...bezogen auf den Eingangspost....
Ich bin folgender Ansicht und lege für meine Meinung mein derzeitiges Wissen, meine Eindrücke und meine Gefühle für meine Kinder in die Ermessensschale und ich bitte davon nichts persönlich zu nehmen!
Sehr sehr oft ist es nicht das Talent, dass von sich aus irgendwo hin wechseln will, sondern es ist offen bis sehr verdeckt das Umfeld. Das Umfeld, ...das sind gebauchpinselte Trainer...die oftmals ihrerseits beeinflusst oder/und mit falscher Meinung durch die Vereinswege laufen und es versteckt und verdeckt toll finden, wenn sie auf einen Spieler angesprochen werden. Die einen von denen halten an dem Spieler fest...krallen sich fest...geben Infos von Anfragenden nicht weiter, weil Ihr Erfolgsgarant für die Tabelle gehen könnte und die anderen liefern den Erfolgsgaranten auf dem Präsentierteller, ...da sie ja damit glänzen können.
Echte Berater gibt es für mich nicht. Die die Beraten könnten kenne ich nicht und deshalb gehe ich vom schlimmsten aus, nämlich...sie gibt es nicht als neutrale Person,..denn sie wollen Geld verdienen. Damit - so das so ist - sind sie auf keinen Fall mehr neutral. Das wiederum macht mich als Vater sehr skeptisch und mein Bauch empfiehlt mir, dass mein Sohn - wäre er ein solches Talent - von mir geschützt würde.
Als Trainer und so denkender Vater würde ich meinen möglichst davon unbehelligten Sohn einfach selber entscheiden lassen...soweit er dafür alt genug ist. Ich würde heute alles dafür tun, damit mein Sohn nicht meinen Traum oder den Traum anderer Menschen leben muß!!! Ich spreche damit nämlich nicht einen 10 oder 12jährigen an. KINDER dieser Altersgruppe sind keine Entscheider oder Vertragspartner, dafür haben sie Eltern! Das entscheide ich als Verantwortlicher und Erzieher mit Herz.
KINDER brauchen Liebe und Geborgenheit. DARAN ist soviel Zeit und Gefühl gebunden, das kann denen nur einer geben...die Familie. Die ist unersetzlich für Kinder und die gibt auch kein Berater oder ein Verein oder sonst was.
Zudem...komme ich zu der Erkenntnis (darüber gibts auch einen Thread)...das WIR Trainer uns alle viel zu wichtig nehmen. Ich bin der deutlichen Meinung, dass der Anteil eines Kifu-Trainers an fußballerischer Entwicklung eines Kindes sehr viel kleiner ist, als es mancher meint. Das meine ich, weil es bei genauerer Betrachtung eigentlich nicht viel gibt, was man denen tatsächlich faktisch beibringt. Mal angenommen den Trainer gibts nicht...und der wirklich talentierte spätere Superheld am Ball bekommt nichts gesagt...
...dann bleibt er Talent...SPIELT...trotzdem Fußball, aber unbehelligt und ungehemmt und ich gehe fest davon aus, dass dieser Spieler sich möglicherweise viel besser entwickelt als einer, der einen Trainer hatte, der damit Zeit verplempert, ihm Dinge beizubringen, mit denen er vom Entwicklungsstand nichts, oder noch nichts anfangen kann. Diese verlustreiche Zeit geht dann nämlich zusätzlich noch einher mit weniger Entwicklung von Spielintelligenz, Spielwitz und Spielmut. Das verhindert Bewegung und genau über diese und damit im Verbund stehende Erfahrung wird unterdrückt.
Dann kommen die Berater und die Bauchpinsler und holen das Talent in den nächst größeren Verein...um dort vermeidlich zu schulen und zu fördern...Trifft Talent dort auf einen Wissenden so könnte die Schulung im größeren Maße stattfinden, jedoch ist das aus meiner heutigen Sicht vielleicht dennoch weniger, als würde man KIND einfach mal nur viel mehr spielen lassen.
Mit anderen Worten komme ich aus heutiger Sicht dazu zu sagen, dass man TALENTKIND vielleicht nirgendswo hinschickt, sondern einfach nur im alten Verein verweilen lässt, weil es sinnfrei ist, wohin zu gehen und eigentlich nur schaden könnte.
Zudem...hat so ein "Geier" Talentkind auf dem Papier stehen, wird man sporadisch immer wieder versteckt gucken kommen.
Hat Talentkind dann das entsprechende Alter...ich rede hier vom mindestens 15jährigen..besser 16...und den echten ehrlichen eigenen Willen auf eine Profikarriere....dann ist das wohl eher die richtige Zeit sich den "Geiern" zu öffnen. Damit - so meine ich - ist dann auch ausreichend viel Liebe und Geborgenheit zu Hause getankt, so das der Vogel nun lernen kann, frei zu fliegen.
Genau das findet heute aber nicht mehr statt. Je früher, desto besser und nach aussen wird verkauft, wie wichtig das doch ist.
Ich lehne mich mal raus und sage, dass einem nach meinem Beispiel wirklich talentierten Burschen ein guter Trainer "da oben" in drei bis vier Monaten einen Ausdauer und Kondition und ein theoretisches Wissen von Spielstrategien und Taktiken einflössen kann, so dass er über die Spieltage sehr schnell in sein Team da oben wachsen kann. Vielleicht wird die Geschwindigkeit eines solchen Vorganges sogar beschleunigt, wenn das in den Vorjahren "da unten" auf alter Bühne im eigenen Verein und wohligem Umfeld stimmte.
Übrigens spielt in meine Gedanken auch ein, dass Fußball "da oben" meistens mit einer Schulnote (mindestens) nach unten einhergeht. Ist es das wert, wenn man bedenkt, wie viele mit Fußball später tatsächlich ausreichend Geld verdienen? Also so viel Geld verdienen, dass sie die Nachteile im übrigen Berufsleben damit dann auch wirklich auffangen. Für mich ist das heute für gefühlt 90prozent derer die ihre Koten für die ach so große Karriere auf Sky losschicken ...als würden sie die Kinder in die Spielhölle schicken...zum russischen Roulett....anders ist das doch mathematisch nicht zu benennen, oder?
Gr. Andre