Beiträge von Goodie

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    Es gibt die "Ausnahme", dass Teams o.W. zu alte Spieler einsetzen dürfen. Sie spielen dann die gesamte Spielrunde mit, die Spiele werden auch eingetragen aber eben nicht gewertet.


    Das gibts bei uns im LV Niederrhein recht häufig, vorallem in der D-Jugend in den unteren Kreisklassen. In unserem Kreis sind das gleich fünf Teams.

    Warum schicken einige Eltern ihre Kleinkinder zum Fußball?

    Ich verstehe das manchmal überhaupt nicht. Die Kinder zeigen kein Interesse, nach spätestens 20 min lassen sie sich auch nicht mehr motivieren mitzumachen.

    "ich gucke lieber zu!"

    "wie lange dauert die Spielstunde noch?"

    "ich habe Hunger, Pipi, Durst (whatever)!"


    Von 18 Kindern, die ich in zwei Gruppen bespaße, sind locker fünf ohne jegliches Interesse. Also mir wäre als Elternteil meine Zeit echt zu schade!

    Na ja, einfach nur Preise rauf generiert halt noch keine (vermeintlich) höhere Ausbildungsqualität.

    Und die Toptrainer, die nur darauf warten, dass sie besser bezahlt werden um dann die Vereine mit ihren Bewerbungen zu bombardieren, sehe ich auch nicht.

    Das hatten wir ja hier schon mal erörtert:

    WO - FINDET - MAN - TRAINER ??


    Ich glaube, dass diese Akademien eher denen Probleme machen, die um die Talente buhlen. Der Dorfverein an sich verliert die Talente eh irgendwann in die Leistungsvereine. Und es wird ein Phänomen der Ballungsgebiete bleiben. Barcelona wird sich sicher nicht aufm platten Land niederlassen.

    Ich kann echt beide Seiten verstehen. Wer kennt sie nicht, die Trainer bei denen man sein eigenes Kind niemals in Obhut geben würde? Also ich habe hier sofort vier Trainer vor Augen, die alle im näheren Umfeld (und im gleichen Jahrgang ;() ihr Unwesen treiben dürfen. Fragt man die Jugendleitung, zucken sie hilflos mit den Schultern und verweisen auf mangelnde Alternativen. Ich behaupte mal frech, dass die Vereine lieber in Kauf nehmen, über die Zeit 10 Spieler zu verlieren als einmal auf den Putz zu hauen und solche Trainer rausschmeißen.

    Die Breitensportvereine haben auf die sich rasant verändernde Gesellschaft und ihre Wünsche und Anforderungen aus diversen Gründen nicht bis kaum reagiert. In die dadurch entstandenen "Lücken" stoßen nun gut organisierte "Firmen", die es verstehen den Eltern und Kindern zeitgemäßen Bock auf Fußball jenseits (oder in Verbindung) von Playstation und Co. zu machen.

    Da bin ich ganz bei dir!

    Ist das Chance oder Risiko? Wohl beides. In vielen Vereinen jenseits vom Fußball reagiert man zum Beispiel mit einem Kurssystem auf das veränderte Verhalten. Die Leute zahlen lieber 120€ für einen dreimonatigen Kurs als 150 € Jahresgebühr, weil man ja ggf. kündigen müsste, wenn man doch das Interesse verliert. Auch in der VHS oder beim Stadtsportbund werden inzwischen eine Vielzahl von Kursen angeboten - durch eigene Kursleiter oder in Form von Kooperationen mit anderen Vereinen.


    Der Förderverein unserer Grundschule hatte einen massiven Zulauf nachdem man mit dem Eintritt die Mitgliedschaft direkt auf die Länge der vier Schuljahre begrenzen konnte. (Und ich bin immer noch Mitglied im FV Kindergarten :/:saint:)


    Gerade diese Zusatztrainings für Spieler die mehr wollen, könnte man prinzipiell im Heimatverein anbieten. Aber wer klagt nicht jetzt schon über mangelnde Trainer?

    Kann man denn bei euch in der D-Jugend keine 7er-Teams melden? Bei uns gibts das.


    Falls sie nicht freiwillig in die 1. gehen, müssen sie sich vom Verein abmelden.

    In der D-Jugend sollte das schon noch kooperativ laufen aber das letzte Wort welcher Spieler in welche Trainingsgruppe kommt, hat der Verein. Ob ein Verein gut beraten ist, den Hardliner zu geben ober ob es eine einvernehmliche Lösung gibt, sei ja mal dahingestellt.

    Und entscheidend finde ich, dass man seine Begrifflichkeiten auch richtig einführt.

