Beiträge von Goodie

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    wir haben ja einen Switch gemacht, von einem sehr leistungsstarken Team in ein normal-schwächeres.
    Auffällig ist vorallem die Motivation der Eltern. Im alten Team waren immer alle voll bei der Sache, haben die Termine freigehalten und wir hatten eine sehr hohe Beteiligungsquote bei Training und Turnieren.
    Nun ist das etwas anders... Viele Kinder auf der Liste aber auch genau so viele Absagen beim Training. Das ist schon ein Kulturumschwung. Ich denke mir immer: ich bin für die da die kommen. Die wollen ja auch und können ja nix dafür, dass andere zum neunten Mal die Oma beerdigen müssen. X/
    Mittelfristig werden wir allerdings gucken, dass wir die Familien loswerden, die eh nicht wollen. In einem Verein mit Aufnahmestopp finde ich es grob unfair, einen Platz zu blockieren, den man eh nicht will. Bis zu den Herbstferien werden wir uns das noch anschauen und danach Gespräche führen.


    Die Trainer, die sagen: "wir wollen niemanden 12:0 verhauen", sind leider so massiv in der Unterzahl, dass es schon zum heulen ist. In einer Whatsappgruppe von Trainern des Jahrgangs 2010 wurde sich kürzlich wieder sehr negativ zum Thema FPL geäußert. Kritikpunkt 1 war: es ist kacke, dass es keine Turniersieger und keine Tabellen gibt - die Kinder seien doch nicht doof und würden das wissen wollen.
    Da kann man gegen Windmühlen kämpfen. Das sind auch die, die ihre Kinder noch beim 9:0 befeuern und sich die Haare raufen, wenn das 10:0 nicht fällt. Und es ist die immer noch erschreckend große Mehrheit.
    Selbst Teilnehmer der Trainerkurse, wo der Leiter kaum ein anderes Thema hatte als Spaß, Spaß, Spaß und dieses von allen Seiten beleuchtet hat, äußerten sich draußen: alles quatsch, Vollgas!


    Letztes Jahr bin ich bei Tag des Jugendfussballs rumgegangen und habe mir die anderen Trainer angeguckt. Ich habe nur zwei Trainer gesehen, die ihre Kinder nicht angemosert oder befeuert hätten. Der Rest? "LAUF", "SCHIEß", "ZU KEVIN", "MACH SCHNELLER", "ZU SPÄT"... und wie gesagt: Bambinis!


    Und je nachdem wie die Eltern gestrickt sind, finden die das auch noch gut: "die brauchen eine strenge Hand". Ja klar... ;( Diese Eltern sollten einfach mal ihre Kinder vernünftig erziehen, dann muss man diese auch nicht anbrüllen. Von intrinsischer Motivation mal ganz zu schweigen.


    Ich habe vorhin ein Turnier storniert, nachdem ich die anderen Teams gesehen habe: vier Gegner, vier Brüllaffen mit starken Teams, die nie genug bekommen und ein 18:0 für ein super Ergebnis halten. Nein Danke.

    Ich glaube, dass man bei den Elterntrainern, besonders in den ersten Jahren mit einem Entgelt keinen Effekt hat aber sehr wohl bei den älteren Jugendlichen des Vereins. Wenn die, statt Zeitung austragen ne F-Jugend betreuen können, dürfte das schon attraktiv sein... Das muss man denen allerdings auch aktiv sagen!!! Von alleine kommen die nicht an. Beim Volleyball hat das immer sehr gut funktioniert. Da waren immer ungefähr 2 Spieler aus Herren 2, Herren 3 oder A-Jugend im unteren Bereich tätig. Das haben aber besonders deren Trainer forciert.


    Wir bekommen Materialien, Klamotten, Grillfest und ein nettes Miteinander. In dem Verein ist es üblich, die Aufwandsentschädigung gleich wieder zu spenden...
    Im alten Verein gabs wenige Bälle, der Rest war dein Bier. Selbst Trikots musste man selber besorgen. In sofern sind wir schon mal besser aufgestellt als noch vor einem halben Jahr.

