Beiträge von Goodie

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    Na, Wunsch und Bedürfnis sind bei Kindern sicher noch sehr weit auseinander.


    Denk mal nur ans Essen. Wunsch: Milchreis oder Lasagne for ever. Das Bedürfnis nach ausgewogener Ernährung ist Kindern vollkommen wurscht. Für die wären auch Schokoküsse oder Popcorn eine ausgewogene Ernährung.

    Es gibt doch Spiele wie "Fischer Fischer wie tief ist das Wasser". Da muss man doch rufen...

    Oder du machst Rechnen-Fangen: zwei Kinder stehen sich gegenüber, du fragst: 4+9 und wer zuerst 13 ruft ist der Fänger... (analog schwarz/weiß-Fangen)

    zu Punkt 7: deshalb wenden sich auch immer mehr vom (geregelten) Mannschaftssport ab und Freizeitmannschaften und Freizeitligen bzw. -turniere wachsen - da ist Lust und Laune noch gefragt

    Ich bin beim Volleyball schon vor 17 Jahren vom normalen Spielbetrieb in den Hobbybereich gewechselt. Warum? Zwei Gründe:
    1. das Mixedspiel. Die Hobbyrunde kann als Damen, Herren oder Mixed Runde gespielt werden. Wobei die Mixed-Leute den absoluten Hauptanteil beisteuern.
    2. Es gibt weniger Spieltage. Diese sind entweder abends zu den Trainingseinheiten oder in Form von kleinen Turnieren. So muss man nicht mehr jede Woche in die Halle.
    Bei allem anderen weicht die Hobbyrunde nicht wesentlich ab. Es ist geregelter Spielbetrieb mit regelmäßigem Training und Schiris. Einige Regeln werden lockerer ausgelegt (in einigen Kreisen braucht man nicht mal einheitliche Trikots) aber ein Deutscher Meister wird auch ausgespielt.

    Beim Fußball ist die Regulierungswut eine riesengroße Spaßbremse.
    Ordnungsgeld wegen nicht eingetragenem Sponsor in der F-Jugend? Die spinnen doch.
    Zweitspielrecht in einem anderen Kreis sollte genauso gehen wie in einem anderen Verband.
    Und das Thema Trainingserlaubnis bei Kindern bringt mich jedes Mal auf die Palme...

    Freundschaftsspiele anmelden?


    Klar kann man immer viel verbessern. Hier im Kreis diskutieren einige wie man ein 0:33 vermeiden kann. Lösungsansätze gäbe es wohl reichlich aber hören die Verantwortlichen hin? Man kommt ja augenscheinlich nicht mal an sie heran.
    Ich habe mich mal direkt an einen Staffelleiter gewandt - uiuiui, das gab Ärger *vogelzeig*


    Na ja, als ich hier im Forum anfing hat mir einer geraten, mir ein dickes Fell anzuschaffen. Das war ein sehr guter Rat.

    Wir hatten einen Todesfall in der Familie und deshalb habe ich das Projekt Funino nicht weiter verfolgen können. Nun wird es zu spät im Jahr und ich würde den Platz nicht mehr bekommen. Also vertage ich mich ins Frühjahr

    Unser Schulsystem bedarf dringend neuer Konzepte und Methoden denn der nötige Output für unsere digitalisierte Welt sieht einfach ganz anders aus als noch vor 40 Jahren. Mir gefällt dazu dieser Artikel aus der GEO.


    Aber ist das in einem Mannschaftssport auch nötig? Ich finde eher nicht. Hier sind die gleichen Tugenden gefragt wie vor 40 Jahren: Teamgeist, Fairness, Pünktlichkeit, sich einbringen in ein Gruppe...
    Das zu individualisieren halte ich für Kontraprodutiv. Es gibt Einzelsportarten für die, die sich nicht unterordnen oder in eine Gruppe integrieren wollen.

    Jeder kommt zum Training wann er will? Weil irgendwer wird schon da sein? Analog einer Muckibude mit 24/7?
    Na von mir aus. Wenn es einen Markt gäbe, warum nicht. Aber ohne mich. Mir ist es nämlich nicht egal mit wem ich spiele. Ich möchte "meine" Teamkameraden um mich. Möchte mich gemeinsam umziehen, klönen, sporteln, siegen/verlieren. Nicht mit irgendwem.

