Nur damit ich es richtig verstehe: es sind 25 Kinder und 2 Wettkampfmannschaften gemeldet? Ich gehe mal von 7er-Mannschaften aus? D.h. 11 Spieler wären für mich sinnvoll pro Spiel.
Von einer Unterscheidung in Freundschaftsspiele und Pflichtspiele halte ich in dem Altersbereich gar nichts. In der F-Jugend gibt es nur Freundschaftsspiele.
Meine Empfehlung: die Mannschaften etwa gleichstark machen, beide gemischt. Dann bekommt jedes Kind, das regelmäßig da ist im Training, die gleiche Spielzeit. Ich bin seit dem ersten Jahr E-Jugend in einem Trainerteam dabei, unser "Hauptjahrgang" ist jetzt im älteren D-Jugendjahrgang. Mittlerweile stufen wir leicht leistungsmäßig und noch stärker nach sozialer Kompetenz und regelmäßiger Anwesenheit ab, was Einsatzzeiten anbelangt, aber in der E-Jugend und vorher auch in der F-Jugend haben die Kinder exakt gleiche Einsatzzeiten bekommen (in der F-Jugend pro Spiel, in der E-Jugend pro Halbrunde). Das mittelfristige Ergebnis dieser Vorgehensweise: sowohl in der Breite top Ergebnisse (unser Jahrgang ist doppelt so groß wie vorher in diesem Verein üblich; Spieler, die Jahre lang kaum eine Entwicklung zeigten, zeigen sie auf einmal doch) als auch in der Spitze gute Ergebnisse (drei Stützpunktspieler in einem Jahrgang sind ungewöhnlich für den Verein - das Zusammenspielen mit schwächeren Spielern scheint also nicht groß geschadet zu haben). Der Nachbar- und Traditionsverein, bei dem leistungsorientierter vorgegangen wird, auch schon im unteren Bereich, hat uns in F- und teilweise auch noch E-Jugend Klatschen verpasst. Diese Saison haben wir im Pokal mit den 1. D-Jugenden gegeneinander gespielt, 4:0 gewonnen und die letzte Viertelstunde haben unsere Stützpunktspieler nebeneinander auf der Bank Platz genommen. Das Spiel der 2. Mannschaften gegeneinander haben wir in der Hinrunde knapp verloren, in der Rückrunde knapp gewonnen. Und zwei Wochen später haben sie ihre 2. Mannschaft aus Spielermangel abmelden müssen.
Also: wenn du gutes Training anbieten kannst und nicht lauter bekloppte Eltern hast, die ihre Stars in der F-Jugend zum "besseren" Verein transferieren müssen, dann ist die vom Verband vorgeschlagene Vorgehensweise nicht nur theoretisch gut, sondern führt auch in der Praxis nach meiner Erfahrung zu guten Ergebnissen. Zumindest mittelfristig. Bei uns bin ich dann gespannt, ob sich das auch in den nächsten Jahren bewahrheitet, wie viele von den Spielern dann noch übrig bleiben.