Beiträge von Big Bopper

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    Moin,

    Chris bringt Dich schon auf den richtigen Weg...

    4 Leute in eine Reihe zu stellen ist keine 4er Kette. Die 4er Kette ist Teil eines Raumdeckungssystems, an dem sich die ganze Mannschaft zu beteiligen hat. Es ist aber ein deutlich anspruchsvolleres System als immer einem Gegenspieler hinterher zu rennen. Und nein, es hängt nicht vom Spielermaterial ab, sondern nur vom Trainer. Und ja, es ist ein langfristiges Konzept. Und ja, das ist meiner Meinung nach wichtig, daß man den Kids das beibringt, unabhängig von den Ergebnissen.

    Da scheint es noch ein Informationsdefizit zu geben... Einfach mal nach ein paar Büchern und DVDs stöbern.

    ciao
    BB

    Moin,

    Coach99: das sind die Probleme, die dieses Stützpunktsystem mit sich bringt. Hier gibt es ähnliche Probleme. Aber dafür sollten wir einen eigenen Fred aufmachen.

    Zur Belastung: bei uns hier im Stützpunkt wurde so ein läppisches Training gemacht, da brauchte man normalerweise nicht mal duschen danach... Von daher war es eher Zeit- und Geldverschwendung als körperliche Belastung...

    ciao
    BB

    Moin,

    dieser Fred sollte weder zu einer Selbstbeweihräucherung noch dazu führen, das wir uns alle Vorwürfe machen. Denn wenn es uns (die trainierenden Väter) nicht geben würde, gäbe es auch keinen Fussball mehr...

    Auch ein engagierter Vater macht viel gutes, am Anfang viel sinnloses. Wenn man sich aber mal ein wenig mit der Materie beschäftigt, kann aus einem Vater durchaus ein guter Trainer werden.

    Derzeit trainiere ich meinen Sohn nicht mehr, aber der jetzige Trainer (frisch gebackener C-Schein-Inhaber, Training unterirdisch, keine Kinder, absolute Desinteressiert und Desorientiert) ist die absolute Pflaume. Da weiss ich heute schon was demnächst passieren wird...

    ciao
    BB

    Moin,

    nein, ich meine ganz klar Stützpunkttraining ist ein Zusatztraining, mehr nicht. Das sagts übrigens auch der Veranstalter: "Einmal wöchentlich zusätzlich zum Vereinstraining lädt der DFB dann die größten Talente der Kreise zur Teilnahme an einer Sonderschicht in den Talentzentren ein."

    Nachzulesen in: http://www.dfb.de/index.php?id=11153 und steht ja auch so in der Konzeption, warum das so ist/sein soll...

    Wenn die Vereinsverantwortlichen (Trainer) ihre Trainings so legen, daß das Training im Verein nicht an einem Stützpunkttrainingstag liegt, dann fühlt sich das Kind/der Jugendliche natürlich bald überfordert. Zu viel Training ist auch nicht gesund.

    Wenn man an die Spitze will, dann helfen nur Entbehrungen. Andere Sportarten lachen nur über den wenigen Einsatz/weniges Training der hochbezahlten Fussballer....

    ciao
    BB

    Moin,

    zum Thema Stützpunkt: es ist ganz klar, das Stützpunktraining zusätzlich zum normalen Training stattfindet, um die sogenannten Talente zu fördern. Auswahl- oder Stützpunkttraining statt Vereinstraining, nicht zusätzlich.

    Generell stimme ich Dir mit dem Thema verheizen zu. Aber es gilt zu bedenken: es ist kein Muss, sondern als Angebot aufzufassen. Man kann es machen und als B-Jugendliche sollte man schon einen eigenen Willen haben oder man lässt es. Druck sehe ich da nicht gross... Nur wenn man sich dazu entschieden hat, dann sollte man es auch konsequent durchziehen.

    Von oben ankommen spreche ich hier nicht, da spielen ganz andere Faktoren als Auswahlen eine Rolle.

    Wenn Du allerdings so argumentierst, dann kannst Du den kompletten deutschen Spitzenfussball dicht machen. Bundesligisten trainieren in der D-Jugend hier schon 4x die Woche, plus Spiele/Turniere am WE. Wann willst Du denn beginnen?

