Beiträge von Goodie

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    Zumal, wie oben auch schon geschrieben, dir nichts besseres passieren kann als das Kinder in diesem Alter mehr als nur Fußball kennen lernen. Diese Kinder können sich in der Regel besser bewegen, Bälle besser einschätzen usw. Je nach weiterer Sportart.

    na ja, das ist ja alles schön und gut aber wenn im Verein A ein Training und im Verein B ein Spiel ansteht, dann sollte das Grundverständnis sein, dass man zum Wettkampf geht.

    Im Grunde muss man da gar nicht auf die Kinder sondern auf die Eltern sauer sein. Nach meiner Erfahrung gibt es da zwei Grundtypen:

    Eltern, die selber Mannschaftssport kennen und mögen und ihren Kindern Werte wie Zuverlässigkeit im Sport auch vermitteln und die, denen das im Grunde am Allerwertesten vorbei geht. Die bringen die Kinder zum Fußball, wollen damit ansonsten aber möglichst wenig zu tun haben. Denen ist es auch aus tiefstem Herzen egal, ob es Fußball, Judo oder Minigolf ist. Da bekommt man dann auch am Ende einer Saison noch Fragen wie: wie lange dauert denn das Spielfest? Antwort: so ca. 90 Min - wie jedesmal!
    "muss das denn sein? Wenn Samstags ein Spiel ist, müssen wir doch nicht sonntags noch auf ein Turnier."

    Blöd nur, dass der Aufwand schon sehr früh stetig ansteigt. Wenn du hier Eltern hast, die nicht mitziehen, benötigst du einen Kader von locker 16 Kindern, damit das funktioniert...




    Kindergartenkinder sind häufig bis 15 oder sogar 16 Uhr in einer Einrichtung. Dort ist es wuselig und laut. Vielen Kindern ist nach einem langen Tag einfach auch mal nach Ruhe.
    Meine Kinder hatten als Bambini zwei mal Training und sie wollten noch weiter zum Handball. Dazu Schwimmkurs. Da hab ich dann gestreikt und Handball wurde gestrichen. Allerdings hatten unsere Kinder hier auch ne Menge Auslauf, immer andere Kinder draußen und viele Platz für Fahrradfahren u.ä.
    luibo Ich finde unangeleitetes Spiel auch ziemlich wichtig!

    Ich habe zur Zeit einen C-Jugendlichen als Helfer. Er macht einProjekt seiner Schule mit und muss dabei 50 Sozialstunden ableisten. Das läuft gut, weil ich ÜBERHAUPT keinen Anspruch an sein Schaffen habe. Ich freue mich, wenn er da ist und wenn er keine Zeit hat, ist das auch ok. Er ist ein ruhiger, netter Junge.
    Es fällt ihm schwer, Verantwortung zu übernehmen und er verliert schnell den Fokus. Versuche, ihn eine Einheit oder auch nur Teile davon alleine anzuvertrauen, sind eher gescheitert. Was ihm aber großen Spaß macht ist, die Übungen mitzumachen und so als "großer Bruder" das Geschehen mitzugestalten. Die Kinder orientieren sich dann an ihm, insofern finde ich das ganz ok. Ich habe ihm auf den Weg mitgegeben, dass er unsere Übungen mit seinem schwachen Fuß machen soll, dann hätte er auch noch was davon. Das hat er angenommen und ist deutlich ballsicherer geworden.

    Der Altersabstand ist aber deutlich größer als bei euch. Ich könnte mir gut vorstellen, dass die Spieler einen fast gleichalten nicht unbedingt als Instanz anerkennen.

    Wir hatten das seinerzeit gesteigert...
    Anfangs 1 x 60, dann 2 x 60 und im letzten Jahr 1 x 90 + 1x75.
    Das war aber auch so ne Vollblutfußballertruppe...


    90 Min sind schon sehr lang. Nach etwa einer Stunde hatten wir gezielt nochmal unspezifische Spiele eingestreut wie Schlafkönig, Möhrenziehen oder anderen Blödsinn. Im Grunde war das eher ein 75-Min.-Training mit Zusatzpausen. Man kam mit einem sehr ähnlichen Programm auch mit den 75 Min. zurecht

    Irgendwann gibt man so manches Untalent auch der Lächerlichkeit preis, wenn man sie ins Tor beordert. Das widerstrebt mir total. Im jungen Jahrgang F mag das gerade noch so angehen, nächstes Jahr möchte ich das nicht mehr.

    Bei uns wollen zwar viele aber längst nicht alle können. Wenn man ein Spiel 0:5 verliert weil sich der TW fünf mal nicht bückt, dann ist das schon bitter, vorallem für die Mitspieler, die auf dem Feld rackern.
    Wir wollen uns deshalb nächste Saison auf 4 Kinder für die Spieltage konzentrieren.

    Ich würde daher unbedingt das weitere Gespräch suchen. Auch wenn er nicht mehr hilft sollte euch auch kein Schaden daraus entstehen

    Von Außen betrachtet gebe ich dir freilich recht. Aber die Erfahrung zeigt, dass man so manches mal mit Gesprächen die Positionen nur verhärtet und es dann leider doch nicht zu mehr Verständnis führt.


    Ich hätte vor 1,5 Jahren meinen Co nicht mit den besten Worten davon überzeugen können, dass jener Vater verlogen ist und dass man ihn selber als nützlichen Idioten benutzen wird. Dass man ihn mit der Entwicklung komplett überfordern wird (zwei Teams zusammenlegen mit insgs. 25 Kinder) und ihn damit alleine lassen wird.


