Die ganzen Auswüchse (Berater, Kohle, langjährige Vertäge für 12jährige usw.) sind sicher ohne Nachfrage=Eltern nicht möglich, das ist letztendlich wie bei Drogen (okay, der Vergleich ist schief, für manche ist das fußballspielende Kind aber sowas ähnliches). Trotzdem sollte sowas unterbunden werden, auch wenn der DFB nach eigener Aussage nicht das FBI ist, was eine merkwürdige Art und Weise ist, seine ganze Hilflosigkeit öffentlich zu machen.
Ich finde nicht dass dieser Vergleich hinkt. Ich selber kenne genau solche Eltern, die schon ihren siebenjährigen anpreisen. Der soll es "mal besser haben" als sein Vater als Fabrikarbeiter.
Eltern, die bei 9 Jährigen hohl drehen, vollkommen überzogene Härte gut heißen weil "wir sind ein Leistungszentrum". Aha.
Die Süchtigen (Eltern) kann man aber nicht für die Drogen (Geld/Anerkennung) verantwortlich machen sondern das muss umgekehrt laufen.
Beim Tennis soll es übrigens total abgehen, schon bei den 10 Jährigen. Zig russische Mädchen sollen gefälligst ihre Famlien sanieren.
Sorry, aber das stimmt so nicht, zumindest nicht allgemein. Unser Sohn spielt im NLZ, jetzt ist er sogar im Internat, aber er (und unsere Familie) betracht das nicht als Einstieg in eine Berufsausbildung.
Prima, wenn du das so siehst, ich denke, so sollte es auch sein. Aber denken da wirklich alle so? Soll sich der Aufwand nicht auch "lohnen"?
Ich finde, man sollte das ganze als Reise betrachten, die irgendwann zu Ende geht und an deren Ende man sich a) wieder auf zu Hause freut und b) man möglichst viele tolle Eindrücke in guter Erinnerung behält.
Vielleicht ist es naiv, vielleicht romantisch, das wäre aber meine Idealvorstellung, sollte uns das Thema ereilen.
Beim Fussball ist das komisch, jeder guckt nur auf die Kohle. Ich selbst war Volleyballer, zweite Liga, also auch schon "Leistungssport", aber es war vollkommen klar, dass es (fast) allen um den Sport geht und nicht um Geld. Nur beim Fussball wird immer angenommen, dass das Hauptmotiv Geld ist, warum denn eigentlich? Im NLZ meines Sohnes wird stark auf die schulische Ausbildung geachtet, und das sind nicht nur Floskeln.
In den klassischen Randsportarten, in denen kein Blumentopf zu holen ist, machen die Leute das aus Spaß am Sport! Und zwar so ziemlich alle. Aber deinen Eltern war es vermutlich egal, ob es Volleyball, Hockey oder Rudern gewesen wäre. Es waren schlicht keine "Drogen" im Angebot.
Wären sie bei Fußball auch so entspannt geblieben, wenn man dich entsprechend hofiert hätte?
Dass Sir Alex weiß, wo Brand mit 12 gespielt hat, bringt eigentlich gut zum Ausdruck, was ich meine. Regelmäßig werden Bambinitrainer von einst von der Presse belatschert... Irgendwie müssen die Seiten ja gefüllt werden.
Ich habe ja auch keine Lösung und bin was das Thema Leistungsfußball angeht extrem gespalten.
Würde man durchsetzen, dass die NLZs erst mit 16 anfangen würden, dann wären die "ambitionierten Vereine" gleich da um diese "Lücke" zu schließen. Ob sich dadurch die Situation verbessern würde?
In den NLZs hat es sich freilich rumgesprochen, dass an einer gescheiten schulischen Bildung kein Weg vorbei geht. Ob das auch die D-Jugend Trainer vom SV Größenwahn oder FC interessiert, glaube ich kaum.