    Natürlich sind die Kinder enttäuscht und frustriert wenn sie überrollt werden. Aber sind sie das nach einer Runde Gummibärchen immer noch oder ist es bis dahin vergessen/verarbeitet?


    Beobachte mal deine Trainerkollegen, wieviele die Kinder antreiben und anweisen. Den meisten wird die Zeit geraubt, sich umzugucken und eine eigenen Entscheidung zu treffen. Manche Bambinis spielen schon eingeübte Spielzüge, weil es erfolgreich ist. (zumindest eine Zeit lang) Bei anderen müssen zwei Kinder hinten in der Abwehr stehen bleiben und dürfen kaum mitspielen...
    Ganz übel fällt mir das immer bei Hallenturnieren auf. Da ist das Gebrüll auf Grund der räumlichen Enge noch schlimmer als sonst.


    Wir haben einen 2010er Jahrgang drei Jahre begleitet und davon hatten wir einen harten Kern von 8 Kindern, die die gesamten drei Jahre konzentriert dabei waren. Wir hatten locker ein 3/4 Jahr Vorsprung, vor Teams wie deins. Gucken, passen, freilaufen... Viele Kinder hatten zum Beispiel große Brüder und wussten schon deshalb genau, was Phase ist. Wir haben mit dieser Truppe so gut wie immer gewonnen und haben darauf geachtet, dass es nicht zu arg ausfällt.
    Aber ganz ehrlich? Das war doch totaler Zufall! Dass sich bei uns die talentierteren Kinder versammelt hatten, war unserem Engagement aber auch einer großen Portion Glück zu verdanken. Und dennoch ist die Mannschaft nach der Bambinizeit auseinander gefallen.


    Jetzt haben wir ein Team wie du es beschreibst. Trainingsbeteiligung zum Teil unterirdisch, zum Teil noch verträumte Kinder, einige können nicht mal einen Ball stoppen. Da kommt noch viel Arbeit auf uns zu und wahrscheinlich viele Gummibärchenablenkungsmanöver.
    Was in unserem neuen Verein auffällig ist, ist, dass sie bis zur E-Jugend einschließlich sehr viel entspannter mit dem ganzen Geschehen umgehen als wir es bislang erlebt hatten. Und dennoch spielen alle Jugendteams von A-D in der Kreisleistungsklasse.
    Das Ergebnis scheint ihnen Recht zu geben.

    Die jugendlichen Volleyballer machen es so... 9er Staffel, es treffen sich immer drei Teams, jeder gegen jeden und der dritte pfeift. Mit Hin- und Rückrunde sind es acht Spieltage. Da ist nichts "unverbindlich" oder lalelu...
    In der E-Jugend gehts richtig los, eine F-Jugend kommt meist nicht zu stande. Die F-Jugend ist eh in fast allen Sportarten der jüngste Jahrgang.


    Die Spielfeste gefallen mir und werden hier noch bei der F-Jugend im Jungjahrgang gefahren. 3 x 20 Min gegen drei Gegner. Wenn man da überrollt wird, ist der Spuk wenigstens nach 20 Min vorbei und es wird nicht unnötig in die Länge gezogen.


    Ich unterstelle mal, dass in jeder Mannschaft nur ein paar wenige wirklich langfristig für Fußball brennen. Das Gros findet es gut, weil man wenig anderes kennt, der Papa schon gekickt hat, es gar nichts anderes gibt, der Freund auch spielt oder was weiß ich. Und ein Teil, wird von den Eltern einfach hingeschleppt, diese Kinder sind schnell identifiziert.


    Wenn man sich nur auf die paar wenigen konzentriert, dann sollte man wohl in ein NLZ o.ä. gehen. Da hat man es dann immer mit dieser Klientel zu tun. Alle Trainer, die sich im Breitensport tummeln, müssen wohl mit Schwund, unterschiedlich ausgeprägter Motivation und unterschiedlichen Könnensstufen rumplagen.


