Beiträge von fak

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    ...........sofern ein kombinationsspiel überhaupt zustande kommt. selbst bis zur a-jugend sehe ich bei der verwendung von den filzhallenbällen enorme defizite, da die bälle sehr stark springen und es meist in ein ziemliches gebolze ausartet............das die bälle schlecht beschleunigen kann ich so auch nicht bestätigen.

    Es gibt ja auch da Unterschiede; die Bälle, die bei uns verwendet wurden, waren in der Regel langsamer. Und für mich stellt es einen Unterschied dar, ob vielleicht kein Spielfluss aufkommt, weil die Spieler zu schlecht im Umgang mit dem Ball sind, oder ob kein Spielfluss aufkommt, weil es vielversprechender ist, den Ball immer einem körperlich starken Spieler zu geben, der dann von der Mittellinie aufs Tor bolzt. Ich halte es darüber hinaus für eine übertriebene Darstellung, dass mit Filzbällen Gebolze entsteht; unsere E- bzw. D-Jugend im Dorfverein konnte damit ordentlich kombinieren, dann sollten das Jugendliche anderswo auch können.


    Hallenwettkämpfe mit Filzbällen finde ich aber furchtbar. In meiner Region glücklerweise kaum vorhanden.

    Warum? Meine Erfahrung ist, dass solche Bälle enorm das Kombinationsspiel fördern, weil weitere Schüsse mangels Beschleunigung des Balls kaum möglich sind.

    nabend,


    leider sind in den meisten hallen ausschliesslich hallenbälle (filzbälle) erlaubt...................

    Schön wär's gewesen hier, Hallenfußball mit normalen Fußbällen war hier immer ein grauenhaftes Gebolze.

    Für uns stehen erst am Wochenende die ersten Turniere an, aber ich muss sagen, dass ich momentan eher skeptisch bin (nachdem ich eigentlich der Einführung des Futsals positiv gegenüber stand, nach allem, was ich gelesen hatte).


    Zunächst mal finde ich den Ball fürs Kombinationsspiel in Ordnung, die Kinder mussten sich etwas dran gewöhnen, dann klappte es aber gut (wir haben einige Trainingseinheiten absolviert bislang und ein Turnier unter uns mit allen D-Jugendlichen). Einkick statt Einrollen finde ich auch ok, ebenso die Regelung, dass Spielfortsetzungen schnell zu erfolgen haben und das generelle Verbot von Grätschen zur Balleroberung.


    Aber: im Vergleich zu normalen Fußbällen in der Halle reduziert der Futsalball das Gebolze erheblich; aber im Vergleich zu Hallenfußbällen erhöht er es meinem ersten Eindruck nach. Grund ist, dass körperlich weit entwickelte Kinder im D-Jugend-Alter dann doch einen ziemlichen Wums hinter den Ball bekommen, wenn sie etwa aus der Mitte der gegnerischen Hälfte schießen, so dass unsere (mutigen) kleineren Torhüter da doch Bedenken haben, überhaupt an den Ball zu gehen. Das ging mit Hallenbällen so nicht. Eine weitere Regel, die Hallenfußball, wie ich ihn mir vorstelle, eher behindert, ist die Möglichkeit, dass Torhüter über die Mitte abwerfen dürfen. Das führte bei uns zu einigen Sequenzen, in denen sich die Torhüter mehr oder weniger die Bälle gegenseitig zuwarfen, weil Spieler die langen Abwürfe nicht verarbeiten konnten. Sicherlich fördert diese Regelung in einem gewissen Maße ein schnelles Umschaltspiel, aber mir war der Zwang zu geordnetem Aufbau bislang lieber. Ich sehe auch die Gefahr, dass Vereine jetzt einen Stürmer vorne campen lassen, statt dass alle Spieler am Defensiv- wie am Offensivspiel beteiligt sind.


    Eine Regelung, die ich richtig schlecht finde, ist die, dass Torhüter nur einmal innerhalb eines Ballbesitzes der eigenen Mannschaft den Ball berühren dürfen (solange sie nicht in der gegnerischen Hälfte sind). Das mag im Futsal seinen Sinn haben, aber wir wollen im Fußball doch Torhüter ausbilden, die auch am Ball was können und die auf ihrer Position ins Spiel eingebunden werden. Das wird so verhindert; krass gesagt werden die Torhüter für die 3 Monate Hallenrunde vom Fußballspielen während der Wettkämpfe ausgeschlossen. Das finde ich kontraproduktiv.