    Gesellschaft hat auch immer was verbindendes. Oder sollte sie haben. Gerade Sport kann da sehr positive Impulse setzen. Ich sehe an dieser Stelle kaum Handlungsbedarf

    kurz nochmal zum Thema "Reiz verlieren"
    Ich hab mal ein Foto von der Medaillenecke meines Juniors gemacht. Das ist die Ausbeute Bambini/F-Jugend. Die ersten wurden ja noch liebevoll aufgehängt aber die letzten nur noch über den Haken geworfen...


    Ich finde Siegerehrungen überbewertet!


    Vor einem Spiel, da hat man Adrenalin im Blut, es kribbelt schon beim Einspielen. Während des Spiels ist man idealerweise fokussiert, außer Atem... mittendrin. Nach dem Abpfiff wird kurz gejubelt und dann? Dann geht man was trinken, plappert mit dem Mitspieler und das Spiel ist allzu häufig schon "vergessen".


    Guckt man sich Siegerehrungen an, dann sind häufig nur die Allerkleinsten noch bei der Sache. Alle älteren Jahrgänge sind genervt, dass sie noch warten sollen. Und mal ehrlich... Einige Turnierleiter spielen nach den Vorrunden nur noch ko-Runden. Wenn ich da im Achtelfinale raus bin, warum soll ich noch 1,5 h aufm Platz umhängen, um unter müdem Applaus ne Urkunde in die Hand gedrückt zu bekommen.


    Wir waren übrigens jahrelang auf einem Turnier, da wurden Preise pro Team aufgebaut und mit Losnummern versehen. Alle Teams haben dann bei der Siegerehrung ne Losnummer gezogen und sind dann eben mit dem ausgelosten nach Hause gegangen. Der Turniersieger durfte als erstes ziehen aber obs der Hauptgewinn oder die Niete war, war halt Zufall! Und lag im Auge des Betrachters... so ne Tüte Gummibärchen ist halt für Viele ein echter Hauptgewinn :D


    War halt ein Erwachsenenturnier und Hauptgewinn war immer eine 5L-Dose Bier

    Hier ist folgendes üblich:
    Bis einschließlich F-Jugend bekommt jeder Teilnehmer eine Medaille. Kommt vor allem bei den Bambinis sehr gut an.
    Ab E-Jugend wird ein Turniersieger ausgespielt und es gibt auch Pokale (meist 3 Stück).


    Fazit aus Sicht einer Mutter ist, dass die Medaillen ihren Reiz total verlieren. Wir haben bei zwei Kindern sicher inzwischen um die 50 Stück zu Hause rumfliegen.
    Aber die Pokale ans Siegerteam verschwinden auch irgendwo in einem Keller oder Vereinsheim. Da hat der Spieler auch nichts von, außer vielleicht ein Erinnerungsfoto Kind/Pokal.


    Ich persönlich tendiere eher zu einem Eis für jeden am Ende des Turniers. :D

    Wir haben die bei den Bambinis übliche Tummelphase einfach noch gar nicht abgeschafft. Die ersten 5-10 Minuten gehören den Kindern, es liegen Bälle bereit und ich nutze die Zeit für Gespräche mit Eltern...

    Ich musste heute soooo an euch denken und habe innerlich echt gelacht.


    Nur 8 Kinder im Training, 6 Blümchenpflücker und zwei Fußballer, das ganze auf Asche... Habt ihr ein Bild vor Augen? Türmchen bauen, Bilder in die Asche malen, alles dabei. "Kommt mal zusammen" - dauerte. Zuhören? - heute hoffnungslos. Eine Übung aufgebaut, die bisher IMMER ALLEN viel Spaß gemacht hat... lief nicht. Na ja, immerhin hat's nicht geregnet.

    Ich bewundere alle die Trainer, die strikt nach Konzept fahren und alles andere egal ist. Ich kann das leider nicht immer. Ich bin kein heiliger, aber ich versuche mein bestes. Manchmal besser manchmal schlechter. Dann tut es mit leid und ich gestehe meine Fehler auch ein.

    Das ganze ist aber auch ein Entwicklungsprozess. Perfekt ist keiner und alle die sich selber reflektieren sind sehr viel weiter als alle anderen!