    Frag mal eine Steffi Graf, wann die angefangen hat zu spielen. Je früher, desto besser. Leistungssport ist immer Entbehrung pur und wer oben ankommt hat Luxus pur. Nur von nichts kommt: nichts. Und manche wollen sich sowat antun. Denen muss man eben auch ein Plattform geben, denn sie sind die Vorbilder von übermorgen.

    Zweischneidiges Schwert...

    ciao
    BB

    Moin,

    habe ich auch gerade erst erfahren mit KK.

    Generell hat KK in der Form der letzen Jahre auch nichts in der Nationalmannschaft zu suchen. Vor allen Dingen nicht, seit dem es mit Gomez einen identischen Spieler gibt, der erfolgreicher und besser spielt. 2 gleiche Spieler in der Nationalmannschaft braucht man nicht.

    Bei KK ist in den letzen Jahren kaum spielerische, taktische und körperliche Weiterentwicklung zu sehen (in der gesamten Mannschaft allerdings auch nicht). Das Spiel teilweise mit einer Spitze usw. dafür ist er zu laufschwach.

    Über zwischenmenschliche Sachen im Verhältnis Trainer - Spieler kann man nur spekulieren. Die vermeintlichen Aussagen des Spieler sind natürlich auch noch eine Folge der WM-Ausbootung. Und wenn man seine Fälle davon schwimmen sieht, dann kommt vielleicht mal ein Spruch. Bei Spielern, die das durch Leistung untermauern, ist das kein Problem. Ansonsten gilt auch hier: wer nichts zu sagen hat, einfach mal Fr.... halten und Leistung zeigen.

    Rotation: in der Nationalmannschaft auf keinen Fall, warum auch? Dieses ewige Konkurrenzkampf-gelaber geht häufig auch nach hinten los. Einige sind eben genau diesem Druck nicht gewachsen.

    bcefferen sagte es bereits: ein guter Einzelspieler ist noch lange kein guter Mannschaftsspieler. Da wir in Deutschland keine überragenden Einzelspieler haben, muss es eben die geschlossene Mannschaftsleistung machen. Da kann man aber auf Dauer keine Spieler mit durchziehen (wie es jahrelang gemacht wurde...), die nicht in Form sind, aber vor 4 Jahren mal gut waren. Es müssen immer die aktuell besten spielen und die hat der Trainer zu einer Mannschaft zu formen.

    Das er dabei die Spieler aussucht, die ihm am besten ins Konzept passen, ist ja sein Job. Wenn es nicht läuft ist er selbigen ja auch schnell los... Und bei Löw scheint es eben auf andere Qualitäten anzukommen.

    Frings und Fritz sitzen derzeit ja auch völlig zu Recht draussen....

    Ansonsten: man sollte erst mal die Stellungnahme von KK abwarten. So ist das jedenfalls ein ziemlich mädchenhaftes Verhalten die beleidigte Leberwurst zu spielen.

    ciao
    BB


    Mir fällt noch einer mein Lieblingssprüche ein: "Mit 11 Ronaldinhos gewinnt man kein Spiel"

    Moin,

    Chris: interessanter Aspekt im letzten Absatz.

    Ich gehöre auch in die Kategorie Vater --> Sohn, der nicht schnell genug nein gesagt hat. Probleme haben wir keine (auch wenn Du es nicht glaubst), da er mir fachlich vertraut. Wenn es überhaupt nur irgendwo im erreichbaren Landkreis Alternativen geben würde, dann wäre er schon lange dort...

    Als Vater eine andere Mannschaft übernehmen? Warum sollte ich? Hier macht der Verein nichts für mich, ich komme nicht aus dem Dorf, die Leute dort sind auch nicht so der Bringer usw. Die Elternproblematik und das Sozialarbeiterthema lasse ich mal aussen vor. Das alles soll ich für andere, die es einem sowieso nicht danken, ohne Entgelt machen? Warum sollte das überhaupt jemand tun...

    Variante a) trifft man fast immer an und impliziert b) eigentlich.

    Vielleicht mal ein neuer Fred dazu...

    ciao
    BB

    Moin,

    bcefferen: für das angesporchene E-Jugendalter kann es keine Kritik geben. Nur Hinweise oder besser noch Fragen was man wie besser machen könnte. Fehler lautstark bemängeln geht bei E-Jugend (zumal anscheinend auch noch 2. E) überhaupt nicht. Einzelansprache mit angesprochenem Fragen bei weiter laufendem Spiel ist viel besser, da sich die anderen Kids nicht in die Situation reindenken können.

