Beiträge von Big Bopper

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    Moin,

    Dirk (Threadersteller): Wenn Du wirklich was versuchen willst, dann sehe ich nur die DVD "Spielintelligenz" oder teilweise das von Andre propagierte Buch "Spieltraining Fussball". Und das konsequent über 2 Jahre hinweg durchziehen.

    Auch hier gilt wieder zu bedenken: immer nur in kleinen Gruppen von max 6 Leuten. D.h. wenn ihr nicht mindestens regelmässig 2 Trainer seit, dann kannst du das vergessen.

    Probleme wurde ja schon angedeutet: Viele Spieler, gerade in den von Dir geschilderten Alter, wirst Du nicht mehr mit dieser Trainingsmethode erreichen. Aber warum nicht versuchen?

    ciao
    BB

    P.S.: Die DVD immer wieder anschauen. Es kommt auf die Art der Vermittlung an, nicht auf die einzelnen Übungen ansich! Die Philosophie ist der Schlüssel.

    Moin,

    man muss nicht immer gleich die ganze Welt verbessern. Wenn wir in unserem Einflussgebiet die Kids "verbessern", dann hat man schon eine Menge erreicht. Evolution statt Revolution.

    Und wenn man z.B. 12 Kids hat, 10 davon resozialisiert werden, dann hat man schon einen netten Multiplikator...

    ciao
    BB

    Moin,

    schöne Diskussion geht los. ;)

    bcefferen: Doch, zu einem gewissen Maß kann man einiges antrainieren. Natürlich nicht mehr in dem Alter, in dem Du trainierst.

    Was man hat oder nicht, sind körperliche und geistige Voraussetzungen. D.h. ein besonders grosser Spieler wird nie ein Sprinter. Aber ein spielintelligenter Spieler kann er durchaus werden. Nur dauert es bei dem einen oder anderen deutlich länger...oder ist auch hoffnungslos.

    Instinktfussballer werden häufig zu sehr unterdrückt, da gebe ich Dir Recht. Wogegen ich mich aber wehre, das man hierzulande immer noch glaubt, das einige Spieler mit dem Ball in der Hand geboren werden. Fussball kann und muss man lernen, genau wie Mathe und Englisch. Wenn man es nicht könnte, bräuchten wir keine Schulen, keine Lehrer und vor allen Dingen keine Trainer.

    Der eine ist in bestimmten Sachen des Fussballs begabter, d.h. er lernt schneller, durch eben die verschiedenen Voraussetzungen.

    Problem des Lernens der Spielintelligenz ist aber der Faktor Zeit. Es dauert halt relativ lange und gehört mit diesem "eigenartigen Training" in Deutschland nicht zur Norm. Generell kann man mit Kids der F-Jugend anfangen. Dort dauert es ca. 6 Monate bis die ersten Kids es begreifen und auch im Spiel anwenden. Rückschläge gibt es zu hauf, da sie immer wieder ins alte Muster (auch hervorgerufen durch Ex-Fussballväter z.B.) zurück fallen. In der zweiten Saison spielen selbst Kids, die neu angefangen haben, schon einen guten Fussball. Und im dritten Jahr kann dieser Mannschaft kaum etwas passieren. Diese Art des Fussball durchkreuzt man nur mit absoluter Härte (=Treterei).

    Das automatisierte Spiel ist dadurch auf den ersten Blick erfolgreicher, weil es schneller greift. "Erfolg" (was immer das auch im Jugendfussball ist) ist für die meisten "Übungsleiter" eben doch sehr verführerisch. Durch die hohe Fluktuation bei vielen Mannschaften ist es auch die einzige Möglichkeit des Trainings... Das lernt auch gerade ein gewisser Jürgen K. in Bayern...

    Weiteres Problem beim Spielintelligenztraining: die Art der Vermittlung. Es wird viel Wert auf eine gewisse Art "Selbststeuerung" der Mannschaft wert gelegt. D.h. die vielen Joystick-Trainer verlieren dadurch natürlich an Wichtigkeit... Man muss mehr Coach als Trainer sein, das können die wenigsten, weil sie sich viel zu wichtig nehmen.

    ciao
    BB

    Moin,

    Zaungast: hast Recht. Ich wollte das nur nicht so ins theoretische ziehen.

    Gerade mit den Automatismen ist aber ein grosses Problem. Gute Spieler zeichnen sich eben dadurch aus, das sie wisswn was wann zu tun ist. Zidan war z.B. meiner Meinung nach so einer. Zu einem gewissen Grad kann man das schon lernen, nämlich mit der Methode von Horst Wein. Das habe ich selber mit meinen Kids mit Erfolg ausprobiert.

