Beiträge von Dani2

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    Deinen Link habe ich selbstverständlicherweise gelesen. Aber nur, weil es dort steht, muss es ja nicht so sein. Für mich liegen die Gründe nicht daran. Viele Mannschaften werden von Personen betreut, die vielleicht ihre eigene Erfolgslosigkeit über die Mannschaft kompensieren müssen. Dazu kommen Eltern, denen es ähnlich geht. Damit haben Schiedsrichter wenig zu tun, das Problem ist eine Art falscher Ehrgeiz, den es aber schon lange gibt. Ich habe schon Eltern gesehen, die ihre weinenden Kinder wieder aufs Feld geschickt haben, DAS ist das Problem, nicht irgendein Fairplay-Gedöns. Die Kinder haben doch, wie du selbst sagt, ein ausgeprägtes Gefühl für Fairness und respektvollem Umgang miteinander, die Erwachsenen herum zerstören es.


    Zu deinem zweiten Link, beziehungsweise dem Absatz außen rum: Die gesunde Mischung machts. Ich bin 18 Jahre alt, als ich mit dem Fußball angefangen habe war ich acht oder neun. Klassischer Couch-Potato, wie man damals noch so schön sagte. Meine Eltern haben wir nie Ehrgeiz oder Ellbogen mit auf den Weg gegeben, ich war immer "der Klügere, der nachgibt." Beim Fußball hab ich nur auf die Fress'e bekommen auf gut Deutsch, irgendwann mit zehn hatte ich dann plötzlich ein neuen Trainer. Der hat mir den Ehrgeiz mitgegeben und durchaus aus mir etwas (was auch immer ;) ) gemacht. Dennoch hat er uns auch Respekt beigebracht, wir haben zum Beispiel gelernt, dem Gegner immer die Hand zu geben und aufzuhelfen. Das mache ich heute noch.


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    Wenn das heißt, dass ihr bewusst übertrieben hart gespielt habt, so finde ich das wiederum nicht in Ordnung. Aus der Ferne kann und möchte ich es aber nicht beurteilen.


    Haben wir nicht, ich meine, dass die Karten wegen Zeitspiel, zu frühem Einlaufen beim Einwechseln und Ballsperre waren. Aber sicher bin ich mir nicht mehr, ist schon ein bisschen her. Ich habe nur definitiv nie dazu aufgefordert, überhart zu spielen, das wäre der Leistungsklasse absolut nicht angemessen gewesen.


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    Und allgemein mag ich keine Gesänge oder andere Ausdrucksformen, die den Gegner abwerten, also z.B. das allseits bekannte "so sehen Sieger aus".


    Das finde ich fast schon den interessantesten Satz aus den ganzen 30.000 Zeichen. Das signalisiert nämlich ganz klar deine Einstellung, die leider eine ist, die ich überhaupt nicht verstehen kann. Vielleicht fehlt mir da ein bisschen Feingefühl, aber ich denke, man kann sich durchaus mit diesem Lied feiern lassen, wenn man ein Spiel gewonnen hat. Die Gegner wissen doch so oder so, dass sie verloren haben und irgendwo sind es auch immer noch Gegner, denen man unter die Nase reiben will, dass man besser war. Das treibt an, das motiviert. Man müsste ja praktisch auf Tormusik verbieten, weil man einen Treffer feiert. Soll man sich lieber dafür entschuldigen, dass man gerade "böse" war? Womit wir wirklich beim "Gruppenkuscheln" wären, das wir aus dem Titel kennen. Der Begriff trifft es wohl am besten und Fußball ist nun mal Wettkampf und keine Wohlfühloase.


    Soll ich mich ab Sofort bereits im Vorhinein dafür entschuldigen, dass meine Stürmerin heute Tore schießt und meine Keeperin den Stürmerinnen des Gegners die Glücksgefühle durch Paraden nimmt? Soll ich mich dafür entschuldigen, dass ich im Kreis vor dem Spiel als Kapitän meine Mannschaft mit den Worten motiviere: "Und jetzt gehen wir und hauen ihnen die Bude voll"? Fußball oder grundsätzlich jeder Sport macht am meisten Spaß, wenn eine Herausforderung da ist und wenn man auch mal zurückstecken muss. Wenn immer alles freundlich abläuft, wenn ich mich mehr auf den Gegner konzentriere, als auf mich selbst, dann kann ich auch zu Hause bleiben und stricken oder Briefmarken sammeln. Soll auch Spaß machen, da entsteht aber keine Konkurrenz. Und Konkurrenz ist förderlich, egal in welchem Alter. Ich bin auch früher aus der Schule nach Hause gekommen und war stolz auf meine Eins, während die blöde Zicke neben mir nur eine Vier hatte. Genauso hab ich mich geärgert, wenn es andersherum war.


    Fairplay ist ja ein super Gedanke, den ich auch unterstütze, solange es im richtigen Rahmen bleibt.

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    Was ich dabei aber nicht so ganz verstehe ist, wieso du dann weiter das Meckern als legitimes Mittel ansiehst und es weiterhin einsetzt. Bitte korrigiere mich, wenn ich mich täusche, aber es klingt so, als würdest du zwar einsehen, dass Meckern nicht in Ordnung ist, würdest aber daraus nicht die Lehre ziehen, dass es besser wäre, es künftig zu unterlassen.


    Ich bin selber kein großer Fan des Meckerns, das habe ich inzwischen hinter mir. Ich würde meine Mannschaften auch niemals dazu auffordern es zu tun, allerdings ist es dort, wo ich spiele (schon Richtung Leistung orientiert) durchaus ein probates Mittel, um das Spiel zu lenken. Da kann man davon halten, was man will, ich stimme eigentlich immer zu, das muss wirklich jeder für sich selbst entscheiden. Es gibt viele, die sagen sie "können es nicht abstellen" - ich bin das beste Beispiel dafür, dass es funktioniert. Grundsätzlich sehe ich es aber so, dass es niemandem schadet, solange man es nicht übertreibt. Ich würde niemals jemanden beleidigen, dementsprechend nennen wir es lieber Diskutieren.


