Ne..mal ernsthaft...ich finde ein Trainer der sich nicht mit DU ansprechen lässt, hat einen am Appel
Warum?
Ne..mal ernsthaft...ich finde ein Trainer der sich nicht mit DU ansprechen lässt, hat einen am Appel
Warum?
Mein Jungs duzen mich. Neue Spieler, die mich Siezen erlaube ich das duzen auch direkt. Autorität / Distanz gegenüber Spielern hat nicht damit zu tun, ob die Spieler "Du" oder "Sie" sagen.
Natürlich hat das was miteinander zu tun. Wenn man null Distanz zu den Spielern hat und dann auf Sie besteht wirkt das natürlich nur albern und hat keinerlei Wirkung. Aber generell unterstützt ein Sie, zumindest bei Menschen, die ein gewisses Sprachgefühl haben, durchaus die Distanz zwischen Menschen. Es ist halt die Frage, ob das gewollt ist. Ich bin durchaus ein Freund davon, sprachliche Möglichkeiten, die die eigene Sprache bietet, um unterschiedliche Verhältnisse auszudrücken, auch zu nutzen und halte ergo nichts davon, überall jeden zu duzen. Im Fußball sehe ich es allerdings genauso wie die bisherigen Beitragsschreiber, i.d.R. wird da Duzen angebrachter sein und dementsprechend handhabe ich das auch.
Mein Fazit: Es gab jede Menge Klamauk! Wer jedoch mit den Mitteln der Überhebung der wichtigsten, handelnden Personen nach einer Tiefgründigkeit suchte, der wurde enttäuscht.
Also genau das, was bei einem Film dieser Art auf Sat.1 zu erwarten ist...
Gerade nur erstmal kurz, weil ich nach einem 0:10 heute nicht in der Laune für lange Ausführungen bin...(aber doch bekloppt genug, schon wieder ins Trainerforum zu gucken):
- Ergebnisse sind zweitrangig in der Altersklasse. Konzentriere dich auf die Weiterentwicklung bei den Spielern
- Taktik ist in dem Alter Zeitverschwendung. Manche würden wahrscheinlich sogar das ein oder andere verstehen, aber es dauert sehr lange, viele verstehen auch noch gar nichts und am Ende nützt es eh noch nicht viel. Bring den Kindern Passspiel bei und dribbeln mit dem Ball, lass sie viele Ballkontakte und Spielerlebnisse unterschiedlicher Art haben und sieh zu, dass sie viel Bewegung haben und sich anstrengen
Es werden sicherlich auch noch Kollegen hier im Forum etwas ausführlicher dazu schreiben. Herzlich willkommen erstmal!
Weil ich sehe öftert Mal (Aktivenbereich):
Ganze Mannschaft nach Trainingsende zusammen, jeder läuft an den ganzen Materialien und zwangsweise dann auch an der Materialkammer, die auf dem zu den Kabinen Weg liegt, vorbei. Keiner nimmt was. Aktivenkrankheit?
Erwachsene in Gruppen sind ja oft - und das mag für eine Fußballmannschaft nochmal mehr gelten - auch nicht anders als Kinder in Gruppen. Es wird also eher die Regel sein, dass sie nicht von selbst drauf kommen, da einfach ein paar Sachen mitzunehmen. Also müsste vermutlich auch dort der Chef ansagen, dass das so zu sein hat.
Es räumen alle gemeinsam weg, mit gelegentlichen Hinweisen von Trainerseite, wenn jemand 5 Minuten braucht um 1 Hütchen wegzuräumen oder gerade in dem Moment was ganz dringendes besprechen muss mit seinem Kumpel, wenn aufgeräumt wird.
Fordern finde ich zu stark formuliert. Aber dazu ermutigen würde ich schon.
Hier gibt es solche Schlüssel, sie interessieren aber keinen. Außerdem eine Landesverordnung zur Sportförderung. Als wir die einem Politiker in einem hohen Amt gegenüber erwähnt haben meinte der, darauf sollten wir uns besser nicht berufen, diese Verordnung würde keiner kennen und wenn man sich darauf berufen würde würde man nur erreichen, dass man Leute verärgert und dass die Verordnung abgeschafft wird. Darüber hinaus könnte ich noch die Äußerung eines Mitglieds des Stadtvorstands anbringen, der meinte, unser Verein würde "über seine Verhältnisse leben", womit er meint, dass wir zu viele Spieler hätten und doch mal bitte weniger Spieler haben sollten, damit die Sportplätze auch reichen (wir sind anhand Mitglieder- und Einwohnerzahlen in einer Gegend mit ohnehin schlechter Versorgung nochmal deutlich schlechter versorgt als alles in der Umgebung).
