Beiträge von Goodie

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    Und genau da sieht man dann wer beim Funino eben alles spielen -mußte- und es nicht als müssen sondern dürfen verstanden hat.

    Ich frage mich immer, warum sich Befürworter und Gegner manchmal unversöhnlich gegenüber stehen. Im normalen 7v7 kann man seinen Job ja auch gut machen, mit Rotation und allem. Wenn nun einer liest: "das geht nur mit Funino" dann fühlt er sich verständlicherweise auf den Schlips getreten.


    Aber natürlich gibts schlechte Trainer, die das genau so machen wie bei dem kleinen Bambini. Viele sogar! Und auch hier überlegt ja keiner, wie man den Kurzen das Leben schwer machen kann sondern die zumeist unerfahrenen Trainerneulinge wissen es erstmal nicht besser.


    Und hier sehe ich klar die Vorteile wenn Funino flächendeckend eingeführt würde, denn das Training folgt ja der Spielform.

    Und man könnte in Ruhe das gute tun, ohne Angst haben zu müssen, dass andere Vorteile haben, wenn sie weiter 7v7 trainieren und das ja am WE auch spielen.

    Das dürfte aber wie bei dem passgedrillten F-ling sein: in der F haben diese Teams große Vorteile aber das rächt sich erst später!




    btw: Als ich das erste mal von 3v3 beim Kindervolleyball gehört hatte, dachte ich auch "son Quatsch!" bis ich das zum ersten mal live gesehen hatte und dachte: Geil!

    Auch wenn man sagt, dass das alles ganz nett ist, aber nix bringt, wenn nämlich die Trainer in den NLZs bzw. im Leistungsbereich keinen Wert auf eine gute Technik bzw auf kleine, flinke Spieler legen, sondern andere Parameter wichtiger sind... Wenn man das sagt, wird man hier auch schon fast für weltfremd gehalten, weil man die ganzen Vorteile für die Kinder nicht sieht.

    Coach31

    ich verstehe deinen Einwand inhaltlich, glaube aber, dass die NLZs und der Breitensport in G- und F-Jugend einfach sehr sehr weit auseinander liegt.

    Alle Stimmen, die ich bisher zu NLZs gehört habe (im Reallife, u.a. von zwei Trainern dort) ist, dass es eigentlich so richtig erst ab der U15 losgeht. In sofern finde ich, dass das kein Gegenargument zu Funino im Kleinfeldalter ist: die NLZs bedienen einfach eine andere Altersstufe. Und die Kinder, die das Zeug zum NLZ haben, dürften in jedem System gut klar kommen.

    Vielleicht machen wir einen Diskussionsthread um diesen Beitrag auf. Ich finde den Input aus erster Hand klasse (wann hat man schon mal Gelegenheit, mit solchen Menschen direkt in Kontakt zu treten?) und fände es schade, wenn man hier diese Infos aus erster Hand zwischen 784 allgemeinen Beiträgen suchen müsste.

    Das Stichwort ist Selbsteinschätzung! Auf einer Skala mit 3 oder 5 Stufen könnten sich die Teams selber einstufen. Danach werden die Ligen dann zusammengestellt. Wie die heißen ist dabei ja erstmal vollkommen unerheblich... Nach der Hinrunde wird dann neu gemischt, starke Teams steigen auf, schwache ab.


    Hier wurde das in der E-Jugend jetzt praktiziert und klappt gut. Aus 8 Staffeln wurden 8 neue Staffeln gesteckt.

    Die bestehende Regelung ist echt bescheuert.

    Wenn der Jahrgang über einem nicht gut ist (warum auch immer), hat der Jahrgang drunter das Nachsehen. So was dämliches muss man sich erstmal einfallen lassen.
    Möglichkeiten, dies besser zu gestalten gäbe es viele und hier im FV Niederrhein ists besonderes dämlich gelöst:

    Kreisklasse, eine Kreisleistungsklasse, eine überkreisliche Niederrheinliga ab C-Jugend.

    Jetzt setzen wir das um und Du bist immer noch nicht zufrieden.

    boar, wie ich diesen Satz hasse, im Alltag, im Job, überall.


