Beiträge von Goodie

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Kopfballtraining für diese Altersklasse ist in meinen Augen Körperverletzung. Da bin ich total kleinlich. Der Mensch ist kein Specht! Das Gehirn ist empfindlich und es gibt absolut gar keinen Grund, warum man es mutwillig gefährden sollte.
    In Amerika wird das Thema Enzephalopathie im Zusammenhang mit Sport (vorallem Football) zur Zeit hoch- und runter diskutiert, z.B. ein Bericht hier

    http://www.wn.de/Freizeit/Ratg…aeden-bei-Football-und-Co


    Fallrückzieher: in der Halle auf dicken Weichbodenmatten sicher ein großer Spaß, draußen auch ein no-go mit der F

    Ich glaube, da gibts kein richtig oder falsch. Das dürfte hauptsächlich vom Spielertyp abhängen. Wir werden, wenn wir das jetzt mal zusammentragen würden, sicher für alle Fälle gute Beispiele finden können.


    Selbst im viel diskutierten Schulumfeld ist man sich ja nicht einig, ob gemeinsames oder selektiertes Lernen besser ist...

    Ein Grund ist nach meiner Meinung häufig die fehlende Begeisterungsfähigkeit und geringe Motivation der sportlich Verantwortlichen.

    ja, da gebe ich dir recht. Ein Trainer, der es halbherzig macht, ist eine schlechte Wahl...

    Sicherlich sollte das Hobby auch Spaß machen, aber reine Spaßtruppen werden den Spaß relativ schnell verlieren.

    Nach meiner Ansicht sind in den älteren Jahrgängen nicht die hier so häufig angesprochenen Schreitrainer das Problem, sondern diejenigen die das Fördern und Fordern aus Bequemlichkeit und Konfliktvermeidung fast gänzlich einstellen und den schlechten Ausbildungszustand lediglich verwalten.

    Warum wird eigentlich Spaß immer mit Beliebigkeit gleichgesetzt?
    Ein intensives Training kann Spaß machen oder eben auch nicht, je nach Gestaltung. Definitiv hat das aber nichts damit zu tun, Fördern und Fordern sein zu lassen.

    Zieh doch mal den Vergleich zum Job heran. Mein Job macht mir Spaß. Ich gehe gerne arbeiten. Und ich bin fest überzeugt, deshalb leistungsfähiger und leistungswilliger zu sein als so mancher, der sich mit langen Zähnen morgens zur Arbeit schleppt. Wir machen kurze Pausen, erzählen, lachen und machen dann konzentriert weiter. Unser Chef käme nicht auf die Idee, die Teeküchengespräche zu unterbinden, um alle wieder an die Arbeit zu scheuchen. Er weiß, dass gerade an der Kaffeemaschine wichtige Infos ausgetauscht werden und kreative Ideen geboren werden. Und ja, manchmal hinterfragen wir Entscheidungen vom Chef weil wir wissen, dass das schlechteste Team immer noch mehr kann als der beste Einzelkämpfer. Dennoch erkennen wir ihn als Chef an und wenn er sagt: "schluss jetzt, da lang!" dann folgen wir ihm.

    Und beim Hobby soll das nicht gelten? Da muss alles streng nach Trainingsplan laufen, ohne Raum für Späßchen? Weil man sonst wichtige Trainingszeit verschwendet?
    Sicher, Kinder muss man anleiten, wann es Zeit ist, die Kaffeetasse wieder hinzustellen und zurück an die Arbeit zu gehen aber die Päuschen haben wir alle verdient. Tummelphasen, kurze Auflockerung- und Tobespiele mittendrin, Abschlussspiel. Das sind die Kaffeepausen...
    Und es ist einfach ein Unterschied, ob ich zu einem Kind sage: "Auf geht's, Kevin-Rüdiger, bei nächsten mal hast du den Ball." oder "Boar Kevin-Rüdiger, du bist so lahm, du wirst den Ball nie bekommen"

    Selbst die Profis im TV sagen total häufig: ich geh jetzt raus auf den Platz und habe Spaß...

    Guter Hinweis. Allgemeine Ballsportgruppen im Alter von 3-5 und 6-8 fände ich prinzipiell auch sinnvoller, als dass alle schon um die Vierjährigen buhlen... Und ob es dann Hand-, Fuß-, Basket- oder Volleyball wird, wäre dann ja egal.


    Ich gedenke ja, wenn mein Kleiner in die E-Jugend kommt, meinen Platz zu räumen und habe schon häufiger dran gedacht, Bambinis o.ä. zu machen aber eine allgemeine Ballsportgruppe ist fast noch attraktiver. Da muss ich mal drüber nachdenken! :S

    joh, hab ich auch schon genau so live erlebt. Und natürlich ist das von einem Vater gekommen, dessen Sohn definitiv einer der Rabauken war. Erziehung kann man aber nicht an Trainer delegieren!!!
    "die müssen mal härter durchgreifen!" What? Nein - erzieht eure Kinder vernünftig, dann muss niemand im Hobbybereich irgendetwas sanktionieren!

    Ich habe es durchaus schon erlebt, dass die Kinder/Eltern mit den Füßen abgestimmt haben und vor einem Trainer geflüchtet sind. Aber besagter Trainer ist immer noch im Amt. Wahrscheinlich sieht er diese Fluktuation als normal an.

    In der E spielt man hier so ne bekloppte Mischform. Zwar mit Tabellen aber ohne SR. Meist klappt es aber ein Spielleiter, der die Kinder eher ermahnt als sanktioniert wäre inzwischen wünschenswert.

    Vereinsfußball ohne Ehrgeiz geht in meinen Augen gar nicht - das ist verschwendete Zeit für Trainer und Mädels.

    Dem halte ich entgegen: Vereinsfußball ohne Spaß geht in meinen Augen gar nicht - das ist verschwendete Zeit für Trainer und Mädels.

    Und wenn Trainingsstart z.B. 19.00 Uhr war, sollten die, die schon da sind, sich locker warm machen. Wenn das schon verkehrt erscheint, mmmmh... ??!!!

    Hast du mal überlegt wie das auf die Mädels wirkt? Wahrscheinlich sind die immer gleichen 8 pünktlich. Zur "Belohnung" dürfen sie dann langweilige Runden laufen und sollen sich dehnen. (Dehnübungen würde ich in der Alterklasse gar nicht machen, eher was in Richtung Stabilisierung) Dann kommen nach und nach die anderen, schludern wahrscheinlich beim Warmmachen und dann beginnt das eigentliche Training.
    Wenn es so nicht geht, musst du mal was anders machen! Die Mädels, die pünktlich sind sollten was davon haben! Du könntest sie direkt im Kleinfeld mit Dribbeltoren spielen lassen und die zu Spätkommer müssen warten. Kurz vor Ende schickst du diese dann laufen. Und für jedes geschossene Tor dürfen die, die zuspät gekommen sind, je ein Situp machen o.ä. Dann sollte die Motivation steigen, pünktlich zu sein.

    Jahrelang hatte ich Trainer, die dieses Motivationsbefreite Aufwärmen gemacht haben! Ich habe 33 Jahre Vereinssport betrieben, 2-4 mal die Woche und jedesmal fing es mit dämlichen Rundenlaufen an. Und ich habe es jedesmal gehasst.

    Soccerpark o.ä. habe ich sogar gerne gemacht... sie sollten sehen: oh, da hat ja jemand Bock... der kümmert sich. Das das nicht gewertschätzt wurde, finde ich umso fragwürdiger. Ich persönlich hätte mich wie Bolle gefreut, wenn das ein Trainer gemacht hätte.

    ja, aber genau das meine ich. Du planst nach DEINEN Bedürfnissen/Wünschen und nicht nach denen vom Team. Wenn es dir nicht gelingt, das Team mit auf DEINE Reise zu nehmen, dann kannst dich eben nur auf die des Teams einlassen oder aufgeben.

    Viele sehr sehr motivierte Trainer glauben mehr bringt mehr. Ich bin der Meinung, dass Pausen sinnvoll und gut sind. In den (kleinen) Ferien etwa trainieren wir nicht (mehr). Wir haben einfach gemerkt, dass die Familien Phasen ohne Termine brauchen. Und auch ich schicke meinen Großen nicht zum Training. Diese Auszeiten machen den Kopf wieder frei und lassen die Lust aufs Hobby wieder aufleben.
    Unser Platz ist im Winter ne Vollkatastrophe und muss nach jedem Schauer gesperrt werden. Dennoch sind alle Kinder wieder da, sobald es weiter gehen kann. Ich habe mir auch überlegt, ne Soccerhalle zu buchen aber ehrlich? Der Aufwand ist viel höher und würden die Eltern/Kinder das honorieren? Nicht so sehr wie der Aufwand höher ist. Daher lasse ich das.

    Hallo,


    ich habe mal einige deiner Zitate rausgesucht und bewußt aus dem Kontext herausgezogen, weil sie glaube ich das Problem widerspiegeln.

    • bei schlechtem Wetter ging es auf meine Kosten auch öfter mal in die Soccer-Halle.
    • wir hatten 3 x Training die Woche, wobei es das Ziel war, dass jede mindestens 2 x die Woche zum Training kommt
    • Beim ersten Turnier hatten wir Erfolg und wurden zweiter. Danach wurden die Anweisungen einfach nicht mehr umgesetzt (und die Ergebnisse wurden schlechter).
    • Wir wollten z.B. einmal eine andere Sportart machen... einfach, um mal für ein bisschen Ausgleich zu sorgen. Da kamen dann solche Antworten der Eltern wie "ne, die Samstage sind der Familie vorbehalten"
    • Ich habe aber gesagt: mit Vollgas umziehen und raus auf den Platz.
    • Aber es heißt ja immer, dass ich zu schnell unzufrieden bin - von den Eltern und den Mädels.

    Ich glaube, dass die Ziele und Vorstellungen des Teams (Mädchen & Eltern) nicht mal ansatzweise mit deinen konform sind. Und auch auf mich strahlst du sehr viel Erwartungshaltung aus.

    Neben der Komponente Pupertät (da kenne ich mich zum Glück noch nicht aus :-D) dürfte dein Team zur Zeit ein eher ambitionsloses Team sein. Die Mädels wollen wahrscheinlich einfach nur mit Spaß kicken.

    Mit alleinigem Warmlaufen, dehnen, passen kommt definitiv kein Spaß auf. "Und wenn ich als Spielerin das Montagstraining absage, dann komme ich auch nicht freitags denn da hab ich Flöte oder den einzigen Tag in der Woche wo ich meine Freundin treffen kann. Außerdem muss ich eh noch Hausaufgaben machen und wenn ich zu spät komme, werde ich sowieso angemeckert, dann kann ich auch gleich zu Hause bleiben"

    Wenn du noch nicht aufgeben willst, würde ich vorschlagen, du gehst mal vom Gas und steigst vielmehr mal tüchtig auf die Bremse.


    Zwei mal die Woche Training, fertig. Beginne das Training bewusst mit einer Tummelphase. Gib Bälle raus, vielleicht noch einige Minitore und baue in Ruhe auf. Die ersten 5-10 Min. sollten dem Ankommen dienen. Mädchen MÜSSEN sich erstmal austauschen. Das ist genetisch, da kannste nix machen. Einige werden diese Zeit auch nutzen, um zu spät zu kommen. Diese Spieler bekommen nette Aufgaben wie Bälle aufpumpen, am Ende aufräumen, Kabine fegen...
    Vergiss warmlaufen, dehnen und passen... Lass dir was einfallen... alles kann und sollte schon mit Ball oder in Form von kleinen Spielen sein.

    Staffelläufe, Fangen spielen, - mit und ohne Ball - all dieser Kindergartenkram funktioniert auch mit älteren sehr und warum sollte man es lassen? Steigere langsam die Intensität und lasse Wettkampfformen einfließen.

    Sind deine Sprints in Form von Wettläufen? Wenn nein, dann führe so oft wie möglich Punktwertungen ein.

    Greife erstmal auf ein Grundgerüst von ca. 10 (Lieblings)Übungen zurück und gib diesen Namen. Dann kennen die Mädels die Übungen nach einer gewissen Zeit und können diese einfacher befolgen. Und du ersparst dir lange Erklärungen die im dümmsten Fall eh vom Ohr zum Hirn hängen bleiben. Da können ruhig mal vier von fünf Übungen den Kindern schon bekannt sein. Und in deren Verlauf baust du dann Variationen ein.

    Keine Aktionen aus eigener Tasche (Soccerhalle). Wenn dann nur über Umlage. Dann bekommt es auch die richtige Wertigkeit und wenn das Team das nicht mitträgt, dann lass es. Ebenso wie jede weitere Aktion, wenn sie nicht aus dem Team selber kommt und vorgeschlagen wird.

    Und ganz wichtig: steck dir Ziele.
    "Kann ich mit geänderten Vorzeichen die Kinder bis Ende Mai erreichen?" Wenn nicht, dann lass es sein und gib deinen Posten zum Ende der Saison auf.
    "Habe ich noch Spaß an der Sache?"

    Falls du das machen solltest und falls du das Team wieder erreichst, kann man dann zur neuen Saison besprechen, dass das Training künftig 10 Min. eher anfängt... Damit verlagerst du die Tummelphase dahin wo sie bei älteren hingehört: vor das Training.



    Kannst du mit meinem Geschreibsel was anfangen?

    Hallo Oschikuru,

    herzlich willkommen hier.

    magst du noch ein paar Infos dazugeben?
    Wie alt bist du? Die wievielte Trainerstation ist das? Bist du ein Elternteil oder nicht mit dem Team "verbandelt"?

    man erreicht einfach nicht jedes Kind, dieses Gefühl hab ich auch.
    Ich habe ein Träumerle (8), der verschläft jeden Start für einen Wettlauf. Angesprochen, Besserung gelobt, nächsten Start wieder verschlafen. Was macht man mit solchen Kindern? Weiter hoffen?


    @zu der Kluft

    Ich will keinem hier was unterstellen (!!!) aber viele Trainer setzen in den Spielen die Schwächeren eben doch weniger ein. Eigentlich müssten die eher mehr spielen, damit sie anschließen. Ich finde das traurig, dass man das aus den Köpfen vieler Trainer einfach nicht rausbekommt weil man damit das Problem definitiv verstärkt.


    Ich bekomme jetzt einen Jungen aus der F1 in die F3. Der würde nicht mitkommen. Klar ist der kein Leistungsträger aber ein normal pfiffiges Kind. Der wird sich schon entwickeln... Aber eben nicht, wenn man ihn nur max. 5 Min. mitspielen lässt und der Junge dann total verunsichert in der Abwehr steht und nicht weiß was er machen soll. Bei mir gestern im Training hat er direkt munter und aktiv mitgemischt. Nur... im Sommer muss er in die E-Jugend. Wohin dann mit ihm?


    Wir haben auch einen "Kleinfeldkoordinator" der zwar nach außen hin sagt: "die kleinen sollen einfach alle nur spielen, kein Druck" aber tief in seinem Inneren hat er sehr wohl die Leistungskappe auf, sonst würde er die F1 Trainer an die kurze Leine nehmen und diesen Spuk unterbinden. *nerv*
    So einen Train-the-Trainer könnten die gut gebrauchen. Das DFB-Mobil wäre schon mal ein Anfang aber den bestellt ein ausgebildeter Trainer der Bambinis ins Haus... echt deppert! Könnte man das mal koordinieren?

    wir hatten übrigens mal an einem Kindergartenturnier teilgenommen. Zuvor gabs 5 mal Training auf einem benachbarten Platz. Rund 1/3 der Kinder waren Mädchen. Viele wollten nur dem Kigaalltag entkommen und zeigten dann beim Training wenig Interesse. Die meisten haben nur an der Balustrade rumgeturnt und haben nicht mitgemacht. Beim Turnier selber jedoch, mit Trikot und so lustigen Pippi-Langstrumpf-Socken ;) waren auf einmal alle dabei und wollten auch aufs Feld. Hängen geblieben ist jedoch nur ein Mädchen. Irgendwie deckt sich das. Mal ist Fußball schön, regelmäßig vielleicht eher (noch) nicht.

    Und für einen Tag des Mädchenfußballs läuft aktuell die Bewerbung

    Das verstehe ich nicht. Plant ihr ein großes Event mit dem Verband/Kreis? Ich dachte eher an was vereinsinternes. Datum festlegen, Plakate aufhängen (Schulen, Kindergärten, Edeka etc.), Eltern bitten, die Sportlehrer anzusprechen um das zu bewerben und hoffen, dass mehr als 2 kommen.

    Was meint ihr denn zu den Punkten Ernährung und Schlaf?

    ich bin so ausm Bauch raus der Meinung, dass das in der E noch keinen Anteil haben sollte. So wichtig sollte Fußball noch nicht sein, dass man sein gesamtes Leben darauf ausrichten sollte. Klar, als Gag kann man mal freitags sagen: "Heute früh ins ins Bett, wir haben morgen ein wichtiges Spiel" aber wirklich ernst sollte man das doch noch nicht nehmen, oder?

    Vielleicht hilft dem Spieler eine kurze 5 Min. Pause nach 3/4 des Spiels um sich für den Endspurt zu wappnen.
    Ich sage den Kindern immer: ausgeruht wird sich draußen. Solange noch wild gewechselt werden kann, werden wir das auch immer nutzen. Und da bei uns dann niemand für den Rest draußen stehen muss, haben die Kinder inzwischen so viel vertrauen, dass sie auch zur Seite kommen wenn sie außer Puste sind. Aber sie fragen immer auch nochmal nach "komm ich gleich wieder rein?" - =) sicher ist sicher =)