Ähm, ja, das hilft nicht weiter, musste ich aber mal gerade loswerden zum Thema Sport und Lokalpolitik...
Kurzfristig hilft das, ein paar Spieler dabei zu halten. Langfristig glaube ich macht es mehr kaputt, als dass es hilft. Weil dann die schlechte Arbeit in vielen Vereinen nicht so deutlich bestraft wird. Irgendwie kriegt man dann noch 9 zusammen. Und irgendwann halt auch nicht mehr die. Ich bin ganz froh, dass wir diese Saison mit keiner Mannschaft Kreisstaffel spielen, sonst hätten uns vielleicht auch diverse 9er-Spiele gedroht. Was nun auch keine Katastrophe ist, aber wenn man auch ein wenig Mannschaftstaktik machen will sicher nicht hilfreich, wenn jedes dritte Spiel mit reduzierter Spielerzahl auf einem kleineren Feld stattfindet.
Zweikampfhärte ist für mich etwas anderes als das, was du hier unter Individualtaktik 1 vs 1 abhandelst. Zweikampfhärte bedeutet auch Körperkraft haben und diese auch einsetzen. Denn es gibt ja viele Situationen, die man mit geschicktem Zweikampfverhalten gewinnen kann; das gilt aber ja nicht für alle Situationen. Da kommt's dann zum Beispiel, wenn man neben einem Spieler zum Ball läuft, darauf an, Kraft vernünftig einzusetzen. Die Taktik ist wichtig, hilft aber alleine auch in vielen Fällen nicht.
Ich habe nicht so viel Erfahrung in dem Bereich, dennoch ein paar Anmerkungen:
Das mit dem Sportgeschäft in der Nähe finde ich gut. Stärkt Beziehungen und dürfte normal auch finanziell kein Nachteil sein.
Ausrüsterverträge sind meines Wissens bei kleinen Vereinen enorm selten; weiß jetzt nicht wie klein deiner ist.
Ich würde mich bei den Trikots nicht auf eine Marke festlegen. Für Anzüge etc. macht das Sinn, bei Trikots ist es aber doch oft so, dass hier mal einer bei einem Gewinnspiel mitmacht, es woanders dann mal von einem Sponsor günstige Trikots gibt usw. - da würde ich mir keine Quellen zumachen, wenn es nicht unbedingt nötig ist. Auch weil ich da die Einheitlichkeit bezüglich der Marke auch beim Auftreten nicht so wahnsinnig wichtig finde. Bei Anzügen sieht das wie gesagt anders aus.
Das hielte ich dann doch für übertrieben. Was sicher nicht schadet, wenn man sich da hinreichend auskennt, ist, auf gewisse Grundlagen hinzuweisen. Bei uns auch mal gerne genommen der Hinweis darauf, dass der Schweinebraten nicht das Nahrungsmittel der Wahl zwei Stunden vor dem Spiel ist. Ansonsten thematisieren wir ausreichendes Trinken und haben einige Male erwähnt, was man sinnvollerweise trinken sollte, das funktioniert aber mittlerweile von alleine. Ernährungsvorgaben für Kinder und Jugendliche fände ich auch vor dem Hintergrund, dass die ja vorwiegend von den Eltern umgesetzt werden müssten, schwierig.
Ich finde es wichtig, immer einen Plan zu haben. Und zu wissen, dass es dann im Normalfall anders laufen wird. Und das auch zuzulassen. Je erfahrener man ist, desto weniger detailliert muss der Plan denke ich sein. Als ich vor 14 Jahren das erste Mal trainiert habe, wäre ein Training ohne Planung ziemlich beschissen gewesen. Jetzt bereite ich zwar auch noch recht detailliert vor, habe aber manchmal das Gefühl, dass es gerade dann gut wird, wenn ich mal nicht so detailliert vorbereitet bin. Und dann ist halt immer wichtig, dass man sich nicht sklavisch an die eigenen Vorgaben hält. Wenn eine Übung gerade viel bringt und ich das Gefühl habe, dass sich was bewegt bei den Spielern, dann wird der Teil halt auch mal länger, wenn möglich und etwas anderes kürzer. Ich glaube aber grundsätzlich schon, dass Planung hilfreich ist.
Auf der anderen Seite muss dann meiner Meinung nach auch die Trainer-Ausbildung überdacht werden. Während des Lehrgangs wird immer wieder die Wichtigkeit von "aktiven Coaching" gelehrt. Um am Ende in der praktischen Prüfung eine gute Benotung zu erhalten muss der Prüfling Fehler erkennen und korrigieren können. Ich habe in meinen Lehrgängen nie etwas darüber gehört, dass sich der Trainer in dem Maße zurückhalten soll, wie es hier gefordert wird. Oder soll sich der Trainer beim Spiel nun komplett anders verhalten als beim Training?