    Ich glaube ja ehrlich gesagt, dass es totaler Zufall ist, wenn man ein Team über einige Jahre zusammenhalten kann. Ist man erfolgreich, werden die umliegenden Vereine aufmerksam und ziehen die besten ab. Ist man es nicht... nun ja. Ich bin da mittlerweile leidenschaftslos. Die Profis machen es vor, heute Dortmund, morgen Barcelona... irgendwo ist das Gras grüner.
    Da bleibe ich lieber bei meinen Durchschnittskindern, habe mit ihnen eine gewisse Zeit Spaß (solange es für mich oder für die Kinder passt) und dann schauen wir weiter. Meine Kinder entwickeln sich ja auch permanent weiter und mein Engagement orientiert sich durchaus an meinen Jungs.


    Ich habe meine Sportarten übrigens erst mit 11 (Skirennen, leider nur Kreisniveau) und 16 (Volleyball, bis Oberliga) gefunden.

    Was mich fast noch mehr nervt, dass es reicht zu sagen ich habe keine Lust mehr.

    Ich war gestern in Düsseldorf zum "Olympic Adventure Camp", einer Veranstaltung, wo ca. 60 Sportarten/Bewegungsangebote vorgestellt wurden und zum Mitmachen aufgefordert wurde.
    Neben den üblichen Tanz- und Kletterangeboten waren vorallem die Vertreter der Nischensportarten sehr bemüht um die Kinder. So hatten sie eine kurze Judoeinheit, eine 3/4 h waren sie beim Fechten, einen Riesenandrang gabs auch beim Boxen und Sumoringen und die Angler, Kanuten und Ruderer warben sehr engagiert für ihre Sache. Tennis und Rollstuhlhandball konnten ebenso ausprobiert werden wie Breakdance und Blindentischtennis. Eine Rundum gelungene Veranstaltung!


    Was ich sagen will: warum bitte schön geht man davon aus dass Kinder, die einmal von ihren Eltern beim Fußball angemeldet wurden auch bis zu den alten Herren dabei bleiben?
    Die Sportwelt ist so bunt und es gibt so tolle Sachen! Und gerade die Nischensportarten haben es so viel schwerer als die Platzhirschen, überhaupt eine Trainingsgruppe zusammen zu bekommen. Von Sponsoren oder nahegelegenen Gegnern ganz zu schweigen. Und dass sich bei den Kindern ein entsprechendes Bewusstsein erst nach und nach ausbildet, ist auch verständlich. Schule/Kumpels prägen da zusätzlich.


    Wenn meine Jungs irgendwann sagen: "Genug vom Fußball, ich suche mir was anderes", dann würde ich sie animieren, sich erstmal nach einer zweiten Sportart umzusehen und reinzuschnuppern und sich dann nach einer gewissen Zeit für eine zu entscheiden.


    Mein Neunjähriger brennt immer noch für Fußball aber ihn begeistern inzwischen auch Basketball, Schwimmen und Tischtennis. Sollten sich die Prioritäten in Zukunft verschieben, dann wäre das für mich vollkommen ok, ist ja sein Hobby. Und wenn er am Ende der Zeit zur Jugendfeuerwehr möchte, warum nicht?
    Mein elterlicher Ehrgeiz wäre, ihn rechtzeitig zur Pupertät irgendwo angedockt zu sehen, wo er einen Halt finden kann, falls die Eltern unerträglich sind. Bei mir war das damals surfen. Ich bin dann einfach jede freie Minute zu See geradelt und hatte dort meine Ruhe.

    Vielleicht wäre es ja sinnvoll, eure B1/B2 nicht nach Jahrgängen sondern nach Motivation aufzuteilen.
    Alle motivierten in die erste (kleiner Kader damit alle viel spielen) und der Rest in die zweite (großer Kader, damit die 11 zusammenkommen)

    Das Thema ist bei meinem Großen jetzt auch aufm Tisch.
    Kein Training = weniger/keine Spielzeit.


    Ich frage mich aber, wie das bewertet werden soll.
    Gehen wir mal davon aus, die Kinder trainieren Di und Fr.



    Di Fr Konsequen
    Otto x x spielt viel
    Karl x - spielt weniger
    Fred - - bleibt zu Hause
    Anton - x Diskussion!!!