    Nach dem Spiel und beim nächsten Training ist alles nutzlos.

    Ergänzung: Übungen häufig in Wettkampfform. Was meint ihr was die Gruppe dazu sagt, wenn einer auch seiner Gruppe nicht weiss was er machen soll.... Das macht der genau ein einziges Mal... ;)

    ciao
    BB


    Moin,

    @Meistermacher: Kritik - austeilen...

    Ich erzähle immer nur wie ich es mache oder gemacht habe. Was sich einer da raus zieht ist mir egal. Dafür ist ja ein Forum da sich Anregungen zur Problemlösung zu holen. Um Recht haben gehts mir nicht, da das Rad (Fussballtraining) zwar erfunden ist, aber für jede Situation (Mannschaft) doch anders gelagert ist. Und das ich vieles anders mache als der deutsche Standard-"Trainer" sollte bei all meinen Beiträgen bisher deutlich rausgekommen sein ;)

    Siebener hats ja bestätigt... Lehrer haben die Kids in dem Alter (in das ja auch der Schulwechsel fällt) schon genug, die wollen bolzen, kein gelaber...

    ciao
    BB

    Moin,

    wenn Du in der E-Jugend erst lange Übungen erklären musst, dann sind es die falschen Übungen.

    Ganz kurze Erklärung ist ja ok. Wer zuhört machts gleich richtig und lernt was, wer nicht zuhört kann ja seine Kameraden fragen, was zu machen ist. Fördert gleichzeitig auch das Mannschaftsgefüge.

    Hinzu kommt wieder die Frage der Über- oder Unterforderung einiger.

    Übung unterbrechen bringt überhaupt nichts. Die Kids wissen überhaupt nicht warum und scheren sich auch nicht darum. Sie wollen halt bolzen... und Erklärungen sind Leerlauf. Das ist bei Kids in dem Alter völlig normal.

    Bei manchen Übungen kann man die Kids auch selber was entwickeln lassen, gänzlich ohne Erklärung. Funktioniert auch blendend... Stichwort: Spielintelligenz. Fragen statt Erklären...

    Fazit: Aufbauen, ganz kurz anstossen, machen lassen, punktuell eingreifen und die Übung erweitern/erschweren.

    Ansonsten andere Übungen, kleinere Gruppen, mehr Spielformen in Kleinstgruppen usw.

    ciao
    BB

    Moin,

    nein, die Jugendarbeit halte ich mittlerweile für ganz gut. Zumindes was ich so mitbekommen habe. Aber das ganze dauert halt ein wenig, bis ein Ronaldinho gefunden wird...

    Poldi ist doch auch nur ein Beispiel. Man könnte einige Namen einsetzen.

    Ich finde es jedenfalls merkwürdig, das man lieber einen Brasilianer oder einen Kolumbianer für viel Geld, als einen Deutschen auszubilden. Wenn es dann die Konkurrenz gemacht hat, dann wird er weggekauft.

    Der Poldi ist ja nicht als Jugendperspektivspieler gekauft, sondern um die anderen zu schwächen...

    ciao
    BB


    Moin,

    langfristig wird die Raumdeckung höchst wahrscheinlich Erfolg bringen, kurzfristig natürlich nicht. Das war mit Ergebnisorientierung gemeint...

    Bei 7er ist es leichter, als bei 11er zu lernen. Da weniger Spieler, Raum automatisch enger, weniger Absprachen notwendig usw.

    In den Zweikampf geht man idealerweise überhaupt nicht. Ich decke ja den Raum, in den der Ball gespielt werden kann, zu und rücke gleichzeitig mit 2 Mann gegen den gespielten Ball, um den Gegner entweder nach aussen abzudrängen oder noch besser zu einem Fehler (=Ballverlust) zu zwingen. Das ist das Wesen der Raumdeckung. Wenn man aber sich 6 bis 8 Jahre immer am Mann orientieren musste/sollte, dann ist Raumdeckung unheimlich schwer zu lernen, weil die Bezugspunkte im Spiel fehlen.