Ja, das soll er. Oder zumindest ist das durchaus eine plausible Ansicht. Unterscheidung in Training und Wettkampf: im Training werden Korrekturen und Hilfen geboten, im Wettkampf dürfen die Spieler dann noch selbständiger das Ausprobieren, was sie im Training (hoffentlich) gelernt haben. Das ist für mich durchaus logisch. Man kann aber genau so natürlich auch der Ansicht sein, dass es ja gerade im Kinder- und Jugendfußball auch um Lernen geht und dass deswegen auch (viele) Hilfen während des Spiels wichtig sind. Ich finde beide Gedankengänge durchaus logisch. Muss sagen, dass ich nach einigen Jahren im Kinder- und Jugendfußball zu vielen Dingen deutlich ausgeprägte Ansichten habe; was das Coaching im Spiel anbelangt bin ich immer noch sehr unentschieden. Weil es eben für beide Richtungen gute Argumente gibt. Das gilt für mich für alle Altersklassen.
Danke @TrainerT und @fak für die differenzierten Schilderungen. Das hilft sicher Eltern/Kindern, die vor einer ähnlichen Entscheidung stehen. Wie es konkret laufen wird, weiß man zwar immer erst hinterher. Aber es ist hilfreich, zumindest mögliche Entwicklungswege zu kennen.
@fakIn Deinem Satz ist ein "nicht" zuviel, oder?
Grüße
Oliver
Jep, oder eins zu wenig...hab's editiert.
Alles anzeigenNatürlich schafft es nicht jeder zum Profi. Denke da immer an ein sehr interessantes Interview mit Norbert Elgert, welches ich vor ein paar Monaten gelesen habe.
Die Jugend im NLZ zu durchlaufen hat so viele Vorteile, zum einen auch die Begleitung Richtung Schulabschluss, aber auch sportliche Dinge:
- internationale Reisen, vergleiche im Ausland, dadurch sieht man halt auch Länder, die man im Dorfverein nicht sieht
- Spiele in den höchsten deutschen Nachwuchsligen, wie oben beschrieben, das Umfeld im großen Verein kennenlernen
- Das Erlernen von Respekt und FairPlay, was in den Leistungsmannschaften das A und O ist, aber auch Umgang mit Menschen, man lernt halt was fürs Leben
- auch wenn es nicht ganz zum Fußballprofi reicht, kann man finanziell profitieren, man spielt zwar nicht ganz oben, aber durchaus höherklassig (auch in der Regionalliga/ Oberliga, etc...) kann man gut dazu verdienen
Zum letzten Punkt kann ich sogar ein Beispiel einbringen. Ein ehem. Mitspieler aus meiner Jugendzeit is. In der U14 zu einem NLZ (zu der Zeit gab es den Begriff noch nicht, Zweitligist) gewechselt, hat dort lange gespielt... 2 Jahre in der U23.
Nun kickt er in der hiesigen Oberliga und finanziert sich durch den Fußball sein Studium. Andere gehen abends kellnern, er geht seinem Hobby nach. Insofern ist es auch nach eigenen Angaben sehr positiv für ihn gelaufen
Es hat sicherlich viele positive Dinge, aber eben auch negative. Und das gilt auch schon unterhalb eines NLZ, sobald es recht leistungsorientiert wird. Ich war als Jugendlicher ein ganz guter Fußballer; nicht ganz spitze, aber für die höchste Spielklasse in der B-Jugend hat es noch gereicht. Auf sportlicher Ebene waren es tolle Erlebnisse gegen den Nachwuchs von Bundesligisten zu spielen und das halt mit auch lauter fußballbegeisterten und guten Fußballern in der eigenen Mannschaft. Auch mal ins Ausland zu reisen mit der Verbandsauswahl, Vergleichsspiele gegen eine Jugendnationalmannschaft eines kleineren Landes, gegen Verbände aus anderen Ländern, sich schön von den viel besser ausgebildeten Holländern eins überbraten lassen, usw. :-). Nichtsdestotrotz ist aber eine Entscheidung für leistungsorientierten Fußball auch immer eine gegen etwas anderes. Und bei einem NLZ intensiviert sich sicher das positive wie das negative nochmal. Durch die viele Zeit, die man investiert, bleibt weniger Aufmerksamkeit für anderes. Das kann die Schule sein, das können soziale Kontakte außerhalb des Fußballs sein. Bei mir hat damals definitiv beides gelitten. Ersteres war nicht groß problematisch, weil ich in der Schule die Begabungen richtig auf die Fächer verteilt hatte, so dass ich trotzdem ohne ernsthafte Probleme durchgerutscht bin. Außerdem wird da wohl mittlerweile und bei guten Vereinen drauf geachtet. Zweiteres war bei mir ein Problem, weil ich irgendwann wegen Verletzungen mit dem aktiven Fußball aufhören musste und dann mit einem Schlag der Großteil des sozialen Netzwerks weggebrochen ist. Es kann also dazu führen, dass man gute Erlebnisse hat und hinterher noch ein paar Euro mit seinem Hobby verdient. Es kann halt auch anders laufen und dann sieht die Rechnung vielleicht hinterher anders aus, weil man halt einfach auf Dinge verzichtet. Ich bin halt seltener als Jugendlicher mit den Kumpels weggegangen, weil mir das Spiel sonntags wichtig war. Das war's mir wert, nur ist es eben nicht so, dass den guten Dingen, die man erlebt, dann nicht auch Verzicht auf andere Dinge gegenübersteht. Nur mal so als persönliche Erfahrung.
