Beiträge von fak

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    Ich möchte nochmal das bekräftigen, was schon ausgeführt wurde: ja, es ist dein Bier, weil es das Mannschaftsgefüge betrifft. Es gibt natürlich auch Situationen, aus denen man sich raushalten kann/sollte, mal ein Konflikt zwischen zwei der Jungs, der vielleicht eher in der Schule spielt oder so. Aber das ist erstens zu massiv und betrifft zweitens zu klar die Mannschaft um da zu sagen, dass man sich raushalten sollte.


    Ich gehe auch mit den Vorrednern konform, dass da deutliche Maßnahmen gefragt sind. Wir hatten in der letzten Saison (ältere D-Jugend) zweimal kurz hintereinander den Fall, dass es per whatsapp Mobbing gab, wenn auch noch deutlich zurückhaltender als das in dem von dir geschilderten Fall zu sein scheint. Wir haben das dann jeweils im ersten Training danach, vor dem Training, vor versammelter Gruppe angesprochen (das aber nur machen, wenn die Lage dir relativ klar scheint; ansonsten erstmal in kleineren Gesprächen klären, ob man einigermaßen sicher ist, richtig informiert zu sein). Der betreffende Spieler bekam jeweils die Gelegenheit, sich dazu zu äußern (einer sagte nichts, der andere druckste etwas herum - ging in Richtung Entschuldigung, aber nicht so wirklich). Beide wurden dann für das jeweilige Training nach Hause geschickt mit der klaren Ansage, dass sie im Wiederholungsfall für längere Zeit (Spieler hatte sich sonst noch nichts zu schulden kommen lassen) bzw. ganz (Spieler fällt öfter mal durch schwieriges Sozialverhalten auf) ausgeschlossen werden. Seit dieser kurzen Phase, in der wir uns intensiv mit der Thematik beschäftigt haben und da auch eine klare Linie gefahren haben, haben wir was das Thema anbelangt Ruhe.Da ist aber klares Handeln gefragt, weil dir sowas die Truppe ziemlich zerschießen kann, denke ich.


    ich hab nur jeweils eins zur verfügung ;)


    Dann finde ich's auch nicht so besonders wichtig. Dann ist's halt ein Spaßturnier mal und man braucht sich nicht so viele Gedanken drum zu machen. Wobei auch da meines Erachtens was möglich wäre, wenn man unbedingt will. Bei uns ist es so, dass wir draußen ein 4-4-2 spielen und das Angriffskonzept, kurz gesagt, so aussieht, dass über das Zentrum rausgespielt wird, dann auf die äußeren Mittelfeldspieler, die nach innen entgegen kommen und vom AV hinterlaufen werden. Ab da gibt es dann mehrere Fortsetzungen. In der Halle spielen wir 2-2. Bei Spieleröffnung stehen wir breit. Wenn einer der hinteren Spieler vom Torwart angespielt wird, kommt der vordere Spieler auf der anderen Seite ins Zentrum entgegen, wird wenn möglich angespielt und dann vom hinteren Spieler auf seiner Seite hinterlaufen, womit wir vorne ein Dreieck haben. Der Spieler, der ursprünglich angespielt wurde, rückt ins Zentrum und sichert ab. Das ist so oft möglich. Wenn der Gegner den Pass ins Zentrum zustellt, kann die Linie entlang gespielt werden. Die hinteren Spieler stehen beim Torabwurf neben dem Tor in den Spielfeldecken - wenn der Gegner sie richtig zustellen will, müssen schon zwei Spieler extrem weit nach vorne, was dann dazu führt, dass wir auf fast dem gesamten Spielfeld ein 2 vs. 2 haben und ein langes Anspiel ganz oft möglich ist. Bei entsprechender Vorbildung halte ich ein solches Offensivkonzept ab C-Jugend für umsetzbar und man kommt oft spielerisch hinten raus, selbst wenn der Gegner zustellt. Im Grundsatz kann das auch in einer Trainingseinheit eingeübt werden; wir hatten diese Saison zwei in der Halle und zwei draußen, bei denen wir dann nach Futsalregeln gespielt haben - bei unserer stärksten Mannschaft hat das dann im Turnier schon gut geklappt, bei den zwei schwächeren war's auch erträglich. Wobei ja auch die statische Situation, in der der Gegner sich ordnen kann, gar nicht so oft vorkommt und sich recht oft noch einfachere Situationen zum Anspielen ergeben.

