- KIFU ist Breitensport.Der Wunsch des Spitzensports nach möglichst technisch perfekt ausgebildeten Spielern sollte bzw darf bei der Organisation des Breitensports keine Rollespielen.
Hier möchte ich noch was zu loswerden. Ich bin ja "Hauptberuflich" Volleyballerin und hatte auch hier schon div. Trainerämter im Anfängerbereich.
Wenn ich beim Volleyball die Techniken nicht technisch perfekt schule, dann tun sich die Spieler weh!
Die meisten die nur Schulvolleyball gespielt haben, wissen wovon ich spreche. Da verstaucht man sich Finger, da werden die Unterarme rot. Gerade, wenn man einem Sport langfristig treu bleiben will, benötigt man korrekte Techniken, damit es nicht zu vermeidbaren Langzeitschäden kommt.
Story am Rande: auf unserer Beachanlage hatte der seinerzeit amtierende deutsche Beachvolleyballmeister mit einem meiner Schützlinge (seinerzeit 10 Jahre und Anfänger) gespielt. Er hat sich - wie es die Erwachsenen so tun - mit ca. 8 m Abstand zu dem Jungen aufgestellt und ihm den Ball zugepritscht! Ich habe das Spiel unterbrochen und ihm erstmal was von Kindervolleyball erzählt. Dass man das erstmal nur mit 4 m Abstand spielt, hab ihm gesagt, er solle den Ball sanft im Schockwurf in die Hände des Jungen werfen. Auf einmal gings. Er ist inzwischen selber Vater und einer der besten Jugendtrainer, den ich kenne. Schade dass meine Kinder nicht Volleyball spielen wollen.
Das kann doch im Fußball nicht grundsätzlich anders sein. Es muss doch jedem Trainer, egal wie ambitioniert oder nicht daran gelegen sein, die Kinder möglichst gut auszubilden. Und es muss doch im Interesse jeden Trainers sein, die Dinge kindgerecht zu machen. Sicher war es für den Beachvolleyballer erstmal seltsam, sich von mir kritisieren zu lassen aber er hat es angenommen und gelernt.
Wer nur einen Ball in die Mitte schmeißt und "Los gehts" ansagt, der ist mE kein Trainer sondern der führt bestenfalls Aufsicht.
Wo sind die Punkte, wo sich G- und F-linge wehtun können? Da fallen mir spontan zwei Dinge ein: beim Zweikampf und beim Pike-schießen.
Schaue ich mir den Knubbelfußball an, wo viele wild nach dem Ball treten und immer wieder auch Füße getroffen werden, dann denke ich mir: nee, keine gute Spielform. Ich habe ein 3:3 auf Funino-Maße (die ja recht groß sind) bei den Bambinis noch nicht im Reallife gesehen. Der Trainingsbetrieb jedenfalls sah bei uns so aus, dass die Kinder es zumeist nur noch mit einem Gegenspieler zu tun hatten, max. zwei. Somit sinkt die Unfallgefahr.