Beiträge von Willi

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    Die Inhalte und Ziele der Ausbildung gibt der DFB vor.


    Ja schon. In der Theorie. Praktisch sieht das aber anders aus. In unserem Lehrgang hab ich jedenfalls keine Folie mit DFB-Logo gesehen...
    Ich glaube schon deshalb nicht an die praktische Umsetzung, weil zum Beispiel unser Landesverband in Württemberg eine andere Philosophie hat als der DFB (ballorientiertes Spiel schon von Beginn an in die Ausbildung einbauen - also z.B. auch Mannschafts-Taktik bereits im 5 gegen 5 in der F). Das ganze aber kindgerecht verpackt (z.B. 1-1-2-1 als "Drachen" und dann kein Kommando "schieben", sondern "Drachenbauch hol den Ball".


    Da es drei Instrumente der Trainingsteuerung (Regeln, Spieleranzahl, Feldgröße) gibt, werden diese auch intensiv auf dem Lehrgang (2 Stunden Theorie und 2 Stunden Praxis) behandelt. Hier hat der Referent wohl vergessen, die richtigen Regeln für die richtigen Alterstufen deutlich zu trennen.
    Das ist bei saramoons Ausbildung wohl auch nicht angesprochen worden.


    Es wurde bei uns im Basislehrgang, den alle Trainer machen, egal ob sie das Profil "Teamleiter Jugend" oder "Teamleiter Kinder" gewählt haben, gelehrt.
    Da gehört es meiner Meinung nach auch hin. Es gehört m.E. mit zum Aufgabenbereich des Trainers, einzuschätzen, was er mit seiner Mannschaft machen kann/sollte und was nicht. Man kann mit allgemeinen Aussagen nicht für jedes Team eine gültige Regel aufstellen.



    Ich muss zugeben, dass auch ich davon genervt bin, dass jedes Thema hier nach zwei Postings in das Thema "Taktik und Anweisungen im Kinderfußball" abschweift. Das Thema hier wäre schön geeignet gewesen, um vielen Trainern, die unausgebildet sind, Ideen zu geben, wie man Abschluss-Spiele auch gestalten kann. Die Entscheidung, was für die eigene Mannschaft sinnvoll ist, muss jeder Trainer dann für sich treffen.

    Grundsätzlich bin ich bei denjenigen, die eine altersgemäße Ausbildung propagieren. Ich kämpfe da auch in meinem eigenen Verein mittels Jugendkonzept dafür,


    Allerdings sollte man sich schon fragen:
    - Wer stellt fest, was altersgemäß ist? --> Antwort: Wohl die Verbandstrainer der DFB.
    - Wieviele Spiele der F-Junioren haben die in den letzten 20 Jahren gesehen? --> Antwort: Will ich lieber gar nicht wissen.


    Immer wieder bekomme ich von entscheidungsbefugten Funktionären zu hören: "In der F-Jugend gibt es sowieso nur ein Knäuel um den Ball".
    Das mag früher, als das als Einstiegsalter eingeführt wurde, noch so stimmen. Heute beginnen die allermeisten Fußballer aber im Alter von 5 mit dem Sport. Bis zur F1 haben sie teilweise schon drei bis vier Jahre Fußballtraining mitgemacht. Die sind heute - in der Spielanlage - viel reifer als damals.


    Für mich trifft deshalb nicht zu, dass in der F kein Passtraining gemacht werden soll. Passen ist genauso Grundlage wie Schießen und Dribbeln und gehört deshalb auch im Grundlagenbereich trainiert. Die Kunst ist, deshalb das Dribbling und die Kreativität nicht zu kurz kommen zu lassen.
    Lange Rede, kurzer Sinn: Ich halte einige - nicht alle - von saramoons Variationen auch im F-Bereich für gut und umsetzbar.


    Übrigens: Bei uns in Württemberg gibt's in der Ausbildung zum Trainer C Breitensport eine ganze Einheit zum Thema "Regeln steuern Spiele". Zwei Stunden Theorie und zwei Stunden Praxis. Auch für den Kinder-Bereich...
    Die Ausbildung zum Trainer C Breitensport wird von den Landesverbänden verantwortet. Dementsprechend ist sie nicht einheitlich und wenn ein Verband Ansichten hat, die vorsintflutlich sind (ein ostdeutscher Landesverband veröffentlichte vor kurzem auf fussball.de stolz seine Landesmeister der F-Junioren und F-Juniorinnen), fließen die auch in die Trainerausbildung mit ein.

    Liegt wahrscheinlich an den Sicherheitseinstellungen der Makros. Die sind meist automatisch bei "hoch" eingestellt, dann werden gerade z.B. die Sortierungen, wenn man in den kadmo-Plänen auf "aktualisieren" klickt, nicht vorgenommen.
    Im Spielplan auf Extras - Makros - Sicherheit gehen und die Sicherheit auf höchstens "mittel" einstellen. Dann den Plan nochmal öffnen und wenn man gefragt wird Makros aktivieren.

