Beiträge von Goodie

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    Nur wie bekommt man die Balance zwischen einigermaßen gleichen Spielanteilen und einer einigermaßen starken Truppe, damit man nicht komplett untergeht?

    Wie machen das die anderen Trainer hier?

    Ich mache es so:

    Angenommen, ich möchte in einem 15er Kader nur 10 mitnehmen.


    ich erstelle ein Ranking vom Minimessi zum Blümchenpflücker und unterteile dies dann in fünf Gruppen. (also in diesem Beispiel je drei Kinder). Und dann lasse ich aus jeder Gruppe je einen zu Hause.

    Für die Aufstellung gehe ich dann genau so vor: diesmal habe ich 9 Feldspieler und kann nur 6 auf den Platz schicken. Ich unterteile dann also mein Ranking in Dreiergruppen und lasse in jeder Dreiergruppe einen draußen. D.h. ich habe einen guten, einen mittleren und einen schlechten draußen stehen und kann diese Kinder dann innerhalb ihrer Gruppen wechseln, ohne das Team signifikant zu schwächen.


    Klar muss man bei der Konstellation 17 Kindern im Team und 11 Kindern im Kader etwas fummeln. Aber das geht schon. Wichtig ist: Aufschreiben und selber kontrollieren, ob man alle Kinder gleich behandelt. Nicht minutiös aber eine Selbstkontrolle sollte man schon haben. Außerdem hat man dann Daten, wenn es zu nachfragen kommt, warum ein Kind nicht berücksichtigt wird.


    Ich habe auch mein Ranking regelmäßig überarbeitet. Wer einmal oben war, muss da nicht zwangsläufig bleiben. Kinder entwickeln sich ja gerne in Sprüngen oder haben Durchhänger. Und natürlich habe ich dieses Ranking nie veröffentlicht!

    mich erinnert das immer an dieses Ball auf dem Finger drehen lassen aus dem Film Top Gun (in der Volleyballszene) Ich wollte das immer können, hat aber nie geklappt. Bin trotzdem eine passable Volleyballerin geworden.


    Ich finde, Jonglage kann und sollte man als Lückenfüller machen. Bevor blind aufs Tor gebolzt wird, lieber bissi Ball hochhalten

    Was würdet ihr tun? Ehrlich gesagt ist das überhaupt nicht die Vorstellung, die wir von Kinderfußball haben und würden unseren Sohn gerne dort rausnehmen. Dieses Konzept der Bevorzugung sagt uns so gar nicht zu. Dann soll er lieber in der Zeit auf den Bolzplatz gehen, da hat er wahrscheinlich mehr davon. Im Nachbarort gibt es einen Verein, der nicht nach Leistung aufstellt. Dort dürfen alle Kinder gleichmäßig spielen, unabhängig vom Talent. Leider sind die im Moment voll und nehmen niemanden mehr auf.

    Im anderen Verein auf die Warteliste setzen und die Zeit überbrücken. Ob man im alten Verein "durchhält" oder sich ggf. eine Fußballschule sucht, kann man sich ja überlegen. Aber "Bolzplatz" dürfte in der dunklen, kalten Jahreszeit kaum funktionieren mangels Mitspielern.

    Es gibt ja verschiedene Methoden.

    • das Leiser werden wurde ja schon genannt.
    • Ich würde auch ganz am Anfang eine intensive Phase setzen, damit die Jungs schonmal etwas Dampf ablassen können. 5-10 Min Tummelphase, dann erste Intensivphase (Fangen o.ä.) und danach die ersten "Erklärbär"-Sachen.
    • Was auch klappen kann ist, die Kinder schon aufzustellen: X geh schon mal zum Hütchen, du bekommst den Ball von R. Stell dich an die Linie und Z geht ins Tor, los gehts...
      Wenn es auf dem Platz sehr laut ist, weil noch viele andere Teams da sind, kann das aber auch zu anstrengend sein.
    • Wenn es immer die gleichen 2-3 Hauptstörensfriede sind, die Eltern einbinden und bitten auf die Kinder einzuwirken. Klappt das nicht, die Eltern auffordern, dass sie das Training beobachten mögen, weil du jetzt andere Saiten aufziehen möchtest und die Kinder ggf. auch vom Training suspendieren willst. Ohne Aufsicht sollten sie aber dann nicht sein.
    • die 2-3 Störenfriede auffordern, das nächste Training vorzubereiten und anzuleiten.
    • Generell mal eine Trainingseinheit "opfern" für soziale Themen. Wie gehen wir miteinander um, was macht uns aus, wo wollen wir hin und wie können wir das erreichen? Was haben wir eigentlich für Regeln und was machen wir bei Nichtbeachtung?
      (der nächste Regentag kommt bestimmt, wo man sich mal im Vereinsheim zusammensetzen könnte)