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    Richtig, die Kinder sind noch nicht so regelfest, dass sie jede Situation korrekt entscheiden können. Aber wie TW-Trainer und ich bereits versucht haben, deutlich zu machen: darum geht es auch nicht in erster Linie.


    Das halte ich für falsch. Die Kinder sollen sich beim Fußball Regeln anpassen, dafür sind sie da. Ich denke jeder Fußballspieler kann die rudimentären Regeln, die er braucht, um selbst zu spielen. Manche mehr, manche weniger, dafür brauche ich keine Fairplay-Liga. Diese fast schon demokratische Entscheidungsfindung halte ich für verzögernd, unnütz und nicht annähernd "fair." Es gibt immer einen Schüchternen, der lieber nichts sagt, als die Wahrheit.
    Bei deinem Beispiel stört mich dann etwas, was ich schon mal angesprochen hatte. Würdest du wirklich als Trainer deine Mannschaft vom Feld holen und sagen "mit euch spiele ich nicht"? Du sagt jetzt sicher ja, aber mich erinnert das an kleine Kinder, die sich nicht durchsetzen können und deshalb lieber nach Hause gehen.


    Das "Unfähige" war übrigens auf Trainer bezogen, da hatte ich mich gleich miteingeschlossen. ;)


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    OK, sowas kann vorkommen, ist aber doch eher selten. Dann fühlt sich eine von beiden Parteien ungerecht behandelt, im Sinne des Spiels gibt einer nach, und weiter geht es. Da es keine Tabelle gibt und das Ergebnis am nächten Tag ohnehin nicht mehr interessiert, was solls?


    Naja eben nicht. Mich ärgert so etwas, da kann ich nicht einfach sagen: Was solls. Klar, wenn der Schiedsrichter diese Entscheidung trifft und ich es nicht glaube, dann muss ich mich auch anpassen. Aber dann hat es ein Uparteiischer beurteilt und ich erkenne meinen Fehler. Wenn man es jetzt so angeht wie du, dass zwei Parteien etwas anderes behaupten und man dann auf Basis einer Vermutung entscheidet, das hat nichts mit korrektem Regeleinhalten zu tun.


    Die Situation, die du danach beschreibst... Das dauert 5 Minuten bis das geklärt ist. Die Trainer werden sauer, die Spieler ungeduldig. Vielleicht regnet es, Eltern führen sich auf. Ein Schiedsrichter entscheidet, pfeift und gegessen ist es.


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    OK, ist vorbei, sei es drum, daraus würde ich ihr keinen Strick drehen. Aber ich würde ihr sagen, dass sie nächstes mal bitte ehrlich antworten soll. Sie hat einen Fehler gemacht, das an sich ist kein Problem, aber sie soll bitte dazu stehen.


    Genau das sehe ich wieder komplett anders. Sie hat in dieser Situation vielleicht moralisch falsch gehandelt, aber mein Gott sie ist elf Jahre alt. Sie hat schnell geschaltet und für ihr Team das Beste getan. Alles andere wäre für mich der Dolch im Rücken ihres eigenen Teams gewesen, das setzt die Kinder doch unter Druck. Wenn sie es zugibt, wird sie vielleicht in der Kabine von den eigenen Leuten angemault, dann sind wir wo, wo wir nie hin wollten.
    Wenn das Ganze jetzt auf dem Bolzplatz passiert, da ist mir das egal, da gebe ich es zu. Kein Problem, aber im Spiel? Ich stehe nicht immer, aber schon öfter zu meinen Fehlern ( :D ), aber ich wüsste nicht, wie ich das in der Situation behandelt hätte.


    Beim Zeitspiel gibt es verschiedene Meinung, ich glaube da brauchen wir nicht diskutieren, das führt zu nichts.


    Allerdings glaube ich, du hast meine Ansicht eines taktischen Fouls nicht ganz verstanden. 85. Minute, eine 1:0 Führung für deine Mannschaft, der Gegner rennt dir weg. Da halte ich halt einmal am Trikot, vielleicht zweimal. Irgendwann hab ich ihn, der Schiedsrichter pfeift, es gibt Gelb für mich. Wo ist das Problem? Es ist nichts passiert, niemanden ist etwas zu Schaden gekommen. Eine Notbremse war es nicht, ein böses Foul schon gar nicht. Ich schwäche mich selbst, vielleicht opfere ich mich sogar für das Team. Wenn der Gegner den Freistoß schnell ausführt, dann schaue ich erst recht in die Röhre. Das ist ein Spiel mit dem Feuer, dass vielleicht nicht jeder kann, aber wenn man es kann, ist es extrem hilfreich.


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    Dann dürfte er mit der FPL Schwierigkeiten haben, in der er eigentlich dazu gezwungen wird, seine Spielerinnen viel selbstbestimmter spielen zu lassen. Es könnte durchaus auch mit ihm als 'Partner' schwierig werden, ein FPL-Spiel zu 'leiten'.


    Dafür sind doch Schiedsrichter da, oder nicht? Dann brauche ich mir keine Gedanken über einen Spielabbruch (überlege mal, was du da vorschlägst!) machen, sondern habe jemanden, der die Situation einfach beurteilt. Das verkompliziert doch alles. Unser Schiedsrichter hat ihn einmal verwarnt, dann war zumindest Richtung Schiedsrichter Ruhe. Das die Eltern ihn nicht dabei ausbremsen, ihre Kinder anzugehen, steht dann auf einem anderen Blatt.


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    Im weiteren Verlauf des Threads hat er doch aber eingeräumt, dass es vielleicht nicht so gekommen wäre, wenn die Trainer beieinander gestanden hätten und gemeinsam entschieden hätten, so wie es die FPL tatsächlich vorsieht.


    Hier das Gleiche: Wenn, wenn, wenn. Steht da ein Schiedsrichter gibt es kein Problem. Und wenn es nur ein C-Jugendlicher mit einer Pfeife ist. Selbstverständlich gibt es wieder Ausnahmen von wegen parteiischer Schiedsrichter, Vater, was weiß ich. Aber das habe ich in meiner eigenen Karriere wirklich sehr selten gesehen, das wird meiner Meinung nach immer etwas hochgeschaukelt, weil einfach oft der Schiri schuld sein soll.

