Beiträge von M3rlin

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    @ TW-Trainer:


    In wie weit das mit Neuer jetzt zutrifft oder nicht, ist doch gar nicht entscheidend. Fakt ist es gibt diese Beispiele: Ich denke Marco Reus ist da aktuell noch eines der größten Beispiele... Beim BVB aussortiert dann über RW Ahlen nach Gladbach... Oder Philipp Wollscheid, der bis zu den Senioren nichtmal entdeckt wurde, kein STP, kein NLZ, sondern über Landesliga, Regionalliga bis in die Bundesliga in kürzester Zeit...


    Also lasst uns nicht an Namen aufhängen, vom Kern der Sache hat TW-Trainer doch völlig recht.

    Hi schuenii,


    was mir noch etwas fehlt sind Infos über die Gegner. Angenommen der Gegner macht ein relativ Aggressives Angriffspressing und stellt deine Defensive schon beim Abstoß vorne zu, ist es natürlich auch wahnsinnig schwierig per Kurzpassspiel hinten rauszuspielen. Hierfür benötigt es schon zum einen eine hohe technische Qualität der Spieler, und zum andereren auch eine psychische Druckresistenz bei deinen Jungs. Ich kann die Liga in der ihr spielt von der Rang-wertigkeit nicht einschätzen, aber unterhalb von Leistungsorientierten Fußball ist das dann schon relativ schwer auch durchzudrücken. Da ist in den unteren Klassen das attackieren vorne eben wesentlich einfacher als ein geordnetes und gutes Kurzpassspiel zu implementieren. Und Selbst im Auswahlbereich (Regional) ist das noch schwierig genug. Ich weiß von Stützpunktvergleichsspielen, bei denen die Trainer untereinander ganz klar obligatorisch das Angriffspressing bei gegnerischen Abstößen für beide Teams verbieten um den Spielaufbau überhaupt erst zu ermöglichen.


    Auch ein weiterer Faktor aus der Sicht deiner Spieler ist: Wenn deine Offensiv-Spieler durch die Mittel des langen Balles natürlich so wahnsinnig erfolgreich sind, ist es entsprechend schwierig zu verstehen, wieso man von der Taktik überhaupt abweichen soll, dies erfordert viel Fingerspitzengefühl des Trainers. Denn eins ist ja auch ganz klar: Lange Bälle sind ja nichts verbotenes oder verteufeltes, es ist letztlich auch ein spieltaktisches Mittel.


    Ich erinnere mich an das CL-Finale zwischen Bayern und Dortmund, wo aufeinmal der Kurzpassfußball und Tiki-Taka-Style von damals noch Jupp Heynckes aufgegeben wurde und permanent mit langen Bällen die spitze überbrückt worden ist. Gleiches auch geschehen im DFB-Pokalfinale letztes Jahr bei den gleichen Mannschaften. Das ist letztlich dann auch nochmal auf meinen ersten Punkt zurückzuführen, wie unglaublich schwierig es ist gegen ein aggressives Pressing des Gegners das Kurzpassspiel hinzubekommen. Und wenn es Schweini, Lahm und Co nicht mal eben so einfach schaffen, wie soll es dann auf Kreisebene funktionieren?!


    Letztlich stimme ich aber (gesetz des Falles wir haben den passenden Gegner dazu, oder wir ignorieren den Gegner einfach), dass das ne sehr langwierige Trainingsaufgabe ist, die eben nicht in 3-4 Wochen in den Köpfen der Spieler fest verankert wird. Trainier das bis zum umfallen, und schau mal ob es zur Winterpause erste Erfolge gibt und ziehe dann deine Schlüsse daraus.

    Hallo Marco,


    ich finde persönlich das speziell Punkt 2 absolute Trainingsarbeit ist. Das sind Abläufe und Strategien, bis hin zu technischen Fertigkeiten, die im Training positionspezifisch trainiert werden sollten und müssen. Das hat dann im Endeffekt auch etwas mit Automatismen zu tun. Daher ist es dann auch nicht mehr zwingend notwendig zu jeder einzelnen Position vor dem Spiel nochmal detailliert darauf einzugehen, welche einzelnen Punkte für die einzelne Position wichtig sind. Zusätzlich sehe ich es hier ähnlich wie Micha, die Zeit für die anderen, die das null betrifft ist mMn zu lang und zu uninteressant.


