Beiträge von Goodie

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    So ein Thema hat ja immer zahlreiche Facetten.


    • Ärgerlich wird das für mich immer dann, wenn man Kinder wegen übervollem Teams wegschicken muss und dafür eine Familie einen Platz blockiert, ohne wirkliches Interesse zu haben. Man kann dann besagtes Kind in den "Überhang" nehmen aber das ist auch kein langfristig tragbares Modell denn wenn dann mal alle da sind, steht man mit 20 Kindern in einer Mini-Keksdosen-Turnhalle...
    • In einem Team wo es auf jeden einzelnen ankommt, ist es auch doof. An jedem Wochenende zu bangen ob das Kind kommen darf oder nicht ist dem Trainer und dem Team gegenüber unfair.
    • Entspannt können sich wohl nur die zurücklehnen, die ein gesundes Polster an Spielern haben.


    Bei Eltern/Kindern, die prinzipiell Interesse haben, weiß man warum ein Kind nicht kommt. Kommunionsunterricht, Omas Geburtstag, Schule, allgemein ein Motivationstief... mit all dem kann man gut umgehen. Wenn aber einer mit dem Trainer "lalelu" spielen will - sorry, da bin ich auch raus. Da würde ich dann auch deutlich.
    Wobei wir gleich am Anfang, wenn wir ein Kind aufnehmen, mit den Eltern über unsere Erwartungshaltung sprechen. Dass wir schon im Spielbetrieb sind und dass wir uns die Unterstützung der Eltern wünschen, sowohl das Kind regelmäßig und pünktlich zum Training und zum Spiel zu bringen, wie auch das restliche Drumherum wie Kuchen backen oder Trikots waschen. Das absolute Minimum ist, das Kind rechtzeitig abzumelden, wenn es nicht kann. Das klappt übrigens bei uns gut.


    Ich glaube, wenn man ein Gespräch sucht, spielt man lediglich das Zünglein an der Waage, dass ein Kind dann entweder mitziehen kann/darf oder aufhört. Beides wäre für mich jeweils in Ordnung denn mittelfristig würde die Entscheidung eh in diese Richtung gehen. Wenn es aufhört, muss man ja auch nicht im Stress auseinander gehen und ggf. findet das Kind den Weg zurück.


    Für mich ist im Sport die intrinsische Motivation entscheidend. Alles andere ist Käse und führt zu nichts. Wobei das für einen außenstehenden schwer zu erkennen ist, ob ein Kind von sich aus kommt oder weil es die Erwartungen des Umfeldes erfüllt. Das herauszufinden fällt ja so manchem Erwachsenen schwer.



    Was aber meiner Meinung nach gar nicht geht ist ein Kind, welches noch nicht selbstbestimmt agieren kann (Stichwort: Mutter zieht nicht mit), abzustrafen und beim Spieltag nicht mitmachen zu lassen. Das halte ich sogar für kontraproduktiv bei einem Kind, welches erst ein halbes Jahr dabei ist. Gerade vor dem Hintergrund, dass ein Spiel zu Kifu-Zeiten doch als dritte Trainingszeit betrachtet werden sollte... Oder käme jemand auf die Idee zu sagen: wenn du dienstags gefehlt hast, darfst du donnerstags auch nicht kommen?

    Goodie: dass ich als Jüngerer in einer Altersklasse höher spielen darf, das nutzen die NLZ ja oftmals. Dies geht im Jugendbereich gut, beim Übertritt in den Erwachsenenbereich ist dies jedoch eingeschränkt.

    Ist das denn dann noch von Nöten?

    Im Grunde geht es doch bei diesem Thema um die Grenzen des Vereins-Kleinkleins im Kinder- und Jugendfußball. Große SGs und JSGs und JFVs mit vielen Kindern haben viel mehr Möglichkeiten entsprechend des Entwicklungsstandes und der Fähigkeiten der Kinder zu differenzieren.

