Beiträge von Goodie

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    Um schon mal grundlegend zu antworten.

    Professionell hieße, es wäre ihre Profession,also ihr Beruf.


    Die stehen da aber für nen Appel und nen Ei (für gewöhnlich 450€ Job). Im Sinne des Wortes können Sie also nicht professionell sein

    ganz im Gegenteil!


    Dein Gedankenfehler ist, dass du Beruf mit Vollzeit gleichstellst. Aber es wäre mir neu, dass ein STP-Trainer 38 h/Wo. arbeitet. Und der Gedanke, dass man in Teilzeit nicht qualitativ wertige Arbeit abliefern kann, ist vollkommen absurd!


    Die Frage ist ja vielmehr: wer ist am Markt und wen kann man überhaupt für diesen Job gewinnen?



    Unser STP-Trainer hat seine Lieblinge, die alle "zufällig" im gleichen Team spielen. Dass diese große Gruppe (6 Spieler) beim Spielen die anderen Jungs aus den anderen Vereinen nur anspielen, wenn es sich gar nicht vermeiden lässt, wird nicht thematisiert - läuft ja schließlich im Sinne von Ergebnissen.
    Teambuildingsmaßnahmen gabs auch keine (und hätte es sicher auch in normalen Zeiten nicht gegeben).

    Na ja, warten wir es mal ab. Nach den Ferien geht der Trainer in Rente und wer der Nachfolger wird, wurde noch nicht kommuniziert.

    Wenn ich mich hinsetze und nur zuschaue, oder das Reden einstelle bis Ruhe eingekehrt ist, mache ich doch im Grunde nichts anderes. Ich "bestrafe" die größere Gruppe die Bock hat zu kicken. Einfach weil es nicht vorwärts geht.

    ja na, warten, bis es los geht ist aber Alltag und weniger Strafe.

    Liegestütz oder Strafrunden also Kollektivstrafe hingegen müssen aktiv absolviert werden. Ich kann davon auch nur dringend abraten denn sie treffen die regelkonformen Kinder. Und es ist ein Irrglaube, dass sich ein Klassenclown von Ansagen der Mitspieler beeinflussen lässt. Diese Kinder erhalten so nur weitere Aufmerksamkeit (und der Klassenclown ist negative Aufmerksamkeit gewohnt) und wird deshalb sein Verhalten eher nicht ändern.


    Mein Großer hatte in der F schon einen Marathon an Strafrunden hinter sich, ohne je eine einzige verursacht zu haben. Endergebnis: er wollte dort nicht mehr hingehen.



    Ich würde eher die Störer kurz ausschließen im Sinne von: "du guckst dir die Übung jetzt erstmal von außen an!" Sobald die Übung läuft, ein kurzes Gespräch nach dem Motto: "machste jetzt wieder vernünftig mit?" und zurück schicken.
    Einer meiner Lieblingsansprachen klingen etwa so: "das ist hier nicht die Schule. Fußball ist freiwillig. Wenn du keine Lust hast, bleib weg. Wenn du kommst, mach vernünftig mit. Niemand zwingt dich und wenn du nicht kicken magst, rede mit deinen Eltern, dass sie dich abmelden. Ansonsten bist du weiterhin herzlich willkommen"

    wir haben auch ne interessante Konstellation in der D-Jugend. Der 08er Jahrgang hat eine JSG gegründet mit dem Nachbarverein. Eine JSG muss sich im Ranking hinten anstellen, wurde also (obwohl Altjahrgang) zur D3.

    Endeffekt: Die D1 als Jungjahrgang ist letzter in KK1. An dieser Einteilung war nix zu rütteln...

    Hallo zusammen,

    ich erstelle ja immer Trainings mit Rahmengeschichten, wie ausm Lehrbuch. Nicht weil es in selbigem steht sondern weil es funktioniert. Ich habe aktuell die Jahrgänge 15/16 und es ist ein heilloses Gewusel. Mit Rahmengeschichte bleiben die Kinder ne knappe Stunde bei der Sache, ohne keine 40 Min.
    Dennoch funktionieren einige Geschichten besser als andere. Macht ihr auch solche Erfahrungen und habt Lust, die besten Trainings zu tauschen?


    Mein Shaun das Schaf-Training funktioniert jedenfalls super.

    Zitat

    ich hab keine ahnung wie man die spieler betreuen soll, gleichzeitig den eingang kontrolliert und die abstände im auge hat.

    Delegation heißt das Stichwort. Bei uns gibt's in dieser Saison konsequent zwei Ordner samt Leibchen beim Spieltag und 1-2 Elternteile, die den Eingang kontrollieren / protokollieren...

    Ganz anders hier: Der Kreis wollte Bambinispielfeste mit 4 Teams durchführen lassen. Erst als die Vereine massiv auf die Barrikaden gegangen sind, hat der Kreisjugendausschuss eingelenkt. Dass die Durchführung nach unserer Coronaschutzverordnung so schlicht nicht zulässig war, hat man geflissentlich ignoriert.

    Reicht da nicht ein Blick in die Statistik?

    Mädchen haben ihre Wachstumsschübe mit 12, Jungs mit 14. Während ein 15 Jähriges Mädchen nahezu ausgewachsen ist, legen die Jungs da erst tüchtig zu.


    Ich kenne bisher nur ein fußballspielendes Mädchen in der Pubertät persönlich und selbst sie entwickelt gerade ihre weibliche Seite...
    Ich kann mir gut vorstellen, dass man sich dann in einem Umfeld von Testosteron-Anfängern nicht mehr wirklich wohl fühlt...

    Wir sind jedenfalls mächtig bedient und ich fürchte, dass sich diese Regelung auf die Motivation von vielen Spielern und auch Trainern auswirken wird - mit allen sozialen, psychologischen Folgen, die das mit sich bringen kann. Das wird m.E. von Politik viel zu wenig mitgedacht, welche positiven Effekte hier der Fußball hat.

    Ich verstehe deinen Frust, finde aber dennoch, dass die Fußballer insgesamt noch sehr gut da stehen.

    • Hallensportarten sind deutlich mehr gekniffen.
    • Chöre zum Beispiel sind noch im totalen Lockdown.
    • Schule mit Masken ohne gescheites Konzept und keine Verbesserung in Sicht! (und kommt mir nicht mit Freiwilligkeit, der Druck auf die Schüler ist immens)
    • Kulturschaffende, Schausteller oder ähnliche Gruppen stehen gar vor dem finanziellen Ruin.
    • Vom Tourismus möchte ich derzeit auch lieber nicht abhängig sein.

    Wenn man gedanklich schon das große Rad dreht, dann sollte man auch übern Tellerrand gucken. Und da steht für mich Fußball definitiv auf der Sonnenseite in diesen Zeiten.


    Sorry wenn ich mal pathetisch werde aber diese Pandemie ist für uns hier zur Zeit bestenfalls lästig. Aber frag mal die mit Langzeitschäden... Und es geht rund um den Globus noch mächtig zur Sache.

    Mich macht das eher demütig, dass wir hier weiter in Saus und Braus leben dürfen. Ich hasse die Maske aber das ist für mich persönlich zur Zeit die einzige Einschränkung. Damit kommen wir noch ziemlich gut weg, oder?

    In der F , zumal im Jungjahrgang, kommt es ja noch häufig zu Knubbelfußball. Ich habe mal ein Team gesehen, das hatte klar die Anweisung, den Ball diagonal nach vorne auf die andere Feldhälfte zu dreschen, sobald sie ihn aus dem Knubbel heraus hatten.
    Unterm Strich nicht die schlechteste Anweisung. So haben die Kinder den Knubbel zumindest temporär aufgelöst und so vielleicht gelernt, dass das Feld doch ziemlich breit ist. Zumal sich das Team damit zahlreiche Großchancen erarbeitet hat.


    Ich selber beschränke mich in der F, die Positionen wie Stürmer und Abwehrspieler vorzugeben, vorallem weil die Kinder das einfordern. Allerdings rotiere ich in der F auch noch sehr wild. Niemand ist da Stürmer oder TW. Alle sind alles. Basta. Sprüche wie "der Papa sieht mich aber lieber im Sturm" prallen gekonnt an mir ab. Mir ist auch wurscht, ob die Spieler dann im Spiel ihre Positionen im Eifer des Gefechtes verlassen. Nur beim Einwurf oder sonstigen Unterbrechungen sollen alle wieder auf ihre Position.