    Klar, Freitags nicht da, spielt nicht. Aber das Gedächtnis ist kurz und warum soll Anton am Freitag kommen, wenn er weiß, dass er eh kaum oder evtl. gar nicht spielen wird...


    Die Diskussion ist so alt wie der Mannschaftssport!!!


    Ich fand es schon als Spieler schrecklich, am WE auf der Bank zu hocken, nur weil ich mal beim Training aussetzen musste. Wobei ich immer eine gute Trainingsmoral hatte.


    Erfolgsversprechender finde ich, regelmäßig (z.b. monatlich) die Trainingsbeteiligung im Team zu kommunizieren
    Otto: 100 % -> Startaufstellung
    Karl: 70% -> Startaufstellung, erster Spieler der raus muss.
    Anton: 50% -> erster Einwechselspieler
    Fred: 20 % -> letzter Einwechselspieler


    Da Trainingsmoral meist auch mit der Leistungsstärke paralell läuft, schneidet dies auch nicht zu sehr in des Trainers Herz, der ja doch erfolgreich sein möchte.


    Zusätzlich könnte der Trainingsweltmeister die Kapitänsbinde bekommen und der mit der roten Laterne (an diesem Spieltag) die Ehre des Trikotwaschens haben.


    Aber egal was man sich einfallen lässt: Ich empfehle immer einen Elternabend, bei dem die Regeln ALLEN klar erläutert werden. Nicht nur den Kindern, auch und gerade die Eltern müssen mit ins Boot. Denn seien wir mal ehrlich: die wenigsten 9 Jährigen sind schon selbstbestimmt. Wenn ich meinen Drops nicht bringe, dann kann er nicht trainieren. Es liegt in dem Alter zum großen Teil noch an den Eltern. (auch welches Selbstverständnis rund um ein Team die Eltern ihren Kindern beibringen.)


    Disziplinieren könnte auch, dass nur noch telefonische/persönliche Entschuligungen durch die Kinder selber akzeptiert werden.


    Ich finde ja ein Punktesystem sinnvoll:


    Kind trainiert 10 Punkte
    Kind meldet sich persönlich ab 4 Punkte
    Eltern melden persönlich ab 3 Punkte
    Eltern melden per Whatsapp o.ä. ab 2 Punkte
    Keine Abmeldung 0 Punkte
    Oma zum sechsten Mal verstorben -10 Punkte


    So bekommt man ein recht diffenziertes Bild

    Meine Beobachtungen ist bei den gängigen Schulungen (wie DFBmobil und Lehrgänge von NLZ für kleine Vereine) folgende:


    Es kommt ein Leiter/Trainer aus dem Stützpunkt/NLZ und stellt deren Philosophie vor.
    Dann macht er noch ein Training mit einer unserer Mannschaften.
    Dabei werden oft Sachen gemacht, die mit einem Breitensportverein einfach nicht umzusetzen sind.

    Echt? Bei meinem Trainerlehrgang waren die Herren mit dem DFB-Mobil da und haben ihre Arbeit und ein Demotraining vorgestellt. Es wurden ausschließlich Standardmaterial verwendet und alles hätte man übernehmen können.


    Ich empfinde es als große Hilfe, dass ich bei den Trainern unseres Großen (zwei Jahre älter) zugucken kann. Gruppendynamische Prozesse, Trainingsinhalte, Gehabe der Kinder... da kann man sich schön vorbereiten und weiß in etwa was kommen könnte/wird.


    Ohne diese "Schulung" würde mir das alles deutlich schwerer fallen. Deshalb ja: Austausch mit den 1-2 älteren und jüngeren Jahrgängen und von einander lernen.

    wer hat sich das denn ausgedacht?

    Ich tippe auf ein Konjunkturprogramm. Die ganzen 4er-leicht werden überflüssig und eine Jugendabteilung müsste alle Bälle neu kaufen.
    Wobei ich von den 3ern für F/G auch voll überzeugt bin.
    Für die E reicht auch ein 4er (Schuhgröße 33-40) aber ob der 350g Ball Vorteile bringt vermag ich nicht zu sagen.

