Beiträge von Thommy

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    Laut DFB Ausbildungskonzeption sind dribbeln, passen & Ballkontrolle die wesentlichen Ausbildungsziele für F-Jugendliche.
    Entsprechend kommt das auch bei mir im Training vor. Ich orientiere mich da weitestgehend an Horst Wein und greife gern auf Übungen
    aus seinem Buch zurück und bilde daraus Variationen.


    Was ich meinen Kindern immer predige ist: Sprecht miteinander. Macht euch bemerkbar, helft euch.
    Wie Libra sagt haben sie noch gar nicht die Übersicht und das Spielverständnis, daher mag ich es eigentlich auch wenn sie
    sich trauen das 1vs1 zu suchen, ob es klappt oder nicht. Dazu ermutige ich sie auch. Lob gibts natürlich auch wenn tatsächlich das Zusammenspiel gesucht wird.


    Ich sehe es im Training eher so: Sie lernen wie sie einen Pass spielen, bestenfalls beidfüssig, und üben die Ballan- und mitnahme, was ich wesentlich wichtiger finde.
    Paßspiel kommt über die Jahre von allein, vor allem wenn man viel Funino, 2vs2, 3vs3 oder 4vs4 im Training spielen lässt.


    Jetzt ist das Erlernen der Grundlagen wichtig. Vom leichten zum schweren.


    Ich glaube unser Problem ist das wir die simpelsten Übungen, die eigentlich genau richtig sind oft für zu simpel halten und den zweiten, dritten, vierten Schritt vor dem ersten machen.


    Für mich schaut es so aus als wärst du auf dem richtigen Weg.

    Bin auch gerade dabei es zu lesen, habe allerdings erst begonnen und gerade den Abschnitt mit den Medizinbällen abgeschlossen. Liest sich gut, bin gespannt was ich am Ende alles davon mitnehmen kann.

    Ich würde meinen Sohn immer mitnehmen. Jede Woche stehe ich ehrenamtlich allein für das Training mit Aufbau und Abbau vier Stunden auf dem Platz.


    Am Wochenende kommen die Spiele dazu, daheim die Trainingsvorbereitung, die Weiterbildung, das Geld für Bücher, Dvds usw.


    Dann kommt das Organisatorische dazu. Das einzige was er nicht bekommt ist mehr Spielzeit im Spiel selbst als die anderen.


    Ich habe schon zum Ende der alten Runde als klar war das ich die Truppe übernehme in der Elternschaft rumgefragt wer mich unterstützen würde.


    Jetzt macht es ein junger Spieler der Senioren. Fand sich sonst keiner.
    Habe gleich zu Beginn kommuniziert das ich ihn immer mitnehme.


    Da wir aber nur einen 12er Kader haben ist das eigentlich egal, da dürfen alle mit. Vorrausgesetzt sie waren mindestens in einem Training unter der Woche.

    Das ist ein wichtiger Punkt. Es geht ganz schnell das man zuviel will, bzw vorraussetzt.


    Da plant man ne schöne Übung, dabei ist sie eigentlich noch zu schwer für die Kids.
    Dann schaut man sich den Übungsaufbau auf dfb.de an oder eben auch von Horst Wein und denkt sich: Das ist viel zu leicht.


    Am Ende siegt der Gedanke die Kinder sind unterfordert und man macht etwas anderes.
    Richtig laufen tut es aber auch nicht.


    Denn eigentlich ist für die meisten unserer Kids die einfache Übung noch genau das richtige. Die Kinder die etwas herrausstechen bekommen dann eben eine Änderung in Form einer Finte, koordinativ usw

    Ich setze auf wöchentliche Schwerpunkte und orientiere mich da sehr stark an Horst Wein.


    In jedem Training habe ich auch mindestens 15 Minuten für ein kleines Fußballspiel reserviert wo maximal drei gegen drei spielen. Auf Dribbeltore, vier Tore, umgelegte Tore, Tore über eck usw.


    Finde Ballgewöhnung wichtig, Annahme, Mitnahme, Schuss, Pass, Ballführung usw.
    ABer am wichtigsten finde ich eigentlich spielpraxis in Form von kleinen Fußballspielen.