    Der Vergleich mit Profimannschaften hinkt. Die jetzt Profis sind, haben zig Jahre an Ausbildung, die wir in Deutschland im Vergleich zum Ausland aufholen müssen, verpasst. Das entbindet noch lange die Basistrainer nicht von der Pflicht einer vernünftigen Ausbildung.

    Qualität der Spieler = Aufgabe des Trainers...

    ciao
    BB

    Moin,

    Du sprichst einen wichtigen Punkt an: Vertrauen...

    Wie lässt sich das aber mit dem überall propagierten gewünschen Konkurrenzkampf vereinbaren? Oder auch mit der Rotation?

    Die Bayern lernen gerade, das es vielleicht doch sinnvoller ist, eine Mannschaft aufzubauen, anstatt immer nur vermeintliche Superstars zu holen, die sie sowieso nicht mehr bezahlen können. Für mich ein ganz normaler Prozess.

    Bezüglich Stürmer: erstens halte ich Poldi nicht für einen Stürmer. Wenn man aber sieht das ein Klose über Monate 0 Leistung bringt (wie in Bremen übrigens im letzen halben Jahr auch), ein Trainer aber trotzdem immer an ihm festhält, dann kann man den "Konkurrenzkampf" gleich vergessen. Und das Leistungsprinzip schon lange...

    Wenn ich bei den Bayern was zu sagen hätte, würde ich an Klinsmann festhalten und mal lieber ein paar "Superstars" ausmustern. Mit dem Kader wird das international nichts.

    Ansonsten interessieren mich die Bayern aber überhaupt nicht....

    ciao
    BB

    P.S.: es geht auch nicht um pro oder contra Poldi. Nur ist er ein sehr schönes Beispiel, wie man es nicht macht... Und das wird bei Toni Kroos so weiter gehen.

    Moin,

    bezogen auf Poldi hast Du wohl Recht. Nicht der Spieler entscheidet, sondern der Berater redet dem Spieler was ein. Natürlich völlig uneigennützig, obwohl er ja prozentual mehr verdient, je höher die Ablöse und das zukünftige Gehalt ist.

    Solange sich solche Spieler immer noch an Spielerberater hängen, kann man ihnen sowieso nicht helfen.

    ciao
    BB

    Moin,

    Klinsmann wird weiter im Dienst bleiben, da bin ich mir ganz sicher.

    Poldi wird nicht innerhalb der Bundesliga wechseln dürfen, da er ja jede andere Mannschaft stärken würde...

    Reformen brauchen immer Geduld. Und wenn die Bayern wirklich was ändern wollen, dann haben sie jetzt die grosse Chance. Natürlich nicht mit dem vorhandenen Spielermaterial. Spielern wie einem van B. bringt man keinen Fussball mehr bei...

    Gefunden in einem anderen Forum:

    "Änderung der Arbeitsabläufe

    Klinsmann hat dasselbe Problem, daß jeder Vorgesetzte hat, der die Arbeitsabläufe in seiner Abeteilung ändern will: Die Menschen hassen das!

    Es ist immer unangenehm, wenn man aus seinem gewohnten Trott rausgerissen wird. Und wenn dann keine unmittelbare Verbesserung als Folge und zum Ausgleich dieser unangenehmen Veränderungen sichtbar wird, dann werden die Untergeben "bockig", sabotieren ihre Arbeit, machen Dienst nach Vorschrift.

    Genau in dieser Falle steckt Klinsmann jetzt drin. Solange keine Erfolge seiner Maßnahmen sichtbar werden, solange werden die Spieler sich widersetzen. Und solange die Spieler sich Widersetzen, wird es keine Erfolge geben."

    So sieht das aus...

    ciao
    BB

    Moin,

    Andre: Bayern und Talente...? Frag doch mal Toni Kroos oder Lukas Podolski...

    Wer als deutsches "Talent" zu den Bayern geht dessen Karriere ist beendet.

    Klinsmann muss und wird bleiben. Allein schon weil die Verantwortlichen des FCB ihn mit aller Macht ins Amt gehoben haben. Nur viele Spieler sträuben sich noch, da ihnen jetzt mehr (oder zu viel?) abverlangt wird. Klinsmann hat sich diesen Kader allerdings nichts ausgesucht...

    ciao
    BB