    Ich fände dagegen in der Spielvorbereitung viel wichtiger, Mannschaftstaktisch und Gruppentaktische Dinge zu besprechen, quasi den Matchplan durchzugehen. Wie verteidigen wir gegen den Ball geordnet/ungeordnet, wie wollen wir den Spielaufbau machen, wie wollen wir bei Ballgewinn/Ballverlust reagieren und evtl noch auf besonderheiten beim Gegner hinweisen, um gegebenfalls zu erklären, wieso man vielleicht eher linkslastig spielt, oder vielleicht tiefer als normal steht... das alles ist dann vielleicht eine Sache von 15-20 Minuten und reicht dann vom Umfang auch aus. (inklusive der obligatorischen Mannschaftsaufstellung)


    Desto mehr Informationen du in die Besprechung reinpackst, desto weniger werden die Spieler da behalten können. Erinner dich doch einfach mal an 0815 Referate in der Schule, die 45Minuten gehalten werden. Wie viele Einzelheiten hast du im Kopf gehabt, vorausgesetzt du hast 45 Minuten lang konzentriert aufgepasst, was bei mir ungefähr NIE vorkam :thumbup:

    Also ich versuche die Jungs über die Sinnhaftigkeit vom Duschen nach Training/Spiel zu überzeugen, da ich auch ein Totaler Verfechter der gesundheitlichen aber vor allem auch sozialen Vorteile bin. Aber zwingen tue ich dazu niemanden, aber da bei uns ca 85% auch immer duschen und die restlichen 15 in der Regel zumindest bei den Spielen, ist das denke ich in Ordnung. Man muss es halt letztlich akzeptieren, wenn sich jemand sträubt, oder eben auch plausible Gründe hat.


    Es duschen übrigens alle in Shorts, was ich zwar etwas lächerlich finde, aber gut, egal wie, hauptsache Sie machens und irgendwie scheint das ja ein Jugendtrend zu sein, vor 10 Jahren gabs das noch nich, aber ist ja scheinbar auch überall so, wenn man das so liest ;)


    ----
    Zum Thema Strafen.. Ich bin generell gegen jede Form von Geldstrafen im Jugendbereich. Weil mal ganz im ernst, wen bestraft ihr damit? Am Ende zahlen die Eltern die Strafen in 99% aller Fälle. Angenehm für die MAnnschaftskasse, aber gewinnen tut ihr damit nichts... Dann lieber sowas machen wie Kuchen zum Training mitbringen. Da besteht zumindest ne höhere Möglichkeit, dass die Jungs selber aktiv werden, und es ist ne schöne Nebensache nach dem Training, und dann ist der Weg beim Kuchen Essen und beisammen sein auch nicht mehr so weit zur Dusche.

    Beim WFLV ist es so, dass sollten beide Teams auf Kreisebene spielen, der Spieler permanent zwischen beiden Mannschaften hin und herwechseln kann. Sprich Samstags C-Jugend, Sonntags B-Jugend JEDES Wochenende... Nur zwei Spiele an einem Tag sind weiterhin untersagt.


    Sobald ein Team überkreislich spielt gelten die normalen Richtlinien zu Schutzfristen, wie bei einem Wechsel zwischen C1 zu C2

    @ TW-Trainer


    ich finde du deine Auflistung zum Verhalten grundsätzlich on Ordnung. Die Angeführten Punkte sind nachvollziehbar und begründet. Nur ist es kein allgegenwärtiges Dogma, das du hier Installieren kannst. Wie man mit seinem eigenen Coaching umgehen kann und sollte ist glaube ich nicht ganz einfach auf die "eine" Vorgehensweise zu beschränken. Ich denke da ist jeder Trainer extremst individuell, und sollte es so handhaben wie er es am sinnvollsten und effektivsten findet. Auch kann man darüber diskutieren, in wie weit Leistungsorientierung vs Breitensportorientierung da das Coaching Verhalten ändern.