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    Fairplay sollte überall gelten, nicht nur bei den Kleinsten. Das Konzept könnte hingegen genau so Blumenliga oder Elefantenliga heißen (ich hoffe, ich drücke mich hier verständlich aus). ;)


    Richtig, da sind wir uns ja auch einig, genauso wie beim Kinderfußball. Allerdings sind wir uns offensichtlich nicht darin einig, wo denn Fairplay beginnt und wo es aufhört. Das ist sicher so auch nicht definiert und dementsprechend respektiere ich deine Meinung dazu natürlich. Und genauso sollte man auch das Fairplay angehen, denke ich. Ich respektiere jeden meiner Gegner, ich verletze niemanden, ich beleidige niemanden - das gilt auch für den Schiedsrichter. Ich habe schon gelbe Karten wegen Meckern gesehen und habe mich danach auf dem Weg zur Kabine mit dem Schiedsrichter unterhalten und ihn zu einer guten Leistung gratuliert, weil er die Situation richtig geahndet hat.


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    Aber das brauchen wir doch hoffentlich nicht in einer U9, oder? Zumal die Leute, die da pfeifen, oft nicht unparteiisch sind.


    Das passt jetzt zu diesem Zitat und auch ein paar Beiträgen von tobn, aber sonst sehen wir hier den Text vor lauter Zitaten nicht mehr: Doch. Man braucht einen Schiedsrichter. Eben weil die Kleinen ihr Verhalten oft noch weniger reflektieren können, als wir Trainer. Und da gibt es schon einige Unfähige. Ich wollte an meinem eigenen Beispiel anführen, dass ich mir bei jenem Elfmeter wirklich todsicher war, den Ball getroffen zu haben. Ich kam von der Seite und habe das Ding bevor der Gegner den Ball bekommen hat abgegrätscht. Er fällt, der Schiri pfeift, ich stehe auf und rief sowas wie: "Maaan, so ein Scheiß!" Gelb, Ausgleich und Verwarnung wegen Meckern. Ich wollts nicht wahrhaben, war ich mir doch absolut sicher. Dann sehe ich das Video und da sieht man doch, dass ich zuerst den Fuß und dann den Ball abräume.


    Wie soll ich das bitte in so einer Situation in einer Fairplay-Liga beurteilen? Der Verteidiger sagt nein, der Angreifer sagt ja. Beide Trainer standen zu weit weg und können nur Vermutungen treffen. Meine Mitspieler wissen es vielleicht selbst nicht. Was dann? Schiedsrichterball? Also völliger Blödsinn, weil entweder Ecke oder Elfmeter, aber nichts dazwischen.


    Ich hatte die Situation vor ein paar Wochen. Wir hatten ein Spiel, unsere Keeperin legt die Stürmerin des Gegners. Der Schiedsrichter lässt weiterlaufen, der Trainer der Gegner stand auf dem Platz und schreit wie wild rum. der Unparteiische unterbricht das Spiel, fragt unsere Torhüterin, was vorgefallen ist, sie sagt es war kein Foul. Die Stürmerin traut sich auch nicht, etwas zu sagen, war sie doch viel zu eingeschüchtert von ihrem Trainer, der inzwischen fast Stirn an Stirn mit dem Schiedsrichter stand. Dieser fragt mich, ich sage die Wahrheit: "Es ging zu schnell, ich hab keine Ahnung." Die Folge war ein Abstoß. Nach dem Spiel sagt mir meine Torhüterin (11 Jahre alt, soviel zum Thema Kinderfußball), dass es definitiv ein Foul war, aber sie keine Lust hatte, es zuzugeben.


    Das war kein Fairplay. Da brauchen wir nicht drüber zu streiten. Der Schiedsrichter hat es versucht, es hat nicht geklappt, so wie wahrscheinlich in 90 von 100 Fällen. Anders sehe ich es da beim Zeitspiel etc, das ich angeführt hatte. Das ist alles im Rahmen der Regeln. Ein taktisches Foul gibt Gelb, ich gehe bewusst das Risiko bei einem knappen Ergebnis als Verteidiger noch 15-20 Minuten meine Füße still halten zu müssen. Zeitspiel gibt Gelb plus Nachspielzeit.


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    Letzteres wäre aber nun auch wirklich das allerletzte, das wäre auf jeden Fall Körperverletzung, das Bespucken würde vermutlich auch einen Straftatbestand erfüllen, Andre wird da vielleicht helfen können. Bei sowas müsstest du glatt rot und mindestens ein paar Spiele Sperre bekommen, neben der Strafanzeige und ggf. der Zivilklage.


    Da sind wir absolut einer Meinung! Das ist eben nicht mehr im Rahmen des Spiels.


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    Nein, das sehe ich nicht so. Natürlich ist es gut, dass Ihr im Frieden auseinander geht. Aber es kann doch nicht sein, dass man über ein Spiel mit so einfachen Regeln wie dem Fußball permanent anderer Meinung ist. Wärt Ihr das denn auch, wenn ihr gemeinsam bei einem Spiel von zwei anderen Mannschaften zusehen würdet?


    Eventuell, ich weiß es nicht. Das war aber auch nur bildlich, ich habe mich bisher mit jedem Trainer gut verstanden. Auch mit dem oben erwähnten, er war vielleicht nicht mein Lieblingskollege, aber ich habe ihn dennoch für seinen Einsatz und seine Leidenschaft respektiert. Wir hatten auf jeden Fall andere Ansichten. Er hat 60 Minuten lang geschrien, geflucht und seine Spielerinnen nach schlechten Aktionen niedergemacht und meist sogar gleich ausgewechselt. Ich war leise, aber nur Einzelkorrekturen gemacht und gelobt. Selbst meine 7-Jährige hat 30 Minuten gespielt, am Ende haben wir 1-3 verloren.


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    Dass sein Team bewusst daran gehindert worden sei, habe ich so nicht aus seinem Post heraus lesen können.


    Für mich klang es sehr nach Empörung über bewusstes Bevorteilen einer Mannschaft.


