Hier sehe ich auch den positiven Effekt beim Homeschooling. Hier lernen die Kinder sehr gut mit dem Notebook und sinnvollen Microsoft-Tools umzugehen.
Ansonsten überwiegen aber natürlich die negativen Seiten, vor allem die fehlenden Sozialkontakte der Kinder.
Hier vermischt sich gerade online/offline. Die Kinder spielen mit Klassenkameraden ein Onlinespiel. Dazu verabreden sie sich für eine feste Uhrzeit und zocken miteinander. Per Audio wird sich angefeuert, gewarnt, gelacht, gemault.
Und jetzt bin ich ehrlich gesagt mit meinem Latein auch etwas am Ende. Zuvor waren die Onlinezeiten bei uns auch stark eingeschränkt. Aber ist das nicht eine der wenigen Formen des Miteinanders? Bei uns sind die Onlinezeiten stark gestiegen. Rein auf die Uhr darf man echt nicht mehr gucken.
Homeschooling, Musikunterricht, Onlinetraining, zocken, youtube...
Und so sind zocken und youtube nur ein Teil des (online)Tages. Immerhin.
Mir fällt folgendes auf: Die Online-Varianten funktionieren immer dann ganz gut, wenn sie eine gewissen Verbindlichkeit haben. Die Musikschule unterrichtet regelmäßig und so gut es eben geht.
Beim Fußball war lange nix los, jetzt macht man mal ne Konferenz, so richtig aber doch nicht... die Beteiligung ist nicht gut, also macht man noch weniger... die klassische Abwärtsspirale... Klar, ein Mannschaftssport ist was anderes als ein Instrumentalkurs. Aber die Motivation sich überhaupt zu bewegen ist im Sinkflug.
Aber wer kann sich zur Zeit schon frei machen von einer gewissen C-Müdigkeit...
let1612 ich finde deine Einwürfe etwas sehr optimistisch...
Homeoffice als Stressentzerrer? Sicher, wenn man künftig 1-2 Tage daheim arbeitet, den Rest im Betrieb, dann mag das ne Regelung sein, die allen was Positives bringt. Ich bin aber jetzt seit Wochen permanent im Homeoffice und mein Stressfaktor steigt langsam aber kontinuierlich. Weil Kommunikation schon immer schwierig ist aber es nur noch per Telefon noch schwieriger wird.
Plätze vor 17 Uhr belegen? Wie sollen die Kinder denn bitte an den Platz kommen? Selbst bei den Kleinsten sind viele in Betreuungen bis 14, 15 oder gar 16 Uhr. Auch daran wird sich auch nach einer Pandemie nicht viel ändern.
Onlineseminare können sicher dauerhaft etabliert werden und werden ihr Publikum finden. Wobei ich gerade den Austausch mit den anderen bereichernd fand.
- wo sind die Vereine, die daran denken in "Betreuungszeiten" Training anzubieten? Dann würden Trainingsplätze sogar morgens benutzt werden.
- wie können sich die Vereine neu aufstellen, wenn es zukünftig einen Wechsel zwischen Präsenz- und Onlineunterricht geben wird?
- wo sind die Konzepte diese neuen Möglichkeiten im Sinne der Vereine zu nutzen.
Diese 2-3 Jahre Corona können uns 10-20 Jahre voran bringen, wenn wir die Möglichkeiten nur nutzen.
Diesen Frage finde ich eher kindlich-naiv. Wo sollen denn das Personal her kommen, für diese "neuen" Vereine?
Für wahrscheinlich keinen von uns Trainern wird sich nach Corona etwas am Konstrukt "Erwerbstätigkeit" geändert haben. Und das Ehrenamt kommt halt on top.
Ich würde meinen Job sicher nicht schmeißen, nur weil man mir künftig 11 €/Std. für Vereinsarbeit anbieten würde.
Die Vision von Schule bis 16 Uhr und dann sind die Kinder wirklich fertig, haben gelernt, gesportelt und musiziert, hatte ich ja schon vor langem hier mal geäußert. Aber dass Verein - wo man ja hingehen oder gebracht werden muss - hier in eine Marktlücke springen könnte, sehe ich nicht.
Ja, es wird eine neue Form der Normalität geben und irgendwann wird sich auch das kulturelle Leben wieder zurecht geruckelt haben. Aber das wird noch richtig lange dauern.