    Wir haben zur Zeit drei 2010er Teams mit je 12 Kindern. Die sind nicht sortiert und ich glaube, das würde im Verein auch Mord und Totschlag geben. Dieses Differenzieren ist nämlich überhaupt nicht gewünscht (Kinder/Eltern) und wir möchten auch keine selektierte Truppe sondern erfreuen uns an den Kindern die wir haben und versuchen alle gemeinsam weiter zu bringen. Man wächst doch zusammen, sowohl Kinder/Trainer wie auch die Elternschaft.



    Vor Jahren hatte ich in meiner Volleyball-E-Jugend einen Jungen dabei, der hätte C-Jugend spielen müssen. Nicht sonderlich groß und gänzlich talentbefreit spielte er schon vier Jahre bei den Kleinen mit. Ich bin dann immer zu den gegnerischen Trainern, hab ihn vorgestellt und gefragt, ob ich ihn einsetzen dürfte. Die Trainer haben beim Einspielen einen Blick auf ihn geworfen, mir mitleidig auf die Schulter geklopft und ihr Einverständnis gegeben.




    Wie Kinder einteilen würden? Ganz einfach: die besten vier gegen den ganzen Rest! Hilft den Nixkönnern aber auch nicht.

    Allerdings kommen diese Unterschied bereits daher das versucht wird Unterschiede in der Entwicklung auszugleichen. Frühentwickler können auf Antrag (und ich glaube Test) eher Beginnen. Spätentwickler können zurück gestellt werden. Das ganze zielt ja bereits wieder darauf ab ein starres System bzw. eine starre Einteilung den wahren Gegebenheiten im Kinderbereich anzupassen. Nix anderes würde man sich eben im Fußball auch wünschen.

    Das stelle ich mir jetzt aber beliebig kompliziert vor. Du kannst ja immer ein Kind einen Jahrgang höher spielen lassen, insofern kannst du einem Überflieger gerecht werden.



    Natürlich könnte man sich an der Klasseneinteilung der Schulen (gleicher Stichtag) orientieren, so könnten wenigsten Klassenkameraden in der gleichen Mannschaft spielen. (bei den Stichtagen gibts ja sogar von Bundesland zu Bundesland unterschiede... :S ) Doch am Ende hast du immer Kinder, die nahe am Stichtag liegen.


    Was aber machst du ggf. mit einem Spätentwickler der bei den jüngeren spielt und der dann seinen Entwicklungssprung endlich gemacht hat? Muss er dann mitten in der Saison das Team wechseln? Die Tücke liegt wie immer im Detail.


    Hier bemüht man sich, die Kinder gemäß ihres Leistungsstandes zu Staffeln zusammen zu stellen. Und es wird auch korrigiert, wenn ein Team gänzlich falsch zusortiert ist. Einzelne Kinder jetzt noch umzustecken dürfte sich kaum in ein Regelwerk integrieren lassen, welches ja für alle Eventualitäten gelten muss. In dem Zusammenhang könnte man ja auch noch Inklusion diskutieren. Dann wird man gar nicht mehr fertig.

    Natürlich sind die Kinder abhängig von ihren Eltern, solange sie auf das Mamataxi angewiesen sind. So was muss ja auch alles familiär darstellbar bleiben.
    Mein Gedanken geht aber in eine andere Richtung und basiert auf meinen ganz persönlichen Erfahrungen: du kannst dir den allerwertesten aufreißen, Trainingscamps machen, Ausflüge, immer pünktlich, immer freundlich, immer da...


    Am Ende des Tages ist das Gras auf der anderen Seite des Zauns grüner und Spieler kommen oder gehen (ist ja beides auch legitim).


    Schlussendlich befinden sich die Vereine ja durchaus in Konkurrenz. Die Vereine die auf JSGs angewiesen sind, werden auch eifersüchtig auf eure Strukturen sein und versuchen gegenan zu kämpfen um nicht ganz aufgeben zu müssen. In unserem "Dorf" hat schon vor Jahren ein Verein aufgeben müssen. Zur Zeit geht es hier in der Region vermehrt denen an den Kragen, die noch einen Ascheplatz haben.

