Beiträge von Manndecker

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    Hi,


    ich sehe die Notwendigkeit ehrlich gesagt nicht. Das Konstrukt JFV wurde geschaffen, um auch kleineren Vereinen die Möglichkeit zu geben, höherklassigen Jugendfussball zu bieten. Die höchstmögliche Spielklasse eines JFV ist sozusagen unbegrenzt, die einer JSG dagegen meist auf Bezirks- oder Landesliga begrenzt.


    Wenn die beteiligten Vereine aber gar keine Ambitionen auf Leistungsfussball haben, aber vielleicht zu zweit oder dritt einen guten Weg zusammen gefunden haben, warum sollte dann eine höhere Instanz diesen Weg beschneiden, nur weil wieder irgendwo jemand eine JSG missbraucht, wie auch immer das passieren soll? Hier glaubt doch wohl keiner, dass ein JFV irgendwas an den zwischenmenschlichen Problemen der Beteiligten ändert.


    Auch wenn ein an einer JSG beteiligter Verein vielleicht mal gar keinen Spieler einer Altersklasse stellt, was ist daran schlimm? Vielleicht ziehen ja ein, zwei Spieler im Laufe der Saison zu, die können dann Mitglied im Heimatverein werden und müssen nicht in einerm anderen Verein zwischengeparkt werden.


    Wie gesagt, ich sehe hier die Notwendigkeit einer Begrenzung auf die Anzahl der Mannschaften nicht. Auch nicht auf die Spieler pro Mannschaft. Die Entscheidung, ob JSG oder nicht, ist Vereinsentscheidung. Es gibt bei uns bereits heute Begrenzungen Regeln für die JSG (drei Vereine), die aber immer öfter mit Ausnahmegenehmigungen ausgehebelt werden, weil einige Vereine ihre zwei oder drei Spieler sonst gar nicht mehr unterbringen können.


    Ausserdem sehe ich einen Unterschied zwischen F-D und C11-A-Junioren. Wir haben im 7'er - Bereich öfter mal drei oder sogar vier Teams am Laufen, ab der C werden dann daraus zwei Mannschaften.

    Na ja, was die Einschränkung soll, nur 1 oder 2 Mannschaften melden zu dürfen, erschliesst sich mir nicht. Da fummelt doch wieder einer rein, der was zu sagen hat.


    Wir sind auch in einer JSG aus zwei Vereinen, und wir haben durchaus ab und zu 3 Mannschaften. Mal ist der eine Verein, mal der andere Verein nicht oder nur schwer alleine lebensfähig, mal könnten beide allein melden, aber jedesmal die Truppen wieder auseinander dividieren? Warum? Was für ein Aufwand! Jedesmal anders abrechnen! Und ein Jahr später (spätestens ab 11'er Feld) sind wieder alle zusammen?

    Ich kann sowas immer gar nicht glauben! Hegga hat Recht, Siebener auch. Du bist 34 und der Kollege scheint Dich ja so richtig wertzuschätzen. Überhaupt scheint er ja alle sehr wertzuschätzen. Olli Kahn würde wohl sagen: Wir brauchen E...!


    Also:
    Wenn Dir der Familienfriede wichtig ist und der Kollege lernresistent ist: Hinschmeissen, raus da. Einen Hütchenträger braucht kein Mensch. Schade für die Kids, aber solche Trainer gibts so oft in diesem Lande, die begegnen einem jedes Wochenende. Das regelt sich dann über Mannschaftsauflösungen.


    Wenn Du aber Gefallen an dem Job gefunden hast und auf den Familienfrieden pfeifst: Folge den Ratschlägen, ran da. An einen Kompromiss glaube ich nicht. In jeder Familie gibt es eine dunkle Seite der Macht! Weihnachten kann man auch in Urlaub fahren ;)

    guenter: Man könnte auch genausogut sagen: Du hast da einfach nur Glück gehabt. Ein G-Jugendlicher kann da nix erkennen. Es fällt halt nicht jedes Jahr in jedem Landkreis einem Kind ein Tor auf den Kopf/Körper, sondern eben vielleicht zehnmal im Jahr in ganz Deutschland. Trotzdem kenne ich bereits zwei Situationen, bei denen einmal einem Kind ein Tor auf die Brust gefallen ist, gab nur ein paar Prellungen, und einmal habe ich ein Tor von C-Jugendlichen getragen neben einer Betreuerin einschlagen sehen, Beide Male pures Glück!


