Beiträge von Goodie

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    @Powerzwergenpapa
    Siehst du denn die Erklärungen als Hol- oder Bringschuld?
    Am Anfang des Trainings will ein Trainer die Kinder begrüßen (derer hoffentlich viele), kurz den Eltern die Hände schütteln, kurz noch was organisatorisches loswerden und aufbauen. Schon in der Zeit dürfen viele Kinder machen was sie wollen - der Trainer ist ja zuständig und kann sich um div. Konflikte, Schnürsenkel, Tränen o.ä. kümmern. Kurz: es ist total wuselig.
    Viele sind schon sehr zeitig am Platz, die Eltern eher nicht. Echte Zeit für ein Gespräch ist nicht! Das mag sich ändern wenn die Kinder größer werden, bis zur U10 beobachte ich aber genau dies.


    Am Ende des Trainings sieht es oft ähnlich aus. Aufräumen, einpacken, Trainer sind bepackt wie Esel. Die Eltern jedoch sind als erstes verschwunden. Mal mithelfen, wenn ein Tor vom Platz muss? Da muss man schon jemanden gezielt bitten.


    Wenn du ein Vater bist, der einfach mal mit anpackt, dann bekommst du auch Antworten! Ich stehe in sehr gutem Kontakt mit den Trainern meines Großen und bekomme sehr wohl die Meckereien anderer Eltern am Rande mit. Mal ist die Kritik berechtigt, mal nicht. Aber was diesen Eltern fehlt ist der A... in der Hose, dies mal vernünftig mit den Trainern zu besprechen. Und nein, wir als Eltern erwarten nicht, dass der Trainer zu jedem einzeln kommt und sein Konzept vorstellt.


    Wir haben bei einem FS bei den Bambinis mit den Gegnern ein Spiel abgestimmt, bei dem eher die Anfänger spielen sollten. Dementsprechend haben wir die stärksten 6 Kinder daheim gelassen und mit ALLEN Eltern vorab einzeln gesprochen.
    Fazit: die Eltern der Besten und die Eltern der Anfänger waren tiefenentspannt und mit der Regelung sehr zufrieden. Wie gesagt, es ging um eins von 6 FS. Die Eltern der mittelstarken waren dann mal so gar nicht erfreut, warum ausgerechnet ihr Starspieler mit den Anfängern mit sollte. Dass genau diese Kinder total profitieren wenn sie mal die Besten sind, ist doch diesen Helikoptereltern wurscht.
    Ein Turnierchen später haben wir zwei möglichst gleichstarke Teams gebildet und oh Wunder, die Kinder haben auch mal ein Spiel verloren. Wieder das Geheule der immer Gleichen.


    Diese Eltern bringen ja problemlos in einem Satz zum Ausdruck, dass sich das eigene Kind super entwickelt hat aber das Training und die Orga scheiße sind.


    Ich will dir sagen, wie diese Meckereltern das gerne hätten:
    Bitte bastelt mir ein Team um mein Kind, damit sich mein Kind optimal entfalten kann und baldmöglichst entdeckt wird. Die anderen Kinder sollen deshalb bitte minimal schlechter sein als meins. Und ausgewechselt werden ausschließlich die anderen, gell? Schließlich investieren wir viel in die Karriere unseres Kindes. Und dich, Trainer, haben wir sowieso im Auge. Wenn du meinen Sohn noch einmal anpflaumst, dass er sich nach einem Foul bei dem heulenen Kind entschuldigen soll, dann ist was los.

    Ich glaube, die Probleme auflisten kann jeder.
    Die Frage ist doch eher, woher man die Leute bekommen will, die sich dessen annehmen.


    Ein Jugendleiter müsste die ganze Woche immer wieder zu allen Trainings gehen, kontrollieren, Gespräche mit Eltern und Trainern führen und natürlich auch zu allen Spielen präsent sein, die im dümmsten Fall auf zwei Plätzen verteilt stattfinden.
    Dazu kümmert er sich dann um so Kleinigkeiten wie Turnhallenzeiten, Spielerpässe etc und darf dann auch noch als Prellbock herhalten für Erwachsene, die einer offenen Kommunikation nicht mächtig sind. Na prima. Viel Spaß bei der Jobbesetzung. DAS wäre ne Vollzeitstelle für einen Sozialarbeiter mit Helfersyndrom! Und wenn sich hier noch ne Frau aus der Deckung wagt, ist sie noch gleich dem Vorwurf ausgesetzt, sowieso keine Ahnung zu haben.