    Einige davon (Leistungsträger aber auch andere) wurden zuletzt immer wieder durch Versprechen und Zusagen meist an die Eltern in den Vereinen gehalten. Nun soll scheinbar auch unser Hallenergebnis dazu verwendet werden Spieler (oder vielmehr Eltern) von einem Wechsel abzuhalten.

    Meinst du wirklich, dass sowas gelingt?
    Vielleicht sollte man dem Thema (warum gelingt ein Verein/Team und warum nicht) mal eigenen Raum geben...

    Ich wäre froh, wenn die gegnerischen Trainer im Zweifel nach den Pässen fragen würde. Wir haben nämlich auch zwei Riesen dabei. Große, kräftige Kinder, die den Rest um fast einen Kopf überragen. Das Getuschel kann man zwar immer gut hören aber ein offenes Wort sucht kaum einer.


    Auf der anderen Seite würde ich mir einfach Ehrlichkeit wünschen. Was würde passieren, wenn der Gegner kommt und sagt: "Wir haben zwei dabei, die sind zu alt, wir haben sonst kein Team zusammenbekommen"? Wahrscheinlich nicht viel außer der Ansage, beim nächsten Mal dann jüngere statt ältere mitzubringen.

    Ist in der FPL vorgesehen Spieler die ein Foul begehen vorübergehend auszuwechseln? Wäre mir neu.
    Klar bei einem absichtlichen Foul sollte man mal schauen, was man macht, aber wer will den hier Absicht zwischen Unkoordiniertheit (gerade in der F) unterscheiden?

    Nein, ist nicht vorgesehen aber ich finde das dennoch ein gutes Mittel.
    Man kennt ja seine Kinder: A grätscht ohne Rücksicht auf Verluste, B nimmt immer wieder den Ellbogen hoch bis auf Hals/Kopfhöhe des Gegenspielers, C schubst mit den Händen. Immer wieder weist man im Training darauf hin. Es ändert sich eher wenig.


    Da wir nicht viel davon halten, die Kinder quer übern Platz zurecht zuweisen, das aber auch nicht dulden wollen, wird das Kind bei uns eben kurz rausgenommen und mal wieder aufgefordert, den Arm unten zu lassen, nicht zu grätschen und nicht zu schubsen.


    Die Fouls, die sich auf Grund von Ungeschicklichkeit ergeben, meine ich damit nicht.

    Hast du schon mal mit einer F1 gegen Greuther Fürth oder den Club gespielt? Du wirst dich wundern, wie die zu Werke gehen und was der Trainer dort für Ansagen macht.

    Ganz ehrlich? Die interessieren mich nicht. Auch nicht BVB oder HSV oder wie sie alle heißen.
    Es geht mir um Otto-Normal-Vereine. Mit normalen Kindern, mit normalen Trainern.


    Hier im Kreis musste JEDER Trainer von FPL-Teams vor der Herbstrunde zu einer Schulung. Genutzt hat es augenscheinlich wenig. Während es draußen alles noch ganz ok war, war es nun in der Halle grauenhaft. Die Eltern nah dran (lässt sich ja nicht anders machen), die Trainer übermotiviert, die Turnierleitung musste dann doch noch unbedingt ein "Vergleichsspiel" abhalten...



    Bei unseren Bambinis achten wir penibel darauf, dass die Kinder fair spielen. Wenn einer ein Foul begeht, wird er ausgewechselt, belehrt und darf dann kurz danach wieder rein. Bei absichtlichem Foul (ja, Nachtreten kam auch schon vor) ist dann auch schon mal ein paar Min. an des Trainers Seite fällig. Für uns vollkommen normal! Ich hoffe, das läuft bei unseren Hallenterminen besser als bei der F am Wochenende.


    Ich glaube prinzipiell an die FPL! Aber in der Halle scheint das gar nicht zu klappen. Boar können Erwachsene bescheuert sein! Warum suchen sich die Sympatieträger kein eigenes Hobby. Ich empfehle ab einem gewissen Alter Skat.