    Kurz etwas aus meiner Trainersicht zu deinen Punkten:


    Abschlussspiel: Du wechselst in deiner Ausführung zwischen Unterbrechen und Korrigieren?! Grundsätzlich finde ich es schon legitim auch im Abschlussspiel zu Coachen, wieso auch nicht?! Man kann sicherlich den Standpunkt: "Lass sie einfach mal machen und kicken" vertreten... aber das ist Alters- und Klassenabhängig. Ich für meinen Teil bin auch während des AS Trainer und korrigiere grundlegende Sachen, wieso auch nicht?


    Wann unterbrechen: Ohne Hilfestellung empfinde ich als etwas zu schwammig. Korrigieren immer dann wen Coaching und Verbesserung von nöten sind, und nicht erst bzw nur dann, wenn die Übung gar nicht funktioniert


    Wie unterbrechen: Ich habe irgendwie den Eindruck das du den Jungs nicht so wahnsinnig viel zutraust und sofort immer Angst in die Jugendlichen reindeutest. Ich finde man darf schonmal auch kritisieren bzw kritisch fragen. Am Ende ist es das Auftreten des Trainers das entscheidend ist. Der Ton macht hier die Musik. Bei einem Choleriker als Trainer hast du sicher recht, da hätte ich dann auch Angst vor Fehlern... aber sonst?


    Vormachen lassen: Kann ich so vorbehaltlos zustimmen

    Ich habe zwar nur zwischendurch reingezappt ins Spiel gegen Brasilien. Daher erlaube ich mir da jetzt auch weder zum Thema ein großes Urteil, noch zu der Leistung von Magull, hier nur 2 Gedankengänge


    - Thema Kapitän: Leistung alleine erschafft kein Kapitänsamt. Das Auftreten, die Akzeptanz, die Rolle die jemand im Spiel übernimmt, ist in meinen Augen viel entscheidender! Kannst du bestimmt, wie Magull neben den Platz auftritt? Ist sie eventuell ne echte Leaderin, eine Anführerin, Einstellungstechnisch, oder Emotional? Wenn ich böse wäre, müsste ich dann auch die Binde von Lahm bei der WM in Frage stellen, in meinen Augen einer der schwächsten Spieler bei diesem Turnier aus deutscher Sicht... Es spielen schließlich soo viele Dinge in eine Entscheidung ein, und kannst du die Leistung vor der WM einschätzen? Ich nicht :P


    - Thema Junioren-Bundesliga: Ich finde generell, dass die Mädchen einfach noch krasser gefördert werden. Durch die Installierung der besten Mädchen in den Stützpunktbetrieb, und der Ansage/Bitte, dass (zumindest bei uns im Verband), dass die Mädchen bis zur B-Jugend in Jungsteams eingebaut werden, ist das gerade in physischer Hinsicht ne extreme Förderung. In wie weit aber jetzt die Bundesliga eine tragende Rolle für die aktuelle U20-WM spielt, ist vermutlich zu kurz gedacht, und faktisch nicht isoliert messbar.

    Ich finde es im höchsten maße ermüdent, wie du die Kritikpunkte der anderen beiseite wischt.... Das einzige Argument das du jedesmal hervor bringst ist: nö ist nicht so. Generell bist du absolut Kritikunfähig, daher erschließt auch mir sich die Frage, wieso du hier nach Meinung anderer fragst, du aber von deiner Idee so unfassbar beeindruckt bist, dass dich eigentlich die Ideen oder Beanstandung anderer null interessieren, solange diese nicht sagen: Boa Geile Idee, muss man so machen, respekt.


    Am meisten wundert es mich, dass du offensichtlich von so vielen Sachen unfassbar Ahnung hast, aber bei der einfachsten Mathematik überfordert bist. Natürlich bekommt der Sieger eines Spiels weiterhin 3 Punkte, natürlich gibt ein Unentschieden 1 Punkt, dein komischer Elfer-Wettbewerb einen zusätzlichen... Du sagst: Sieg gibt am meisten Punkten passt alles. Das ist aber völliger Quatsch. Das Verhältnis zwischen Sieg/Unentschieden +1/Unentschieden/Niederlage ist nun völlig anders und im Ergebnis der Sieg weniger Wert als vorher...


