@Stephan...zu deiner Frage,
ich bin seit zirka drei Jahren kein aktiver Trainer. Ich lese viel, verbinde das mit meinem alten Wissen und meiner Erfahrung und vor allem, mit meinen erkannten Fehlern....was nie abschließend ist.
Ich schätze derzeit also ein.
Würde ich heute nochmals ein Traineramt übernehmen, dann favorisiere ich Funino. Ich kenne es noch nicht aktiv, aber das was ich mitbekomme ist, dass es vieles von dem was ich heute denke verbindet und ganzheitlich das bedient, was ich als kindgerecht bezeichnen würde.
Konkret zu deiner Frage folgende Antwort:
-für mich ist Aufstellung und Position - je nachdem
wie ich es verpacke - Taktik. Es kann als Instruktion eine Individualtaktik sein...aber anders verkauft auch...Gruppen. - oder Mannschaftstaktik.
Als Individualtaktik verpackt würde ich hierauf gänzlich bei den Minis verzichten....da hiesse es für mich...Ball in die Mitte, die einen sind Schalke, die anderen Lüdenscheid-Nord und ab geht's.
Wenn ich diese Form als die Urform des Verschiebens betrachte und das tue ich heute...würde ich das heute abseits jeglicher Ausbildungskonzepte erhalte wollen und in Bahn lenken.
Beides über Weinsche Philo...ich biete Spieformen und stoppe diese. Z.B. in einer F könnte man versuchen, Team A mal innhalb einer Spielform/beim Funino...zusammen zu holen. Dann würde ich beispielsweise fragen, ob es gut ist, wenn alle auf den ballführenden Gegner gehen oder ob es besser ist, dass es nur einer macht und die anderen in Ballnähe lauern (Passwege erahnen und zustellen). Ferner, ob es wichtig ist (Schritt zwei)...das man dabei weiss, wo der Gegner steht und ob es Gegner gibt die weit vom Ball wegstehen...die einem egal sein können und warum.
Ich vermute, dass das für die F nicht machbar ist. Wenn ich das nun in der Spielform mit das Spiel gebe bei Team A, wäre es schön zu sehen, was und ob die Kidis das aufnehmen und umsetzen können. Wenn ja, würden sie vermutlich gewinnen. Das wiederum wäre Anlass, es nun auch Team B über die Fragestellungen als Input zur Verfügung zu stellen.
Hierzu kann man viele Spielformen kreieren...finde ich...mit und ohne Provkationsregeln usw..
Wichtig wäre für mich heute, dass man hier keinerlei Druck bei Nichtgelingen verbreitet, sondern das wie ein Lehrer bewertet, erfasst und akzeptiert, um dann weitere Angebote über das Training zu machen und geduldig begleitet. Geduldig, weil man ja weiss, dass sie es irgendwann verlässlich abrufen werden, spätestens halt in der D.
Dabei immer wichtig, das sie es niemals perfekt tun müssen. Alles kann, nichts muss! Machen sie es, setzen sie davon einzeln was um,...würde ich mich freuen wie ein Kleinkind zu Weihnachten.
Ich setze also heute ein Nein zu einem festen instruierten vorgegebenen System. Das wäre ein Korsett das ebend nicht erarbeitet ist, sondern vorgegeben ist. Andersherum....kämen SIE zu dem Ergebnis, dass jeder seinen Raum erhält....festen Raum in dem sie sich verschieben...dann ja. Nur daran glaube ich für die F und auch E nicht wirklich, weil die Wissenschaft da eindeutig was anderes sagt.
Als Trainer mit der richtigen Einstellung finde ich es aber nicht schlimm, wenn man innerhalb seiner Trainersangebote (Training ist für mich als Trainer heute auch das Punktspiel) das wie beschrieben auslotet. Ich würde, so die Spieler darauf kommen, ein 3:3 favorisieren und dabei im Zeitfenster F und E nicht kritisierend eingreifen...es wäre "peng". Und wie gesagt...bei den Minis...NEIN...auf gesamter Themenfläche.