    Ich sehe bislang positive und negative Aspekte, die sich annähernd die Waage halten. Ich bin gespannt, wie sich das nach dem ersten Turnierwochenende gestaltet. Wobei ich eigentlich das erste Turnierwochenende schon mehr oder weniger abgeschrieben habe, weil es mich in unserer Region schon sehr wundern würde, wenn andere Trainer und vor allem auch die Schiedsrichter die Regeln kennen würden, nach denen ab jetzt gespielt werden soll...

    -ich selber Fußball gespielt habe und ich bis heute nachvollziehen kann, dass Kinder halt Tore schießen wollen bzw. die Chance darauf genießen wollen...so wie ein ein spannendes Computerspiel die Hoffnung auf einen Sieg des Spielers nie sterben läßt....im Spiel und von Spiel zu Spiel...so hat ein Innenverteidiger mit der normalen Spielphilosophie des Trainers kaum eine Chance mal ein Tor zu schießen. DAS ist und wäre mir langweilig.


    Ich spiele auch heute noch ein bischen in zwei Hallenmannschaften. Wir sprechen nie eine Aufstellung ab, es läuft halt so in der Halle. Ich bewege mich auf die "Innenverteidigerposition" wenn ich nicht mehr kann...ich gelte mit meinem 47 als schneller Spieler...deshalb läufts meist so, dass ich automatisch vorne spiele.


    Das gleiche gilt für mich auch draussen, wo ich vor 6 Wochen spielte....hinten...Innenverteidigung. Herrlich...ein bischen spielen und schonen. Sorry, so sehe ich es. Ein Dante könnte auch woanders spielen, wäre vermutlich auch ein prima 6èr! Das ganze nun noch auf Kreisliga oder gar Kreisklasseniveau...die Jungs sollten sich warm anziehen, sonst frieren sie. :)

    Wir haben in der D-Jugend Spieler, die wollen Innenverteidiger spielen. Und das hat nichts damit zu tun, dass sie nur das kennen würden, wir haben bis zur E-Jugend konsequent rotiert bei den Positionen. Es scheint aber einfach doch Spieler zu geben, die fühlen sich hinten am wohlsten. Selbst bei Spielen mit freien Positionen landen die immer hinten. Ich versuche solchen Spielern zwar auch immer mal Anreize zu geben, sich in anderen Positionen zu versuchen, aber überwiegend spielt so ein Junge dann auch IV, das halte ich ab D/C auch für sinnvoll. Wie schon erwähnt gibt es dann wieder andere Spieler, die weiterhin recht viel die Positionen wechseln.


    Langweilig wird's da hinten auch nicht, weil IV in der Viererkette ja eine wahnsinnig anspruchsvolle Position ist, die ständige Beteiligung am Spiel erfordert, genau wie alle anderen. Das sieht natürlich bei einem Freizeitkick anders aus, da ist's ne Position zum ausruhen.

    Kann mich der Empfehlung für das Buch von Horst Wein nur anschließen. Der beschäftigt sich mit genau dem, worüber du dir Gedanken machst und das auf eine für mich sinnvolle Weise.


    Was ich aber jetzt bei den beiden Beiträgen über mir etwas überbewertet fand, oder zumindest missverständlich, war das "Mund halten". Sicher ist es sinnvoll, im Spiel nicht ständig reinzuschreien, genau so ist es sinnvoll, nicht schablonenhaft Lösungen vorzugeben. Aber Lösungsmöglichkeiten aufzeigen muss man natürlich trotzdem; zu extrem verstanden führt das sonst zu kaum noch Anleitung, was ich auch wieder nicht als sinnvoll erachte.