    Man kann beim Futsal auch hinten raus spielen, wenn der Gegner einen zustellt, mit einer passenden Grundstellung und dazu einstudierten, einfachen Laufwegen. Da braucht es nicht unbedingt immer einen langen Abwurf. Dass es den aber auch geben kann, empfinde ich als Bereicherung, weil zumindest bei uns vorher fast jede Mannschaft immer nur vorne zugestellt hat und gerade schwächere Mannschaften es dann überhaupt nicht geschafft haben, hinten raus zu kommen. Jetzt gibt es mehr taktische Variationen.

    Der Trainer meines Sohnes nimmt ihn eigentlich nur fürs Abschlußspiel und ganz selten mal für eine Übung, sonst normaler Ball.


    Was in vielen Fällen schon deshalb so sein dürfte, weil gar nicht genug Futsalbälle im Verein vorhanden sind, und dann auch noch in verschiedenen Größen...


    Die Anpassungen der Regeln, wie du sie beschreibst, finde ich für die F-Jugend sinnvoll. Grätschen könnte man vielleicht da schon anders handhaben, damit sie es sich gar nicht erst angewöhnen, aber sonst doch passend.

    fak


    ich schrieb von der F-Jugend. du berichtest von deiner C-Jugend. da liegen Welten dazwischen, ab C-Jugend stimme ich dir durchaus zu.


    War auch keine Replik auf deinen Beitrag, so schnell bin ich dann auch wieder nicht =) .


    Zur F-Jugend kann ich mir kein Urteil erlauben, weil ich kein F-Jugend-Turnier im Futsal gesehen habe; kann mir aber gut vorstellen, dass das von tobn beschriebene zutrifft. Und klar, Futsal fordert irgendwann das Passspiel, was ich auch für die schönste Variante des Fußballspiels halte. Das heißt aber nicht, dass man mit dem Ball nicht auch dribbeln könnte.

    Für mich ist die Reihenfolge in der Halle, jetzt mal rein vom Ball her: Futsalball > Filzball > Lederball. Ich habe mit allen Bällen diverse Hallenturniere erlebt. Am meisten Fußball gespielt wird mit dem Futsalball. Mit dem Filzball versuchen es viele, aber bei vielen Mannschaften geht da viel daneben. Mit dem Lederball gab es immer Gebolze, weil ständig Weitschüsse und Gegner anschießen und sowas probiert wurde.


    Die Behauptung, dass beim Futsal technische Unterschiede massiv nivelliert würden, kann ich so nicht unterschreiben. Die Ballannahme ist auch beim Futsal wichtig, allerdings etwas anders, als beim normalen Fußball oder gar mit dem Filzball. Der Filzball springt eher weg, beim Futsal ist die Gefahr eher, dass der Ball totgestoppt wird. Gefordert ist also eine klare Mitnahme in eine Richtung, sonst liegt der Ball schnell unter dem Körper und es wird schwierig, vernünftig weiter zu spielen. In manchen Situationen geht auch eine direkte Mitnahme mit der Sohle, das gefällt mir eigentlich auch ganz gut. flyer, du hast doch eine C-Jugend, in der Altersklasse trainiere ich auch. Du kannst mir nicht erzählen, dass da nicht auch beim Futsal massive Unterschiede zwischen technisch starken und schwächeren Spielern bestehen. Mein Eindruck ist eher der, dass er Unterschiede noch klarer aufzeigt, insbesondere wegen der weiteren Regeln. Wir haben Spieler im älteren Jahrgang, die vor allem über die Physis kommen und die besser ausgebildeten Spieler im jüngeren Jahrgang, mit dem wir als Trainerteam mitgehen. Da sind Welten dazwischen, sowohl was das technische Spiel anbelangt, als auch die Handlungsschnelligkeit (die eben beim Futsal auch besonders gefragt ist und gefördert wird). Zuletzt noch zum Thema Abschläge aus der Hand: letztes Jahr, im ersten Jahr Futsal bei uns, habe ich da einige gesehen. Dieses Jahr habe ich bislang zwei komplette Turniere gesehen und keinen einzigen gesehen. Meistens kurze Anspiele und ansonsten Abwürfe. Einfach mal drauf einlassen, auf den Futsal. Wie gesagt, ich war auch erst skeptisch.