    Aus der Arbeitswelt kenne ich folgenden Ansatz: (ich übersetze mal in den Sport)


    Frage: "Was läuft gut, was nicht?"


    Du gibst jedem Spieler 6 Karteikarten, drei rote, drei grüne. Auf die grünen sollen die Spieler drei Dinge aufschreiben, die ihnen gut gefallen (Je Karte ein Aspekt). Auf die roten drei Dinge die sie nerven. (Vollkommen unmoderiert, da kann dann von kratzigen Trikots bis zur letzten Teamfahrt alles drauf stehen).


    Dann soll jeder reihum seine Karten vorstellen und erläutern (du auch!). Sie kommen dann an die Wand. Mehrfahrnennungen sind gut und werden zusammengehängt. Wenn sich aus der Vielzahl der Karten drei Favoriten (pos./neg.) rauskristallisieren, dann kannst du gleich weiter gehen. Wenn nicht, dann musst du fragen: "welche Punkte findest du am wichtigsten?" Jeder malt einen Punkt neben die entsprechende Karte.


    Wenn die drei wichtigsten positiven und negativen Punkte identifiziert sind, stellst du die nächste Frage. Was kannst du tun, damit die guten Dinge verstärkt werden und was damit die negativen Punkte abgebaut werden können. Auch hier: Karten ausgeben und jeden seine Ergebnisse präsentieren lassen.


    Lass dich überraschen, wo die Kids die Probleme sehen und ob sich das mit deiner Wahrnehmung deckt oder nicht.

    Hmpf


    Am Sonntag war das erste Hallenturnier der F-Jugend. Gespielt wurde nach FPL, allerdings hat es ab und an einen Pfiff vom Turnierleiter gegeben. Wann war vollkommen offen. Mal kam ein Pfiff, meist nicht. :S Das ist ja schon mal bescheuert.
    Was mich aber wirklich aufregt ist, dass KEIN einiger Trainer im gesamten Turnier jemals einen Spieler nach einem Foul vom Platz geholt hat.


    Folgende Szenen konnte man so oder ähnlich über Stunden beobachten. Rot gegen blau. Die 5 in blau wird gefoult, die Mannschaftskameraden schreien foul, es passiert nix, das Spiel geht weiter. Der Trainer der blauen macht nix, der Trainer der roten Mannschaft zuckt mit den Schultern. Beim dritten fiesen Foul an Nr. 5 in 10 Min. Spielzeit liegt der Junge heulend am Boden. Die Eltern der blauen fangen an zu Maulen, der Trainer der roten dreht sich zu den Eltern um und signalisiert hilflosigkeit. Nr. 5 wird wütend und überdreht sichtlich. Auch dieser wird nicht vom Platz geholt.


    Eine Mannschaft in grün hat sich gar so einen Ruf erarbeitet, dass jedes Spiel gegen dieses Team von einer unglaublichen Grundaggressivität geprägt ist. Da stellt sich ein Vater in grün bewußt und absichtlich hinter die Eltern der Gegner und brüllt lautstark.
    Auch diese Eltern fangen irgendwann an zu prollen... GRAUENHAFT



    Was soll so was? Und wo ist es anders? Wie weit müssen wir wegziehen? X(

    Hallo,
    ich wurde über die Grundschule auf dieses Organisation aufmerksam: http://bildungsspender.de
    Dort können sich e.V.s anmelden um so Spenden zu erhalten.


    Das Prinzip folgt der Bannertechnik. Man geht über die Vereinsseite zu seinem ausgewähltem Shop, tätigt seinen Einkauf und der Verein bekommt die Bannerprämie aufs Konto. Ohne Anmeldung, keine Registrierung nötig. Unser Förderverein hat so binnen 2 Monaten 280 € eingenommen...


    Vom Kleinstbetrag bis zur satten Prämie ist alles dabei. Ich habe heute eingekauft und über Verivox Gas und Stromanbieter gewechselt. Macht rund 40€ in die Kasse. :D
    1600 Shops machen dort mit, auch viele Sportartikelhändler: Sportbedarf.de, Sport-Saller, eckball.de, Decathlon, Sport Thieme...