    "Dumme" Spieler müssen allerdings bei dieser Methode draussen bleiben. Für sie bleibt eben nur das Einstudieren von festen Spielzügen (Automatismen). Und davon haben wir hier viel zu viele. Kompensiert wird dieses Spielintelligenzdefizit entweder durch die deutschen Tugenden (mit denen wird man ja schliesslich immer noch Vize-Europameister...) oder neuerdings durch erhöhtes Techniktraining (Coerver oder Schreiner).

    Ein weiteres Problem: es ist ja nun mal ein Mannschaftssport. D.h. wenn Du einen spielintelligenten Spieler hast, dann wird man davon auf dem Spielfeld nichts merken. Das habe ich leider auch bei meinen Kids bemerkt, als sie dann in anderen Mannschaften spielten. Diese angelernte Spielintelligenz verpufft sehr schnell und die Kids verfallen wieder in den alten Trott (rennen, kämpfen, treten...). Für viele Kids war es schade, daß wir nicht in Spanien leben ;)

    ciao
    BB

    P.S.: Otto Rehhagel soll mal dem Sinn nach gesagt haben: "Im Fussball gewinnt die Mannschaft, die auf die tausende im Spiel gestellten Fragen die schnellsten und besten Antworten findet"

    "Ein Gramm Gehirn wiegt im Fussball mehr als ein Kilo Muskeln." Horst Wein...

    Moin,

    die Sachen von Horst Wein meinte ich auch... In Deutschland immer noch viel zu unbeachtet. Mir ist nicht klar warum. Das Rad ist erfunden, wird aber nicht angewendet. Und wenn, dann nur immer mal kurz am Rande...

    Allerdings gibt es wirklich Spieler, die damit vollkommen überfordert sind. Für die bleibt dann nur das klassische Training der deutschen Tugenden.

    ciao
    BB

    Moin,

    wir haben hier im Kreis 2 Stützpunkte, aufgeteilt wiederum nach Regionen.

    Dort gibt es Stützpunktmannschaften. Die Trainer machen dort entweder regelmässig Training oder handhaben es wie bereits angedeutet: 2 Turniere im Jahr und gut ist..

    Zurück zu den 2 Stützpunkten: Aus diesen Stützpunkten werden dann nochmals Kids gesiebt, die dann in dieser besagten Kreisauswahl spielen. Die trainieren dann auch extra, spielen eigene Turniere, werden zu grossen Vereinen gelobt usw. Aus dieser Kreisauswahl gehts dann bei Eignung weiter in die Landesauswahl...

    D.h. für uns gibt es Stützpunktmannschaften und eben eine Kreisauswahl.

    ciao
    BB

    Moin,

    http://de.wikipedia.org/wiki/Antizipation_(Sport)

    z.B. wenn der defensive Mittelfeldspieler vorausahnt wohin der Ball kommt, er instinktiv den Passweg zu macht und so den Ball erobert.

    Ich will hier nichts in die Welt setzen, aber 9 von 10 Spielern haben das nicht, können das nicht und werden das auch nicht lernen. Vor allen Dingen nicht mehr in der C-Jugend.

    Für mich persönlich ist das nur in geringem Masse trainierbar. Mir fallen dort spontan Worte wie Intelligenz, Spielintelligenz, Erfahrung, Training, Intuition, räumliches Denkvermögen, Konzentrationsfähigkeit usw. ein.

    Am ehesten trainierbar halte ich das immer noch mit permanentem 3:3 (oder auch Überzahl/Unterzahl) mit alle 5 Minuten wechselnden Aufgabenstellungen.

    Einen Knopf, auf den man drücken kann (sprich: die Übung schlechthin), gibt es nicht. Wenn Du einen finden solltest ---> patentieren lassen!

    ciao
    BB

    P.S. Unser Freund Google spuckt auch einiges dazu aus...

    http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-4759-2006-05-22.html
    http://www.collegiumgenerale.u…_Hoener_080409pdf_ger.pdf

    Moin,

    Stützpunkttrainer verdienen bei uns 400 Euro im Monat plus Fahrtkosten. Ein Stützpunktleiter entsprechend mehr...

    Vitamin B ist immer sehr wichtig, die richten Är.... wollen geleckt sein.

    ciao
    BB

    Moin,

    war es nicht schon immer so?

    Ich kann mich noch an Spiele meines Vaters erinnern. Da gab es auch immer Stress mit Zuschauern... Allerdings sinkt die Hemmschwelle immer weiter und es geht vielen anscheinend nicht mehr um das Spiel Fussball.