    Das Problem ist aus meiner Sicht nicht der Futsal, sondern die teilweise fehlende Umsetzung. Da seid ihr auch in eurem Landesverband nicht alleine. Wenn's aber funktioniert, gefällt es mir besser als der Hallenfußball vorher. Insbesondere das körperlose Spiel lohnt sich, dadurch wird mehr Fußball gespielt als geholzt. Die 4-Sekunden-Regel finde ich super, weil so das Umschalten gefördert wird. Was mir nicht so wahnsinnig gefällt, ist die Rückpassregel, aber wir binden trotzdem recht häufig den Torspieler ein, eben immer dann, wenn's geht.


    4-Sekunden-Regel und die strenge Rückpassregel halte ich allerdings im Kinderfußball nicht unbedingt für sinnvoll, ist bei uns auch in der F- und E-Jugend nicht Bestandteil der Regeln.


    Nervig wird's halt bei Trainern, die keinen Plan von den Regeln haben. Gestern kam wieder einer zum Turnier: "dieser Futsalquatsch...ich bin nur hier, weil mein Verein mich gemeldet hat". Dann hätte er halt zuhause bleiben sollen. Ich war letztes Jahr, als wir mit Futsal angefangen haben hier, auch erstmal skeptisch, weil ich auch vorher Hallenfußball mochte. Dann hab ich mir aber halt die Regeln draufgeschafft und das auch mit den Kindern schon mal vor dem ersten Turnier geübt. Wobei die Spieler eh kein Problem sind in der Regel. Selbst die, die die Futsalregeln letztes Jahr noch gar nicht kannten, haben innerhalb eines Spiels das wesentliche gerafft. Bei Trainern und Eltern sieht's anders aus. Und problematisch wird's natürlich bei Schiedsrichtern, die die Regeln nicht kennen. Gestern hatte ich die beiden dann gegen Ende des Turniers so weit, dass sie die meisten Regeln kannten - wobei man dabei natürlich vorsichtig sein muss, nicht jeder Schiedsrichter steht ja auf Regelkunde durch Trainer - aber ich kann das ganz gut verpacken und die zwei waren da dann auch souverän.


    Ich glaube, dass es einfach ein paar Jahre brauchen wird, bis sich das ein bisschen etabliert hat. Dann gibt's schönen Fußball mit wenig Härte und vielen Flachpasskombinationen bis vors leere Tor, wenn die Mannschaften es denn drauf haben. Dazu den ein oder anderen geschickt eingestreuten Lupfer im Passspiel. Mir gefällt der Fußball, der sich durch die Regeln ergibt, wenn sie denn dann umgesetzt werden.


    Für mich ist das der einzige Wermutstropfen bei der FPL, dass wir in der F-Jugend keine Gelegenheit haben, die Nachwuchsschiedsrichter Erfahrungen sammeln zu lassen. Beschränkt sich bei uns also auf eine D-Jugend und drei E-Jugenden, wobei das bei der aktuellen Anzahl an Nachwuchsschiedsrichtern eine brauchbare Anzahl an Spielen ergibt.

    Aus unserem Verein haben Anfang der Saison nach vorherigen internen Schulungen durch einen ehemaligen Schiedsrichter fünf Jugendliche (zwei A-Jugendalter, drei C-Jugendalter) die Schiedsrichterprüfung beim Verband gemacht. Die beiden älteren gehen jetzt nach der Winterpause in den offiziellen Betrieb, weil wir sie für gut genug halten. Vorher haben sie, wie die jüngeren es zunächst mal weiter tun werden, Spiele unserer E-Jugenden und der D-Jugend, die in der Kreisstaffel spielt, gepfiffen. Bei den ersten Spielen der Schiedsrichter werden immer erwachsene Betreuer dabei sein. Ich bin mal gespannt, ob wir so einige der Jungs gut in den Spielbetrieb bekommen. Hier im Kreis sind allerdings auch massive Beleidigungen von Schiedsrichtern oder gar tätliche Angriffe nicht so weit verbreitet, wie es andernorts zu sein scheint. Trotzdem eine Herausforderung. Wir haben die Schiedsrichterakademie dieses Jahr neu gestartet, das soll ein fortlaufendes Projekt werden. Bin sehr gespannt. Nicht, dass sich die größten Idioten von besseren Schiedsrichtern davon abhalten lassen würden, sich daneben zu benehmen, allerdings glaube ich auch, dass man die Situation auch dadurch etwas verbessern kann, dass man versucht, Schiedsrichternachwuchs zu finden, der auch von der Persönlichkeit her geeignet ist. Wir haben hier viele Schiedsrichter, die von ihrer Persönlichkeit her meines Erachtens nicht besonders für die Tätigkeit geeignet sind. Die sind dann immer noch nicht dafür verantwortlich, wenn andere sich nicht zu benehmen wissen und Respekt vermissen lassen, aber es hilft natürlich auch nicht weiter.

    Gut qualifizierte Trainer, ein guter Betreuungsschlüssel, konsequente Wertschätzung aller Kinder (auch und vor allem per Einsatzzeiten) und ab und an einen Fairplaypreis gewinnen, was man dann in die Zeitung schreiben kann. So haben wir's gemacht und platzen nach ein paar Jahren davon aus allen Nähten.


    Es hat auch mal ein Trainer in einer örtlichen Grundschule einige Jahre eine Fußball-AG geleitet und auch sonst wird drauf geachtet, dass ab und zu was in der Zeitung steht. Aber das oben beschriebene halte ich für die wesentlichen Gründe für den Zulauf, den wir aktuell haben.

    Wieso sollten sie den Ball als Fixpunkt vernachlässigen? Genau darum geht's doch, das Spielgerät zu erobern.


    Ich würde zunächst mal die Fehler als normal ansehen, die dabei passieren. Wir reden hier über eine E-Jugend. Wenn die jetzt schon mal nicht lernen, dem Gegner hinterher zu laufen, dann ist schon viel gewonnen, weil man es ihnen dann hinterher nicht wieder abgewöhnen muss. Dass da dann beim Verteidigen Fehler auftreten ist normal und auch, dass das in der Halle dann augenfälliger wird, weil es halt schneller geht alles. Insbesondere wenn ihr gegen stärkere Gegner spielt als sonst.


    Ein Mittelding gibt es ja insofern, als dass es meines Erachtens generell nicht sinnvoll ist, IMMER ballorientiert zu verteidigen und sich dementsprechend im Raum zu positionieren anstatt sich am Gegner zu orientieren. Auch auf dem Großfeld ist es ja sinnvoll, sich etwa dann zum Mann zu orientieren, wenn in unmittelbarer Tornähe eine Hereingabe nicht mehr zu verhindern ist, einfach weil dann die Zeit nicht mehr ausreichen würde, eine Lücke zu schließen. Diese Situationen treten in der Halle dann vielleicht etwas öfter auf, weil man öfter in Tornähe ist. Deswegen würde ich aber nicht vom Grundprinzip des ballorientierten Verteidigens abweichen und mir zunächst mal keinen großen Kopf darum machen, wenn E-Jugendliche schon mal nicht richtig auf dem Schirm haben, was in ihrem Rücken passiert.

    Ich find die Dämlichkeit, vielleicht auch den Größenwahn dahinter, eher amüsant. Es ist halt schon ne krasse Geschichte. Kann man jetzt unterschiedlich bewerten, ich seh's in dem Fall eher leicht, weil halt nichts passiert ist.

    Das geht so gar nicht. Würde ich auch absagen, zumindest wenn es nicht vorher klar ersichtlich war, dass das Turnier mit so vielen Mannschaften gespielt werden würde. Ich sehe auch überhaupt keinen Sinn darin für den Veranstalter. Bei jüngeren Jahrgängen würde ich vermuten, dass es darum geht, dass möglichst viel konsumiert wird, aber hier werden ja nur wenige Eltern dabei sein und es macht daher weniger Sinn, darauf aus zu sein. Ist mir ehrlich gesagt schleierhaft, wie jemand auf die Idee kommen kann, mit so vielen Mannschaften ein Turnier auf einem Spielfeld auszurichten.

    sondern womit????


