich nur bei Uneinigkeiten und krassen Regelverstößen (hartes ungeahndetes Foulspiel, offensichtlich unberechtigte Freistöße/Strafstöße) eingreifen und die Kinder vorher gut einstellen (Foulspiel vermeiden, keine langen Streits wegen Kleinigkeiten wie Einwürfen oder Handspiel an der Mittellinie, aber auch nicht übervorteilen lassen bei Freistößen etc).


    Das größte Problem ist nicht, wenn die Spieler sich nicht einigen können, sondern wenn die Trainer sich nicht einigen können. Aber schlechte Schiedsrichter gibts ja auch, von daher verschiebt sich da nur die Verantwortung. Die meisten Partien werden (aufgrund von 2 Vernünftigen Trainern) auch vernünftig ablaufen.


    Ein Jugendschiri hat mir gesagt, für die Schiris ist die FPL bei den Kleinen eigentlich nicht so gut, weil es so weniger Möglichkeiten für Jungschiris gibt, Erfahrung zu sammeln.


    Zu Kindern, die die Regeln nicht kennen: eigentlich müssen sie nur wissen, was ein Tor ist und was ein Foul ist, und das wissen die meisten... alles andere können sie auch später lernen. Anstoss, Abstoss und Ecke sollten die Kinder auch noch hinkriegen. Bei uns war jetzt letztens im Training ein Schiedsrichter eingeladen, der nochmal Regeln und Handzeichen der Schiedsrichter erklärt hat. Die Kinder spielen schon seit bis zu 3 Jahren und hatten das bisher noch nie. Trotzdem gibts selten irgendwelche Regelstreitereien.


    Zum Anpfiff: vielleicht könnte man vor dem Spiel ein kleines Ritual vereinbaren. Mannschaft am Ball: Bereit? -Ja! - und Los!

    So, Saison läuft langsam wieder an... Trainingsgruppe sind momentan 21 Kinder, alle 2007, die meisten seit mindestens nach den letzten Sommerferien dabei, zwei Zugänge, ein Abgang, ein Probekind, das nicht geblieben ist, nichts Weltbewegendes. Nur ein neues Kind nach diesen Ferien, aber letztes Jahr, als es viele Neuzugänge gab, war WM und Einschulung bei den jüngeren 2007ern, jetzt sind die alle 2. bis 3. Klasse, da gibts vermutlich weniger Neuzugänge.


    Statt wie vor den Ferien 1x Liga 1x Fairplayliga gibts jetzt 2 gemeldete Ligamannschaften, und wenn ich mir die Spielorte ansehe, kann ich das gut nachvollziehen, die Anfahrten für die (bei uns freiwillige) FPL waren einfach zu lang. Die Gegner in den jetzigen Staffeln sind Stadtteilvereine aus der Umgebung, und meistens spielen beide Mannschaften direkt hintereinander gegen zwei Mannschaften des selben Vereins, so dass man gemeinsam anfahren und anfeuern kann.


    Der Trainer hat nach der letzten Saison auch beschlossen, relativ feste Mannschaften zu bilden, damit die Kinder "besser aufeinander eingespielt" sind. Die Mannschaften sind nach Leistung/Erfahrung eingeteilt, d.h. die meisten neueren Kinder sind in der 2., auch die körperlich größeren mit weniger Technik/Spielverständnis. In der 1. sind die alten Hasen und ein sehr starker Neuzugang. Mein Sohn konnte 8 von 10 Spielern der ersten Mannschaft auf Anhieb raten. Da die Mannschaften gemeinsam trainieren, hoffe ich, dass sich niemand ausgeschlossen oder zurückgestuft fühlt, und die Eltern standen eigentlich bisher immer hinter dem Trainer. Ich glaube nicht, dass es mit der Einteilung große Probleme geben wird.


    Nächstes Wochenende ist das erste Punktspiel, ich bin mal gespannt, wie es läuft. Ich hoffe nur, die Punktspielbeteiligung in der 2. bleibt hoch, die Spieler in der 1. sind ja schon eher die Leute, die immer zur Verfügung stehen. 21 Kinder für 2 Mannschaften ist nicht unbedingt viel, aber so können alle Kinder immer eingesetzt werden, und notfalls haben wir noch 2008er die man ausleihen könnte.