    Ein kurzer Einwurf aus dem Lehramtsstudium, auch wenn dort das Thema auch nur am Rande behandelt wird:


    eine naheliegende Vorstellung für jemanden, der es nicht als eigene Erfahrung hat, wäre, dass Menschen mit ADS/ADHS nicht mit den ganzen Reizen zurecht kommen, die die Umwelt so bereithält, die reagieren ja ständig auf alles mögliche und sind so flippig. Tatsächlich ist es aber wohl so, dass Reize im Gegensatz zu dieser für mich erstmal naheliegenden Vorstellung im Vergleich zu Menschen ohne ADS/ADHS gedämpft wahrgenommen werden und deswegen ständig neue Reize gesucht werden. Wenn also ein Kind mit ADS/ADHS einen Bleistift in einer Unterrichtsstunde scheinbar sinnlos zu Tode spitzt, dann kann das eine Maßnahme sein, genug äußere Reize zu bekommen und im Gegensatz zur geläufigen Einschätzung eher der eigenen Aufmerksamkeit förderlich sein als abträglich. Ein Kind, das in der Gruppe spielt, die ich beim Fußball gerade betreue, klettert gerne mal auf das Dach der Auswechselbank, während ich den eigentlich darauf sitzenden Kindern etwas erkläre. Möglich auch hier, dass es ihm bei der Aufmerksamkeit eher hilft als zu schaden, auch wenn das wahrscheinlich bei den meisten Kindern anders wäre. Zodiaks Beitrag bestätigt für mich diese Sichtweise nochmal, im Grundsatz beschreibt er ja auch, dass wahnsinnig viel Input ihm gut tut.


    Die Fragestellung ist nun aber natürlich in einer Fußballmannschaft, wie man es dem Spieler einerseits ermöglicht, dem Bedürfnis nach genug Reizen nachzukommen, ohne dabei andere zu stark zu beeinträchtigen. Der Tritt in den Hintern eines anderen Spielers mag dem Spieler selbst auch kurzzeitig helfen (so komisch das erstmal klingt), das ist aber auf Dauer sicher nichts, was funktioniert. Auf der Grundlage ist es meines Erachtens ein sehr guter Tipp, dem Spieler wann immer es geht eine sinnvolle Beschäftigung zu geben, die für ihn Reize bietet, aber andere Spieler nicht stark stört.


    Letztlich gibt es immer Grenzen, was die Betreuung von Gruppen anbelangt. Sollte die Situation im betreffenden Umfeld für den betreffenden Trainer trotz Bemühungen überhaupt nicht zu handlen sein, kann es natürlich auch zu der Entscheidung kommen, dass das Kind nicht vernünftig in der Gruppe zu betreuen ist. Das halte ich allerdings für eine sehr harte und natürlich eigentlich schlechte Lösung. Was aber, so lange man nicht einen solchen Punkt erreicht hat, denke ich wichtig ist, ist, den Spieler vorher nicht ständig wegen persönlichkeitsbedingter Verhaltensweisen in den Senkel zu stellen, das ist ja hier auch schon angeklungen. Da hilft eine Portion Gelassenheit, die man denke ich auch durch die Beschäftigung mit den typischen Verhaltensweisen, die mit einer solchen Persönlichkeitsstruktur verbunden sind, bei sich fördern kann.

    Was ist denn der Unterschied? Viele Kids wollen im Training keine Schienbeinschoner tragen, dürfen aber Punktspiele nicht mitspielen, wenn sie ohne aufkreuzen. Da wäre es doch schwachsinnig, das bei Mützen umgekehrt zu handhaben, gerade unter dem Krankheitsaspekt.
    Im übrigen gibt es durchaus Mützen, die beim Kopfball nicht stören, gerade wenn man sie auch beim Training trägt, wo man ja auch Kopfbälle spielt. Und Schienbeinschoner lenken den Ball auch viel unnatürlicher ab, als z.B. eine Mütze auf dem Kopf.