    Je länger ich mir den Zirkus anschaue, den die Erwachsenen rund um kleine Kinder machen, um so mehr nervt er mich.
    Überengagierte Eltern, Brüllaffen an der Seitenlinie oder das andere Extrem, wo sich die Eltern so gar nicht dafür interessieren, wer eigentlich die Kinder zwei mal die Woche beaufsichtigt...
    Vereine, die schon die talentierten F-Linge einsammeln, um sich hinterher im Erfolg zu sonnen, Eltern die auf dieses Theater reinfallen...


    Kollegen, die es entspannt angehen, fallen mir immer sofort auf, weil sie so selten sind... Ich finde das schade. Hab kürzlich sogar ein Turnier zurückgezogen als ich die anderen Teams sah und dort alle "Experten" versammelt waren.
    Aber mir hilft das Forum, aufm Teppich zu bleiben und festzustellen, dass ich nicht alleine bin. :thumbup:

    Genau das ist mir auch schon des öfteren aufgefallen. Wo der Trainer, Eltern etc wissen, das deren Kinder schwach sind, die sehen das alles sehr locker. Und andersrum natürlich auch, ist aber auch verständlich. Macht euch doch selbst nichts vor.

    Meine Beobachtung ist etwas anders: die besseren Teams ordnen schon viel zu früh alles dem Erfolg unter. Das macht sich zum Beispiel beim Einwechseln bemerkbar. Wenn das Team zur Halbzeit 8:0 führt, darf der dicke Paul rein aber bei einem 3:4? Halleluja!
    Und hier genau machen sich die Trainer der guten Teams was vor... Mein Sohn war in einem guten, gepushtem, erfolgsverwöhnten Team. Er wurde NIE ausgewechselt, wenn es irgendwie eng war. NIE!

    Meine Erfahrung ist, dass es eine Frage der Überwindung ist.


    Probier mal folgendes: die Kinder sollen durch den Raum gehen und immer wenn sie einer anderen Spielerin begegnen sollen sie einander "ich bin die Größte" sagen. Das dürften sie komplett peinlich finden. Und wenn es gut läuft, dann wird es am Ende laute Dialoge geben wer denn nun die Größte ist und wer nicht. (Übung aus der Theaterpädagogik)


    Zweite Übung ähnlich simpel...
    zwei Kinder stehen mit etwas Abstand in Torschussnähe. Anspiel auf eine der beiden Spielerinnen. Die den Ball bekommt ruft laut: "hab ich". Die andere löst sich und erwartet einen Pass mit den Worten "zu mir". Dann Torschuss, Doppelpass (zB mit Namen rufen) oder was auch immer... Im zweiten Schritt auch mit Gegnerdruck...


    Es gibt viele Übungen mit Nachdenken/Reden. Zu zweit hin und her passen, die den Ball hat stellt eine Rechenaufgabe, wenn die Lösung zurückgerufen wird, wird der Ball rüber gespielt. (schwerer: zweiter Ball hin und her werfen, leichter: Finger hochhalten und der andere muss ansagen, wieviele das waren)

    mit der Methode, eine einfache Übung immer weiter zu verkomplizieren, habe ich auch sehr sehr gute Erfahrungen gemacht. Die 2 Min. sollte man sich nehmen, mit einem ganz simplen Teilschritt zu beginnen.


    Ich hab mal in der Halle eine Serie gemacht und eine Übung über 8 Stufen entwickelt. Als mein Mann dazu kam staunte er nicht schlecht ob der Komplexität der Abläufe(Bambinis). In der Woche darauf wollte er die Übung nachstellen und gleich mit Schritt 4 starten. Ich sag nur "Erklärbär am Rande eines Nervenzusammenbruchs" :D Tja, wer nicht hören will, muss leiden und inzwischen ist er grauhaarig.


    Im übrigen kann man die Kinder total gut motivieren mit Aussagen wie "schafft ihr auch..?" oder "aber das ... bekommt ihr nicht hin, oder?"


    Zu dem Thema: Heute alles zu weich...
    Ich glaube, dass man a) seine eigene Kindheit verklärt und b) wir damals (zumindest gilt das für mich) erst viel später überhaupt in den Vereinssport eingestiegen sind. Ich war in der dritten Klasse als ich Handball ausprobierte. Mein Mann ist erst in der D-Jugend im Vereinsfußball eingestiegen...
    Ich habe mal einen Bambinitrainer toben hören: "was für ein Kindergarten hier." Und ich dachte nur: ja, richtig, guck dich um, deine Kinder sind 5 Jahre. Das IST Kindergarten. Benimm dich doch einfach entsprechend...