    Meiner Meinung nach ein gesellschaftliches Problem, das man weder durch Wegschauen, noch mit gut gemeinten Ratschlägen löst.

    Ich finde es gut, das Du dich über solche Sachen noch aufregst. Andererseits kommt in mir auch wieder das Thema mit dem Trainer als Sozialarbeiter hoch. Und den Titel Weltverbesserer habe ich schon lange abgelegt.

    Nichts desto trotz kümmerere ich mich hauptsächlich um die mir anvertrauten Kids. Das ist schon mehr als genung Arbeit, da man teilweise konträr zu den Eltern arbeitet. Wenn ich so ein paar Kids aus dem "Sumpf" helfen kann, dann bin ich zufrieden und habe meinen Teil zur besseren Fussballwelt geleistet.

    ciao
    BB

    Moin,

    noch etwas zum Thema "loben":

    Mein Sohn hat derzeit einen Trainer, der meint anscheinend auch, das Loben sehr gut ist. Er lobt fast 60 Minuten fast jede Aktion, ob gelungen oder nicht gelungen.

    Diese "Lobinflation" bringt den Kids, nach deren eigener Aussage, überhaupt nichts. Im Gegenteil: die wissen selbst, wenn etwas gut oder schlecht war und brauchen keinen permanenten Kommtar jeder Aktion von aussen. Da wird das gut gemeinte Loben ganz schnell zum absoluten Nerven, denn die Kids sind ja nicht blöd... Und durch solch ein Verhalten verliert der Trainer ganz ruck zuck an Ansehen in der Mannschaft und die Kids nehmen ihn nicht mehr ernst...

    Wie man es macht, so ist es verkehrt...

    ciao
    BB


    Ergänzung: http://www.stern.de/kinderkran…Kinder-Kritik/640570.html

    Moin,

    @Meistermacher: der Schiri schiesst aber nicht aufs Tor. Wenn bei gefühlten 35 Chancen nicht mehr Tore rum kommen, dann liegts am wenigsten am Schiri....

    Am besten als Trainer (das wurde vor ewigen Zeiten schon mal hier diskutiert...): Stuhl besorgen, während des Spiels hinsetzen und die Kids machen lassen.

    Es ist ihr Spiel. Reinrufen usw. nervt die nur unheimlich. Und wenn sie auf dem Platz nicht wissen was zu tun ist, dann sind sie falsch trainiert. Nur sie haben auf dem Platz eine Entscheidung nach der anderen zu treffen. Das kann kein Trainer der Welt ihnen abnehmen...

    Rumbrüllen geht noch weinger, denn wer will sich schon in seiner Freizeit anbrüllen lassen.

    Einfluss kann der Trainer auf einzelne im Einzelgespräch während des Spiels und auf die gesamte Mannschaft in der Pause nehmen, durch eine kurze!!! Ansprache. Den Rest müssen die Kids auch untereinander besprechen könnnen. Wir wollen dorch alle selbstbewusste, entscheidungsfreudige, selbständige Kinder, oder etwa nicht?

    Ein Trainer, der meint er könnte immer alles im Griff haben durch reinrufen usw. kann zum PC greifen. Im Fussballmanager oder beim Fifa tanzen alle schön nach seiner Pfeife...

    Das ganze funktioniert übrigens perfekt und fördert ein super Mannschaftsgefüge. Der Trainer ist mehr Coach als Trainer, aber das überfordert wohl die meisten....

    @Äxe L: Spieler machen niemals was falsch. Sie können höchstens Sachen besser machen... Niemals auf Schwächen eingehen, sondern Lösungsvorschläge für Probleme geben. Positive Ansprache!

    Ein Zitat zum Einrahmen von Horst Wein:

    “Ein guter Trainer lehrt seinen Spielern praktisch gar nichts, sondern hilft ihnen nur, im Lern- und Lehrprozess, das selbst zu entdecken, was er mit den Inhalten seiner Übungen und vereinfachten Spiele beabsichtigt. Seine Spieler dauernd zum Denken und Handeln anzuregen, anstatt für sie zu denken, ist eine entscheidende Funktion eines guten Coaches.
    Je mehr ein guter Coach weiß, desto weniger gibt er preis!
    Das höchsterreichbare Ziel eines Trainers ist es, dass seine Spieler häufig das Gefühl haben, dass sie ihren Trainer gar nicht mehr brauchen, bis es zur nächsten Niederlage kommt.“

    Dem ist absolut nicht hinzu zufügen...

    ciao
    BB

    Moin,

    Spielsystem hin oder her... Bei den Bayern hat Mister Klinsmann das gleiche versucht, wie in der Nationalmannschaft. System aussuchen, den Spielern verkaufen und gut ist. D.h. er richtet sich einzig und allein nach seinem System.