    Schienbeinschoner mögen stören, sind aber eine Schutzausrüstung, die halt zum Fußball gehört und die sinnvoll ist. Deswegen sehe ich das so, dass die immer getragen werden sollten, ob Training oder Spiel. Wie gesagt, mich haben Mützen als Spieler gestört, obwohl ich denke ich einigermaßen kopfballkompatible an hatte. Also nur im Training und nur bei Minusgraden; wenn Kopfball gerade Schwerpunkt ist zieht man sie dann halt aus. Was die Befürchtung von Krankheiten anbelangt: wenn ich bei fünfzehn Grad anfange, Mützen und Handschuhe zu tragen, dann werde ich wahrscheinlich krank, wenn ich mal bei fünf Grad ohne Mütze rumlaufe. Wenn mein Körper an etwas mehr gewöhnt ist, dann überlebt man auch mal kühlere Temperaturen ohne Erkältung. So zumindest mein laienhaftes Erfahrungswissen, ich lasse mich gerne eines Besseren belehren. Es geht halt immer um den Punkt, bis zu dem es nach eigenem Ermessen sinnvoller Schutz ist bzw. jenseits dessen übertrieben wird. Das sind für mich Mützen im Spiel bei den Temperaturen, bei denen in hiesigen Gefilden in der Regel gespielt wird. Den Unterschied zwischen Training und Spiel rechtfertigt dabei bei mir der Leistungswille: im Training ist der eigene Komfort vielleicht wichtiger, im Spiel ist mir ein freier Kopf und ein besseres Kopfballspiel wichtiger. Das mag vielleicht darin begründet sein, dass ich als Jugendlicher leistungsbetont Fußball gespielt habe; vielleicht sollte man das in tieferen Klassen anders betrachten, da werde ich nochmal drüber nachdenken.

    Ich habe mal irgendwo gelesen, dass ein Großteil der Körperwärme über den Kopf entweicht. Insofern schützt, auch wenn das merkwürdig klingt, eine Mütze eher vor kalten Händen als Handschuhe, die Hände werden nämlich erst kalt, wenn der Körper in der Mitte unterkühlt und dann die Wärme aus den Extremitäten abzieht, um Kopf und Thorax zu schützen. Und ein unterkühlter Körper hat ein schwächeres Immunsystem und ist damit krankheitsanfälliger. Kurz gesagt: Mützen sind bei mir im Training und im Spiel absolute Pflicht, sobald es kalt wird.


    Mützen im Training, ok. Aber im Spiel? Das hätte mich als Spieler dann doch beim Kopfball gestört und das würde ich auch als Trainer (ab einer gewissen Altersklasse) nicht mehr wollen (besondere Situationen ausgenommen). Vor dem Spiel und nach dem Spiel ist die Mütze auf dem Kopf, aber beim Spiel finde ich dann doch übertrieben.

    Ich denke, dass es schon einen Grund hat, dass sich Initiativen im Fußball in der Regel gegen Rechts richten und nicht gegen Links. Rund um den Profisport gibt es sicher Fangruppen, die sich als links definieren würden und die problematisches Verhalten zeigen, aber im Amateursport ist mir noch nichts begegnet, was ich als links und als problematisch bezeichnen würde. Das liegt meines Erachtens unter anderem daran, dass sich, grob gesagt, linke Gewalt psychischer wie physischer Art eher gegen Autoritäten und Dinge richtet, während im rechten Spektrum die Gewalt aufgrund von Personenmerkmalen ausgeübt wird. Darüber hinaus ist die organisierte Struktur, der man sich beim Fußballspiel im Verein unterwirft, an sich schon dem rechten Spektrum näher als dem linken und wird somit unter extrem denkenden Menschen eher solchen eine Heimat bieten, die man eher als rechts bezeichnen würde.


    Zu meinem Heimatverein und eigenen Erlebnissen: am Rande von Spielen sind rassistische Bemerkungen in Richtung ausländischer Spieler oder von Spielern mit sichtbarem Migrationshintergrund an der Tagesordnung. Benimmt sich jemand ohne solche Merkmale daneben, liegt es an der Person selbst oder ggf. wird noch nach Gründen im persönlichen Umfeld gesucht; handelt es sich um einen Spieler mit Migrationshintergrund dann sind's halt "die Türken". Denn "die und wir passen nicht zusammen". Was ich genauso rechts verorten würde ist, wenn ein Trainerkollege einem Jungen einen festeren Händedruck beizubringen versucht indem er darauf hinweist dass "so lasch nur Schwule sich die Hand geben". In letzterem Fall würde ich mittlerweile etwas dazu sagen, war in der Situation nur zu überrascht; die Kommentare am Rand verfolge ich nur mit Interesse und immer mal wieder leichtem Erstaunen.


    Und dann wäre da bei uns im Kreis noch der Schiedsrichter, der NPD-Funktionär ist. Der allerdings ist bei mir zumindest als Schiedsrichter gerne gesehen, weil er ein für die unteren Klassen außergewöhnlich guter Schiedsrichter ist und ich in den vielen Spielen, die ich von ihm gesehen habe, noch keine Benachteiligung von ausländischen Spielern oder solchen mit Migrationshintergrund wahrgenommen habe.

    Also ich selber habe mit ihm und seinen Eltern gesprochen und er selber hat gesagt das es sein Traum ist Profifussballer zu werden.
    Ich habe ihn auch schon 1-2 Spiele bei der C-Jugend spielen lassen und er war halt unterfordert.. und mit den B-Jugend Spielern versteht er sich ja gut! Ich will ihn auch nicht zu sehr unter druck setzen aber er sollte sein Talent nicht vergeuden und mit Explosivität hab ich den Antritt gemeint weil er ja schnell ist. Am Samstag im letzten Spiel hat er Standfussball gespielt hat uns aber trotzdem den geholt mit einem Außenrist Pass um die Abwehr rum. Vom Körper her ist er ein zwischen Ding. 1.73 groß und 65kg schwer..

    Ich weiß jetzt wieder nicht, was Kreisliga 1 ist, aber wenn der Traum des Spielers ist, Profifußballer zu werden, dann ist Kreisliga spätestens in der B-Jugend sicherlich nicht mehr die passende Spielklasse. Wenn er denn so gut ist, das schaffen zu können. Gibt es in der Umgebung Vereine, wohin er wechseln könnte? Bzw. gab es da schon mal Interesse, wenn du sagst, dass er so stark ist? Darüber hinaus denke ich, dass, wenn er die Aussage so ernst meint, du ihn damit auch kriegen kannst. Zeig ihm auf, welche Dinge an seinem Spiel noch überhaupt nicht zum Profifußballer passen und wie er die aus deiner Sicht verändern kann.

    Genau aus diesem Grund habe ich auch ein kleines Problem immer alle Kinder gleich viel spielen zu lassen. Das spiel läuft gut (gar nicht die tore gemeint) und man fängt zu wechseln an.


    sofort ist der Spielfluss komplett erlahmt und es geht gar nichts mehr - und da Problem hier das die bessern Spieler kein spiel mehr spielen können - und das ist auch nciht OK.


    hier habe ich persönlich schon ein Problem damit --> obwohl alle Kinder genug zum Einsatz kommen aber nicht soviel wie die Leistungsträger.


    Dann plant man halt die Wechsel von Anfang an so, dass nicht nachher erst die Schwächeren reinkommen. Wenn ich immer mit den besten Spielern anfange und dann die schwächeren alle zusammen später reinkommen wird es natürlich je nach Gegner mal schlecht aussehen.

    Ich finde es nicht schlecht, wenn es auch im E-/D-Bereich schon Mädchenmannschaften gibt, trotz der genannten Probleme. Bei uns im Verein gab es zum Beispiel letzte Saison zwei Mädchen im älteren E-Jugendjahrgang. Eine davon auf dem Sportplatz aufgewachsen und recht talentiert, eine hat sich irgendwann in der E-Jugend überlegt, dazu zu kommen. Für die stärkere bot die E-Jugend und bietet die D-Jugend jetzt bei den Jungs gute Herausforderungen und sie kann mithalten; sie trainiert bei uns und spielt bei uns, darüber hinaus spielt sie, wann immer das terminlich funktioniert, per Gastspielerlaubnis bei einem Verein mit reiner Mädchenmannschaft ein paar Orte weiter. Wenn es dann bei den Jungs irgendwann nicht mehr passt wird sie einen guten Übergang in diesen Verein finden. Anders der Fall bei dem anderen Mädchen. Ihr und ihren Eltern haben wir gesagt, dass sie selbstverständlich gerne bei uns im Verein bleiben darf, aber dass es für sie spielerisch sicherlich einfacher wäre, bereits jetzt ganz in die Mädchenmannschaft zu wechseln (sie war trotz regelmäßiger Einsatzzeiten schon in der E-Jugend völlig überfordert bei Spielen und hat kaum mal den Ball berührt). Die Eltern sind dem Vorschlag gefolgt und sie spielt jetzt mit viel Spaß in der Mädchenmannschaft und hat ein viel passenderes Niveau gefunden und letztens sogar mal ein Tor geschossen.


    Es ist sicher richtig, dass es talentierten Mädchen (bzw. vor allem solchen, die auch außerhalb des Trainings regelmäßig Fußball spielen) gut tut, möglichst lange in Jungenmannschaften mitzuspielen. Allerdings glaube ich, dass das Vorhandensein von reinen Mädchenmannschaften trotzdem dazu führt, dass wesentlich mehr Mädchen Fußball spielen, die sonst aus charakterlichen oder sportlichen Gründen Hemmungen gehabt hätten, in einem Verein anzufangen. Denn es ist ja richtig, dass Mädchen in dem Alter oft noch körperlich gut mithalten können, aber zumindest hier ist es doch nach wie vor für Mädchen seltener, dass sie sich intensiv mit Fußball auseinandersetzen, als für Jungen. Den Mädchen, die das nicht tun, und die Fußball spielen aber trotzdem im Verein erlernen wollen, macht man glaube ich mit reinen Mädchenmannschaften auch schon in jungem Alter ein gutes, passendes Angebot, trotz allen Problemen im Spielbetrieb durch Fahrtzeiten/Mannschaftsanzahlen und Leistungsgefälle.

    @Nitram
    Ich habe da eine etwas andere Meinung wie Andre dazu. Siehe Überschrift. Selbst wenn man die F 635 hat. Deswegen kann ich es bei 16 Kinder in der F voll und ganz nachvollziehen, dass Du hier die Grenze des Machbaren erreichst siehst und eben niemand mehr aufnimmst. Auch wir Trainer haben eine Belastungsgrenze und die ist nicht unerschöpflich. Wird die überschritten, leiden alle darunter. Wir können nicht die "ganze Welt retten".


    Und die hier dargestellten Fälle von August und Nitram zeigen auch wieder eines ganz deutlich: Ist eben nicht so einfach wie es klingt. Man kann es nicht jedem Recht machen und manchmal ist eine Grenze erreicht.


    Leider kann ich nur bei dem Betreuer des Sohnes von @schtalk so gar keine positiven Aspekte für ihn ( also diesen Betreuer ) mehr finden. Und ich hab es ja nun echt versucht ;(

    Aus der Erfahrung des Beginns meiner Trainertätigkeit (als 17jähriger 25 F-Jugendliche trainiert, alleine - ich darf gar nicht mehr drüber nachdenken) würde ich die Ansicht doch sehr unterstützen, dass es Grenzen gibt, was die Möglichkeiten sinnvoller Betreuung anbelangt.

    Dabei finden es die Zuschauer und die Verantwortlichen ganz toll, wie unsere F-Jugend doch spielt und alle "wegputzt". Auch die Eltern der Spieler (also derer, die spielen dürfen) finden es ganz toll.
    Es sieht alles sehr professionell und Spitze aus. Die gegenerischen Eltern fragen uns schon, welche Pillen wir unsern Kindern denn geben ..... .


    Ich habe darauf nur geantwortet: Es ist nicht Alles Gold, was glänzt. ;(

    Ich finde das, ehrlich gesagt, zunächst auch mal verständlich. Wenn man nicht groß drüber nachdenkt, überträgt man halt die Betrachtungsweise des Seniorenfußballs auf die des Kinderfußballs und kommt zum Ergebnis, dass wer gewinnt, Recht hat. Es braucht Vereinsverantwortliche und Trainer, die drüber nachdenken und das dann überzeugend vermitteln und umsetzen (nebenbei bemerkt: wenn man noch ein bisschen weiter denkt kommt man vielleicht auch zu dem Ergebnis, dass es bei den meisten, kleineren Vereinen auch bei den Seniorenmannschaften nur nachrangig ums Gewinnen gehen sollte, weil es völlig wurscht ist ob der Dorfverein in der Kreisliga C oder vielleicht Kreisliga A spielt; entscheidend ist auch da, dass es vielen Menschen aus dem eigenen Ort etwas gibt, sich im Verein zu engagieren, egal auf welchem Niveau).


    Das sehe ich anders. Wenn ich mich entscheide, dem zahlenmäßig von Beginn an unterlegenen Gegner entgegenzukommen, tue ich meiner eigenen Mannschaft einen Gefallen. Weil das Spiel nämlich sonst von Beginn an tot ist. Ich verschaffe meinen Spielern ein Spiel auf einem vernünftigen Niveau. Da haben sie mehr von, als wenn sie den Gegner wegen ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit vom Platz fegen.