    Toll zu sehen bei der Übung 2vs1 auf Dribbeltore. Zwei sehr breite Dribbeltore werden mit je einem Verteidiger besetzt. Zwei Spieler dribbeln an und passen im richtigen Moment wenn der Verteidiger angreift, wahlweise wird auch fintiert.


    Danach das Korrekturspiel durch Hütchentore ohne Gegner.


    Im Anschluss ein Spiel 3 gegen 3 und man wird uberrascht sein wie das gelernte von manchen da schon angewendet wird.


    Schau mal im Coachshop nach dem Buch. Eigentlich braucht man in dem Alter kein anderes.


    Denn durch sein Entwicklungsmodell und dem angewandten vom Leichten zum Schweren und entsprechenden Übungen die aufeinander aufbauen bekommt man einen guten Leitfaden.


    Toll finde ich auch das zu den Übungen gehörende Coaching.

    Das Buch ist wirklich sehr gut. Man könnte es fast als Kifu Anleitung bezeichnen.
    Hatte es damals blind zusammen mit "Wir danken für die Einladung und gratulieren dem Turniersieger" gekauft.


    Dachte es wäre ähnlich. Gut unterhalten wurde ich, aber man bekommt so nebenbei allerlei wissenswertes über den Kifu mit, immer witzig verpackt.


    Das Buch macht in unserer Elterntruppe die Runde. Alle sind begeistert.

    Er gibt dir in der Dokumentation mehr oder minder Recht. Sir Alex.


    Denn er spricht von Kindern im Alter von 10 - 12 Jahren. Glaube durchaus das hier noch am stärksten selektiert und aussortiert wird.


    Je älter die Kinder (dann Jugendliche) werden, desto eher lässt sich eine Prognose abgeben.


    Aber wenn ich mir einen zehnjährigen vorstelle, der ist noch Grundschule, heute körperlich am besten geraten, nächstes Halbjahr überholen ihn alle und er verliert den Anschluß.


    Vielleicht täusche ich mich, aber für mich ist das der Kritikpunkt an der Frühförderung.
    Aber, für die Kinder wird es möglicherweise eine tolle Erfahrung und Erinnerung sein, natürlich auch eine Enttäuschung wenn es nicht klappt, aber die gehören zum Leben dazu.


    Alle Eltern sollten sich darüber bewusst sein das maximal 1% mal ganz oben landen.


    Wobei ich finde das schon Regionalliga ein tolles Kapitel des Lebens sein kann. Hier zweigleisig gearbeitet und man ist auch für die Zeit nach dem Fußball gerüstet.

    Möglicherweise kennt ihr diese Doku schon, dann seht es mir nach.


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    "Football made in Germany"


    Interessant nach ca 15 Minuten wie es dort heisst:


    Es findet keine tatsächliche Förderung statt, sondern es wird lediglich immer neu selektiert und aussortiert.
    Die Kinder die schon früh dort teilnahmen, werden in der Regel NICHT bis zum Ende dabei sein, sondern irgendwann durch
    andere Spieler ersetzt die etwas weiter sind.

    Hört hört! Ich bin absolut deiner Meinung. Bei uns gibt es leider auch ab Bambini schon den Regelspielbetrieb mit Liga (ohne veröffentlichte Resultate) und einem Spiel pro Spieltag, und zwar im 6+1. Nach FPL-Regeln, weil vom Hessischen Fußballverband so vorgeschrieben.
    Das ist Mist. Vielleicht übernehme ich nächste Saison mal wieder eine Bambini-Truppe, mal sehen. Jedenfalls wäre momentan dann mein Plan, sie nicht zum Spielbetrieb anzumelden, sondern stattdessen zu versuchen, auf eigene Faust Freundschaftsbegegnungen zu vereinbaren, bei denen dann funino, vielleicht auch mal im 3+1 oder 4+1 gespielt würde. Zum 6+1-Spielbetrieb würde ich sie aktuell erst anmelden, wenn sie in die E-Jugend kommen.

    Da sieht man mal die Unterschiede, obwohl wir gar nicht so weit auseinander liegen.
    Bei uns im Kreis spielen G und F Junioren im 5+1.


    Rundenbetrieb haben wir auch, auch ohne Ergebnisse, allerdings gehen dem Rundenbetrieb Spielfeste mit festen Gruppen und einem Spielplan voran. Anhand der Ergebnisse werden dann die Gegner der Freundschaftsspielrunde ermittelt, zu einem Teil fließen da dann auch Entfernungen ein um den Kindern nicht einfache Fahrten von 50km und mehr zuzumuten.


    Der Rundenbetrieb läuft bis zur Winterpause und dort wird dann auch beurteilt ob es für manche Teams nicht besser wäre (zu stark, zu schwach) einer anderen Gruppe zugeteilt zu werden.
    Dann geht im Frühjahr die Runde wieder los und wird abgeschlossen von den restlichen Spielfesten.


    Bei den Spielfesten hat man immer drei Spiele, es gibt einen Spielplan der eigentlich nur die ersten Spiele angewendet wird, dann kristallisiert sich oft heraus welche Teams dominieren und die Veranstalter ändern die Pläne entsprechend ab. Klar gibt es immer Trainer denen es auch gefällt wenn ihr Team in 15 Minuten 20 Tore schiesst, aber im groben funktioniert das ganz gut bei uns und wird auch vom Kreisjugendwart und vom Staffelleiter vor jeder Rundenbesprechung so angeregt.


    Ich kann mir durchaus vorstellen das auch bei uns Funino Einzug halten wird.

    Ich bin da ganz bei dir @Strznievski und glaube auch nicht das wir sowas mit unserem Dorfteam schaffen können. Mit ein paar wenigen durchaus, aber nicht mit allen. Also niemals in der Breite wie gesehen. Das liegt ganz einfach daran, das in einem solchen Verein ganz andere Kinder spielen als bei uns.


    Natürlich haben (fast) alle Kinder Bock auf Fußball, allerdings sind die körperlichen, koordinativen und geistigen Fähigkeiten derart vielschichtig und unterschiedlich ausgeprägt, da kannst du machen was du willst, du wirst immer ein brutales Gefälle haben.


    Wir haben bei einem Turnier mal gegen ein Team aus Darmstadt gespielt, die sind jetzt kein Bundesligist, aber was auch dort die u9 schon abgeliefert hat war vom Feinsten. Die sehr umgänglichen Trainer haben unsere Kids gelobt und aufgemuntert nach der deutlichen Klatsche, die es gab, obwohl auch sie mit Provokationsregeln spielen mussten.
    Fand auch bemerkenswert wie einer ihrer Spielr unserem Torwart den Ball wegspitzelt, versenkt und sofort vom Trainer kam: Kein Hollywood. Der Torwart am Boden ist tabu. Du entschuldigst dich bei ihm. Und der Spieler sofort: Sorry, du hattest ihn schon sicher. Foul von mir. Weiter so.


    Im Laufe des Turniers unterhielten wir uns und der Coach sagte einige meiner Kids hätten durchaus Potential es auch bei ihnen zu schaffen. Das wäre der Vorteil der Großstadt, sie hätten nahezu die freie Auswahl an talentierten Kindern, oder frühentwickelten Kindern die sie fördern und weiter entwickeln könnten, während wir auf alle angewiesen wären, was auch eine verantwortungsvolle Aufgabe sei, aber ein ganz anderes Training vorraussetze um allen gerecht zu werden.

    Da du große Stücke auf das Fußballentwicklungsmodell von Horst Wein hälst glaube ich auch kaum das 1vs1 oder Überzahl- Unterzahlsituationen bei dir zu kurz kommen. Im Gegenteil, ich lese daher als stiller Mitleser total gerne deine Beiträge, da ich eine Truppe im gleichen Alter habe und so viel Inspiration und Denkanstöße durch die bekomme.


    Selbst habe ich 13 Kinder. Von denen fast alle auf den Spielfesten dabei sind. (Außer sie sind verhindert)


    Wir spielen 5+1 und 15 Minuten. Das war mir auch zu wenig und ich habe begonnen Fs zu organisieren wo kein Mischteam aus 08 / 09 aufläuft, sondern nach Alter getrennt.