    Deshalb gilt für mich: Tore werden nicht allein getragen. Wenn, dann will ich wenigstens die Chance haben, einzugreifen.

    Wir haben eine Ausrüster, bei dem es einen festen Rabatt gibt. Alle können da den Vereinslook kaufen. Der Ausrüster kennt den Look und den Flock. Wer Geld sparen will, kann auch im Internet irgendwo Restbestände erstehen. Muss dann aber den Flock selber organisieren. Sponsoren für Trainingsanzüge wachsen nicht auf den Bäumen, dass sind immer schnell 1000 Euro oder mehr pro Mannschaft.


    Bei der Auswahl des lokalen Händlers und der Marke mussten wir einmal lernen, dass mancher Händler zwar einen günstigen Anzug anbietet, aber nur ab einer hohen Stückzahl bestellt. Einzelbestellungen waren nicht möglich --> Totale kacke.


    Nach drei Jahren gehen die Kollektionen aus dem Programm und man kann noch kurz Restbestände erstehen, danach gibts einen Nachfolger --> Ab dann hast Du in den Mannschaften "Mischbetrieb". Einheitlichkeit ist nicht von Dauer!

    Trainer wechselt 10 Minuten vor Schluss. Spieler, der immer sein letztes gibt, immer im Training voll engagiert dabei ist, auch einer ber Besseren wird ausgewechselt gegen einen Jungen, der nicht immer im Training anwesend und auch dort nicht immer die richtige Einstellung mitbringt. Trainer hat die Einstellung, dass wir uns ja im Breitensport bewegen und er jeden Spieler bei der Stange halten will.
    Spieler jedoch stinksauer: ich verstehe es nicht, ein Anderer , ebenfalls leistungsstärkere Spieler: der Trainer wechselt, als ob es ihn nicht interessiert, ob wir gewinnen


    Haben diese Spieler jetzt nicht auch das Recht und den Anspruch, wie Spieler, die sich auf Leistungsebene bewegen, nur weil sie im Breitensport sich bewegen?
    Klar, anderes Leistungsniveau aber diese Jungs bringen entsprechend ihrem Potential den gleichen Einsatz, haben die gleiche Einstellung.


    hat der schwache, nicht so leistungswillige Fussballer im Breitensport höhere Rechte, wie die auf Leistungsebene?

    Günther, hier ist der Fehler doch bereits im Vorfeld passiert. Nein, eigentlich kein Fehler, sondern das jeden Samstag im ganzen Land zu beobachtende Missverständnis. Der Trainer müsste die Frage: "scheissegal, ob wir das Spiel verlieren?" klar mit einem "Ja, genau so ist es" beantworten. Aber bereits im Vorfeld. Hat er vermutlich nicht. Denn dann könnten sich die Spieler, die dieses Ziel nicht mittragen, nämlich einen Verein suchen, in dem das anders behandelt wird. Und auf dem Spielfeld des ehrlichen Vereins tummelt sich dann entweder eine Thekentruppe oder eine eingeschworene Truppe, die das so akzeptiert.

    Ich sehe es so:
    Solange das Umfeld, Spielniveau und das Training passt, besteht keine Notwendigkeit, einen Spieler in einen NLZ oder LZ-Kader zu bringen. Soziales Umfeld, Freunde und Entwicklung sind höher zu bewerten als eine sogenannte tolle Ausbildung. Hier verfallen manche dem Regulierungs- und Konzeptwahn, man glaubt, so etwas wie die fussballerische Entwicklung planen zu können, beschränkt seine Denkweise aber nur auf das Fachliche. Dabei spielt so viel anderes auch eine große Rolle.