    Dazu kenne ich die Leute nicht gut genug, um das beurteilen zu können. Indirekt kann es natürlich sehr wohl damit zu tun haben, wenn es Schwierigkeiten bei der Integration gibt und damit der Frustrationslevel höher ist. Oder eben zum Beispiel mit der sozialen Lage und damit, dass sich in dem Verein viele aus einer schlechten sozialen Lage versammelt hatten. Als Trainer spiele ich mittlerweile übrigens gerne gegen den Verein an den ich bei meinem vorigen Beitrag hauptsächlich dachte, weil da mittlerweile eine andere Atmosphäre herrscht. Spieler mit Migrationshintergrund sind's immer noch viele.


    1) "Presse und Politiker behandeln Migranten immer bevorzugt." Immer ist immer ein schwieriges Wort. Selbst wenn es oft so wäre, was ich anders sehe, dann wäre es noch nicht immer so. Wenn du das Wort immer verwendest wirkt es auf mich nicht besonders sachlich.


    2) Auf den zweiten Weltkrieg verweist zumindest hier bislang niemand, außer dir jetzt. Grundsätzlich scheint es mir aber eigentlich ganz schlau, aus schlechten Taten in der Vergangenheit zu lernen, individuell wie gesellschaftlich.


    3) Mein Eindruck ist nicht, dass Menschen mundtot gemacht werden. Von Sarrazin bis Pegida hatten wir in den letzten Jahren viele öffentliche Themen, die durch der Migration skeptisch gegenüber stehende Leute gesetzt wurden. Die Ansichten wurden also geäußert. Dass dann eine Mehrheit der Menschen - meines Erachtens zum Glück - letzten Endes nicht so wahnsinnig viel von den Thesen halten würde ich nicht damit gleichsetzen, dass jemand mundtot gemacht wird.


    4) "egal ob migrationshintergrund oder nicht , wenn es mißstände gibt muss man sie ansprechen". Richtig, allerdings sollte man dort vorsichtig sein, wo der Migrationshintergrund an sich als das Problem betrachtet wird. Da, wo das nämlich geschieht, muss man niemanden in die rechte Ecke stellen, da stellt sich jemand dann schon selbst hin. Egal ob jemand das dann selbst merkt oder nicht.


    5) Was ist die Alternative zu Erklärungsversuchen, von denen dir ja anscheinend schlecht wird? Sollte man besser nichts zu erklären versuchen? Was ist damit gewonnen? Dabei solltest du Erklärung nicht mit Entschuldigung verwechseln. Nur weil ich etwas versuche zu erklären, entschuldige ich es damit nicht.


    6) "ich bin wirklich entsetzt , das einige hier im forum auf der linie der kuschelpädagogik bei straftaten fahren , welche schon seit jahrzehnten in deutschland versagt . " Kannst du mir dafür mal ein Beispiel hier aus dem Forum nennen? Ich habe hier nirgendwo gelesen, dass sich irgendjemand für möglichst geringe Strafen oder gar das Ausbleiben von Strafen ausspricht.


    7) "ps: ihr solltet mal mit den schiedsrichtern/spielern/eltern reden - die öfters gegen teams aus sogenannten *problembezirken* spielen müssen , vllt wacht ihr dann mal auf . sorry aber solche aussagen kommen aus meiner sicht von theoretikern , welche in der praxis mit solchen sachen noch nie zu tun hatten"


    Ich habe als Jugendspieler durchaus die Erfahrung gemacht, einige Male zu einem Auswärtsspiel zu fahren mit einem etwas mulmigen Gefühl ob des Verhaltens der dortigen Spieler und Zuschauer. Übrigens überwiegend mit Migrationshintergrund. Ich mache aber zum Glück mit Studenten mit Migrationshintergrund, Polizisten mit Migrationshintergrund, Bahnkontrolleuren mit Migrationshintergrund usw. genug positive Erfahrungen, dass ich nicht auf die Idee kommen, die Aggression, die mir dort im Fußball begegnet ist, hätte direkt etwas damit zu tun, dass viele der Spieler in diesen Vereinen oder deren Eltern in einem anderen Land geboren sind.


