Beiträge von Goodie

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    Also ich rechne das im Vorfeld schon aus aber das ist dann eher ne Größenordnung für mich und ich sitze nicht mit der Stoppuhr da...


    Mein Sohn hat am WE im Jahrgang drüber bei einem Hallenturnier ausgeholfen. 3 AW bei 7:7 und 14 Min. Spielzeit.

    Der Trainer hat die AWs immer 7 Min. sitzen lassen und dann gewechselt. Das hieß aber auch, dass drei Feldspieler durchgespielt haben und ja, das waren immer die selben und seine stärksten. Vielleicht nachvollziehbar aber nicht zwingend sinnvoll.

    Meinen hat er dann in einem Spiel vergessen. Er saß 10 Min. rum und kam nur für die letzten 4 Min. rein.


    Ist das schlimm?

    Jein, denn die Motivation des Kurzen, demnächst dort nochmal auszuhelfen erhält durch diese Unachtsamkeit einen heftigen Dämpfer. Kinder in dem Alter sind sehr feinfühlig was das Thema Gerechtigkeit angeht (und mein Kleiner macht dann auch gerne mal dicht).
    Zum Glück für alle Beteiligten gab es noch ein Spiel. Dort hat er dann die ersten 7 Min. gespielt und da dieses Spiel gewonnen wurde, war dann für den Drops die Welt wieder ein Stück weit in Ordnung.

    nee, das Problem ist nicht dass man orakelt, sondern dass man mit der verschwurbelten Ausdrucksweise nicht zurecht kommt und nachfragt. Ich habe nicht verstanden ob du wissen wolltest wie man deinem Kind helfen kann oder ob man den Verein auf sein geschriebenes Wort verpflichten kann. Wenn du das Respektlos findest - bitte.

    Ich bin raus!

    Ich wäre froh, wir hätten regelmäßig ne Halle. Wir sind einmal die Woche draußen, die zweite Einheit mal in einer kleinen Halle oder auf der (gesperrten) Asche, dann fällt eh aus.
    Ich habe auch vorhin für morgen abgesagt. Am Samstag wurde der F-Jugendspieltag vom Staffelleiter abgesetzt - zu kalt. Ich fand die Entscheidung super. Die hätten sich ja in dem eisigen Wind den Tod geholt...

    erkläre mir doch bitte mal, was du mit deinem Posting hier erreichen willst...


    Hier sind viele Jugendtrainer, die sich austauschen und sich um eine qualitativ gute Ausbildung der Kinder bemühen. Außer einem warmen Händedruck bekommen die meisten hier nichts, ja, viele sind sogar "Vatertrainer",die du ja auch kritisch siehst.

    Du berichtest jetzt von einer Fußballschule im Gewand eines Vereins, bezahlst und bekommst dort nicht die Leistung, die du erwartetst.


    Aber wie sollen wir dir denn helfen? Was würdest du denn erwarten?

    Hallo Vadder,


    dein Posting liest sich so, als ob du sehr sauer/emotional warst, als du es verfasst hast. Mir erschließt sich das Ganze auch noch nicht vollständig.


    Meine Gedanken dazu:

    Generell - wenn man 50 € pro Monat bezahlt, dann ist man in meinen Augen kein Vereinsmitglied sondern Kunde. Und Kunden wollen was haben fürs Geld. Im Fußball sind leider allzuhäufig Siege: Meisterschaften und Turniersiege. Der Dorfverein von nebenan muss min. zweistellig vom Platz gefegt werden... Und dein "Verein" liefert! Meisterschaft - yeah! Die Kinder sollen schließlich im besten Licht dastehen, wenn die ganzen Scouts kommen, um natürlich das eigene Kind für höhere Aufgaben zu entdecken.

    Wenn nun jedoch dein Kind am unteren Ende der aktuellen Leistungsfähigkeit des Teams agiert, dann kann man auf euch verzichten. Der Kader ist ja groß genug. Ich unke mal, dass man die besten vier Kinder des Jahrgangs entsprechend hofiert. Entsprechend blitzt du ja auch beim Vorstand ab. Wahrscheinlich giltst du längst als anstrengend.
    Mentaltraining? Lauftraining? Für 11-jährige?

    Mal im Ernst: warum macht ihr das?

    Fantomas

    Ich verstehe, dass man sich nicht groß erklären mag und auch bei mir dürfen Gastspieler immer anfangen. Dennoch verteile auch ich die Auswechselzeiten gerecht auf alle Spieler.

    50 min *7/9 = 39 min. Heißt jeder Spieler ist pro Halbzeit 6 min draußen. Ich gucke nicht penibel auf die Uhr aber ich achte drauf, alle Spieler pro Halbzeit ausgewechselt zu haben. Da wir die Zeit auch oft zum erklären verwenden, ist sie fix rum und die Kinder dürfen wieder mit machen

    Auch wenn du es gebetsmühlenartig wiederholst: es hilft doch nix. Wir haben das System 7:7 und müssen damit klar kommen.