    Wir hier diskutieren immer wieder die FPL und dass die Ausbildung vor den Ergebnissen zu stehen hat.


    In freier Wildbahn und auch kürzlich in einer Trainer Whatsapp Gruppe sieht es allerdings ganz anders aus: Da wird bemängelt, dass es bei der F-Jugend keine Turniersieger geben darf, dass das Spiel ohne SR Mist sei, man ergötzt sich an einem 19:0 und bei FB liest man Spielberichte mit Begriffen wie Pressing etc bei der F-Jugend.


    Machen wir uns was vor? Sind wir die Insel der glückseeligen? Überziehen wir hier in die andere Richtung?


    Hier sind ja durchaus auch einige, die offen das Leistungsprinzip vertreten. Andere bekommen schon Schnappatmung, wenn man das Wort Leistung in Verbindung mit einer F-Jugend auch nur erwähnt...
    Daher meine Frage: Wieviele Trainierkollegen, die du so kennst, sind der entspannte Typ?

    weisst du was das Kind an diesen Tag bereits intus hatte?


    Welche Belastungen, welche Streitigkeiten(mit Eltern,mit Freunden....)


    Warum zum Teufel kapieren manche trainer einfach nicht, dass auch Kinder ein Leben haben das NICHT mit Fussball zu tun hat, und auch mal aufgrund vorbelastungen, nicht auf Knopfdruck funktionieren???

    Wenn mal ein Kind einen außergewöhnlich schlechten Tag hat... meist sind es aber die immer gleichen Pappenheimer die nie zuhören, nix kapieren und ständig dazwischen quatschen. In einer E-Jugend nervt das dann auch schon die fokusierten Kinder!


    Das ist hier doch der Frustabbau-Thread, da darf das dann auch mal raus!
    Ein Trainer mit 16 Kindern kann schlecht auf 16 Tagesabläufe Rücksicht nehmen. Wie sollte das aussehen?

    • Kevin, du hattest ne gute Note? Dann mach mal erst ein Tempodribbling, zwei Finten und dann nach einer 360° Drehung einen Vollspannschuss ins linke obere Eck


    • Jason, ärger mit Mama? Na gut, dann schieß nur so aufs Tor. Geh schön nah ran und sag dem Torwart, er soll aus dem Weg gehen, damit du auch triffst.

    Wir haben auch 2010er, haben aber noch nicht angefangen, mit Positionen zu spielen. Da wir die Kinder erst neu übernommen haben, stand bisher das Kennenlernen in Training und Spiel im Vordergrund.


    Ich gruppiere die Kinder gedanklich in drei Gruppen: Anfänger - Mittel - Könner.
    Dann achte ich darauf, dass aus jeder Gruppe anfangs einer auf der Bank sitzt. Und nach ca 5 Min. fange ich an, die Kinder innerhalb ihrer Könnensgruppe zu wechseln.
    So kommt es zu deutlich mehr Wechseln als rechnersich nötig. Aber ich kann flexibel reagieren auf weinende Kinder, offene Schnürsenkel, mein Bedürfnis einem Kind was zu erklären, Blümchenpflücker die keine Lust mehr haben usw.
    Je nach Spielverlauf hole ich auch schon mal 2 Spieler der Könnergruppe und den besten der Mittleren vom Platz um an Ende eine Schlussoffensive zu gestalten. Vorallem weil auch diese Kinder ja mal zusammenspielen wollen. Auf dem Feld organisieren sich die Kinder dann alleine. Vorne, Mitte, hinten?


    Da bei uns im Kreis noch in der F2 Spielfeste abgehalten werden, wir also 3 x 20 Min. Spielzeit haben, sind am Ende auch alle genug gelaufen. Ob jetzt alle die exakt gleichen Spielminuten haben ist eher unwahrscheinlich denn beim letzten Spieltag hat sich zum Beispiel ein Kind für 15 Min aufs WC zurückgezogen und ein anderer hatte keine Lust mehr. Ich rufe auch keine Kinder von ihren Eltern zurück ("ich geh was trinken"). So what. :D Spielen halt die mehr, die echt Bock haben. :thumbup: