Beiträge von Willi

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    Es hört sich zwar doof an, aber ich denke, die Entscheidung des Sportgerichts war richtig.


    Der Schiedsrichter hat laut Regelwerk ganz klar die Vorgabe, dass ein Spielabbruch das ultimative und letzte Mittel ist.
    Hierzu muss er alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft haben.


    Wenn der Verband zuließe, dass "nur" bei einer Drohung ein Abbruch gerechtfertigt wäre, hätten wir in den Kreisligen jede Woche pro Liga einige Spielabbrüche.
    Da reicht es dann, einen Deppen am Sportplatz zu haben - und den kennt beim eigenen Verein wohl jeder. ;)


    Ich verstehe aber natürlich, dass es für die Mannschaft deines Sohnes (die es wohl war, Günter?) sehr ärgerlich ist, weil sie jetzt nun wirklich gar nichts für den Fehler des Schiedsrichters bzw. das Verhalten des Gegners kann und nun darunter leiden muss.

    Hallo zusammen,


    ich würde gerne mit meinem Team vor einem Spiel mal ein Motivationsvideo anschauen oder es in ein Training einbauen.


    Als Motivationsvideos würde ich z.B. bezeichnen:
    - Team Hoyt
    - Al Pacinos Ansprache in "an jedem verdammten Sonntag"


    Deswegen dazu zwei Fragen:


    Kennt jemand gute Videos?
    Wenn ja - wie komme ich an die Dateien?

    Dafür, dass Gewalt ein solch großes Problem im Sport sein soll, gibt es erstaunlich wenig belastbare Studien/Untersuchungen.


    Wenn ich denke, wie viele Stadionbesucher im Profibereich es gibt und dass dort die bekannteste Aussage die bereits hier erwähnte von Herrn Spahn mit dem Oktoberfest ist... nunja.


    Im Amateurfußball tragen auch die Verbände zu meinem Unwohlsein bei.
    In einem anderen Thread wurde ja bereits auf die kommende Ordnerpflicht hingewiesen, die nach einem Modellversuch in Württemberg jetzt eingeführt wird.
    Siehe auch hier: http://www.fussball.de/newsdet…id/101447#!/section/stage


    Die Begründung in diesem Artikel lässt mich schaudern bzw. an das von TW-Trainer schon genannte Nicht-Zitat von Winston Churchill denken.


    Im Artikel bzw. der Untersuchung steht:
    "76% der Schiedsrichter fühlten sich sicherer" mit den Ordnern.
    Ja, welch ein Wunder. "Fühlten sich sicherer", wenn da zwei Leute draußen stehen, die im Notfall auf ihrer Seite eingreifen können und sollen.


    Das erinnert mich an die Umfrage, als der Horst-Schlämmer-Film rauskam. 18% der Deutschen "konnten sich vorstellen", Horst Schlämmer zum Kanzler zu wählen.
    Wieviele das wohl tatsächlich gemacht hätten? Wie die Prozentzahl wohl gelautet hätte mit der Frage "Wenn am Sonntag Wahl wäre, würden Sie Horst Schlämmer wählen"?


    Was im Vorfeld der Ordnerpflicht-Einführung in ganz Deutschland wirklich interessant gewesen wäre:
    Haben sich die vom Verband eingeführten Regelungen (Ordnerpflicht, Einführung Coachingzone, Einführung Shakehands vor dem Spiel) direkt auf die Anzahl/Intensität/etc. der Vergehen ausgewirkt?
    Ich hätte da gerne harte Zahlen als Grundlage gehabt, bevor jetzt in ganz Deutschland Westen verschickt, Ordner geschult, und sonstige Aktionen betrieben werden.


    Nicht falsch verstehen: Alles was hilft unterstütze ich.
    Kostenintensive reine Symbolpolitik lehne ich aber ab - die bezahlen nämlich wir Vereine mit unseren Verbandsabgaben.

    Hallo Ralf,


    mir fehlt in deinem Post die Angabe, in wie vielen Spielen das ganze passiert ist.


    Dass jeder Spielabbruch in einer E-Jugend einer zuviel ist, da sind wir uns natürlich einig.
    Sind alle davon wegen irgendwelcher Gewalttaten etc. passiert?
    Oder ggf. auch andere Gründe wie z.B. Gewitter?


    Nicht falsch verstehen - ich verabscheue Gewalt und mangelnde Fairness wie wohl jeder hier.


    Es ist nur so, dass alle paar Monate ein Bericht in der Zeitung steht:
    "Die Gewalt auf den Plätzen hat zugenommen".


    Nur leider habe ich hierzu noch nie eine valide Untersuchung gesehen.
    Weder wird die Anzahl der Fälle in Relation zu den Spielen gesetzt (heute gibt es viel mehr Spiele/Mannschaften/etc. als noch vor dreißig Jahren), noch gibt es Aussagen über die Intensität der Vergehen.


    Ich habe das Gefühl, dass wir heutzutage durch das Internet und v.a. die sozialen Medien einfach mehr mitbekommen als früher - damals war eine Schlägerei beim Fußballspiel vielleicht im Bezirk/Kreis ein Thema, überregional hat das aber wohl niemand mitbekommen.
    Wenn ich unsere Alten im Verein von früher erzählen höre, denke ich meistens eher "krass, so würde es bei uns nie zugehen."

    @ PapaJoe:
    Gegenseitiger Respekt ist hier doch durchaus vorhanden, oder?
    Geh mal in die Kommentarspalten eines beliebigen Artikels eines beliebigen Onlineauftritts von Spiegel, Bild, etc. - da geht es doch ganz anders zur Sache. :huh:


    Deine Beschreibungen deines Vereins hören sich an wie: Typischer Dorfverein, ohne wirklich vorhandene Struktur, der froh ist, dass die anfallenden Aufgaben irgendwie erledigt werden, aber über das "irgendwie erledigen" auch nicht hinaus kommt. Sprich, eben ohne vorhandenes Konzept / Philosophie / etc.


    Das ist wohl leider in unseren Vereinen eher die Regel als die Ausnahme.


    Auch bei dir find es ich aber ein bisschen schade, das die Reaktion der Frust und das Verlassen des Vereins war.
    Hattest du keine realistische Chance, ggf. "an die Front" im Verein zu gehen (z.B. als Jugendleiter) und selbst für Verbesserungen zu sorgen?
    (fiese Frage, ohne deine Hintergründe bzgl. Zeit etc. zu kennen, ich weiß, aber mich interessiert es trotzdem)

    @ Andre:


    Hoffentlich findest du diese Reaktion selber auch ein bisschen kindisch.
    Bist du sicher, dass du grad nicht irgendeinen allgemeinen Lebensfrust hier rauslässt?
    Du suchst dir einzelne Sätze raus, interpretierst sie in deinem aktuellen Frust neu und steigerst deinen Frust dadurch noch.


    Hier hat kein Mensch davon geredet, dass PapaJoes Idee das "Konzept der Zukunft" ist oder ähnliches.
    Er hat nur - nach einem wohl negativen Erlebnis im Verein - nicht aufgegeben und für sich einen guten Weg gefunden, der wohl auch Kindern Spaß zu bringen scheint. Seine Idee ist eine gute Ergänzung zu der Ausbildung im Verein. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.


    Wir hatten die Diskussion um Theorie und Praxis ja schon einmal, wir zwei alten Streithähne.
    Es ist halt nunmal bei mir so, und ich unterstelle, dass es auch anderen so geht:
    Ein in der Praxis als tauglich erwiesenes Konzept, dass ich bei einer möglichen Weiterverbretigung als Leuchtturmkonzept vorstellen kann und dabei auch Vorteile/Nachteile aus der Umsetzung aufzeigen kann, hilft ungemein viel mehr als eine Idee, die nie umgesetzt wurde, bei der aber alle die, die dagegen argumentieren, von vornherein als Blockierer, Vereinsmeier, AusPrinzipDagegenDeppen abqualifiziert werden.
    Bei der Umsetzung deiner Ideen - die ja durchaus auch Charme haben und mit denen sich eine Beschäftigung lohnte - hilft dir dieses Vorgehen gleich Null.


    Du hast dich aktuell in eine fixe Idee verrannt und erkennst nicht, dass deine Diskussionspartner sinnvoll argumentieren. Setzt dich damit auseinander, verbessere ggf. anhand der Argumente dein Konzept. Geh in die Praxis, setz es um, hab Erfolg, diene als Beispiel für andere.
    So bewirkt man Veränderungen.

    PapaJoe:


    Kompliment - schönes Engagement deinerseits.
    Mich würden die Gründe interessieren, warum so etwas nicht im Verein möglich war. Mir fallen da spontan Dinge ein wie Fußballcamp organisieren, Fußballschule aufmachen, jahrgangsübergreifendes Fördertraining, was man dich hätte machen lassen können. :whistling:
    Warum kam es in deinem Verein nicht dazu?
    Hatte keiner die Idee dich zu fragen? Frust deinerseits? Was ganz anderes?



