Beiträge von Manndecker

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    siebener:


    Was Du da schilderst, ist schon krass. Wir treffen hier auch auf wenige Mannschaften, wo man nach Schlußpfiff zusehen muss, dass man wieder heile weg kommt, eigentlich nur eine, und da auch nicht jeder Jahrgang, Aber meist beschränkt sich das Drama auf die Spielzeit. Dort allerdings wird getreten, beschimpft, geschlagen. Hier wird einem die Parallelgesellschaft vor Augen geführt. Es gibt Mannschaften, da ist der Zusammenhang mit dem Trainer- und Elternverhalten klar zu erkennen, es gibt aber auch welche, wo der Trainer sich echt alle Mühe gibt, aber leider Hopfen und Malz verloren ist. Und das hat nix mit Herkunft zu tun. Da gibt es Problembezirke, aber auch Problemvereine.


    Was soll man da tun? Bislang ertragen wir das, aber mit einer Jahrgangsjüngeren Mannschaft könnte man auch einfach die Punkte dalassen, der Ausgang ist sowieso klar. Vielleicht eine Fairnesstabelle dafür nutzen, das Heimrecht zu vergeben. Denn meist sind die Mannschaften auswärts zahmer.

    Problemkinder haben massive Probleme mit der Einhaltung von Regeln, Aushalten von Konsequenzen und akzeptieren von (positiven ) Autoritäten.


    Günter, Du vermischt hier etwas. Problemkinder sind doch nicht das Ziel. Problemkinder haben die von Dir genannten Probleme mit und ohne Schiedsrichter. Der, der da die Regeln einfordert, ist ja wohl der Trainer. Jedenfalls kenne ich das so, dass so ein "Problemkind" vom Trainer vom Platz geholt wird, BEVOR die Lage so eskaliert, dass der Schiri maßregelnd eingreift. Außerdem macht man ja wohl mit Problemkindern Regeln aus, die weit über die Einhaltung der einfachen Fussballregeln hinausgehen.

    Hi,


    ich habe ein wenig überlegt, was man Dir antworten kann. Letzlich wird Dir nur das Gespräch entweder mit dem Trainer oder, falls dies nicht zu Deiner Zufriedenheit gelöst wurde, dann mit dem Jugendleiter helfen.


    Da Du vermutlich ca 14 Jahre alt bist, kann es sein, dass Du Dir das so nicht zutraust. es ist nicht einfach, offen gegenüber einem Erwachsenen zu sprechen, zumal solche Gespräche auch gerne eine Wendung nehmen, die man gar nicht wollte.


    Deshalb solltest Du Dir jemanden suchen, der Dein Sprecher sein soll. Vielleicht deine Eltern, oder jemand anderes, dem Du vertraust. Am besten jemand, der die Situation im Verein auch gut einschätzen kann. Schildere diesem Vertrauten Deine Vorbehalte und dann geht Ihr gemeinsam auf den Trainer zu. Außerdem erhälst Du so eine zweite Meinung, die Dir vielleicht auch schon weiterhilft.

    Weil Zuschauer nicht mit Schirientscheidungen klarkommen, wird der Schiri abgeschafft. Meine eigene Logik sieht da den Zuschauer als Ansatzpunkt.


    Ja, und deshalb ja auch die Abstandsregel. Was kann man sonst noch bei den Zuschauern tun? Ordner, die hier auf einhaltung des notwendigen Respekts hinweisen? Die FPL setzt doch genau da an, dass die Unmutsäußerungen, die den Startzeitpunkt der Eskalation ausmachen, gegenüber dem Schiedsrichter getätigt werden.


    Wenn ich jetzt den Schiedsrichter herausnehme, ist dieser Kristallisationskeim weg. Niemand wird sich gegenüber zwei 6-jährigen aufplustern und denen zurufen: "Hey, Kinders, was ist das für ne Scheiss Entscheidung, der Karl hat doch den Ball gespielt". Und wenn doch, macht er sich lächerlich. Natürlich braucht man doch sowas wie einen Schiedsrichter, denn die Kinder werden nicht alles lösen können. Da kommen die Trainer ins Spiel. Jetzt aber gemeinsam. Sie sollten auch bei der Elternschaft viel unangreifbarer sein als irgendein Laienschiedsrichter oder 16-Jähriger.


    Das Problem, zu dem ich bereits weiter oben meine Meinung gesagt habe, dass jeder Idiot eine Mannschaft trainieren darf und deshalb genau bei den Spielen, bei denen es mit Schiedsrichter schief gelaufen wäre, nun die beiden Trainer nicht das Spiel zusammen überwachen können, weil mindestens einer der Beiden ein Idiot ist, dieses Problem ist allerdings immer noch nicht gelöst.