    So etwas hat in der Nationalmannschaft ja gut funktioniert, aber da konnte er sich zum Spielsystem passende Spieler aussuchen. Bei den Bayern muss er nehmen, was da ist. Einem v. B..... bringt man keinen Fussball mehr bei, egal in welchem System.... Gepaart mit der üblichen Bayernarroganz (oder Überheblichkeit?) ergibt das halt immer wieder solche Spiele wie gegen Bukarest und Werder.

    Auch Bayern-Spieler müssen laufen, das ist nunmal ihr Beruf. Nur bei alten, erfahrenen Spielern wird ein Systemwechsel/Neuerungen allgemein häufig nicht gern gesehen.

    Aber genau das wollten die Bayern ja als sie Klinsmann geholt hatten. Jetzt müssen sie das auch mal konsequent durchziehen und nicht gleich nach EINEM verlorenen Spiel losheulen.

    ciao
    BB

    Moin,

    Kids machen meistens 2 solcher Phasen durch.

    Die erste kann durchaus im Alter von 11-12 sein, die zweite dann nochmal von 14-15. Das sind aber nur Richtwerte, die von Kund zu Kind unterschiedlich sind. Während beider Zeiten nimmt die Koordinationsfähigkeit stark ab. Das ist normal und "verwächst" sich wieder. Immer weiter Koordinationstraining machen, mehr kann man nicht tun...

    Witzigerweise fallen diese Schübe genau in die sogenannten "goldenen Lernalter"...

    ciao
    BB

    Moin,

    anscheinend wieder ein Verein ohne Jugendleitung...

    Diese Mannschaft löst sich so sowieso schnell auf, dann hat sich das Problem von selbst erledigt.

    Ansonsten: Pistole auf die Brust der Jugendleitung oder sofort einen Abgang machen.

    ciao
    BB

    Moin,

    wie schon gesagt: auf keinen Fall verlegen!

    Solche Leute darf man nicht auch noch "belohnen" für ihre Dreistigkeit...

    Allerdings würde ich es mir nicht nehmen lassen, die Gründe dafür auch nochmal direkt auf den Tisch zu bringen..

    ciao
    BB

    Moin,

    JungTrainer: Nein, bei mir geht auch kein Werbefenster auf. Das wäre ja auch noch schöner....

    Nur der oberste Teil der Seite wird wohl von AOL zugemüllt. Wenn ich Deine Seite aufrufe, dann besteht ein Drittel der Seite anscheinend aus Werbung, die ich allerdings durch den richtigen Browser ja nicht sehe. AOL Blogs, Google, Blog einrichten usw. Das meinte ich damit.

    Ansonsten hat Chris schon einige Sachen genannt. Und nein, ich bin kein Profi. Ich habe mich nur regelmässig damit beschäftigt, quasi aus Ehrgeiz. Wenn ich was mache, dann mache ich es richtig oder überhaupt nicht.

    Vergyone machts richtig. Einrichten, schauen wie andere es machen und dann entwickelt sich eine Seite permanent. So habe ich es auch gemacht.

    Generell muss man sich überlegen, was man erreichen will. Will man sich vernünftig präsentieren, dann fallen Umsonsthoster komplett aus. Will man nur ein paar Eltern informieren, dann bleiben diese Umsonstergebnisse immer noch peinlich, aber den paar Eltern wird das egal sein.

    Bei uns wird schon einiges über Homepages abgewickelt. Mannschaftspräsentation, Tabellen, Gästebuch usw. sind Pflicht. Darüber hinaus kann man sehr gut und schnell Kontakte zu interessierten Mannschaften finden. Die Kids nutzen auch gerne die Chatmöglichkeiten.

    Wenn z.B. ein grosses Turnier veranstaltet wird, ist es selbstverständlich das es auf der Homepage Anfahrtsbeschreibung, Spielplan, Zeitplan, Anmeldung usw. gibt. Wer das nicht kann, der kann auch ein Turnier nicht richtig organisieren...

    Übrigens: es gibt nichts peinlicheres als eine nicht gepflegte Homepage! Man sieht immer wieder, das mit viel Enthusiasmus gestartet wird. Seiten müssen permanent gepflegt werden, "tagesaktuell" sein, damit die Eltern, Kids, Verwandte, Bekannte, Sponsoren, andere Vereine sehen: "da tut sich was".

    ciao
    BB