    Feuer, Wasser, Sturm - na klar... danke!!!


    Ausschlussspiele wie Reise nach Jerusalem mag ich persönlich nicht. Mattenrutschen geht leider nicht ;( Die Dinger rutschen gar nicht. Ich hab das selber geliebt. Und Kettenfangen gibt bei uns immer Tote (ok, nur Tränen)


    Schubkarrenlauf machen wir eher nach dem Motto: "könnt ihr das eigentlich?" Und dann darf jeder mal kurz probieren. Das machen wir auch schon mal mit anderen Dingen wie Handstand an der Wand oder so was während mein Mann den nächsten Auf-, Ab- oder Umbau vornimmt.

    Nach etwa 2/3 der Trainingszeit streuen wir gerne ein kleines Spiel ein.
    Das lockert auf und erhöht die Konzentrationsfähigkeit für den Rest.
    Doch so langsam gehen mir die Ideen aus. Welche Spielchen kennt ihr noch? (Halle, Bambinis)


    Möhren ziehen
    Schlafkönig
    schnick-schnack-schnuck in der Fangenvariante
    Verstecken
    "zeigt mir euren Torjubel"
    Schubkarrenlauf
    Fischer, Fischer, wie tief ist das Wasser



    welche Mini-Spiele ohne Ball (gerne gängige Klassiker, auf die ich nur nicht komme) kennt ihr noch? Wie gesagt: es geht mir um ein "Zückerli" für Zwischendurch. Wenn ich "Möhrenziehen" rufe, liegen die Kinder sofort aufm Boden und wissen was zu tun ist. Nach 3 Min. gehts dann frisch weiter.

    In der Staffel meines Großen (also F-Jugend) filmt ein Gegner jedes Spiel und kürzt es auf ca. 10 Min (Torszenen) Da hat sich meiner dann gefunden und war schwer begeistert ("Mama guck mal, wir sind im Internet") Meine persönliche Begeisterung hat sich allerdings in Grenzen gehalten.
    Aber kann man das heutzutage noch aufhalten? Mit jedem Handy wird gefilmt, mit Kameras, das ist allgegenwärtig. Wäre es hier nicht ein Kampf gegen Windmühlen? Ich denke schon und daher habe ich es auf sich beruhen lassen.

    Einige von euch sind echt "arrogantes Pack"!


    Ihr habt das Mädel längst vertrieben!


    Dies war übrigens ihr erster Satz:

    Ich habe Interesse an der Aufgabe als Co- und Torwart-Trainer einer E-Jugend, F-Jugend oder Bambini Manschaft.

    Der zweite lautete: "ich bin 13 Jahre alt"
    Und jetzt denken bitte einige nochmal nach!

    Ein Aspekt könnte auch sein, dass das Söldnertum der Bundesligisten inzwischen absolut etabliert ist. Heute blau/weiß, morgen schwarz/gelb... egal. Auch hier wird "Vereinsheimat" nicht mal mehr gedacht.


    Ich frage mich ja durchaus, wie man überhaupt eine Vereinsheimat in der heutigen Zeit mit den heutigen Gegebenheiten herstellen könnte, selbst wenn man wollte. Früher bin ich immer "zum See". Da habe ich quasi den Sommer über gewohnt.


    Aber heute? Ich glaube, wir alle wissen nur zu gut, wie so ein Familienstundenplan aussieht...




    <utopia> ich würde mir ein Freizeitzentrum wünschen. Schwimmbad, Spielplätze, Grill, Sportangebote, abends bissi Musik, alles zentral an einem Platz... angelehnt an die Countryclubs in Amerika.