    Der Sieg ist schlichtweg nicht mehr so lukrativ wie vorher... Als Ergebnisorientiertes Team würde ich sagen: 1Punkt + eine auf lange Sicht gesehen vermutlich 50%ige Wahrscheinlichkeit auf den Zusatzpunkt (es sei denn man ist Engländer) würde mich nicht dazu veranlassen in den letzten 5 Minuten des regulären Spiels noch auf ein Tor zu gehen vor lauter Angst einen Konter zu fahren, denn dann wären es 0 statt vermutlich 2 Punkten... Auf der anderen Seite nehm ich halt 2, statt 3 Punkte auch gerne mit, weil ich dann im Mittelwert mehr Punkte gewinne, als verliere. Jetzt gehe ich so durch die Saison und mache bei 11 Spielen vermutlich 8 Unentschieden 1 Sieg und 2 Niederlagen (15Punkte).. Ein Team das meinetwegen 6 Siege hat, dabei noch 2 Unentschieden und 3 Niederlagen ist dann zwar bei 20 Punkten, aber im Endeffekt nur 5 Punkte besser, obwohl man nur eine Niederlage mehr hat, dafür aber 5 Siege mehr auf dem Konto. Wie kannst du also nach wie vor felsenfest davon überzeugt sein, dass ein Sieg nicht weniger wert ist?


    Wenn du weiterhin davon überzeugt bist bleibt nur eins... Mathe 6, setzen! Klassenziel verfehlt.


    ----


    Aber gut ich weiß, dich stört das alles nicht, alle sind doof, nur du nicht, aber gut.


    @ Günter für deinen Beitrag hast du schlicht und ergreifend einen HighFive von mir verdient!! :)

    Ich habe da noch 2 Einwände...


    Erfolgsdenkende Trainer sind schwarze Schaafe? Aber dem Elfmeterschießen durch zusätzlich zu gewinnende Punkte auch den Erfolgsgebenden Reiz zu geben, beißt sich doch? Ich denke es liegt in der Natur, dass die Trainer und die Spieler gewinnen wollen, und so die besten/vermeintlich sichersten schießen lassen würde. Es geht doch letztlich nur noch um gewinnen und verlieren.


    Du sagst: natürlich würdest du den TW aus dem Spiel und so aufstellen? Obwohl du evtl alternativen hättest? Aber das Spiel ist doch wie du sagst abgeschlossen? Dann könnten doch theoretisch auch da völlig freie Spieler die gerade zu finden sind und "spielberechtigt" wären ankommen und schießen? Entweder ist das Spiel abgeschlossen, und das Elfmeterschießen einzelnd zu bewerten, oder aber es gehört zum Spiel, aber dann würdest du deine "Argumente" wenn man sie so nennen will selbst entkräften...

    Vllt mach ich da mal ein Beispiel Sporty :D


    Also wie ich es ja bereits gesagt habe, bin ich eher der Fan von funktionalem Stabi-Training. Hier ist mir vor allem der Rumpf (Bauch, Brust, Rücken), Arme und Beine wichtig. Alles wird ohne Zusatzgewichte durchgeführt und im Rahmen einer normalen Trainingseinheit. Ablauf hier wäre dann beispielsweise Aufwärmen, dann das Stabi-Programm im Rahmen von 10-15min, dann gehts ins fußballspezifische. Wobei ich hierbei sagen muss, dass ich glücklicherweise genügend Trainingszeit, sowie 3x die Woche Training habe.


    Favorisierte Übungen können dann sein


    - Rumpf (Unterarmstütze in verschiedenen Variationen und Aufgaben)
    - Bauch (die allseits beliebten Situps)
    - Arme (Liegestütze, haltende Liegestütze, hierbei kann man dann auch variable auf Bi, oder Trizeps trainieren)
    - Beine (da bin ich nichtmal so festgelegt, denkbar hier ist sowas wie Kniebeugen, oder "Wandsitzen")


    Das Programm kann in diesem Zusammenhang auch Prima als Aktivierungsunterstützung fungieren, man fühlt sich mobilier, fitter, Leistungsfähiger... zumindest solange man es nicht übertreibt. Wenn man das aber regelmäßig macht, ist das aus meinen Augen fürs Fußball notwendige Stabilie Körpermaß ganz praktikabel zu erreichen.


    Und nochmal Bodybuilder möcht ich mir auch gar nicht züchten. Mir reicht es, wenn diese funktional-effektiv trainiert sind, Verletzungsprohylaktisch ausgebildete Muskeln haben.

    Also das mit der Hallentür kann ich nach der Beschreibung von Günther nachvollziehen. Wenn man zu zweit ist, und die Türe von Innen zu öffnen ist, find ich das nur als umständlich für die zu Spätkommenden, ansonsten aber absolut legitim, und letztlich auch sicher. Wenn ich Hallentraining mache, lass ich auch die Eingangstür nicht offen, Stichwort: Diebstahl in den Kabinen.


    Das mit dem Spielbeginn sehe ich allerdings immernoch als eine Art Bestrafung, die ich selber aber auch praktiziere. Kommt jemand zu spät zum Treffounkt, beginnt der Spieler nicht von Anfang an.


    Es ist schlicht eine Bestrafung. Zu Spät kommen, du spielst nicht von Anfang an, obwohl du es hättest können. (Das sollte dann natürlich auch so kommuniziert werden, damit jeder auch weiß, wieso das so ist, Nachvollziehbarkeit - Regeln halt)

    @ merlin
    willst du damit sagen das intensives krafttrainign lieber am anfang gemacht werden soll oder auf was willst du hinaus?
    ich weisst nicht ob mit einem erschöpften muskelapperat training noch sinn macht, meiner erkenntnis jedenfalls nicht, schonmal was von verletzungsrisiko gehört, welches steigt wenn die muskeln erschöpft wurden durch krafttraining?


    nach krafttraining wird nicht mehr trainiert, ausser man möchte gerne das verletzungsrisiko steigern!


    ausserdem ist jemand , der richtiges krafttraining gemacht hat, auch garnicht mehr wirklich in der lage andere übungen zu machen.


    Nein! Ich wollte damit sagen, dass es unterschiedliche Arten von Krafttraining gibt, und das diese je nach Typ clever und bewusst ins Training eingebunden werden sollte. Wirklich Intensives Krafttraining hat in einer Fußballtrainingseinheit in meinen Augen nichts zu suchen. Weder am Anfang noch am Ende. Wenn man Intensiv Krafttraining betreiben möchte, dann brauch man den Fußball in diesem Training nicht. Jetzt bleibt die Frage, ob das in einem Bereich des Jugendfußballs wirklich sinnvoll ist, wenn man die Jungs nur 2x die Woche für 1,5 Stunden sieht, oder ob man Kraft/Stabi training nicht Funktional beim Training betreiben sollte, den Jungs die richtige Technik beibringen, die Wichtigkeit und das Know-How mitliefern, dass zu Hause an freien Tagen weiter zu betreiben

    Ich finde es ein wenig süffisant, wie du Gringo, hier alle argumente der Widersprecher ad absurdum führst. Du gehst null auf diese ein, sondern sagst pauschal, dass die angeführten Argumente Quatsch sind, oder aber du legst in den Argumenten eine Art persönlichen Angriff auf dich... Vielmehr bist du es aber der hier persönlich wird. Uzu unterstellst du zu lügen (falschen aussagen) und das er keine Ahnung hätte, günther sprichst du dem Menschenverstand ab. Derartige persönliche Aussagen sehe ich bei den anderen nicht. Hier wird nur deine Idee kritisiert. Ob nun zu recht oder nicht sei mal dahingestellt, aber die Kritik ist im wesentlichen inhaltlich!


    Ich würde dir wünschen, nicht nur so zu tun, als wärest du Kritikfähig und würdest dich auch mit anderen Meinung auseinanderzusetzen, sondern dies auch wirklich zu beherzigen, auch wenn das jetzt vermutlich wieder in die persönliche Anfeindungsschiene geht, aber genau das tust du nicht, dich damit offen auseinanderzusetzen!