    Insgesamt halte ich diese Fairplay-Liga für ausgemachten Blödsinn. Da kann man noch so viele Preise dafür vergeben wie man möchte und noch so viel Lobhudeln, für mich ist das die Folge aus einem Notstand und hat tatsächlich etwas von diesem "Gruppenkuscheln" aus dem Titel. Fußball ist Wettbewerb, ein Sport in dem es zwei Gegner gibt. Dieses Fairplay-sich-selbst-einigen führt am Ende zu einem der dümmsten Statements, die es so gibt: Der Klügere gibt nach.
    Ich denke wir als Trainer sollten Respekt vermitteln, Fairplay sicher auch, aber auch die Ellbogen, die man im Alltag ebenso braucht.


    Und wenn ich mir (wie vor ein zwei Jahren tatsächlich geschehen) im ersten Spiel der Rückrunde als Tabellenletzter einen 1:0-Sieg beim Ersten hole, in dem ich eine 4-2-0 Formation auf den Platz geschickt habe, meine Spielerinnen ab der 40. auf Zeit gespielt haben und wir wahrscheinlich die einzigste Mannschaft der letzten 20 Jahre Mädchenfußball-Geschichte waren, die in einem Spiel mehr als 2 gelbe Karten bekommen haben, dann bin ich zufrieden. Denn ich habe gesehen, wie glücklich meine Mädels danach waren. Manche sind völlig erschöpft auf den Boden gefallen, als der Schiedsrichter gepfiffen hat, manche haben der Torhüterin gratuliert. Am Ende gab ordentlich Musik in der Kabine, einen Ausflug zum McDonals und einen richtigen tollen Teamgeist in den nächsten Monaten.


    Das gehört für mich genauso dazu, wie wenn ich nach dem Spiel dem Trainer der Gegner die Hand schüttle, die Torhüterin der Gegner kurz aufbaue, weil sie gepatzt hat und sie für die tolle Hinrunde lobe. Wäre ich erster gewesen und der Gegner letzter, hätte ich doch das Gleiche getan. Ich war nicht immer der, der mit Zeitspiel eine Führung über die Ziellinie gerettet hat, ich war auch mal der Betroffene und sage: Es gehört dazu.


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    Wenn man das verschärft ausdrücken will, dann kann man sich also während des Spiels aufführen wie die Axt (Vorbild?), so lange man nur anschließend kurz dem Gegner gratuliert?


    Nein. Denn ich führe mich nicht auf wie die Axt, sondern bleibe im Rahmen des Spiels. Geht meine Mannschaft darüber hinaus, greife ich ein, entschuldige und schäme mich dafür. Der Respekt für den Gegner ist immer da.



    Ich hoffe mal ich habe nichts vergessen zu beantworten, war doch recht viel. :) Und schöne Diskussion übrigens!

    Ich wollte mich aus der Diskussion eigentlich heraushalten, weil ich mit der Fairplay-Liga absolut keine Erfahrungen gemacht habe, ich habe das so hier noch nie gesehen.


    Allerdings sind mir doch ein paar Dinge aufgefallen. Hier wird überhaupt nicht zwischen Fairplay/Kinderfußball unterschieden, sondern beides munter vermischt.


    Für mich heißt Kinderfußball, dass alle Spaß an der Sache haben, keinen Druck, einen anpassungsfähigen Trainer, kurz: Förderung und nicht Forderung.


    Fairplay hat für mich nichts mit dem Alter zu tun. Fußball ist ein Wettbewerb, bei dem man besser sein möchte als der andere. Egal in welchem Alter, vielleicht gibt es manche, die mehr Ehrgeiz haben, als andere, aber letztlich will doch jeder am Ende als Sieger vom Platz gehen. Für den Sieg habe ich (und meine Mannschaften) schon viel getan. Zeitspiel, an die Eckfahne gehen, Bälle wegdreschen bis aufs nächste Feld, taktische Fouls und auch mal absichtlich gemeckert, wenn es hektisch wurde. Aber das liegt alles unter einer Grenze. Wenn Verletzungen vorgetäuscht werden, wenn böse gefoult wird, wenn Frust drin ist, dann ist es kein Fairplay mehr.


    Und ich finde dementsprechend braucht es auch einen Schiedsrichter. Zwei Mannschaften werden immer unterschiedliche Meinungen haben, die Regeln unterschiedlich auslegen. Ich habe schon Fouls begangen und war mir danach zu 100% sicher, dass es kein Elfmeter war, allerdings bewiesen die Videos danach das Gegenteil. Deswegen braucht es einen Unparteiischen. Immer. Egal ob er nun 13 Jahre alt ist oder 60 Jahre.


    Ich kann als Innenverteidiger auch mal nach einer Ecke für uns einen Gegner absichtlich foulen und danach den Ball nicht hergeben, damit meine Mannschaft die Zeit hat, zurückzukommen. Der Schiedsrichter kann mich bestrafen, ich tätschel dem Gegenspieler einmal kurz die Schulter und vorbei ist es. Ich kann ihm aber auch von hinten in die Parade grätschen, eine Verletzung in Kauf nehmen und ihn danach noch anspucken, dann haben wir aber kein Fairplay mehr.


    Dafür brauchen wir aber keine Fairplay-Liga, die ist meiner Meinung nur aus irgendeinem, zumindest fragwürdigen, pädagogischen Konzept und dem Mangel an Schiedsrichtern entstanden. Wir brauchen Vorbilder an der Seitenlinie. Wenn ich 60 Minute lang mit dem Trainer der Gegner nicht einmal einer Meinung bin, kann ich ihm doch danach die Hand schütteln und zum Sieg gratulieren (oder auch zu den ersten zwei Minuten, in denen sie ganz gut mitgehalten haben ;) ). Wenn die Spieler das dann auch tun, ist alles in Ordnung. Da kann auf dem Feld vorgefallen sein, was will, solange es mit diesem Händedruck aus der Welt geschafft ist.


    Um dann mal auf den Ur-Post zurückzukommen. Jonas1966 hat doch nach den Regeln des Kinderfußballs gehandelt. Er sagt doch, dass bei ihm a) alle zum Einsatz kommen und dass er b) keinen großen Aufstand gemacht hat, also keine Drucksituation geschaffen hat. Woran er sich stört ist, dass nicht nach den Regeln des Wettbewerbs gehandelt wurde. Seine Mannschaft war besser, hat sich also auch etwas Zählbares verdient, wurde allerdings bewusst daran gehindert. Dann ist es keine "Fairplay-Liga", sondern einfach unsinnig.