    Oder eben die Sportprogramme in die Schulen (Nachmittagsbereich) integriert. Dann kommen die Kinder um 16 Uhr heim, haben gelernt, gespielt, gegessen, musiziert und gesportelt. Und dann haben sie FEIERABEND. Dann jedoch haben wir die Professionalisierung vollzogen weil zu diesen Zeiten ja kaum ein Ehrenamtler was machen könnte. Wäre das schlimm? Nicht unbedingt.</utopia>


    Es ist halt wie immer sehr viel einfacher, die Misstände zu benennen als die Lösungsansätze

    Die Alten 30+ in die Verantwortung nehmen!

    Dann bekommst du den Klüngel aber nie aus dem Verein.


    Ich glaube, Verein kann immer da gelingen, wo ein Mehrwert geboten wird. Unsere Beachvolleyballanlage etwa bietet tolle Voraussetzungen (Grill, Spielplatz, überdachte Plätze) es ist ein Ort zum wohlfühlen, an dem man sich durchaus den ganzen Tag aufhalten kann.
    Überall da, wo man nur zur Trainingseinheit hingeht und danach wieder weg ist, haben es viel viel schwerer...


    Zurück zu den Wurzeln wird nicht gelingen weil die Grundvorraussetzungen in den letzten 120 Jahren massiv verändert wurden. Sein Heil wird man wo anders suchen müssen als in der Vergangenheit

    So sagte unlängst eine verantwortliche Schulleitung, dass Kinder mit den Fähigkeiten von 3 Schuljahren eingeschult werden. Aufgabe der Grundschule sei es binnen kürzester Zeit diese unterschiedlichen Fähigkeiten und Begabungen auf einen möglichst hohen, aber gleichen Level zu setzen. Das diese Aufgaben in einem großen Klassenverband nahezu unmöglich seien, müßte eigentlich jedem normal denkenden Menschen klar sein. Man halte lediglich daran fest, weil es schon immer so war und bastele an Symptomen, wie z.B. die fehlende Notenvergabe.

    Veto! Man hält nicht daran fest weil es schon immer so war sondern weil schlicht nicht genügend Geld, Räume und Personal zur Verfügung gestellt wird. Dass es anders gehen könnte wird zum Beispiel hier aufgezeigt: Bericht aus der GEO. Alternativ kann man sich mal fragen, was die Lehrer früher in den Dorfschulen gemacht haben. Alle von 6-14 in einer Klasse... da dürfte wesentlich indiviueller gearbeitet worden sein als heute. Aber wir schweifen ab.



    Mir wird das ganze ja auch ehrlich gesagt immer zu theoretisch betrachtet und einige der hier schreibenden scheinen zu erwarten, dass ein Talent also mindestens in der zweiten Liga ankommt. Mein Augenmerk wäre eigentlich wo anders...


    Nämlich (besonders Jungs) bis zur Pupertät an ein Team / an einen Sport, so fest anzudocken, dass sie eine "Heimat" haben, wenn es mit den Eltern kompliziert wird. Wäre weiterhin, später den Kindern zu vermitteln, dass man durchaus was zurückgeben kann. Auch ich würde meine Jugendlichen Söhne animieren, als Co-Trainer mitzuhelfen bevor sie dämlich am PC daddeln.
    Und wenn sie dann während Ausbildung oder Studium immer noch Bock haben zu spielen (was mich ehrlich gesagt wundern würde) hätten sie gleich noch einen sinnvollen Ausgleich.


    Wenn es gelingt, ein Team erfolgreich durch die Pupertät zu bringen, dann ist was wundervolles gelungen. In diesem Sinne möchte ich alle ermutigen, nicht nur nach dem 1% zu schielen sondern sich der 99% anzunehmen und einer breiten Masse eine tolle Zeit zu bieten.
    Und da bin ich bei all denen die sagen: Kinder fordern aber nicht überfordern.


    Und so schließt sich der Kreis zur Schule: in der Schule werden die Besten lange Zeit gebremst und das Niveau an dem unteren Ende angepasst. Aber irgendwo müssen die Guten auch gut sein dürfen! Das müsste im Sport, wo Leistung über 10 Stufen (Kreisklasse bis Bundesliga) sortiert wird, eigentlich gelingen.