    "Wo ist der Raum?" ist nur dann sinnvoll, wenn man das vorher mit den Kindern erarbeitet hat. Wenn sich dann einer denkt "Kabine? Vereinsheim? Was'n fürn Raum?", dann ists auch noch nicht perfekt. =)=)=)

    Hilft auch nur bedingt, wenn man das vor 1,5 Jahren mal erläutert hatte, inzwischen aber fünf neue Spieler dabei sind.


    (das soll nicht heißen, dass das bei Trainer E so gelaufen ist)

    Vielleicht lässt du dich mal filmen. Das kann ein Aha-Erlebnis sein.

    Generell kannst du dich fragen, wie würdest du gerne gecoacht werden?

    Ich selber war als Spielerin immer nur durch Lob und Anerkennung zu motivieren. Fing ein Trainer auch noch das Motzen an, ging eigentlich gar nichts mehr.

    Wenn dein Sohn mit den Älteren so mithalten kann, dass er wichtige Akzente setzen kann, als weit über dem Durchschnitt der Altersgenossen agiert, dann kann man das in Ausnahmefällen so machen.

    Aber nur dann!


    Wenn dein Sohn einfach ein ganz normaler Fußballer ist, dann würde ich das auch nicht machen.

    Dein Sohn müsste ständig am absoluten Limit agieren, und zwar die gesamte Spielzeit. Dennoch würde er permanent abgedrängt von den körperlich stärkeren.


    Mein Kleiner ist ein Jahr hoch gerutscht und hat als F-ling älterer Jahrgang beim Jungjahrgang E-Jugend mitgespielt. Auch da waren die Gegner dann gerne mal zwei Jahre älter und über einen Kopf größer. Einen Zweikampf hat er da gar nicht versucht.


    Bei deiner Konstellation reden wir aber von noch einem Jahr mehr.

    D.h. sechs bis sieben Kids werden uns mittelfristig wohl ziemlich absehbar verlassen

    Was mich inzwischen seit Jahren begleitet ist die Erkenntnis, dass man nur von Jahr zu Jahr gucken kann. Was heute funktioniert muss morgen nicht mehr klappen. Gerade mit Kindern/Eltern im Vereinsumfeld...


    Wenn es für Jahrgangsmannschaften nicht reicht muss man halt die Jahrgänge zusammenwürfeln...

    Nunmehr hängen die fußballerischen Entwicklungsmöglichkeiten ähnlich der Chancengleichheit im heutigen Bildungssystem entscheidend vom Elternhaus und dem entsprechenden Bildungsstand/Einkommensmöglichkeiten ab....

    Aber das ist doch auch nichts neues:

    Wenn ein Spieler die Chance erhält, im 70 km entfernten NLZ zu spielen, dann lassen die Eltern einen Haufen Kohle an der Tankstelle, von dem restlichen Aufwand ganz zu schweigen. Das kann sich auch nicht jeder leisten.


    Wenn man 70 km fährt, um zu einer Akademie zu kommen und dann zu den Fahrtkosten noch die 99 € zu bezahlen, wirds allerdings schräg!

    Wenn ich aber die Auswahl hätte zwischen dem NLZ weit entfernt und einer teuren Akademie in der Nähe, würde ich mich für die Akademie entscheiden und das Geld lieber dem Trainer als dem Tankwart bringen. (Gleiche Förderung vorrausgesetzt)


    Ich habe hier im Forum aufgeschnappt, dass sogar NLZs sich in den unteren Jahrgängen bezahlen lassen...

    Der Gesetzgeber drückt bei König Fußball hier gerne mal beide Augen zu, auch wenn ein e.V. auf dem Papier erstmal ja keine kommerziellen Interessen verfolgen darf.

    Aber in einem Verein dürfen ja Trainer hauptberuflich angestellt und die Löhne per Mitgliederbeiträge abgedeckt sein, oder? Damit ist ja noch keine Gewinnerzielung einhergehend (also aufm Papier)


    Hier in der Nähe hat eine "normale" Fußballschule einen Verein gegründet und diesen Weg beschritten.
    Allerdings haben sie sich das insgesamt leichter vorgestellt! Der Verein konnte nur mit zwei E-Jugendteams starten (alle anderen Jahrgänge sind nicht zu stande gekommen) und die wöchentlichen Zusatztrainings werden zur Zeit auch per Facebook beworben, was ich bisher auch noch nie gesehen hatte.

    Also gehen tut das.

    Na ein Verein ist ja schnell gegründet!

    Aber ich unke mal:

    auch hier werden sie sicher keine vierte oder fünfte E-Jugend melden sondern genau zwei (Alt- und Jungjahrgang)

    Denn diese Akademien sind ja zum Erfolg verdammt sonst hauen ihnen die Kunden ab.
    Wenn ich mit PSG E5 gegen Kleinkleckersdorf 0:3 verliere, dann werden wohl alle Eltern ihre Zahlungen einstellen.


    Somit darf der Normalo weiter in der Akademie trainieren aber sicher nicht spielen.

    Ich finde, diese Konstruktionen zeigen einen Weg auf, den Amateurvereine bisher scheuen: Qualität = Preis

    Aber Eltern sind bereit zu bezahlen... nicht alle aber auch nicht gerade wenige. Die zahlreichen Fußballschulen mit wöchentlichem Training bedienen ja nichts anderes.


    Ich sehe das ganz eher gelassen. Die talentierten Kinder werden sich über kurz oder lang eh aus den normalen Vereinen verabschieden (müssen).

    Wenn sich zwischen Dorfverein, ambitioniertem Stadtteilverein und NLZ noch eine Stufe dazwischen etabliert, dann empfinde ich das eher als Bereicherung, denn als echten Nachteil. Da sich diese Akademien wohl eher mindestens auf Augenhöhe mit den NLZs sehen dürften, haben diese ja die zahlreichen Normalos nicht im Blick.


    Der BVB (ich vermute, die sind nicht die einzigen) haben auch inzwischen "Außenstellen" im westlichen Ruhrgebiet, wo sie mit wöchentlichem Training gegen Entgelt unterwegs sind.

    Also ich glaube, ich würde die Spieler in den Prozess involvieren und das nach dem Paretoprinzip aufdröseln

    Das Paretoprizip, so wie ich es gelernt habe, hat 4 Schritte:



    1. Ziel definieren.

    Was wollen wir überhaupt erreichen?
    Das kann ja alles mögliche sein: Aufstieg, konterstark spielen, neue Spieler integrieren, alle sollen zum Einsatz kommen, what ever.


    2. Analyse:

    was unterstützt uns dabei (Pluspunkte) und was hindert uns (Minuspunkte)?

    Dazu sammelt man dann per Brainstorming alle möglichen Gedankengänge der Jungs/Trainer.

    Üblicherweise werden mehr Minuspunkte aufgeführt werden, aber das ist nicht schlimm.


    3. Clustern

    Sind alle Punkte genannt, überlegt man gemeinsam welche die 2-3 wichtigsten Plus- und Minus-Punkte sind. (auf keinen Fall alle Punkte bearbeiten, nur die drei wichtigsten, sonst verzettelt man sich total)


    4. Handlungsoptionen

    zu den wichtigsten identifizierten Punkten überlegt man, wie man sie entweder verstärken oder abschaffen kann.




    Im Grunde kann man das Endergebnis natürlich vorhersagen:

    + Teamgeist

    - Kondition / Trainingsbeteiligung.


    Durch diese systematische Herangehensweise kann man aber die Kids gut ins Boot holen und motivieren. Schließlich sind sie selber drauf gekommen, dass sie in den Übungen intensiver agieren müssen und häufiger zum Training sollten. ;)

    Aber wenn da die Stimmung schon wegen irgendetwas vergiftet ist,

    Je älter die Kinder werden, um so schwieriger dürfte es werden, regulierend einzugreifen. Von daher würde ich in der Tat jetzt sehr energisch dazwischen gehen.

    Nicht warten, bis es übergekocht ist sondern beim Hochheizen direkt die Energie abdrehen.


    Gemeinsam formulierte Regeln sind in dem Alter schnell aufgestellt, die Jungs in dem Alter wissen sehr genau was wir Erwachsene von ihnen erwarten... Wichtiger scheint mir, die Folgen bei Nichtbeachtung intensiv zu diskutieren und festzulegen.

    Das klingt, als ob die Jungs immer gegeneinander antreten müssten.
    Spielen sie die gleiche Position, stehen also in direkter Konkurrenz? Das könntest du leicht auflösen in dem du sie immer wieder als Team antreten lässt. Oder du stellst sie so auf, dass sie sich auf dem Feld eher nicht begegnen. (Beide im Sturm oder so)

    Wenn du mit den Eltern in Kontakt stehst, dann würde ich wohl mit ihnen besprechen, dass sie ein paar Trainings am Platz bleiben.

    Dann würde ich schon bei der kleinsten Unsportlichkeit (verbale Beleidigung) mit rot dazwischen grätschen und das Training beenden. Wenn die Jungs noch nicht komplett abgezockt sind, dürfte ein derartiger Ausschluss max 1-2 mal nötig sein.