    Jetzt wo sich die Kinder nicht mehr hinter den Überfliegern verstecken konnten war ich überrascht wie schnell die Kinder sich mit der Situation anfreundeten und deutlich selbstbewusster wurden.


    Rotation wende ich schon an, bei Spielfesten aber von Spiel zu Spiel, durch die vielen Wechsel erwarte ich da sonst ein heilloses durcheinander.


    Es ist schon ein großer Vorteil wenn man seine Kids in Fs gegen gleichstarke Kinder schicken kann und tut ihrer Entwicklung ungemein gut.


    Totz Fairplayrunde ohne Wertung sieht man bei vielen Gegnern leider oft, das Ergebnis steht eben doch vor dem Erlebnis und auf den Homepages werden Ergebnisse samt Torschützen geführt.


    Dabei würde es der Entwicklung ALLER Kinder gut tun nicht auf die Ergebnisse zu schauen, sondern auf die Ausbildung.


    Aber zum Glück rennt man mit der Einstellung hier offene Türen ein.

    Ich lasse weiterhin alle angreifen und verteidigen, nur bei der eigenen Spieleröffnung nach einem Abstoß (und Anstoß) gibt es jetzt eine Art Formation (danach hatte ich mal gefragt).
    Unser Torwart steht dabei recht hoch um auch angespielt werden zu können, haben wir jetzt nen Gegner der nen Abstauber vorne stehen lässt, steht der Keeper recht nah dran.


    Das kann auch außerhalb des Strafraums sein. Meist bekommen die Kinder einen hohen Ball zugespielt den sie ohnehin kaum bis gar nicht so schnell unter Kontrolle bringen können, wie mein Torwart braucht um zu stören. Bis dahin sind auch die anderen wieder hinten um unterstützend eingreifen zu können. Natürlich geht das auch in die Hose, vorl allem wenn einer der Träumer im Tor steht, aber der fängt auch Gegentore wenn er grad auf dem Nachbarfeld zuschaut.

    Finde auch du hast richtig reagiert. Auch wir trainieren zwei Mal die Woche, haben in der F-Jugend 13 spielberechtigte Kinder und der Verband gibt 5+1 vor. Heisst ich habe wenn alle kommen mehr als ein Team auf der Bank. Bei uns gibt es ein Kind das mehr oder minder von den Eltern überredet wird überhaupt zu kommen, mit den Eltern habe ich den Kompromiss dann soll er wenigstens ein Mal die Woche ins Training kommen.


    Aber selbst das klappt nicht, bei den Spielen ist er aber immer da. Bislang hatten wir Spielfeste, da war ausreichend Platz auf dem Spielbogen. Bei den Kreis-FS sieht es aber so aus, wenn ich tatsächlich 7 Kinder im DFB Net auf die Bank setzen will, meckert das DFB net: zu viele Auswechselspieler. Also sollen alle bis 18 Uhr am Vortag sagen wer kommt und ich mache dann die Freigabe.


    Von der Familie bekomme ich auf einmal 30 Min vorher Bescheid: XY kommt. Ans Telefon geht keiner mehr und WhatsApp wird dann auch ignoriert.


    Das ärgert mich auch total sowas. Jeder ist mal krank, hat einen Termin oder auch mal nen rabenschwarzen Tag an dem er lieber daheim bleibt. Aber zu warm, zu kalt, nass, zu blabla geht halt gar net. Es ist ein Teamsport. Da der Junge nicht im Spielbericht stand, habe ich ihn auch nicht eingesetzt und das dem Vater auch so gesagt.


    Was mich geärgert hat ist wie manche Betreuer mit Unsportlichkeiten umgehen, vielleicht habe ich auch überreagiert, aber wir hatten den Fall, daß die Kids unserer Gegner sichtlich frustriert waren, weil gegen uns nicht viel gelang.


    Ich mache das jetzt drei Jahre jetzt im kleinsten Bereich und habe noch nie erlebt, das Kinder ständig das Bein stehen lassen oder schubsen wenn sie das nachsehen haben.
    Den Gipfel fand ich aber, das nach einem absichtlichen Foul wo eines unserer Kinder zu weinen beginnt, und der ist hart im nehmen, mehrere Gegnerkinder zusammen laufen und den Verursacher abklatschen und loben.