    Hi Ronaldina,


    wir haben die gleiche Situation: Ich bin auch Jugendleiter und Trainer.


    Ich kann nur dafür werben, konzeptuell auch im Bereich "Taktik" zu arbeiten und ein mannschaftsübergreifendes System, und sei es nur "Ballorientierung" als Philosophie, einzuführen.
    Jeder, wirklich jeder Spieler kann das lernen, sei er noch so schlecht. Da geht es darum, wie ich mein Stellungsspiel an den Ort von Ball, Mitspieler, Gegenspieler (in dieser Reihenfolge) anpasse. Das kann man auch, wenn man technisch kein Lionel Messi ist.


    Klar ist auch Geduld gefragt. Ich bin im ersten Jahr (B2, unterste Staffel die möglich war) schier an meinen beiden Spielern hinten innen verzweifelt. Die hatten zuvor mehrere Jahre nur Libero gespielt und waren lange nicht dazu zu bewegen, auf einen auf sie zulaufenden Stürmer herauszurücken.
    Inzwischen hat er eine in seinem ersten Aktivenjahr den Sprung als Stammspieler in die Kreisliga A gepackt und der andere ist absoluter Leistungsträger in unserer A-Jugend, die momentan die höchste Staffel im Bezirk anführt.
    Klar ist das wieder als Einzelbeispiel zu unwissenschaftlich (Gruß an SirAlex ;) ), aber vielleicht kann es dir zur Motivation dienen nach dem Motto "es ist nie zu spät".

    Wer ein Konzept in seiner Gesamtheit als allgemein gültige Richtlinie betrachtet, der kann nicht richtig liegen. Dazu verändert sich der Fussball und die SPortwissenschaft zu schnell.


    Sorry, das will ich nicht so stehen lassen. Das ist einfach nur eine super Ausrede, seinen eigene Arbeit nicht im Kontext eines Vereinskonzepts oder eines Verbandsausbildungskonzepts zu reflektieren.
    Nicht falsch verstehen: Ständiges Hinterfragen des "state of the art" ist wichtig und richtig.
    Aber deine grundsätzliche Aussage "Konzepte sind es nicht wert, dass man sich an sie hält" (deine zitierte Aussage bewusst überspitzt formuliert) bringt hier evtl. mitlesende bräsige Trainern, die einfach keinen Bock haben, sich mit der neuesten Materie (und z.B. modernen Spielkonzepten) zu beschäftigen, jetzt auch noch eine rhetorische Rechtfertigung.



    Wie Kannst du mir erklren, dass du ja anscheinend seit 2006 ein Konzept mit einer Vehemenz vertreibst und verteidigst, dass ja anscheinend auch für den Verfasser, grobe Mängel hatte, sonst hätte er es nicht in so großem Maße vor kurzem überarbeitet.


    Ich denke, du solltest zwischen "Konzept" und "Philosophie" unterscheiden.



    Warum sollte ein Dorfverein nicht ballorientiert spielen können?



    Warum sollte deine genannte Jugend nicht ballorientiert spielen können?



    Hast du eigentlich mal die Postings vor dir durchgelesen? Eigentlich wurde klar herausgestellt, dass es völlig egal ist, wie das Spielermaterial ist.
    Beispiel: Unsere B2 spielt in jedem Spiel auch mit drei bis fünf Spielern aus der C-Jugend, beim letzten Spiel waren 4 von 11 aus dem jüngeren C-Jugend-Jahrgang. Ballorientierung wurde trotzdem gespielt.

    Okay, ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil. War mir wirklich nicht bekannt und hatte dann beim Überprüfen dummerweise im Regelheft auch noch fälschlicherweise bei "Abseits" geschaut anstatt bei den Freistößen... mea culpa.

    Doch Willi, die Regel existiert so.


    Lies es im Regelheft nach.


    Ich verlink dir mal extra die Fußballregeln. Abseits kommt ab Seite 72.
    http://www.dfb.de/fileadmin/us…sballregeln_2010_2011.pdf
    Gleich im zweiten Absatz sind als Ausnahmen Abstoß, Eckstoß und Einwurf aufgeführt. Freistoß seltsamerweise nicht...


    Vielleicht liest du mal selber nach? Oder verlinkst ne verifizierende Quelle? Gefährliches Halbwissen ohne Quellenangabe akzeptiere ich nicht.


    Hast Du selbst mal gespielt? Kennst Du nicht die Situation, dass Du im Training jeden Ball am Fuß behandelst wie Gott persönlich (unter en Blinden ist der Einäugige König). Aber am Sonntag kommst Du an dem kleinen, dicken und wieselflinken Verteidiger mit teuflisch gutem 1gg1 nicht ums verrecken vorbei?!