    ----
    Jetzt zu dem Inhaltlichen Beitrag dieses Postings


    Meine Meinung zu der abwertung des Sieges durch bestehende 3 Punkte und den aufkommenden Event-Faktor habe ich zuvor ja bereits angeführt. Ich widerspreche nichtmal, dass Elfmeterschießen auch trainierbar ist, wie du es darstellst. Aber eben nur ein Stück weit. Der Faktor Glück, wenn man ihn so nennen will ist sicherlich ein nicht abwegiger. Viel mehr ist der Faktor Nerven aber zu beurteilen, hier hat Günther das ja bereits sehr gut, udn nachvollziehbar aufgezeigt.


    Auch Tobn's Argument muss man unterstreichen: Natürlich gibt es einen Sieger! Alleine die Tatsache, dass einer mehr Punkte für dieses Spiel als der Gegner bekommt macht aus einen Unentschieden (gleiche Punkte) einen Sieg. Klingt banal, ist es auch! Das Argument das Spiel sei abgeschlossen, es ist ein Unentschieden ist in der Praxis schlicht nicht durchführbar.


    Im übrigen gibt es das Thema Elfmeterschießen bei uns im U8, U9 Bereich ebenfalls. Hier ist es häufig so, dass die Jungs unabhängig vom Ergebnis einfach noch ein Elfmeterschießen veranstalten... Einfach aus Spaß, die Jungs haben Bock drauf, aber das Ergebnis des Spiels wird dadurch nicht beeinflusst.

    Ich finde das reine Krafttrainingsmethoden erst ab Jungjahrgang D- eingeführt werden sollten, also im U12 Bereich. In den Jüngeren Jahrgangstufen würde ich mich eher mit spielorientierten Koordinatios, Reflex, Handlungsschnelligkeits trainierenden Sachen auseinandersetzen.


    Ich finde das gerade im Bereich Kraft und Stabilität im Jugendbereich noch ein gewaltiges Potential steckt, die Frage ist eben nur, ab wann damit starten?! Daher mein Vorschlag, D-Jugend langsam einführen, ruhig auch spielerisch und ohne Fremdgewichte, und von Jahr zu Jahr steigern, sodass man letztlich im U15 Bereich dann auch so weit ist effektiv technisch richtig gewisse Stabilitätsübungen bzw Kraftübungen, Arm, Bein, und vor allem Rumpf zu trainieren.


    Sicherlich sollte man hierbei im Rahmen des Umfangs auch zwischen Breiten- und besseren Leistungssport (nichtmal NLZ gemeint) unterteilen.


    ----


    2-3 Dinge noch, die in den Beiträgen zuvor angeklungen sind.


    Es ist richtig, dass Stabi, Dehn und Kräftigungsübungen in gewissermaßen Leistungshemmend in den MaximalKraft und Schnelligkeitswerten sein kann. Hierbei kommt es auf die Dauer der Übungen an, in wie weit sich die Muskelapparate da verändern. Kurzes dynamisches Kräftigen ist durchaus am Anfang zur Aktivierung gut, langes passives dehnen sicherlich eher an Trainingsfreien Tagen, bzw Trainings ohne hohe Belastung


    Wichtig ist auch, dass gewisse Intensitäten bei der Kräftigung auch Regenerationshemmend ist, was die Einwände zum Ende eines Trainings das erst durchzuführen auch etwas entkräften dürften. (Stichwort Laktaktabbau)

    Wertet meiner Meinung nach den Sieg zu krass ab. Abgesehen davon, finde ich das nur einen künstlichen Weg alles irgendwie spannender zu machen.


    Wenn man das unbedingt umsetzen will, muss man dazu den Sieg auf 4 oder 5 Punkte aufwerten um die Gewichtung zu halten...


    Du guckst zu viel diesen komischen Schalke Cup... bedenkst dabei aber nicht, dass es ein Turnier mit nur 3 Spielen ist, und der einzige Zweck das Entertaiment der Fans zu befriedigen ist.

    Ich glaube das sind einfach zwei verschiedene "Glaubensfragen" als Trainer. Auf der einen Seite der distanzierte und auf der anderen Seite der nahe, fast schon Kumpeltyp.