    (Um mal vom Friede-Freude-Eierkuchen runterzukommen: die drei 2006er-Trainer haben es nicht geschafft, sich für eine Neueinteilung der Mannschaften zusammenzusetzen, die 4. E ist vermutlich erheblich stärker als die 5. E und die Mannschaftsgrößen sind auch nicht ideal. Da scheint jeder sein eigenes Ding zu machen)

    Also zunächst ist ein e.V. auch steuerpflichtig... nur ein gemeinnütziger Verein ist es nicht. Und ein gemeinnütziger Verein hat eine Satzung, die festschreibt, wie diese Gewinne verwendet werden dürfen. So lange sich da nicht Vorstandsmitglieder in die eigene Tasche wirtschaften, ist das doch ok. Was der einzelne Verein mit dem Geld anstellt, sollte man sich natürlich im einzelnen genauer anschauen, aber Gewinne bei einem gemeinnützigen Verein sind prinzipiell nichts schlechtes, diese sollen ja theoretisch in gemeinnützige Dinge investiert werden.

    Wenn sich die Kinder daran gewöhnen, dass alle gleich viel spielen, gibts später kein Gemecker über verlorene oder vermeintliche Vorrechte... und vermutlich auch weniger Probleme mit den Eltern, die für ihre Kinder gerne solche Vorrechte in Anspruch nehmen.


    Unser Trainer lässt alle gleich spielen (im Rahmen der Verfügbarkeit, meist sind die Leistungsstarken öfter verfügbar), obwohl es schon Leistungsunterschiede gibt, aber das ganze war vorher abgesprochen und erklärt, und bisher hat noch keiner Ansprüche auf einen Stammplatz gestellt (weder Kinder noch Eltern).

    Also wenn man von hinten einen harten Gegenstand an den Kopf bekommt, ist das schon Körperverletzung. Und das sollte kein Kavaliersdelikt sein. Also ich bin nicht dafür, das jede Rangelei unter Freunden und jedes Foulspiel im Fussball als Körperverletzung angezeigt wird, aber ein tätlicher Angriff auf einen Schiedsrichter ist da schon eine ganz andere Kategorie.


    Und in diesem Fall kommen natürlich noch der hohe finanzielle Schaden und die Öffentlichkeitswirksamkeit hinzu, da sollte schon ein Exempel statuiert werden (empfindliche Geldstrafe, Stadionverbot).


    Eine Geldstrafe ist natürlich immer am einkommen orientiert, von daher kann er gar nicht finanziell ruiniert werden. Beim Schadensersatz gibts hoffentlich entweder eine Haftpflichtversicherung oder einen Vergleich. Ich glaube nicht, dass der Verein ein Interesse daran hat, jemanden finanziell zu ruinieren.

    Bei uns sind für eine große Trainingsgruppe zwei Mannschaften gemeldet worden (eine Liga, eine FPL), und ursprünglich war geplant, dass die besseren/erfahrenen Kinder in der normalen Staffel spielen. Dies hat hauptsächlich aus Termingründen eher nicht geklappt, so dass von Spieltag zu Spieltag fröhlich durchgemischt wurde (Alle, die sonntags Zeit hatten, waren in der FPL, Rest spielte in der normalen LIga). Das hatte den positiven Nebeneffekt, dass kein Kind das Gefühl hatte, in der "schwächeren" Mannschaft zu sein.


    Die Ligamannschaft spielt dadurch natürlich unter dem Potential der gesamten Trainingsgruppe, aber es gab nur ein Kind (oder dessen Eltern?), das mit den "schwachen Leistungen" Probleme hatte und den Verein wechselte (War noch in der Probezeit, gefühlt kein Topspieler, hatte schon einen anderen Verein in der Probezeit verlassen weil er nicht in der 1. mithalten konnte).


    Wichtig ist hier (wie immer) die Kommunikation, mit der der Trainer das Konzept rüberbringt. Bei uns war von Anfang an klar, dass die zwei Mannschaften gemeldet werden, um den Kindern möglichst viel (und gleich viel) Spielpraxis zu bieten, und da ist es nur konsequent, die Kinder primär nach Verfügbarkeit und nur sekundär nach Leistung aufzustellen.