    @ Andre:


    Mag hart klingen - aber hör endlich mit dem Geschwätz auf und tu mal was.
    Mich beeindrucken deine Worte nicht.
    Lass mal Taten folgen.
    Geh in die Verantwortung, setz deine Konzepte um.
    Du redest hier im Forum immer vom Verbessern der Welt, "hältst uns einen Spiegel vor", hast aber im richtigen Leben in deinem Verein die entsprechende Verantwortung nie übernommen.
    Ralf Klohrs Idee hat sich auch deswegen verbreitet, weil er vor Ort "im Kleinen" selber angefangen und als Vorbild fungiert hat.

    @ TW-Trainer:


    die Ergebnisse sind hier irrelevant, weil auf das Wirtschaftsleben gerichtet.
    Ich bezog mich auf die Basis: nämlich die Motivationstheorie. Und hier habe ich immer noch kein Gegenargument dafür gehört, dass intrinsisch motivierte Trainer nicht extrinsisch (=mit 180 €) zu motivieren wären.



    Zu den einzelnen von dir genannten Punkten:


    Theologie und Motivation, da gibts einen Zusammenhang. Aber einen für diese Diskussion in einem Fussballforum über ein Fußballthema relevanten? Wohl eher nicht.


    Drei A-Jugenden? Das ist die glorreiche Ausnahme. In der C haben wir z.B. nur ein Team.


    Natürlich gibt es einen Drop-Aout-Effekt, das will ich ja gar nicht leugnen. Aber wie du diesen nur dem Trainer anzulasten oder der Vereinsführung, das halte ich doch für etwas zu vereinfacht betrachtet.


    Das von dir beschriebene Modell mit den jungen Trainern hab ich selber als Jugendleiter schon erfolgreich umgesetzt. Zwei davon spielen z.B. nicht mehr, sind aber noch Trainer. Aber mir waren meine Trainer immer gleich wichtig, ob A oder Bambini, ob Jungs oder Mädels, ob alt oder jung. Warum ein Trainer alut Andre auf einmal jung sein muss?


    Mit deiner Aussage, je besser die Ausbildung, desto höher der Spaß, gehe ich konform.


    Also jetzt sei mir nicht böse - FC Venus als Beispiel für Dorffußball???
    Theologie als Beispiel für Motivation???
    Hmm...


    Auch mit deinem "in der C-Jugend nur noch die Hälfte da" verallgemeinerst du.
    Ich trainiere grade die A1 eines Vereins aus einem Dorf mit 8000 Einwohnern. Wir haben drei A-Jugenden mit insgesamt 58 Spielern.


    Kann es sein, dass du selber noch nicht wirklich in einem "Dorfverein" gearbeitet hast?



    Ich habe schlicht zwei Kritikpunke an dem von Andre und dir geäußerten:

    • Ich halte die Meinung, mit 180 € im Monat wird alles besser, nicht für richtig, und habe das mit Argumenten hinterlegt. Gegenargumente (statt Verallgemeinerungen) würden mich schon interessieren.
    • Dieses (ich überteibe jetzt mal absichtlich) Gebrüll im Stile von "ein guter Trainer ist jung, hat nen Schein, kann selber kicken und macht was ich ihm sage" von Andre ist auch recht praxisfern und zudem ungehörig.




    @ Soccerbook (und vor allem @ Andre):


    Du hast schon recht. Leute, die den Finger in die Wunde legen, sind selten gut gelitten. Deswegen schrieb ich ja, dass ich Andres Kampf für den Kifu gut fand.
    Doch ob man Veränderungen erreicht, indem man in Diskussionen die Diskutanten beleidigt?

    Hach, Andre.


    Ganz ehrlich, du verdientest meinen Respekt in diesem Forum auch dadurch, weil du dich von einem "Seitenrandegomanen" zu einem Kifu-Trainer entwickelt hast.
    Selbsteinsicht und Selbstveränderung ist unglaublich schwierig. Ich hab zehn Jahre lang 150 kg gewogen, ich weiß wovon ich spreche. :wacko:


    Leider scheinst du aber das eine Extrem gegen ein anderes eingetauscht zu haben.
    Weder passt die ursprüngliche Frage, die du in diesem Thread in den Raum stelltest - schlicht weil dir selber die entsprechenden Kenntnisse fehlen, um zu erkennen, dass sie recht sinnlos war.
    Noch siehst du jetzt, dass du dir zwar gute Gedanken machst, diese aber nicht recht in die Realität passen wollen. Warum wohl posten fast alle hier konträr zu dir? Lauter Geisterfahrer unterwegs, oder was?



    Ich möchte dir begründen, warum dein Ansatz nicht funktioniert.
    Ich habe meine Diplomarbeit über "nichtmonetäre Anreize" geschrieben. Ich weiß wovon ich rede...