    Auch wenn die letzten Beiträge nun schon ein bisschen her sind, würde ich das ganze doch noch mal gerne aufwärmen.


    Wie sieht es denn bei euch in den Hallenturnieren aus, gibt es da viel Futsal?


    Alle Turniere, die wir für diesen Winter organisieren konnten, laufen nach den alten Regeln ab, nicht mal der Futsal-Ball wird eingesetzt. Mich stört das extrem, weil ich mit meinen Mädels im extrem seltenen Hallentraining voll auf Futsal trainiert habe und jetzt ist es in den Turnieren wirklich teilweise dermaßen unansehnlich, dass ich kaum mehr Lust habe, mich für die Halle groß reinzuhängen. Meine Mädchen versuchen viel mit Ball, mit Ballbesitz zu spielen aber dieses Filzgeschoss macht das fast unmöglich. Dazu zwingt unser extremes Pressing den Gegner eigentlich nur zu Ballverlusten, so entstehen wirklich richtig hässliche Spiele. Im letzten Hallenturnier haben wir zwei Spiele gewonnen, die restlichen vier gingen 0:0 aus (10 Minuten Spielzeit).


    Irgendwann habe ich nur noch ab der Mittellinie angreifen lassen, das hat das Ganze ein bisschen schöner gemacht, es sah aber über weite Strecken immer noch aus wie Ping-Pong mit einem Filzball. Das ging im Training mit dem kleinen Ball viel schöner und besser.


    Wenigstens unser Heimhallenturnier ist nach Futsal-Regeln, da denke ich kann meine Mannschaft wirklich gut dastehen, da es bisher nahezu von allen anderen Mannschaft ignoriert zu werden scheint.

    Danke für eure Antworten. Wir werden es nächste Saison auf jeden Fall ganz normal in der C-Jugend angehen, viel bleibt uns ja nicht übrig. Auch wenn ich ein bisschen Angst vor den ersten Spielen habe, glaube ich doch, dass wir vielleicht den ein oder anderen Punkt ergaunern werden.


    Ein paar von euren Vorschlägen werde ich definitiv versuchen einzubauen, am wichtigsten ist mir einfach, dass das Team zusammenbleibt. Die Mädels haben mich heute wieder bestätigt, dass der Teamgeist da ist, als sie gesammelt (ohne, dass ich irgendetwas davon wusste) nach dem Training zusammen zum nächsten McDonalds geradelt sind. Und das mit einem Altersunterschied von bis zu 6 Jahren. Das will ich auf gar keinen Fall auseinander reißen, da bin ich mir ganz sicher.

    Ich kenne deine Situation ziemlich gut, wenn vielleicht etwas extremer. Ich bin selbst 18 Jahre alt und habe vor drei Jahren angefangen, damals mit einer Mischung aus U15/17 Mädchen. Das heißt sie waren zum Teil sogar älter als ich.


    Klar hatte ich da nicht viel Ahnung und habe im Grund mein Training zu den Mädchen mitgenommen und dort die gleichen Übungen gemacht und mit der gleichen Art. Das hab ich irgendwann sein lassen. Bei so einem kleinen Altersunterschied funktioniert die autoritäre Schiene nicht, schon gar nicht in diesem Alter.


    Versuch am besten immer klar zu machen, wieso du was tust. Warum es wichtig ist, dass man pünktlich absagt. Wenn es jemand nicht tut, dann stelle es heraus, nenne Namen und sage: Der XY hat nicht pünktlich abgesagt, jetzt habe ich mir etwas zu Hause ausgedacht, aber so können wir nicht spielen.
    Das Gleiche gilt bei Übungen. Wenn du z.B eine Technik erklärst musst du diese a) perfekt ausführen können, sonst nehmen sie dich nicht ernst und b) musst du ihnen klar machen, warum diese Technik wichtig ist.


    Allerdings musst du dabei eine gewisse Distanz wahren, die verlieren viele junge Trainer mit der Zeit. Mein damaliger Co-Trainer hat aufgehört, weil niemand mehr auf ihn gehört hat, nachdem er die Mannschaft alleine weiterführte. Er hat die Spielerinnen zu nah an sich rangelassen, der Respekt war weg. Den musst du behalten und da wirklich manchmal gnadenlos sein. Wenn jemand dir das dritte Mal nicht zuhört, geht er laufen. Wenn er es danach wieder macht, lässt du ihn kurz nicht mehr mitmachen, wenn es danach immer noch nicht wird, kann er nach Hause gehen. Wenn du dir da auf der Nase rumtanzen lässt, ist es vorbei.


    Es ist wirklich schwer, da die richtige Balance zu finden, aber es geht. Letztlich musst du nur das Team auf deiner Seite haben und nicht du gegen das Team sein.

    Ah alles klar, jetzt verstehe ich es auch. Die Regelung aus dem WFLV habe ich so noch nie gesehen, deswegen war ich etwas verwirrt. Damit fällt aber die Möglichkeit der U-13 komplett weg, da stimme ich dir zu.


    Das mit dem Zusatzspielrecht ist recht interessant, es gäbe allerdings nur einen Verein in der Gegend, für den das in Frage käme und da müssen dann halt auch die Eltern mitspielen. Da werde ich aber definitiv mal nachfragen.


    Ich habe gestern im Training mal kurz mit den Mädchen geredet, die meisten wollen unbedingt weiterspielen und insgesamt konnten wir uns darauf einigen, hochzugehen und uns jetzt die nächsten Monate voll reinzuknien und dann zu sehen, ob wir nicht doch den ein oder anderen Punkt zusammenkratzen. Das Ziel heißt es jetzt offiziell (steht in der Kabine an unserer Pinnwand): "Die Mannschaft sein, gegen die keiner gerne spielen will." War der Vorschlag unserer Torwärtin, keiner hatte etwas einzuwenden.