    Die Idee mit dem Mastertrainer finde ich sehr interessant. Allerdings sehe ich darin ja nichts anderes als ein festes Konzept in dem auch jeder Trainer einen Katalog an Übungen (Achtung!!!) als Hilfestellung bzw. Richtlinie erhält. Der Aufwand ist natürlich auch hier gegeben da einmal das ganze erarbeitet werden muss und anschließend auch Kontrolle und Steuerung bedeutet.

    Das ist doch längst fertig und beim DFB für jede Altersklasse abrufbar. Die Arbeit kann man sich meiner Meinung nach schenken.


    Ich beobachte das gleiche: die zu den Schulungen hingehen sind eh aufgeschlossen.
    Enige werden vom Verein zwangsverpflichtet... hier gibts welche, die erreicht werden können und solche, die dort ihre Zeit absitzen und sich ihren Teil denken.
    Die dritte Gruppe meint es eh nicht nötig zu haben...


    @hoeness2, ich wollte dir eigentlich nur aufzeigen, welche Konflikte ich schon erlebt habe wo die JL zugeschaut hat. Konkrete Lösungsvorschläge benötige ich nicht.


    Wir haben ja einen Vereinswechsel hinter uns und ich erlebe jetzt einen Vorstand, der wirklich top ist :thumbup: Da macht das Arbeiten echt Spaß. Ich bekomme z.B. die Materialien geliefert und muss ihnen nicht hinterher rennen. Infomails sind ebenso selbstverständlich wie eine WA-Trainergruppe um ggf. Wünsche und Anliegen rund um die Trainingszeiten abstimmen zu können. Und ein JL der immer ansprechbar ist, gibts gratis dazu. Wobei wir zwei haben: einer für die kleinen, der andere für A-C.


    Fairerweise muss ich dazu sagen, dass die Abteilung ne schwere Zeit hinter sich gelassen hat und mit neuen Leuten und einem großen Team neu durchstarten will. Bisher gelingt es. Alle, Vorstände und Trainer gehen respektvoll mit einander um, auch die Frauen sind integriert und geschätzt. Der Vorstand hat ne Menge Leute um sich gescharrt und die Aufgaben sind kleinteiliger verteilt worden. Einer kümmert sich zum Beispiel nur um eine jährliche Vereinsmeisterschaft Ü18.


    Natürlich gibt es auch dort Konflikte und es ist nicht alles Gold was glänzt - alles andere wäre ja in die Tasche gelogen - und natürlich man muss immer wieder Kompromisse finden. Aber es ist ein Himmelweiter Unterschied zu unserem alten Verein.
    Solange man es nicht besser kannte hatten wir uns mit sehr wenig zufrieden gegeben... eigentlich bescheuert!

    "zu lange zugeguckt". Da stellt sich für mich die Frage, was ist die Alternative? Stellen wir den Trainings- und Spielbetrieb ein und melden die Mannschaft ab? Ist für mich keine Lösung. Ich denke kein Trainer macht mit Absicht etwas "falsch". Oftmals gilt bei uns das Motto: Kritisieren ja, selber machen nein.

    es ist ja nicht immer schwarz/weiß... es gibt immer andere, kreativere Lösungen


    Beispiel 1:
    Eltern beklagen sich über zu viele Termine. Eine E-Jugend sollte ne dritte Trainingseinheit bekommen und hat so gut wie jedes Wochenende auch an beiden Tagen Turniere gespielt. Zum Teil mit sehr langen Anfahrten. Die ehrgeizigeren waren gebauchpinselt, wenn es gegen Jugendteams der NLZs ging und haben das unterstützt. Die "normalgestrickten" Kinder klagten über Bauchweh, hatten immer weniger Lust, es wurde ihnen zu viel - und den Eltern auch.
    Hier kann man doch eingreifen und gemeinsame Lösungen finden. Nur wenn man nichts macht, dann setzt sich eine Fraktion durch und die andere schmeißt die Brocken hin, oder?