Im Übrigen wage ich es etwas zu bezweifeln, dass das Erlernen von Respekt und FairPlay im leistungsorientierten Fußball in besonderem Maße gefördert wird...
Kennst du die Mannschaft schon, oder übernimmst du die neu? Insbesondere in letzterem Fall würde ich viele Spielformen machen, um einen Eindruck von den Kindern, mit wenig Steuerung, zu bekommen.
Konkret zum Torwarttraining kann ich leider nichts beitragen, mangels Erfahrung. Dennoch zwei Anmerkungen:
1) Kannst du dir bei euch im Verein vorstellen, dass Torwarttraining angeboten wird? Dass jemand, vielleicht ein aktueller oder ehemaliger Torhüter, sich damit intensiv beschäftigt und dann Torwarttraining anbietet, mannschaftsübergreifend? Dann zum Beispiel die Torhüter der F und E zusammen und die der D und C zusammen, sowie B und A, je einmal die Woche oder so? Wir haben mittlerweile 4 Torwarttrainer im Verein aktiv und mir geht bei unseren Torhütern regelmäßig einer ab, wenn ich deren Techniken im Vergleich zu Torhütern anderer Vereine sehe. Ist eine richtig gute Sache, aber sicher nicht in jedem Verein möglich.
2) In welcher Form auch immer du dann Torwarttraining anbietest, achte darauf, dass du möglichst genug Kinder dabei hast. In den Jahrgängen, die wir aktuell in der C-Jugend haben, waren in der F- und E-Jugend 6 oder mehr Kinder im Torwarttraining, jetzt sind für zwei Mannschaften 4 Torhüter übrig, wobei aber einer von außerhalb dazu gekommen ist und zwei trotz Trainings wegen ihrer körperlichen Entwicklung im Spiel dann letzten Endes recht schlecht sind. Drei davon sind älterer Jahrgang, im nächsten Jahr bekommen wir (trotz entsprechender Zahlen im Kinderfußballbereich) ein Problem mit der Anzahl der Torhüter. Und auch bei uns...wir wollen in der B-Jugend wahrscheinlich nicht mehr zwei Mannschaften melden, aber wenn wir unseren stärksten Torhüter dann wie erhofft bei einem anderen Verein unterkriegen, dann wird's auch da dann noch gerade so reichen - und wenn man mal in den Genuss vernünftig ausgebildeter Torhüter gekommen ist tut man sich schwer damit, wieder jemanden ins Tor zu stellen, der nur so halb weiß, was er da macht. Also - ich vermute mal, du hättest es ohnehin nicht anders gemacht - lieber gefühlt zu viele Kinder im Torwarttraining haben im Kinderbereich als jemanden wegzuschicken.
Alles anzeigen
Ist, dass bei euch wirklich so, dass ein Nicht-Einsenden des Passes zum Verband eine automatische Sperre zur Folge hat?
Denn das ist bei uns auch genau umgekehrt. Wenn der abgebende Verein den Pass nicht innerhalb von 14 (oder 10) Tagen aushändigt (an Verband oder Spieler - ich glaube ganz korrekt ist: Pass zum Verband, Kopie zum Spieler), dann ist der Spieler sofort unwideruflich freigegeben.
Ich habe nicht direkt mit Wechseln zu tun, aber meines Wissens ist es bei uns im FVR auch genau so, wie du es beschreibst. Bei keiner Reaktion eines Vereins ist der Spieler nach 14 Tagen frei. Ich meine wir hatten den Fall mal bei einem Spieler, der zu uns gewechselt ist, wo wir eigentlich mit einer verweigerten Zustimmung gerechnet hatten.
Habt ihr keinen Laden in der Nähe, mit dem vielleicht auch Beziehungen bestehen, wo es dann regelmäßig günstige Konditionen gibt? Das würde ich im Normalfall vorziehen gegenüber einer Onlinebestellung irgendwo.