    Ohne Mindestanforderungen an Trainer und Betreuer wird es nicht gehen. Auch bei dem Hannover'schen Vorfall soll ein erwachsener Co-Trainer der Keim des Übels gewesen sein.


    Was kann der Verband da tun? Spielbeobachter, Mindesteignungsprüfung (Lizenz mit pädagogischen Zielen), tatsächlich Vereine sterben lassen, die das nicht gewuppt bekommen, eine fette öffentliche Kampagne PRO Breitensport und dessen Bedeutung, klare Absage an Ergebnis- und Leistungswahn...


    Aber das ist vermutlich nicht im Sinne des tollen Masterplans, der hier schon mal zitiert wurde. Weltmeister 2018. Scheinheiligkeit zu Weihnachten! Und die Kreise trauen sich nicht wegen der schwindenden Mannschaftszahlen, und weils so ein neumodischer Kram ist.

    Leider überdeckt die Schiridiskussion das draussen das gute Gedankengut der FPL



    Das Herausnehmen des Schiedsrichter als Kristallisationskeim des Unmuts ist zentraler Bestandteil der FPL.


    Die FPL geht doch gerade den Punkt an, dass der gesunde Menschenverstand, der doch wohl fordert, dass erwachsene Menschen erkennen können, dass da nur ein paar Kinder Fussball spielen, dass dieser Menschenverstand entweder fehlt oder mit dem Anpfiff ausgeknipst wird.


    Eigentlich möchte doch die FPL den Zuschauer genau den Aufreger der Nation, nämlich die schwarze Sau, wie der Schiri da auf dem Spielfeld wahrgenommen wird, aus dem Spiel nehmen, um den Menschen, denen da das Hirn mit dem Pfiff ausgepustet wird, vor Augen zu führen, um was es da geht: UM NIX, da spielen einfach nur ein paar Kinder Fussball.


    Die FPL hat allerdings erkannt, dass Minderjährige nicht die Kompetenz besitzen können, knifflige Fälle zu lösen. Daher setzt die FPL jetzt voraus, dass die Trainer wenigstens einigermaßen pädagogisch und sozial kompetent an der Linie begabt sind und die Kinder hier GEMEINSAM auf den rechten Weg bringen können.


    Leider ist das nicht zwingend der Fall, denn bei uns dürfen alle auf die Kinder losgelassen werden, und mangels ausreichend Personal geschieht das auch. Und es sind nicht nur Exzesse einzelner Verbände oder Vereine, sondern das ist flächendeckend so. Es geht nicht nur um krasse Vorfälle wie jetzt in Hannover, sondern auch um die Fiesheiten im Detail, um die, die Kindern nicht spielen lassen genauso, wie die, die ihre Spieler auffordern, jeden Einwurf zu holen, weil der Schiri da oft nicht reagiert, und auch um die, die sich einfach nur aufregen, weil sie mit irgendéiner Entscheidung nicht einverstanden sind und so das Spiel unruhig machen. Neulich hat ein Betreuer bei uns seine Spieler ständig zum Grätschen animiert! Warum? Kreisliga! Beinahe jedes Wochenende kann ich sowas wahrnehmen. Der Pfiff ertönt und und das Geschreie geht los. Der Abpfiff kommt und die Beteiligten sind wieder die liebsten Menschen der Welt!


    Ist das eigentlich in allen Sportarten so?

    FoxoFrutes: Er ist nicht besser als andere, er kann nur besser gegen den Ball treten oder ist einfach schneller. Dafür haben andere Spieler andere Qualitäten. Es gibt bestimmt ein Spiel, in dem er nicht leistungsfähiger ist, in dem er eher im hinteren Drittel landet. Spielt doch einfach mal so ein Spiel.

    Wenn nein, dann die Frage wie vorzugehen ist, wenn er sich nicht ändert?


    Günter, es ist meiner Meinung nach schwierig bis unmöglich, einen Menschen von außen zu ändern. Schon gar nicht in der kurzen Einflusszeit, die ein Fussballtrainer hat. Bei Kindern und Jugendlichen spielt aber etwas anderes eine große Rolle. Es ist das Wirken von Vorbildern. Hier kommt der Trainer ins Spiel. Und hier entscheidet sich im KiFu udn Jugendfussball nach meiner Meinung die Qualität des echten KiFu und Jugendtrainers, nicht an der fachlichen Komponente, sondern vor allem an der Frage, ob er in der Lage ist authentisch und prägend ein Vorbild darzustellen. Ob er diesen Schwierigkeiten mit dem Verhalten, mit den Eigenschaften von ihm anvertrauten Spielern umzugehen und diese zu formen, begegnen kann, und zwar dadurch, ein Vorbild zu sein.