    Jeder, der meckert sei einfach mal eingeladen sich einzubringen! 8 h mitgearbeitet und einen Kuchen gebacken: einmal frei meckern... oder so :thumbup:


    Außerdem dürfte so ziemlich jeder Trainer immer mit auf ein Bierchen gehen, wenn ein Elternteil was klären möchte, oder? Könnte so einfach sein, wenn jeder mal nett wäre.

    Kann es sein, dass ihr das meiste per Whatsapp kommuniziert anstatt einfach mal miteinander zu sprechen? (Telefon, persönlich?)
    Wenn das Problem ausschließlich die Kommunikation ist, empfehle ich ein gemeinsames Bierchen. Wenn die Konzepte weit auseinander driften, dann solltest du dir ggf. einen Verein suchen, der besser zu dir passt.


    Ein Trainingslager ist für die Kinder ein super Erlebnis, was dagegen spricht erschließt sich mir nicht.

    Ich glaube, auch hier hilft Aufklärungsarbeit von Anfang an: Fußball spielen heißt viele Stunden am Platz, auch am Wochenende... Das muss man so manchem durchaus sagen...


    Und doch, man darf sich auch über die schlimmsten Exemplare aufregen!

    Ich glaube übrigens, dass sich auch Geduld lohnt. Einige werden von ihren Eltern abgemeldet, wenn die Kinder nicht so gut sind, wie sie sich das vorstellen. Was ich sehr schade finde denn die Kinder sind doch bei den Bambinis so klein!


    Unser schüchternster Junge hat gestern freiwillig mit mir gesprochen :D und ist einige Male aktiv zum Ball gelaufen. In den letzten Wochen hat er immer mehr Mut gefasst... Wird schon!

    @Goodie, ihr versteht euch offenbar selber als "Dorf" und da möchte ich wirklich nichts gegen sagen. Aber aus meiner Sicht sind 17.000 EW für einen Verein ein großes Einzugsgebiet. Kein Wunder, dass ihr in allen Jahrgängen mehrere Mannschaften habt.

    Stimmt, für ein "Dorf" sind wir in der Tat schon recht groß. Da wir am Rande des Ruhrgebiets liegen, verschieben sich wohl die Blickwinkel im Vergleich zu einem echten Dorf im Emsland oder in Meck-Pom. :D Aber unser Stadtteil ist echt dörflich/landwirtschaftlich geprägt.


    Natürlich ist die Größe des Einzugsgebietes ein sehr wichtiger Faktor. Kaum wird man jedoch was größer, dann wird auch die Konkurrenz um die Kinder größer. Und schlussendlich muss man sich eh fragen, ob das Konstrukt Schule - Betreuung - Familie - Verein noch passt.
    Alle scheinen am Stock zu gehen aber neue Wege und bessere Lösungen sind noch nicht mal angedacht. :S

    das eine schließt das andere ja nicht aus... :rolleyes: Auskotzen und vielleicht nochmal ein neutrales Statement von anderen zur Nervenberuhigung...


    Unser abtrünniger Co-Trainer stand wohl mit nur 4 Kindern zum Trainingsauftakt da. Hat er sich sicher auch anders vorgestellt... Und witzigerweise sind aus unserer Sicht "die richtigen" (also Eltern) gegangen.

    ein festival anschauen! Auch wenn es vielleicht weit ist, kommt nach erlangen.

    Ich möchte auch noch mal darauf hinweisen, dass ich überhaupt nichts gegen Funino habe!!!
    Aber es hilft halt all denen nicht weiter, die von Funino räumlich und organisatorisch weit entfernt sind, wenn man es als die einzig akzeptable Variante darstellt. Wir lernen gerne dazu, übernehmen Ideen und Spielformen ins Training. Aber dass wir jetzt den Kampf gegen die Windmühlen aufnehmen um den Landesverband davon zu überzeugen... ganz ehrlich? Soviel Zeit & Energie habe ich nicht.


    Und ja, Erlangen ist weit! Ca. 5 h von uns ... :D
    Also: ohne Moralkeule lese ich auch gerne weiter mit... :thumbup:

    Trainieren die Kinder denn auch mal zusammen? Irgendwie scheint es ja auf der Ebene der Kinder auch nicht zu funktionieren. Vielleicht hilft es, dass rollierend 4 Kinder aus der E2 einmal die Woche bei der E1 mittrainieren, damit sich die Kinder besser kennenlernen.

    vereinsamte Torhüter in riesentoren, fixierte verteidiger, zu wenig Ballkontakt und ferngesteuert ohne Ende.

    Ich hoffe du hast noch einen Blick dafür, dass es viele viele Trainer auch anders machen, trotz 7:7


    Wir haben vier Spiele beim Spielfest; heißt bei uns 4 Torhüter, die vielleicht in ihren 15 Min im Tor wenig zu tun haben. Danach gehts aber im Feld weiter. Wobei zwei unserer TW am Wochenende spitzenmäßig gehalten haben und stolz wie bolle vom Platz sind.
    Bambini heißt bei uns auch möglichst wenig Einflussnahme. "spiel zu Kevin" wirst du bei uns nicht hören.


    Wir waren am Sonntag mit den Fußballkindern in anderer Mission unterwegs und da gabs dann im Auto die "Spieltagsanalyse". :D Das war so geil, ich hab das Radio ausgemacht und den Sechsjährigen gelauscht.


    "Paul, ich wollte mich für die tolle Flanke gestern bedanken"
    "Ich wollte mich auch bedanken, dass ich der Beste bin - weil ihr manchmal die Stürmer nicht stoppen könnt, kann ich dann in der Abwehr den Ball immer ins aus schießen"
    "Der mit der 3 in gelb hat mich immer beleidigt. Aber der Leon hat ihm ja dann ein Bein gestellt. Hat der jetzt davon"
    "Haste meinen Abschlag gesehen? So gut hatte ich den noch nie getroffen und Niklas musste den nur noch reinschießen"
    "Moritz, bei dem Gegentor konntest du wirklich nichts machen!"
    "Und Konstantin hat gestern auch abgespielt, cool, ne?"


    So manches mal dachte ich zwar "ach du jeh" aber unterm Strich war das einfach nur kindlich süß. Da wächst ein Team zusammen! Und leere Blicke weil sie die gesamte Spielzeit am Tor rumgestanden haben, gibts bei uns nicht.


    Funino mag eine tolle und von mir aus auch deutlich bessere Spielform sein aber dass deswegen alles andere nicht taugen soll, wird der Sache auch nicht gerecht.
    Hier in NRW hat noch fast keiner was von Funino gehört.

    Sorry, aber kann es sein, dass du den jungen Kollegen von Anfang an nicht gerade aufgeschlossen entgegen getreten bist?


    Was spricht gegen einen Elternabend? DAS ist eine der Empfehlungen des Kinder- und Jugentrainerlehrgangs.
    Was spricht dagegen, auf Nummer sicher zu gehen und erstmal nur ein Team anzumelden, zumal ja sonst jeder der beiden Trainer ein Team alleine hätte bewältigen müssen.


    Ich vermute, schon hier wurde das Kind in den Brunnen geschubst!
    Alles was danach passiert ist (durchaus sehr sehr unschön!) könnte schon Wirkung sein.


    Wenn du selber als Trainer aktiv warst, dann müsstest du eigentlich wissen, wie unangenehm es ist, wenn man Gegenwind erfährt. Man macht sich Gedanken, engagiert sich und alle um einen herum wissen es eh besser. Lasst die Jungs doch erstmal machen. Viel sinnvoller wäre es, seine Unterstützung anzubieten. So könnte die Entscheidung, für die Rückrunde zwei Teams zu melden, in die andere Richtung zu beeinflussen werden.


    Hast du denn mal um einen Termin mit den Trainern und dem Vorstand gebeten, um die Sache nochmal in Ruhe und möglichst sachlich zu besprechen? Ggf. mit noch einem Elternteil eines ausgemusterten Kindes?

    Woran erkennt man denn einen Dorfverein?


    Wir wohnen in NRW und da sind die echten Dörfer selten. Eher dass es Stadtteilvereine gibt.
    Unser Stadtteil (17.000 Einwohner) hat dörflichen Charakter und wir verstehen uns als Dorfverein. Dennoch haben wir uns einen guten Ruf erarbeitet und wir haben keine Nachwuchssorgen. Alle Jahrgänge sind doppelt besetzt...


    Und die Kinder sind durchaus :thumbup: Und die gewinnen auch Turniere, wen sie alt genug sind. Bis zur F einschließlich gibts hier nämlich keine Turniersieger (FPL)

    Additiv würde ich ein bißchen Zeit in Teambuilding investieren. Lieber mal ne Trainingseinheit ins Kino verlegen als krampfhaft versuchen, die Lücken zu den besseren Mannschaften schnellstmöglich zu schließen.


    Ich komme vom Volleyball und da fängt man erst mit ca. 10 an. Ich hatte seinerzeit auch die Reste (E2) übernommen und die Kinder konnten anfänglich fast nichts. Gerade in dieser Zeit habe ich versucht mit zahlreichen externen Aktivitäten die Laune hochzuhalten.
    Übernachten am Platz, Trainingswochenende in einer Jugendherberge, Grillabend, Zocken im Sand (Beachvolleyballanlagen) oder in einer Soccerhalle, Stadionbesuch...


    Mit Neunjährigen kann man sich auch mal zusammensetzen und z.B. mit Karten die Wünsche und Vorstellungen abfragen. Was können wir machen um besser zu werden? Was stört euch? Was war früher doof und wie kann ich diese Fehler vermeiden...

    Update von uns: Unser Ex-Co-Trainer und besater Vater wollen im Verein bleiben und gründen eine neue Mannschaft gleichen Jahrgangs. Angeblich (Buschfunk) würden noch drei Kinder mit wechseln wollen. Dazu gibts noch ein Kind auf der Warteliste. Da wir wohl noch mit weiteren Anfragen rechnen können, ist das ja gar nicht so falsch.


    Ich habe mich auf jedenfall entsprechend positioniert und lasse mich nicht provozieren. Die Kinder, die wechseln wollen können das gerne tun. Ist ja so ne Art Vertrauensfrage. Aber echte Sorgen mache ich mir eigentlich nicht, dass jetzt bei uns die große Abwanderungswelle startet. Das empfinde ich gerade alles irgendwie als reinigendes Gewitter.

    Btw, auch wenn mich jetzt einige für einen esoterischen Spinner halten: Kindergruppen sind Mondphasenabhängig. Immer kurz nach Vollmond kann man Kindergruppen knicken! Achte mal drauf. :D
    An solchen Tagen kann man nicht mal nen Ball in die Mitte werfen und die Kinder "nur" spielen lassen, die hauen sich die Köppe ein. :S


    Wir kommen eigentlich ohne Strafen aus. Höchstens wenn die Kinder sich vollkommen daneben benehmen und z.B. einen anderen absichtlich treten o.ä.
    Wann kommt es denn zu den beschriebenen Situationen?

    Ich möchte dir mal einen "Artfremden" Text zur Hand geben in der Hoffnung, dass du damit was anfangen kannst. Bitte lass dich nicht von den "Ohrfeigen" ablenken, die Aussage ist dennoch hilfreich *find* Ersetze Ohrfeigen z.B. gegen anschnauzen


    Aus einem Artikel, wo eine verzweifelte Mutter Rat sucht
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    ErZIEHung oder doch ErDRÜCKung?


    Klapse, Ohrfeigen, Strafen, sind DRUCKmittel und Zeichen, dass dem Betreffenden nichts eingefallen ist, was ZIEHT.
    Das bedeutet ganz konkret: Er kennt offensichtlich 50 % der Möglichkeiten nicht, und damit zeigt er eine riesige Schwäche.
    Wenn er sich dann noch selber austrickst und meint, zwei Klapse könnten erreichen, was einer nicht geschafft hat, offenbart er, dass ihm nicht nur die Sogwirkung fremd ist, sondern auch die 50% Druck nicht verstanden hat.


    Damit gibt ist der Weg in Burnout und Depression frei denn immer mehr Menschen leiden darunter, dass ihre Druck- und Kampfmittel verbraucht sind und nicht mehr wirken.
    Wenn wir also über den Augenblick hinausschauen, schaden Klaps und Ohrfeige niemand so sehr wie denen, die sie ausgeteilt haben.
    Es gibt eine ganz einfache und praktische Nagelprobe für wirkliche und wirksame ErZIEHung. Mit Druck wäre es ja ErDRÜCKung:
    Probiere das, was du mit dem Kind vorhast, zuerst mit dem Chef aus!


    Schon in 20 Jahren könnte das Kind Dein Chef sein.
    Wenn wir von unserem Chef was wollen und es geht schwer, lassen wir uns was einfallen, was ZIEHT. Bei Kindern und Menschen in der Hierarchie unter uns benutzen wir gewöhnlich nur körperliche Überlegenheit und Amtsmacht und machen DRUCK.
    Mit Druck können wir nicht zeigen, wie intelligent wir sind und wie vorteilhaft es wäre, uns nachzuahmen. Wenn ich dagegen meinen GEIST benutze, zeigt er mir, was ZIEHT, und mit der entstehenden Sogwirkung kann ich die Kräfte lenken.


    Weil das der Bauer verstanden hat, spannt er die Pferde nicht hinter sondern vor den Wagen. Daraus könnten wir für ErZIEHung was lernen.
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