    Was du dir und den Kindern passt, musst du freilich selber schauen.


    Generell solltest du dein Training darauf prüfen, ob es viel "Anstehen" gibt. Das ist häufig das Grundübel: zu viel Zeit und Gelegenheit Blödsinn zu machen. Und das zieht sich dann auch in die Erklärphasen rein.

    Abhilfe könnte hier sein, immer einige Kinder in ein 3vs3 zu schicken und mit dem Rest zu üben. Nach 5 Minuten dann wechseln, so dass alle einmal frei gespielt haben und aber auch alle die Übung gemacht haben. Das erleichtert auch das Korrigieren, wenn du nicht so viele beobachten musst.

    Ich habe jetzt in der Vorbereitung auf die Hallensaison eingefordert, dass min. ein Erwachsener da bleibt. Begründet habe ich das damit, dass ich die Kinder z.B. auf dem WC nicht beaufsichtigen kann und somit nicht sicherstellen kann, dass das Kind in der Halle bleibt. Außerdem bräuchte ich einen Helfer für Auf- und Abbau und jemanden, der mit guckt, dass alles sicher von der Bühne gehen kann.

    Es war erstaunlich positiv angenommen worden. Ein fester Helfer und drei, die ebenfalls ihre Bereitschaft angekündigt haben zu helfen.

    Bin ich froh, dass es nun in die Halle geht. Heute hatte ich 16 Kinder da und es war ein einziges Chaos. Drei haben ständig die Popup Tore bearbeitet und einer hat gemeint, mit seinen Mannschaftskameraden Rugby spielen zu dürfen. Beim Abschlussspiel waren sie wieder über den ganzen Großplatz unterwegs. :/

    Die Eltern am Rand - da standen mindestens 10 Personen rum aber helfen? Och nö, lieber nicht...

    In der Halle hauen mir die Kinder wenigstens nicht ab

    ich merke, je älter ich werde, dass ich mit meinem Energielevel haushalten muss. Am Freitag abend ist allzuhäufig die Luft raus.

    Das sah vor 20 Jahren in der Tat anders aus, da ging die Woche quasi freitags um 22:30 Uhr erst los. =) Aber mit Kindern, Job, Haushalt und Garten, Fußball, div Fahrdienste...

    Gestern beim Länderspiel ist die Viererkette bis nahe an die Mittellinie rausgerückt. Vielleicht findet man im internet ein Foto davon, dann kann man den Kindern mal zeigen, dass "alle greifen an, alle wehren ab" bis in die Nationalmannschaft gilt. ;)

    Vergleichen macht unglücklich. Vllt. sollte man es deshalb einfach lassen!

    Das Vergleichen bei Müttern ist wirklich übel. Das geht gefühlt schon im Geburtsvorbereitungskurs los.

    Während in unserer Krabbelgruppe überhaupt nicht verglichen wurde (und hier seit 11 Jahren anhaltende Freundschaften entstanden sind), ist mir das überall sonst ständig und immer begegnet. Sobald eine Mutter etwas von ihrem Sprößling berichtete, fühlte sich die nächste befleißigt, dies zu übertrumpfen. Absolut absurd!


    Ich mache im Fußballumfeld ebenfalls die Erfahrungen, dass die Mädchen hier vollumfänglich integriert sind.