    Der Wechsel ist aber auf jeden Fall angebracht, wenn ein Spieler seine Mannschaftskameraden deutlich überstrahlt, wenn das Umfeld einfach nicht passt oder wenn der Spieler selbst den Wunsch äußert, jetzt vorwärts gehen zu wollen. Letzteres wird aber erst ab U14 oder U15 tatsächlich sichtbar werden, vorher wird das zuletzt am Frühstückstisch Gesagte wiederholt werden.
    Ich bin nur Kreisligatrainer, ich kann Spieler ab einem bestimmten Niveau nicht mehr "fussballerisch voranbringen", deshalb muss ich manchen Abgang akzeptieren. Aber ich könnte kotzen, wenn in einer U13 oder U14 ein "linker Aussenverteidiger" gesucht und gefunden wird. Und das ist in den LZ leider fast immer der Fall.


    Bei einem mir bekannten NLZ wird die U15 als letztes Alter genannt, in der man sich um die Aufnahme bewerben kann, danach wird man gescoutet. Das heisst aber letzlich auch vor allem, das ab U16 verstärkt EU-Ausländer oder Spieler aus weitem Umfeld dazugelotst werden und dann die NLZ-Karriere der Frühwechsler aus dem Umland zu Ende geht. Garantiert kann das Kind sehr viel in dieser Zeit erleben, aber ist die Erwartung tasächlich richtig transportiert worden? Ich will nicht falsch verstanden werden, aber man kann auch bei anderen Aktivitäten viel erleben und mitnehmen und ein etwas breiteres KnowHow in Lebenserfahrung ausser der runden Kugel hat noch keinem geschadet.


    Ich kenne Familien, deren Urlaubsplanung und Wochenendleben richtet sich ausschliesslich an den Spielplänen des NLZ aus, die stecken in die tollen Trainingslager auf Gran Canaria und in die Ausrüstung Unsummen, und mit 14 sagt der Bub, das Ihm alles zu viel wird. Da hängt er Haussegen erstmal schief!


    Was will ich eigentlich sagen? Ich denke, in den jüngeren Jahrgängen (unter U14) sollte das NLZ einfach nur als gut geführter Verein gesehen werden, aber mit den gleichen persönlichen Zielsetzungen wie in einem gut geführten Dorfverein. Der Wechsel macht unter bestimmten Umständen Sinn, ist bestimmt selten schlecht, die Einseitigkeit der Ausrichtung darf aber nicht unterschätzt werden. Wer aber das Ziel PROFI vor Augen hat, setzt halt auf den Sechser im Lotto. Deshalb kann ich @Don genau folgen, aber genau so sollte man es sehen.

    Wobei in dem Video
    a) wohl kein Schiedsrichterball vorlag (sondern Einwurf) und
    b) selbst wenn, hätte der Spieler selbst wohl doppelt berührt (Annahme, schiessen).


    Aber denke mal, der Gedanke ist wohl schon so gewesen.

    richtig.


    Die Spielfortsetzung erfolgt dann immer durch Ballbesitz der gegenerischen Mannschaft, je nachdem wo der Ball die Linier überschreitet,
    also Abstoss, Eckball doer Einwurf



    Erst wollt ich schreiben: Stimmt nicht. Aber tatsächlich wurde 2012 die Regel (laut Wikipedia jedenfalls) dahingehend geändert, dass zwei Berührungen vorliegen müssen. Diese Situation soll wohl nicht mehr vorkommen:



    https://www.youtube.com/watch?v=q4ZLEtvMMmA

    Sorry Leute, aber wer mit Schutzbefohlenen nicht respektvoll und vernünftig umgeht, erzeugt Angst. Die Kinder/Jugendlichen sind die Schwächeren und sind hier hilflos ausgeliefert. Dies gilt sowohl für die Erzeugung von Angst durch leise Giftpfeile, aber auch und vor allem durch laute Schreierei. Wer behauptet, den Grad bewandern zu können, auf dem der Empfänger dies nicht als Angriff wertet, der sucht nur eine Rechtfertigung für sein Sch...verhalten. Man muss das einfach nicht machen, wer will, kommt auch ohne aus.

    Es gibt verschiedene Gründe, warum ein Verein Mannschaften so einteilt wie er es tut. Letztlich hilft nur das Gespräch mit den verantwortlichen Trainern.


    Es könnte zum Beispiel sein, dass der Spieler zwar in der D4 der Stärkste ist, aber trotzdem in der D123 am unteren Ende des Leistungsspektrums. Es könnte aber auch sein, dass der D123 Trainer schlichtweg keinen Draht zu dem Spieler hat und ihn deshalb nicht haben will, einfach um einen Konflikt zu vermeiden. Es könnte auch sein, das der D4-Trainer einen Spieler angefordert hat, um nicht unterzugehen.


    Folgendes Szenario:
    Die 4 Trainer sitzen zusammen, vor sich 60 Namen. D-9 mit 15 Spielern pro Team als Sollstärke. Nun gehts los, Trainer D1 sucht seine Top15 zusammen, dann Trainer D2, dann D3, dann D4. D4 schaut jetzt aber auf seinen Kader und sagt: X,Y und Z sind nicht zuverlässig, die kommen mal und mal nicht...". D3 sagt ähnliches. Also wird hin - und hergeschachert, bis dann D4+D3 mit je 17 Spielern und D2+D1 mit je 13 Spielern dastehen. Die Trainer sind glücklich, die Kinder hat natürlich keiner gefragt.

    Die Aussage, "Ein Gespräch mit einem Trainer der oberen D-Mannschaften ist vergebens" ist mir zu wenig Info. Hat der Gesprächsversuch denn nun stattgefunden oder nicht.


    Spekulation, das stimmt, aber so "könnte" es gelaufen sein.

    Mein absoluter Lieblingsklassiker 10 Kinder stehen an der Mittellinie und passen auf den Trainer am Strafraum.
    Traben dann zum Rückpass und knallen den nun meist ruhenden Ball aufs Tor.
    4 Schüsse pro Kind in wahrscheinlich 10 Minuten.
    Motto: Diese Übung haben wir bereits in meiner Jugend gemacht.


    Aber dafür 40 für den Torwart, der fällt dann anschliessend um

    Der sog. Knipser ist im modernen Fußball eigentlich ein Anachronismus.
    Wenn Müller im Finale zur WM über 15 Kilometer läuft hat dies mit einem Knipser wenig gemeinsam.
    Im eigentlichen Sinne dreht es sich um Handlungsgeschwindigkeit auf der betreffenden Position.
    Diese haben Müller oder Lewandowski im überragenden Sinne.
    Der Rest ist Teil einer typisch Deutschen Stürmerdiskussion.
    Die im Ausland wahrscheinlich keiner versteht.


    Günter hat Recht, damit ist nicht nur ein klassischer Strafraumstürmer gemeint, sondern einfach die Frage, warum zum Teufel Spieler A die Dinger reinmacht und B leider nicht.


    Und natürlich auch, ob ich A und auch B und vor allem C dazu bringen kann, Dinger rein zu machen, die selbst A sich aktuell noch gar nicht erarbeitet.


    Von höherklassigen Vereinen werden auch fast durchgängig nur die Spieler angesprochen, die auch häufig das Tor treffen. Den Spieler mit herausragenden Defensivqualitäten sieht schon mal gar keiner, die mit Spielintelligenz nur wenige. Aber das ist eine andere Geschichte.
    Wenn wir tatsächlich mit Namen aus der Bundesliga dealen wollen, hat für mich zum Beispiel auf diesem Gebiet ein Kiesling, Müller oder Lewandowski einfach eine Qualität, an die andere Spieler nicht rankommen. Aber woran liegts?


    Hier wird ja schon mal als herausragendes Merkmal:


    a) Laufgeschwindigkeit
    b) Handlungsschnelligkeit
    c) Antizipation des Verhaltens der Gegenspieler, insbesondere des Torhüters


    genannt


    Ich erinnere mich an einen Bericht über Basketballspieler. Dort wurde geschlussfolgert, dass die Qualität des Spielmachers an der Fähigkeit des räumlichen Sehens und des Hochrechnens von Bewegungen unterschieden wird. Nun ist Basketball kein Fussball und ein Spielmacher kein Knipser. Aber vielleicht gibt es ja doch Skills, die der Laientrainer (so wie ich) überhaupt nicht auf dem Radar hat und die eine viel größere Wirkung haben als zum Beispiel die Schußtechnik.