    Welche Menschen übernehmen ein Ehrenamt im Jugendbereich? Woher nehmen sie ihre Motivation?
    Ein Ehrenamt im Jugendbereich übernehmen wohl vor allem Menschen, die intrinsisch motiviert sind. Extrinsisch getriebene (z.B. die es wegen der Anerkennung machen) zieht es früher oder später in den Leistungsbereich.
    D.h. die Trainer im Jugendbereich machen das, weil ihnen die Aufgabe Spaß macht, weil sie junge Menschen fördern und anleiten können, weil es sie selber jung hält... sprich die Motivation kommt von innen heraus.
    Diesen Menschen Geld zu geben - vor allem 180 € im Monat - ändert an ihrer Arbeit genau gar nichts. Da müsstest du deutlich mehr anbieten - was aber für die Vereine wohl nicht realistisch machbar wäre.
    Im Extremfall verscheuchst du mit einer Bezahlung sogar gute und engagierte Mitarbeiter. In deinem Beispiel: Ein guter Trainer, der für sich in seinem Umfeld wirbelt und rackert, hat jetzt auf einmal das Gefühl, dass er eine Verpflichtung eingeht. Er bekommt dieses diffuse ungute Gefühl von Kontrolle. "Ne, das hab ich doch schon im Job - lass mal lieber..."


    Du als Verantwortlicher würdest mit deinem Modell weder an der Qualität noch sonst etwas zum positiven ändern, sondern wahrscheinlich eher gute Trainer verlieren und eine schlechte Vereinsatmosphäre erzeugen, die euch weitere gute Trainer kostet.

    Bei uns in Württemberg wurden vor einigen Jahren einige Schritte unternommen, um zu mehr Fairness zu kommen.


    • Bei jedem Herrenspiel müssen zwei Ordner mit Ordnerwesten vorhanden sein. Ab dieser Saison müssen sich diese spätestens 15 Minuten vor Spielbeginn unaufgefordert beim Schiedsrichter vorstellen.
    • Bei jedem Herrenspiel gibt es eine Coachingzone.
    • Vor jedem Spiel aller Altersklassen ist ein (im Ablauf festgelegtes) Shake-Hands der Teams Pflicht.


    Punkt 1 und 2 ist auch bei Spielen der A- und B-Junioren durchzuführen, wenn der Schiedsrichter es verlangt.

    .
    Leider sieht man im Amateurbereich noch viele Mannschaften, die auf dieses System setzen. Zudem wird dieses System dann auch oft noch von "Unwissenden" im Jugendfußball vermittelt...


    Zunächst: Ich denke, du meinst wohl eher, dass viele Teams noch mannorientiert statt ballorientiert spielen?
    Libero statt Viererkette sagt ja nur was über einen Teil des Teams aus.


    Kann es sein, das das auch ein lokales/regionales/verbandsspezifisches Problem ist?


    Bei uns in Württemberg findet man den Libero eigentlich höchstens noch in der alleruntersten Spielklasse, und auch dort eher selten.
    Im Jugendbereich weiß ich schon gar nicht mehr, wann ich zuletzt gegen einen Gegner mit Libero gespielt habe (A-Jugend auf Bezirksebene).

    Aber was soll man auch schon von so frühen Analysen halten? Der Rest kommt bestimmt noch ... oder!



    Danke für diese Äußerung. Ich glaube, wir halten beide ungefähr gleich viel von der Inhaltstiefe der Analyse - immerhin vom Trainerchefausbilder des DFB.
    Da lobe ich mir die "Hobbyanalysten" von spielverlagerung.de:


    Zum Thema "kluger Fehlpass":
    Es erstaunt mich, dass das erst jetzt in das Blickfeld der Öffentlichkeit rückt.

    • Thomas Tuchel z.B. hat in Mainz fast jedes Anspiel ins gegnerische Seitenaus nahe der gegnerischen Eckfahne spielen lassen und dann gleich mal vorne Druck aufbauen lassen.
    • "Der beste Spielmacher ist das Gegenpressing", baut Jürgen Klopp sein System fast schon darauf auf (ja, ich weiß, verkürzte Darstellung)
    • "Barcelona war am gefährlichsten, als wir den Ball hatten - Juan de Ramos, Trainer FC Sevilla, nach einer Niederlage gegen Barca
    • und José Mourinho meinte mal vor dem CL-Halbfinal-Rückspiel 2010 mit Inter gegen Barca: "Wir wollten den Ball nicht – denn wenn Barcelona presst und den Ball zurückgewinnt, sind wir nicht geordnet. Ich will auf dem Feld nie ungeordnet sein, also wollte ich, dass wir den Ball nicht hatten. Wir gaben ihn weg."