    Wenn ein Ergebnis zu eindeutig war, habe ich die F-linge immer eingebremst, indem ich den nächsten Torschützen vorgegeben habe. Spätestens wenn der Dicke Paule dran war, hats gedauert. Witzigerweise haben die Kinder diese Aufgabe zumeist sehr engagiert angenommen. Positionen wurden im Spiel eigenständig getauscht, damit der vorgesehene Torschütze auch in Position kam.


    Aktuell ist unser Problem: Wir schaffen es, den Ball zu erobern und vielleicht sogar den ersten Pass zu spielen oder den ersten Gegenspieler auszudribbeln. Dann laufen wir aber auf 2 Verteidiger zu, die 5 Meter vor dem Tor stehen und am besten doppelt so groß und doppelt so schwer sind wie unsere Jungs.

    Wenn die da festgewurzelt stehen, kann man diese normalerweise mit Tempo gut umdribbeln. Eine meiner Einspielübungen vor dem Spiel ist: A passt von neben dem Tor zu B an der Mittellinie, B dribbelt los und A läuft ins Feld und wird zum Abwehrspieler.

    Keine Sorge, je erfahrener deine Kinder werden, um so weniger Mühe werden sie mit diesen statischen Abwehrspielern haben.

    Ich sehe MK auch durchaus kritisch. So manche Kasse ist prall gefüllt und dennoch wird man regelmäßig um die fälligen Beträge "gebeten". Rechenschaft gibt auch niemand ab und so verdoppelt sich so mancher Vereinsbeitrag. Dazu dann noch Eigenanteil für Trikots etc... wehe dem, dem diese Beträge weh tun.


    Dennoch gilt auch für mich: ich mache den Engagierten nicht das Leben schwer!


    Ich führe in meinen Teams keine MK und erbitte die Kostenübernahme, wenn die Kosten angefallen sind. So hat jedes Kind letztes Jahr einen Hoodie erhalten, den die Eltern a) abgesegnet und b) bezahlt haben.

    Mannschaftskasse in die Hand der Eltern legen und fertig.


    Die fairste Methode ist übrigens in meinen AUgen, am Ende der Saison alles auszubezahlen und zur neuen Saison frisch zu starten. Da man sich gewöhnlich auch für eine Saison verpflichtet, kann man das so auch verargumentieren.

    Ansonsten kann man mit den Kindern/Eltern durchaus auch mal sprechen, ob Fußball wirklich der richtige Sport ist. Manche brauchen nur einen kleinen Schubs, um sich etwas geeigneterem zuzuwenden. So hab ich mal mit einem Untalent gesprochen, der eigentlich lieber segeln wollte. Ein anderer tanzt inzwischen.


    Viele fangen in jungen Jahren an weil es alle machen oder weil der Papa auch... In der D wissen die meisten ihre Leistung einzuschätzen, dennoch finden sie manchmal keinen Absprung.

    Der Ball ist einfach nicht jedem gegeben und oft gibt es sinnvolle Alternativen.

    Ich bin da bei Sir Alex, dass es einfach eine Vielzahl von Geschichten / Familien / Gründe gibt und dass es DEN Standardfall gar nicht gibt.
    Beisteuern kann ich bei der Aufzählung nur noch die Eltern, die als Sprecher ihrer Kinder auftreten. Wo die Kinder zwar abends gefrustet daheim hocken, aber im Training nie den Mund aufmachen würden.


    Ich kenne genug Kinder denen man mit einer "Führungsrolle" keinen Gefallen tut, andere hingegen sind eher die Rampensau und sonnen sich im Mittelpunkt. Den richtigen Weg gibts wohl nicht aber das Feld der Möglichkeiten ist doch gerade beim Fußball ausreichend groß, so dass jeder sein Plätzchen finden kann. Auch wenn es vielleicht ab und an mal dauert.