Wir machen schon mal gemeinsame Trainings mit den Eltern, z.B. das letzte vor Weihnachten. Gemeinsam Mattenrutschen macht ne Menge Spaß. Und bei den Staffelläufen machen wir es für die Eltern schwer bis unmöglich zu gewinnen. (unter einer Bank durchkrabbeln
) Aber auch unsere koordinativen Geschichten müssen die Eltern ausprobieren. Das gibt immer viel Gelächter.
Im Jungjahrgang haben wir die Hallenzeit genutzt, das DFB-Schnupperabzeichen zu machen, auch hier waren die Eltern an den Stationen eingespannt.
Generell ist es zwar wünschenswert, wenn sich die Eltern gut verstehen, zumal man sich ab der F-Jugend im Grunde jede Woche zu den Spielen sieht, aber erzwingen lässt sich freilich auch nichts.
Was ich damit sagen möchte ist, dass unsere Kinder nicht plötzlich anders geworden sind, jedoch in einer etwas anderen Umwelt aufwachsen, wo sie manche Erfahrungen fast gar nicht mehr machen können.
Richtig. Und da hilft der Blick zurück auch nur wenig weiter wenn es keine Gräben mehr gibt, weil alle längst zugeschüttet sind.
Wir wohnen so, dass wir unseren Jungs ne Menge Freiraum bieten können und einen sehr großen Aktionsradius. Ich weiß manchmal 2-3 h nicht, wo sich mein 8 Jähriger rumtreibt. Aber damit bin ich in der Minderheit. Der Überwachungswahn der Eltern hat längst um sich gegriffen. "Weißt du was alles passieren kann?" ist genauso ein Killer wie "welche Versicherung zahlt denn wenn was passiert?"
Und auch beim Schulsport in der Grundschule war in den letzten Jahren jeglicher Wettkampf verpönt, weil es Verlierer mit entsprechenden Tränen gibt. Das hat dazu geführt, dass viele einfach gar nicht mehr verlieren können und es gibt wieder eine moderate Gegenbewegung. Früher auf dem Bolzplatz durfte der Dicke Paul nur mitmachen, wenn man ungerade war. Fertig. Was das mit dem Kind gemacht hat, hat die Kumpels nicht interessiert.
Die Ablehnung der Bundesjugendspiele geht ja in die gleiche Richtung.
Ich weiß auch keinen goldenen Mittelweg. Ich verstehe, dass man sich im sportlichen Wettkampf messen möchte und ich finde, die guten müssen auch gut sein dürfen... Ich verstehe aber auch, dass man keinen Zwang möchte. Aber manche Gutmenschen können ja schon nicht ab, dass nur die Besten in eine Schulmannschaft kommen. ("Aber mein Arthur-Sören hat sich doch angestrengt...")
Schwierig. Denn das Problem ist, dass man mit dem Leistungsgedanken einfach immer früher anfängt. Das finde ich schädlich. Wenn die ganze Förderung im Fußball erst konsequent mit der D-Jugend losginge und auch die NLZs die jüngeren noch in Ruhe ließen, wäre wohl schon etwas Luft zum Atmen da.