    Warum der Gegner nun in Unterzahl spielt, ist für mich eigentlich egal. Und ich werde den Gegner auch nicht "erziehen", in dem ich auf die Unterzahl keine Rücksicht nehme.


    Außerdem kann ich nie ausschließen, selber mal in die Situation zu kommen. Ich habe letztens am Tag vor einem Spiel den Vater von zwei meiner Spielerinnen gefragt, ob mit morgen alles klar geht. Antwort: "was ist morgen?" Hätte ich ihn nicht noch angesprochen, wären seine beiden Töchter nicht zum Spiel gekommen. Und hätte ich dann nur 8 Mädchen nominiert, wären wir in Unterzahl angetreten. Natürlich ist das scheiße und unzuverlässig von den Eltern meiner beiden Mädchen. Aber sollen deshalb zwei Mannschaften um ein vernünftiges Spiel "betrogen" werden, um den Vater meiner beiden Mädchen zu erziehen?

    Dem kann ich zustimmen, wenn man tatsächlich das Gefühl hat, dass die eigenen Spieler sonst nichts mehr von dem Spiel haben. So lange es aber nicht komplett witzlos ist und jenseits der 10-15 Tore Abstand landet sehe ich aber auch bei einem Spiel mit deutlichem Resultat Lernmöglichkeiten: wie gehe ich mit eigener Überlegenheit charakterlich vernünftig um? Werde ich egoistisch und will jetzt unbedingt selbst 5 Tore schießen, oder spiele ich mit Mannschaftskameraden zusammen? Aber klar, wenn ich der Meinung bin, dass meine Mannschaft wesentlich mehr davon hat ist es vielleicht schon eine Überlegung wert, Gleichzahl herzustellen. Wobei für mich trotzdem der Punkt bleibt, dass damit meine Spieler weniger Spielzeit bekommen. Für mich ist es ein wesentliches Merkmal guter Jugendarbeit, dass jeder Spieler möglichst viel Spielzeit bekommt. Ist also Abwägungssache.


    Das Argument, dass ich selbst auch in die Situation kommen könnte, zieht in meinem Fall nicht, weil ich es eben als Trainer selbst auch nicht wollen würde, dass ein gegnerischer Trainer aus Rücksicht Spieler runternimmt. Hat vor ein paar Jahren mal jemand vorgeschlagen, habe ich aber abgelehnt. Dann ist an dem Tag eben das Lernthema des Spiels mal "Verteidigen in Unterzahl". Auch nicht schlecht, das mal zu üben.

    TW-Trainer: ich bezweifle, dass dieser "gesunde Wettbewerb" so wirklich funktioniert oder funktionieren würde. Sicherlich ist es ein möglicher Grund für Vereinswechsel, dass im aufnehmenden Verein gute Arbeit geleistet wird. Oft genug sind es aber doch nur große Versprechungen, ein großer Name, oder eine Spielklassenzugehörigkeit, die zu einem Wechsel führen. Ich habe selbst als Jugendspieler die Erfahrung gemacht zum regional dominierenden Verein zu wechseln, in dem sich dann die halbe Verbandsauswahl versammelt hat. Wir haben dann in der C-Jugend alles weggehauen und auch in der B-Jugend eine gute Rolle gespielt in der höchsten Klasse zu der Zeit, aber im Nachhinein betrachtet waren Ausbildung und Training einigermaßen in Ordnung, aber alles andere als hervorragend. Der Verein lebt also davon, dass er den größten Namen in der Region hat, die höchste Spielklassenzugehörigkeit - was dadurch aufrecht erhalten wird, dass immer wieder die besten Spieler dorthin wechseln, aber mitnichten durch die beste Ausbildungsqualität. Ein anderer, ergebnismäßig sehr erfolgreicher Verein in meinem Landesverband wusste letztes Jahr in der höchsten D-Jugendspielklasse dadurch zu gefallen, dass sie mit ihrer Mannschaft sture Manndeckung mit Libero ein paar Meter hinter den Verteidigern gespielt haben. Da kommen die Spieler aus einem großen Umkreis und sie haben auch so die Liga deutlich gewonnen, aber das hat für mich nichts mit guter Ausbildung und dem Gewinnen eines gesunden Wettbewerbs zu tun. Ich könnte jetzt diverse, weitere Beispiele nennen.