    Ich möchte Dir ein Beispiel geben: In einem Trainingsspiel habe ich vor geraumer Zeit mal einen FauxPax begangen. Ich habe mitgespielt und ein Reflex von mir hat eine Ball mit der Hand aufgehalten. Wäre Tor gewesen. Das war OBERSCHEISSE, und zwar, weil ich meinem Anspruch, hier Vorbild zu sein, nicht gerecht geworden bin. DAS passiert mir NIE wieder. Es ist gut zwei Jahre her und ich weiss das noch, als wäre es gestern gewesen.


    Ich bin fest davon überzeugt, das wir in erster Linie durch unser persönliches Auftreten, durch unsere Vorbildfunktion, effektiv Einfluß nehmen können. Nur dieses unseres eigenes Verhalten gibt unseren Ansprachen Kraft und Gewicht.

    3. Bei einigen Kindern kann ich jetzt schon krasse Charakterzüge ausmachen. Besonders ein Spieler wird, sobald es nicht läuft, zornig und fängt an alle anderen Spieler runterzuputzen. Vor allem natürlich die leistungsschwächeren. Auf meine sachliche Erklärung, dass nicht alle Spieler gleich gut sind und dass auch er Fehler macht reagiert er mit noch mehr Wut, weigert sich "mit denen" zu spielen. Selbst Auswechslungen lassen ihn kalt. Er sitzt dann schmollend am Spielfeldrand und sobald er wieder spielt macht er _alles_ alleine, weil er die schwächeren Spieler nicht einbeziehen will. Wenn ich ihn darauf hinweise wird er wieder wütend, beleidigt sogar andere in der Mannschaft. Hat vielleicht jemand ein ähnliches Problem und einen Tipp, wie ich das in den Griff kriegen kann?



    Es ist ein F-Ling, vielleicht noch mit einem eher auffälligen Gemüt. Es ist hinreichend schwierig, Menschen zu ändern. Schon gar nicht in 2x 90 Minuten pro Woche. Für mich hast Du mit Deiner Reaktion schon einen Fehler begangen, denn Deine scheinbar sachliche Antwort ist alles andere als sachlich. Du bestätigst seine Selbsteinschätzung, besser als die anderen Gurken zu sein. Wie kann man das Problem in den Griff bekommen? Nun, bei älteren Menschen würde man wohl zunächst den Grund der Selbsteinschätzung ermitteln. Das kann berechtigt sein, kann aber auch Selbstüberschätzung sein, kann auch von außen eingeprägt sein. Weiterhin würde ich versuchen, dem Spieler eine Verantwortung zu übertragen, die Ihn fordert.


    Das ist natürlich trotzdem ein F-ling, deshalb ist fraglich, wozu er in der Lage ist. Die Eltern sind schon mal ein Anker, den Du werfen kannst, oder Du gibst ihm andere Ziele. Hier hängt es von Deiner Autorität ab, ob er darauf eingeht oder nicht. Sprich: Wird er gegen eine Maßnahme, die Ihn zur Wertschätzung der Leistung auch der schwächeren Spieler bringen soll, rebellieren oder geht er da mit? Solange Du den Spieler aber in Deinem Team hast, must Du mit ihm umgehen, und Du musst ihn irgendwie integrieren, denn Dein Team ist so wie es ist.

    C Jugend, gerade in der Kreisklasse ist Paralympics.



    :D :D


    Das ist tatsächlich so. Den Bengels wachsen die Füsse unter den Schienbeinen hervor, die müssen sie erstmal wieder sortieren :D . Interessant sind auch die manchmal auftretetenden Rückentwicklungen ins F-Jugend-Alter (rein verhaltenstechnisch ....). Scherz beiseite, individuelles Training sollte (meiner Meinung nach) im Training einen hohen Stellenwert haben und die Persönlichkeitsentwicklung im Vordergrund stehen. Für Großfeldtaktiken sind die Reichweiten der Spieler ohnehin zu gering.


    Beispiel: Was hilft es Dir, ein Szenario für einen langen Torwartabschlag zu erarbeiten, wenn der jeweilige Torwart seinen Abschlag nur mit Glück bis zur Mittellinie treten kann, meist aber schon in der eigenen Hälfte abgefangen wird. Ein oder zwei Jahr später spielt das keine Rolle mehr, denn dann hat sich die Reichweite ausreichend erhöht.

    Günter: so ist es. Jeder Spieler ist individuell zu begucken, mit Pauschalregelungen macht man sich das Leben zwar einfacher, aber das Leben ist eben leider nicht einfach.


    Bei mir spielt auch ein Jahrgang jüngerer Spieler, der hat aber eben auch einen älteren Frendeskreis und ist einfach weiter entwickelt. Den dann als Altjahrgang mit jahrgangsjüngeren Spielern in D und C würde vermutlich nicht gehen, jedenfalls würde ich das nicht über seinen Kopf bestimmen wollen. Später (B und A) sieht das vielleicht wieder anders aus, aber das muss dann wieder einzeln bewertet werden.



