Ich hatte ja geschrieben, dass ich nach unserer Rückrunde mal berichten werde.
Wir sind bedingt durch verschiedene Umstände (Witterung, viele Wochentagsnachhol- und Pokalspiele) eigentlich nur bis zum "Umschalten auf Ballbesitz des Gegners" = Gegenpressing gekommen.
Verbunden aber mit der Basislegung in der vergangenen Saison sowie des Trainings des mannschaftstaktischen Verhaltens gegen den Ball in der Vorrunde hat sich aber schon da wirklich ein ziemlich großer Unterschied gezeigt - und zwar positiv.
Spiele gegen Teams, die "ein kleines bisschen schwächer" als wir sind (bitte nicht als Arroganz verstehen, sondern nur als Situationsbeschreibung), die in der Hinrunde noch knapp waren, wurden in der Rückrunde hoch gewonnen - meist war zur Halbzeit bereits eine Führung mit drei oder mehr Toren zu verzeichnen.
Die Spiele gegen die direkten Konkurrenten um die Meisterschaft wurden dominiert und auch jeweils verdient gewonnen.
Allen Spielen war gemein, dass der Ball entweder früh gewonnen werden konnte oder der Gegner zum langen Ball gezwungen war, der unsererseits prima verteidigt werden konnte. Kein Gegner fand zu "seinem" Spiel.
Einen solchen Unterschied habe ich zuletzt bei der Umstellung von Manndeckung auf ballorientiertes Spiel erlebt.
Da wir mit dem Großteil des Teams eine Jugend nach oben wandern, werden wir kommende Saison neben Intensivierungen des bisher absolvierten auch auf die Phase "Umschalten auf eigenen Ballbesitz" eingehen. Ich bin mal gespannt, welche Auswirkungen das haben wird.
Mein Fazit:
Ich kann nur empfehlen, sich mit den Umschaltphasen zunächst theoretisch ausführlich zu beschäftigen und diese dann zeitlich gesehen als Blocktraining anzubieten.
Für mich ist vor allem das Gegenpressing tatsächlich ein taktischer Trend, dessen frühzeitige Entwicklung und Anwendung viele Vorteile gegenüber anderen Teams bescheren kann.