    Was der Gegner von sich gibt, interessiert mich nicht. Ich kann es eh nicht beeinflussen und die dummen Menschen sterben leider nicht aus.

    Bei mir darf bei den Bambinis jeder genau das sein, was er sein will. Ich frage die Spieler einzeln: Wo oder was willst du spielen und zumeist hatte ich dann 2 Abwehrspieler und 4 Stürmer. Manchmal auch 6 Stürmer.

    Also gabs je nach den Wünschen der Kinder eine Abwehr oder eben zwei Sturmreihen


    Ich weiß ja nicht ob das bei dir schon anders aussieht aber bei den Bambinis (insbesonders am Anfang der Saison) reden wir doch noch über Knubbelfußball. Da sind "Positionen" sowieso schnell wieder vergessen.

    In der F hab ich dann eingefordert, dass die Spieler ihre Position immer dann wieder suchen und einnehmen sollen, wenn das Spiel stoppt. (aus, TW hat den Ball o.ä.) Ansonsten sollen sie bitte weiterhin das ganze Feld bespielen.


    Mit meinen aktuellen Minikickern übe ich zur Zeit: "Wir spielen zwischen den Toren und nicht irgendwo =)=)=)"



    Ich hatte das hier schon mal erzählt: Als mein Sohn Bambini war, kamen er und seine Kameraden in der Pause bei einem Turnier zu mir und sagten:

    Kinder: Wir brauchen ein System.

    Trainer: Aha, wie stellt ihr euch das denn vor?

    K: wir brauchen ein 3-2-1

    T: ok, dann macht mal ne Aufstellung


    Haben sie auch gemacht. Und das hielt bis der Ball im Spiel war. Danach wars dann wieder wie immer :D

    Mich langweilen diese Mädchen/Jungsvergleiche.

    Wir sind zwar alle gleichwertig, leider nicht immer gleichberechtigt aber auf keinen Fall gleich. Das hat man in der Gleichberechtigungsdebatte irgendwann mal durcheinander geworfen. So ein Quatsch!


    Wer sich mit dem Thema m/w mal auf humorvolle Art befassen möchte, guckt sich mal ne Vorlesung von Vera Bickenbihl an. (Youtube).

    Im Rahmen der allgemeinen Bewegungsschulung finde ich ehrlich gesagt keinen Fehler. Es ist ja nicht so, dass wir dann 20 Min am Stück nix anderes machen sondern es ist eine kleine Aufgabe in einem Parcour. Und es macht Spaß. Auf der Matte noch ne Rolle vorwärts, Ball holen und weiter. =) Oder ich werfe den Ball so auf die Matte, dass die Kinder fliegen wie Manuel Neuer.

    Am WE bin ich wieder darüber gestolpert, dass fast keiner in der E/D-Jugend einen regelentsprechenden Einwurf macht.

    In der Hallenzeit kann man das recht gut üben in dem man folgenden Aufbau z.B. in einen Parcour integriert:



    Wer je ein Eltern-Kind-Turnen mitgemacht hat, kennt das: Eine Langbank mit einem längs stehenden großen Kasten und einer Matte so positionieren, dass man einen Ball gegen eine Wand werfen kann. (Abstand sollte je nach Alter entsprechend gewählt werden).

    Die Kinder legen sich auf die Langbank auf den Bauch, klemmen sich den Ball zwischen die Beine und ziehen sich mit den Armen nach oben. Oben aufstehen und zum Einwurf an den Rand des Kastens gehen. Ball so weit und fest es geht werfen ohne vom Kasten zu fallen. Dann runter hopsen und weiter.


    Bei den Bambinis lasse ich mir vor der Bank den Ball zuwerfen und oben bekommen sie ihn dann zurück.


    In einer E-Jugend kann man den Kasten auch ruhig mal um ein Kastenteil erhöhen und die Kinder sollen ohne weitere Hilfsmittel auf den Kasten rauf kommen (ohne in die Löcher zu treten) Das bekommen sie nämlich auch hin (ausm Parkour). Hier wirft dann der nachfolgende Spieler seinen Ball hoch bevor er selber anläuft.