    Ich möchte nochmal das Ausgangsposting beantworten, wie wir es heute machen (zwei Trainer, 18 Mann starker C-Jugend-Kader).


    Ich denke, wenn Ihr eine Mannschaft in stark oder schwach aufteilen wollt, dann must Ihr das zu Saisonbeginn machen und auch in zwei Spielklassen melden. Ihr habt Euch aber anscheinend für eine Mannschaft entschieden, mit großem Kader. Dann kommt damit klar! Es ist bestimmt sinnvoll, Übungen in Kleingruppen durchzuführen, aber diese sollten nicht in starke udn schwache Gruppen aufgeteilt werden, sondern zufällig. Oder meinietwegen auch mit Blick aufs nächste Spiel, aber D-Jugendliche sind durchaus nicht doof und sollten auch in der Lage sein, sich zu verbessern. Eine Trainingsgruppe 2 sollte es nur in Hoffenheim geben, nicht aber im Jugendfussball.




    /edit: Habe gerade oben gelesen, es wird eine D9 und eine D7 gemeldet. Trotzdem gilt: Wenn Ihr beide gemeinsam trainiert, dann heist das auch >gemeinsam<.

    Das finde ich seltsam. Was hat das für Gründe bei euch in der Region? Ich hätte das genau umgekehrt erwartet, weil ja ein Verein allein unter Umständen je nach Jahrgangsstärke in absehbarer Zeit überhaupt keine E oder F zusammenbekommt.


    Als SG kann ich eigentlich den Kindern die besseren Voraussetzungen anbieten: Ich habe mehr Trainer zu Verfügung und aufgrund der (von mir angestrebten) Jahrgangsmannschaften gibt es auch nicht in jedem Pflichtspiel zweistellig Gegentore (was für die Kinder nicht sehr motivierend ist), wie es aktuell bei der U10 von Verein B der Fall ist.



    Das wird auch niemand mit belastbaren Zahlen belegen können. Man könnte vermuten, dass JSG dazu verwendet werden, eher spielstärkere Mannschaften zu bilden, bei denen dann die Kreisklassenfussballer unten durchrutschen. Man könnte aber auch genauso vermuten, dass JSG den wenigen Kreisklassenfussballern wenigstens noch die Chance geben, geordnet Fussball zu spielen. Belegen kann das niemand, nur ein Bauchgefühl liefern.


    Ich nehme bei uns zum Beispiel war, dass erst die Anzahl der alleinstehenden Mannschaften runtergeht (Abmeldungen während der Saison), diese dann in JSG auftauchen und die JSG dann weniger Mannschaften stellt als die beteiligten Vereine vorher hatten. Der Zusammenbruch der Jugendarbeit der Stammvereine kommt aber vorher, die JSG ist nur der letzte Rettungsanker.


    Interessant wären jetzt Lösungen, die den Zusammenbruch der Stammvereine verhindern oder auffangen. Wenn der DFB wirklich Interesse an einer breiten Basis hätte, würde er dort kreativ werden.

    Na ja, ob Jahrgangsmannschaften oder nicht, ist Philosophiefrage, denke ich. Mit dem Zusammenführen von Mannschaften hängt sehr stark an den Trainern und Betreuern. Wenn diese miteinander können und die Mannschaften gut einteilen, dann wächst auch eine neue F oder E zusammen.


    Wenn dort natürlich noch Rivalitäten present sind, dann wirds schwierig. Allerdings verschiebt man dann das Problem nur in die älteren Jahrgänge,


    Es gibt noch ein Argument FÜR die frühzeitige Zusammenführung: Die Vereine A und B treffen im Vorfeld nicht als Gegner aufeinander, die Eltern können also im Vorfeld gar keine Gegnergefühle aufbauen. Wenn die JSG erst in den älteren Jahrgängen aufgebaut wird, muss man die JSG trotzdem durch frühzeitiges Wirken bei den Spielen gegeneinander und eventuellen Turnieren schon vorbereiten.

    vermutlich!




    Ich habe diese hier:


    http://www.dfb.de/fileadmin/_d…1941-08_Jugendordnung.pdf


    da steht:


    Der Verein muss mindestens drei Altersklassen der A-, B-, C- oder D-
    Junioren/Juniorinnen mit mindestens einer Mannschaft besetzt haben.
    Nicht zugelassen sind Mannschaften älterer Altersklassen. Der Jugend-
    förderverein darf nicht Mitglied einer Spielgemeinschaft sein.



    /edit:


    Auch diese hier http://www.dfb.de/verbandsserv…/satzungen-und-ordnungen/


    spricht nur von älteren Jahrgängen