    Du hast aber deswegen Angst, weil die Teams viele aggressive Spieler haben, nicht, weil sie Spieler haben, die eine andere Herkunft haben. Und ich habe nun Alice Schwarzers Buch nicht gelesen, man muss sich ja nicht jeden Unfug antun, aber ich vermute kaum, dass die Aussage dort ist, dass junge Migranten deswegen ein Problem sind, weil die Menschen in anderen Ländern halt andere Gene haben und deswegen ständig jemandem aufs Maul hauen. Die Sozialisation ist entscheidend und da muss man halt gesellschaftlich was tun; für Migranten ist es schwerer, sich eine solche Sozialisation zu verschaffen und sie zu erfahren, die eine gute Position in der Gesellschaft ermöglicht. Da gibt es Punkte, an denen man gesellschaftlich ansetzen kann. Und darauf reite ich auch in diesem Fußballforum immer wieder herum, weil es mir wichtig ist, das deutlich zu machen, dass eben nicht Ausländer per se gewaltbereiter sind, weil "die halt anders sind als wir und wir nicht zusammenpassen" (Aussage eines Verantwortlichen in meinem Verein, den ich sonst eigentlich für ganz vernünftig halte). Es ist im Fußball sehr einfach, die meinetwegen 85% der Übeltäter mit Migrationshintergrund zu sehen und daraus ausländerfeindliche Tendenzen zu entwickeln.


    Davon unbenommen sind deutliche Strafen für deutliche Vergehen im Fußball meines Erachtens angesagt. Das passiert aber in der Regel auf individueller und da hat dann auch wieder die Frage nach der Herkunft keine Funktion. Darüber hinaus bin ich absolut kein Freund von Fußballvereinen, die nach Herkunft gegründet und dann größtenteils auch besetzt werden, weil das Absonderung statt Integration bedeutet aus meiner Sicht.


    Ich benutze ihn in der Halle generell sehr gerne. Letztens haben die Kids mich bei einer Übung gefragt, warum sie denn die gelben Dotzebälle nehmen sollen und nicht den Futsalball, woraufhin ich antwortete, dass wenn es ums Prellen des Balls (mit der Hand) geht, dann halt doch die Gelben besser sind -- es ging um eine Staffel mit koordinativen Elementen. =)


    Du musst den Kindern auch mal was zutrauen - Prellen mit Futsalbällen, das ist doch mal ne Herausforderung :D .


    Wir benutzen in der Halle generell die Futsalbälle. Was anderes würde für mich auch wenig Sinn machen; es sei denn natürlich zur Förderung der Differenzierungsfähigkeit.

    Ich gehe mal davon aus, dass eine Zahl wie die 85% Migrationshintergrund stimmt. Dann bleibt aber trotzdem die Frage, ob das erwähnenswert ist. Erwähnenswert ist es dann, wenn man davon ausgeht, dass der Migrationshintergrund etwas mit der Gewaltbereitschaft zu tun hat. Ist das nämlich nicht der Fall, dann würde es genau so viel Sinn (bzw. eben keinen) machen, zu erwähnen, wie viele Gewalttäter blonde Haare oder braune Augen haben. Wenn nun der Migrationshintergrund genannt wird, dann wird es eben tatsächlich schnell rassistisch, wenn nicht erläutert wird, warum dieser Migrationshintergrund zu mehr Gewaltbereitschaft führt. Dass es meines Erachtens nicht direkt der Migrationshintergrund ist, der zu mehr Gewaltbereitschaft führt, habe ich in einem anderen Thread ja schon geschrieben und Uwe hat das hier ähnlich ausgeführt.

    ]Naja, wenn es berechtigt ist, dann muss Du dir das halt anhaften. Ich sehe es doch auch bei uns (ist zwar F-Jugend) der wenig kann, darf spielen, obwohl der bessere (schneller, festeren Schuss und besseren Umgang mit dem Ball), und warum darf er das ? Richtig, weil er der Sohn vom Co-Trainer ist.


    Da ist das Problem aber nicht die persönliche Beziehung, sondern die schlechte Vorgehensweise (wenn ich jetzt mal von einer korrekten Beschreibung ausgehe). Bei uns hat in der F-Jugend jedes Kind exakt dieselbe Spielzeit bekommen und das wurde auch dokumentiert. Da kann die Beziehung sein wie sie will, da kommen diesbezüglich keine Probleme auf. Jetzt (C-Jugend) sind die Spielzeiten nicht mehr gleich, aber Trainer- und Betreuersöhne werden halt nicht bevorzugt, sondern im Zweifelsfall eher mal benachteiligt. Damit halten sich dann diesbezügliche Anwürfe in ganz engen Grenzen.