    Ist nur die Frage, ob die Eltern mitmachen. Ein Mädchen hat mir gestern gesagt, dass ihr Vater sie nicht in die C-Jugend gehen lässt, weil er Angst hat, dass sie sich verletzt.

    Ich würde darüber nachdenken, Spieler A in die nächst ältere Mannschaft weiterzugeben und nicht mehr in deine Mannschaft zu lassen. Das sind schon Dinge, die weit über deine Zuständigkeit herausgehen, deshalb Gespräch mit den Eltern suchen, Gespräch mit der Mannschaft suchen, ihn ausschließen und zu den Älteren weiter schicken. Dort traut er sich das gleiche wohl nicht mehr und dürfte des Öfteren mal selber auf die Schnauze bekommen.

    Das ist ein ganz schweres Thema, weil es sehr zu lasten der Mannschaft geht. Ich weiß nicht, wie groß der Leistungsunterschied ist, er dürfte allerdings relativ deutlich sein. Dann wäre eine zweite Mannschaft, wie ja geschen ist, eine gute Idee sein. Wenn das nicht möglich ist, dann vielleicht eine zweite Trainingsgruppe mit eigenem Trainer und einem Fokus auf Techniktraining, damit die Schlechteren bald mitziehen können.


    Was der Trainer da macht, finde ich nicht angemessen und bin da voll auf deiner Seite. Das Streben nach Erfolg ist in Ordnung, allerdings nicht in einem so kleinen Verein auf (wahrscheinlich) so niedriger Ebene. Speziell bei Hallenturnieren lasse ich von meiner Mannschaft immer die Stärkeren draußen und die Mädels (bei mir) wissen das auch, dass eben die kleineren oder weniger starken eben auch spielen wollen. Das funktioniert bei Jungs aber nicht immer so reibungslos, weil diese schon im jungen Alter deutlich mehr Ehrgeiz entwickelt haben und so ist da auch der Trainer ein bisschen unter Druck.


    Jetzt ist es wahrscheinlich schon zu spät, aber ich würde versuchen, einige Hallenturnier aufzutreiben, in denen die Schwächeren spielen können. Schließlich geht es beim Fußball auf diesem Level vorrangig um Spaß und nicht um Erfolge. Mit deiner E-Mail hast du wohl Verbündete gefunden, da müsste sich was auf die Beine stellen lassen.

    Ich stimmte TW-Trainer da zu, ein 4-1-4-1 erfordert eine gute Technik, um Ballverluste zu meiden, eine hohe Spielintelligenz deiner Spieler und vor allem die richtige Balance. Da darf bei Kontersituationen niemand falsch stehen, sonst kommen die Gegner sehr leicht zu Chancen, weil sie teilweise fast alleine auf die Viererkette zulaufen können.


    Den Vorschlag mit einem 4-2-3-1 finde ich ganz gut, ein 4-3-3 wäre auch denkbar. Dann allerdings mit einer klaren Sechser/Achter/Zehner-Einteilung und du bist schon sehr nah am 4-1-4-1, insgesamt liefert das 4-3-3 aber ein defensiveres Bild an deine Mannschaft.

    Vielen Dank für eure Antworten!


    @thomasq


    Genau das ist meine Befürchtung. Wenn ich sehe, wie deutlich bei uns in der Liga manche Mannschaften schon verlieren und wie groß das Loch zwischen dem 6. (uns) und dem 7. ist, dann befürchte ich, dass wir in der C-Jugend nur noch auf die Schnauze kriegen. Da spiegelt sich schon deutlich wieder, wo Ältere zusammen spielen und wo es die jüngeren Mannschaften sind. Alle Mannschaften vom 7. bis zum 12. waren etwa so alt, wie wir. Auch mit vielen sehr kleinen, fast schon zarten Spielerinnen. Die, die über uns stehen, sind (vom Gefühl her) alle am oberen Limit.


    Parken kann ich leider schlecht, schließlich geht dann die Mannschaft auseinander und wir haben noch weniger Spielerinnen. Außerdem glaube ich nicht, dass die Mädels dem einfach so zustimmen würden, das wäre eine riesige Umstellung.


    fak


    Die zweite Option finde ich recht interessant. Aber es gibt doch keinen Unterschied zwischen Außer Konkurrenz und normal, oder?


    Radagast


    Jap, alles richtig gelesen. ;)
    Den dritten Absatz verstehe ich allerdings nicht ganz. Meinst du, wir sollten in der U13 außer Konkurrenz spielen oder in der U15? Ich bin in Sachen Spielrecht (BFV) wirklich überhaupt nicht bewandert.


    Aber das klingt doch recht positiv, was du da erzählst. Ich bin mir auch sicher, dass man mir nur 1-2 Jahre geben muss, dann kann diese Mannschaft wirklich richtig gut werden. Das Talent ist da, lediglich der Kampfgeist und der Ehrgeiz fehlen mir ein bisschen.
    Was würdest du denn von der Lösung halten, uns gar nicht für den Spielbetrieb anzumelden, sondern nur zu trainieren und mehrere Freundschaftsspiele zu absolvieren?


    nochmal @thomasq


    Sehe ich exakt genau so. Wie gesagt ich habe zwei Spielerinnen, die gerade neun und elf Jahre alt sind, aber denen ich den Sprung sofort zutrauen würde. Beide würde ich ohne zu zögern in die beste Formation stellen, die eine spielt linke Flügelläuferin, rennt extrem viel, beißt sich immer rein und ist eine von den wenigen, die auch mal ein Foul zieht, wenn die Gegenspielerin zu schnell für sie ist. Die andere spielt gelegentlich Libero oder rechts Flügelläuferin und ist sehr zweikampfstark, dafür technisch ziemlich limitiert.


    TW-Trainer


    Nein, um Gottes Willen, da hast du etwas in den falschen Hals bekommen. :)


    Ich hole mal etwas weiter aus: Ich habe vor zwei Saisons kurz vor der Winterpause die damalige C-Jugend übernommen. Sie standen auf dem letzten Platz, es war nicht viel los. Aber wir haben den Winter durchtrainiert (2x Draußen, 1x Halle), eine Taktik erarbeitet, die sämtlich individuellen Stärken betonte und Schwächen möglichst ausblendete und sind in der Rückrunde (auch ein bisschen glücklich -klar) ohne Niederlage noch auf den dritten Platz marschiert.