    Man möchte die Betroffenen schütteln und sagen: wenn du es machst, dann mach es nicht irgendwie sondern mach es gut!

    Wenn man einen Baum fällen will, kann man ihn irgendwie umsägen und wenn er dann aufs Haus fällt... jo mei.

    Das Internet ist voll mit Bildern von Pfusch am Bau o.ä.

    Fällt für mich alles in die gleiche Kategorie.

    Irgendwie hat die Debatte Thekenniveau :evil: mit rechthaberischen Tendenzen und langweiligen Wortklaubereien.

    Man muss ja nicht immer einer Meinung sein!


    Und dass die Verfechter von Funino in der Unterzahl sind, ist wohl unbestritten. Das dürfte aber bei jeder Bewegung so sein, dass erstmal eine kleine Gruppe von Überzeugungstätern versucht immer mehr Mitstreiter zu gewinnen. Gelingt es, setzt sich eine Idee durch, wenn nicht, dann nicht.

    Was hier gerade in einem Verein sehr gut läuft ist folgende Konstruktion:

    Ein Opa trainiert die Bambinis und wenn sich ein Elternteil anbietet, steigt dieser als Co-Trainer ein. Wechselt der Jahrgang dann zur F-Jugend, hat dieses Team dann einen Trainer, der schon entsprechende Erfahrung an der Seite eines erfahrenen Kollegen gesammelt hat. Der Opa ist ein eher stiller Vertreter am Seitenrand und sehr geduldig mit den Kindern. Ihm ists ja im Grunde wurscht, ob aus den Kindern was wird - er bekommt ja jedes Jahr neue. Das meine ich in dem Zusammenhang aber nicht negativ: er geht wohl gerade deshalb sehr entspannt mit den Kindern um.

    Dass man im Grunde voll und ausschließlich auf Eltern setzt, ist wohl im Fußball einmalig.

    Das läuft in den meisten anderen Sportarten anders. Da ist man sich als aktiver Sportler darüber im klaren (oder wird entsprechend bearbeitet), dass man auch mal was zurück geben muss.

    In vielen technisch anspruchsvollen Sportarten geht das gar nicht anders. (bitte keine Diskussion, ob und dass Fußball auch technisch anspruchsvoll ist). Es kann weder ein engagierter Laie, der schwimmen kann, einen Schwimmkurs leiten noch reicht die Kompetenzstufe Schulvolleyball aus, den Kindern schmerzfrei das pritschen und baggern beizubringen.


    Die Fußballer denken häufig nicht mal über diesen Weg nach. Dabei müsste dieser Weg eigentlich sehr erfolgsversprechend sein, so man den Trainern ein Entgelt in Höhe des Mindestlohnes anbieten würde.

    Dann kann sich ein Student überlegen ob er sich lieber um ne F-Jugend aufm Fußballplatz kümmern will oder kellnern geht.

    Und ein AH-Spieler, dem die Knochen weh tun, könnte sich immer noch um die Bambinis kümmern.

    Diese riesengroßes Reservoir mit geballter Fußballkompetenz wird überhaupt nicht angezapft.


    Bei den Volleyballern war immer klar: aus jeder Seniorenmannschaft muss mindestens einer ein Jugendteam trainieren und mindestens 3 einen Schirischein machen. Natürlich findet man auch dort Eltern, die den Job dann rund um ihre eigenen Kinder machen. Dennoch sind hier von 15 Vereinstrainern der Volleyballjugend nur fünf Eltern, der Rest sind Aktive. (Drei davon hatte ich als Kinder trainiert =) und es freut mich persönlich, dass sie das machen)


    Und so bin ich auch in das Trainergeschehen eingestiegen. Als ich mit Anfang 30 vom der Aktiven zum Hobbysportler wurde, habe ich eine E-Jugend Volleyball übernommen. Viel später dann rund um meine Kinder hab ich dem Handballminitrainer geholfen und dann beim Bambinifußball miteingestiegen. Ich bin inzwischen seit 18 Jahren Trainerin 8| Ich werde alt :S

    ich möchte mich mal selber zitieren: