Beiträge von Goodie

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    Wir hatten am WE mit der E-Jugend eine sehr skurrile Situation.
    Die Kinder des Gastes waren am pöbeln, vom allerfeinsten. Worte mit f und der berühmte H...sohn fielen schon nach 10 Min. Spielzeit.

    Da wir als Eltern recht weit entfernt standen, haben wir anfangs davon nichts mitbekommen. Allerdings fing der SR (Co-Trainer des Gastes) an, mit seinen Spielern zu schimpfen. Nicht irgendwas erläuternd sondern laut meckernd. :/


    Dann ein Freistoß wegen Nachtretens... drin. Darauf hin warf der TW seine Handschuhe in die Ecke und ging überfordert heulend vom Platz. Es gab weiterhin Gepöbel seitens einiger Gastspieler und als sich einer unserer Jungs dann doch provozieren lies, ging die Heimmannschaft für 10 Min in die Kabine.
    Die Trainer tauschten ruhig aber deutlich ihre Argumente aus. Und die Eltern? Ratlose Stille auf beiden Seiten.

    In dieser Zeit bekamen die Kinder des Gastes vom SR (und sicher dem Co-Trainer) zu hören, dass sie sich gefälligst zu benehmen hätten. Und unsere Spieler nahmen sich vor, nix zu sagen und jede Gemeinheit mit einem Tor zu bestrafen. Auch in der Halbzeitpause konnte man die Trainer hören. Sie selber waren über ihre Spieler entsetzt.

    In der zweiten Halbzeit war dann Ruhe am Platz.


    Warum ist dies ein Beitrag im Freudethread? Ganz einfach: Alle Beteiligten behielten Ruhe! Was auch immer diese Kinder an diesem Tag geritten hat - es ist nicht weiter eskaliert. Es gelang, das Spiel zu beruhigen und ordentlich zu Ende zu bringen.

    In den Heimatvereinen sollte auch und besonders den sogenannten Hochbegabten neben der individuellen Ausbildung Teamgeist vorgelebt und soziale Kompetenz vermittelt werden. Sonderbehandlungen innerhalb des Vereins sind dieser Zielsetzung abträglich.

    Na deine Argumentation hinkt aber gewaltig. Denn ein Spieler, der im Verein einen Jahrgang hoch rutscht, erlebt auch in diesem Team Teamgeist und soziale Kompetenz.

    Einzige messbare Größe ist die Anzahl der Kinder je Jahrgang im Verein. Wenn genügend Kinder vorhanden sind, Jahrgangs-spezifische Mannschaften zu bilden, sollte dies auch gemacht werden.

    Auch hier leider nur sehr kurz gedacht.
    Angenommen ein Verein hat 42 Spieler für die D-Jugend? Davon die eine Hälfte Jungjahrgang, die andere Altjahrgang. Drei Teams, oder? Und wie teilst du die nun ein?

    Oder du hast nur 14 Spieler, es gibt eine Mannschaft. Der Star der E-Jugend wären in der D bei den besten 3. Er darf nicht mitspielen, die 11 schlechteren aber schon?

    Regeln und Vorgaben in einem Verein sind richtig und wichtig. Aber genau so, dass man für Ausnahmen auch individuelle Lösungen findet. Da kann man ja einfach mal an die Institution Schule gucken. Auch hier kann man Jahrgangsübergreifend unterrichten, Klassen überspringen, an Drehtür-Modellen teilnehmen, Förderprogramme durchlaufen oder auch sitzen bleiben (auch dies fehlt meines Erachtens im Fußball, ist aber ein anderes Thema)

    Es geht nur darum das Eltern einer Mannschaft erfolgreich sein möchten und deswegen vermeintlich schwächere los werden wollen

    Das ist ja schon beantwortet worden: die Eltern können ja alles wollen, was sie schlussendlich bekommen entscheidet der Verein.


    Generell kann man für alle Konstellationen gute Argumente finden.

    Mir erzählte kürzlich ein kleiner Handballer, letztes Jahr hätte er noch mit den Großen spielen dürfen, dieses Jahr müsse er mit den Kleinen spielen. Und die könnten ja nix, das mache keinen Spaß.
    Da es in jeder Jugend nur ein Team gibt, ist das halt so, führt aber auch unter diesem Aspekt zu Frust.

    Die Bedeutung eines guten Trainings kann man gar nicht hoch genug einschätzen. "Geht's raus und spielt's Fußball" ist es nicht.

    ganz im Gegenteil! Die guten Spieler haben nach meiner Beobachtung ständig den Ball am Fuß. Sie werden (hoffentlich) gut trainiert, sind aber auch aufm Schulhof, in der Schul AG, in der Freizeit mit dem Ball zugange.

    Genau diese Ausnahmen würde ich nicht zulassen und zwar aus 2 Gründen:

    1. Es öffnet Diskussionen Tür und Tor, wer ein besonders talentierter Spieler sein könnte

    2. Es schwächt das Jahrgangsteam, aus dem der besonders talentierte Spieler kommt

    das mag sein, hat aber ebenfalls eine Kehrseite:

    Das Talent wird dem Verein den Rücken kehren. Warum? In seinem Jahrgang wird ein echtes Talent einfach nicht gefordert. Er wird anfangen, mit 80% seiner Leistungskraft zu agieren und das ist immer noch auffällig viel im Vergleich zu seinen Altersgenossen. Und auch im Umfeld der ein Jahr älteren sind diese Spieler bei den Top drei.
    Dazu dürfte noch kommen, dass der Großteil der Trainer mit einem sehr starken(!) Gefälle im Team reichlich gefordert ist und sich wohl kaum die Zeit nehmen kann, dem Talent gerecht zu werden. Der Trainer muss schließlich auch gucken, dass er den dicken Paule nicht abhängt.


    Irgendwann kommen die Kinder dann aber in ein Alter, wo sie selber mehr wollen. Wenn Talent auf Willen trifft, benötigt man einfach individuelle Lösungen. Selbst in NLZs kommen meines Wissens die besten einen Jahrgang hoch. Warum man den besten des Vereins eine gute Förderung verwehren will, erschließt sich mir nicht. Außer, man geht davon aus, dass diese Spieler eh über kurz oder lang gehen und man daher keinen Wert auf diese Kinder legt...



    Und die Frage, wer ein besonders talentierter Spieler ist, lässt sich ja leicht klären. Die Trainer beider Jahrgänge und der JL gucken sich die in Frage kommenden Kandidaten an und entscheiden individuell. Dabei hat der JL das letzte Wort und hat auch den jungen Jahrgang im Blick. Wenn alle Beteiligten dies gemeinsam verantwortungsvoll machen, wird es eine gute Lösung sein. Sollten natürlich alle nur auf ihren Vorteil bedacht sein, wird dat nix!

    Herzlich willkommen!


    Eine junge F-Jugend ist ein cooles Alter! Ich werfe auch einfach mal ein paar Stichworte in den Raum aber wenn du schon Erfahrung mit Kindern hast, dürfte vieles eh bekannt sein

    • jedes Kind braucht einen Ball
    • kurze Aufmerksamkeitsspanne, das bedeutet auch viele Pausen. https://www.dfb.de/trainer/f-j…/das-sind-f-junioren-136/
    • Statt langer Erklärungen lieber leicht starten und wenn es läuft Zusatzaufgaben hinzunehmen.
    • Aufwärmen zur Verletzungsprophylaxe benötigen die Kinder noch nicht, die rennen eh noch den ganzen Tag. Lieber eine 5-10 minütige Tummelphase einführen.
    • Fang- oder Kooperationsspiele, allgemeine Bewegungsschulung und
    • Mit Ball viele Wettkampfspiele im 1:1 und wann immer es geht mit Torschuss
    • Bei Staffelläufen lieber 3 oder 4 Staffeln bilden als zwei mit langen Wartezeiten
    • Übungen, bei denen anstehen unvermeidlich ist, doppelt aufbauen (oder zwei Aufgaben und dann wechseln). Alternativ schickst du immer einige Kinder zum freien Spiel 2vs2 oder 3vs3 auf vier Törchen und übst nur mit einer kleinen Gruppe
    • Der Trainer sollte nicht die meisten Ballkontakte haben.
    • In der F werden nur Grobformen der Technik vermittelt, dies aber direkt beidfüßig
    • Jeder der sich traut, sollte mal im Tor spielen.
    • Kinder noch nicht auf gewisse Positionen festlegen (der x ist der geborene Stürmer, y will nur TW sein)

    Als Buchtip sei "Spielintelligenz im Fussball - kindgemäss trainieren" von Horst Wein genannt.

    Was läuft denn nur verkehrt???

    Ich denke eher, die Staffeleinteilung läuft verkehrt.


    Warum meldet man nicht in seine Wunschklasse und führt dann in diesen Klassen je zwei Qualiturniere durch? Wer hier dominiert wird hochgestuft, die Looser kommen tiefer. Kann doch sooo aufwendig gar nicht sein.

    Im Winter dann noch mal korrigierend umstecken und alles ist besser als jetzt.



    Ich habe ja auch schon Spiele durchlitten, wo trotz Einflussnahme die unterlegene Mannschaft jegliche Gegenwehr eingestellt hat. Man hätte besser Wassereis auf dem Rasen verteilen und zum Sit-in im Mittelkreis einladen sollen, als die Zeit runter zu spielen. Wenn dann der Trainer noch ein Unsympath ist, wirds auch schwierig mit anderen Gedanken wie mixen.
    Das hat einfach viele Aspekte...

    Solange man im Kinder- und Jugendbereich das Torverhältnis wertet, wird sich daran auch nix ändern.


    Es ist einfach nötig, dass man die Staffeln mindestens zur Winterpause sinnvoll umsteckt. Hier in der E-Jugend könnte man nach nur drei Spieltagen schon eingreifen, weil einige Teams schon mit 2:36 oder auch 56:0 Toren da stehen. Was soll der scheiß?!

    Aber nein, es werden sich alle eine lange Saison da durchquälen müssen.



    Übrigens nicht nur im Fußball: der Sohn meiner Kollegin hat ein Basketballspiel 6:108 verloren

    Sehe ich anders. Wenn z.b ein Spieler (auch wenn er sehr gut ist) nicht möchte und dessen Eltern es auch nicht möchten, dann kann der Verein machen was er will.

    Das ist ja kein Widerspruch. Der Spieler fragt an, der Verein gibt ein Angebot ab und der Spieler nimmt dieses dann an oder eben nicht. Aber das Angebot bleibt beim Verein

    Das Gros ist Jahrgang 14 plus ein paar 13er und ein paar 15er.

    Alle haben frisch angefangen.


    Es ist ein Demoturnier angekündigt aber ob und wann das kommt ist offen...

    Ich habe bei meinen bisherigen Stationen immer auf Kleinfeldern trainiert, die räumlich abgegrenzt waren. Jetzt stehe ich mit meinen Kindern in einer Ecke auf einem Großfeld und frage mich, wie ich es verhindern kann, dass die Kinder überall rumrennen.


    Im Bereich der Tummelphase kann man sich die Kinder ja "erziehen". Aber beim Abschlussspiel rennen sie mit dem Ball wirklich überall hin. Sie sind so im Eifer des Gefechtes, dass sie nix mehr um sich herum wahrnehmen. Einer rennt mit dem Ball los und drei hinterher.

    Dass ich hinter renne ist definitiv keine Option, zumal ich ja auf zwei Feldern spielen lasse! 8o Das würde ich nur machen, wenn die Kinder in Gefahr wären.

    Manchmal denke ich: lass sie laufen, dann sind sie heute abend wenigsten schön müde, die Eltern werden es einem danken.

    Andererseits will ich die Kinder schon dahin bringen, dass man sie bei einem (hoffentlich bald stattfindenen) Demofuninoturnier melden kann.


    Aber der zur Verfügung stehende Raum ist viel zu groß. Linien zieht mir natürlich niemand und Hütchen werden gekonnt übersehen.

    Ich habe schonmal überlegt, ob ich mit Flatterband ne Ecke abtrenne aber ich befürchte, das ist schneller kaputt, als ich gucken kann.


    Was hat bei euch geholfen?

    Du könntest folgendes probieren: Teile dein Team gedanklich nach Leistung in drei vier oder vielleicht sogar fünf Blöcke. Wenn du jetzt beim nominieren aus jedem Block je einen Spieler zu Hause lässt und auch aus jedem Block einer in der Startaufstellung ist, könnte folgendes passieren: die Wechsel innerhalb deiner Blöcke sind quasi vorgegeben und müssten "Leistungsneutral" sein. Wenn es gut läuft, wird es dir ggf sogar egal ob A, B oder C spielt.


    Im Training... Na ja, es ist wohl normal dass man seine Lieblinge hat.

    Du kannst dir ja vornehmen, gezielt einzelne Spieler zu loben, die sonst zu kurz kommen. Irgendwas gibt es ja immer.

    Und wenn du das diesen Spielern zuflüsterst, wird dad zu was ganz besonderem... ;) probier es mal aus

    Hallo Ralf,


    was du brauchst, sind klassische Teambuildingspiele. Das Internet ist voll davon. Was ich aber - gerade bei Mädchen - sehr erfolgsversprechend finde ist ein Fotobuch über das Team.

    Vorne drauf ein Mannschaftsfoto, dann pro Spielerin eine eigene Seite mit Passfoto und einem Steckbrief. Natürlich sollen die Mädchen diese Steckbriefe selber erarbeiten, indem sie Interviews mit ihren Mitspielerinnen führen. So kannst du spielerisch erzwingen, dass die größten Widersacher sich mal miteinander beschäftigen müssen.



    Was mal eine Trainerin mit einem Team recht erfolgreich gemacht hat ist "Warmduschen". Darunter verstand sie, dass die Spieler reihum etwas nettes zu ihrem Nachbarn lagen mussten. Ich glaube, die Kinder hätten sich eher die Zunge abgebissen, bevor sie zugegeben hätten, dass ihnen das gefallen hat aber die Körpersprache war schon eindeutig. Und nach den ersten Versuchen in der Kabine haben sie das sogar ohne rot zu werden vor den Eltern beim Weihnachtstreffen gemacht.

    Da hatte jeder Spieler ein Präsent bekommen. Der erste aus der Hand des Trainers, dann gings ebenfalls reihum. "ich habe das Präsent für Otto. Otto lacht immer viel und lustig, er spielt tolle Pässe und ist ein guter Freund ". Dann kam Otto nach vorne usw.

    Für die einen ists noch kein richtiger Fußball, andere sagen "süß aber lass mich damit in Ruhe" und wieder andere versuchen sich als Dompteure einer Rasselbande von 4-6 Jährigen.

    Bei den Bambinis stoßen komplett ungewohnte Anforderungen zumeist auf Traineranfänger.

    Daher dachte ich mir, dass ein solcher Thread vielleicht einlädt, sich intensiver auszutauschen mit Kollegen, die sich in der Altersklasse tummeln.


    Ich selber stand im Bambinialter meines großen Sohnes am Rand, beim kleinen Sohn dann als Co-Trainer (in der F dann Hauptverantwortlich) und jetzt mache ich eine Rasselbande ohne eigenes Kind im Team (was die Sache sehr entspannt!)