    Beispiel 2
    Ein Trainer versucht Disziplin mit Hilfe mit Kollektivstrafen in seine F-Truppe zu bekommen. Es sind die immer gleichen 2-3 Störenfriede und es werden Strafrunden für alle verhängt. Am Anfang finden das noch alle ganz ok, irgendwann haben die braven Kinder darauf keine Lust mehr. Die Strafe zieht nicht wirklich also wird die Daumenschrauben weiter angzogen...


    Beispiel 3
    Ein Brüllaffe wird nicht eingebremst, Eltern beschweren sich, Kinder wollen nicht mehr, hören auf oder wechseln den Verein...




    Meine Frage ist daher: Warum bekommt es eine Fußballschule hin, seine Philosophie an die Trainer weiter zu geben und geeignetes Personal zu finden und warum machen sich viele Vereine nicht mal die Mühe, eine Philosophie zu entwickeln und einzufordern.


    Klar, die Fußballschule wird ganz gut bezahlen. Für die Trainer (häufig Studenten) ein nettes Zubrot. Dafür haben die Vereinstrainer meist eine viel emotionalere Bindung an ihren Verein und haben längst akzeptiert, dass es außer dem Sommergrillfest nichts gibt. Das entbindet aber niemanden von gewissen Qualitätsstandards.


    Warum macht sich keiner die Mühe, die netten Papas, die sich als Bambinitrainer zur Verfügung gestellt (oder haben überreden lassen) haben, zu schulen.
    Wäre es nicht eine deutliche Hilfestellung wenn man ihnen klar erklären würde was sie von den Kinder erwarten können und was nicht? Am Anfang sind wohl alle übermotiviert, erwarten zu viel, legen Wert auf die falschen Inhalte und Schwerpunkte.
    Das muss ja nicht gleich ein Trainerlehrgang sein. Ein Workshop, wo sich die Trainer der jeweils unteresten vier Jahrgänge zusammen mit dem JL austauschen und den neuen entsprechend anleiten würde doch schon reichen... Einmal pro Jahr vielleicht 4 Stunden und man wäre schon einen Schritt weiter...


    Dinge wie:
    du musst unbedingt deinen persönlichen Ehrgeiz an die ganz kurze Kette legen.
    Lass dich von den anderen Trainern nicht kirre machen, die dirigieren und jeden Pass vorgeben
    Sei geduldig.
    Lege jetzt erstmal nur die Grundlagen und nimm in Kauf, dass die Erfolge erst später kommen. Aber dann sind die Kinder auf der Überholspur...


    Natürlich läuft damit nicht automatisch alles besser. Aber die Chancen stünden gut.

    du wirfst mehrere Fragen auf, die man wohl einzeln betrachten muss.


    1. Eltern beschweren sich
    Wenn gleich meherer Eltern bei einem JL vorsprechen, dann würde ich sowohl als Elternteil wie auch als Trainer erwarten, dass es ein (gemeinsames) Gespräch gibt und dass der JL zumindest im Bilde ist, ob der Trainer eher ruhig oder wohlmöglich ein Brüllaffe ist.
    Ich glaube, die meisten Eltern sprechen ja erstmal vor, weil sie die Dinge verbessern wollen, nicht zwingend weil sie den Trainer abschießen wollen (wobei es auch dazu manchesmal gute Gründe gibt). Also zu 3) Diese "Macht" sollte man jedem immer zugestehen. Nur durch Reden lassen sich ja Dinge verbessern und Missverständnisse auflösen, oder? Wenn du beide Seiten hörst, dann wird fix ein Bild entstehen. Und entweder braucht dein Trainer Rückendeckung oder die Eltern einen Vermittler.


    2. Trainer nicht geeignet
    Bei ungeeigneten Trainern werden dir nach und nach die Kinder abhanden kommen. Jeder Trainer hat am Ende das Team das zu einem passt. Ein Lautsprecher hat am Ende wahrscheinlich anders gestrickte Kinder als ein ruhiger Vertreter. Aber wenn du als JL der Meinung bist: der geht gar nicht, dann würde ich intensiv nach einer Alternative suchen. Ich habe schon einige Teams zerfallen sehen, weil die JL zu lange zugeguckt hatte.


    Müssen Kinder (ca. 6-12 Jahre) wirklich mit schlechten Trainern umgehen lernen?
    Stell dir mal vor, dein Kind hätte so einen Trainer. Würdest du das tolerieren? Unterstellen wir mal ja.
    Und jetzt stellst du dir vor, das wäre eine professionelle Fußballschule, du hast viel Geld dafür bezahlt. Die Trainer sind schlecht. Was würdest du jetzt tun? Darf man im Vereinsumfeld keine guten Leute erwarten? Gut im Sinne von nett, empatisch, den Kindern zugewandt.


    Ich bin der Meinung, dass jeder, egal ob jung oder alt das Recht dazu hat, sein Hobby ohne Druch und Theater auszüben zu dürfen. Manchmal muss man etwas suchen bis man das richtige Team gefunden hat. Manchmal muss man auch weiter ziehen, weil die Erwartungen nicht mehr zur Istsituation passen. Aber wenn ich mir normale Kinder in einem normalen Verein vorstelle, dann sollen die doch bitte einfach nur Freude am Spiel und Teamgeist erfahren. Dass dies nur mit gewissen Regeln geht und diese auch schon mal schmerzhaft eingefordert werden müssen, geht einher. Nicht ins Bild passt ein Trainer, der die Kinder anschnauzt, weil etwas nicht so läuft...
    Ob dann das Training den neusten Methoden entspricht oder doch eher so 70er ist, ist da wohl eher zweitrangig...

    Beim Handball waren die hohen Tore in sofern ein Problem, als dass die hohe Bogenlampe ein sehr einfacher Wurf ist und bei den kleinen Torwarten immer ist. Daher hat man die Höhe abgehängt.
    Beim Fußball ist der hohe Schuss ja durchaus anspruchsvoll für die Kinder. Klar wäre es auch hier wünschenswert, wenn die Höhe an die Körperlänge der kleinen Fußballer angepasst wäre. SOOOO wichtig wie beim Handball scheint mir das jedoch nicht zu sein.

    Z.B. wären für viele Vereine bestimmt Reduzierungen von 7 auf 5 Meter Tore interessant ?!

    Das glaube ich nicht, da die großen Tore ja in der Regel fest montiert sind. Die Jugendtore werden permanent durch die Gegend transportiert...


    Generell könnte man ja darüber nachdenken von den Handballern zu lernen und größenangepasste Jugendtore zu nutzen (Bambini/F) aber die 7m Tore zu verkleinern macht meines Erachtens keinen Sinn. Wo würdest du 7m-Reduzierungen auch lagern wollen?

    ja und dennoch gibts bei den Kindern gemeuter, sie wollen wie die großen spielen. Mit Torwart und auf große Tore...


    Ich glaube auch, dass beides seine Berechtigung hat und friedlich nebeneinander laufen könnte. Im Training sowieso!
    Wir spielen im Augenblick sehr viel auf 4 Törchen weil ich häufiger am Anfang des Trainings alleine bin und ich die sauschweren Scheißtore nicht auf den Platz bekomme. (Unsere Torsicherung ist fest installiert :evil: )


    Unsere selbsternannten Torwarte, die wahrscheinlich mit ihren Handschuhen auch schlafen gehen, sind auch immer sauer...

    Hallo,


    das dürfte eher schwierig werden mit der Beschaffung weil das ja eigentlich keiner braucht. (anders als im Handball)


    Warum arbeitest du nicht mit Punkten? Hoch draufgeballert: 1 Punkt, flach in die Ecke: 3 Punkte...

    ich finde das ganz einfach: beim Fairplay-Modus sollen die Kinder selber entscheiden. Wenn ein Kind bisher überhaupt noch nicht angeleitet wurde, welcher Körpereinsatz ok ist und welcher nicht, wie sollen sich die Kinder dann gegen schubsende Kinder zur Wehr setzen?
    Daher sollen die Kinder rangeln und wissen, wie es sich anfühlt, weggedrückt zu werden in Abgrenzung zu der Hand die einen schubst.