    Nicht jeder hat den Power und die Zeit, ein neues System aus dem Boden zu stampfen.
    Sollte sich hier binnen 50 km jemand aus der Deckung wagen, bin ich sofort dabei. Aber bis dahin sind wir sicher längst in der D-Jugend...

    Mein Großer hatte schon als Bambini eine feste Position zugewiesen bekommen. Die sechs Positionen hatten Namen wie Affe oder Tiger und der Trainer seinerzeit hat sie mit viel Geduld und Zeit eingeführt und geschult. Damals, als totaler Newbie am/neben dem Platz habe ich gedacht: das machen die ja nett. Und die Minis hatten sich im Spiel wie alle anderen auch nicht um irgendwelche Vorgaben geschert.

    Im Laufe der Zeit (schon ab Bambini-Altjahrgang) kristallisierte sich immer mehr heraus, dass die Kinder auf ihre Positionen beschnitten wurden. Es durfte keiner mehr aus seinem "Tanzabstand" heraus. Mein Sohn wurde immer gefrusteter, bis zur totalen Blockade und dem nötigen Vereinswechsel vor einem Jahr als F-ling.
    Es hat mehr als 2 Monate gebraucht, ihm beizubiegen, dass ihm in der neuen Mannschaft der ganze Platz gehört. Dass er durchaus den Ball hinten links holen und sich bis vorne rechts durchdribbeln darf.

    Dennoch sehe ich in einer Aufteilung wie 3-3 mehr Chancen als Risiken. Während die guten Spieler ohne jedes System sehr wohl ihren Platz finden, stolpern die schlechten übern Platz und wissen überhaupt nicht was sie machen sollen. Meine Beobachtung jedenfalls war, dass es die Schwächeren leichter hatten weil die Aufgabe überschaubarer ist. Auch folgt bei uns die Einteilung zur Zeit definitiv den Vorlieben der Kinder. DenSen nennt es Komfortzone, das trifft es wohl sehr gut.
    Dazu kommt, dass die Kinder jetzt in der ersten oder zweiten Klasse sind und aufm Schulhof mit den älteren zusammen kicken. Da bekommen sie sehr wohl schon genaue Aufgaben. Sie kennen das durchaus.

    Als ich den Kinder erstmals gezeigt habe, welche Möglichkeiten es gibt (3-2-1, 2-2-2, 3-3) waren alle sehr interessiert und haben gut und aufmerksam mitgemacht. Für mich ebenfalls ein Zeichen, dass es Zeit ist, ein Schrittchen(!) weiter zu gehen.

    In der Tat sehe ich viele Teams, die ihre wenigen Linksfüße immer nach links stellen.


    Ich habe auch am WE einem D-Jugendspiel zugeschaut und dachte: wie langweilig, die armen Kinder. Aber mein Herz schlägt eh für die Kleinsten.

    Gehen wir von einem etwa 40 jährigen Trainer ( oder auch Elternteile) aus, der damals zu seinen aktiven Zeiten von einem 40 jährigen trainiert würde. So entspricht seine Grundvorstellung vom Fussball etwa der Taktik der Nationalmannschaft von 1990- 1996

    =)=)=) Yeah, 10 Punkte für mich! Ich kann gar nicht kicken. =)=)=) 
    Ich habe mein Wissen von vielen Beobachtungen am Platz und hier ausschließlich beim Kifu, vom Trainerlehrgang, aus Büchern (DFB-Ausbildungskonzept, Horst Wein), durch den Austausch mit anderen Trainern vorallem hier :thumbup:und von Internetseiten mit Übungssammlungen.


    Ich hatte schon vor rund 14 Jahren beim Volleyball gelernt, dass Kindervolleyball nur sehr sehr wenig mit Erwachsenenvolleyball zu tun hat. Auch hier musste ich mich vollkommen neu einlesen und die Dinge anders ausprobieren, nämlich so, dass sie vermittelbar sind. Hilft ja den Kindern nicht, wenn ich es kann...

    Und so sehe ich das beim Kifu auch. Kifu ist was ganz eigenes. Das kann (und muss) man lernen.



    Dass Kinder aus dem TV nix lernen, stimmt auch nur bedingt. Gerade bei den hochklassigen Spielen kann man Rudelbildung beim Abschlag sehen, wo auf einmal 20 Spieler auf den 120m² stehen wo der Ball aufkommen wird und dann wieder ausschwärmen. Wo beim Angriff eine Feldhälfte komplett verwaist ist weil alle mit aufrücken und mit 10 Mann ähnlich wie beim Handball versucht wird, die Abwehrriegel zu durchbrechen. Nur ist es hier nicht einer am Kreis sondern min. zwei Viererketten.

    Update:

    Wir hatten das erste FS mit der für uns neuen Zuordnung. Eigentlich sogar komplett ohne vorheriges Training. Wir hatten nur vor dem Spiel nochmal auf die Eckpunkte verwiesen, die wir im Training besprochen hatten.

    • alle greifen weiterhin an, alle wehren ab
    • der letzte Mann hat idealerweise unser Trikot an und steht nicht am Ende des Feldes sondern am Ende des Spiels
    • euch gehört weiterhin das ganze Feld. Wenn ein Abwehrspieler Platz nach vorne hat, dann los! Nur kommst du halt jetzt anschließend wieder zurück in die Abwehr und bleibst dann nicht vorne. Und umgekehrt gilt das für die Stürmer natürlich auch.

    Was soll ich sagen? Das hat super geklappt. Für den ersten Versuch war ich mehr als zufrieden. :) Zu besagtem Rumstehen kam es bei uns definitiv nicht. Die Eingriffe, die wir Trainer vorgenommen hatten, waren moderat und für die Kinder hilfreich.


    In der ersten Halbzeit haben wir auf eine exakte Zuordnung verzichtet und nur das 3:3 angewiesen. Für die zweite Halbzeit wollten die Kinder dann explizit wissen ob sie rechts, links oder Mitte sein sollten.

    Vielleicht ist aber genau dieses "dann mach ich nicht mehr mit" ein bei euch gangbarer Weg...


    Was würde denn passieren, wenn eure Kinder im zweiten Durchgang genau das gemacht hätten? Einfach auf den Boden setzen und sagen: "wir machen nicht mehr mit". Dann können die anderen ungestört 20 Tore machen und sich wundern. Und wenn der gegnerische Trainer nix mehr zu brüllen hat ist wenigstens Ruhe an der Seitenlinie.



    Ist das bei euch im Kreis jetzt eigentlich die offizielle Liga oder ein nebenher geduldetes Projekt?

    Was für ein komischer Tag...

    ich muss etwas ausholen... Vor Karneval haben wir mit den Kindern besprochen, dass wir künftig mit einer Abwehr- und einer Sturmreihe spielen wollen. Leider ergab sich bis heute keine Gelegenheit, das auch in die Tat umzusetzen. (Trainingsausfall, Hallentraining in kleiner Keksdose...) Heute hatten wir ein FS und ich dachte mir, egal, ich ziehe das jetzt durch.
    Also haben wir die Kinder eingeteilt und losgeschickt. Bei jedem Wechsel habe ich mit jedem Kind gesprochen, erklärt und gezeigt. Aufm Feld haben wir dann immer wieder die Kinder angesprochen, gefragt, welche Position sie haben und ob sie richtig stehen. Für den ersten Versuch waren wir sehr zufrieden. Natürlich gibts noch viel zu tun aber auf Nachfrage nach dem Spiel sagten die Kinder, dass das so leichter gewesen wäre... Erfolgreich war es auch noch, wir haben das Spiel gewonnen - davon war aber auszugehen.

    Schon in der Halbzeit kam besagter Vater zu mir und lobte mich auf einmal. Ich war erstmal erstaunt und dachte ok, der will vielleicht auch das folgende Gespräch positiv vorbereiten. Nach dem Spiel war er aber immer noch total gut drauf und er sagte, das sei super gewesen. Und mit dem Spiel hätte sich das Gespräch im Grunde schon erledigt.


    Ihm war es wohl hauptsächlich um ein Spielsystem gegangen (was er ja sehr wohl als Zuschauer bei den Gegnern gesehen hatte) und hatte nicht mitbekommen, dass das schon im Gange war.


    Auch unsere Einflussnahme von außen hatte ihm gut gefallen.


    Wer hätte damit heute morgen gerechnet... :saint:

    Ich habe ihm gesagt, dass wir uns über alles unterhalten können, Grundlage aber das Ausbildungskonzept des DFBs ist.

    Mein Mann hat den C-Schein, ich den Kifu-Teamleiter.


    Na ja, ich höre mir das nachher an und dann sehen wir weiter.


    Was uns die Sache echt erschwert ist, dass man Woche für Woche diese Teams sieht, wo zwei Ausputzer hinten stehen bleiben (müssen) und diese Teams haben dadurch große (Ergebnis)Vorteile haben.

    Die Teams gewinnen aber vorallem weil sie laufstärker und fleißiger sind - zum Teil eben auch durch sehr "engagierte" Trainer nach vorne gepusht. Unsere Kinder sind in Summe zu gemütlich. Viele Kinder kommen nur, weil es nett ist, nicht weil sie für den Fußball brennen. Wenn sie den Ball verlieren, dann isser halt weg... Die spielen dann auch noch Tennis, Hockey, Gitarre oder Harfe... (ok, letztes wohl eher nicht)