    Ich glaube beide Varianten sind absolut gut, haben ihre Vorteile und so. Wichtig ist nur, dass man klare Regeln aufstellt. Speziell bei einer nahen Beziehung zu den Spielern ist es wichtig klare Regeln zu haben, die einfach über allem stehen, aber vor allem auch eine klare Linie beibehält und nicht von Woche zu Woche seine Standpunkte oder Art und Weise über den Haufen wirft.


    Da ich mich eher zu der zweiten Variante zählen würde, fällt es mir natürlich etwas schwerer mich in die Distanzierte Haltung reinzuversetzen. Dennoch auch bei der Kumpeltyp Variante ist es wichtig, sich nicht aufzudrängen, auch wenn man mehr weiß. Die Jungs wissen aber, dass man demjenigen Vertrauen kann, und wenn die möchten auf ihn zukommen können und er dann für einen da ist und hilft, und vor allem dich auch versteht. Ich glaube das ist im Jugendbereich eine ganz große Qualität, die einem weiterhelfen kann.


    Trotzdem ist es glaube ich falsche eine Pro/oder Kontra Liste zu erstellen. Es gibt eben unterschiedliche Arten und diese sind auf ihre Art und Weise absolut gut und richtig. Selbst innerhalb eines Vereines gibt es ja die verschiedensten Typen und aus eigener Erfahrung kann ich das auch bestätigen, dass beide Varianten einen unglaublich guten Job in allen Belangen abliefern, unabhängig auch von der Spielklasse.

    Ok ich will auch noch mitmachen, hab zwar den Schiri-Schein nur im Rahmen der Trainerlizenz erworben, war also auch nie wirklich Schiedsrichter und bin deshalb nicht der gewünschte Fachmann aber ich versuchs mal ;)

    Da die Frage war, ob ein Rückpass vorlag, sind die zwischendurch aufgeworfene Fragen, zum Standort des Oberschenkels und damit verbundenen Entscheidung Tor/Kein Tor irrelevant, weil nicht Gegenstand der Frage.


    A) Die Formulierung "bekommt den Ball gegen den Oberschenkel" impliziert bereits das keine Absicht bzw kontrollierter Pass vorliegen kann (Regel 4) und der Rettende Spieler, ebenso kann auch kein unsportliches Verhalten an den Tag gelegt haben, da die Aktion Passiv war - er bekamm den Ball an den Oberschenkel - (Regel 3)


    B) Eigentlich müsste das ja Punkt a) sein... ebenfalls unter zugrunde legen der Regel 2, besteht kein unerlaubtes Handspiel des Torwarts. Der Oberschenkel ist in diesem Fall mMn wie das Knie zu bewerten und somit ist der TW berechtigt den Ball in die Hand zu nehmen.


    C) Regel 5-8 sind in meinen Augen nicht relevant. Davon das der TW den Ball erst mit dem Fuß gestoppt hat ist nicht die Rede, und auch das Annehmen des Balles außerhalb des Straraums und hineindribbeln ist somit raus aus der Nummer. Von der 6 Sekunden Regel ganz zu schweigen...


    D) Regel 9 und 10 wird dann schon wieder spannender werden. Jetzt könnten Verschwörungstheoretiker angeben... TW hat den Ball in der Hand, legt ihn hin... Gegner klaut den Ball schießt aufs Tor und dann beschriebene Aktion... Für mich eine neue Spielsituation, zusätzlich regelkonformer Kontakt eines weiteren Mitspielers, sowie Gegenspielers. Somit ist auch diese Regel raus, und wir sind immernoch bei erlaubte Aktion des TWs...


    E) Regel 11 würde ich wie bei d) Argumentieren und sagen neue Spielsituation...


    Ich hoffe damit habe ich korrekt und argumentativ nachvollziehbar alle von dir aufgeführten Regeln im Bezug des Rückpasses aufgeführt und komme so zu dem Schluss, dass das Handspiel des TWs korrekt ist und somit auf weiterspielen seitens des Schiedsrichters hätte entschieden werden müssen!