    Da ist mir der Kragen geplatzt und ich habe lautstark auf dem Feld geäussert was ich davon halte.


    Der gegnerische Co Trainer, der scheinbar auch Schiri war und in einer Tour für Unterbrechungen gesorgt hat, fand das alles nicht so schlimm und eher lustig. Dem Trainer aber war es sehr unangenehm und er hat den lautesten der Gratulanten rausgenommen, sich bei unserem Kind entschuldigt und sein Kind zum Umziehen geschickt. Was der Co wiederum überzogen fand.

    Hatte das woanders schonmal geschrieben, wiederhole es aber gern nochmal hier.


    Die Rundenbesprechung bei uns im Kreis Bergstrasse ist eine Pflichtveranstaltung an der jeder im DFBNet hinterlegte Trainer teilnehmen muß, oder aber sein Vertreter.
    Bevor es mit der eigentlichen Rundenbesprechung losging gab es einen Crashkurs zur Fairplayliga, ging etwas mehr als eine Stunde, danach gab es noch eine kurze Diskussionsrunde.
    Natürlich sind auch nicht alle bei uns von der FPL begeistert, aber Klassenleiter und Kreisjugendwart stehen voll hinter der Idee und so auch viele Trainer selbst.


    Dieses Video was ihr vielleicht schon kennt stammt auch aus unserem Kreis:


    http://tv.dfb.de/video/die-fairplayliga/11898/

    Das hatte ich bei den Bambinis auch. Habe dann zB zweier Teams eingeteilt wo die Kinder sich an der Hand nehmen mussten.


    Dann in ein abgestecktes Feld halb soviele Bälle wie Teams und alle gegen alle.


    Bei der Einteilung aktive und passive ins Team stecken.


    Ganz harte Fälle hab ich im Abschlussspiel selbst bei der Hand genommen und ins Getümmel gezogen, immer so, das sie sich noch ausreichend wohl fühlen.


    Es gibt Kinder die haben null Angst und es gibt Kinder die halten Sicherheitsabstand und nehmen nicht wirklich teil, außer der Ball fällt ihnen vor die Füße.


    Halte ich für ganz normal.


    Daher den oft gemachten Vorschlag der kleinen Teams umsetzen.
    Dann verstecken sich die inaktiven nicht so sehr hinter den aktiveren.

    Im Spiel selbst rotiere ich keine Positionen auf Spielfesten. Bei Spielzeiten von 12- 15 Minuten (je nach Ausrichter) wird nach 4 (5) Minuten gewechselt, oder nach Bedarf wenn sich ein Kind weh tut oder nicht mehr kann. Wenn ich da noch Positionen rotieren will tue ich den Kindern sicher keinen Gefallen wenn sie alle 3 Minuten woanders hin sollen.


    Im Verhältnis zum Aufwand den die anderen Kinder haben, habe ich ganz einfach die Befürchtung es könnte zuviel, im Sinn von anspruchsvoll mit zu vielen Frustmomenten sein wenn ein Kind sozusagen allein den Defensivmann gibt.

    Ich hab es mir angeschaut und mir hat es gut gefallen. In Ermangelung an Erfahrung habe ich mich aber um eine Bewertung oder einen Kommentar gedrückt.
    Generell lese ich deine Beiträge gerne und hole mir da auch Anregungen. Man merkt dir an mit wieviel Herzblut du bei der Sache bist, wie du dich hinterfragst
    und versuchst das bestmögliche für deine Kinder rauszuholen.


    Glaube wir könnten da recht ähnlich sein. Meine Frau meint auch immer ich hätte nen Duppen wenn ich mit nem Berg Zeitschriften und Büchern da hocke
    und versuche alles haarklein zu planen, zu verstehen und ihr dann meine Gedanken und Ideen schildere. Die sie sich zwar alle anhört, aber die wenigsten davon
    tatsächlich versteht.

    Hallo zusammen.