    Danach war der Ehrgeiz im Verein plötzlich riesig, der Mädchenkoordinator und die damalige Jugendleitung wollten sofort in den Großfeldbereich, eben weil dort auch die Bezirksliga winkte. Ich habe mich damals versucht durchzusetzen und sie weiter im Kleinfeld zu behalten, allerdings wurde ich damals mit meinen 17 Jahren recht böse ausmanövriert, die Mannschaft wurde in eine Spielvereinigung mit einem anderen Verein gesteckt, der etwa eine halbe Stunde Fahrzeit weg ist und aufs Großfeld geschleift.
    Ich habe danach aufgehört, mit Abitur, Trainerschein und meiner eigenen Spielertätigkeit war da einfach keine Zeit, jedes Mal eine halbe Stunde zum Training zu fahren.


    Daraufhin hat der Mädchenkoordinator übernommen, der wirklich viel sein sollte, aber niemand, der aktiv als Trainer auf dem Platz steht. Das haben die Eltern relativ schnell gemerkt, es gab dann einige Ehrgeizige, die ihre Töchter in höheren Vereinen untergebracht haben, andere sind zueinem benachbarten Verein gewechselt. So ist die Mannschaft Stück für Stück auseinandergebrochen. Nur meine damalige Kapitänin und ihre beste Freundin sind noch da. Zwar wollten beide gerne wechseln, wurden aber bei diversen Probetrainings abgelehnt, sie mussten dann direkt in die B-Jugend und dieses Jahr weiter zu den Damen.
    Dementsprechend ist die Lust auf Fußball nahezu komplett weg, inzwischen trainieren beide gelegentlich bei der D von mir mit, spielen aber sonst aktiv fast gar nicht mehr.


    Im Sommer trat dann die neue Jugendleitung auf Drängen einiger Eltern an mich heran und bat mich, zurückzukommen. Dementsprechend werde ich auch bezahlt und mein Wort hat inzwischen auch Gewicht. Ich habe es geschafft, die D-Jugend praktisch aus der Mädchenabteilung mit dem alten Mädchenkoordinator auszuhängen und an den richtigen Verein zu ketten, wenn du verstehst, was ich meine.
    Allerdings klafft über uns ein riesiges Loch. Die C-Jugend existiert nicht mehr, die B-Jugend sagt jedes zweite Spiel aufgrund von Spielerinnen-Mangel ab und ist inzwischen ganz abgemeldet, nachdem immer mehr aufgehört haben. Eine E-Jugend existiert nicht.


    Deswegen kann ich dem Vorstand keine Vorwürfe machen, die können ja auch nichts aus dem Hut zaubern. Der Mädchenkoordinator kann mich nicht leiden, aber immerhin muss ich mich mit ihm auch nicht mehr herumschlagen. Ich habe ein super Trainerteam aus meinem Freundeskreis zusammengestellt. Ein Torhüter, der mit mir in der ersten Herrenmannschaft spielt (18 Jahre alt) macht den Torwarttrainer, die Kapitänin, die ich oben erwähnte (17) ist inzwischen Co-Trainerin. Dazu kommen wirklich toll eingestellt Eltern, die praktisch alles mitmachen, was passiert, solange ihre Mädchen Spaß am Fußball haben.

    Nachdem die Saison jetzt zur Hälfte herum ist, haben wir uns vor kurzem Gedanken darüber gemacht wie es weitergehen soll und sind dabei auf ein riesiges Problem gestoßen.


    Der Hintergrund ist einer, mit dem sich wohl viele Mädchenmannschaft herumschlagen müssen. Wir sind im Moment die D-Juniorinnen unseres Vereins. Die Mannschaft wurde vor der Saison komplett neu zusammengestellt, ich habe damals mit einer Hand voll Spielerinnen begonnen, inzwischen sind wir zwölf. Dabei verteilt sich das Alter jedoch von sieben Jahren bis 13 Jahren, was dazu führt, dass wir schon derzeit nicht gut dastehen in der Liga und nur im Mittelfeld spielen. Nun kommt die nächste Saison immer näher und damit auch die Frage, was aus der Mannschaft wird.


    Als ich geholt wurde, hieß es, ich bekomme ein Team, das ich komplett von Beginn formen kann, das praktisch bei 0 beginnt und das ich über mehrere Jahre bis zu den Damen führen soll. Allerdings waren wir so wenige, dass ich extrem nachrekrutiert habe und dabei im Grund alles eingeschoben habe, was mir in die Finger kam. Jetzt haben wir nächste Saison sechs Spielerinnen, die in die C-Jugend müssen und sechs Spielerinnen, die nicht müssen und teilweise schon zu klein und zu schmal (technisch durchaus ordentlich, aber sie kommen oft gar nicht an den Ball) für die D-Jugend sind. Zwei davon (9, 11 Jahre alt) traue ich dabei schon den Sprung zu, dem Rest eher nicht.


    Wir würdet ihr das handhaben? Zuwachs gibt es wohl gar keinen. Die E-Jugend existiert nicht, die C-Jugend ist in der letzten Saison gesammelt in einen anderen Verein gewechselt, das heißt es gibt im Moment niemanden, zu denen wir stoßen könnten. Ich würde unheimlich gerne die Mannschaft zusammenhalten und so weiter machen, auch weil wir inzwischen erste Probleme überstanden haben und einen tollen Teamgeist entwickeln konnten. Ich würde ungern zwei halbe Mannschaften haben, lieber gehe ich mit einer viel zu schwachen nach oben und versuche praktisch an der Herausforderung zu lernen. Allerdings könnte das bei manchen extrem krass werden, dann mit einem Altersunterschied von bis zu sieben Jahren. Und um ehrlich zu sein, graut es mir auch davor, Teile der Mannschaft an andere Trainer abzugeben. Die, die bei uns in der Mädchenabteilung unterwegs sind, halt ich mal ganz frei raus für inkompetent. :P


    Habt ihr eine Idee? Geht das überhaupt, können wir mit so jungen Spielerinnen rein rechtlich gesehen in der C spielen? Hattet ihr vielleicht so einen Fall sogar und wie habt ihr ihn gelöst?