    ----------------------------------------------------------------


    Noch ein paar Worte zu der ein oder anderen Theorie:


    - Der Torschuss kam von einem Mitspieler: Ähm ja, den Mitspieler möchte ich nicht haben, der kontrolliert und bewusst den Ball aufs eigene Tor schießt bzw spielt... aber selbst hierbei würde ich auf korrekte Aktion des TWs entscheiden und weiterlaufen lassen. Ein Flugball vom AV zu IV der dann mit Kopf zum TW gespielt wird ist glaube ich auch nicht strafbar ;)


    - Der Schiri entscheidet auf unkonventionelle Spielweise: Nein! Da der Spieler passiv handelt. Ball geht auf den Oberschenkel, kann man mit der Handregel vergleichen?!


    - Spaßig wäre noch die Idee: Ein Einwurf der am TW vorbeigeworfen wird und durch Zufall noch von einem Mitspieler am Oberschenkel berührt wird und dann zum TW... müsste eigtl... ach lassen wir das :D

    Ich bestimme in Absprache mit meinen Trainerkollegen zwei Kapitäne, hierfür habe ich aber auch klare Vorstellungen, was diese erfüllen müssen. Ist zwar ziemlich anti-demokratisch, aber hat vor allem mit meinen Vorstellungen zu tun, warum eine Wahl aus der Mannschaft heraus nicht unbedingt aus meiner Sicht erfolgsgekrönt sein könnte. Daher mache ich mir gar nicht erst den Stress und bestimme einfach.


    - Kapitän sollte mMn schon ein Leistungsträger sein. Das haben hier zwar einige auch als unwichtig bezeichnet, aber mal ehrlich, der Kapitän sollte in der Regel schon auch auf dem Platz stehen beim Spiel. Die Nummer 16,17, 18 im Kader ist da jetzt dann nicht unbedingt hilfreich.


    - Der Kapitän muss Verantwortung übernehmen sollen. Das ist sicherlich bei mir der schwämmigste Punkt. Zum einen kann ich ganz gut einschätzen wer auf dem Platz Verantwortung übernimmt, und von seiner charakterlichen Voraussetzungen übernehmen kann. Ab und an ist gerade der "Kann"-Faktor ein Punkt jemanden dieses Amt auch zu geben. Jemanden der diese Rolle zwar ausführen könnte, es aber bisher vielleicht nicht immer so wahrgenommen hat. Quasi so etwas wie spezielle Spieler auch in ihrer Rolle zu pushen und so eine auch charakterliche Weiterentwicklung zu fördern.


    - Kapitän muss innerhalb der Mannschaft akzeptiert sein. (Hierzu zählt dann natürlich der Charakter des Spielers auf und neben dem Platz, aber auch so etwas wie Zuverlässigkeit und Einstellung. Das bekommt die Mannschaft ja auch mit und führt unweigerlich zu akzeptanz oder inakzeptanz)


    ----


    Im übrigen finde ich das man bis einschließlich U12 keinen festen Kapitän benötigt. Es soll jeder irgendwann mal die Erfahrungen machen können. Das Festlegen und die Rollenverteilungen kommen noch früh genug. Gerade im KiFu sind das doch Erfahrungen die schön sind. Das Kind kommt nach hause und sagt, Geil ich durfte mal ne Binde um den Arm tragen.

    Ich glaube der Faktor "Gegnerdruck" ist nichtmal vorhanden. Das heißt der "kluge" Fehlpass soll/kann/wird vermutlich sogar auch ohne Gegnerdruck gespielt... Es ist und bleibt keine unfassbar schöne Methode oder Ziel eines "Spielaufbaus"...

    Zitat von sauerlandcoach

    Ich hoffe nicht, dass dies salonfähig wird!
    Wie würden denn die meisten Mannschaften darauf auch reagieren?
    Evtl. auch mit einem direkten, langen Ball hinter die aufgerückte Abwehr.....dann hätten wir das gute alte kick `n rush wieder!
    Es wiederholt sich zwar viel im Fussball (geschichtlich betrachtet) aber, darauf könnte ich verzichten :D


    Oder : der Libero wird wiedergeboren, (und ich meine bewusst nicht den TW)


    Grüße

    Da hast du wohl recht, aber ich denke, das vor allem unterlegene Mannschaften, dieses Mittel ohnehin schon so oder so ähnlich gespielt haben. Spielaufbau quasi fehlanzeige, Ball weit hinten raus und mal schauen was geht. Also total abwegig ist das Thema echt nicht... unglücklicherweise ;)