    Aus diesem Grunde finde ich es nicht so schlecht, wenn Vereinswechsel nicht so mir nichts, dir nichts von einem Moment auf den anderen stattfinden können bzw. finde ich vor allem die Regelung mit der Ausbildungsentschädigung gut. Sicherlich problematisch, wenn Fußballspielen in manchen Fällen verhindert statt ermöglicht wird, aber als kleiner Verein bildet man sonst Spieler aus, die dann nachher der größere Verein wegnimmt, ohne im unteren Jugendbereich selbst Anstrengungen vornehmen zu müssen.

    Ich habe letzte Saison mit meiner D2 entspannte 0 Punkte und 5:131 Tore eingefahren, kenne also deutliche Resultate ganz gut ;-).


    Ich sehe keine moralische Verpflichtung auf der Seite des Trainers einer überlegenen Mannschaft, das Ergebnis künstlich klein zu halten. Wenn eine Mannschaft so viel besser ist als die andere, dann ist das halt so. Damit muss die unterlegene Mannschaft leben und kann das auch, zumindest wenn es nicht jede Woche vorkommt (aber selbst in der letzten, ergebnismäßig recht bitteren Saison ist bei uns kein Spieler abgesprungen). Allerdings sollte man natürlich schauen, wie das Spiel für die eigene, überlegene Mannschaft noch sinnvoll bleibt und Lernmöglichkeiten bietet. Naheliegend finde ich da vor allem, schwächeren Spielern mehr Einsatzzeiten zu geben oder ggf. auch bestimmte Vorgaben, wie man spielen soll, da ist ja einiges genannt worden. Die Reduzierung der Spielerzahl finde ich aus zwei Gründen problematisch:


    1. wirkt das tatsächlich für meine Begriffe tendenziell demütigend (die brauchen noch nicht mal alle Spieler, um uns zu schlagen)


    2. wird damit einem Spieler (bzw. den Spielern) der überlegenen Mannschaft Spielzeit genommen


    Letzteres ist vielleicht noch vertretbar, wenn man damit ein bestimmtes Lernziel anstrebt in dem Spiel; überhaupt nichts halte ich aber davon, die eigene Mannschaft mit weniger Spielern spielen zu lassen, weil der Gegner zu wenige Spieler zur Verfügung hat. Dem liegt nämlich doch in den meisten Fällen zugrunde, zumindest aus meiner Erfahrung, dass der Verein zu viele Mannschaften gemeldet hat oder dass Kinder/Eltern beim Gegner andere Prioritäten setzen und die Mannschaft im Stich lassen. Dem muss ich nicht noch entgegen kommen, indem ich einem eigenen Spieler Spielzeit wegnehme. Sollten tatsächlich einmal mehrere Spieler kurzfristig wegen Krankheit ausfallen, kann man das Spiel verlegen; ebenso bei längerfristig feststehenden Dingen wie Klassenfahrt, Schulfest, Konfirmandentour und ähnlichen Dingen.



    Als Trainer einer überlegenen Mannschaft bin ich vor ein paar Jahren mal mit Eltern von gegnerischen Spielern aneinander geraten, weil ich meine D-Jugend beim Stand von 10:0 immer noch angetrieben habe. Das hatte allerdings nichts damit zu tun, dass ich unbedingt noch höher gewinnen wollte, sondern dass ich es, unabhängig vom Zwischenstand, so sehe, dass man auf dem Platz Vollgas geben sollte, sei es bei einem knappen Spiel, bei 10:0 oder bei 0:10. Die Eltern hatten aber unterstellt, es ginge mir darum, den Gegner abzuschießen, was ich im Nachhinein auch verständlich finde, da ich es vermutlich auch so empfinden würde in der Situation.

    Mir ist nicht ganz klar, was du als Antwort erwartest. Wenn tatsächlich nicht zurückgewechselt werden darf und deine Einschätzung stimmt, dass die Spieler nur 15 Minuten durchhalten, dann gibt es doch nur die Optionen, die am Anfang zu bringen und zu schauen, wie lange die Luft reicht, oder eben am Ende zu bringen. Gar nicht spielen lassen ist ja im Normalfall keine Option (wobei ich das, je nach Selbsteinschätzung der Spieler und Mannschaftsgefüge in einem Einzelfall mal in einem engen Spiel in Ordnung fände in der B-Jugend, aber eben nur als Ausnahme)