    Du weichst der Frage nach der Trainingsbeteiligung deines Sohnes konsequent aus, dass lässt mich mal vermuten, dass er eben nicht immer beim Training ist.


    Ich verstehe deine Frage schon und meiner Meinung nach darf es in der E-Jugend durchaus eine Stammmannschaft geben, solange diese auf bestimmten Tatsachen aufbaut. Dazu zählen für mich Trainingsbeteiligung, Engagement und auch Hingabe. Dennoch sollte jeder Spieler, der im Kader steht auch mindestens eine halbe Stunde spielen, das sollte in der E-Jugend selbstverständlich sein. Allerdings gilt hier für mich auch: Wer nie oder nur selten zum Training kommt muss auch nicht spielen, das ist nicht fair gegenüber den Anderen.


    Die Formulierung aus der Zeitung ist in diesem Fall nur relevant, falls von den Trainern geschrieben. Dann würden sie nach wohl nach Leistung urteilen und das wäre meiner Meinung nach die falsche Herangehensweise.


    Deswegen hinterfrage dich selbst und wenn von deiner Seite alles klar ist (kann ja auch sein, ich bin zu weit weg, um das zu beurteilen) dann suche das Gespräch mit dem Training und weiße daraufhin, dass dein Sohn sich immer reinhaut und deswegen auch eine Chance erhalten MUSS.

    Ich fände jetzt aber für die Problematik, um die es ja eigentlich geht, die Frage von Uzunbacak wirklich berechtigt. Wie sieht die Trainingsbeteiligung dieser 30-40% aus, beziehungsweise wie oft nimmt dein Sohn am Training teil? Bei niedriger Beteiligung am Training bin ich auch rigoros, da kanns schon mal sein, dass ich jemanden zu Hause lasse, weil er/sie nicht oft genug im Training war.


    Speziell wenn die Eltern das noch unterstützen, ist das für Trainer wirklich furchtbar. Ich hatte den Fall erst kürzlich, dass mir Eltern für ihre Tochter abgesagt hatten, sie müsse lernen. Dann treffe ich sie direkt nach dem Training draußen mit Freunden unterwegs, danach ist sie aus dem Kader für das kommende Hallenturnier gestrichen worden, wir fahren nur mit neun statt zehn Mädchen hin. (War jetzt aber auch nicht das erste Mal, ich hatte mit ihr schon mal darüber geredet).


    Verstehst du in diesem Fall worum es mir geht? Ein Trainer will die Mannschaft möglichst immer auf dem gleichen Niveau haben, im Training soll die Mannschaft sich einspielen, wichtige Dinge lernen. Wenn dein Sohn nur selten kommt, dann ist er im Grunde ein Hindernis für das Team, das merken die Spieler auch ganz schnell. Besonders in der Jugend wird dann schnell mal gemotzt und der Trainer ist am Ende der Depp. ;)

    Ich denke so war das gar nicht gemeint Keller-Kicker.


    Ohne Christof jetzt etwas vorweg nehmen zu wollen, aber manchmal muss man auch mal ein Machtwort sprechen und die Kinder ein bisschen auf den Boden der Tatsachen zurückholen. Natürlich will man den Spieltrieb erhalten und natürlich soll Fußball Spaß machen, aber man sollte auch lernen, sich einer Gruppe unterzuordnen, sich anzupassen und auf andere Rücksicht zu nehmen. Disziplin ist für mich selbstverständlich und wenn diese vorherrscht, und das weiß meine Mannschaft auch, dann haben wir auch unseren Spaß. Nicht umsonst sollte ein Training zum Ende immer ein Spiel/Wettbewerb beinhalten, da kann dann auch der Spieltrieb frei ausgelebt werden. Wenn ich davor aber Technik trainiere und meine Kinder führen die Übung nicht richtig aus, erreiche ich auch keinen langfristigen Erfolg.

    dazu gehört Selbstbewußtsein, keine Angst sich klein zu machen, da man um die eigene Bedeutung weiß.
    Das würde im Umkehrschluss heißen, Trainer ohne das nötige Selbstbewusstsein blockieren sich selbst.

    Ja ich denke, dass man das so sagen kann. Gibt natürlich wieder Ausnahmen, aber ich habe das schon öfter so beobachtet. Wenn beispielsweise kein Erfolg vorhanden ist, werden manche Trainer ganz schnell ganz anders, viel strenger und ohne Humor, weil sie denken, so etwas zu erreichen. Dabei macht man so vieles oft noch schlimmer.

    man muß fragen, warum kann es der eine Erwachsene besser mit Kindern (im Optimalfall der "Kinderflüsterer"), und der andere weniger ("alter Griesgram").
    Warum vergräbt der eine Mensch im Laufe seines Lebens das "Kindliche" immer mehr (oder hatte er es nie so richtig?), und ein anderer bewahrt es sich. Hat es mit fehlender Neugier zu tun (ich weiß schon alles, euere Meinung interessiert mich nicht), oder mit Desinteresse oder Unfähigkeit mit den Schülern eine Beziehung (Geben und Nehmen) aufzubauen.

    Ich könnte mir vorstellen, dass viele Trainer niemanden aus ihrer Mannschaft an sich heran lassen wollen. Man will so ein bisschen distanziert bleiben, auch um die Autorität zu erhalten und sich durchzusetzen. Ich habe aber bisher die Erfahrung gemacht, dass man ein super Klima in der Mannschaft hinbekommt, wenn man den Leuten entgegen kommt. Der Trainer ist nicht perfekt, kann Fehler zugeben und auch mal über sich selbst lachen, das verpassen manche, andere tun es sogar absichtlich nicht. (Ich hatte dabei aber natürlich auch den seltenen Fall, Gleichaltrige bzw. sogar Ältere zu trainieren).
    Irgendwann entsteht dann eine Lücke zwischen Kindern und Trainern, die viele aufgrund des großen Altersunterschieds nicht mehr entscheidend füllen können. Einfach, weil man den anderen nicht versteht bzw. die Art inzwischen unterschiedlich ist.