Beiträge von Goodie

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    In § 10 der Jugenspielordnung steht es... schriftlich per Einschreiben abmelden, eine Nichtzustimmung muss binnen 14 Tagen schriftlich begründet sein (ebenfalls per Einschreiben). Liegt dies nicht vor, gilt die Abmeldung als anerkannt.
    Aber das zieht eben nur ab D-Jugend.


    Ich frage mich ja was den Verein motiviert, 11 Jährigen Steine in den Weg zu legen.


    "Meldet sich ein A-Junior des jüngeren Jahrgangs (bzw. B-Juniorin jüngeren Jahrgangs) bis D-Junior (bzw. D-Juniorin) zwischen dem 01.05. und dem 30.06. eines Jahres ab, wird bei Zustimmung zum Vereinswechsel die Spielberechtigung für Pflichtspiele zum 01.08. erteilt.
    Stimmt der abgebende Verein bei einer Abmeldung in diesem Zeitraum nicht zu, wird die Spielberechtigung für Pflichtspiele zum 01.11. erteilt." Quelle: http://wdfv.de/spielberechtigungen.html
    http://wdfv.de/files/h_jspo_2015_07_01.pdf hier ist in § 17 erläutert, dass eine Saison am 1.8. startet. Somit ist ein 2006er am 30.6. ein E-Jugendlicher.
    Ruf einfach mal in Duisburg an, die können es sicher nochmal genauer erläutern und vielleicht mit dem abgebenden Verein vermitteln...


    Welchen Grund führt denn der abgebende Verein an?

    Hallo Goodie,
    mich würden deine Rangelübungen interessieren.
    Ich habe einige Kinder, die Angst vor Zweikämpfen haben. Spielerisch ist das sehr ansehnlich. Aber gegen körperlich stärkere wird nicht gegen gehalten.
    Wäre prima ihnen die Scheu zu nehmen

    Davon ausgehend, dass einige Kinder keine Brüder zum Rangeln haben :whistling: , muss so mancher den Körperkontakt an sich erstmal kennenlernen.
    daher zum Teil ganz simple Sachen...

    • die Kinder hüpfen auf einem Bein und sollen versuchen, den anderen durch Schulterdrücken aus der Balance zu bekommen. Jeder hat 5 Leben und verliert eins, wenn das zweite Bein auf den Boden musste.
    • zwei Kinder harken Rücken an Rücken mit beiden Armen ein und versuchen sich abwechselnd hochzuheben
    • zwei Kinder greifen sich an den Oberarmen und versuchen den anderen über eine Linie zu schieben
    • zwei Kinder stehen Rücken an Rücken und versuchen sich gegenseitig über eine Linie zu schieben.
    • zwei Teams stehen sich im Vierfüßlergang gegenüber, auf ein Kommando greifen sie sich gegenseitig an und versuchen sich gegenseitig umzuschubsen.
    • je zwei Kinder bekommen einen Bierdeckel zwischen die Schultern und sollen damit eine Strecke laufen. (weitere Durchgänge mit Ball zusammen bzw. gegeneinander und ggf. Torschuss)
    • in einem schmalen Korridor laufen zwei Kinder und versuchen sich gegenseitig aus der Bahn zu schieben (Schulterkontakt, perfekt wenn man noch ne Laufbahn am Platz hat)
    • und diese verlinkte Übung in leicht abgewandelter Form
    • noch nicht versucht weil mir die Kinder dafür noch zu ungeschickt sind: zwei Spieler laufen nebeneinander, auf ein Kommando stoßen sie sich gegenseitig mit den Schultern ab, drehen um 180° und sprinten zurück. Der Sieger bekommt einen Punkt

    Wir machen auch gezielt derartige Rangelübungen und sind sehr sehr streng damit, dass die Hände aus dem Spiel bleiben. Warum? Weil wir der Meinung sind, die Kinder so auch zu schützen. Wenn sie dies kennen und können, dann werden sie von den unfair schubsenden Kindern zumindest nicht "niedergemäht".
    Ähnlich der Übung von Siebener gibts bei uns auch Varianten, wo die Kinder im Lauf Schulter an Schulter den anderen wegdrücken sollen.
    Schieben ja, schubsen nein!


    Blöd sieht das immer aus, wenn der große Kräftige gegen einen kleinen Zwuckel zur Sache geht...

    Einen Punkt hast du ja auch schon selber benannt: die Kindern sind anfangs schnarchig. Das kann den Umständen geschuldet sein, etwa dass sie bei einem Turnier von dem ganzen drum herum geflasht sind oder auch von der Uhrzeit... 10 Uhr morgens, MEINE Zeit ist das auch noch nicht.
    Da hilft nur wecken. Tobespiele etc. sollten die Kinder wachwerden lassen.


    Ich würde mich beim coachen auf wenige Punkte beschränken. Etwa wenn immer Kinder vorne oder hinten stehen bleiben, wenn das Spielgeschehen am anderen Ende vom Platz ist. Hier motiviere ich die Kinder wieder mitzumachen. "Los Paul, spiel mit"
    Ein weiterer Coachingschwerpunkt für mich ist die Schirifunktion. Wenn ein Kind gröber foult, dann hole ich es vom Platz, rede mit ihm und dann darf es nach kurzem Durchschnaufen und beruhigen wieder mitmachen.
    Da wir noch ohne feste Positionen spielen, rotiere ich munter durch. Paul für Fred, Fred für Otto, Otto für Karl und Karl wieder für Paul... So sind alle die gleiche kurze Zeit draußen.

    Eine Typisierung hilft mir persönlich nicht weiter...


    Ich möchte meine Aufmerksamkeit ehrlich gesagt - ähnlich wie es Ersatzbank beschrieben hat - nicht an diese Pappenheimer "verschwenden" und sie somit den motivierten, aufmerksamen vorenthalten. Denn teilen können wir uns alle nicht.


    Manchmal helfen ja Elterngespräche, etwa um die Kinder (noch) besser kennenzulernen. So hatten wir ein Kind, welches uns nie angeguckt hat. Hier half ein Elterngespräch sehr denn eigentlich war der Junge motiviert - es sah nur nie so aus...


    Was mich so gefrustet hat war, dass der angesprochene Vater die Verantwortung an mich delegieren wollte. Ich muss ein sichtlich übermüdetes Kind nur ein bisschen motivieren? Der spinnt doch.


    Ich komme mit vielen Typen Kindern klar. Aber mit diesen rotzfrechen, fordernden Kinder hab ich echt ein Problem. Ich möchte mit den Kindern Spaß haben und nicht die (dringend nötige) Erziehung übernehmen müssen. :evil:

    na ja, ich glaube, man kennt ja seine Pappenheimer. Da muss man nicht direkt sein gesamtes Tun in Frage stellen.
    Wenn ein Knabe alles, immer und ständig in Frage stellt, sich an keine Anweisung ohne Kommentare und Einsprüche halten will und in der Übung dann lustlos/genervt ist, dann hat dieses Kind vielleicht auf kicken aber eben nicht auf Fußballtraining.

    • Warum spielen wir denn jetzt fangen? Das ist ja kein Fußballtraining
    • Wie auf kleine Tore? da kann man ja nicht reintreffen
    • Ich will lieber auf dem Kunstrasen spielen, Wiese ist doof
    • Ich gehe jetzt was trinken. (mitten in der Übung)
    • Wann bekomme ich das grüne Leibchen?
    • Ich will jetzt mit Otto spielen!
    • Ich will auf keinen Fall mit Paul spielen!

    Wohlgemerkt: ein sechsjähriger in einer Trainingseinheit und alles im Kommandoton.


    Geduld ist das eine, ausgenutzt werden etwas anderes. Die Grenze zu finden scheint die Aufgabe zu sein!

    Wir haben gestern nur gespielt. 3:3 auf zwei Feldern. Wenn dann zwei Kinder nicht oder nur extrem lustlos mitmachen, dann nervt das auch die zielstrebigeren Kinder. Eine Lösung weiß ich zur Zeit noch nicht.


    Ich habe den Kindern gesagt, dass sie a) nicht kommen müssen wenn sie keine Lust haben aber b) wenn sie kommen, auch Lust mitbringen sollen.
    Mal sehen, was bei uns die Sommerpause bringt

    Sind Trainer eigentlich billige Babysitter und Animateure? X(


    Mir hat gestern ein Vater ein Kind übergeben, welches hundemüde war. Der konnte kaum die Augen aufhalten. Ich habe dann beide gefragt, ob sie nicht lieber ins benachbarte Schwimmbad gehen wollen und sich dort auf die Wiese legen sollten. Der Vater war aber für diese Form der Kommunikation nicht offen. Ok, dann direkter...
    Ich habe dem Vater dann (ohne Kind) gesagt, dass ich schon häufiger beobachtet hätte, dass der Junge total übermüdet und/oder lustlos ist. Ob das bei ihm eher normal wäre... Die Antwort war dann: was ist schon normal. Man müsse seinen Sohn halt vernünftig motivieren.


    Ich war gelinde gesagt fassungslos und habe nichts mehr antworten können.


    Ein zweites Kind - total lustlos - sagte auf Nachfrage, es müsse kommen, sonst sei der Vater sauer. Ich bin gerade mittelprächtig fassungslos.

    Hast du denn mal mit dem Trainer gesprochen? Was sagt der denn?


    Als Mutter würde ich zum Beispiel erfragen, warum man eine F-Jugend nach Leistung aufteilt (man kann ja auch ähnlich starke Teams bilden) und / oder warum der Junge im B-Team gelandet ist. Manchmal ist die Motivation der Trainer ja gut und richtig - nur nicht gescheit kommuniziert. Vielleicht soll er ja im schwächeren Umfeld ohne die spielbestimmenden Platzhirschen aus sich herauskommen (können).
    Aber hier können wir nur spekulieren.
    Wenn du die Trainer um eine Einschätzung deines Kindes bittest, dann wirst du sicher Auskunft erhalten.


    Beobachtest du die Trainingseinheiten? Wird dort z.B. Zweikampf und Körperkontakt trainiert?


    Wir hatten einen Jungen, der für ein 3/4 Jahr zu uns kam und immer Spaß hatte. Er war ziemlich schlecht aber er war aufmerksam und regelmäßig beim Training. Beim Training war es soweit ok aber beim Spiel hat er sich nach spätestens 2 Min. unter einem Vorwand wieder auswechseln lassen... :D Ich bin mir sicher, dass er irgendwann seinen Entwicklungssprung gemacht hätte. Aber die Eltern hatten leider auch keine Geduld, konnten nicht mit ansehen, dass ihr Kind der schlechteste war. Sie verglichen ihn zum Beispiel mit meinem Sohn, der zu dem Zeitpunkt im dritten Jahr war und immer und ständig mit seinem großen Bruder kickt. Das ist wie Äpfel und Birnen zu vergleichen... Ich finde es schade. Allerdings habe ich die Mutter kürzlich getroffen und sie erzählte mir, dass der Junge jetzt wohl "seine" Sportart gefunden hat. Also alles prima

    Ganz provokativ: Ziele, die nicht messbar sind, sind nicht erreichbar und machen keinen Sinn.


    Die Frage ist auch, wie ich Ziele formuliere. In vielen Seminaren fällt hier das Wort SMART: Spezifisch, Messbar, Ansprechend, Realistisch, Terminiert

    ja ja, und die meisten Ziele sind keine Ziele sondern Maßnahmen zur Zielerreichung... jedes Jahr im Job das gleiche Theater. ISO 9001 etc lassen grüßen.


    Aber bevor ich mich kirre mache, reicht es mir ehrlich gesagt auch, mir am Anfang der Saison einige Dinge zu überlegen, die ich am Ende der Saison signifikant verbessern möchte. Messbar oder nicht ist mir wurscht.


    Innenseitstoß und Ball stoppen, den Trainern bei Erklärungen zuhören, gemeinsame Pausen statt jeder rennt wie er will vom Platz, auf Elternseite eine gescheite Trainingsbeteiligung und kurze Reaktionszeiten auf Anfragen... so was in der Art.
    Wir sind noch dabei, die Kinder kennenzulernen. Die genauen Ziele werden wir später fixieren. Aber ein Vorher-Nachher-Messen wird es nicht geben.

    Was mir auffällt: in den ersten beiden Jahren müssen Familien lernen, was es bedeutet in einem Verein zu sein - daher würde ich diese Diskussion vielleicht weniger an der Altersklasse, sondern an der Dauer der Vereinszugehörigkeit festmachen: im ersten Jahr lernt man sich kennen und weiss wie die anderen ticken und im zweiten jahr kommuniziert man was sich ändern muss und gibt die Chance sich anzupassen. Das gilt für Eltern und Kinder. Wer es dann noch nicht kapiert hat und sich dann noch nicht zum Fußball orientiert, der solltest eben in der Planung entsprechend berücksichtigt werden.

    Oh ja, diese Erfahrung mache ich auch immer wieder. Wenn man erstmal einen Grundstock von Eltern hat, die prompt auf Anfragen reagieren, dann hat das auch für alle anderen Sogwirkung. Aber diesen Flow zu etablieren ist schwierig.