    All dies ist genau so gekommen aber diese Erfahrung musste er halt selber machen.


    Wir haben gestern abend spaßeshalber gesagt: wir sollten gemeinsam in den rivalisierenden Dorfverein wechseln, alle von vor 1,5 Jahren anrufen und mit der alten Truppe weiter machen... Wird so sicher nicht kommen aber ein reizvoller Gedanke ists allemal.

    Der Förderverein unserer Grundschule nutzt das. In 1,5 Jahren sind dort 1650€ zusammengekommen. Die Auszahlung dauert zum Teil sehr lange aber inzwischen sind über 900 € überwiesen worden.
    Man muss die Nutzung halt bei seinen Mitgliedern immer wieder bewerben. Aber 900€ für nix tun finde ich schon gut!

    Seit nunmehr 1,5 Jahren läuft dieser Beitrag... und wisst ihr, mit wem ich heute auf ein Bierchen am Fußballplatz saß: mit besagtem Co-Trainer aus dem Ausgangspost, der sich seinerzeit von einem Vater hat aufstacheln lassen.


    Dieser Vater hatte ihm das blaue vom Himmel versprochen, gehalten hat er nichts. Inzwischen hat auch dieser Co gefrustet hingeworfen und meinte: hätte er mal genauer hingeschaut, schließlich hätten wir ja mit diesem Vater auch nur schlechte Erfahrungen gemacht.


    Ich bin nicht schadenfroh oder so... wir haben vielmehr gemeinsam bedauert, was dort kaputtgeschlagen wurde. Denn die alte Truppe war ein geiler Haufen fußballverrückter Kinder. Inzwischen sind alle in alle Winde zerstreut und kommen wohl nie mehr so zusammen.

    Ich habe auch schon mal in den letzten 2-3 Min zwei vom Platz geholt und den TW gebeten, daneben zu fangen. Aber dann mache ich das in Abstimmung mit dem anderen Trainer und freiwillig

    Ich halte davon überhaupt nichts. Angenommen, ich bin mit 10 Kindern unterwegs und darf nach diesem Modell nach einer klaren Führung nur fünf aufstellen, dann stehen zwei Kinder zusätzlich rum.

    Diese Kinder haben aber nichts falsch gemacht. Warum sollte man sie also ausschließen?


    Ich finde, es gibt bessere Lösungen als Ausschluß. Rotation auf ungeliebte Positionen, Provokationsregeln etc.

    Auch ein Kind mehr bringt keine Verbesserung, eher Konfusion.


    Oh, wollte grade noch was tippen aber Trainer E war schneller, dann kann ich mir das ja sparen

    Torsten, ich habe so lange heimlich unter der Bettdecke gelesen, bis ich eine Sehnenscheidenentzündung im Arm (Kopf drauf abgestützt) hatte. Keine Frage, die Medien haben sich verändert... Aber mit Tablets und Handys beginnt das deutlich früher als zu meiner Zeit mit Telefonitis (ca 15 J.) oder intensivem Lesen (ca. 13J)

    Wenn man die Kinder ließe, dann würden sie schon mit 7 mehrere Stunden täglich daddeln. Sind ja so schön intuitiv...


    Ich will es ja auch gar nicht verteufeln. Wie gesagt: ich will eigentlich "nur" die reine Daddelzeit einschränken und andere Apps offen lassen. Die Jungs haben ne Bluetoothbox und hören Musik/Hörspiele drüber. Oder die Nutzung von Lego Boost... ist doch super!

    Hallo,

    kennt ihr Apps oder Tools, mit denen man die Nutzung von Handys und Tablet einschränken kann? Die Kinder schaffen es nicht, sich an Absprachen zu halten (Wecker stellen o.ä.) und ich erwische sie zu oft mit dem Tablet zu Zeiten, an denen ihre Spielzeit schon rum ist.
    Nun möchte ich aber eigentlich nur die Daddelzeit einschränken. Musik hören oder einen Vokabeltrainer sollten sie durchaus länger nutzen können.


    Habt ihr hier Erfahrungen? Ich habe mir jetzt mal "screen time" angeschaut und das gefällt mir auf den ersten Blick gut. Allerdings kostet das im monatlichen Abo (wobei das für mich kein ko-Kriterium ist, wenn das unser aller Nerven schont). Aber vielleicht kennt ihr ja ähnlich gute Alternativen?

    Hallo,


    kennst du das Paretoprinzip? Das geht davon aus, dass es häufig eine 80/20 Verteilung gibt. 80% des Ärgers lassen sich auf 20% der Kinder zurückführen.

    Es geht also darum, erstmal die schlimmsten 20% zu identifizieren. Das wären bei 15 Kindern drei Kandidaten, die am auffälligsten sein müssten.

    "Kaum Disziplin" kann sich ja sehr unterschiedlich auswirken. Was genau ist denn das Problem?

    Flüchtlingskinder sprechen wahrscheinlich kaum deutsch aber sonst? Welche Probleme gibts hier?


    Wenn man sich mal an seine Lehrer zurückerinnert, so waren die "streng aber gerecht"-Typen vielleicht nicht sooo beliebt aber zumindest respektiert. Die, die laut wurden, waren einfach nur blöde, ebenso die Dinkel-Jesuslatschen-Fuzzis, die man nicht ernst nehmen konnte. Die Frage ist also: welcher Typ bist du? Und wie willst du sein?