    Bei zwei normalen Ligamannschaften bin ich mir allerdings nicht sicher, ob ein Problem des "festspielens" besteht, ansonsten würden sicher einige ergebnisgeile Trainer versuchen, ihre Topleute zweimal pro Spieltag antreten lassen, um mit beiden Mannschaften zu gewinnen...

    Es mir geht darum, wie viel Positionsspiel/Positionsverständnis/Positionstreue man Kindern in der G/F beibringen kann oder soll.


    Eigentlich sollte Positionsspiel ja im Kinderfussball keine so große Rolle spielen (lt DFB) aber ein gewisses MInimum an Positionszuweisungen und Positionsverständnis gibt es wohl in jeder Mannschaft. Ich würde gerne wissen, wie die Kindertrainer hier das handhaben. Irgendwo zwischen "alle auf den Ball" und "Spieler A wartet an der linken Außenlinie auf Höhe X auf einen Pass".

    1. Siehe oben, vielleicht ist "Positionstraining" das falsche Wort. Bin als Papa eher Laie, deswegen frag ich ja.
    2. Möglichst wenig? Nicht stehenbleiben? Dranbleiben? Was ist Deine Meinung?
    3. 2-3-1 ist bei unseren 2007ern zwei Verteidiger, drei Mittelfeldspieler und ein Stürmer... wobei die Rollen von Mittelfeldspieler und Stürmer kaum getrennt sind. Ich glaube nicht, dass die Kinder wissen, dass das 2-3-1 oder 2-4 ist.

    Er sagte also, dass ihn die 6/7-Jährigen um taktische Anweisungen gebeten haben...

    Ein Vater aus der Mannschaft, der mit mir im Zuschauerbereich stand, meinte, die Kinder wollten bei den besseren Mannschaften taktisch mithalten können. Den genauen Wortlaut kann ich hier mangels fotografischen Gedächtnisses nicht wiedergeben.

    Letztens hatten wir ein Aufbauspiel für unsere 2007er gegen die 1. 2008er (2007er hatten eher maue Ergebnisse in der Saison, viele neue Spieler), und der 2008er Trainer hat den Spielern ständig "Wo ist deine Position?" zugerufen. Das hatte mich zunächst sehr überrascht, da ich den Trainer eigentlich als KiFu-Trainer kenne. Auf Nachfrage stellte sich heraus, dass die Kinder das von ihrem Trainer gewünscht hatten, da die Mannschaft in einer stärkeren Staffel eingeteilt ist und die anderen in der Staffel das auch so machen. (Ich frage mich da, woran die Kinder das gemerkt haben und ob das denen nicht doch von irgendwelchen Eltern eingeredet wurde).


    Was würdet ihr in dieser Situation machen?


    Die 2007er (schwache staffel, 2 Siege Rest Niederlagen) kennen als taktische Anweisungen eher "nicht vorne stehenbleiben, mit zurücklaufen" und haben das Spiel dann doch relativ locker gewonnen. Dies liegt nicht unbedingt an körperlicher Überlegenheit (2 der 2008er waren größer als alle 2007er Feldspieler), sondern eher daran, dass die 2007er technisch weiter waren und das Mittelfeld dominiert haben. Das Spiel selbst war eine gute Idee denke ich, die 2007er sind körperlich vergleichsweise klein und haben gegen körperlich starke (bzw schnelle) Mannschaften frustrierende Ergebnisse eingefahren. Sie konnten hier etwas Selbstvertrauen in ihre technischen Fertigkeiten tanken. Die 2. 2008er hat parallel gegen die 2009er gespielt, davon hab ich allerdings wenig mitbekommen.


    Die 2007er spielen übrigens auch mit einer 2-3-1-Formation, allerdings hat der Stürmer die Anweisung, mit zurückzulaufen und nicht auf Pässe zu warten, so dass sich eher eine kompakte 2-4-Formation bildet, bei der die Spieler auch selten an die Außenlinien gehen.

    Wahrscheinlich weiss ich inzwischen durch das ganze Lesen im Forum und den Büchern mehr als einige Trainer bei uns, aber ob ich dass dann auch im Ernstfall bei den Kindern und Eltern gut rüberbringen könnte, ist eine ganz andere Frage. Charisma und Fingerspitzengefühl kann man sich nicht anlesen... das ist viel wichtiger als die perfekte Trainingsmethodik.


    Und dann ist da noch die Frage der Zeit - als Selbstständiger mit unregelmäßigen Arbeitszeiten und zwei Kindern läuft da nix. Vielleicht wenn die Kids größer und selbstständiger sind...

    Die Frage grenzt ja schon an Trollen.. ich dachte, es sei Allgemeinbildung für Trainer, das Kinder nicht dehnen müssen, und dass man aufwärmen am besten mit Fangenspielen oder ähnlichen Bewegungsspielen macht. Aber vielleicht hat hier ja ein echter Trainer genaue Altersgrenzen, wann dehnen sinnvoll wird (googeln sagt so zwischen 10 und 15 Jahren wenn man nicht grad Ballett oder Turnen macht).


    Krämpfe und Zerrungen wurden in unserer F-Jugend in den letzten 2 Jahren noch nicht festgestellt, die einzige schwerere Verletzung war ein Armbruch bei einem unglücklichen Sturz, da hätte Dehnen auch nicht geholfen.


    Grund für Aufwärmen mit Fangenspielen: gleicher Effekt, mehr Spaß
    Grund gegen Dehnen: nicht nötig bei Kindern (sind noch flexibler als Erwachsene), daher Zeitverschwendung

    Ich würde da eher nach "kleinen" und "großen" Entscheidungen eingreifen... Fehler bei Einwurf/Ecke/Abstoss oder so eher ignorieren, und höchstens mal bei nem schweren foul oder einem falsch/nicht gegebenem Tor eingreifen, wo auch der Leidensdruck bei der in der Diskussion unterlegenen Mannschaft größer wäre. Aber vielleicht sollte man auch nur bei ungeahndeten groben Fouls eingreifen.


    Neulich hatten wir ein FPL Spiel, der Ball war im Tor, aber die verteidigende Mannschaft behauptet, kein Tor. (Eventuell wars vorher Toraus, hab ich nicht gesehen, war nur Zuschauer). Da hab ich mich einerseits geärgert, andererseits aber gedacht "na ja, Fairplayliga, Ergebnis egal, wenn die eine Mannschaft denkt es steht 2-4 und die andere denkt, es steht 3-4, macht das eigentlich gar keinen Unterschied, sollen sie doch einfach weiterspielen". So sollte es doch eigentlich sein... Und wenns dann irgendwann mal um was geht, gibts dann eben doch nen Schiri. Das sollte doch die Idee der FPL sein: einfach weiterspielen!


    Aber bei uns haben die Trainer auch oft Entscheidungen vorgesagt, weil sie meinten, dass lange Diskussionen den Spielfluss zu sehr störten. So lernens die Kinder natürlich nicht.

    Auf jedem Fall viel Erfolg und viel Spaß dabei. Ich finde, es ist wichtig, dass man in Frieden auseinandergeht (ob wohl es bei Dir ja nur ein teilweiser Abschied ist) und dass man das Gefühl hat, dass man im Heimatverein immer willkommen ist. Ich denke, da hat Euer Jugendobmann alles richtig gemacht, und ich vermute, dass die meisten im Verein nach längerem Nachdenken mit ihm einer Meinung wären. Man sollte nicht alles nach der lautstärksten Minderheit beurteilen.


    Und vielleicht zieht es dich irgendwann dann doch wieder zurück und dann können alle von Deinen neuen Erfahrungen profitieren.

    Mal ne praktische Frage zur Trainerbezahlung: Was haltet ihr davon, so eine Art Zwei-Stufen-System bei Jugendtrainern (auf Vereinsebene) einzuführen? Auf der einen Seite die ehrenamtlichen, an die geringere Anforderungen gestellt werden (kommt regelmäßig zum Training und verjagt die Kinder nicht), und auf der anderen Seite die "Premiumtrainer", die gewisse Vorgaben erfüllen (nicht einfach ein Schein, sondern dem Vereinskonzept treues Training, dazu pädagogisches Geschick im Umgang mit den Kindern) und dafür dann auch ein Taschengeld (oder ein besseres Taschengeld als die normalen) bekommen.


    Probleme:
    -Die unbezahlten stehen natürlich da und fragen: wieso kriegt der was und ich nicht? Da muss man die Vorgaben gut präsentieren können und allen Trainern die Aufstiegsmöglichkeit bieten können. Das sollte nicht unbedingt an einen Trainerschein gebunden sein, sondern an die Vertrautheit mit dem Vereinskonzept und der Fähigkeit zur Umsetzung.


    -Man braucht eine gute Jugendleitung, die dass auch umsetzt und fair kontrollieren und bewerten kann, um Unzufriedenheit bei den Trainern vorzubeugen. Außerdem braucht man dann vereinsinterne Fortbildungen oder gute Angebote zur externen Fortbildung, damit die Spielerväter vielleicht mal abends im Vereinsheim was lernen. Das ist viel Arbeit für die Vereinsleitung.


    -Welche Mannschaft bekommt welche Trainer? Eltern könnten unzufrieden sein, wenn sie keinen Premiumtrainer bekommen... langfristiges Ziel sollte natürlich sein, dass alle Trainer zu Premiumtrainern fortgebildet werden...


    -Irgendjemand könnte auf die Idee kommen, dass tabellarischer Mannschafts"erfolg" ein Kriterium sein könnte.


    edit: Zurück zum Thread: Ich hatte nicht das Gefühl, dass das Geld der Hauptgrund für den Threadersteller war, sondern die Kombination aus besseren Trainingsbedingungen (weniger Kinder+Cotrainer, dadurch weniger Zeitaufwand) und dem Geld.

    Meistens wollen die Eltern dann auch weg... hängt bei den kleineren viel von den Eltern ab, manchmal bleiben wir noch ein bisschen und gucken und bolzen (besonders wenn alte Mannschaftskameraden aus dem höheren Jahrgang oder Klassen/Kindergartenkameraden aus dem jüngeren Jahrgang spielen). Manchmal warten aber auch die Großeltern mit der kleinen Schwester auf Ablösung und dann können wir nicht lang bleiben. Die Kinder werden gelobt, klatschen beim Trainer und bei den Cotrainern ab und weg sind sie.

    Als nicht-Trainer kenne ich solche Situationen natürlich nicht, aber ich denke, man sollte das auch etwas mit einem Job vergleichen: wenn man bessere Konditionen kriegt, die wirklich einen Unterschied machen (als Berufstätiger sollte man nicht wegen eines Taschengeldes wechseln), sollte man auch wechseln. Aber nicht einfach so abhauen und auf nimmerwiedersehen sagen.


    Wenn den Leuten viel an Dir liegen würde, sollten sie sich über den "Karriereschritt" freuen oder auf nettere Weise ihr Bedauern ausdrücken. Sie könnten auch mal darüber nachdenken, warum sie Dir diese Konditionen nicht bieten können, oder versuchen, ein vergleichbares Angebot zu machen. Warum wird es eigentlich negativ gesehen, dass Du in der Herrenmannschaft bleibst? Profitierst Du von der Mannschaft so sehr, dass die sich ausgenützt fühlen? Sind die anderen in der Mannschaft alle Jugendtrainer? Die Treue zum Heimatverein hat bei den meisten Spielern ihre Grenzen, und eigentlich sollten sie Dir viel Erfolg wünschen mit deinem tollen Angebot und gleichzeitig sagen, dass sie sich auch sehr freuen würden, wenn Du in der Herrenmannschaft weitermachst und in Zukunft vielleicht auch wieder als Trainer zurückkommst.


    Aber die Realität sieht anders aus, und damit muss man irgendwie zurechtkommen. Man sollte auf jedem Fall die Brücken nicht abbrennen lassen, sondern den Leuten etwas Zeit geben, sich an den Gedanken zu gewöhnen, und dann vielleicht in Ruhe nochmal miteinander sprechen, um dann im Guten auseinanderzugehen. Oft werden solche starken Emotionen erstmal geäußert, ohne dass groß drüber nachgedacht wird. Es gibt im Verein hoffentlich den einen oder anderen (etwas älteren, viele tun sich schwer, gegenüber jüngeren Fehler einzugestehen), der Dich versteht und Dir dabei helfen kann, die anderen zu beruhigen.


    Ich wünsche auf jedem Fall viel Erfolg, und vielleicht gelingt es Dir ja, die Vereine einander näher zu bringen (Freundschaftsspiele und so).

    Ich denke das mit den zwei gegnerischen Spitzen ist so gemeint, dass der Gegner bei Ballbesitz Deiner Mannschaft mit zwei Mittelstürmern (viele Mannschaften haben ja nur einen) vorne die Verteidiger presst oder stört, und wie Deine Viererkette damit im Spielaufbau umgeht (wp bieten sich AV und 6er an und so Sachen die Schimanski angesprochen hat).


    Wenn die gegnerischen Spitzen im Ballbesitz wären, wärs ja kein Spielaufbau.

    Ganz so schlimm wie Du befürchtest sieht es bei uns nicht aus, ich möchte ihn zwar gerne fördern, aber suche eben nach Möglichkeiten, wie es ihm Spaß macht. Trainingsübungen habe ich versucht, aber das funktioniert nur mit Trainer und nicht mit Papa, das habe ich schon gemerkt. Und der Spaß sollte im Vordergrund stehen, das meinte ich mit "ohne Druck". Ich habe selbst mit Fussball angefangen, weil es etwas ist, was uns gemeinsam Spaß machen kann, zu meinem eigenen Hobby (Brettspiel "Go", www.dgob.de) konnte ich ihn nämlich bisher nicht verleiten, er ist einfach nicht der Typ dazu (ich Kopfmensch, er eher körperlich/sportlich veranlagt). Aber gerade dadurch, dass Sport nicht meine Stärke ist und ich wenig Fussballerfahrung habe, brauche ich mich kaum zurückzuhalten, da mein Sohn mit 7 schon technisch besser ist als ich. Das größte Problem ist jetzt, noch etwas zu finden, was ich mit seiner kleinen Schwester zusammen machen kann (die mag kein Fussball).


    Aber ich kann deine Befürchtungen verstehen, bei uns im Verein gab es auch einen Papa (Kind ist inzwischen aus Leistungsgründen in einem anderen Verein, Papa hat dort angeblich auch schon Platzverbot während des Trainings), der seinen Sohn sehr intensiv (und auch verbal sehr hart/kritisch) trainiert und über den ein Trainer im privaten meinte, wenn der Junge in die Pubertät kommt, hat er bestimmt keinen Bock mehr auf Fussball.


    Ergebnisorientierten Fussball gibts zum Glück bei uns in der Mannschaft nicht, das hat der Trainer gut im Griff und die Eltern ziehen mit oder akzeptieren es zumindest. Nach dem Spiel (auch bei hohen Niederlagen) erzählt er (edit: Kind, nicht Trainer) mir seine Heldengeschichte, und ich sage ihm dann, welche Szene(n) von ihm mir am besten gefallen hat (als Papa hab ich da nen Tunnelblick).


    Ich habe übrigens das DFB-Buch zum Kinderfussball (G bis E?) gelesen und weiß seitdem (und seit ich das Forum lese) unseren Trainer viel mehr zu schätzen und habe auch einige meiner Ansichten und Verhaltensweisen geändert.


    Ich bin mir sicher, dass ich im Leben nicht alles perfekt mache, aber ich bin auch nur ein Mensch.

    Also Tricks zeigen kann ich leider auch nicht, aber ab und zu schauen wir uns mal welche auf youtube an. Beim gemeinsamen Bolzen lernt er schon was, bei manchen anderen Kindern hat man da das Gefühl, sie lernen hauptsächlich das "bei Gegentoren von Vorne zuschauen und beim Abstoss dann hier schreien". Aber da kann er auch manchmal ein Passspiel aufziehen, dass in der Mannschaft noch nicht funktioniert.