    Ich hoffe das Thema wird nicht zerpflückt und ich bekomme ein paar sinvolle Anregungen wie ich mich verhalten kann.
    Seit Ende August betreue ich unsere F-Jugend im Dorfverein, gemischter Jahrgang, gemischtes Können. Von den Häschen die
    samt Ball Haken schlagen über den Tempodribbler wie Robben bis zum notorischen Blümchenpflücker ist alles dabei.


    Wir trainieren zwei Mal die Woche und ich setze immer gewisse Schwerpunkte die in der Einheit dann überwiegen. Dennoch
    kommen zB wenn der Schwerpunkt Passspiel ist (hier eigentlich derzeit mehr Schulung des Innenseitstoßes) auch koordinative Übungen,
    Schüsse aufs Tor usw vor. Ca 20- 25 Minuten der 90 Minuten nimmt Funino ein. Hinführende Spiele und Übungen und 3v3.


    Jetzt kommen wir zu meinem eigentlichen Anliegen.


    Bei uns im Kreis spielen wir 5+1. Unsere bisherige Spieleröffnung, bei unseren beiden Spielfesten, des (rotierenden) Keepers war "hail Mary" nach vorne.
    Das möchte ich aber ändern. Auch wenn es ein langer Weg mit vermutlich vielen Rückschlägen wird, möchte ich von hinten raus mit einem flachen Ball beginnen.
    Dafür braucht man aber eine gewisse Grundformation.


    Bei unseren Gegnern läuft das Spiel meist so ab: Die zwei größten bleiben fest hinten, räumen Ball und/ oder Gegner ab und dann ebenfalls "hail Mary" auf
    Speedy Gonzalez der nur vor unserem Tor wartet.


    Unsere Marschrichtung ist: Hat der Gegner den Ball, alle von uns hinter den Ball. Haben wir ihn, alle vor den Ball. Tore schiessen, Tore verhindern.


    Zur Spieleröffnung wie ich sie mir vorstelle.


    Links, Mitte, Rechts platziert sich einer unserer Spieler. Der Keeper soll schauen wo ist der Mitspieler, wo ist der Gegner, dann entscheiden zu wem mit dem Ball.
    Die beiden links und rechts sind dann sozusagen das MF, der mittlere ABW.


    Eigentlich stelle ich mir das dann so vor:


    Die Formation ist 1-2-2.


    Warum so? Weil ich nicht zwei Kinder haben möchte die nur defensiv Aufgaben übernehmen. Ich erhoffe mir davon, das nach der Spieleröffnung der defensive Spieler ebenfalls
    mit vor geht über die Mittellinie und hier ebenfalls am Spiel teilnimmt.


    Unsere Keeper kleben in der Regel nicht auf der Linie, sondern stehen recht hoch wenn ein Abstauber vorne steht. Mein Gedanke dahinter: Lieber soll der Torwart versuchen
    dem Abstauber den Ball wegzuspitzeln, als das er allein aufs Tor läuft und einfach einschiebt.


    Ich möchte auf jeden Fall kein Kind hinten festketten, nur weil der Gegner auf diese Art spielen lässt.


    Auf der anderen Seite befürchte ich jetzt aber, der eine Defensive muss überdurchschnittlich viel laufen. Wie würdet ihr das denn regeln?

    Bei uns ist es so, es wird einmal im Jahr ein Jugendturnier organisiert wo alle Einnahmen in die Jugendkasse fließen. Bei Spielfesten und Freundschaftsspielen, ältere Jahrgänge Rundenspiele, werden von den Eltern Verkäufe organisiert die in die Teamkasse fliessen.
    Die Jahresmitgliedschaft für Kinder bei uns beträgt 36€, Senioren stammen fast ausnahmslos aus der eigenen Jugend und spielen umsonst.


    Jetzt könnte man natürlich sagen: 36€ sind viel zu wenig. Ihr kennt das ja alle. Bei uns herrscht allerdings ein großer Zusammenhalt im Verein und da macht auch das Vereinsleben spaß und Kinder wie Senioren kommen gern, Kinder teils auch aus umliegenden Gemeinden, obwohl es auch dort Fußballclubs gibt.