    Weiterer Klassiker, den wohl jeder schon einmal gehört hat:
    "Meine Spieler schießen im Training Löcher in die Netze - aber im Spiel bringen sie nur ein Schüsschen raus."


    Meist von Trainern, die im Training noch nie mit Gegner- oder Zeitdruck gearbeitet haben bzw. Torschusstraining nie in Wettbewerbsform organisieren. ;)

    e) Weil der Trainer das taktische Konzept nicht vermitteln kann, da er es selbst nicht versteht. Der Spruch mit dem Spielerpotenzial ist eine tolle Ausrede.


    Genau meine Meinung.
    Ergänzen würde ich noch um


    f) Weil der Trainer zu faul ist, um sich weiterzubilden und moderne Taktiken und Trainingsformen zu erlernen, und den Spruch mit dem Spielerpotential als Ausrede für die eigene Unlust hernimmt.


    Jede Mannschaft hat z.B. das Potential, ballorientiert zu spielen. Es kommt nur auf den Trainer an, ob er es vermitteln kann.

    So, dann bin ich mal weiter Korintenkacker:


    Bei einem Freistoß im eigenen Strafraum, ist der Ball auch erst im Spiel, wenn er den Strafraum verlassen hat (auch wenn diese Regel kaum einer weiß).


    Diese Regel dürfte außer dir niemand kennen. Es gibt sie nämlich nicht.


    Du bringst das wahrscheinlich mit der Regel durcheinander, dass aus einem Freistoß kein Nachteil für die ausführende Mannschaft entstehen darf - wenn z.B. ein Freistoß durch eine Windböe ins eigene Tor geweht wird, gibt's Eckball.

    Naja, nach dieser Begründung müsste man aber fragen, warum bei Einwurf auch kein Abseits existiert !


    Schließlich, ist hier der Ball nach Verlassen der Hand im Spiel.


    Falsch. Einwürfe dürfen mehrere Meter hinter der Seitenauslinie ausgeführt werden (es gibt da eine genaue Regel, wie viel Meter, aber ich weiß es gerade nicht mehr genau). Der Ball ist aber erst im Spiel, wenn er die Seitenauslinie überquert hat.
    Insofern greift die (richtige) Begründung auch beim Einwurf.

    Hi Andre,


    geheimnisvoll wollte ich eigentlich nicht sein.
    Ich wundere mich nur ein bisschen. Hier geht's ja nicht um einen Spieler, der mal ein Training aus gutem Grund fehlt, sondern der in fast jedem Training ohne guten Grund fehlt. Den willst du für seine Einstellung auch noch belohnen, indem du ihn zum Spiel mitnimmst?
    Der hier fragende Trainerkollege hat einen 18er-Kader. Da würde ich davor aber alle anderen 17 mitnehmen, egal ob sie der kommende Özil sind oder doch nur ein Stanislawski, und den Kerl nur mitnehmen, wenn ich nur 10 Spieler zur Verfügung habe.
    Ein A-Junior muss lernen oder eigentlich schon wissen, dass Engagement und Spieleinsätze in direktem Zusammenhang stehen.
    Ansonsten hört der nach dem Wechsel in den Herrenbereich sowieso auf.

    Eine punktgenaue Empfehlung ist natürlich schwierig, weil wir eure Rahmenbedingungen nicht kennen (Spielklasse, Kadergröße, Saisonziele, ...).


    Im Allgemeinen ist die A-Jugend aber klar leistungsorientiert. Insofern kriegt er entweder die Kurve oder eben nicht und ist dann aber konsequenterweise nicht mehr in eurem Team.


    Es hört sich so an, als müsstet ihr die Fehler des Vorgängertrainers ausbaden. Ins Training konnte er nicht, aber zu den Spielen war er da????
    Er sieht wohl die Verbindung Trainingsleistung --> Spieleinsatz nicht mehr bzw. hat durch das Fehlen in der letzten Saison ein Leben ohne "Pflichttermine" verschmeckt, der Fußball ist ihm wohl nicht mehr wirklich wichtig.


    Solltet ihr euch nochmals engagieren wollen: Ruft ihn an und vereinbart ein Einzelgespräch. Sagt ihm in diesem, dass ihr ihn gerne dabei hättet, sympathisch findet, etc - aber dass seinerseits dazu Engagement und Zuverlässigkeit vonnöten sind. Wenn dann danach auch nichts geht, habt ihr euch nichts vorzuwerfen.


    Vielleicht braucht er auch eine kleine Symbol-Abreibung?
    Wir haben z.B. letztes Jahr bei der Weihnachtsfeier unseren B-Junioren-Trainingskönigen bis dahin Kinogutscheine geschenkt. Und den drei, die am meisten unentschuldigt gefehlt hatten, jeweils einen Kalender. Schöne Exemplare, mit süßen Pferden oder Kätzchen drauf...
    Bei zwei der dreien hatte sich das Problem mit dem unentschuldigt fehlen nach der Winterpause daraufhin erledigt.